Beiträge von auratico

    Interessanter Übersichtsartikel aus der Züricher "NZZ" zum Stand der Recycling-Technik von Edelmetallen und Seltenmetallen aus Elektronikschrott.
    Inzwischen nennt man das Ganze schlicht "Urban Mining" - ohne Zweifel eine Zukunftsbranche mit erheblichem Potential, wenn man sich nur einmal diese Ausbeutungsquoten vor Augen hält:


    "Da die natürlichen Lager schrumpfen und die Metallgehalte in den Erzen abnehmen, steigen Aufwand und Kosten im Bergbau. Neuentdeckte Lagerstätten sind oft schwer zugänglich. Dadurch gewinnt das «urban mining» immer mehr an Bedeutung.


    Aus einer Tonne Computer-Leiterplatten lässt sich ein halbes Pfund Gold gewinnen – aus derselben Menge eines goldhaltigen Erzes nur wenige Gramm."


    http://www.nzz.ch/nachrichten/…stofflager_1.6217537.html


    Grüße
    auratico


    Die Gier an schnellem Profit scheint kaum Grenzen zu kennen.


    " Und warum auch nicht ? " - ließe sich ohne moralinsaures Bedauern auch einmal provokant fragen. Die Märkte sind kein Kindergeburtstag.


    Höchst problematisch daran ist vielmehr, dass diese "grenzenlose Gier" durch ein hochgradig korruptes Finanzkartell protektionistisch institutionalisiert ist; dass also eben diese Gier für die immer weniger und immer noch größer werdenden Adressen nicht mehr das mit endloser Gier eigentlich notwendig einhergehende hohe Risiko birgt und man die "normalen " Marktteilnehmer wie eine kopflose Schafherde - verstärkt durch automatisierte Handelssysteme - im Tagesrhythmus vor sich hertreiben kann.


    Wer sich zutraut, seine eigenen Tradingaktivitäten damit in Einklang zu bringen, kann dies mit begrenztem Einsatz versuchen. Das ist nicht möglich, ohne sich praktisch tagtäglich mit den rasch schwankenden Stimmungslagen, die ja eminent mediengesteuert sind, zu beschäftigen. Wer aber hat schon die Zeit und die Erfahrung dafür ? Von dieser Wissensdifferenz und relativen Schwerfälligkeit der durchschnittlichen Sparer und Anleger lebt die Gierelite, die nur ständig ihren Schnitt machen will, egal in welche Richtung und mit welcher Anlageklasse und auf wessen Kosten. Hauptsache bleibt, dass man selbst wesentlich, und zwar vor allen anderen, mitbestimmen kann, wie die Tagesstimmung ausfallen wird.


    Während zuletzt z.B. die bevorstehende Tenderrückführung durch die EZB von den Systemmedien aufgrund der hohen Summen als Horrorszenario an die Wand gemalt wurde und die Pro-Gold-Berichterstattung einen neuen Höhepunkt erreicht hatte, wussten die Investbanken längst, dass die Anti-Eurostimmung für einige Zeit ihren Höhepunkt bereits erreicht haben würde und der Blick bzw. die damit verbundenen Spekulationsaktivitäten nun wieder auf die schwachen Zahlen in USA sich richten würden. Bis sich die Sache dann wieder umkehrt...


    Und wie man sieht, ist es in einem solchen Umfeld dann auch immer noch möglich, die Goldnotierungen ohne auch nur den geringsten Widerstand zusammen mit dem USD senkrecht in den Keller zu schicken. Das Oszilieren des Goldes zwischen monetärem Asset und und Rohstoff bleibt faszinierend. Ich selbst glaube schon seit langer Zeit, dass die monetäre Seite das Rennen machen wird.


    Das Kartell aus Investmentbanken, Hedge Fonds und Regierungsstellen glaubt, dieses Spiel at libitum fortsetzen zu können. Unser alter Weggefährte Jim Sinclair hingegen denkt, dass diese institutionalisierte Gier dereinst alles pulverisieren wird, was diese Adressen anfassen werden. Who knows:


    "This is a pure casino and needs no other reason than a crowded short position on the euro and a crowded long position on the US dollar. After that it is as easy to return to a hammered euro and a mirror image strong dollar.


    The hedge funds and the major international banks are having their way with these markets until their frantic greed destroys everything they touch, no exceptions."


    http://jsmineset.com/2010/07/0…-for-financial-reporting/


    Grüße
    auratico


    Die scheinbar "geglückte" Rückabwicklung des EZB-Riesentenders ist natürlich heute die alle Märkte treibende Kraft, sodass eine Menge Euro-Shortpositionen aufgelöst und Gold abgezogen wurde. Aber wie passt der nahe beim Rekordniveau stehende Liborsatz zu dieser Scheineuphorie ? Die Euro-Banken pfeifen derweil auf die ganz kurzfristigen Tender und werden die EZB bald wieder dazu bringen, abermals langfristige Programme aufzulegen, damit die Sache auf den Status Quo ante wie in den letzten Monaten zurückkommen wird.


    Die EZB hat, ganz im Stile der US-Fed, mit ihren Ausleihungen an den Bankensektor inzwischen die € 900 Milliarden locker überschritten und nimmt, wie oben von Dr. Meyer angeführt, alles in Zahlung, was auf einem Papier steht. Deshalb auch - und nur deshalb - verlief die spanische Bondemission gestern so glatt. Diese Bonds landen, wie wohl fast alles aus Südeuropa, in Windeseile in den EZB-Bilanzen.


    Der rückabgewickelte Tender ist jedoch ein perfekter Vorwand bzw. psychologisch gut getimter Anlass, um beim Gold (und vor allem bei den nervösen Goldaktien) erstmal Kasse zu machen.


    Die Trader sind keine Waisenknaben, sondern sehr geübt im Erspüren kurzfristiger Stimmungslagen. Entscheidend dabei ist die Macht, mit einem Fluchtinvestment wie Gold immer noch erfolgreich Yoyo spielen zu können. Die Investitionsqoute beim Gold ist auf globaler Sicht immer noch viermal niedriger als etwa 1982.


    Schon kommen die entsprechenden Meldungen, nachdem die US-Daten zu Hausverkäufen, Konsumentenvertrauen etc. wieder einmal enttäuschen: Den Eurozonen-Banken gehe es plötzlich besser als gedacht. Ein Affentheater, mit dem sich gutes Geld machen läßt, wenn man auf der Seite der Spin Doctors und ihrer Meinungsmacht sitzt:


    Gold Tumbles Most Since February as Easing Debt Concerns Drive Euro Higher


    Gold futures tumbled the most since February on signs that Europe’s financial industry may be in better shape than investors estimated, curbing demand for the metal as a haven.


    The euro headed for the biggest gain in 13 months against the dollar after European banks borrowed less than the amount they are due to repay. Yesterday, the European Central Bank said financial institutions asked for less money than some analysts predicted in a three-month offering. Before today, gold jumped 14 percent this year while the euro slumped 15 percent.


    “People are thinking maybe the European debt situation is not so bad,” said Matt Zeman, a trader at LaSalle Futures Group in Chicago. “Some of the safe-haven money is coming out of the market.”


    http://www.bloomberg.com/news/…n-debt-concerns-ease.html


    Grüße
    auratico


    Ergänzend dazu die Feststellung, daß auch ich zu etwa 70 % "Vertreter der reinen Lehre Edelmetalle physisch" bin. Oder anders formuliert: Mit dem anderen Teilbetrag wird in volatilere Assets investiert: Wie oftmals erwähnt, eignen sich PM Minen sehr gut zu Trades und Zukauf von Physischem durch erzielte Profits...


    Nicht zu vergessen, dass inzwischen auf alle Formen von Edelmetallinvestments außerhalb der physischen Ware Steuern anfallen. Dies verteuert auch die Anlage in Minenwerte, die ohnehin getradet werden müssen.


    Es häufen sich die Medienberichte über die Steuermodalitäten bei Goldinvestments - ein deutliches Zeichen dafür, dass diese Anlageform allmählich in den Mainstream aufrückt, mit der Betonung auf "allmählich". Man darf darüber rätseln, wie lange noch Münzen und Barren aus Gold nach einem Jahr steuerfrei bleiben werden, einmal ganz abgesehen von den praktischen Schwierigkeiten einer diesbezüglichen etwaigen Regelung. Mehrwertsteuer ahoi ?


    Auf Goldsuche mit dem Finanzamt


    Der Fiskus will seinen Anteil - auch bei Goldanlagen. Die FTD erklärt, wie Gewinne aus Direktinvestments, Anleihen und Fonds besteuert werden.


    Gewinne mit Barren und Goldmünzen sind nach einem Jahr steuerfrei, vorher unterliegen sie dem individuellen Steuersatz. Zur Berechnung des Spekulationsplus wirkt sich der Euro-Dollar-Wechselkurs aus, Ankaufsspesen dürfen mindernd angesetzt werden. Ein Spekulationsverlust lässt sich nur schwer verrechnen, etwa mit Verkaufsgewinnen aus Immobilien, Kunstsammlungen oder geschlossenen Leasingfonds.


    Steuerlich ungeklärt ist noch die Behandlung von Goldfonds, wie sie etwa die Zürcher Kantonalbank und Julius Bär in der Schweiz aufgelegt haben. Sie sind normal an der Börse handelbar, aufgrund ihrer Vermögensstruktur in Deutschland aber nicht zum Vertrieb zugelassen.
    Sofern sie der Fiskus als sogenannte intransparente Investmentfonds einstuft, werden sie unabhängig vom tatsächlichen Ertrag und auch bei Jahresverlusten pauschal mit hohen Steuern belegt. Ein Investment wäre dann völlig unattraktiv.


    Schuldverschreibungen wie Xetra-Gold mit Lieferanspruch auf das gelbe Metall behandelt der Fiskus seit einem Erlass des Bundesfinanzministeriums von Ende 2009 als normales Wertpapier.


    http://www.ftd.de/finanzen/mae…m-finanzamt/50134212.html


    Grüße
    auratico

    Das war zu erwarten: die großangekündigte US-Finanzmarktreform ist gar keine. Ganz wichtig dabei: die Riesenspekulationen mit OTC-Derivaten werden so weitergehen bis bisher, unreguliert, also vor allem Währungen und Edelmetalle:


    "Demnach dürfen amerikanische Banken auch in Zukunft große Teile des lukrativen Geschäfts betreiben und müssen nur einen kleineren Bereich auslagern.


    Swap-Geschäfte auf die Entwicklung von Devisen und Leitzinsen, Gold und Silber sowie zur Absicherung ihrer eigenen Risiken bleiben den Geldinstituten erlaubt. "


    http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF…Tpl~Ecommon~Scontent.html

    Ob es, ähnlich wie bei großen Bankzentralen oder Museen, bald eine eigene "Goldbunkerarchitektur" geben wird ? Wie es scheint, entwickelt sich die Goldlagerung zu einem guten Geschäft. Vor allem dann, wenn man, mit staatlicher Duldung bzw. gar auf staatlichen Befehl hin, das Gold dereinst vielleicht gar nicht mehr herausrücken wird:


    Banken bauen Goldbunker


    Investoren flüchten aus dem Risiko und stürzen sich auf das gelbe Edelmetall. Die enorme Nachfrage lässt die Lagerräume für Barren und Münzen knapp werden. Also errichten die großen Geldhäuser neue - ein lukratives Geschäft


    Einige Banken haben nach eigenen Angaben noch Platz in ihren Lagern. Andere sagten, ihre Lagerstätten seien fast voll. Mehrere gaben an, sie bauten neue Kapazitäten oder planten solche Schritte. Die US-Bank JP Morgan Chase öffnete erst kürzlich ein neues Goldlager in Singapur. Via Mat International, eine in der Schweiz ansässige Sicherheitsfirma, hat gerade ein Lagerhaus für Silber in London eröffnet. Laut Bankmanagern erwägt auch die Deutsche Bank , ein neues Lager zu bauen.


    http://www.ftd.de/finanzen/mae…-goldbunker/50126442.html


    Grüße
    auratico

    Nachdem die Deutsche Bank noch im Februar für 2010 einen durchschnittlichen Goldpreis von $1.150 und für 2011 dann $ 1.250 prognostizierte, lehnt man sich nun - typisches Fähnlein im Winde - natürlich deutlich weiter aus dem Fenster: $ 1.700 könnten es nun plötzlich nach Ansicht der Superbanker von der DeuBa im Verlauf von 2011 gar sein.


    Hochinteressant hingegen die ohne weitere Umstände hingeworfene Randbemerkung in dem selben Bloomberg-Artikel über die Gold-ETF´s. Kann natürlich auch sein, wie so oft bei der Berichterstattung über Goldinvestments, dass der Redakteur selbst kaum Ahnung hat, aber er schreibt da immerhin frank und frei, was sonst von der Mainstreampresse so oft als pure Verschwörungstheorie abgetan wird: die Gold-ETF´s, von denen die allermeisten der gutgläubigen Investoren immer noch glauben, dass diese hauptsächlich mit physischem Gold operieren, bestehen zu 80% aus Terminkontrakten.



    June 4 (Bloomberg) -- Gold, which touched a record of $1,249.70 last month, may rally another 36 percent as Asian central banks buy for the first time in two decades, said Michael Lewis, head of commodities research at Deutsche Bank AG.


    The precious metal may rise to as much as $1,700 an ounce over the next year on concerns that budget deficits will weaken major currencies, Lewis said in an interview yesterday in Lima. Exchange-Traded Funds, known as ETFs, where gold futures make up 80 percent, are also having an “enormous impact,” he said.


    Gold rose to an all-time high of $1,249.70 on May 14 as investors sought an alternative to the euro, which today fell to a four-year low versus the dollar on concern that Europe’s sovereign-debt crisis will damage the region’s banks. Bullion usually gains when major currencies drop and crude rises. It’s rising as some banks buy for the first time since 1988, he said.


    http://www.businessweek.com/ne…ast-record-on-crisis.html


    zum Vergleich die vorangegangene DeuBa-Prognose vom Februar 2010:


    http://www.goldmadesimple.com/…aspx?appid=6618&news=6956


    Grüße
    auratico

    Der Markt für US-Länder- und Kommunalanleihen (municipal bonds) umfasst ca. $ 2, 8 Billionen (am. trillions). Gerade im Zuge der Finanzkrise flüchteten 2009 viele institutionelle Anleger reflexartig in die in der Vergangenheit als sicher geltenden Kommunalanleihen. Betrug der Zufluss in langlaufende kommunale und bundesstaatliche Schuldenpapiere 2008 noch $ 7, 8 Milliarden, so waren es 2009 bereits $ 69 Milliarden.


    Inzwischen bahnt sich jedoch eine eklatante Schieflage bei den Haushalten unzähliger US-Gebietskörperschaften an - vom Bundesstaat angefangen bis hinunter in die einzelnen Gemeinden. Es sind dies die "griechischen Verhältnisse" auf dem Boden der USA.


    Kaum vorstellbar, wie die von deutlich zurückgehenden Steueraufkommen gebeutelten Gebietskörperschaften in absehbarer Zeit wieder die erforderlichen Einnahmen erzielen sollen. Also entweder eine Bankrottwelle nach Chapter 9 (eine Insolvenzmöglichkeit, die es bei uns nicht gibt), oder eben - bislang noch verweigerte - Bailouts aus Washington.


    Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass die gefährliche Situation der Kommunalschulden, zusammen mit den nun einsetzenden höheren Zinsen aus den zahllosen variabel abgeschlossenen Hypotheken der letzten Jahre, die nächste Etappe der Krise auf US-Territorium bedeutet:


    Munis About to Blow Up


    Municipal Bonds: The Next Financial Land Mine?


    This is America’s Greek crisis. A major city or state will default on its debts, threatening a cascade failure of the many others in similar straits. The federal government, like the EU, will stare into the abyss and will blink, agreeing to take muni debt onto the federal balance sheet.


    At some point the global markets will notice that the U.S. is just California writ large and will treat the dollar accordingly. Maybe munis are the wake-up call.


    http://dollarcollapse.com/articles/munis-about-to-blow-up/


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='Dr_Meyer'
    Kern des Artikel ist die Aussage, dass man sich bei den Bundesbankern wundert, warum die EZB massiv griechische Anleihen kauft.


    Das ist bloß abgeschwächte Rhetorik für die Medien. Natürlich "wundert" sich bei der Bundesbank in Wirklichkeit niemand darüber, da es ja nur die konsequente Folge des "Staatsstreiches" von Brüssel ist. Seitdem sind die Eurozone und insbesonders die EZB grundlegend veränderte Konstruktionen. Keine der drei teutonischen Pfeiler vor der Euroeinführung (Maastricht-Defizite, Verbot des Ankaufs von Staatsanleihen der Mitgliedsländer, kein Bail Out untereinander) steht mehr oder wird je wieder mit Autorität eingesetzt werden können.


    Damit haben die Franzosen im Grunde die Geldpolitik in Europa übernommen und folgerichtig gleich einen Pflock eingeschlagen und ihre zuvor im Verhältnis zu Deutschland fast doppelt so hohen Bestände an Griechenbonds mit einem typischen coup de grace fein entsorgt bzw vermindert.


    Zitat

    Ebenso erstaunlich ist, dass die Bundesbanker diese Sache dem „Spiegel“ zuspielen.


    Die sonst so verschwiegenen Notenbanker wollen eine Klärung.


    Siehe oben. Es ist vollkommen verständlich und darüber hinaus auch unvermeidbar, dass diese brisanten Informationen irgendwie in die Öffentlichkeit geraten. Dass die Bundesbanker vor Wut schnauben, ist ein offenes Geheimnis.


    Die Transferunion nimmt schon wenige Tage nach dem Brüsseler Ereignis ganz handfeste Züge an. Erstaunlich ist das nicht bzw. nur für manche treuherzige deutsche Steuerzahler, die sich noch verwundert die Augen reiben, während der Franzmann die Gunst der Stunde nutzt und sofort Nägel mit Köpfen macht.


    Grüße
    auratico

    Noch etwas: Mit etwas Glück bildet sich eine Cup with Handle aus, gelegentlich hier erwähnt.


    Die Voraussetzungen dafür sind nach der heftigen Drückung vor dem Optionsverfalltag jedenfalls gegeben. Die Konzentration der auf $ 1200 lautenden Optionen war gewaltig.


    Kommentar zum Thema von Jesse´s Café:


    Gold Daily Chart: Cup and Handle Formation on Track

    Gold set its low for the handle with an intraday spike down to 1166 compliments of the heavy handed bear raids ahead of option expiry, but put in the daily close at an almost perfect 38.2% Fibonacci retracement.


    Since then gold has been rallying, breaking through the key 1200 level right after the expiration where so many call options had been concentrated.


    http://jessescrossroadscafe.bl…chart-cup-and-handle.html


    Grüße
    auratico

    Hier wird gerade in Spanien der nächste Kandidat für "too big to fail" in der Panik zusammengeschnürt. Es sind in Spanien vor allem die Sparkassen, die die angeschlagenen Hypotheken von Privatleuten und die Kredite der regionalen Bauwirtschaft in den Bilanzen haben.


    Vier spanische Sparkassen fusionieren


    Madrid - Vier Sparkassen in Spanien schließen sich zum fünftgrößten Geldinstitut des Landes zusammen. Die Caja Mediterraneo (CAM), Cajastur, Caja Extremadura und Caja Cantabria kamen überein, zu einer gemeinsamen Gruppe zu fusionieren. Die Fusion ist die größte in der Geschichte der spanischen Sparkassen. Sie muss allerdings noch von den Aufsichtsräten der beteiligten Unternehmen genehmigt werden, wie am späten Montagabend mitgeteilt wurde.


    Die aus dem Zusammenschluss hervorgehende Gruppe wird über Aktiva in Höhe von 135 Mrd. Euro, 2.300 Filialen und 14.000 Mitarbeiter verfügen.


    http://derstandard.at/12713773…he-Sparkassen-fusionieren


    Grüße
    auratico


    Wie oft muss man eigentlich den eklatanten Unterschied zwischen gedeckten und ungedeckten Leerverkäufen noch erklären (siehe Posting weiter oben), ehe dieser Umstand zur Kenntnis genommen wird ?


    Es geht nicht darum, Aktien wie bisher auch per Leerverkauf handeln zu können, sondern vielmehr um das Verbot, Aktien, die es gar nicht gibt bzw. die gar nicht geliehen werden können, weil sie niemand zur Leihe zur Verfügung stellt, dennoch als Phantomaktien zu handeln.


    Grüße
    auratico

    Das Verbot von ungedeckten Leerverkäufen von zuvor ausgesuchten Titeln wird nun auf alle Aktien in Deutschland ausgeweitet.


    Regierung will Leerverkaufs-Verbot ausweiten


    Am Aktienmarkt soll das Verbot für riskante Wetten verschärft werden: Ein neuer Gesetzentwurf besagt, dass künftig alle ungedeckten Leerverkäufe untersagt werden sollen. Ein Verbot mancher solcher Wetten hatte vergangene Woche für Furore gesorgt - vor allem weil Deutschland im Alleingang handelte.


    http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A…Tpl~Ecommon~Scontent.html

    ... zu gedeckten Leerverkäufen ??
    Es ist doch egal, ob ich mir die Wertpapiere leihe und dann verkaufe oder ob ich das ohne Wertpapierleihe mache ?? Ausser, dass mich die Leihe ein bisschen was kostet.


    Natürlich ist das überhaupt nicht egal. Diese verhängnisvolle Verwechslung ist typisch für das völlig dysfunktionale Verständnis der Finanzmärkte, wie es vor allem von den Medienkonglomeraten verbreitet wird. In unzähligen Berichten zu dem Vorstoß von Merkel - auch und gerade in US-Medien - ist stets vom "shorting ban" u.ä. zu lesen. Dass Merkel nur gegen etwas vorgeht, was in den USA offiziell längst verboten ist (wenngleich lausig reguliert), geht jedoch im ökonomischen Analphabetentum vollends unter.


    Ein normaler Leerverkauf in einem regulierten Einschusskonto, also das uralte Finanzinstrument der gedeckten Wertpapierleihe, ist doch etwas völlig anderes als ein ungedeckter Leerverkauf, bei dem im Falle der Uneinbringbarkeit ja Wertpapiere (z.B. Aktien) gehandelt werden, die es gar nicht gibt. Wenn man die Zeitspanne der Fälligkeit lange genug hinauszögern kann, was vor allem durch heillos überlastete Regulierungsorgane und das Zusammenspiel ganzer Brokerkohorten ermöglicht wird, die mitunter Monate anstatt der eigentlich vorgeschriebenen drei Tage brauchen, um ein Clearing einzufordern, werden auf diese Weise Unsummen durch eine von vornherein betrügerische Vorgangsweise eingestrichen. Vor allem dann, wenn der entsprechende Finanzwert bis dahin stark gesunken oder gar bankrott sein sollte.


    Im Falle von Lehman Brothers war es absolut klar, dass es kurz vor dem Zusammenbruch Millionen solcher Phantomaktien gab. Die wurden nackt leerverkauft, ohne sie jemals liefern zu müssen bzw. ohne überhaupt die Möglichkeit, sie je liefern zu können, weil es diese Aktien ja gar nie gegeben hat - nur als elektronische Behauptungen auf den Computern der Leerverkäufer.


    Hinzukommt, dass auch hier wieder, wie in den zerstörten Finanzmärkten heutzutage insgesamt, ein Riesenanteil der nackten Leerverkäufe gar nicht auf den Cashmärkten abgewickelt wird, wo man sie bei entsprechendem regulatorischem Interesse im Blick behalten könnte, sondern - wen kann es noch verwundern ? - in unregulierte OTC-Derivatvehikel verpackt sind.


    D.h., wenn eine leerverkaufte Aktie oder ein anderes Wertpapier eigentlich eingeliefert werden müsste, steht längst, wie bei den berühmten russischen Puppen, ein anderes Derivatprodukt zur Verfügung, das behauptet, diese Forderung zu übernehmen. Völlig unmöglich für eine grotesk überforderte Wertpapieraufsicht, sich hier einigermaßen zeitnah einen Überblick zu verschaffen.



    http://en.wikipedia.org/wiki/Naked_short_selling


    Grüße
    auratico

    saiger war immer sehr stark in minen investiert. Diesse haussieren aber nur bei inflation und stabilen politischen verhältnissen.


    Bitte solche Äußerungen mit Beweisen belegen. Nicht Mutmaßungen mit Fakten verwechseln. In der Depressionszeit ab 1929 war man jedenfalls mit einem Goldmineninvestment gut bedient.


    Weltwirtschaftskrise 1929: Mit Goldaktien sicher durch die Stürme der Zeit


    Homestake Mining 20 Jahre lang besser als der Dow Jones


    Ganz anders die Situation in den USA. Während hier mit dem Dow Jones salopp gesprochen zwischen 1929 und 1939 kein Blumentopf zu gewinnen war, machten die Aktionäre der Homestake Mining ein Vermögen. Wer 1929 noch vor dem Beginn der Krise 1000 US Dollar in den Dow Jones investiert hatte, war 1949, also immerhin 20 Jahre später, immer noch nicht aus den Verlusten raus. Seine Aktien hatten damals einen Wert von 670 Dollar. So weit zum Thema Aktien sind immer und zu jeder Zeit die beste Kapitalanlage.


    Es kommt eben nicht darauf an irgendwelche Aktien oder einfach nur die Standardaktien zu halten, sondern Sie müssen die richtigen Aktien im Depot haben und das waren zwischen 1929 und dem Beginn des 2. Weltkriegs in den USA ganz klar die Goldminenaktien.



    http://rohstoffe.gevestor.de/n…die-stuerme-der-zeit.html



    Gold Stocks Were Financial Saviors During the 1930s


    Why Gold Shares Do Best in a Deflationary Depression


    The reason gold mining firms do better during a deflationary depression than during an inflationary depression is simple. Profit margins are at their best during these conditions. Why so? Because when there is panic in the


    streets, people flee to the ultimate safe monetary haven, which is gold. Meanwhile, given a collapse in industrial demand, the cost of production falls.


    http://www.gold-eagle.com/gold_digest_08/taylor102508.html


    Grüße
    auratico

    Die alberne mediale Aufregung um den Begriff des "Spekulanten" in den letzten Wochen war und ist nicht mehr zum Aushalten.
    Nur ganz am Rande wird ab und an erwähnt, dass man praktisch jede Großbank zu dieser Spezies hinzurechnen muß, anstatt stets immer nur ein diffuses Bild von irgendwelchen stätpubertierenden englischen Hedge Fonds-Bubis zu zeichnen, die mit ihren CDS-Papierchen die solzen Hellenen inach Belieben den Abgrund zu stürzen vermögen.


    Die US-Großbanken mit ihrem immensen - und wie es aussieht nun dauerhaften - Zinsvorteil gegenüber den reihenweise dahinsiechenden kleineren Bankinstituten schöpfen inzwischen satte 87% aller Profite des US-Bankensektors ab, immerhin $ 15.6 Milliarden im ersten Quartal 2010. Die Großbanken zahlen 2% weniger Zinsen als noch vor zwei Jahren, und natürlich wird von diesem Bonsai-Zinssatz nichts an etwaige Kunden weitergegeben. Wozu denn auch ?


    Bank Profits Skyrocket; Big Banks Lead The Way


    Bank profits soared to their highest level in two years as near-zero interest rates and lower reserves for future losses allowed U.S. banks to book an $18 billion quarterly profit in the midst of a prolonged economic downturn.


    Big banks led the way, accounting for $15.6 billion, or nearly 87 percent, of the industry's total first-quarter profit, according to a Thursday report by the Federal Deposit Insurance Corporation.


    Big banks were the biggest beneficiaries of the low rates, paying just 0.90 percentage point interest for its funds, 48 basis points lower than banks with between $1-10 billion in assets.


    The incredibly low cost of funds big banks enjoyed in the first quarter is 204 basis points lower than what they paid during the same period two years ago.


    http://www.huffingtonpost.com/…kyrocket-bi_n_583288.html


    Grüße
    auratico

    Das muß man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen inmitten all der Aufregung um nackte Leerverkäufe und Griechen-CDS:


    Die griechische Zantralbank hatte es auf Zuruf der heimischen ( ? ) Banken offenbar ermöglicht, dass Shortseller ein Zeitfenster von sage und schreibe 10 TAGEN in Anspruch nehmen konnten, ehe mal jemand sachte nachfragte, ob man auch gedenke, die Anleihe einzuliefern.
    Und wenn nicht, gab´s auch keine Pönale, sondern die ganze Sache konnte einfach weitergerollt werden. Nein, ich kann trotz all der Irrsinnsmeldungen aus Griechenland immer noch nicht glauben, dass das stimmt und nicht doch eher eine Ente ist !


    Also, wenn das wirklich zutreffen sollte und nicht bloß lückenhaft recherchiert ist, müßte man die griechische Zentralbank sofort unter Kuratel stellen. Wie kommt ein deutscher Steuerzahler dazu, diesen gesetzlosen Haufen zu subventionieren, wenn sie der internationalen Zockerschar in grotesker Dummheit und gegen alle Usancen eines regulierten Börsenplatzes ein offenes Scheunentor zur Megaspekulation mit den eigenen Staatsanleihen hingestellt haben sollten ?


    Offenbar funktionierte der Bondhandel in Athen bis zum vergangenen Monat wie ein OTC-Tafelgeschäft und hat nur noch entfernte Ähnlichkeit mit einer regulierten Börse. In zehn Tagen (bzw. hier offenbar mehrere Wochen !) ohne Lieferverpflichtung kann man jeden angeschlagenen Bondmarkt endgültig ruinieren.


    Greek Central Bank Accused Of Encouraging Naked Short Selling Of Its Own Bonds


    The bank first extended the settlement period for transactions on HDAT, the bond trading platform, from Tplus3 (trading plus three days) to Tplus10.


    The central bank also abolished penalties for investors which did not deliver a bond on the settlement date in a move that allowed failed transactions to be continuously recycled.


    http://www.zerohedge.com/artic…ort-selling-its-own-bonds


    Grüße
    auratico

    Letzte Woche hatten die Short-Positionen der Commercials an der Comex mit 450.950 ein Allzeit-Rekordhoch erreicht. Der nachfolgende rasante Absturz um 50 $ hat nun Abermillionen in Windeseile in die Kassen der Shorter gespült. Man kann´s bedauern oder auch nicht, aber sie waren WIEDER einmal mit Riesenerfolg auf der richtigen Seite. Das Spiel kann von Neuem beginnen. Sowie die aktuelle physische Nachfrage abflaut - und das war bei $ 1240 ohne Zweifel der Fall -, herrscht eitel Sonnenschein an der Comex.


    Grüße
    auratico

    Mir scheint das dann eher eine panisch, getriebene Reaktion von Seiten der Politik zu sein.


    Diese Aktion war längst überfällig und bietet sich überhaupt nicht zum Schmunzeln an. Vor allem dann, wenn sie nur der noch bescheidene Auftakt zu weiteren Regulierungs- und Aufsichtsbemühungen des Derivatebordells für Europa darstellen sollte. Wenn die Sache so unbedeutend ist, wie all die deutschen "Experten" heute wieder unisono meinen, dann müsste auch kein solches Aufhebens darum gemacht werden.


    Man kann es nicht oft genug wiederholen, dass es in Deutschland so gut wie keine echten "Experten" gibt, die den angelsächsisch dominierten OTC-Derivatemarkt überhaupt in allen Ausprägungen begreifen. Wo waren denn all diese "Experten", als das deutsche Dummbankwesen in epochaler Unkenntnis von den angelsächsischen Derivateemittenten multimilliardenschwer bei der Nase genommen wurde ?


    Diese neue Regel im Alleingang, sosehr sie auch eine z.T. symbolische Geste darstellt, um den Franzosen eine Rute ins Fenster zu stellen (Es soll keinen zweiten nächtlichen Sarkozy-Staatsstreich mehr geben), ist insofern von größerer Bedeutung, als so mancher nun sich vorstellen mag, als damit ja auch wesentliche deutsche Gegenparteien wegfallen, die am anderen Ende der Wall Street-Deals so oft sitzen (natürlich nicht DeuBa, die selbst City und Wall Street ist).


    Und nochmals: Das Verbot nackter CDS-Positionen und nackter Leerverkäufe kann und darf nur ein Anfang sein. Deutschland muss hier das Ruder innerhalb der EU in die Hand nehmen und könnte sich ein Beispiel an China nehmen, wo man schlechterdings dazu überging, etliche Wall Street-Derivatvehikel einfach nicht mehr zu bedienen. Diese mutige Entscheidung ging hierzulande beinahe unbemerkt unter.


    Und das zu erwartende Gejammer aus Brüssel in Form von Herrn Barnier aus Sarkozystan kann man getrost ignorieren. Immerhin haben er und seine Kommission sogar schon eine "Arbeitsgruppe" auf den Weg gebracht, die dann eventuell bis Oktober ( ! ) sich irgendetwas ähnliches hätte einfallen lassen. Jetzt ist er natürlich sauer:


    "Es ist wichtig, dass die EU-Mitgliedsstaaten gemeinsam handeln", betonte Barnier. Notwendig sei ein europäisches Regelwerk, um Willkür und Fragmentierung zu vermeiden. Er verwies darauf, dass die Kommission bereits eine Arbeitsgruppe eingesetzt habe und dass er binnen weniger Wochen Empfehlungen für Leerverkaufs-Regelungen vorlegen werde. Einen formellen Vorschlag der Kommission werde es aber erst im Oktober geben.


    http://derstandard.at/12713769…egen-deutschem-Alleingang


    Grüße
    auratico

    Während Goldman Sachs Geld scheffelt wie nie zuvor und im vergangenen Quartal nicht einen einzigen Handelstag mit ihren eigenen Aktionen danebenlag, sieht es bei ihren Empfehlungen für die geneigten Kunden völlig anders aus: Fast alle Empfehlungen der letzten Zeit führten zu empfindlichen Verlusten, wenn man ihnen denn gefolgt wäre - und dass viele das aufgrund des gottgleichen Status der Skandalfirma gemacht haben, darf man getrost annehmen.


    Sieben der insgesamt neun Empfehlungen lagen schwer daneben:


    Goldman Sachs Hands Clients Losses in ‘Top Trades’


    May 19 (Bloomberg) -- Goldman Sachs Group Inc. racked up trading profits for itself every day last quarter. Clients who followed the firm’s investment advice fared far worse.


    Seven of the investment bank’s nine “recommended top trades for 2010” have been money losers for investors who adopted the New York-based firm’s advice, according to data compiled by Bloomberg from a Goldman Sachs research note sent yesterday.


    http://www.bloomberg.com/apps/…87&sid=aq1TZHxNGpWU&pos=7


    Grüße
    auratico