Ein neuer vorläufiger Höhepunkt in der griechischen CDS-Farce. Während das griechische Staatsoberhaupt laufend Öl ins Feuer gießt mit seinen Behauptungen, die deutschen Banken würden im großen Maßstab mit Kreditausfallversicherungen auf griechische Bonds die Refinanzierungskosten für sein Land in die Höhe treiben, zeigt sich vielmehr, dass die im Staatsbesitz befindliche griechische Postbank der größte Einzelinvestor von CDS-Derivaten ist, die gegen einen Ausfall bzw. Verteuerung der Anleihezinsen versichern sollen.
Das ist ein unglaubliches Satyrspiel, um das sich die völlig inkompetenten Herren Barroso und Almunia einmal kümmern sollten. Zwei Straßenzüge vom griechischen Parlament entfernt ist die Zentrale der Postbank, die satte 15% der auf griechische Bonds geschriebenen Kreditausfallversicherungen im Volumen von 1, 2 Milliarden Dollar hält bzw. hielt. Im Spätherbst 2009 erstanden und im Winter wieder verkauft, hat man damit immerhin auf die Schnelle 35 Millionen Dollar Gewinn gemacht.
Die Griechen, zumeist wohl ohne jede Ahnung über das Funktionieren der Derivatemärkte, sollten einsehen, dass ihre eigenen Staatsbanken mehr als nur am Rande zu dem "internationalen Finanzkasino" gehören, als dessen schuldloses Opfer sie sich so wortreich gerieren. Nicht die bösen deutschen Nazi-Banken setzen auf einen Ausfall, sondern das halbgare Souvlaki aus Bondderivaten sitzt in den eigenen Bilanzen.
The Speculator Has been Uncovered - Culprit Is... Biggest Greek CDS Greek State-Controlled Hellenic Post Banks Been
http://www.zerohedge.com/artic…-controlled-hellenic-post
Grüße
auratico