Mir ist nicht bekannt, dass dann wenn z.B. der Staat eine neue Anleihe ausgibt, seine 'Sicherheiten' plötzlich im Wert steigen oder er mehr Sicherheiten besitzt als vorher. Insofern ist die Aussage, dass die Kredite hinterlegt wären schonmal Unfug.
Zum Zweiten: Was heißt eigentlich Deckung? Wirtschaftlich hieße es, dass es nicht nur Geld gibt, sondern auch Realgüter. Ok das ist schön. Aber das ist im Grunde völlig irrelevant, wenn der der das Geld hat, nicht die Realgüter besitzt. Rechtliche Deckung hieße, dass jemand der ein Stück Papier besitzt, das Recht hat, dafür einen bestimmten Gegenstand wie z.B. ein Stück Edelmetall zu bekommen.
Das ist aber aktuell in keinem Land der Welt mehr der Fall. Anders ausgedrückt: Wenn ich einen Fetzen Papier besitze, ist niemand und absolut niemand verpflichtet mir dafür irgendeinen realen Gegenstand zu geben, mit Ausnahme vll eines weiteren Stück Papiers wo irgendwas drauf steht. Das mag in 'Normalzeiten' nicht so dramatisch sein, aber in Krisenzeiten kann e wirtschaftlichen Ruin bedeuten.
Jetzt könnte noch einer sagen die Staatsschulden sind durch die Steuern gedeckt. Auch Unfug bzw. irrelevant, denn die Steuern bestehen auch wieder nur aus Papier d.h. ich hätte auch wieder nur Anspruch auf ein Papier, für das wiederum niemand gezwungen ist, mir einen realen Gegenstand zu geben. Zudem sind die Leute ja nicht verpflichtet zu arbeiten, und insofern sind auch die Steuereinnahmen nicht 100% sicher. Natürlich kann jetzt wiederum jemand einwenden, dass auch niemand gezwungen ist, mir für Gold oder Silber etwas zu geben. Aber in der Vergangenheit hat man für einen Gegenstand, der ein Luxusgut und allgemein begehrt war, immer etwas bekommen was man zum Leben brauchte. Beim Papier war das nur in gewissen Perioden der Fall.
Das einzige, was man aktuell in gewisser Weise als eine Art Deckung bezeichnen könnte, ist in der Tat der Kredit selbst. Das kann dann relevant werden, wenn jemand eine Schuld hat, die in Papier lautet und er gezwungen ist, diese zu begleichen, aber kein Papier besitzt. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, dass dieser jemand gezwungen ist, mir für mein Papier irgendeinen Gegenstand zu geben z.B. sein Haus zwangsversteigern zu lassen. Das geht aber nur, wenn sich der Gläubiger nicht vorher schon am Haus vergreift, weil er Papier nicht mag. Insofern auch wieder mit Unsicherheit behaftet und daher keine wirkliche Deckung, sondern nur eine eventuell vorhandene Möglichkeit, die Zwangslage eines anderen auszunutzen.
man sieht also: Deckung gibts nicht.
Ansosten denke ich, dass der Autor viel von dem, was er als Unsinn bezeichnet, nicht wirklich verstanden hat z.B die Messung des Öls in Gold. Natürlich hat er damit Recht, dass man heute wesentlich mehr seines Einkommens für Öl ausgeben muss als noch vor ein paar Jahren. Und natürlich stimmt es auch, dass es einem Anleger, der im DAX 75% verloren hat, egal sein kann, ob der Eurostoxx genauso viel gefallen ist. Aber darum ging es in diesem Fall gar nicht. Sondern es ging um die Beobachtung, dass der hohe Ölpreis weniger was mit Bösen Kapitalisten zu tun hat, die sich erdreisten einfach mal den Preis anzuheben (wie das ja schon der Fall war), sondern um die bösen Menschen, die ständig die Menge unseres 'Geldes' ausweiten. Daher ist der hohe Ölpreis eher auf den Kaufkraftverfall des US-$ zurückzuführen. Und dass statt des inflationsbereinigten Ölpreises das Öl in Gold berechnet wird, liegt daran, dass man den Goldpreis zwar manipulieren kann, aber Preise die gezahlt wurden keine willkürliche Zahl darstellen, die irgendwelche Statistiker erfunden haben.
Dieser Zusammenhang scheint dem Herrn Autor nicht wirklich klar zu sein. Aber das ist wenig verwunderlich. Und beruht auf dem selben Irrtum wie die Aussage, Inflation wäre Preissteigerung (die hat er ja weiter oben auch gebracht). Auch hier werden Tatsachen verdreht. Aus der Behauptung Inflation wäre Preissteigerung (statt Geldmengenwachstum) und die Zentralbank müsse sie unterbinden, entsteht zwangsläufig die Meinung, die Verkäufer von Waren wären (ausschließlich) Schuld an Preissteigerungen. Wäre kalr, dass Inflation zu hohes Geldmengenwachstum IST, dann müssten sich die Zentralbanken durch eine Bekämpfung der Inflation quasi selbst bekämpfen, was aber nicht in deren Sinn ist.
Natürlich ist es Absicht gewisser Personen dass die (falsche) Meinung bez. Inflation sich durchsetzt und unser Autor scheint einer der zu sein, die darauf reingefallen sind.
Einen Kommentar zum Obersalzberg im Zusammenhang mit Gold verkneife ich mir jetzt lieber.