Beiträge von auratico

    Die Causa Goldman/Paulson fördert so manches interessante, zuvor in der Öffentlichkeit unbekannte Detail zutage aus den Zeiten der wilden CDO-Deals.
    So hat Paulson z. B. offenbar auch die Deutsche Bank mit einem Subprime-Shortvehikel um eine gewaltige Summe erleichtert. Wie es scheint aber ganz ohne strittige Fragen im Nachhinein, zumindest bislang.


    Der allerorten - freilich nicht bei Goldman Sachs - im Gegensatz zu den meisten Luschen dort als hochkompetent beschriebene Neuzugang bei der US-Börsenaufsicht SEC, der bei der Klage gegen Goldman federführend ist, Chefermittler Robert Khuzami, hatte zuvor sieben Jahre in der Rechtsabteilung der Deutschen Bank in New York gearbeitet und dort vor allem juristische Fragen bei der CDO-Verbriefung betreut. Aus diesem Grund wird er persönlich bei der SEC keine etwaigen Fälle betreuen, die die Deutsche Bank betreffen.


    Es gibt ja nun inzwischen etliche Vermutungen, dass auch die Deutsche Bank als großes Tier im Verbriefungsgeschäft eventuell doch noch die eine oder andere juristische Derivatenleiche im Keller haben könnte. Mit Khuzami dürfte die SEC insofern einen guten Griff gemacht haben, als sich dort bislang kaum jemand wirklich mit den CDO-Geschäften auskannte - was für sich genommen schon ein Skandal ist, von Madoff & Co gar nicht zu reden. Die Deutsche Bank läßt ausrichten, dass bei ihren CDO-Deals der Transparenz halber immer beide Seiten im Einklang jene Positionen aussuchen können, auf deren Wertentwicklung entweder long oder short spekuliert wird:


    Like Goldman, Deutsche Bank also worked with Paulson & Co. to develop the CDOs that helped the hedge-fund manager bet against the securities. The disputed Goldman deal allowed Mr. Paulson to score $1 billion in profits.


    One difference: Deutsche Bank is believed to have lost about $500 million on this type of its CDO deal when the housing market cratered in early 2007, sticking the bank with some of the assets that Mr. Paulson had bet against. Goldman says it had losses of more than $100 million on its deal.


    Mr. Meyer, the Deutsche Bank spokesman, said that "what distinguishes Deutsche Bank's static CDO transactions is that both long and short investors were given the opportunity to select the specific collateral to which they were seeking exposure and mutually agreed on the CDO portfolio."


    http://online.wsj.com/article/…=WSJ_hpp_MIDDLETopStories


    Edit: ein neuer Artikel aus der FAZ zum Stand der Dinge SEC gegen Goldman:


    Amerika gegen Goldman Sachs


    Die amerikanische Börsenaufsicht verklagt die mächtigste Bank der Wall Street wegen Betrugs. Die Goldmänner wollen sich nicht beugen. Der Einsatz ist für beide Seiten hoch.


    http://tinyurl.com/35k5qra



    Grüße
    auratico

    Sei so gut und mach mal, hört sich spannend und gruselig an. Ganz ernst gemeint. Mich würde es sehr interessieren und andere hier sicher auch.


    Stöhn ! Da fehlt mir wirklich die nötige Zeit. Aber diese Eloge auf Asmussen neulich in der FAZ (siehe Link), die musste ich erstmal verdauen. Der Mann hat als Totalversager auch noch überall seine Jubelperser sitzen, auf die er sich verlassen kann - da bringt sich wohl so mancher kleine Schreiberling schon mal in Stellung für einen späteren Job bei einem dann noch mächtigeren "Brandbekämpfer Asmussen".


    Widerlich:


    "Vorlagen müssen exakt sein, wenn Zahlen nicht zusammenpassen, stört ihn das gewaltig.


    Seine Stärke ist, Ruhe zu bewahren, selbst wenn es um viel geht. Der gebürtige Flensburger hat die wichtige Fähigkeit, komplexe Sachverhalte aufzudröseln, um auf die entscheidenden Punkte zu kommen. Da unterscheidet er sich nicht sehr von seinem Minister. Die trockene Materie der Finanzmarktgesetzgebung fasziniert ihn schon lange: Wenn in Brüssel um eine Lösung gerungen wird, stellt er sich gern die Fragen: Warum fordern die einen das und die anderen jenes? Was sind die dahinterliegenden Interessen?


    Asmussen ist zu clever, um eigene Fehler zu bestreiten. Etwa, dass er für mehr Verbriefungen in Deutschland geworben hat, bevor die auf dem Papier als hochwertig eingestuften Papiere aus Amerika sich mit dem Verfall des Immobilienmarktes als nicht mehr handelbar herausstellten, was die Finanzkrise auslöste. Nicht jede Verbriefung sei falsch, meint er heute noch. Gut gemacht, sei es ein wichtiges Instrument für jeden Finanzplatz. Aber er räumt auch ein, dazugelernt zu haben."


    http://tinyurl.com/y4w7v4w


    Schon Steinbrück, der wahrscheinlich bis heute nicht weiß, wie die Verbriefungsmärkte agieren, hat doch nur nachgeplappert, was ihm Asmussen eingeflüstert hat. Und nun ist die Lage angesichts von Schäubles mehrfacher Überforderung nicht anders bzw. noch wesentlich schlimmer, da Asmussen nun auch in der Causa Griechenland die Strippen zieht.
    IKB, BaFin, Verbriefungswahnsinn - wo man hinblickt, hat dieser Oberkarrrierist aus der sogenannten zweiten Reihe seine dilettantischen Finger drin und sagt nun, er habe dazugelernt. Es hat wohl noch in keinem Land der Welt eine derart milliardenschwere Bafög-Maßnahme für eine einzige Person gegeben.


    Ansonsten, Connor, empfehle ich die preisgünstigen Taschenbücher von Thomas Wieczorek (zuletzt: "Die geplünderte Republik"), wo immer wieder mal ein Detail aus Asmussens Lehr- und Wanderjahren beschrieben wird.


    Ach, und das hier hatte ich mal vor einiger Zeit abgespeichert:


    Wenn sich der Bock zum Gärtner macht


    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28961/1.html


    http://www.zeit.de/2005/37/Steuern


    http://www.spiegel.de/thema/joerg_asmussen/


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='lordvader',
    "Er wird in Madrid von seinem Staatssekretär Jörg Asmussen vertreten. "


    Wo der Kerl auftaucht werden Todesurteile geschrieben...



    Asmussen ist allem zuvor zunächst einmal der Totengräber des deutschen Bankenwesens bzw. der von ihm an die Wall Street zur Zerschlagung ausgelieferten damaligen "Deutschland-AG" und deren Sparvermögen.


    Asmussen ist letztlich federführend dafür verantwortlich, dass sich Deutschlands öffentlich-rechtliche Banken bis zum Hals mit wertlosen Derivaten vollsaugen konnten. Das damals im Vergleich mit den US-Sparguthaben noch reichlich vorhandene deutsche Kapital sollte in Deutschland in den Verbriefungswahnsinn der Wall Street überführt werden. An vorderster Front dabei auf dem deutschen und europäischen Markt war Lehman Brothers, die man deshalb am ehesten in die Pleite schicken konnte, um in der Folge dann die anderen mit US-Staatsgeldern und Garantien zu überschütten.


    Es ist schier unfassbar, dass man diesen brandgefährlichen Mann mitten in der Krise noch zum Oberaufseher des von ihm und seinesgleichen maßgeblich mitverantworteten Fiaskos gemacht hat wie den sprichwörtlichen Fuchs als Aufpasser im Hühnerstall.


    Schäuble ist weder geistig noch gesundheitlich in der Lage, diese aus der größenwahnsinnigen Schröder-Riege übernommene Zeitbombe überhaupt als solche zu erkennen. Inzwischen tritt Asmussen immer dort auf, wo eigentlich der Finanzminister der Bundesrepublik Deutschland sein müßte. So kann Asmussen nahezu ungestört sein in den 90er Jahren als neoliberaler Hochschulabsolvent begonnenes Zerstörungswerk in allerhöchsten Regierungs- und Aufsichtsämtern fortsetzen und sich nach außen hin gar noch als neunmalkluger Retter in der Not verkaufen. Dass das kaum jemand erkennt bedrückt mich nahezu körperlich. Schon wenn sein Name fällt, muss ich fast .... nein, Haltung bewahren, auratico. Man müsste eigentlich einen eigenen Subthread aufmachen, der detailliert über den von Asmussen orchestrierten Irrsinn Auskunft gibt.


    Grüße
    auratico

    Außer einem gewissen Imageschaden sind die korrupten großen Ratingagenturen bisher unglaublich glimpflich unter dem Radar der Aufsichts- und Justizbehören durchgeschlüpft und bewerten mit großer Geste fleißig weiter, als sei nichts gewesen. Das liegt zum einen bestimmt daran, dass die US-Börsenaufsicht SEC völlig unfähig bzw. auch nicht willens ist, diesen für das Wall Street-Verbriefungskasino essentiellen US-Monopolbetrieben (mit Großaktionären wie Warren Buffet, der auch der größte Aktionär von Goldman Sachs ist) am Zeug zu flicken.


    Zum anderen würde bei einer eingehenden Verfolgung der unseligen Rolle von Moody´s und Konsorten bei der Bewertung von synthetischen und anderen Derivatvehikeln ein schier unglaublicher Mahlstrom losgetreten - der gesamte, immer noch heillos überbewertete Bereich der OTC-Derivate (ganz häufig immer noch zu 100% auf Endfälligkeit bewertet) würde ins Rutschen kommen. Nicht nur die juristischen Konsequenzen wären enorm.


    Man erinnere sich, dass die Ratingagenturen selbst dem Skandalvehikel von Goldman/Paulson, das kurz nach Auflage in den Sturzflug überging, noch das höchste Rating Triple A beim Sturz in den Abgrund mit auf den Weg gegeben hatten. Inzwischen weiß man aus Aussagen von ehemaligen Mitarbeitern der Ratingagenturen, dass diese derart unter Zeit- und Margendruck standen, dass man bei etlichen Hypothekenvehikeln die einzelnen verbrieften Tranchen nur noch stichprobenweise überprüft hatte - allein dies wäre schon ein schwerer Verstoß gegen das Mandat.


    Nun aber gibt es zumindest Anzeichen dafür, dass im Gefolge der Klage gegen Goldman eine schärfere Gangart (noch nur im US-Senat) gegen die Ratingagenturen eingeschlagen wird, und zwar nicht nur in Bezug auf zukünftige neue Regeln, sondern vor allem auch mit Blick auf vergangene Missetaten. Wenn das konsequent durchgezogen werden sollte (woran ich als Pessimist/Realist wie immer schwere Zweifel hege), wäre ein regelrechtes Sturmgewitter die logische Folge. Man müsste schon eine AAAAAAAAA-Untersuchung in Gang setzen, aber immerhin ein Anfang ist gemacht:


    Senatsausschuss mit Beweisen: Ratingagenturen kriminell


    Ein Senatsausschuss, der die Ursachen der Finanzkrise untersucht, publizierte am Donnerstagabend einen Bericht, der Beweise enthält, dass die großen Ratingagenturen im Austausch für die Einvernahme lukrativer Gebühren wissentlich zu hoch bewertete Kreditratings abgegeben hätten in Bezug auf äußerst komplexe Geschäfte, die durch heikle US-Hypotheken unterlegt gewesen seien. Es lägen hinreichend Beweise aus Datenaufzeichnungen vor, die darauf hinwiesen, dass die Ratingagenturen sich haben von der Wall Street “schmieren” lassen, um höhere Bonitätsnoten für Investmentanlagen zu vergeben, die in keiner Weise der zugrunde liegenden Realität hätten standhalten können.


    http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=4115


    Senate panel: Ratings agencies rolled over for Wall Street


    WASHINGTON — A Senate panel investigating the causes of the nation's financial crisis on Thursday unveiled evidence that credit-ratings agencies knowingly gave inflated ratings to complex deals backed by shaky U.S. mortgages in exchange for lucrative fees.


    http://www.mcclatchydc.com/201…nel-ratings-agencies.html


    mit AAA-Grüßen


    auratico

    Finanzkompetenz mit Halbwertzeit von kaum einer Woche vom Krankenhausbett aus:


    Schäuble: Griechen kommen ohne Nothilfe aus


    016.04.10|WirtschaftFacebook


    Berlin - Griechenland will seine Haushaltskrise ohne internationale Finanzhilfe durchstehen. Finanzminister Schäuble glaubt an einen Erfolg


    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) geht davon aus, dass der Notfall-Plan der Euro-Länder für Griechenland nicht in Kraft treten muss.


    http://www.op-online.de/nachri…lfe-schaeuble-718170.html

    Zitat

    quote='ninteno',


    Ich dachte der Paulson Fond hätte alle seine Anteile am SPDR Gold ETF abgezogen und verwahrt seine phys. Bestände selbst.
    Ich find jetzt leider der Link zu dem Artikel nicht mehr, in dem über diesen Umstand berichtet wurde.


    Kann jemand was dazu sagen ? Irgendwie kommt mir der oben zitierte Artikel nicht ganz sauber vor, mal ganz abgesehen von dem
    Grund, warum am letzten Freitag der Preis so abgerutscht ist.


    Ich glaube, dass du den anderen goldaffinen Hedge Fonds-König, David Einhorn, mit Paulson verwechselst.Paulson ist immer noch der größte Einzelaktionär bei SPDR und mit der erheblichen Größe seines Anteils soll auch der garantierte Anspruch auf physische Auslieferung bei Bedarf verbunden sein - was dem Kleinanleger nicht möglich ist, obwohl man vermuten darf, dass viele genau dies glauben, nämlich dass sie mit dem Kauf eines ETF einen Anspruch auf physisches Gold erwerben.
    Goldman Sachs ist übrigens der elftgrösste Aktionär des SPDR-Goldfonds.


    zu Einhorn:


    David Einhorn's Greenlight Capital Stores Physical Gold


    http://www.marketfolly.com/200…s-greenlight-capital.html


    Und zum Avatar von Hn. Meyer (Mr.Greenspan, der Mitverantwortung an der Finanzmisere trägt) kann man durchaus eine sehr ablehnende Haltung einnehmen, was ich bereits früh zum Ausdruck brachte, aber letztlich auch hier Freiheit des Forenmitgliedes, die jedem zuzubilligen ist.


    Dieses Jünglingsfoto von Greenspan ist doch mindestens 40 Jahre alt, da hatte er gerade seines monetäres, später auf dem Altar der Allmachtsphantasien geopfertes Coming Out als vernünftiger Währungstheoretiker.War leider nur eine Phase.
    Ohnehin Pflichtlektüre ist bekanntlich sein Aufsatz aus jener Zeit:


    "Gold und wirtschaftliche Freiheit"
    - von Alan Greenspan -


    Eine geradezu hysterische Feindschaft gegen den Goldstandard verbindet Staatsinterventionisten aller Art. Sie spüren offenbar klarer und sensibler als viele Befürworter der freien Marktwirtschaft, daß Gold und wirtschaftliche Freiheit untrennbar sind, daß der Goldstandard ein Instrument freier Marktwirtschaft ist und sich beide wechselseitig bedingen. Um den Grund ihrer Feindschaft zu verstehen, muß man zunächst die Rolle des Goldes in einer freien Gesellschaft verstehen.


    Geld ist der gemeinsame Maßstab aller wirtschaftlichen Transaktionen. Es ist der Rohstoff, der als Tauschmittel dient, der von allen Teilnehmern einer Tauschgesellschaft als Bezahlung ihrer Güter und Dienstleistungen akzeptiert wird und der von daher als Bewertungsmaßstab und zur Wertaufbewahrung für das Sparen dient (...)


    http://www.goldseiten.de/conte…en/artikel.php?storyid=96


    Grüße
    auratico

    Ich kann mir gut vorstellen, dass eine derart schwachbrüstige Institution wie die US-Börsenaufsicht SEC wirklich so dumm war und sich weder bei ACA noch bei Paulsons Hedgefonds darüber sachkundig gemacht hat, wie der Wissensstand der Beteiligten bei dem von Goldman Sachs abgewickelten Abacus-Vehikel wirklich war. Paulsons damals wichtigster Mitarbeiter verkündet nun, er habe den Verantwortlichen bei ACA mehrfach lang und breit die geplante Short-Strategie des Hedge Fonds im Vorfeld erläutert. Die IKB hatte auf die Einschaltung einer "neutralen" Partei bestanden, bevor sie sich auf den Deal einließ und dann ACA als diese Instanz akzeptiert.


    Wenn Paulsons Mitarbeiter Pellegrini die Wahrheit sagt und das auch beweisen kann, hat Goldman wieder gute Karten und die SEC die übliche schwache Leistung abgeliefert:


    "Pellegrini erklärte nun laut Vernehmungsprotokoll, er habe dem Finanzmakler ACA früh verdeutlicht, dass Paulson bei dem von Goldman aufgelegten Investmentpapier namens "Abacus 2007 - AC1" eine Leerverkaufsstrategie verfolge, also auf den Wertverlust wetten würde. ACA hatte "Abacus" später dennoch mit einem Gütesiegel versehen.


    Er selbst habe sich mindestens drei Mal mit der ACA-Managerin Laura Schwartz getroffen und ihr die Details des von Paulson mitgeplanten Portfolios dargelegt, erklärte Pellegrini laut CNBC. Dabei habe er auch erklärt, welche Leerverkäufe Paulson vornehmen wolle. Eines dieser Treffen habe in einer Ski-Hütte in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming stattgefunden."


    http://www.spiegel.de/wirtscha…men/0,1518,690592,00.html


    Grüße
    auratico

    Millionenzahlungen in welcher Höhe auch immer würden Goldman Sachs & Co nicht wirklich in ihren Geschäften beeinträchtigen. Allein ein Eingreifen der US-Justiz mit ihrem ungleich schärferen Apparat als die zahnlose Börsenaufsicht wäre ein wirklich einschneidender Schritt. So unwahrscheinlich eine derartige Wendung zum aktuellen Zeitpunkt auch scheinen mag, es häufen sich die Forderungen in USA nach einer solchen Vorgangsweise. Vielleicht aber auch nur Kraftmeierei durch die Demokraten, um die rechte Stimmung zu schaffen für die Finanzmarktreform:


    Goldman Sachs Not 'Too Big For Jail', House Dems Write Attorney General


    Democrats in the House are pressing the Justice Department to pursue a full-scale criminal investigation of Goldman Sachs, the bank hit last week with civil fraud charges by the Securities and Exchange Commission.


    Led by Rep. Marcy Kaptur (D-Ohio), the group is asking more members of Congress to sign on to the letter to Attorney General Eric Holder requesting that "if the DOJ is not currently looking into this particular case, we respectfully ask you to ensure that the U.S. Department of Justice immediately open a case on this matter and investigate it with the full authority and power that your agency holds."


    http://www.huffingtonpost.com/…not-too-big_n_544043.html


    Bosch-Chef bejubelt Goldman-Ermittlungen


    Der weltgrößte Autozulieferer verschärft seine Branchenschelte. Konzernchef Fehrenbach fordert mehr Regulierung, um den Geldhäusern Paroli bieten zu können. Goldman Sachs würde er gerne vor Gericht sehen.


    http://www.ftd.de/unternehmen/…rmittlungen/50103986.html


    Für diese Meldung leider noch keine deutsche Bestätigung gefunden: Bayern LB will mit Goldman Sachs keine Geschäfte mehr machen.
    Das hätten sie sich besser mal früher überlegt:


    Germany's BayernLB says it has cut ties to Goldman


    German Landesbank BayernLB [BAYB.UL] said on Wednesday it cut ties to Goldman Sachs (GS.N) in response to U.S. regulatory action against the Wall Street bank, the first sign of a loss of business in Germany.


    http://www.reuters.com/article…sNews/idUSWEB125220100421


    Grüße
    auratico


    Sollten wir uns anschnallen? Inzwischen bei 8,30 % !!


    Interessant auch, dass nun trotz enorm steigender Zinsaufschläge niemand mehr von den bösen CDS-Spekulantan spricht, die noch vor zwei Wochen für die enorme Zinsdifferenz verantwortlichen gemacht wurden. Inzwischen bewegen sich die CDS-Engagements bei GR-Anleihen nur noch im Bereich von 8 Milliarden. Die Gewinne mit den CDS sind längst zum größten Teil glattgestellt. Der rapide aktuelle Kursverfall der griechischen Anleihen hingegen hat überhaupt nichts mehr mit etwaigen CDS-Spekulationen zu tun, sondern es sind ganz klassisch einfach massive Panikverkäufe von realen Bondhaltern.


    Und das verwundert weiter nicht, denn es wird immer deutlicher, dass es zwar auch irgendwelche direkte Kreditzusagen zumal vom IWF geben wird, aber nun wird das Szenario auch à la Argentinien auf einen teilweisen Forderungsverzicht für Bondhalter hinauslaufen. Auf diese Weise kann man auch das EU-Subventionsverbot umgehen, da die allermeisten Griechenland-Anleihen in Deutschland sich ja ohnehin in den Schrottportfolios der üblichen staatlichen Verdächtigen wie Hypo Real Estate und Landesbanken befinden. In Frankreich sieht es ähnlich aus (bin gespannt, wie die reagieren werden), und auf diese Weise kann man auch noch zusätzlich die Schweizer Banken als dritten großen Halter von Griechenlandbonds mit ins lecke Boot zerren.


    http://www.handelsblatt.com/po…drohen-verluste;2564574;0


    Grüße
    auratico

    Es gibt wenige Komplimente, die in derart knapper Form den Anforderungen an eine Realsatire gleichermaßen entsprechen wie auch einen schlaglichtartigen Einblick in eine ganze Branche ermöglichen - in diesem Falle das Geisterhaus der synthetischen OTC-Kreditderivate.


    In einer öffentlichen Erklärung befördert Goldman Sachs die in dem nun skandalisierten Abacus-Vehikel involvierte Düsseldorfer IKB, nachweislich eine der unfähigsten Banken auf dem Planeten, kurzerhand zu "one of the most highly-sophisticated CDO investors in the world". Doch nicht ohne den verräterischen Zusatz: "then", also damals, als das Geschäft abgeschlossen wurde. Jetzt freilich nicht mehr.


    Ob diese zweifelhafte Nobilitierung durch Goldman Sachs Herrn Ortseifen vor Gericht wohl helfen wird - wenn seine Bude von Goldman als superinformiert beschrieben wird, während doch die gesamte Verteidigungsstrategie der deutschen Bankenhiwis darauf ausgerichtet ist, dass sie zu den ominösen Derivaten gekommen seien wie die Jungfrau zum Kinde durch den heiligen Geist von Moody´s und Konsorten ?


    Komisch nur an der ganzen Sache ist, dass sich der zweite Investor des Goldman-Vehikels, die US-Finanzfirma ACA, die über $ 900 Millionen in Abacus investiert hatte, bei ABN Amro zur Gänze gegen einen Ausfall ihrer Investition versichert hat (und die volle Summe auch zurückbekommen hat), während die Düsseldorfer Profibanker von der IKB die gesamte Summe, wie so viele andere ihrer Deals auch, abschreiben mussten und die ganze Schei...e dem deutschen Steuermichel auf die Schultern gelegt haben.


    Zum Text der Sachverhaltsdarstellung von Goldman Sachs:


    http://tinyurl.com/y5y63lq


    Grüße
    auratico

    Während der Himmel sich heute zum ersten Mal seit Kindesstagen gänzlich ohne Kondensstreifen zeigte und der erste Sonnenbrand des Jahres auf den Unterarmen juckt, will sich die Bundesregierung offenbar in der Causa Goldman/IKB engagieren:


    http://www.spiegel.de/wirtscha…men/0,1518,689630,00.html


    Die BaFin erwägt nun im Gefolge der Anklage durch die US-Börsenaufsicht SEC ebenfalls eine Klage gegen Goldman Sachs, weil offenbar die deutsche IKB neben der US-Gesellschaft ACA (die das CDO-Paket federführend zusammenstellte und sich dabei komischerweise vom Obershorter Paulson alle strenger bewerteten Tranchen ausreden ließ) die einzigen Investoren waren. Dass Goldman hingegen den Subprime-Markt short ging, während sie ihren Kunden den Schrott noch fleißig andrehten, ist alles andere als eine Neuigkeit – das war sogar hier im Goldseiten-Forum schon 2007 Thema. Für die Mainstream-Presse scheint aber selbst dieser Umstand Neuigkeitswert zu haben.


    Dies wäre eine einmalige Gelegenheit für die zumeist erschreckend zahnlose BaFin, endlich Licht in die gesamten katastrophalen Offshore-Geschäfte auf den Cayman-Inseln zwischen US-Investmentbanken und deutschen Banken, allen zuvor den deutschen Landesbanken, zu bringen. Diese halten sich immer noch gänzlich bedeckt darüber, wem sie wo und unter welchen Bedingungen den ganzen Schrott, für den nun die Steuerzahler haften, abgekauft haben. Erst in einem Falle wie der aktuellen Causa Goldman Sachs kommt zwangsweise ein wenig Licht in diesen abgrundtiefen Sumpf. Dass die Bundesregierung wirklich Interesse daran hat, dass das Totalversagen der Landesbanken en detail in die Öffentlichkeit kommt – was unbedingt notwendig wäre – darf getrost bezweifelt werden. Im Schatten der US-Börsenaufsicht hingegen lässt es sich jedoch ohne großen eigenen Aufwand segeln und man kann damit den Anschein erwecken, selbst aggressiv Betrugsmomenten nachzugehen.


    Bekanntlich haben sich die deutschen Amateurbanken zu 100% allein auf die Ratingnoten der US-Ratingagenturen verlassen, es gab darüber hinaus so gut wie keine „due diligence“, ja nicht einmal ein ansatzweises Verständnis für die Funktionsmechanismen der synthetischen strukturierten Hypothekenderivate. Auch das nun in Frage stehende Abacus-Vehikel von Goldman Sachs, das bis zur Kante ausschließlich mit dem allerschlimmsten Hypothekenmüll angefüllt war, hat sowohl von Moody´s Investor Service als auch von Standard & Poor´s die Bestnote Triple A erhalten. Warum also, so dachte man sich in Düsseldorf, sollte man da nicht dabeisein.


    Die Ratingagenturen sind bislang völlig ungerechtfertigterweise nur mit einem gewissen Imageschaden durch die Krise gekommen, obwohl sie mit ihren absolut falschen Bewertungen ganz wesentliche Akteure dieser Betrügereien waren. Schon wieder richten sich fast alle großen Investoren nach ihrem Geplappere, und das Zinsniveau ganzer Staaten hängt von diesen nachweislich unfähigen Agenturen ab. Auch in dem vorliegenden Fall agierten sie im Grunde nur als ein „hochbezahlter Escort-Service“ in den Diensten von Goldman Sachs.
    Die BaFin sollte allen Mut zusammennehmen und endlich eine Klage gegen die Ratingagenturen in Erwägung ziehen und gleichzeitig den Finanzströmen zwischen den US-Investmentbanken und deutschen Instituten auf den Cayman-Inseln und anderswo nachgehen.


    Während Goldman Sachs schon begann, den US-Subprimemarkt zu shorten, haben sie allein 2006 noch 83 Hypothekenanleihen im Wert von $ 44, 5 Milliarden an vor allem ausländische Kunden verscherbelt. Im Jahr 2007, als der aktuelle Fall sich zutrug, war es nicht viel anders.


    Das US-Finanzministerium bezifferte in einem Report von 2008 die Nominalsumme der auf den Cayman-Inseln gehaltenen hypothekenbesicherten Anleihen mit $ 164 Milliarden und für das andere Steuerparadies Luxemburg mit $ 22 Milliarden.


    Das Vorgehen der SEC ist nur zu begrüßen, vor allem, wenn die Causa Goldman als Testballon und Auftakt für weitere Aktionen gedacht ist. Andererseits ist offenkundig, dass man wieder der üblichen Hollywood-Dramaturgie folgt und diesen jungen Goldman-Mann aus Frankreich mit seinen reichlich dämlichen E-Mails („ Die ganze Sache wird zusammenbrechen, ich werde dabei fein heraus sein etc…) zum gefälligen Abschuss nach vorne an die Rampe stellt.


    Was ist hingegen mit seinen Vorgesetzten bei Goldman Sachs wie z.B. Jonathan M. Engohl, der der ganzen Bude das Signal zum großangelegten Shorten (was freilich nicht illegal war) gab, während Goldman nach außen hin noch eifrig den ganzen Ramsch an vor allem deutsche Landesbanken vertickerte?
    Das US-Justizministerium ist bei der ganzen Sache nicht dabei. Erst eine strafrechtliche Ausrichtung und Aufarbeitung der Machenschaften der letzten Jahre wäre für die Finanzeliten eine reale Gefahr. Jede Geldstrafe/Vergleich bezahlt Goldman aus der Portokasse, während bald, wie zuletzt bei der Societé Générale, die ersten Medienporträts des jungen Angestellten erscheinen werden, ganz so, als sei es wieder einmal nur eine reine Testosteron- und Bonus-Geschichte von der Wall Street.


    Ein paar z.T schon sehr alte Links (Video + Artikel) zur Sache als Archivmaterial für später und für die Leute von der BaFin, wenn sie vom Kaffeetrinken zurückkommen:


    http://online.wsj.com/article/…04574499740849179448.html


    http://wirtschaftquerschuss.bl…2007-ac1-gottes-werk.html


    http://www.blicklog.com/2010/0…ate-sec-vs-goldman-sachs/


    http://www.antemedius.com/cont…ges-against-goldman-sachs


    http://www.youtube.com/watch?v=wlrmncvNeYE&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=AZg-akz967Q&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=XThAjCzBe7w
    http://therealnews.com/t2/inde…31&Itemid=74&jumival=4410
    http://www.dailyreckoning.com.au/goldman-sachs-2/2007/10/19/
    http://www.mcclatchydc.com/200…-secretly-bet-on-the.html


    Von 2007 (!):
    http://www.business-foreclosur…ann_shorting_subprime.htm


    Grüße
    auratico

    Ich befürchte es sind nur Nebelkerzen. Wenn Obama das Verfahren fördert, wird ihm vermutlich das gleiche Schicksal wie JFK bevorstehen.


    Es ist ja nur ein zivilrechtliches Verfahren. Ein paar Millionen Pönale schmerzen Goldman & Co nicht, wenn die Sache damit erledigt ist. Das einzige, was diese Leute fürchten wie der Teufel das Weihwasser ist ein Strafprozess, der sie hinter Gitter bringen könnte wie den Kollegen Madoff. Davon ist man jedoch (noch ? ) meilenweit entfernt.


    Interessant wird freilich sein, ob nun eine Klagewelle von etlichen anderen Investoren, vor allem Fonds, einsetzen wird gegen ähnliche Praktiken bei den anderen Großbanken. Der Deutschen Bank werden inoffiziell ja ähnliche Praktiken vorgeworfen. Dass die IKB hingegen auch auf diesen Schwindel hereingefallen ist, gehört nur zu den Selbstverständlichkeiten der deutschen Bankenfolklore. Es gibt wahrscheinlich keinen Schwachsinn, den diese sogenannte Mittelstandsbank in den letzten Jahren nicht exzessiv mitgemacht hätte. Mal sehen, ob sie irgendwann etwas von ihren 150 Millionen zurückbekommen werden...


    Grüße
    auratico

    Heute wird auch gegen Paulsons Portfolio gewettet.


    So sieht es auch ein zynischer Poster bei zerhohedge.com:


    "Isn't this simply a convenient way of forcing Paulson to liquidate his GLD position?"


    Was wird geschehen? Wird Goldman im schlimmsten Falle einfach eine Strafe zahlen wie so viele andere Unternehmen in den letzten Monaten auch - ohne Schuldeingeständnis - und dann wieder zur Tagesordnung übergehen? Dies ist leider meine Meinung. Wäre schön, wenn ich mit dieser Meinung nicht recht behalten sollte.


    Die SEC kann mit dieser Aktion zeigen, dass sie nach all den peinlichen Nummern der letzten Jahre, vor allem im Fall Madoff, nun etwas unternimmt und sich nach außen hin aggressiv gibt: "Wir haben keine Angst vor großen Tieren."


    Goldman wird wahrscheinlich argumentieren, dass bei dem epochalen Verfall der Subprime-Hypotheken jeder, der zur rechten Zeit auf der richtigen Seite stand, viel Geld verdienen konnte und dass keineswegs nur die von Paulson geshorteten Werte massiv an Wert verloren haben sondern tausende andere ebenfalls.


    Noch ist unklar, ob das Vorgehen der SEC gegen Gouvernment Sachs den Beginn eines radikalen Wandels bei der Verfolgung von Wall Street-Betrügereien darstellt oder ob man ganz im Gegenteil damit nur Nebelkerzen auswirft, um die massiv gegen die Finanzindustrie eingenommene Öffentlichkeit mit einem gewissen Aktionismus zu beruhigen, der dann aber nur zu einigen Strafzahlungen führen wird.


    http://www.zerohedge.com/artic…-fraud-subprime-mortgages


    Grüße
    auratico

    Da die Allgemeinheit keine Steuererhöhungen aufgedrückt bekam, sind es wohl wieder die in- und ausländischen Gläubiger/Sparer, deren Ansprüche sich zunehmend in Luft auflösen.


    AIG wurde natürlich mit dem Geld der US-Steuerzahler aufgefangen, so wie hierzulande die Commerzbank. Und dass Steuererhöhungen in der einen oder anderen Form kommen werden, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

    Die Meldung, dass die US-Börsenaufsicht SEC gegen Goldman Sachs wegen Betrugsverdacht ermittelt, ist natürlich THE news of the day. Die Banktitel vor allem, aber auch Rohstoffe und wie dann meist auch die Edelmetalle geben kräftig nach.


    Diesmal geht es auch um den zuletzt so erfolgsverwöhnten Hedgefondsmanager John Paulson, der sich mit seinen Wetten gegen den Subprimemarkt, die er sich offenbar von Goldman hat maßschneidern lassen, Milliarden verdient hatte.


    Paulson hat sich später dem Gold zugewandt und ist heute ein Big Player beim GLD-ETF (sein Anteil ist groß genug, um sich eine physische Auslieferung garantieren zu lassen) und etlichen Goldminenwerten. Heute wird auch gegen Paulsons Portfolio gewettet.
    Man sieht am heutigen Tag auch, welche Krake Goldman inzwischen geworden ist...


    SEC klagt Goldman Sachs an


    Das Image der Bank ist angekratzt. Dagegen helfen die erwarteten Milliardengewinne nicht - und schon gar nicht die Klage der Börsenaufsicht: Goldman Sachs soll Kunden bei hypothekenbesicherten Wertpapieren getäuscht haben.


    Goldman habe Anleger nicht darüber informiert, dass Paulson & Co, einer der weltgrößten Hedge-Fonds, eine große Rolle bei der Auswahl der Portfolios gespielt habe - während er gleichzeitig gegen diese Positionen wettete. Der Hedge-Fonds habe der Bank 15 Mio. $ dafür bezahlt, eine entsprechende Konstruktion aufzusetzen. Ziel sei es gewesen, vom Schadensfall (Credit Event) zu profitieren. Hedge-Fonds-Manager John Paulson erzielte - unter anderem dank dieser Wetten - gewaltige Renditen und avancierte zum neuen Star der Finanzwelt.


    http://www.ftd.de/unternehmen/…an-sachs-an/50101870.html


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='ghost
    Aktienindices spiegeln zusaetzlich zur leichten Umsatzerholung die Kosteneinsparungen wider... denn Aktionaere interessieren Gewinne und nicht Umsaetze.


    Den Aktionär interessieren sehr wohl auch Umsätze und nicht allein Gewinne. Denn die Kosteneinsparungen aus der letzten Zeit als Reaktion auf die allgemeine Krisensituation könnten bald an ihre Obergrenze stoßen und damit fast den Charakter von Einmaleffekten annehmen. Dann muß es wieder die Umsatzsteigerung richten - bei verbesserter Produktivität.


    Grüße
    auratico

    Goldman Sachs hat im Grunde kein anderes Geschäftskonzept als den extrem gehebelten, spekulativen Eigenhandel und natürlich das Verdealen der immensen Staatschulden. Sie sind schon lange keine "Investmentbank" im ursprünglichen Sinne des Wortes mehr. Es kann einfach niemanden mehr geben, der ernsthaft glaubt, "Gott" Goldman habe irgendeine privilegierte Kompetenz im Kundengeschäft mit Immobilien, Übernahmen im Unternehmenssektor etc.


    Daher rührt auch die ungebrochene Gefährlichkeit von Goldman Sachs & Co. Es sind allein die multimilliardenschweren Wettgeschäfte und kruden Swap-Deals, die das Geschäftsmodell ausmachen - der Rest ist lediglich eine Fassade nach außen, um sich den Anschein einer breit aufgestellten Investmentbank zu geben.


    Man könnte wohl darauf wetten, dass Deutschland hier nicht einfach "Zielland" ist, sondern auch Lebensversicherer und Fonds aus Deutschland bei Goldman Kunden sind. Für die Kunden gibt es ganz bestimmt keine ausgetüftelten Hedgingstrategien gegen Verluste, das behält man sich schon selbst auf Kosten der Kunden und der Allgemeinheit vor, die, wie im Falle von AIG, zum unfreiwilligen Zwangsschuldner gemacht wird.


    Goldman Sachs schockiert Anleger mit Horrorverlust


    Investorenschreck Immobilien: Ein Fonds der Investmentbank Goldman Sachs hat nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" nahezu sein gesamtes Eigenkapital in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar verloren. Ein Schwerpunkt des Portfolios ist Deutschland.


    http://www.spiegel.de/wirtscha…men/0,1518,689302,00.html


    Grüße
    auratico

    Untenstehend ein Link zu einem weiteren "Insider-Bericht" über die Praktiken auf den Edelmetallmärkten. Recht lange und detailreich und überdies in englischer Sprache, deshalb vielleicht für etliche Leser hier zu anstrengend. Aber als Archivartikel hervorragend geeignet.


    Interessant daran ist vor allem, dass man hieran sehen kann, wie hochkomplex der gesamte Zusammenhang um eine große physische Position (am Beispiel von Warren Buffetts Silberkauf in den 90ern ausgeführt) wird - mit zahllosen Optionen und Hedginginstrumenten drumherum und vielen Möglichkeiten für einen Extraprofit für die Eingeweihten. Gut erwähnt auch, warum die small specs zumal in der Vergangenheit fast immer die A....karte gezogen haben durch ihren weitgehenden Verzicht auf jede physische Auslieferung.


    Vieles daran ist einfach m.E. ein Sitten-und Zustandsbericht über die seit Jahren üblichen Praktiken auf den Rohstoff- und Derivatmärkten und damit sehr nützlich - eben keine Sensationsheischerei.


    Das Fazit über die "Big Boys" an den Edelmetallmärkten dürfte wohl vor allem mit Blick auf die inzwischen abertausenden gutgläubigen ETF-Investoren zutreffen:


    "Instead of taking a million dollars from a hedge fund, these guys take a dollar from a million people now."



    Exclusive: Second Whistleblower Emerges - A Deep Insider's Walkthru To Silver Market Manipulation


    A second whistleblower speaks. As the topic of physical delivery has gained prominent attention recently, it is crucial to complete the circle and show how this weakest link in the PM market is (ab)used by the big boys: Phibro and Warren Buffet. Pay particular attention to the analogues between the methods employed in the 90's commodity market and how the PM (and equity) market is being gamed currently. And to think that each new generation of traders believes it has discovered something new...


    http://www.zerohedge.com/artic…ilver-market-manipulation


    Grüße
    auratico

    Posting vom August 2009:
    Ab 2010 soll dann der Turbo bei der Produktion einsetzen...sie wollen mittelfristig auf $200/Oz kommen.


    Versprochen und auch eingehalten, keineswegs selbstverständlich nicht nur in der Minenbranche.
    Bleibt trotz langer Konsolidierungsphase mein Lieblingspferdchen im Minenstall und dürfte bald neue Höchststände erreichen, die ohnehin nur noch einen Hauch entfernt liegen.


    Cashkosten pro Unze Gold liegen bei prächtigen $ 180 - da kann man sich wohl weiterhin zurücklehnen:


    "Das Unternehmen meldete für das Dezemberquartal eine Rekord-Goldproduktion der Co-O Mine. Es wurden bei einem durchschnittlichen Gehalt von 20,61 g/t Gold insgesamt 25.505 oz zu Cashkosten von 180 $ je Unze produziert.


    Laut Medusa wurde die Inbetriebnahme der Mühle abgeschlossen. Aktuell wird an der Planung der vorläufigen Machbarkeitsstudie für die für Juli vorgesehene Bohrkampagne der Bananghilig-Lagerstätte gearbeitet. Weiterhin werden Bohrungen des Saugon-Projekts vorbereitet. "


    http://www.minenportal.de/artikel.php?sid=9507


    Grüße
    auratico