Beiträge von auratico

    Das war es also, was heute tagsüber zunächst hinter den Kulissen so massiv dem Goldpreis zugearbeitet hat.


    Wird zwar wie üblich noch offiziell dementiert von Frau Lagarde, wird aber bestimmt in nahezu dieser Form kommen. Die Schleusen für Quantitative Easing im ganz großen Stil sind damit wieder weit offen, die USA werden definitiv folgen:


    IWF soll an 300 Milliarden-Hilfe für Spanien arbeiten


    20:05


    Das "Wall Street Journal" berichtet von einem massiven Kredit für das notleidende Spanien. Der IWF und Spanien dementieren den Bericht. Intern werde jedoch diskutiert, wie man Spanien helfen könne.


    http://www.welt.de/wirtschaft/…uer-Spanien-arbeiten.html


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote 'Edel Man'
    Die groteske Vernebelung und Irreführung der Märkte der FED / Bernanke mit Hilfe der Medien konnte nur eine zeitlang verbreitet werden, an deren Kurzatmigkeit hatte auch ich nie gezweifelt (...)


    Wenige Tage nach den Neuwahlen in Griechenland und den Parlamentswahlen in Frankreich hat Bernanke dann ganz offiziell die Möglichkeit zur etwaigen Verkündigung von QE 3 - der Offenmarktausschuss der Fed tagt das nächste Mal am 19/20 Juni, dann erst wieder am 31. Juli mitten in der Ferienzeit.


    Grüße


    auratico

    Arbeitsmarktdaten USA sind draußen.
    Sieht ganz schlecht aus.
    Chancen / HOffnungen auf QE3 sind wieder da!
    Gelddrucken bitte, weil es uns so schlecht geht.


    An QE 3 führt nun wohl kein Weg mehr vorbei. Diesseits und jenseits des Atlantiks.
    Bisher jedoch stiegen bei den bereits durchgeführten QE-Aktionen im Vorfeld sowohl die Gold- als auch die Aktiennotierungen, insbesonders jene des dann mit neuem Geld gefluteteten Finanzsektors.


    Auch auf die Gefahr hin einer psychologisierenden Überinterpretation: Ein Goldpreissprung wie heute deutet bereits auf ein kommendes QE hin, die gleichzeitig heftig fallenden Aktienmärkte (wieder einmal aufgrund "enttäuschender" Arbeitsmarktdaten) fordern ein solches Vorgehen erst noch ein - die sogenannten Märkte drohen mit Panikverkäufen: "Gelddrucken bitte, weil es uns so schlecht geht." Und zwar pronto !


    Interessant für die kommende Woche wird nun natürlich sein, in welchem Ausmaß die heutigen Tagesgewinne dann gleich wieder abverkauft werden. So ein bereitstehendes Rettungsboot gibt es ja inmitten von ansonsten fallenden Märkten kaum, da sind heute viele noch rasch auf den Goldschnellzug übers Wochenende aufgesprungen.


    Grüße
    auratico

    Warum das erst jetzt durch die angelsächsische Presse geistert ? Schließlich ist das im Grunde der Vorschlag des Sachverständigenrates Wirtschaft vom letzten Herbst bzw. nochmals vorgebracht im Februar 2012. Nur dass man die Goldreserven rhetorisch nicht so in den Vordergrund gerückt hatte, sondern vor allem von "Währungsreserven" sprach, die in einen Schuldentilgungsfonds mit einer Laufzeit von 25 Jahren eingebracht werden sollen.


    Interessant nach wie vor, dass die - von deutscher Seite vorgebrachte - Idee eines Schuldentilgungsfonds mit Hinterlegung/Besicherung durch Gold- und Währungsreserven hierzulande derzeit kaum mehr in den Medien auftaucht, während sie in der internationalen Berichterstattung von Tag zu Tag zunehmend als reale Möglichkeit wahrgenommen wird - als Alternative zu Hollandes Märchenvorstellungen von unlimitierten Eurobonds und ESM-Direktgeldern für südeuropäische Schrottbanken, wie sie die EU-Kommission aktuell einfordert.


    Posted on 30 May


    Gold reserves are going to play an increased role in the new economic order


    Gold prices may have fallen out of bed over the past four months. But gold as a currency is gaining ground as gold reserves are increasingly being allocated a more important role in the coming new economic order.


    Under a $3.5 billion stabilisation plan (Anmerkung: hier müsste es im Englischen eigentlich trillion heißen) promoted in Germany as the European Redemption Pact the heavily indebted eurozone states would use hard assets such as their gold and currency reserves to back a new type of euro bond.


    http://www.arabianmoney.net/go…n-the-new-economic-order/


    Grüße


    auratico

    Warum das erst jetzt durch die angelsächsische Presse geistert ? Schließlich ist das im Grunde der Vorschlag des Sachverständigenrates Wirtschaft vom letzten Herbst bzw. nochmals vorgebracht im Februar 2012. Nur dass man die Goldreserven rhetorisch nicht so in den Vordergrund gerückt hatte, sondern vor allem von "Währungsreserven" sprach, die in einen Schuldentilgungsfonds mit einer Laufzeit von 25 Jahren eingebracht werden sollen.


    Man kann an der obigen Tabelle im Posting von keepitshort aber auch erkennen, dass unter den PIGS-Staaten einzig Italien (mit Einschränkung auch Portugal) über nennenswerte Goldreserven verfügt, die als namhafte Besicherung einer solchen Fondskonstruktion angesehen werden könnten. Kaum vorstellbar, dass Italien jemals seine Schulden mit seinem Gold besichern würde, das wäre eine politische Sensation und klingt märchenhaft.


    Wenn im Zuge der nächsten und wahrscheinlich noch größeren Runde des Quantitative Easing die Fed zur Rettung der bankrotten Eurobanken wieder einmal alle USD/Euroswaplinien öffnen wird wie ein Scheunentor, erfüllt vielmehr das zumal offiziell in den USA lagernde Eurogold dabei genau den ihm seit Jahrzehnten zugedachten Zweck als Besicherung/Collateral für Deals mit Europa. Deswegen auch wird es nie und nimmer "heimgeholt" werden können, von keinem der Euroländer.


    http://www.telegraph.co.uk/fin…mption.html#disqus_thread


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='goldmob',


    was glaubst du (...) was die araber für cashkosten für ihr öl haben. du bekommst es aber nicht billiger. die produktionskosten für ein gut sind nur ein teil der preisfindung. viel interessanter sind die grenzcashkosten.


    Die ergiebigsten Felder in Saudi Arabien lassen das Öl immer noch für etwa 3 USD pro Barrel sprudeln ...



    Rohölförderung kostet durchschnittlich 7,70 Dollar pro Barrel


    Nach Berechnungen der Deutschen Bank betragen die durchschnittlichen, reinen Förderkosten, ohne Verzinsung des eingesetzten Kapitals und der staatlichen Abgaben, in den Förderländern 7,70 Dollar je Barrel. Unter diesem Wert liegen die Länder in Nahost, wie die Vereinigten Emirate, Kuwait, Saudi Arabien, Iran, Libyen, Algerien, Irak und Venezuela. Am höchsten sind die Förderkosten in der Nordsee, Alaska, Russland, China und bei den Ölsanden in Kanada.


    http://www.ed-info.de/edplus/A…AnsichtArc.php?newsId=159

    Martin Armstrong mit aktuellen Gold-Aussagen. Leider war er fast der einzige der US-Veteranen, dessen Einlassungen zum Verlauf der Preisentwicklung bisher in 2012 zutreffend waren. Jim Sinclair und Alf Fields hingegen liegen mit ihrem avisierten Tief in der laufenden Korrektur bereits bis jetzt schon um ca. $ 100/Oz daneben. Hoffentlich - für Goldhalter - entwickeln sich Armstrongs "Wendepunkte" auch mal in die andere Richtung, denn er betont auch:


    "Timing models ONLY highlight the turning points. They DO NOT guarantee a specific high or low."


    Gold has closed the week May 7th at 1587.3 below our 1599 Weekly Bearish Reversal. This indicates that we should be moving now to test the 1522 level where we have the next Weekly Bearish Reversal and a weekly closing beneath that should take gold down to 1407. A weekly closing beneath 1407 would point to a retest of last year’s low at 1310.5. As I have been warning, this is the 13th year. The best possible outcome was for a low this year rather than a high. This appears to be in the cards. It appears that we may form a low as early as next week on a temporary basis. A May low appears it could be followed by a reaction rally into July, with a panic to the downside in Aug/Sept. However, the absence of a Directional Change in this period also warns that we could simply continue lower into July and that would tend to make the Aug/Sept time period pointing up rather than down.


    http://www.martinarmstrong.org…Mirror%20Mirror/index.htm


    Grüße


    auratico

    Wenn jemand irgendwelche weiterführende Informationen zu den beiden folgenden Punkten hat, bitte Infos posten:


    - Wie es scheint, hat Warren Buffett dem Gold jüngst nicht nur rhetorisch im Wirtschaftssender CNBC den Krieg erklärt, sondern ist mit Berkshire Hathaway massive Shortpositionen auf Gold eingegangen. Sofern zutreffend, hätte er damit kurzfristig erheblichen Erfolg gehabt und eine Bestätigung dafür erhalten, was seine Äußerungen in Zusammenarbeit mit dem PPT und der ihm folgenden Traderkohorte immer noch bewirken können:


    "Zuletzt hatte Star-Investor Warren Buffet gesagt, dass Gold "ein unproduktives Asset sei, das von Aktien und sogar von Ackerland outperformed" werde. Dem Vernehmen nach ist seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway hohe Gold-Shortpositionen eingegangen. "


    http://www.cash.ch/news/boerse…_weiter_sinkt-1168318-450


    - Was hat es damit auf sich, dass sich der Iran seine Öllieferungen nach China zumindest zu einem Teil nunmehr in Gold auszahlen läßt ? Zu lesen war bisher immer nur, dass der Iran nun auch Yuan als Zahlungsmittel akzeptiere. China demzufolge also Spot-Goldpositionen auflösen müsse, um die Rechnungen zu begleichen. Der böse Iran, der mit Gold nun den internationalen Boykott umgehen will, ist ganz bestimmt ein Topos, mit dem sich trefflich gegen Gold argumentieren läßt:


    "Traders say another factor contributing to the weakenss is the possible selling of oil by Iran to China in exchange for gold, leading to a spot gold sale to close out the trade. "


    http://mobile.cnbc.com/us_news/47338226?refresh=true


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man',


    " From this we can infer that in fact it was possible to make money shorting gold every day for the last decade or so. If a hedge fund or even an individual trader were to have sold gold at the AM fix and covered that short position at the PM fix, for each day of this terrific bull-market run in gold, that fund would have almost tripled its starting capital."


    Dass es so krass und vor allem derart trotteleinfach und erfolgreich war in den vergangenen Jahren, mit dieser simplen Taktik auf dem Gold-Terminmarkt zu agieren, hätte selbst ich nicht gedacht, obwohl wir uns seit Jahren auch hier im Forum mit diesem ständigen Hintergrundrauschen der Goldpreisentwicklung beschäftigen. Vormittag leerverkaufen, nachmittag covern - vielleicht ein paarmal damit aussetzen, wenn es allzu deutlich in die andere Richtung lief. Alles in allem jedoch im Schnitt eine bombensichere Sache für dollarbasierte Daytrader im vergangenen Jahrzehnt.


    Tja, irgendwann sollte diese simple Masche dann hoffentlich nicht mehr funktionieren bzw. durch die dann zu hohe Volatilität müssten sich die erfolgsverwöhnten Trader der Bullionbanken auch an immer höhere Margin-Risiken bei diesem Spiel gewöhnen.


    Ein neues Lebenszeichen noch hier am Schluss von dem hochgeschätzten Alf Fields. Wird sehr, sehr interessant sein zu verfolgen, ob er recht behalten wird mit seiner Aussage, dass am 12 April bei $ 1612/Oz ein Tief erreicht wurde, das man wohl nicht mehr sehen wird. Er sagt einen scharfen Anstieg voraus. Bisher waren seine seltenen Einlassungen zur Goldpreisentwicklung von hoher Treffsicherheit. Also im Auge behalten:


    Gold has Bottomed -Alf Fields


    Elliott Wave Gold Update: In the article “What Happened to Gold” dated 1 March 2012, the “other possibilities” mentioned in the event of gold dropping below $1650 related firstly to the 61.8% retracement of the prior rise. The prior rise was from $1523 to $1792, so the 61.8% retracement was $1626. There was a further possibility of the retracement being 2/3 of the prior rise, also a Fibonacci relationship. That produced a figure of $1612. The first number $1626 did provide some support to the market but the absolute low was $1612.8 on 4 April 2012. This low came at the culmination of a double zig-zag correction, which adds to the validity of that low. The odds now suggest that the gold correction bottomed at $1612.8 on 4 April 2012 and that the gold market is in the early stages of a sharp upward move.


    Apr 28, 2012
    Alf Fields


    http://www.jsmineset.com/2012/04/30/in-the-news-today-1176/


    Grüße


    auratico

    Greg Hunter, Gründer von USAWatchdog kommt in einem auf den Dollar konzipierten Artikel auf Jim Sinclair zurück, auch auf sehr frühe von ihm in den 80er Jahren. Dessen Goldprognosen hatten wir wiederholt hier diskutiert, weil sie zwar im Großen und Ganzen eintrafen, aber das Timimg gelegentlich verfehlt wurde.


    Nun ja, hüstel, hüstel ... Aber auch untenstehende Prognose von 1989 gehört zum vollständigen Bild. Ein wenig schade bei einer Kapazität wie Jim Sinclair ist eben, dass er so gut wie immer "no doubt in my mind whatsoever" hat:


    "What we´re looking at now is the birth of a major bull market in gold. We´ll see modestly but steadily rising prices that will eventually span all of the nineties. There is no doubt in my mind about it whatsoever." (Jim Sinclair)


    New York Magazine, Dec 11/ 1989


    Grüße


    auratico

    Wie groß muß die „grenzenlose“ Verachtung dieses großartigen Mannes gegenüber diesem System sein, um seine schöne Farm in den USA zu verkaufen und diese vermutlich zu verlassen, evtll. nach Tanzania


    Man muss der Ehrlichkeit halber aber auch anmerken, dass der gute Jim Sinclair in der letzten Zeit halt doch ziemlich oft danebengelegen hat; sowohl mit seinen zeitlichen Vorstellungen als auch im Hinblick auf mögliche Widerstandsniveaus nach unten. Vielleicht ist er mit seinem hohen Selbstanspruch (als Sohn des Tradingpartners von Supertrader Jesse Livermore) auch deswegen momentan so gereizt.


    Wer dermaßen gut informiert ist und eine wache Nase für die Märkte hat, müßte sowohl die Auf- als auch die markanten Abwärtsbewegungen mit einkalkulieren. Jeder kleine Anlass reicht im Moment, um den Goldpreis zusammen mit den Aktien rauf- und runterzujagen. Ein guter Trader - und nur ein solcher - macht diese Bewegungen mit bzw. ahnt sie kurz zuvor voraus. Das ist die hohe Schule des Tradens (ich selbst beherrsche das notabene nicht oder nur ganz rudimentär) - ob in sog. "manipulierten" Märkten oder anderen.


    Aber nach soundsovielen Jahren mit der ganzen Materie zählt für mich vor allem, ob jemand zumeist richtig oder eben zumeist falsch liegt. Wenn unsere Urenkelkinder dereinst nur noch in superfreien, "unmanipulierten" Märkten wirtschaften und handeln können - umso besser. Wir aber leben jetzt und müssen unser Sensorium auf die gegenwärtige Situation einstimmen. Und die enthält selbstverständlich auch durchaus die Möglichkeit eines temporär noch deutlich niedrigeren Goldpreises als derzeit. Die Goldminenanleger und Apple-Verweigerer haben in der letzten Zeit ihr Fett schon abbekommen.


    Also, stellen wir uns nicht naiver als wir sind und jammern nicht bei jeder Attacke auf den Goldpreis, denn es werden derer noch viele folgen. Und auch Sinclair täte es gut, wenn er sich mit seinen ewigen $ 4500/Oz ein wenig zurückhalten würde und dafür mehr zeitnah aus dem Nähkästchen plaudern würde, was denn noch so alles wahrscheinlich im Köcher von Fed, Comex, Mainstreammedien etc. zu finden sein wird.


    Grüße


    auratico

    Martin Armstrong lag richtig mit seinen Äusserungen zur Goldpreisentwicklung im März. Er bleibt bei seiner Meinung, dass der größte Preisaufschwung 2015 zu erwarten sei, wenn die Staatschuldenproblematik die USA mit voller Wucht erfasst haben sollte. Für die nächsten sechs Monate sieht er bei $ 1807/Oz den entscheidenden Widerstand nach oben:


    There were two back-to-back directional changes for February and March. The computer was dead right AGAIN. February went up, and March went down.


    The Weekly Bearish Reversal in Gold was 1638. The low for this move was 1632 and the close was 1666. So this given with the count implies a temporary low. A March closing above 1685 should signal a neutral closing and the next turning point will be May, then June, and the big one September. Monthly closing resistance remains at 1755 and the primary resistance for the next 6 months is still 1807. The primary support lies at 1570 and 1480. Thus, as long as gold remains within 1807 to 1480, it is effectively neutral.


    Gold is a good investment NOT because of all the fiat nonsense, but because inflation has passed it by and there will be a huge burst of price movement. That will come when the Sovereign Debt Crisis hits the USA and that does not seem likely until 2015.


    http://www.inflateordie.com/files/Gold%2003-25-2012.pdf



    Grüße


    auratico

    Aus einer Bemerkung von Bernanke in seiner frühmorgendlichen Rede über die Situation auf dem US-Arbeitsmarkt leiten die "Märkte" bzw. Trader ab, dass mit dem Ausdruck "accomodative monetary policies" (entgegenkommende/angepasste Geldpolitik) recht eindeutig ein Hinweis auf so etwas wie ein weiteres Quantitative Easing stecken sollte.


    Die Folgen für den Goldpreis und Rohstoffe sind heute im europäischen Handel deutlich. Auch Merkels Ankündigung, die sog. Rettungsschirme ESM und EFSF nun doch parallal laufen zu lassen und damit mehr Geld bereitzustellen, dürfte heute eine Rolle gespielt haben.


    Mal sehen, ob die Trader hier nur auf einen politischen Kurzzeiteffekt setzen und einen raschen Tagesgewinn einfahren wollen, oder ob sich damit die jüngste Konsolidierung des Goldpreises erledigt hat, nun ein Boden gefunden ist und der Weg nach oben wieder offen steht.


    Bernanke: "Consequently, the Federal Reserve's accommodative monetary policies, by providing support for demand and for the recovery, should help, over time, to reduce long-term unemployment as well."


    http://federalreserve.gov/news…ech/bernanke20120326a.htm


    edit: Wird jetzt inzwischen auch schon in deutscher Sprache gemeldet:


    http://www.welt.de/finanzen/ar…aechste-Geldwelle-an.html



    Grüße


    auratico

    Der Finanzblog zerohedge.com wartet mit einer etwas exotisch anmutenden Erklärung für die Goldpreisschwäche gerade im europäischen Handel auf. Derzufolge befinden sich die Nachschusspflichten, die die EZB den Banken derzeit abverlangt (wegen der schwindenden Qualität der eingereichten Sicherheiten) auf Rekordhöhe. Die Banken müssten nun ans Eingemachte und ihr letztes werthaltiges Pfand, Gold eben, verkaufen. Charmante Idee allemal - keine Ahnung, ob und in welchem Ausmaß zutreffend:


    http://www.zerohedge.com/news/…call-impairing-gold-again


    http://www.zerohedge.com/news/…ng-under-ecb-margin-calls

    Trader Norcini faßt die Situation gut zusammen: Gold wird zugunsten Aktienkäufen vernachlässigt. Das trifft besonders auf kurzfristig orientierte Trader zu...



    Wie kurzfristig die Sache sein wird, muss sich erst zeigen. Während die Volatilitätsindexe an den Aktienmärkten schon wieder abenteuerlich gering sind, wird das Gold mit scheinbar wenig Anstrengung nach Belieben rauf- und runterjongliert - die Tendenzen nach unten scheinen vorerst leider kräftiger zu sein als in der umgekehrten Richtung. Es brummen die Aktienmärkte, aber auch die Anleihen - Italien bezahlt gegenwärtig nur noch 2,7 % für dreijährige Schuldpapiere. All das wird bekanntlich mit dem billigen Zentralbankgeld organisiert.


    Es wird jubiliert darüber, dass die US-Großbanken mit Ausnahme der Citi den Superstresstest bestanden hätten und nun gegen alle Unwägbarkeiten fest gewappnet seien. Das sind wesentliche Momentum-verstärkende Faktoren der gegenwärtigen Aktienrally. Der März sieht hingegen nicht gut aus für Gold und Silber.


    Mit Schrott wie Commerzbank-Aktien kam man seit Jahresbeginn auf 40%, und wahrscheinlich gibt es überhaupt keinen Hedgefonds mehr auf dem gesamten Planeten, der keine Apple-Aktien oder Optionen hätte. Wenn die Märkte immer recht haben, muss man mit ihnen atmen.


    Was macht ein Trader wie Norcini, wenn er mit seinen Informationen weiß, dass Gold schwächelt, weil Geld stattdessen in die Aktienmärkte geht. Als guter Kurzfrist-Trader müsste er dann Gold shorten oder long den Dow gehen. Oder beides gleichzeitig.
    Gold bräuchte dieser Tage ein euphoriehemmendes Ereignis, um sich zu berappeln - die Wahl von Herrn Hollande in Frankreich könnte ein solches sein, weil es dann ganz rasch vorbei sein wird mit jeder sog. Austeritätspolitik von Merkozy. Da fängt dann alles wieder von vorn an. Aber das wird wohl erst im Mai sein. Bis dahin vielleicht weiterhin gute Einstiegsmöglichkeiten für Edelmetallkäufer und solche, die es erst noch werden wollen.


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='peter63',


    Blöde Frage: Warum "schreiben" die CDS´ und im gleichem Atemzug "kaufen" die gleichwertige CDS´? ?) Ich versteh den Sinn dabei nicht ...


    CDS-Verträge sind sozusagen Einzelanfertigungen, bilaterale Verträge mit je unterschiedlichen Bedingungen. Die gegenüber einer kleineren Bank höhere Bonität z.B. der Deutschen Bank ermöglicht bessere Bedingungen und damit höhere Arbitragegewinne.


    Einfach gesprochen muss die Deutsche Bank weniger bezahlen für den Ankauf von sie schützenden CDS als sie durch den Verkauf von entsprechender Versicherungleistung per CDS verlieren könnte, wenn wirklich alle Positionen genettet wären, was offenbar nicht der Fall ist, aber eben offiziell im zu verkraftbaren Bereich von Millionen (77 Millionen bei der DB) liegen soll. Dies ist zumindest die offizielle Lesart. Man wird bald sehen, ob das auch stimmt, denn natürlich gibt es etliche Leute (z.B. Jim Sinclair), die an diese offiziellen Nettosummen (bei Griechenland sollen es ja nur noch 3,5 Milliarden sein) nicht glauben.


    Außerdem sind CDS-Verträge ja keine statischen Gebilde, sondern werden ständig den sich verändernden Bedingungen entsprechend nachgeführt z.B. in Bezug auf die Berechnung der Recovery Rate, also dem Restwert einer Anleihe. Da sind während der Laufzeit eines CDS ständig vom Käufer vierteljährliche Zahlungen zu leisten. Und hinter denen waren/sind die CDS-Aussteller her.


    So kommt es, dass eine kleine Bank wie die österreichische Kommunalkredit (heute offenbar eine staatliche Bad Bank wie hier die HRE) in Europa der größte Aussteller von Griechen-CDS werden konnte und nun mit ca. 1 Milliarde Euro von den dortigen Steuerzahlern gerettet werden soll, wobei ein Bankrott der Bank anscheinend 4 Milliarden kosten würde - behaupten die dortigen Politiker zumal.


    Daran kann man sehen: Überall wird gerettet, gerettet, gerettet und auf den Steuerzahler übertragen. Diese Botschaft soll der Finanzindustrie vermittelt werden. Die CDS können getriggert werden, weil auch dafür wieder der hilflose Steuerzahler aufzukommen hat.


    Zitat

    Aber mal ne andere Überlegung:


    Jetzt haben die ein Kreditereigniss in Höhe von den spassigen 3,5 Mrd. Euro. Gehen wir mal davon aus, das geht alles reibungslos über die Bühne ... schließlich hatten die alle Monate Zeit, das alles auszubalancieren damit das Kreditevent tatsächlich ein No-Brainer wird. Die "Stabilität" des Finanzsystems ist damit absolut bewiesen!
    Ist das dann nicht ein kollosaler Freibrief und ein Startschuss für eine neue, noch viel gigantischere Monopoly-Zockerei? Nach dem Motto, schaut her liebe Leut, es ist alles in Butter und die CDS sind sowas von sicher ... quasi genau der Vertrauensbeweis, den das kranke Finanzsystem dringend braucht? ?)


    Ganz sicher ist das so, denn im Grunde ist Griechenland ja nun wirklich ein Zwerg, wenn man von einer globalen Nominalsumme aller -brutto, also ohne Ausgleich - ausstehenden CDS-Derivate in der Höhe von ca. 32 Billionen USD ausgeht.


    http://www.deutsche-mittelstan…richten.de/2012/03/39484/


    http://en.wikipedia.org/wiki/Credit_default_swap


    http://de.wikipedia.org/wiki/Credit_Default_Swap


    Grüße


    auratico

    http://www.orf.at/stories/2109242/


    Schuldenschnitt löst Kreditausfallversicherungen aus


    :


    Die Nettosumme der griechischen CDS beträgt nur noch 3, 5 Milliarden - und davon halten europäischen Trottelbanken wie die österreichische Kommunalkredit als dummdödelige Underwriter einen erheblichen Teil. Für die internationalen Großbanken sind die restlichen Summen kaum mehr als Peanuts. Es wird eben bewusst und paradoxerweise eben dieses vergleichsweise minimale CDS-Kreditereignis sein, dass das ganze globale Riesenkasino mit den CDS noch eine Weile weiterlaufen läßt, obwohl das CDS-System einen wirklich größeren Derivatencrash wohl kaum mehr vertragen würde.


    Zuerst hieß es - was freilich gelogen war - in den Finanzmedien überall, dass ein griechischer CDS-Default jenen von Lehman Brothers (mit Pleite von AIG wegen CDS) in den Schatten stellen würde. Jetzt aber zeigt sich, dass die Summen überhaupt nicht miteinander zu vergleichen sind. Dennoch wird man überall auf den Steuerzahler zurückgreifen. Das soll z.B. in Österreich, so schreibt mir gerade ein Bekannter, im Fall der griechischen CDS-Verpflichtungen schon beschlossene Sache sein. Welches deutsche Finanzinstitut hat in größerem Stil griechische Kreditausfallversicherungen an Dritte verkauft ? Weiß das jemand hier ?


    Grüße


    auratico

    welche neuigkeiten beflügeln momentan?


    Praktisch zeitgleich mit dem aktuellen Bounce zurück auf über $ 1.700 wurde bekanntgegeben, dass das US-Handelsdefizit in den vergangenen drei Monaten sich so rasch ausgeweitet hat wie noch nie zuvor in einem so kurzen Zeitraum bzw. es im Januar 2012 mit über 52 Milliarden Miesen wieder so hoch war wie zuletzt nur zu "Hochzeiten" der Krise im Oktober 2008, als - anders als jetzt - allerdings auch die Aktienmärkte abtauchten. Damit wird klar, dass sich die hohen Öl- und Benzinpreise schauderhaft auf die US-Zahlungsbilanzen ausgewirkt haben und Besserung an der Ölfront ist kaum in Sicht.


    Als Gegenargument werden heute in USA die Zahlen vom Arbeitsmarkt gemeldet, die wieder einmal "besser als erwartet" ausgefallen sein sollen. Nun sind die Computer der Hedgefonds gefragt, ihren Algorithmen-Handel auf diesen Datenwirrwarr loszulassen. Mit dem ständigen Auf- und Ab der Goldnotierungen läßt sich in USD zur Zeit schönes Geld machen, wenn man selbst das Tages-Momentum mit anschieben kann.


    Und alles wartet eben auf QE 3. Die Fed ziert sich noch und stellt ein Ankaufprogramm light von Staatsanleihen in Aussicht, bei dem die Geldmenge anscheinend durch nachfolgende Kreditaufnahme der Fed wieder neutralisiert werden soll.


    Grüße


    auratico

    Martin Armstrong mit einer seiner erratischen Markierungen entlang seiner komplexen Zyklentheorie; verfasst nach dem jüngsten Gold Flash Crash von 1795/Oz runter auf 1684/Oz (im Moment sind wir wieder in diesem Bereich - aktuell 1683/Oz). Er vertritt die Meinung, dass es für den Goldbullenmarkt in seinem nunmehr 13. Jahr langfristig für die Jahre ab 2012 besser sei, wenn jetzt ein Tief markiert werde anstatt ein Hoch. Also Kopf hoch:


    The Daily Bearish Reversals to watch are 1668.6 and 1673.6. A daily closing below that will warn or a revisit of support. Again, this is the 13thYear. It would be far better long-term to accomplish a low rather than a high. That would set the stage for just about every year after 2012 moving high into 2017.


    http://www.martinarmstrong.org/files/Flash%20Crash/index.htm


    Grüße
    auratico