Beiträge von auratico

    Not so long ago copper wire has been stolen from the warehouses of the Swiss railways and electricity companies...


    From one warehouse into the other ? Von einem Lagerhaus ins andere ? Ein Copper Squeeze bahnt sich in London an.


    Mystery trader captures 80pc of London's copper market



    A single trader has gobbled up to four-fifths of the copper traded in London, stockpiling it in warehouses.


    The unknown buyer has been building up the dominant position since at least last week, putting a squeeze on the market.


    http://www.telegraph.co.uk/fin…ondons-copper-market.html



    In der Schweiz wird das Kupfer, den Gepflogenheiten des Landes entsprechend, noch dezent aus den Warenhäusern der Schweizer Bahn entnommen, während es in Spanien offenbar auch bei Mengen von 150.000 t (gemeint ist wohl: 150 t) noch als "Kavaliersdelikt" gilt:


    Kupferdiebe legen in Spanien Bahn- und Telefonnetz lahm -Banden stehlen so viele Kabel wie in keinem anderen EU-Land


    Die Diebesbanden werden derweil immer dreister. So wurde jüngst das katalanische Schmelzwerk La Farga Opfer der Kupfermafia. Die Diebe stahlen 150 000 Tonnen Kupfer, die auf sechs Lastwagen verteilt waren, in einigen Fällen nahmen sie den Transporter gleich mit. "Unsere Fahrer weigern sich, mit dem Firmenlogo herumzufahren, sie haben Angst, ihnen wird die Fracht gestohlen", klagt ein Sprecher. Jetzt hofft man, die Diebe mit einer neuen Rechtsprechung zur Räson zu bringen. Bisher wurde Kupferklau als Kavaliersdelikt geahndet.


    Besonders viele Diebstähle verzeichnete man in Katalonien. "Es ist das neue Gold der Armen, weil jeder leicht herankommt", sagt ein Beamter dort. Und der Diebstahl lohnt sich immer mehr.


    http://www.welt.de/die-welt/wi…und-Telefonnetz-lahm.html


    Grüße


    auratico

    Die deutschsprachige Berichterstattung über Gold schreibt sich so langsam aufs Niveau. Zeit wird´s ja auch. Jetzt hat Gburek in der "Wirtschaftswoche" offenbar ein paar Nachwuchskräfte angelernt.
    Mit etlichem brauchbarem Zahlenwerk bzgl. Zentralbankkäufen - und Verkäufen etc.


    Gold-Investoren


    Die Gold-Wette


    Stefan Hajek (Düsseldorf), Frank Doll


    Milliardenschwere Hedgefonds investieren in Gold und Goldminenaktien, Notenbanken aus Schwellenländern stocken ihre Staatsreserven weiter auf. Sie bereiten sich vor auf eine beschleunigte Abwertung von Euro und Dollar. Warum eine eiserne Edelmetallreserve für Anleger Sinn macht, warum Minenaktien haussieren werden.


    Deutsche Anleger, immerhin, stehen in den Startlöchern. Aus einer im Auftrag der Postbank erstellten Allensbach-Studie geht hervor, dass immer mehr Bürger eine Investition in Gold für sicherer halten als traditionelle Anlagen wie Lebensversicherungen oder Sparbriefe. 30 Prozent der Berufstätigen sehen im Gold eine „besonders sichere Altersvorsorge“. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 26 Prozent. Unter allen Berufstätigen, die ihre Altersvorsorge verstärken wollen, planen acht Prozent, Goldbarren und -münzen zu kaufen. Nur ist Planen noch nicht Handeln. Es wird mehr über Gold geredet und geschrieben, als es tatsächlich als Vermögensbaustein und Versicherung eingesetzt wird. Eine Versicherung benötigt man aber, bevor der Schadensfall eintritt. Nachher ist es zu spät und wird zu teuer.


    http://www.wiwo.de/finanzen/die-gold-wette-448498/


    In dem Artikel findet sich auch ein Einblick in das Minenportfolio von Eric Sprott - mmmhhhh, lecker:


    http://wiwo.circ-it.de/tabelle…Gold/tab_gold_sprott.html


    Grüße
    auratico

    Der Mann lebt gefährlich - Max Keiser stellt heute in einem Artikel im englischen "Guardian" einen simplen Plan vor, der hier im Forum keine Neuigkeit mehr darstellen sollte. Für die weltweit vielen, vielen Edelmetall-Innocenti hingegen, die ihre Informationen aus einem Mainstream-Medium wie dem "Guardian" beziehen, sehr wohl.
    Er schlägt schlicht und ergreifend eine Kampagne vor, um mit dem Kauf von physischem Silber JP Morgan sturmreif zu schießen:


    We posited that if 5% of the world's population each bought a one-ounce coin of silver, JP Morgan would be forced to cover their shorts – an estimated $1.5tn liability – against their market capital of $150bn, and the company would therefore go bankrupt.


    Here's how the campaign works: wealth tied to a fiat currency is easily overwhelmed by wealth tied to silver and gold. And the world is waking up to the fact that they have the ability, without government assistance or other interference, to create a new precious metals-based backed currency system by simply converting their fiat paper into real money.


    This campaign has 100% chance of working; it falls into the category of a self-fulfilling prophecy. As more individuals buy silver and gold, all attempts to replenish the system with more paper money will only cause the purchasing power of the silver and gold to increase – thus prompting more people to buy more. Any attempts to bail out JP Morgan would have the same effect. If the US Fed was to flood the system with bailout money for JP Morgan to cover their silver short position (as they did after the collapse of Long-Term Capital Management), more inflation will ensue and the price of silver and gold will rise more, triggering more purchases. A virtuous circle is born.


    If anyone is interested in helping to crash JP Morgan, buy silver. In the end, it's about transferring wealth back to the people from where it came.


    http://www.guardian.co.uk/comm…ilver-short-selling-crash


    Grüße
    auratico

    Sehr interessanter und lesenswerter Link : http://www.propagandafront.de/…hwahrung-vom-parkett.html :thumbup: :thumbup: :thumbup:


    Wenn man diesen Link weiterverfolgt, hat man die seltene Gelegenheit, einen neuen Text von Martin Armstrong einmal in deutscher Übersetzung anstatt als mühselige PDF-Datei auf der Knastschreibmaschine lesen zu können.


    Mit etlichen markanten Aussagen bzgl. Gold:


    "Ich bin immer konservativ mit meinen Aussagen darüber gewesen, was uns in der Zukunft erwarten könnte. Ich erklärte, dass der Goldpreis auf USD 5.000 steigen wird, was außerordentlich konservativ ist. Wenn wir die US-Goldreserven von 262 Millionen Unzen zugrunde legen und diese Zahl durch die Staatsverschuldung von USD 14 Billionen teilen, kommen wir auf einen atemberaubenden Preis von USD 53.639 pro Unze.


    (...) Ich habe die Märkte, die seitens der New Yorker Banker manipuliert worden sind, sehr genau untersucht. Dabei wurde deutlich, dass sie zwar in der Lage waren, einen sich bereits stattfindenden Trend zu beschleunigen und in seinem Umfang zu verdoppeln, es ihnen jedoch nicht möglich gewesen ist, einen Bärenmarkt in einen Bullenmarkt zu verwandeln…


    Während der 80er und 90er Jahre belief sich die Menge des durch die Zentralbanken verkauften Goldes auf 4.500 metrische Tonnen (144,6 Millionen Feinunzen). Die Zentralbanken halfen somit das Tief aus dem Jahre 1999 zu erreichen, 19 Jahre nachdem Gold sein Hoch von USD 875 erzielte. Diese Tage sind jetzt gezählt. Die Zentralbanken verfügen nicht mehr über genügend Gold, um einen Bärenmarkt zu erschaffen…"


    http://www.propagandafront.de/…lander-ins-bodenlose.html


    amerik. Original:


    http://www.martinarmstrong.org…Stimulus%2011-21-2010.pdf



    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='0815xaver'


    Wunderschön anzusehen, einfach zurücklehen und genießen.


    Ich habe dieses Teil durch einen Merger (Nevada Pacific) bereits seit etlichen Jahren im Depot und habe es nie verkauft, jedoch bei den langandauernden Tiefständen aus mangelndem Vertrauen auch nicht billig aufgestockt.
    Deshalb - siehe Langfristchart - gibt es da nun kein Zurücklehnen und Genießen, sondern nur fleißiges Stoplosssetzen, nachdem die Bude endlich wieder ordentlich im Plus liegt.


    Man ist nun bei USGold, nach einigen dürren Jahren, ungefähr wieder da, wo man 2006 schon einmal war. Sooo toll ist das auf längere Sicht auch wieder nicht (in den letzten beiden Jahren natürlich schon) .... Aber Lernen ließ sich viel an dieser nunmehr glücklicherweise so schön erholten Aktie. Ich sitze bei Minenaktien, anders als früher, überhaupt nichts mehr geduldig aus. Das kann man getrost den Fondsmanagern überlassen.


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='Wertschmelze',


    Je mehr ich mich damit beschäftige, desto unwahrscheinlicher erscheint mir die Inflation solange, und das ist wichtig, das Geld nicht an der Basis ankommt. Bei mir ist die Geldflut jedenfalls noch nicht angekommen.
    Die hohen Staatsschulden zwingen zu immer mehr Abgaben - der Steuerzahler wird ausgepresst und den Rest spart er so gut es geht.
    Preisverfall und Entlassungen sind die Folge. Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor? Mir jedenfalls schon. Die sprichwörtliche "Schnäppchenjagd" ist auch Beweis dafür.


    Viel Erfolg bei der deflationären Schnäppchenjagd. Ob die "Geldflut" bei dir oder sonst wem angekommen ist, interessiert die Produzenten in Asien in ihrem eigenen inflationären Umfeld wenig. Diese Preisinflation wird selbstverständlich mitexportiert. Ein eigener Blick auf die anziehenden Preise ist doch völlig ausreichend jenseits aller Theorie:


    Inflation aus Asien


    Preisalarm für Weihnachts-Shopper


    "Ein Tsunami höherer Preise rollt Richtung Deutschland. Wichtige asiatische Lieferanten von Ralph Lauren, Hennes & Mauritz oder Adidas schicken mit der feschen Mode auch Asiens surrende Inflation in die deutschen Kaufhäuser - und das macht sich schon im Weihnachtsgeschäft bemerkbar.


    In der Pipeline deutscher Produzenten und Händler baut sich inflationärer Druck auf, und der könnte gewaltig werden. Denn durch die globalisierten Lieferketten bahnt sich ein Tsunami höherer Preise den Weg in Richtung westlicher Konsumenten. Aufgetürmt hat sich diese Walze, die ihren Weg von fernöstlichen Zulieferern über Speditionen und Großhandel bis hin zu westlichen Einzelhändlern bahnt, in Asien."


    http://www.manager-magazin.de/…aft/0,2828,731026,00.html


    Grüße


    auratico

    Von Jim Sinclairs Tanzanian Royalty (TRE), deren Kurs seit Jahresbeginn um 86% zugelegt hat, hört man in der Regel außer immer höher werdenden Privatplatzierungen (zuletzt $ 15 Millionen von "befreundeten" institutionellen Anlegern) wenig konkrete Daten in Bezug auf die Anzahl der tatsächlich abgeschlossenen Deals (z.B. mit Barrick ? ) bzw. gar über nachgewiesene Explorationserfolge.


    Eine markante Ausnahme zuletzt:


    Tanzanian Royalty Announces High Grade Gold Results From 1.2 Mile Long Quartz Rubble Bed on Lunguya Mining Licenses


    SOUTH SURREY, British Columbia--(BUSINESS WIRE)-- Tanzanian Royalty Exploration Corporation is pleased to announce that extremely positive results have been received from laboratory test work on surface gravels collected from its recently acquired Lunguya Primary Mining Licenses (PMLs) in northern Tanzania.


    http://finance.yahoo.com/news/…-1537882593.html?x=0&.v=1


    Der alte Fuchs Sinclair kontrolliert durch seine exzellenten Verbindungen nach Tansania, zusammen mit Barrick, inzwischen die Hälfte der geplanten Goldprojekte in der Gegend um den Viktoriasee.


    Zuletzt sind die Shortpositionen der Spekulanten gegen TRE, als der Kurs etwas zurückkam, allerdings innerhalb weniger Tage um gut 30% in die Höhe geschossen.
    Was aber nicht weiter verwunderlich ist, denn insgesamt gehört TRE, wie z.B. auch Rubicon, zu den Minengesellschaften mit den geringsten ausstehenden Put-Optionen, weil deren Anleger bisher nur wenig Verkaufsneigung zeigten. Zuletzt standen 33.798 Calls auf TRE 6.943 Put-Optionen gegenüber, ein Put/Call-Verhältnis von 0.21.


    http://www.fool.com/investing/…9-mining-stock-picks.aspx


    Falls es hier wider Erwarten doch noch einige User geben sollte, die Jim Sinclairs täglich aktualisierte Webseite mit den pointierten Kommentaren zum Geschehen um Gold und die Finanzmärkte insgesamt noch nicht kennen :


    http://jsmineset.com/


    Grüße


    auratico


    Der Kurs hatte zuletzt etwas gelitten.


    Diese günstige Einstiegsmöglichkeit für Nachzügler und Unentschlossene bestand bei Medusa Mining im Sommer immerhin länger als 2 Monate. Seitdem ging es (in Frankfurt) von € 2,50 auf fast € 5 in die Höhe. Nun wieder leicht gefallen auf € 4,5. Dass sie nun immer noch billig ist, würde ich heute nicht mehr schreiben wollen, aber aufgestellt sind sie nach wie vor top, die derzeitigen Förderkosten von $ 190/Oz weiterhin ein Witz. Und das Aufrücken in den Hauptindex in London hat sich ebenfalls ausgezahlt.


    Das ist - bislang - eine der bequemsten Minenaktien (inzwischen mit Stop versehen), die ich je hatte, nach all den nervenaufreibenden Explorer-Dramen 2007/2008. Die Aktie für den abgeklärten Herrn in den mittleren Jahren...


    http://media3.marketwire.com/d…tion_November_2010_RD.pdf


    Grüße
    auratico

    Soros schichtet das Papier in Pysisches um *g


    Dazu passt diese Meldung:


    Wealthy Shun ETFs for Bullion


    Renewed inflation concerns, a weakening dollar and allegations of manipulation in the silver market are rendering many wealthy investors ultra-bearish and sending them hunting for physical gold rather than gold derivative investments


    Some investors are put off by the idea that gold ETFs can contain other financial products, such as swaps or derivatives, even if just a small percentage of their weighting.


    Angus Murray, chief executive of London-based Castlestone Management, said: “Physical gold is simply metal without any other financial product or structure. My clients want to own an unleveraged real asset.”
    He added: “If the ETF doesn’t have the ability to list additional shares there can be a pricing issue. Why complicate it?”


    http://www.efinancialnews.com/…eep-for-gold-and-diamonds

    Das aktuelle hin und her ist doch kaum wirklich zu handeln, wenn man nebenbei einen Job hat.
    Und die Änderung der Einschusspflicht trifft doch nur die schwachen Hände, die im Margin unterwegs sind.


    Die Comex-Trader haben aber keinen anderen Job nebenbei. Sie handeln jahrein, jahraus täglich mit Preiserwartungen und nicht mit der Ware - und zwar immer auf Margin.
    Die Einschusspflicht betrifft nicht nur die Händler, sondern natürlich auch die Handelsplattform, in diesem Fall die Comex. Wenn die Händler ihre Margin-Anforderungen in großem Stil (also nicht einige wenige Einzelfälle) nicht mehr bedienen könnten, bekommt auch die Verrechnungsstelle Probleme.


    Interessant war allerdings, dass die offizielle Ankündigung erst nach dem satten Abverkauf kam. Die Comex-Händler dürften das vorab im Laufe des Handelstages schon erfahren haben und die Short-Seite konnte ihre Verluste durch kollektives Handeln deutlich minimieren. Mit der angehobenen Margin-Gebühr ist nun aber eine neue Decke eingezogen, die man nicht gleich wieder erhöhen muss, wenn der Silberpreis erneut in den Bereich von $ 30/Oz vorstossen sollte.


    Wer als Privatspekulant gegenwärtig glaubt, in diesem gefährlich volatilen Spiel mit Silber-Terminkontrakten mitmischen zu können, unterliegt höchtstwahrscheinlich einer erheblichen Selbstüberschätzung. Andererseits kann man natürlich im Nachhinein leicht sagen, dass es ziemlich wahrscheinlich war, dass ein erster, derart rasanter Ansturm in Richtung $ 30/Oz erstmal abprallen würde.



    Grüße
    auratico


    Danach scheint mir das Konzept, das wir schon mal hatten, sehr schlüssig. Eine Gold/Silber gedeckte Währung. Grossteil der Rechnungsstellung, Kreditvergaben usw. über Wechsel, die bei der Zentralbank diskondiert werden können. Mein Kunde zahlt mich also nicht mit Geld, sondern mit einem Wechsel, zahlbar in 3-4 Monaten, den ich diskontieren kann. Platzt der Wechsel hat der Kunde ein Problem mit der Zentralbank. Habe ich den Wechsel gefälscht, habe ich ein Problem mit der Zentralbank. Hat wohl lange Zeit gut funktioniert. Das Ganze läuft mit Binärgeld und einem Schriftstück. Der Lieferant erhält einen Kredit von der Zentralbank. ggfs Abwicklung über Geschäftsbanken als Zwischenhändler. Wenn ich das also richtig verstehe, räumt die Zentralbank erstmal jedem Handelspartner über eine Anzahl geringe Monate einen Kredit ein. Die Haftung ist dafür exorbitant. Diese Wechsel sind binnen seht kurzer Zeit pfändbar.


    Antal Fekete weist seit Jahren auf die Vorteile eines goldwechselfinanzierten multilateralen Welthandels, ergänzt durch einen "Lohnfonds", hin und bezieht sich dabei auf die Arbeiten eines deutschen Ökonomen namens Heinrich Rittershausen - zuletzt auch mit einem Artikel hier auf Goldseiten.de:


    Die tiefere Ursache der Großen Finanzkrise: Das Friedensdiktat von Versailles


    http://www.goldseiten.de/conte…php?storyid=14596&seite=1


    Auszug:


    "Um zu verdeutlichen, wie kurzsichtig die Entscheidung damals gewesen war, den Umlaufs von Goldwechseln (real bills) zu blockieren, möchte ich die Erörterungen des deutschen Ökonomen Heinrich Rittershausen (1898-1984) anführen; sie erschienen als Monografie unter dem Titel "Arbeitslosigkeit und Kapitalbildung" im Jahr 1930, aber offensichtlich hatte er sie schon geschrieben, bevor die Große Depression Wirklichkeit wurde. Rittershausen sagte voraus, dass es schon bald nach dem Zusammenbruch des Goldstandards zu einer horrenden Welle weltweiter Arbeitslosigkeit kommen werde, welche die Weltwirtschaft in die Knie zwingt.


    Zu Zeiten des goldwechselfinanzierten multilateralen Welthandels existierte etwas, das man mangels besserer Begriffe vielleicht als Lohnfonds (Wage Fund) bezeichnen könnte, aus dem die Löhne der Arbeiter bezahlt werden konnten, welche Waren herstellten, die dringendst von Verbrauchern nachgefragt wurden. Man muss bedenken, dass diese Güter im Reife- und Entstehungsprozess von bis zu 91 Tagen nicht an den Endverbraucher verkauft werden konnten. Und er war schließlich der einzige, der seinen Kauf durch Übergabe der Goldmünze bezahlte.


    Weder die Produzenten der Halbgüter, die in die fertige Ware eingehen, noch die Händler im Groß- und Einzelhandel zahlten jemals Gold: Sie emittierten oder indossierten Wechsel. Es dauerte 91 Tage (bzw. 13 Wochen, 3 Monate oder ein Quartal), bis die real bills in Goldmünzen fällig wurden, mit denen die Löhne bezahlt werden konnten. Aber die Arbeiter mussten in der Zwischenzeit ernährt, bekleidet, besohlt und beherbergt sein. Sie können keine 3 Monate warten, bis die Waren an den endgültigen, Gold zahlenden Verbraucher verkauft wurden. Löhne müssen wöchentlich und nicht vierteljährlich gezahlt werden. "



    Zu Rittershausen:


    http://kentennant.com/rm/rittershausen/003GELDTHEORIE.htm


    Grüße


    auratico


    Was würde die Reallisierung für den Goldpreis bzw. für die Besitzer von größeren Goldmengen bedeuten?


    Sollte das Gold in einen neu definierten Währungskorb aufgenommen werden, ist es freilich erstmal bedeutsam, welcher Anteil darin dem Gold dann zuteil werden würde. Ein solcher Plan würde im Idealfall vor allem zu einem dann - auf hohem Niveau - wesentlich stabileren Goldpreis führen, weil das Gold dann wieder seine angestammte Rolle als Fieberthermometer, als Disziplinierungsindikator einnehmen könnte und finanzpolitische Exzesse viel früher und viel brutaler auf den Verursacher zurückfallen würden.


    Wenn ein solches System im Laufe der Zeit sich etablieren könnte und auch das Vertrauen der Menschen fände, wäre der private Besitz von großen Mengen Gold (von dem immer wichtiger werdenden, enormen Vorteil der legalen Anonymität einmal abgesehen) weniger attraktiv bzw. auch nicht notwendig. Zu fragen aber ist, ob ein solcher Plan zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt funktionieren könnte, wenn nicht zuvor in gewaltigem Maßstab tabula rasa gemacht werden würde.


    So ist es z.B. kaum vorstellbar, für das Gold einen halbwegs glaubwürdigen Platz im Währungsgefüge zu erwägen, wenn gleichzeitig ein unermesslicher Schuldenhaufen, kriminell ummantelt und als vermeintlicher Realwert verkleistert von den insolvenzverschleppenden OTC-Derivaten in Billionenhöhe, im Finanzsystem verbleibt. Aber wer traut sich im Ernst an ein solches Unterfangen, das die aktuelle Wall Street-Oligarchie zerstören würde, heran? Ohne ein solches rigoroses Vorgehen indes bleibt jedes populistische, rhetorische Ranschmeißen an einen Goldstandard light (als Folge der gestiegenen Notierungen) eine unglaubwürdige, leicht durchschaubare Übung zur Bewahrung des Status Quo ante - eine rein kosmetische Aktion, um das marode Geldsystem mit ein wenig billigem Goldflitter aufzuhübschen und solider erscheinen zu lassen.


    Gestern z.B. war ich wieder einmal zu einem Abendessen unter Akademikern eingeladen, wobei so gut wie alle Teilnehmer im Ernst dachten, die alte D-Mark sei weitgehend durch die Buba-Goldreserven gedeckt gewesen und ein Zurückgehen zur D-Mark würde demgemäß auch schon einer wesentlichen Goldunterlegung gleichkommen.


    Grüße


    auratico

    Über die möglicherweise kriminellen Hintergründe bei der 2008 erfolgten Übernahme der enormen Silber-Shortpositionen von Bear Stearns durch JP Morgan und HSBC (als der Silberpreis in der Folge von ca. $ 21 auf $ 9 fiel) wurde hier im Forum seinerzeit schon einiges vermutet.
    Wie es scheint, gibt es jetzt erstmals eine Klage in dieser Sache, im Kundenauftrag durchgeführt von einer großen US-Anwaltskanzlei:


    Kaplan Fox Sues JP Morgan and HSBC on Behalf of Investors for Silver Futures and Options Contract Losses Caused by Market Manipulation


    NEW YORK, NY--(Marketwire - November 4, 2010)
    - On November 2, 2010, Kaplan Fox & Kilsheimer LLP (http://www.kaplanfox.com), a leading plaintiffs' firm, filed a class action complaint in the United States District Court for the Southern District of New York, on behalf of an individual investor, against JP Morgan Chase and HSBC in connection with their alleged conspiracy and manipulation of the market for silver futures and options contracts traded on COMEX.


    http://www.marketwire.com/pres…ntract-Losses-1347390.htm


    Kopie der Klageschrift:


    http://www.kaplanfox.com/templ…%20action%20complaint.pdf


    Grüße
    auratico

    Trader Dan´s Kommentar zum aktuellen Comex-Geschehen. Er meint, dass die Longs eigentlich auch bei einem etwas erholten Dollar nur auf ihren Positionen hätten sitzen bleiben sollen ("Just do nothing"), da die Short-Seite gar nicht die "Firepower" hat, um den Goldpreis aus eigener Kraft wie früher wesentlich nach unten zu drücken. Doch die Nervosität hat wieder einmal gesiegt:


    Gold’s rather lackluster performance yesterday in the face of both a sharp Dollar fall and a huge surge in the Euro can be explained by the open interest figures released by the Comex this AM which showed a good sized drop of over 10,000 contracts in the active December contract. Gold bears could not break it down below $1,330 so they covered but longs apparently used the rally to lighten up on some of their positions. Translation – the fresh buying power needed to take it higher and get it above $1,350 was lacking. Apparently some of the weaker handed longs are having doubts especially after the big plunge of Tuesday.


    This became evident in today’s session where gold ran into selling on the rally up bringing in some additional long side liquidation. Stability in the Dollar is working against some of the more fickle longs and has them heading for the exits. Unfortunately, that is exactly what the shorts having been trying to induce since they lack the firepower to push the market lower on their own. As stated yesterday, all that is necessary for to force the shorts out of the gold market is for the longs to just sit there and do nothing. But alas, ‘twas was not meant to be.


    http://jsmineset.com/2010/10/2…gold-from-trader-dan-359/

    Einer der seltenen Berichte in Mainstreammedien über Goldminenanlagen. Beim HUI-Stand von 150 Ende 2008 hat freilich keiner zum Einstieg geraten. Hier im Forum - eher bezogen auf den Goldpreis als auf die Minen - übrigens auch schon oft besprochen: der "Titelblattindikator" - d.h. es war in der Vergangenheit tatsächlich oft der Fall, dass die Edelmetallnotierungen pünktlich dann zurückfielen (war dann aber im Rückblick immer eine Kaufgelegenheit), wenn jedes Käseblättchen damit anfing, plötzlich allerlei Goldgeschichten zu publizieren.


    Die bessere Art der Goldanlage?


    Viele der sogenannten Starinvestoren haben Teile ihres privaten und in Fonds verwalteten Vermögens in Goldbarren oder in börsennotierten Goldfonds angelegt. Neben physischem Gold halten sie jedoch auch Positionen in Goldminenaktien. Am Goldpreis gemessen sind die Aktien der Goldproduzenten günstig. Warum das so ist und welche Titel attraktiv sind.


    Medien berichten meist von einem Anlagetrend, wenn dieser schon ziemlich fortgeschritten ist. Dieses Verhalten der Medien werten antizyklische Anleger als Kontraindikator, auch Titelblattindikator genannt.


    http://www.handelsblatt.com/fi…rt-der-goldanlage;2672969


    Grüße


    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man'
    Schön, daß du mal Jesse hereinstellst, ich wurde ja schon deswegen gelegentlich angegiftet. =)
    Die Treffsicherheit der Leute dort ist beeindruckend, zumal es manches mal nicht nach der Erfüllung der C&H Formation aussah.


    Der macht das ganz allein, das ist ein Einmannbetrieb - ehemaliger, vom Geschehen schwerst genervter Investmentbanker mit "German roots" mütterlicherseits, wie er mir einmal per E-Mail anvertraut hat.

    auratico: Schon interessant, wer alles bei Welt-Online liest :D ;) Die Welt ist klein........ und das Worldwideweb noch kleiner - besonders die Kommentarbereiche [smilie_happy] warst Du das, oder hat`s Dein kommentar soweit gebracht und wurde zitiert :D


    @ appendix
    Soviel Zeit habe ich nun auch wieder nicht. Werde da mal nachsehen. Ist aber nichts Besonderes, dass Forumseinträge im Internet kursieren.



    Was meint Jesse von "Jesse´Café Americain" zum heutigen Goldpreisverlauf ? Gesunde Korrektur, da sich Gold zuletzt stets im oberen Bereich des Trendkanals bewegt hat:


    So now what? Gold will retrace back to a more sustainable trend, consolidate, and then resume its bull market rally to the minimum measuring objective of 1455 and probably higher.


    The trend will remain in place until the global currency regime stabilizes into something sustainable that supports balanced economic trade and activity. Once that level of systemic repair is reached, gold will stabilize at whatever level it 'fits' within the global scheme.


    19 October 2010
    Gold Daily Chart - Intraday - The Retracement


    http://jessescrossroadscafe.bl…intraday-retracement.html


    Grüße


    auratico

    ... und der Goldpreis rauscht runter.


    Hier


    Gruß
    oracle


    Die Reaktion auf diese kleine Leitzinserhöhung bisher ist enorm, zumal heute. Ein absolut geschickter Schachzug der Chinesen nach den zuletzt so erbittert gewetzten Währungsschwertern. Nun wird es interessant sein zu sehen, ob "die Märkte" davon ausgehen, dass dies nur ein erster von weiteren Zinserhöhungsschritten Chinas ist oder ob damit nur ein einmaliger kosmetischer Effekt als Tribut an das laute Geplärr aus Washington inszeniert wird.


    Weitere chinesische Zinserhöhungen würden den Dollar (dessen Zinsen absehbar bei Null bleiben werden ) auf mittlere Sicht erheblich unterfüttern (weil dann etwas weniger "Quantitative Easing" als jetzt zuletzt schon eingepreist in USD bei den Edelmetallen);ferner würde erstmal - wie heute z.B. - ordentlich Dampf aus dem Goldmarkt abgelassen und der Focus der bearishen Investorenherde würde sich wieder für einige Zeit zurück aufs streikgeplagte Europa richten. Die nächsten Tage schon werden deutlich die Richtung vorgeben, ob das nur eine kleine "sucker rally" beim USD ist oder mit chinesischer Hilfe eine mittelfristige Stabilisierung bei 80 herum im USD-Index bringen wird.


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man'


    Ergebnis: Weiterer Kursanschub des Goldpreises (...) Wie überhaupt viele Artikel in der FT zu Gold kontraproduktiv sind...


    Genau so sieht es auch Jim Sinclair. Er wünscht sich, dass Leute wie dieser ehemalige Fed-Funktionär mindestens einmal pro Woche einen solchen Artikel in der Finacial Times absondern, denn dann erfolge der Goldanstieg nur noch rascher. Der heutige Tag, zumal bis zum jetzigen Zeitpunkt, passt jedenfalls prächtig zu dieser Ansicht:


    With news coming today out of the Financial Times and Edwin Truman that the US should sell its gold reserves, I thought it important for King World News to interview the legendary Jim Sinclair to get his reaction. There are certain times in this business where the great ones are needed to comment on a story. True to his form, Sinclair broke this situation down in a way that no other could....



    Jim Sinclair:


    "As long as the FT gets some outspoken maniac to defile gold, it is going orders of magnitude higher. All of us in the gold community hope he gets interviewed once a week.”


    “The FT has been the absolute best indicator for gold, and once again it has given great impetus to the bullish side of the market.”


    http://kingworldnews.com/kingw…h_Side_of_the_Market.html


    Grüße
    auratico

    In einem Artikel in der englischen "Financial Times" kommt das ehemalige FED-Mitglied Edwin Truman zu der Erkenntnis, dass es für die USA das Beste wäre, ihr Gold zum jetzigen Zeitpunkt bzw. gestaffelt in Zukunft scheibchenweise zu verkaufen (als ob dies nicht ohnehin schon geschehen wäre). Schließlich liege der derzeitige Marktwert bei $ 340 Milliarden - anders als bei Gordons Browns berüchtigtem Fehltritt beim Verkauf des englischen Goldes, seien die Preise derzeit top. Man würde damit dem Motto "Buy low, sell high" folgen und außerdem den angeschlagenen Staatsfinanzen Gutes tun:


    Meanwhile, the US Treasury holds 621.5m fine troy ounces of gold. The government has been sitting on that gold since the Great Depression, receiving no return. At the current market price of $1,300 per ounce, the US gold stock is worth $340bn. The Treasury secretary, with the approval of the president, has the power to sell (and buy) gold on terms that the secretary considers most beneficial to the public interest. Revenues from sales must be used to reduce the national debt.


    If the US were to sell its entire gold stock at the current market price, it would reduce the gross government debt by 2¼ per cent of gross domestic product. Based on the average interest cost from 2005 to 2008, this reduction in debt would trim the budget deficit by $15bn annually. Thus, the Obama administration would be doing something about the US fiscal debt and deficit without reducing near-term support for the ailing economy.


    This proposal has several other benefits. First, the US would be obeying the maxim to buy low and sell high. Second, it would be performing a socially useful function. Demand for gold exceeds normal production, driving up the price. To the extent that the gold craze is being fed by concern (rational or irrational) about government policies, public welfare would be enhanced by giving citizens something tangible to hang around their necks or place in safe deposit boxes. Third, if the price is a bubble, as seems likely, the sooner it is burst the better for the average investor.


    America should open its vaults and sell gold


    By Edwin Truman


    Published: October 12 2010 14:01 | Last updated: October 12 2010 14:01


    http://www.ft.com/cms/s/0/2bbd…df-94dc-00144feabdc0.html




    Grüße


    auratico