Beiträge von auratico

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    quote='Dr_Meyer',
    Das Geld von Giro-Konten und Tagesgeld-Konten wird ja bekanntlich dem Eigenkapital der Banken zugerechnet:



    b) eine Nachranganleige bei der Bank wird in Deutschland dem Eigenkapital zugerechnet. wie nennt man das Kundengeld dann korrekt?


    Au weia, Herr Doktor ! Sichteinlagen gehören doch nicht zum Eigenkapital einer Bank. Umgekehrt steht die Bank im Insolvenzfall mit bis zu 30% ihres Haftungskapitals für die Sichteinlagen ein. Außerdem sind Kundeneinlagen wie Girokonto, Sparbücher, Sparbriefe und Termingelder zumindest auf dem Papier durch zusätzliche Staatsgarantien und diverse Einlagensicherheitsfonds geschützt. Natürlich kommt man an diese im Insolvenzfall nicht über Nacht heran, bei systemischer Pleite/Kollaps dann ohnehin nicht.


    Dass eine nachrangige Anleihe zumindest teilweise zum Eigenkapital gerechnet wird, ist kein Geheimnis - und deswegen gibt es auch hohe Zinsen für dieses Risiko, das aber wohl jedem bekannt sein dürfte, der eine solche zeichnet. Ähnliches gilt z.T. für manche Genussscheine, die unter bestimmten Umständen (Laufzeiten, etc.) dem Eigenkapital zugerechnet werden können.


    Sichteinlagen wie ein Girokonto gehören zum FREMDKAPITAL mit täglicher Fälligkeit.


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='auratico',
    Rumor: Spain will ask for 280 billion euros of aid money – Euro plunges


    Posted on May 4, 2010 by Yohay


    A rumor that Spain will ask for 280 billion euros of aid money in order to deal with its debt is running in the past few hours in trade rooms. This is what’s bringing down the Euro


    Gerücht hin oder her - inzwischen treiben die Währungshändler die Eurozone wie ein waidwundes Reh mit tagesaktuell lancierten Gerüchten vor sich her. Die Profite daraus sind schlechterdings enorm und dürften getreulich in den nächsten Quartalszahlen der Investmentbanken auftauchen. Wieder sind es, wie zuvor bei Griechenland, die Kreditausfallwechsel, die nun für Spanien grotesk hochschießen. Noch bevor auch nur eine einzige Spanien-Anleihe real abverkauft wird, drehen die CDS-Rudel bereits wie hungrige Wölfe ihre Kreise.


    Die EU ist vollkommen wahnsinnig, dass sie die nackten CDS nicht in der gesamten Eurozone sofort einfach verbietet. Ackermann würde toben, weil auch die Deutsche Bank ihr Hauptgeschäft längst vor allem mit Zins- und Währungsderivaten macht.
    Die Eurozone mag eine untaugliche Konstruktion sein, aber was derzeit geschieht, ist eine blanke Bankrotterklärung der gesamten Region, die es nicht einmal schafft, die Spekulation mit unhinterlegten CDS , die es vor einigen Jahren noch gar nicht gab, einfach ratzfatz zu verbieten. Nichts einfacher als das. In den Trading Rooms der Hedge Fonds und Investmentbanken fliegen dagegen die Champagnerkorken wie zu allerbesten Subprime-Zeiten. Spanien ist eine ganz andere Fiesta als Griechenland.


    Spanien nennt Pleitegerüchte "kompletten Irrsinn"


    Der spanische Ministerpräsident José Luís Zapatero hat Spekulationen über drohende finanzielle Schwierigkeiten Spaniens entschieden zurückgewiesen. Er habe von Gerüchten am Finanzmarkt gehört, Spanien wolle nach Griechenland ebenfalls Finanzhilfe von den anderen Euro-Länder beantragen, sagte Zapatero am Dienstag in Brüssel: "Das ist kompletter Irrsinn." Die Spekulationen seien "lächerlich" und "völlig unbegründet".


    http://www.ftd.de/finanzen/mae…ten-irrsinn/50109944.html


    Grüße
    auratico

    EUR 1,3056 ... Tendenz: Sturzflug


    Stehen nun wirklich auch die Spanier schon an der Türschwelle ? Wird wohl nur ein Gerücht sein, aber wenn auch nur ein Quentchen davon stimmen sollte, würde der € in den nächsten Tagen in einen noch ganz anderen Sturzflug übergehen:


    Rumor: Spain will ask for 280 billion euros of aid money – Euro plunges


    Posted on May 4, 2010 by Yohay


    A rumor that Spain will ask for 280 billion euros of aid money in order to deal with its debt is running in the past few hours in trade rooms. This is what’s bringing down the Euro


    http://www.forexcrunch.com/rum…k-for-280-billion-of-aid/


    Grüße
    auratico

    Es betrifft echt nur wenige Unternehmen.
    Die meisten erzählen was von positivem cash.flow, aber es kommt nichts raus.
    Vielleicht übernehmen dann Firmen Mäntel oder Explorer um Verluste zu lukrieren.
    Grüßle von der Laus


    Erstens betrifft es eben keineswegs nur einige Unternehmen, sondern alle Minenbetriebe, die in Australien tätig sind und Gewinne machen.
    Zweitens soll die Steuer auf einzelne Minenprojekte abstellen. Es nützt also nichts, wenn z.B. eine Minenholding sich einige Explorer zu Abschreibungszwecken zulegen würde. Man kann die Kosten für eine Explorationsgesellschaft und auch eine in Bau befindliche Mine nicht mit den Forderungen aus der neuen Steuer verrechnen. Sie gilt nur für operative Minen mit Gewinn.


    Ein anderer Börsenmantel nützt also gar nichts - so blöd sind die Steuerbehörden nun auch wieder nicht. Es geht nicht um die Gesellschaften, es geht um das, was aus den einzelnen Minen herausgeholt wird.
    Australien hat bereits eine praktisch identische Steuer auf Öl-und Gas-Projekte, die stand hier Modell.
    In australischen Medien ist davon die Rede, dass die neue Steuer, die das bisherige Royality-Modell ablösen soll, momentan ca. 19% Gewinneinbußen bei den großen Viechern wie Rio Tinto (zu 70% in ausländischem Besitz, was die Sache leichter macht) bedeuten würde.


    "The new tax, scheduled to apply from July 1, 2012, will be levied at 40 per cent of profits on all existing projects, making it retrospective, once they have covered the cost of the project and the cost of capital, set at the long-term bond rate."


    http://www.theaustralian.com.a…ry-e6frg9kx-1225861778220


    Grüße
    auratico

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    quote='Jürgen


    Heute schon über 4 % im plus in der Schweiz. Wo hast du das gesehen. Etwa hier in London. Da wird meines Wissens nach heute nicht gehandelt.




    Aha, das kommt davon, wenn man verängstigt im Wartezimmer beim Zahnarzt noch einen auf cool machen und "business as usual"
    vortäuschen will, obwohl es doch an der rechten Konzentration mangelt.


    Aber natürlich bleibt es dabei, dass die neue Steuer Xstrata ebenso betrifft wie alle anderen in Australien tätigen Minenunternehmen. Xstrata fährt jedenfalls die entsprechenden publizistischen Geschütze auf:


    ‘Super’ Tax on BHP, Xstrata May Stall Mining M&A in Australia


    Xstrata Impact


    “There could be a serious impact on any activity in the mining industry in Australia, including M&A,” Xstrata spokeswoman Claire Divver said by phone. Xstrata, which operates coal, copper, zinc and nickel mines in the country, has about a third of its assets in Australia and New Zealand according to data compiled by Bloomberg.


    [url]http://www.businessweek.com/ne…ing-m-a-in-australia.html


    Grüße

    Ich sehe es so, dass es überwiegend die Australianischen Minen und Produktionen betrifft. Was des letzteren betrifft, Auslandische Produktion von Konzerne die nur Australianischen Sitz, so ist anzunehmen das diese nicht so betroffen sind. Ich denke der heutige Kursverlauf von Xstrata bestätigt dies. Hier ist der Hauptsitz in der Schweiz. Was die Versteuerung der Einkünfte in Australien angeht entzieht sich meiner Kenntnisse. Hier ist internationales tiefes Steuerwissen notwendig. Kann hier einer mehr dazu sagen !!


    Wo ein Minenunternehmen, das in Australien Rohstoffe fördert, seinen Hauptsitz bzw. Börsenotierung hat, spielt für die nun beschlossene neue Steuerreglung, die eine "resource rent tax" ist, keine Rolle. Besteuert wird, was in Australien aus dem Boden geholt wird. Andernfalls gäbe es ja ab morgen nur noch ausländische Betreibergesellschaften.


    Der Kurs von Xstrata ging heute immerhin um 5% zurück. Dass der "Hauptsitz" der Firma in der Schweiz liegt, interessiert die australischen Steuerbehörden nicht, sondern welche Mengen an besteuerbaren Rohstoffen in Australien von den Minen gefördert werden.


    Grüße
    auratico

    Die von Australien heute beschlossene heftige Steuererhöhung auf die Profite von Minenunternehmen könnte bald auch anderswo Modellcharakter bekommen. Wo nicht gleich wild verstaatlicht wird wie etwa in Bolivien, Venezuela etc., bleibt die Hochbesteuerung von Gewinnen aus der Rohstoffgewinnung ein geradezu ideales Mittel, um die maroden Rentenkassen zu füllen und die Staatsfinanzen insgesamt zu stabilisieren. Die Sache soll dem Staat AUD 12 Milliarden Mehreinnahmen bringen.


    Man wird diese, vorerst in Australien angestoßenen Vorgänge sehr genau im Auge behalten müssen bei einem Investment in produzierende Gold- und Silberminen oder Basismetallproduzenten.


    40% Steuern auf Gewinne aus Minenunternehmen sind kein Pappenstiel und müssen nicht das letzte Wort sein - es ist dies die Folge der größten Steuerreform seit Jahrzehnten in Australien. Andere Rohstoffländer könnten folgen.


    Australian tax reform hits mining industry


    CANBERRA, May 2 (Reuters) - Australia unveiled on Sunday a new 40 percent tax on mining projects and measures to boost pension savings for workers and cut corporate tax in the biggest tax reform agenda for decades.


    Die australische Bergbauindustrie ist natürlich empört:


    Opposition Leader Tony Abbott said the $12 billion mining tax would kill the boom.


    "I am deeply, profoundly hostile to the idea of a great big new tax," he said.


    Australia's mining industry was yesterday up in arms about its new super profits tax, warning mum and dad investors will lose out.


    Investment will be dealt a major blow, growth will slow to a crawl, jobs will be lost and projects canned or sent offshore if the government gets its way, critics argue.


    Rio Tinto managing director David Peever said the proposed Resource Super Profits Tax outlined in Sunday's Henry tax review will make the Australian minerals sector the highest taxed in the world.


    http://www.heraldsun.com.au/mo…ry-fn312ws8-1225861169502


    Mining tax would 'rob Australia's golden goose'


    http://www.abc.net.au/news/stories/2010/04/30/2886783.htm



    Grüße
    auratico

    Sehr ausführliches Interview mit John Williams von ShadowStats.com. Er bleibt bei seiner schon seit längerer Zeit vertretenen Meinung, dass die USA letztlich in eine hyperinflationäre Situation kommen werden. Goldbesitz wird in der Folge entscheidend sein, um mit der erhaltenen Kaufkraft dann die entsprechenden Investitionsmöglichkeiten wahrnehmen zu können.


    Vom Euro hält er genauso wenig:


    I don't like the euro. I don't think that's going to hold together, and I've thought so for some time. If it should break up and you have a new German currency, a new mark or something like that might be a strong one option. At the moment I like the Canadian dollar, the Australian dollar and the Swiss franc. For anyone living in the United States, rather than looking at the short-term volatility in the markets and trying to make money off of that, this is the time to batten down the hatches and to look to preserve your wealth and assets.


    Unaufgeregte Haltung zu Gold:


    You see people now as gold gets to a new high saying, "Oh my goodness, I bought at $200, and I can sell out at $1,100 making a good profit." What people don't realize is that they haven't made a real profit. What they've done is retained the purchasing power of the dollars that they invested in gold, and they've lost proportionately the purchasing power of the amounts left in dollar-denominated paper assets over the same time. Gold is a long-term wealth preserver.


    http://news.goldseek.com/GoldSeek/1272665955.php


    Grüße
    auratico

    In dem Gesetzesentwurf zur Regulierung der US-Finanzmärkte befindet sich eine "Bombe", die, sofern diese wirklich in den endgültigen Gesetztestext aufgenommen werden sollte, die Haupteinnahmequelle der US-Großbanken (und auch der Deutschen Bank), nämlich das Geschäft mit den unregulierten OTC-Derivaten, schlagartig verkümmern ließe. Für Goldman Sachs würde dies, einer Schätzung zufolge (siehe Artikel aus NYT), Einbußen von gut 40% bedeuten:


    Study: Derivatives Rules Would Cost Banks Billions


    Goldman Sachs could lose up to 41 percent of its earnings if Congress approves tighter regulation of the derivatives market, according to an analysis by Bernstein Research. That’s equivalent to wiping away $3.9 billion in Goldman’s earnings this year if the stricter regulations were in effect for the entire 12 months, according to a subsequent analysis of the numbers by DealBook using Bernstein’s 2010 earnings-per-share estimates.


    http://dealbook.blogs.nytimes.…achs%20derivatives&st=cse


    Aber ob es wirklich so kommen wird, wie in diesem explosiven Teil des Gesetzesvorschlages ausgeführt wird ? Letztlich müßten dann die - vom übrigen Geschäft weitgehend isolierten - Kasinoabteilungen der Banken mit ungleich mehr Kapital unterlegt werden und der Futtertrog des billigen Zentralbankgeldes wäre ebenso versperrt. Hinzuträten nahezu treuhänderische Pflichten beim Derivatehandel mit z.B. Gebietskörperschaften. Eigentlich viel zu radikal, als dass man das wirklich glauben könnte. Andererseits sind die Verteidigungsmöglichkeiten von Goldman über ihre direkten Drähte nach Washington in den letzten Tagen auf dramatische Weise eingeschränkt worden, seit sie den Paria vom Dienst geben müssen. Die bisherigen jährlichen Gewinne der großen Investmentbanken aus dem Derivathandel werden auf ca. $ 50 Milliarden geschätzt.


    Gesetzesbombe USA: Abspaltung des Derivategeschäfts würde Großbanken zu Kapitalaufnahme von $250 Mrd. zwingen


    "Beobachter geben sich überrascht und sprechen von der potenziell größten Veränderung des Finanzsystems seit sehr langer Zeit.


    Ein zweiseitiger Zusatz, der am 21. April dem vorliegenden und insgesamt 1.558 Seiten umfassenden Gesetzesvorschlag angefügt wurde, würde die Struktur von etwa 40 der größten US-Investmentbanken komplett verändern, indem sich diese dazu gezwungen sähen, ihre Derivategeschäft zu veräußern oder abzuspalten."


    http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=4384


    http://www.bloomberg.com/apps/…87&sid=aAH7Zq6wWQPQ&pos=2



    Grüße
    auratico

    Der Hedge-Fonds-Riese Moore Capital (15 Milliarden $ in Verwaltung) wird nun $ 25 Millionen Strafe bezahlen, nachdem erwiesen ist, dass einer seiner Händler zumindest zwei Jahre lang damit beschäftigt war, mit Großorders kurz vor Börsenschluss die Kurse von Platin und Palladium zu manipulieren. Die 25 Millionen sind für Moore Capital natürlich nur ein Klacks, der betroffene Trader ist entlassen und die ganze Sache scheint ohnehin kaum jemanden zu interessieren.. Auch Morgan Stanley und UBS (mit einer winzigen Strafzahlung) habe wegen Verstößen gegen die Börsenregeln der CFTC Zahlungen aufgebrummt bekommen.


    Moore Capital, Morgan Stanley, UBS Settle CFTC Cases


    Moore Capital, the $15 billion hedge fund run by Louis Bacon, will pay $25 million to settle the U.S. Commodity Futures Trading Commission’s allegation that a former portfolio manager attempted to manipulate platinum and palladium futures during a surge in prices two years ago, the regulator said yesterday.


    http://www.businessweek.com/ne…-cftc-cases-correct-.html


    Grüße
    auratico


    Noch wesentlich bedeutsamer als diese beiden neuen zivilrechtlichen Klagen ist der Hammer von gestern, der den Kurs der Goldman-Aktie heute schon mal um 5 % in den Keller geschickt hat. Denn mit dem Eingreifen der Staatsanwaltschaft - noch keine Anklage zwar, aber immerhin ein Ermittlungsverfahren - bekommt die Sache einen ungleich ernsteren Zuschnitt. Strafrecht statt Zivilrecht:


    Betrugsverdacht
    US-Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Goldman Sachs


    Zentrale von Goldman Sachs in Manhattan: Staatsanwaltschaft geht Betrugsverdacht nach


    Paukenschlag in New York: In der Affäre um riskante Immobilienpapiere hat die US-Justiz strafrechtliche Vorermittlungen gegen Goldman Sachs eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft von Manhattan untersucht einem Zeitungsbericht zufolge, ob die US-Investmentbank ihre Kunden betrogen hat.


    http://www.spiegel.de/wirtscha…men/0,1518,692173,00.html


    Inzwischen wird Goldman schon mit der Skandalbank Drexel Burnham Lambert (die mit dem Junk Bond-Fraudster Michael Milken) verglichen:


    Is Goldman Sachs the Next Drexel Burnham Lambert?


    SAN DIEGO (ETFguide.com) - The comparisons between Goldman Sachs and the now extinct Drexel Burnham Lambert are too good and too many to ignore.


    http://finance.yahoo.com/news/…-2227339512.html?x=0&.v=1


    Grüße
    auratico

    In den letzten Wochen gab es im Zusammenhang mit den griechischen Staatsschulden stets zu hören, dass neben deutschen Banken (hier natürlich wie immer vor allem die Landesbanken und die verstaatlichte HRE) und französischen Banken auch die Schweizer Banken auf sehr großen Beständen säßen.
    Alles Pustekuchen, wie es scheint. Gerade mal Griechen-Bonds im Umfang von $ 1,9 Milliarden sollen die Schweizer Banken halten.


    Die zuvor kolportierten gewaltigen 64 oder mehr Milliarden stammten offenbar von einer bis 2009 in der Schweiz tätigen griechischen Bank (vermutlich EFG), die ihren Sitz inzwischen nach Luxemburg verlegt hat.


    Dies geht aus einer Erklärung des Schweizer Parlaments vom März hervor und war offenbar kein Geheimnis:


    "Per drittem Semester 2009 hatten gemäss Statistik der Bank für internationalen Zahlungsausgleich die in der Schweiz niedergelassenen Banken zudem Ausstände gegenüber griechischen Instituten von 78,6 Milliarden US-Dollar. Mehr als 90 Prozent hiervon sind einer griechischen Bank mit Sitz in Genf zuzurechnen. Diese hat sich inzwischen in Luxemburg niedergelassen, wodurch sich die Ausstände der in der Schweiz ansässigen Banken markant reduziert haben dürften. Die Schweizer Grossbanken hatten zum selben Zeitpunkt Ausstände in der Höhe von insgesamt 1,9 Milliarden US-Dollar. "


    http://translate.google.com/tr…68_320636.htm&sl=de&tl=en



    Im Anhang noch die doch wahrscheinlich sehr falsche, weitverbreitete Grafik aus dem "Spiegel" mit den kolportierten 64 Milliarden Griechenbonds in der Schweiz.


    Grüße
    auratico

    Barricks hauptsächlich in Tanzania tätiger Afrika-Ableger African Barrick (AGB), an dem Barrick 75% hält (der Rest in London an der Börse) macht im 1. Quartal einen satten Gewinnsprung um 143 % vor Steuern auf rund $ 100 Millionen:


    African Barrick Gold earnings rise 143pc in first quarter


    ABG, which listed on the London Stock Exchange last month, said earnings before interest, tax, depreciation and amortisation (EBITDA) increased to $100m from $41m a year earlier, as gold prices and production increased.


    ABG produced 716,000 ounces of attributable gold last year and aims to boost annual output to over 1m ounces within four years. It plans to spend $20m on exploration this year.


    http://www.telegraph.co.uk/fin…3pc-in-first-quarter.html

    Zitat

    quote='Die goldene Bratwurst',
    Piräus geht an die Russen, wenn nicht elastisch Hilfe geboten wird, die natürlich der deutsche Michel und der französische Clochard bezahlen darf.


    Da kämen die Russen wohl zu spät, Piräus geben die Chinesen so rasch nicht wieder her. Noch erhält dort jeder in Rente gehende Hafenarbeiter eine Abschlagszahlung von ca. € 250.000. Man darf gespannt sein, wie lange das die Chinesen noch mitmachen. Gestreikt wird in dem Hafen inzwischen ohnehin routinemäßig.


    Chinas Einstieg in Piräus mit Problemen - Hafenarbeiterstreik


    http://www.finanznachrichten.d…fenarbeiterstreik-016.htm

    Neues zu unseren journalistischen freunden und ihren auftraggebern. - offensichtlich kann man aufgrund des großzügigen e-mail verkehrs der parteien nun auch einige "vermutungen" beweisen.
    es wird einem wirklich übel, wenn man das liest.


    Es ist bezeichnend, dass eine etwaige zivil- oder gar strafrechtliche Verfolgung überhaupt einzig aufgrund des nachträglichen Einblicks in den E-Mail-Verkehr möglich scheint. Nur wenn also z.B. dadurch klar ersichtlich wird, dass sich zwei oder mehrere Parteien abgesprochen haben, gegen besseres Wissen absichtlich falsche Informationen zu verbreiten, ist einige Aussicht auf Erfolg vorhanden - und auch dann natürlich nur im Sinne von Einzelfällen, die ominösen "schwarzen Schafe" innerhalb von ansonsten "vorbildlichen Unternehmenkulturen" etc. Am grundsätzlich höchst fragwürdigen juristischen Status der Ratingagenturen ändert dies freilich nichts.


    All die jetzt vereinzelt auftauchenden Kommunikationsdaten stammen aus den vergangenen Jahren, da noch kaum jemand daran gedacht hat, dass ihm E-Mails und Handygespräche dereinst zum Verhängnis werden könnten. Niemand an der Wall Street wird in Zukunft noch dermaßen naiv sein und über diese automatisch abgespeicherten Kommunikationsmedien korruptionsverdächtige Deals ablaufen zu lassen. Vielleicht kommt dann wieder die Zeit der nächtlichen Treffen von Angesicht zu Angesicht am nebelverhangenen Hafen - für Hollywood ohnehin eine dankbarere Kulisse als die immergleichen Großaufnahmen von piepsenden I-Phones.


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='Jeronimus Bosch'
    und auch die ratingagenturen "schmieren" weiter. ansonsten müßten sie in den usa etlichen staaten das A... wegnehmen. statt dessen wurden einige staaten gerade wieder hochgestuft. die warum-frage kann sich wohl jeder selbst beantworten.


    Angesichts des enormen Einflusses der Ratingagenturen, die mit ihren Einstufungen über Ach und Weh von Milliardenwerten in einem schier aberwitzigen Ausmaß mitentscheiden, sollte man sich stets die hierzulande so gut wie völlig unbekannte Tatsache vor Augen führen, dass Moody´s & Co nach amerikanischem Recht nur Journalisten sind mit dem sehr weit gefassten Recht auf freie Meinungsäußerung. Nahezu jeder Schadensersatzprozess würde gnadenlos ins Leere laufen, es gibt da so gut wie keine Haftungspflicht, außer vielleicht im Einzelfall, wenn man einem Ratingfritzen einen offenkundigen, strafrechtlich relevanten Verstoß nachweisen könnte. Die Einschätzungen der Ratingagenturen sind offiziell gesehen einfach Marktkommentare von Publizisten.


    Die US-Rechtssprechung hat sich schon vielfach in dieser Richtung geäußert, so z.B. als die Gebietskörperschaft von Jefferson County vor Gericht erfolglos gegen Moody´s vorging:


    S. 72:


    It (d.h. Jefferson County) sued Moody’s, alleging that this “negative outlook” contained falsehoods and had increased the cost of issuing the bonds by $769,000. Moody’s defense was that its evaluation of the school district’s bonds was a constitutionally protected “opinion.” The court agreed, and its dismissal of the claims was upheld on appeal.


    http://gorgias.mine.nu/jus/Partnoy2006.pdf


    Grüße
    auratico

    Für mich war das neu, weil bislang nie davon die Rede war, aber wundern kann man sich über solche Sachen schon lange nicht mehr: Anscheinend war Goldman Sachs wesentlich beteiligt an der später im Totalfiasko endenden Übernahme der Depfa durch die Hypo Real Estate.


    "Unter Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) war die ehemals staatliche Pfandbriefanstalt DEPFA privatisiert worden; sie verlegte ihren Sitz 2002 in die Finanzoase Dublin und expandierte mit abenteuerlichen Kreditkonstruktionen zum Staats- und Kommunalfinanzierer. Als das Jonglieren zwischen langfristig vergebenen Krediten und der zu ihrer Refinanzierung bei anderen Banken aufgenommenen Kurzfristdarlehen vor dem offenen Ausbruch der Finanzkrise immer weniger funktionierte, wollte sich die DEPFA mit einer größeren Bank zusammentun und suchte einen Käufer.


    Goldman Sachs, als weltgrößtes Investmenthaus Spezialist für Banken- und Unternehmensfusionen, bewertete die DEPFA als eine wertvolle Bank, suchte einen »soliden« Käufer und empfahl die – ebenfalls bereits im Absturz befindliche – Hypo Real Estate (HRE) in München: So kaufte also die angeschlagene HRE die angeschlagene DEPFA. Und die Hypo Real Estate löste den größten Bankenbankrott in Deutschland und die größte staatliche »Rettungsaktion« der Geschichte aus. Goldman indes kassierte die Provisionen und ward nicht mehr gesehen – auch nicht beim Untersuchungsausschuß des Bundestages zur HRE. Sie tauchte nicht in den Recherchen der führenden Medien auf und selbst beim kürzlich abgehaltenen ATTAC-Bankentribunal nicht."


    http://www.jungewelt.de/2010/04-26/002.php


    Grüße
    auratico

    Hier noch auf die Schnelle zwei weitere Meldungen zu Goldman Sachs. Die erste bzgl. Insiderverdachtes kann man inzwischen schon getrost unter business as usual verbuchen, die zweite ist schon nahezu grotesk: Die derzeit so unter Beschuss stehenden Manager von Goldman Sachs sind ausgerechnet bei der Firma gegen Schadenersatzforderungen u.ä. versichert, die sie mit in die Tiefe gerissen haben, nämlich AIG


    Mutmaßlicher Insiderhandel

    Goldman-Direktor soll Tipps über Buffett-Einstieg gegeben haben
    Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise beschaffte sich die Wall-Street-Bank von dem Investor frisches Geld und ein Vertrauensvotum. Ein Verwaltungsratsmitglied hat den Hedge-Fonds-Gründer Rajaratnam offenbar vorab informiert.


    http://www.ftd.de/unternehmen/…geben-haben/50105119.html


    Goldman-Sachs-Manager sind bei AIG versichert


    Die Investmentbank dürfte den Versicherer erneut teuer zu stehen kommen. Jetzt könnte der Konzern in seiner Kerntätigkeit Industrieversicherung zur Kasse gebeten werden.


    http://www.ftd.de/unternehmen/…-versichert/50104983.html


    Grüße


    auratico