Beiträge von HIghtekki

    @juergenlangen


    auch wenn man heute für 9000 € vll. kein so tolles auto bekommt: das was man für 9000 € bekommt, ist allemal um viele längen und klassen besser als das was 1914 vom fließband lief. allein schon wegen der unmenge an elektronik die sich im auto befindet.


    insofern finde ich schon dass bezüglich autos die kaufkraft enorm gestiegen ist. denn das auto das man kaufen ist, ist wesentlich besser.


    man sollte gold nicht als alternative zu aktien sehen sondern eher zu anleihen oder papiergeld. aktien habn langfristig eine höhere rendite, aber auch ein wesentlich höheres risiko denn man ist abhängig von einer menge von personen wie z.b. manager, mitarbeiter, kunden etc. das papiergeld demgegenüber ist zwar kurzfristig einigermaßen stable, veliert dafür aber langfristig fast seinen kompletten wert. gold behält seinen wert und man ist gleichzeitig unabhängig von jeglichen personengruppen die einen einfluss auf papier oder aktien haben. dafür hat man halt weniger rendite.


    am besten hat man von allem was. aktien zum wertgenerieren, gold zum werterhalt und papiergeld um es morgen auszugeben.

    nochmal: ihr redet aneinander vorbei. sie müssen und sie müssen auch wiederum nicht. es ist so wie mit 'normalem papiergeld'. NIEMAND ist gezwungen mit jemand anders einen handel einzugehen, ihm also etwas zu verkaufen. insofern ist der verkäufer also logischerweise auch nicht gezwungen, irgendwelches geld anzunehmen (ausnahme ist z.b. der staat, weil der die leute mit der bahn mitnehmen MUSS).


    zu der annahme von 100 € in silber-10ern ist er allerdings genau dann verpflichtet, wenn der handel schon zustande kam und es nun ans bezahlen geht. hier kommt die eigenschaft des 'gesetzlichen zahlungsmittels' zum tragen. dass er die 100 € in silber oder auch statt dessen 100 € in papier annehmen MUSS, heißt nichts weiter, als dass er den andern nicht dazu verdonnern darf z.b. in gold zu zahlen oder auch die schuld in der küche abzuarbeiten.


    vorher dürfen beide das natürlich aufgrund der vertragsfreiheit anders festlegen und müssen sich daran halten. aber wenn der vertrag schon zustande kam und es wurde NICHTS anderes festgelegt, genau DANN muss der händler das gesetzliche zahlungsmittel annehmen, falls der andere damit zahlen will und falls sich nicht beide nachträglich auf etwas anderes einigen.


    hoffe das ist jetzt klar ;)

    ich denke unser Problem ist weder der Kapitalismus noch der Zins noch der Zinseszins noch die Banken noch die Tatsache, dass Geld mehrfach verliehen wird sondern schlicht und einfach die Tatsache, dass es kein Geld, sondern nur noch Kredit gibt, den man beliebig in der Menge steigern kann. Anders gesagt: dass es keine Bindung des Geldes mehr an reale Güter gibt.


    Angenommen es gäbe noch eine Golddeckung. Dann wäre es aus Effizienzgründen natürlich sinnvoll, das Geld zur Bank zu bringen (und dort sicher zu verwahren). Es wäre auch sinnvoll statt dessen mit Zetteln also Lagerscheinen zu bezahlen. Die müssen nicht mal das Eigentum verbriefen, sondern können auch eine Forderung darstellen. Diese würden dann umlaufen. Das wäre alles kein Problem. Diejeningen, die Geld übrig haben, bringen es zur Bank, die die es brauchen, bekommen es. Die Bank ist also eine Art Mittler und für diese Dienstleistung kann sie sich auch ein Stück abschneidet, wogegen niemand etwas haben sollte.


    Der Zins ergäbe sich in diesem Fall nicht daraus, dass man das Geld weggibt und nicht zur Verfügung hat (man würde es ja ebenso wenig ausgeben wie wenn es zu Hause ist, man hat also KEINEN Konsumverzicht). Er ergäbe sich vielmehr aus dem Risiko, dass man sein Gold nicht mehr von der Bank bekommt, da diese es ja einmal oder mehrmals verliehen hat. Die Höhe des Zinses würde sich aus der Höhe des Risikos ableiten.


    Hieraus folgt nicht notwendigerweise, dass die Geldmenge immer weiter ansteigt um die Zinsen zahlen zu können. Denn erstens kann es sein, dass Kredite auch wieder zurückgezahlt werden, was die Geldmenge senken würden. Zum zweiten fällt die Geldmenge auch dann, wenn Kredite ausfallen. Um das auszugleichen, gibt es ja genau den Zins. Je höher das Ausfallrisiko, desto höher der Zins so dass man im Durchschnitt sein Gold eben wieder bekommt.


    Was passiert nun, wenn zu viele Kredite vergeben werden, also z.B. die Wirtschaft überhitzt wird? Nun: die Bank wird das Geld öfter verleihen. Das führt aber dazu, dass die Geldleiher etwas misstrauischer werden, ob sie ihr Geld wiedersehen. Also werden sie einen höheren Zins verlangen. Die Bank könnten nun einfach die etwas geringere Menge Geld noch öfter verleihen, muss hier aber damit rechnen, dass alles oder fast alles Geld abgezogen wird und sie in Liquiditätsschwierigkeiten kommt. Also wird sie die Kredite begrenzen bzw. ihrereseits höhere Zinsen nehmen, was zum einen die Nachfrage nach neuem Kredit reduziert (und somit das Kreditwachstum) und zum zweiten im Fall dass jemand seine Zinsen nicht zahlen kann, Kreditausfälle mit sich bringt, was ebenfalls die Kreditmenge reduziert. In diesem Fakk würde es eine Kontraktion der Wirtschaftsleistung geben, bis sich der Prozess wieder ins Gegenteil verkehrt. Dies würde z.B. auch Überproduktionen abbauen, die entstanden sind.


    Wie ist es aber heute? Heute gibt es keine Deckung mehr. Die Banken können das Geld so oft verleihen wie sie wollen. Denn die die das Geld in die Bank eingezahlt haben, haben ja keinen Anspruch auf einen begrenztes Gut, sondern im Grunde nur Anspruch auf weiteren Kredit und diesen kann die Bank selbst herstellen. Bei manchen Leuten wird sie streiken, bei anderen eher weniger. Der Mechanismus mit den Zinsen funktioniert also nicht mehr genauso wenig wie der mit der Deckung. Wenn Zinsen nicht mehr gezahlt werden können, gibt es keinen Ausfall, sondern es wird einfach mit neu geschaffenen Kredit bezahlt. Das ganze kann eine ganze Zeitlang munter weiter gehen, bis irgendwann doch das Vertrauen weg ist und wir in die Hyperinflation kommen...

    dravs


    die private FED hält aktuell ca. 800 mrd us-$ an us-staatspapieren, hat dem staat also faktisch geld geliehen und somit für ihn erzeugt. bist du sicher, dass die das machen weil sie gerade lust dazu haben oder vll. doch eher weil sie 'unter einer decke stecken', d.h. der staat bekommt das geld und das bankensystem die zinsen, was der steuerzahler letztendlich beides erarbeitet...


    das 'begrifflich genauer' bezog sich lediglich darauf was genau den staat ausmacht und was der staat kann oder nicht kann. etwas können kann nur eine person. bzw. jemand kann 'im sinne' oder 'im auftrag' des staates handeln, aber um etwas auszuführen braucht man immer noch eine natürliche person.

    echtes geld zeichnet sich dadurch aus, dass sich seine kaufkraft nach seinem gewicht sowie seiner stofflichkeit bemisst und nicht nach dem, was irgendjemand drauf geschrieben hat. insofern ist auch ein 10-€ stück nicht wirklich echtes geld (sondern nur neben papier und elektronen ein weiteres übertragungsmedium für falschgeld), kann allerdings zu solchem werden wenn man sich wieder am silbergehalt orientiert.

    Zitat

    Original von dravs


    Der Staat? Wie oben schon beschrieben ist er lediglich ein Vehikel, das dafür garantiert, daß der Bürger seinen Zwangszins entrichtet.


    ok wenn wir ganz genau sind, muss es heißen: der staat muss neues geld schaffen LASSEN :D


    denn der staat ist ja ein abstraktum und keine person also kann er auch nicht schaffen genauso wenig wie er steuern eintreiben kann oder wie ein unternehmen steuern zahlen kann.


    man kann hier begrifflich sehr genau werden aber das bringt dann nicht mehr viel. es reicht festzuhalten, dass im zusammenspiel zwischen banken und staat(en) geld erzeugt wird, das vorher nicht 'verdient' wurde sondern das 'herbeigezaubert' wurde und dass der steuerzahler sowie der der unter der inflation leidet, die zeche dafür zahlt. d.h. zum einen steht er dafür grade, dass der staat das geld irgendwo ausgibt und zum zweiten für die zinsen die die banken kassieren. im gegensatz zum 'geld' (bzw. kredit) kann man ja reale güter nicht aus der luft zaubern sondern wenn einer sie konsumiert muss sie ein anderer schaffen bzw auf konsum verzichten. das ist einfache logik und bedarf keiner tifergehenden kenntnis übers geld.



    Zitat

    Die Leitzinsen müßten wiederum aufgrund der durch Geldschöpfung entstandenen Inflation viel höher sein.


    jepp. EIGENTLICH müsste man so rechnen:
    bei konstanter geldmenge sollten die zinsen gerade so hoch sein, dass sie kreditausfälle gerade kompensieren d.h. wenn ich im durchschnitt 3% meiner geldverliehungen nicht mehr zurück bekomme bekomme ich 3%. dadurch steigt auf der einen seite die geldmenge 3% (durch die zinsen), auf der anderen seite fallen aber auch 3% der kredite aus, was sich genau ausgleicht (selbiges gilt für andere zinssätze). oder zuerst werden die zinsen gezahlt und dann etwas später fallen kredite aus.
    alternativ können die kredite auch einfach zurückgezahlt werden, wodurch die geldmenge ebenfalls wieder leicht fallen würde und die zinsen gerade kompensiert.


    heute ist es so dass auf der einen seite zinsen gezahlt werden, auf der anderen seiten vor allem die kredite des staates aber weder ausfallen noch zurückgezahlt werden, weshalb die geldmenge ständig ansteigt. um das wachstum wieder drastisch zu senken müssten entweder große teile der kredite zurückgezahlt werden oder ausfallen. beides ist in der aktuell größenordnung (8-9% wachstum p.a.) relativ aussichtslos, woraus folgt dass die geldmenge nur weiter wachsen kann.


    eigentlich sollten die zinsen ja zum einen dafür da sein, um ausfälle im durchschnitt auszugleichen und zum zweiten um die höhere geldmenge auszugleichen. so wie bei der ausgabe von neuen aktien: man bekommt entsprechend neue zugeteilt damit man keinen verlust dadurch erleidet, dass jetzt mehr im umlauf sind. um die höhere geldmenge auszugleichen (d.h. um zu gewährleisten dass mein anteil an der gesamten geldmenge sich nicht vermindert) müssten die zinsen so hoch sein wie das geldmengenwachstum, mindestens jedoch so hoch wie die inflation PLUS einem teil der das ausfallrisiko ausgleicht. wenn man diesen teil mit nur 3% ansetzt käme man zusammen auf 10% die man eigentlich bekommen müsste. unterstellt man nun noch, dass die banken auch etwas verdienen wollen so wäre man immer noch bei 8-9% was angemessen wäre. davon sind wir meilenweit entfernt.


    dafür dass man das geld 'nicht zur verfügung' hat würde ich übrigens keinen 'extrazins' nehmen wollen. denn das ist eigentlich falsch. es macht bei der verfügbarkeit keinen unterschied ob das geld nun zu hause rum liegt oder ob es sofort fällig auf dem konto ist. in beiden fällen wird es zum aktuellen zeitpunkt nicht ausgegeben und man verzichtet daher auf konsum. der höhere zins ergibt sich wenn mans fest legt nicht dadurch, dass man länger drauf verzichtet sondern dass entsprechend das ausfallrisiko höher ist.

    die definition der österreichischen schule hat einen ganz praktischen grund: man kommt dadurch nicht in versuchung die phänomene 'ungedeckte' (gedeckt im sinne von 'gedeckt' durch ein höheres warenangebot) geldmengenvermehrung und preissteigerungen gleichzusetzen, was unweigerlich passiert wenn man definiert, dass preissteigerung inflation wäre.


    die zentralbanken haben es sich selbst zum ziel gesetzt die inflation im zaum zu halten, das ist quasi ihre 'daseinsberechtigung'. wenn man definiert, dass inflation gleich preissteigerung ist, dann folgt hieraus, dass die zentralbanken dafür zu sorgen haben, dass die preise nicht zu stark steigen. dies können sie nach eigenen angaben erreichen indem sie die zinsen entsprechend höher drehen falls es nötig wäre. die bösen die die bekämpfen müssen, sind die unternehmer die die frechheit haben von zeit zu zeit mehr für ihre waren zu verlangen. so zumindest bekommt es der ottonormalbürger schon in der schule beigebracht.


    was aber wäre wenn man definiert, dass inflation die ungedeckte geldmengenausweitung ist? nun dann wäre 1. die preissteigerung eine folge der inflation (höheres geldangebot im vergleich zum warenangebor führt aufgrund von angebot und nachfrage zu höheren preisen). 2. wären die zentralbanken nicht die die die inflation eindämmen, sondern gerade die die die inflation und damit dann preissteigerung schaffen, und das seit jahrzehnten. bevor es zentralbanken gab (vor 1913) waren die preise von ende des 18. jh. bis anfang des 20. jh. (z.b. in england) nahezu stabil, es ging nur ab und zu etwas auf und ab wenn das geld von den banken verknappt wurde oder wenn neues geld durch kredit in den markt gegeben wurde. seit 1913 jedoch kennen die preise nur eine richtung: nach oben. und zwar deshalb weil auch die geldmenge nur 1 richtung kennt: nach oben. und wieso steigt die geldmenge? weil es vor allem den staaten erlaubt ist kredit aufzunehmen mit der absicht diesen nicht mehr zurückzuhahlen und weil die zinsen mittlerweile so hoch sind, dass allein um sie zu zahlen neue schulden aufgenommen werden müssen. dadurch dass man inflation anders definiert lenkt man also von der tatsache ab, dass die (zentral)banken die inflation und damit die preissteigerungen mitverantworten (und kräftig daran verdienen).


    mal davon abgesehen, dass auch bei konstanter geldmenge die wirtschaft wachsen könnte, liegt das geldmengenwachstum sogar weit oberhalb des wirtschaftswachstums. in euroland wächst die geldmenge M3 aktuell mit ca.8-9% p.a. die wirtschaft mit 1-2%. heißt also jedes jahr kommt 7% mehr geld dazu, hinter dem keine güter stehen. in den usa ist es ähnlich.


    das interessante: die geldmenge wächst in den usa seit 2004 sständig schneller obwohl die zinsen angehoben wurden. meine erklärung: der staat muss ständig neues geld schaffen um seine zinsen zahlen zu können und dem ist das zinsniveau egal da er eh nicht pleite gehen kann (sagen die verantwortlichen). allerdings steigen die zinszahlungen ständig und daher auch das neue geld was geschaffen wird um die zinsen zu zahlen. das ganze scheint aktuell in einen strudel nach oben zu münden...


    über einen längeren zeitraum passt sich die preissteigerung statistisch gesehen irgendwann der inflation an. d.h. entweder ist es so, dass die daten über die preissteigerung falsch sind oder aber die starken preissteigerungen wurden bisher verzögert und kommen dann noch in zukunft um so stärker. vll. stimmt auch beides zum teil...

    aus dem artikel von 'die presse':


    "Die Faustregel - fällt der Dollar, steigt der Goldpreis - bewährt sich einmal mehr."


    ist auch logisch. rein mathematisch heißt das lediglich: die faustregel - ab und zu geht das gold in euro gerechnet seitwärts - bewährt sich einmal mehr :D

    für palladium gegenüber platin z.b. spricht die tatsache, dass das verhältnis zwischen palladiumpreis und platinpreis in den letzten jahrzehnten die meiste zeit zwischen ca. 0,22 und 2 geschwankt hat. aktuell ist es bei ca. 0,27 und damit eher am unteren rand. aus dieser sicht würde ich palladium mehr potenzial als platin geben, es sei denn das verhältnis fällt auf historische tiefs, was zwar sein kann, aber eher unwahrscheinlicher ist als dass es sich wieder in die andere richtung bewegt so wie es das immer getan hat.

    hast du ne idee woher der computer deine daten haben könnte? wenn nein dann solltest du nicht drin sein. wenn du dort kunde bist schon eher. manche banken geben EM nur an kunden ab...und lassen es über deren konto bezahlen.

    ich kenne kein gesetz dass das verbietet ;)


    du kannst es auch schmelzen und eine kugel oder einen würfel draus machen ;)


    es könnte nur sein, dass eventuelle käufer des barren diesen erst prüfen lassen möchten statt dass sie den stempel von degussa o.ä. sehen und ihn sofort nehmen.

    schade dass sie nicht gesagt hat, wie sie denn genau überwachen will...es würde dann so sein, dass 99% der user die ihren traffic unverschlüsselt lassen bespitzelt werden und die die täter sind werden natürlich verschlüsselte nachrichten versenden (wären sie doof wenn nicht).


    die kann man zwar zum teil auch wieder entschlüsseln aber teilweise nur unter erheblichem aufwand und hohen kosten. falls nicht bekannt ist welcher traffic entschlüsselt werden sollte dann ist es ein ding der unmöglichkeit das rauszufinden (alles durchprobieren geht nicht aus zeitgründen).


    aber richtig verschlüsseltes (mit der richtigen schlüssellänge) zu knacken ist heute sowieso schon unmöglich. es gibt zwar aus diesem grund staatliche anordnungen in den usa dass der schlüssel eine bestimmte länge nicht überschreiten darf (so dass er grade noch knackbar ist) aber an sowas muss sich ja ein terrorist nicht halten.

    @ captain_proton


    eine blase kann man entweder identifizieren, indem man eine beobachtung macht und feststellt, dass die preise eines gutes in sehr kurzer zeit sehr stark gestiegen sind, oder indem man nach den ursachen des anstiegs forscht und feststellt, dass der anstieg aufgrund von spekulation zustande kam d.h. man kauft das objekt nur weil mans morgen teurer verkaufen kann.


    beides trifft bei EM aktuell nicht zu. der kursanstieg (100% seit 2001) ist noch mickrig im vergleich zum anstieg bis ende der 70er jahre (2000%). und die gründe wieso leute EM kaufen ist nicht primär die spekulation, sondern zum einen die nachfrage nach schmuck (den man sicher nicht mit gewinn verkauft) und zum andern die rettung vor dem papier. wenn jemand im april 2000 seine neue markt aktien verkauft hat dann war das ganz sicher nicht weil er in papier spekulieren wollte sondern weil er angst hatte dass seine aktien fallen. so hat man heute angst vor dem verfall des papiers und geht daher in gold oder silber ohne primär damit spekulieren zu wollen. kommt zwar auch vor, sehe ich aber nicht als hauptgrund wieso EM gekauft wird.

    würde ich nicht ganz so sehen. Deckung durch Realgüter hieße, dass diese Güter schon existieren und nicht, dass sie erst hergestellt werden müssen. OK man kann jemand mit Gewalt zu etwas zwingen, aber wenn dieser jemand sich einfach weigert dann müsste man ihn schon in den Bau stecken oder totschlagen aber das beides würde im Zweifel nicht dazu führen, dass die geforderte Ware auch produziert wird...Eventuell noch die Folter aber wenn die körperliche Kraft nicht mehr reicht zur Produktion dann hilft auch das nichts.


    Auf diese Weise kann jemand der Geld hat und vom Staate etwas fordert was noch nicht existiert (vorausgesetzt er hat durch das Geld das Anrecht darauf) nicht 100% sicher sein dass ers auch bekommt.

    Mir ist nicht bekannt, dass dann wenn z.B. der Staat eine neue Anleihe ausgibt, seine 'Sicherheiten' plötzlich im Wert steigen oder er mehr Sicherheiten besitzt als vorher. Insofern ist die Aussage, dass die Kredite hinterlegt wären schonmal Unfug.


    Zum Zweiten: Was heißt eigentlich Deckung? Wirtschaftlich hieße es, dass es nicht nur Geld gibt, sondern auch Realgüter. Ok das ist schön. Aber das ist im Grunde völlig irrelevant, wenn der der das Geld hat, nicht die Realgüter besitzt. Rechtliche Deckung hieße, dass jemand der ein Stück Papier besitzt, das Recht hat, dafür einen bestimmten Gegenstand wie z.B. ein Stück Edelmetall zu bekommen.


    Das ist aber aktuell in keinem Land der Welt mehr der Fall. Anders ausgedrückt: Wenn ich einen Fetzen Papier besitze, ist niemand und absolut niemand verpflichtet mir dafür irgendeinen realen Gegenstand zu geben, mit Ausnahme vll eines weiteren Stück Papiers wo irgendwas drauf steht. Das mag in 'Normalzeiten' nicht so dramatisch sein, aber in Krisenzeiten kann e wirtschaftlichen Ruin bedeuten.


    Jetzt könnte noch einer sagen die Staatsschulden sind durch die Steuern gedeckt. Auch Unfug bzw. irrelevant, denn die Steuern bestehen auch wieder nur aus Papier d.h. ich hätte auch wieder nur Anspruch auf ein Papier, für das wiederum niemand gezwungen ist, mir einen realen Gegenstand zu geben. Zudem sind die Leute ja nicht verpflichtet zu arbeiten, und insofern sind auch die Steuereinnahmen nicht 100% sicher. Natürlich kann jetzt wiederum jemand einwenden, dass auch niemand gezwungen ist, mir für Gold oder Silber etwas zu geben. Aber in der Vergangenheit hat man für einen Gegenstand, der ein Luxusgut und allgemein begehrt war, immer etwas bekommen was man zum Leben brauchte. Beim Papier war das nur in gewissen Perioden der Fall.


    Das einzige, was man aktuell in gewisser Weise als eine Art Deckung bezeichnen könnte, ist in der Tat der Kredit selbst. Das kann dann relevant werden, wenn jemand eine Schuld hat, die in Papier lautet und er gezwungen ist, diese zu begleichen, aber kein Papier besitzt. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, dass dieser jemand gezwungen ist, mir für mein Papier irgendeinen Gegenstand zu geben z.B. sein Haus zwangsversteigern zu lassen. Das geht aber nur, wenn sich der Gläubiger nicht vorher schon am Haus vergreift, weil er Papier nicht mag. Insofern auch wieder mit Unsicherheit behaftet und daher keine wirkliche Deckung, sondern nur eine eventuell vorhandene Möglichkeit, die Zwangslage eines anderen auszunutzen.


    man sieht also: Deckung gibts nicht.


    Ansosten denke ich, dass der Autor viel von dem, was er als Unsinn bezeichnet, nicht wirklich verstanden hat z.B die Messung des Öls in Gold. Natürlich hat er damit Recht, dass man heute wesentlich mehr seines Einkommens für Öl ausgeben muss als noch vor ein paar Jahren. Und natürlich stimmt es auch, dass es einem Anleger, der im DAX 75% verloren hat, egal sein kann, ob der Eurostoxx genauso viel gefallen ist. Aber darum ging es in diesem Fall gar nicht. Sondern es ging um die Beobachtung, dass der hohe Ölpreis weniger was mit Bösen Kapitalisten zu tun hat, die sich erdreisten einfach mal den Preis anzuheben (wie das ja schon der Fall war), sondern um die bösen Menschen, die ständig die Menge unseres 'Geldes' ausweiten. Daher ist der hohe Ölpreis eher auf den Kaufkraftverfall des US-$ zurückzuführen. Und dass statt des inflationsbereinigten Ölpreises das Öl in Gold berechnet wird, liegt daran, dass man den Goldpreis zwar manipulieren kann, aber Preise die gezahlt wurden keine willkürliche Zahl darstellen, die irgendwelche Statistiker erfunden haben.


    Dieser Zusammenhang scheint dem Herrn Autor nicht wirklich klar zu sein. Aber das ist wenig verwunderlich. Und beruht auf dem selben Irrtum wie die Aussage, Inflation wäre Preissteigerung (die hat er ja weiter oben auch gebracht). Auch hier werden Tatsachen verdreht. Aus der Behauptung Inflation wäre Preissteigerung (statt Geldmengenwachstum) und die Zentralbank müsse sie unterbinden, entsteht zwangsläufig die Meinung, die Verkäufer von Waren wären (ausschließlich) Schuld an Preissteigerungen. Wäre kalr, dass Inflation zu hohes Geldmengenwachstum IST, dann müssten sich die Zentralbanken durch eine Bekämpfung der Inflation quasi selbst bekämpfen, was aber nicht in deren Sinn ist.


    Natürlich ist es Absicht gewisser Personen dass die (falsche) Meinung bez. Inflation sich durchsetzt und unser Autor scheint einer der zu sein, die darauf reingefallen sind.


    Einen Kommentar zum Obersalzberg im Zusammenhang mit Gold verkneife ich mir jetzt lieber.