Beiträge von auratico

    Zitat

    quote='Dr_Meyer',index.php?page=Thread&postID=438217#post438217]


    Habe den Artikel nicht ganz verstanden: was will er uns sagen?


    Der Autor weist völlig korrekterweise darauf hin, dass man es trotz des deutlichen jüngsten Preisauftriebs beim Gold immer noch mit einer Contango-Situation der Terminmärkte zu tun hat. Vereinfacht gesprochen (wir hatten das vor Jahr und Tag schon oft ausführlich hier besprochen) bedeutet dies, dass das Vertrauen in die LIEFERFÄHIGKEIT der Rohstoffbörsen (= vor allem Comex) immer noch stark ausgeprägt ist, was sich in einer positiven Basis ausdrückt.


    Die Basis drückt bekanntlich die Differenz zwischen dem aktuellen Geldkurs beim Spotpreis und dem Briefkurs für den nächsten Terminkontrakt aus.


    Erst wenn die Basis für einige Zeit negativ wird (und bleibt), kann man mit Fug und Recht von einer Backwardation-Situation sprechen, bei der der Spotpreis dann über dem nächsten Future liegt, sodass man als Goldhalter sein Gold teurer verkaufen könnte als was für den nächstfälligen Terminkontrakt und dem damit verbundenen Lieferversprechen zu entrichten wäre.


    Für die gegenwärtige Situation bedeutet das zunächst einmal nur, dass sich der Goldpreis - wie Du zu Recht anmerkst eben gleichzeitig mit den Aktienmärkten - nach oben schraubt, während die Marktteilnehmer jedoch keine physische Verknappungssituation einpreisen. Dies ist freilich nicht das "ideale" Szenario für einen irgend gearteten privilegierten Anstieg des Goldpreises, und genau darauf weist der Autor hin. Gefährlich natürlich vor allem für gehebelte Longspekulanten, die wieder einmal glauben könnten, jetzt sei der Bann endgültig gebrochen und ab geht die Post zum Reichtum trotz Minieinsatz.


    Wenn alles außer dem Dollar gleichzeitig anzieht, ist Gold ebenso rückschlaggefährdet wie etwa hochgelaufene Aktienmärkte. Deshalb wäre erst der von Leuten wie Prof. Fekete so oft schon herbeibeschworene "Letzte Contango in New York" ein unmissverständlicher Sieg des Goldes über die gehebelten Papiermärkte.


    Deshalb folgert der Autor - und ich mit ihm -, dass folgende Situation eintreten müsste, um zuversichtlicher zu sein bzgl. eines starken Goldpreises (d.h. keine Gewinnmitnahmen in FIAT und kein Gleichlauf mit den Aktienmärkten):


    1) Gold price firm despite equity declines, aka. a diminishing correlation coefficient with the equity market.


    2) Gold basis vanishing towards zero again, or a turn negative in the gold basis.


    Grüße
    auratico

    goldmob


    Hier gibt es die offenen Kontrakte und den Tagesumsatz. Aktuell über 38.000 Kontrakte (Dez nächster Rollmonat) umgesetzt. Nach meiner Beobachtung der letzten Tage Wochen ist das bereits sehr hoch. Leider habe ich noch keine Statistik gefunden wo die Volumen über einen längeren Zeitraum vergleichbar sind.


    Historische COT-Statistiken gibt es genug:


    http://tfc-charts.w2d.com/cotcharts/GC


    http://www.nowandfutures.com/images/cot/GC.png



    Grüße
    auratico

    Schon ab und zu an dieser Stelle erwähnt, aber eben weiterhin konstant ansteigend: die Zahl der Empfänger von Lebensmittelbezugsscheinen in USA. Es ist dies deshalb ein so wichtiger "Index", weil er praktisch nicht geschönt werden kann wie ansonsten die meisten US-Zahlen zur Ökonomie mit ihren ewig schwammigen Angaben zum "Konsumentenvertrauen" und anderen bloßen Erwartungshaltungen.


    Ferner gilt auch weiterhin, dass immer mehr Leute mit irgendeiner Art von Arbeitseinkommen dennoch zum Bezug von Lebensmittelgutscheinen berechtigt sind, weil die Einkommen so gering ausfallen - das US-Pendant zu Hartz IV trotz Arbeit.


    Der Blog "wirtschaftsquerschuss" hat sich mit diesen neuen Zahlen en detail beschäftigt:


    "35,8 Millionen Lebensmittelmarkenbezieher"


    Nach den heutigen Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums (United States Department of Agriculture - USDA), steigt die Anzahl der US-Bürger welche Lebensmittelmarken beziehen Monat für Monat auf ein neues Allzeithoch! Unfassbare 35,851 Millionen Amerikaner bezogen per Kreditkarte, für je 133,31 Dollar pro Person im Monat Juli 2009, Lebensmittel auf Basis des Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP).


    http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/


    Grüße
    auratico

    Gold ist in Indien die "rural credit card" schlechthin. Unbürokratisch, innerhalb weniger Minuten erhält ein Bauer, ein Kleinunternehmer etc. einen Geschäftskredit gegen Gold, was offensichtlich früher bei niedrigeren Goldpreisen kaum möglich war.
    Die Ausfallraten sind anscheinend extrem gering - alle wollen ihr Gold so rasch als möglich zurück. Hier ein Artikel, der behauptet, solche Kreditvergaben mit Gold als Sicherheit stellten gar "one of the country´s fastest-growing businesses" dar:


    KOCHI, India — Indians own more gold than the citizens of any other country. They use the glittering metal as ornaments to flaunt family wealth, as a source of retirement savings and as insurance against calamities.


    For many in India, gold and silver jewelry serves the purpose that retirement accounts and insurance do in the West, and advertising for it is everywhere.


    But lately, gold has become something else: collateral, and the basis of one of the country’s fastest-growing businesses, gold loans.


    Gold loans, so far at least, have very low defaults — companies say fewer than 1 percent of borrowers fail to repay. Most jewelry is reclaimed in less than four months.


    http://www.nytimes.com/2009/09…ld.html?_r=1&ref=business


    Grüße
    auratico

    ...All the same, that the dollar's reign as the world's dominant currency is drawing to a close is no longer in doubt."


    Dennoch bestünde die hohe Kunst eben natürlich darin, die erheblichen Bewegungen des USD einigermaßen klar im VORAUS zu erkennen - und diese Auf- und Abwärtsbewegungen wird es zweifellos auf absehbare Zeit geben, mit den entsprechenden Konsequenzen für den Goldpreis in Dollar und Euro.
    Zur Zeit, nachdem der Dollar in den vergangenen Monaten schon deutlich Federn gelassen hat, ist Krethi und Plethi den Dollar short. Es sind so gut wie immer derartige Situationen, aus denen sich dann eine Gegenrally ergibt. Diesmal auch?


    USD Strength: A Rally Is Shaping Up


    Investors are long commodities as a placement AGAINST the value of the USD, and banks and governments around the world borrow in USD. Germany and Austria have recently issued debt that is USD denominated, and they were soon immitated by... Venezuela. That to me is a sign the short-USD trade is ripe for a reversal, when basically even the biggest idiot in the house is short.


    http://www.zerohedge.com/artic…-strength-rally-shapingAC


    Grüße
    auratico

    Wenig war und ist bekannt über das wahre Ausmaß und vor allem über die genaue Natur der Rohstoffaktivitäten der großen US-Investmentbanken. Da sich Goldman Sachs und Morgan Stanley jedoch im vergangenen Jahr eilends als Geschäftsbanken haben registrieren lassen, um von den Kreditprogrammen der Fed profitieren zu können, müssen sie nun zumindest teilweise darüber Auskunft geben.


    Wenig überraschend, aber dennoch aufschlußreich ist die Tatsache, dass ein Löwenanteil der rohstoffbasierten Geschäfte (d. h. natürlich auch Goldgeschäfte) über außerbörsliche Transaktionen stattfindet, deren genaue Form wiederum nur die daran beteiligten Parteien kennen.
    Während z.B. Goldman Sachs nur Rohstoffe im Wert von schlappen 700 Millionen $ in physischer Form in ihrem Besitz angibt, belaufen sich ihre ausstehenden rohstoffbasierten Swaps auf 223 Milliarden $; Morgan Stanley hat sogar Rohstoff-Papierkram in der Form von Swaps über 315 Milliarden $ in ihren Büchern. Das meiste davon ist natürlich OTC, also außerbörslich.


    Mit solchen Summen üben sie einen gewaltigen Einfluss auf die Rohstoffmärkte aus, obwohl sie direkt überhaupt nichts damit zu tun haben, weder als Hersteller noch als Verarbeiter noch als physischer Käufer.
    Die winzigen physischen Rohstoff-Positionen brauchen sie nur, um als Rohstoffhändler z.B. an der Comex akzeptiert zu werden.


    Wie erwartet, kann man erkennen, dass sich Goldman Sachs und JP Morgan als die beiden Hausbanken der Fed die (offiziellen) Goldkontrakte untereinander aufteilen, während Morgan Stanley und die Bank of America dabei kaum eine Rolle spielen. Die Silberkontrakte (unter „other precious metals contracts“ zusammen mit Platin, Palladium subsummiert) spielen dabei kaum eine Rolle. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass, sollten die vielen Silber-Shorts, wie z.B. von Herrn Butler seit Ewigkeiten behauptet, dennoch etwas mit diesen Banken zu tun haben, diese nicht direkt von Goldman, Morgan & Co gehalten werden, sondern von Fremdgesellschaften, also z.B. von Offshore Hedgefonds. Wer dazu eine Idee hat, bitte posten...


    http://graphics.thomsonreuters…OR-US-COMMODITY-BANKS.pdf


    Grüße
    auratico

    Wieder so ein eigenartiger Fall eines Explorers, dessen Börsenkurs schon fast bei Null (2c im Dezember 2008, nun 43c) lag - als Beispiel für die unglaubliche Volatilität der ganzen Branche.


    Die Rally bei Uranium Star geht vorläufig immer noch weiter - aufgrund der Hoffnung, dass ihr Vanadium-Vorkommen in Madagaskar tatsächlich "Weltklasseformat" hat. Inzwischen ist der Wert schon von praktisch Null auf 67C hochgeschossen.
    Wer hier im Winter mutig zugegriffen hat, liegt deutlich über 2000% im Plus. Die Explorer, die im Bereich der Seltenmetalle Funde und nicht nur Phantasie vorweisen können, dürften eine gute Zukunft haben.


    Der "resourceinvestor" bringt (ab S. 6) eine Präsentation in der September-Ausgabe:


    Uranium Star controls a 194 square kilometer property in an area where international mining companies are investing billions of dollars. The Company has all land and environmental permitting and a preliminary metallurgical study in hand, and has positioned an exploration team armed with the latest exploration technologies on-site. Over the next 18-24 months, Uranium Star plans to spend $10 million to conduct environmental, geotechnical, metallurgical and marketing studies, and complete a pre-feasibility study.
    Exploration over the past year has shown clear evidence that the Company’s Green Giant Project in southern Madagascar contains a massive vanadium deposit that easily could be valued in the multibillions of dollars. Based on very conservative estimates, a 225 million tonne deposit with average widths of 50 meters, grades of 0.5% and a price of
    $4/lb of vanadium would be worth more than $11 billion. Incredibly, the Green Giant deposit appears to be much larger than that.


    http://www.theresourceinvestor.com/RI-pdf/RI-0909.pdf


    Grüße
    auratico

    Merkwürdig, dass Bloomberg drei Monate nach der Beschlagnahme der Fake-Bonds an der schweizerisch-italienischen Grenze, von denen man monatelang nichts mehr gehört hatte, nun mit einer Meldung daherkommt, derzufolge die Papiere nun vom US-Geheimdienst auf ihre Echtheit untersucht würden:


    U.S. Authorities Probing $100 Billion of Bonds Seized in Italy


    Sept. 18 (Bloomberg) -- The U.S. Secret Service is examining more than $100 billion of U.S. government bonds confiscated in northern Italy in August, just two months after $134 billion of allegedly fake securities were seized in a nearby town.


    The Secret Service is analyzing whether the bonds taken in August may be counterfeit, said a spokeswoman for the U.S. embassy in Rome. Italy’s financial police in Varese, north of Milan, arrested two individuals carrying the securities in a briefcase, according to a person involved in the case.


    http://www.bloomberg.com/apps/…20601092&sid=afX0BWHToC1g


    Grüße
    auratico

    Jim Willie schießt sich in gewohnter Schärfe auf Barrick ein und seziert die Rolle von Barrick als bevorzugtes Instrument der Wall Street-Interessen zur Kontrolle des Goldpreises. Was an einem möglichen Fall des Kurses von Barrick auf 30$ (von aktuell $ 38 ) allerdings so spektakulär wäre, bleibt mir verschlossen.


    Barrick Gold Ripe for Bear Raid


    This rotten ABX stock might be due to plumb toward the $30/share price soon. It is NOT a gold mining firm. It is a gold suppression financial subsidiary to Wall Street with an under-developed capital-starved mining business.


    My hope is that Barrick is taken out by a hostile acquisition after a bear short raid on its soggy crippled stock, acquired on the cheap!


    http://www.321gold.com/editorials/willie/willie091809.html


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man',
    Gewinnmitnahmen auf diesem Niveau bei Gold und Silber sind iÜ. normal ......


    Es sind zuletzt enorm viele Long-Spekulanten neu hinzugekommen. Diese dürften keinen allzu langen Atem haben, wenn es bergab geht. Die Frage bleibt, ob dies wieder, wie bisher in der Vergangenheit bei vergleichbaren Situationen auf den Gold-Terminmärkten, zu einem Preisverfall um ca. 5% im darauffolgenden Monat führt, ehe eine solche Korrektur beendet ist. Wäre mehr als nur gesund, weil es immer mehr Druck von der ominösen $ 1000/Oz- Markierung nimmt. Wenn diese weiterhin "umspielt" bleibt, wird ein späteres nachhaltiges Überschreiten nicht mehr als derart außergewöhnlich und unerwartet und von der Mainstream-Presse mit blankem Erstaunen begleitet werden.


    Allerdings ist die charttechnische Situation diesmal eine andere - der Goldpreis ist ja nicht explosionsartig in Panik hochgeschossen, sondern der Anstieg, der im wesentlich den US$ invers mitvollzogen hat, war wesentlich ruhiger.


    Der physische Markt muss Unterstützung finden, denn die Terminmärkte sind wieder einmal mächtig aufgeblasen.


    Gold investors warned to liquidate after 'buying frenzy'


    London's leading gold forecaster has advised clients to liquidate holdings of gold and silver until the latest speculative fever abates, warning that futures contracts on New York's Comex exchange are flashing warning signals.


    John Reade, an analyst at UBS, said the number of "net long" positions held by speculators reached 29.02m an ounce last week, a record high.


    The last time net long contracts on Comex reached levels close to last week's high was in February 2008 as gold screamed to its historic peak. Prices crashed by $150 an ounce shortly afterwards.


    However, chartists say the technical signals are entirely different this time. Gold appears to be breaking through a "triple top",
    which could push prices much higher.


    Investors watch Comex contracts as an indicator of froth in the market. Last week saw a jump of 6.4m ounces in net long contracts, a rare occurrence. When such sudden moves have occurred in the past, gold has fallen 5pc over the subsequent month on average.


    http://www.telegraph.co.uk/fin…-after-buying-frenzy.html


    Grüße
    auratico

    Spekulationen um Silver Wheaton... Spielt SLW im Silbereich für die "Cabal" die gleiche Rolle wie Barrick seit Jahren beim Gold? Zudem haben sie nun mit Barrick einen dicken Deal abgeschlossen:


    Barrick Announces Silver Sale Agreement

    Barrick Gold Corporation (NYSE: ABX)(TSX: ABX) announced today that it has entered into an agreement with Silver Wheaton Corp. (NYSE: SLW)(TSX: SLW) to sell 25% of the life-of-mine silver production from the Pascua-Lama project and 100% of silver production from the Lagunas Norte, Pierina and Veladero mines until project completion at Pascua-Lama. Barrick will receive a cash deposit of $625 million payable over three years as well as ongoing payments for each ounce of silver delivered under the agreement.


    http://news.moneycentral.msn.c…date=20090908&id=10369338


    Dazu gefunden bei Eichelburg:


    If Silver Wheaton borrows from the banking cabal to secure the cash to buy these silver oz in the ground the cabal can then justify a larger hedge of their silver exposure and further exploit the COMEX Commercial short! Of course, all this is intended to continue the silver price suppression by selling oz that are still in the ground. Why else would Barrick sell their silver on the eve of the silver blow out?? Pascua-Lima has long been rumored to be the justification of a huge Comex gold short....now are they supporting the silver short?


    What about all the other silver oz in the ground that were "bought" by Silver Wheaton? They claim to have control over 800M oz and now are adding 718M oz to their proven and probable reserves.....


    ARE THE LOANS TO SILVER WHEATON A DISGUISED JUSTIFICATION TO SELL COMEX SILVER THAT HAS YET TO BE MINED WITHOUT LEAVING A TRAIL BACK TO THE MINING COMPANY??


    Silver Wheaton looks like just another round about tool for the cabal to short silver.


    http://hartgeld.com/goldpreis-drueckung.html


    Grüße
    auratico

    dann ist es aber kein "Hedging" im eigentlichen Sinne des Wortes (sprich: keine Absicherung, um zukünftige Verpflichtungen erfüllen bzw. benötigte Rohwaren erwerben zu können), sondern reine Spekulation mit Terminkontrakten



    Nun, aber das ist eben die gängige Praxis. Das "Dehedging" von Barrick ist doch seit Jahren der reinste Witz...
    Antals Fekete dazu aus aktuellem Anlass:


    Has Barrick Been Barricked By The U.S.?


    The so-called hedges of Barrick have been thoroughly discredited and will soon be history. So-called, because the long-term forward sales contracts in question that the parvenu gold miner has invented and flaunted are not proper hedges and never have been.


    They are a fraud. They are naked short positions pretending to be balanced by gold ore reserves in the moon (or on this earth which, for hedging purposes, is practically the same thing).


    Barrick is racing against the clock. Gold is still available for cash delivery, but in what quantities? and for how long? 9.5 million ounces is an awful lot of gold to buy in today’s anemic gold markets with supplies drying up fast.


    I am still not committed to the conspiracy theory according to which Barrick has allowed itself to be used by policymakers in the U.S. to cap the price of gold, although I must admit that the circumstantial evidence has become a notch more circumstantial with this latest announcement. To me it looks like the desperation of a passenger aboard the sinking Titanic who has lost his life saver. I base my judgment on the timing. To make such an announcement at a time when the gold price is challenging the $1000 level is a miscalculation of Babelian proportions, not to say a suicidal dash to the exit.


    http://news.goldseek.com/GoldSeek/1252609733.php


    Grüße
    auratico

    Vielen Dank für die Aufklärung.


    Und das ist nur die Bilderbuch-Erklärung von Hedging-Vorgängen, wie sie sich klassischerweise im Handel vor allem mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und anderen Rohwaren herausgebildet haben. Die allermeisten Hedges heute betreffen Währungen und Zinsentwicklungen.


    Natürlich können solche Hedging-Abkommen auch weiter verkauft, beliehen, verbrieft etc. werden. Man kann Hedging-Verträge eingehen mit Sachen, die man gar nicht hat bzw. deren Beschaffung im Falle der Fälle äußerst zweifelhaft ist und dann auch noch auf dieses Risiko wieder einen weiteren Swap schreiben usw. ad libitum - das ist in der Hauptsache der heutige Papiersalat des Finanzsektors.


    Grüße
    auratico

    Die BBC, die inzwischen sowohl ein Hörspiel als auch gestern noch einen Spielfilm zum Kollaps von Lehman Brothers herausgebracht hat, kommt heute mit einem aufschlussreichen Radio-Gespräch mit den beiden Insolvenzverwaltern der Londoner Abteilung.


    Die Auflösung der zahllosen Swaps und anderer Derivate ist eine unglaubliche Sisyphusarbeit. Sie sagen, dass es vielen Kontrahenten von Lehman auch ein Jahr nach der Insolvenz noch nicht gelingt, ihre diversen derivativen Handelsbeziehungen zu Lehman zu entflechten und Klarheit herzustellen über die gegenseitigen Gewinn- und Verlustpositionen.
    Interessant auch, dass der gesamte Cash der Londoner Abteilung auch in den Zeiten vor dem sich anbahnenden Crash jeden Abend nach USA transferiert wurde, um am nächsten Tag wieder neu nach England angewiesen zu werden.


    Sollte es tatsächlich, wie manche Auguren raunen (man denke nur an Jim Sinclair), früher oder später doch noch zu einem noch weiteren Kollaps des außerbörslichen Derivatekartells kommen, kann man sich ausmalen, dass die anschließenden Aufräumarbeiten eine Jahrzehntearbeit bedeuten würden.


    http://www.bbc.co.uk/iplayer/e…y_Lehmans_administrators/


    Grüße
    auratico

    Zitat

    Zitat deplhin
    Hier auratico, sehe ich eigentlich nur einen Unterschied zwischen einer gehebelten ungedeckten Short Position, die Bank A bei der Comex eingereicht hat und einem Goldfonds der Bank A der dadurch Short gegangen ist, dass er seinen Käufern eine physische Halteposition versprochen hat, aber kein Gold kaufte. Dieser Unterschied, liegt darin, dass in einem Fall die Comex sagen kann, wir haben alles Richtig gemacht, Bank A hat kein Gold gekauft. im anderen Fall muss die Comex sich sagen lassen nicht für die Existenz der Ware gesorgt zu haben. Willst Du daraus hinaus? (Bank A ist in beiden Fällen am Arxch, oder? ) - Der Gegenpart der Transaktion ist ebenfalls in beiden Fällen gelackmeiert, einmal muss er sich mit Bank A wegen der Haftung herumschlagen, im anderen Fall mit der Comex.



    Die Sache ist komplexer, denn der entscheidende Faktor dabei ist die Tatsache, dass die Comex diese außerbörslichen Derivatgeschäfte mit ETF-Deckung via EFP („Exchange für Physical“) als Cash- bzw. physische Unterlegung vorbörslich akzeptiert. Die Kontrahenten kommen dann mit einer reinen Cashposition an die Comex und eröffnen ganz normal die entsprechenden Short- und Longpositionen mit den damit verbundenen Geschäfts- und Lieferbedingungen, die die Comex offiziell über ihre Lagerhäuser garantiert.


    Im Schulbuchverständnis dient eine solches Vorgehen nur dazu, sich die entsprechenden Spread-Kosten beim mehrfachen oder gar häufigen Wechsel zwischen Spot- und Futurepositionen zu sparen, also ein reines Arbitragegeschäft. Die Comex geht in ihrem bereits 2005 eingeführten Erlass (als noch volles Vertrauen in die OTC-Derivate herrschte) einfach davon aus, dass die Kontrahenten, von denen z.B. einer ETF-Anteile hält, wenn sie dann schließlich mit einer Cashposition an die Future-Märkte kommen, sich bereits intern OTC über das Verhältnis ihrer diversen Future- und Spotpositionen bzw. deren Preisgestaltung und physische Deckung einig geworden sind.


    Die "Exchange for Physical"-Deals sind merkwürdige Zwitterwesen. Sie werden OTC abgeschlossen und können (müssen aber nicht zwingend !) dann anschließend noch durch eine Clearingstelle wie z.B. die Comex hindurchgehen. Diese "Nobilitierung" durch die Clearingstelle würde mich im Falle der ETFs interessieren. Ich finde aber niemanden, der sich damit wirklich auskennt, denn das ist eine typische "esoterische" Spread- Praxis von Bullion Banks und Hedge Fonds. Kaum ein Amateur (dazu zählt für mich auch GATA) scheint sich intim damit auszukennen.


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='Delphin',


    6. Zur Not wird mit Gold aus dem Fond glatt gestellt. Geht der Preis massiv hoch, reduziert das halt etwas das Geschäft.


    Die entscheidende Frage bleibt nach wie vor, wie genau diese ETFs funktionieren mit ihren schwammigen Erklärungen à la "der überwiegende Teil der Fondsanteile besteht aus Gold". Sie behaupten im Grunde nur, Vehikel zu sein, um die Goldpreisentwicklung mit allerlei Methoden, darunter u.a. die Hortung von physischem Gold, zeitnah "abzubilden". Uraltes Streitthema, das hier nicht weiter ausgeführt werden muss.


    Es geht darum, ob sie eventuelle, notwendige Glattstellungen dann wiederum vorbörslich durch ihren Papiersalat erledigen könnten, da dieser ja von der Comex als physischer Anteil vorbörslicher Transaktionen anerkannt wird - d. h. dies würde, sofern der Hase so läuft, eine potentielle Erhöhung von verfügbaren Beständen bedeuten, also eine nachträgliche Nobilitierung von außerbörslich vorgenommenen Derivatgeschäften durch die Comex, mit denen die Comex dann offiziell nichts mehr zu tun hat.


    Zitat

    Letztlich ist es - falls die Short Position problematisch wird, doch egal, ob die Bank, Gold aus dem Fonds liefern muss oder ob er in Dollars ausgleicht. Er muss 'nur' sicherstellen, dass er die Bugs hat. Oder übersehe ich da etwas?


    Das ist eine Schönwettervorstellung, die davon ausgeht, dass wirklich ausreichend physisches Gold aus z.B. solchen Gold-ETFs zur Verfügung stehen würde und auch zur Auslieferung käme. Noch ist ja die Glattstellung per Cash die Regel beim Weiterrollen von Terminkontrakten, zumal an der Comex. Einen Run auf physisches Gold würde die Comex als funktionierende Future-Börse nicht lange überleben, und sie würde zu einem Spotmarkt mutieren müssen. Wenn die Marktteilnehmer einer Rohstoffbörse zwangsweise zum Barausgleich gezwungen würden, weil die Börse nicht mehr an den physischen Stoff herankommt, ist sie bald erledigt. Das funktioniert nur solange gut, wie die Gewinnerseite der jeweiligen Transaktion es vorzieht, mit Cash bedient zu werden.


    Grüße
    auratico

    Nochmals zu Barrick. Die Markteinschätzung ist halt deshalb so bemerkenswert, weil sie ein verlängerter Arm des Goldkartells sind; Bekanntlich hatte ABX als Repräsentant der Bullionbanken jahrelang das Hedgebook „gepflegt“.


    Wie oft schon hatten wir hier in der Vergangenheit das Hedgebook von Barrick erwähnt? Und immer war es kaum möglich, die genauen Hintergründe zu durchblicken in diesem ganzen Sumpf zwischen Barrick, JP Morgan und den Interessen der Zentralbanken. Barrick hatte ja damals immer argumentiert, ihre Hedging-Aktivitäten würden im Grunde nur die offiziellen Aktionen der Notenbanken widerspiegeln, was von Blanchard u.a. angezweifelt wurde.


    Zur Erinnerung an 2003:
    http://www.lemetropolecafe.com…03/memoformotiontodis.pdf


    Was aber bedeutet es nun, wenn JP Morgan (wie übrigens auch Blackrock) - einige Zeit vor Barricks Ankündigung, das Hedgebuch per Aktienverwässerung zu schließen- neuerdings mit spektakulären Käufen sich im GLD-ETF an die zweite Stelle hinter den Subprime-Shortkönig und Multimilliardär Paulson geschoben hat und damit eine massive, offiziell ersichtliche physische Longposition außerhalb der Future-Märkte etabliert hat, während sie auf diesen wiederum bekanntlich als Agenten der Short-Positionen agieren?


    Was ich immer noch nicht ganz übersehen kann, ist die mögliche Funktion von solchen ETF-Anteilen als potentielle Glattstellungsvehikel im Future-Markt. Vor einiger Zeit gab es einen etwas schlampig recherchierten GATA-Artikel zu dem Thema. Darin behauptete der Autor, dass man an der Comex Terminkontrakte mit ETF-Anteilen glattstellen könne. Das war ungenau: Tatsache ist, dass die Comex vorbörsliche Aktivitäten mit ETF-Anteilen akzeptiert, wobei die ETF-Anteile als "Cash Leg" eines EFP-Geschäftes ("Exchange for Physical") zwischen diesen Kontrahenten akzeptiert werden. Diese treten dann an der Comex nicht mit ETF-Anteilen auf, sondern mit einer zuvor OTC-glattgestellten Cashposition in Erscheinung. Man kann also nicht direkt mit ETF-Anteilen Comex-Futures glattstellen, doch indirekt scheint dies nahezu die gleiche Funktion zu haben - indem komplexe Derivatvorgänge wie "Exchange for Physical" als vorbörsliches Settlement akzeptiert werden.


    Wer diese hochkomplexe Materie besser durchblickt als ich, wird gebeten, uns diesen Zusammenhang genauer zu erklären. Die Grundfrage dabei wäre: Könnte z.B. JP Morgan seine neu erworbenen massiven Anteile an einem Gold- ETF bei Bedarf wirklich effektiv an der Comex als weiteres Short-Vehikel nützen ? Ich wiederhole noch einmal, dass der Gata-Artikel völlig unzureichend ist, um diese Frage hinreichend zu klären - leider und auch etwas enttäuschend solche Schlampereien von dieser Seite her.
    Und alle aktuellen Informationen zu JP Morgan im Zusammenspiel mit Barrick sind ebenfalls hochwillkommen.


    Grüße
    auratico

    Hier ein Artikel über den Gold Boom in Nevada mit mehrfacher Erwähnung von US Gold und etlichen Hinweisen auf die ökologischen Bedenken. US Gold hingegen beteuert, dass man die Sache im extrem trockenen Nevada - anders als in feuchten Gebieten - im Griff haben werde, wenn sie denn einmal in Produktion gehen sollten.


    Obwohl die Aktie, an die ich damals per Übernahme gekommen bin, vom Tiefpunkt schon so prima sich erholt hat, bin ich mit der immer noch deutlich im Keller - die ist nun seit längerer Zeit schon mein Menetekel und Maskottchen im Depot, dass mir so etwas nicht mehr passiert.


    Der grösste Goldrausch in der Geschichte der USA


    In Nevada sind Dutzende von offenen Minen zu sehen, aus denen täglich mit Schwermetallen und Salzen vergiftetes Wasser austritt und die Landwirtschaft bedroht. Eine Änderung ist nicht absehbar. «Nevada ist das Drittweltland innerhalb der USA,» sagt Miller; «niemand kümmert sich hier um den Abfall und die Umweltschäden.»


    Die Umweltsünden der Vergangenheit seien heute nicht mehr möglich, beteuert Stefan Spears. US Gold habe ein millionenschweres Depot für spätere Aufräumarbeiten hinterlegen müssen, Zudem schürfe das Unternehmen vor allem dort, wo früher schon Goldsucher an der Arbeit waren. «Die Chance, Gold zu finden, ist dort am besten, wo bereits einmal gegraben wurde», sagt Steve Brown, der seit über 30 Jahren in den westlichen Bundesstaaten der USA nach Gold sucht.


    Inzwischen geht der Boom in Nevada schon ins fünfte Jahr. Nach einem kurzen Rückschlag wegen der Finanzkrise, die alle Neuinvestitionen bremste, hatte US Gold diesen Sommer keine Probleme, 50 Millionen Dollar neues Kapital zu beschaffen. Dies, obwohl das Jungunternehmen in Nevada bisher kein Gramm Gold produzierte. «Wir sind sehr sicher, dass wir Gold finden und ausbeuten werden,» sagt Spears. Gebohrt wird unter anderem in der Nähe der Tonkin Mine, die vor 20 Jahren bereits einmal einige Hunderttausend Unzen hergab, bevor sie stillgelegt wurde.


    http://www.bernerzeitung.ch/au…te-der-USA/story/16121049


    Grüße
    auratico

    Immer deutlicher erweist sich, dass der relativ starke Goldpreis der letzten Zeit sehr, sehr viel mit Chinas Aktionen und auch Verlautbarungen zu tun hat. Die letzten Äusserungen aus China sind glasklar: die USA müssen ihre Verschuldungspolitik ändern; vor allem wird es China nicht länger mitansehen, wie die Fed einfach Schatzanleihen monetisiert. China ist nun seit einiger Zeit demonstrativ auf einer ausgedehnten Einkaufstour durch die Rohstoffmärkte. Ferner betonen sie weiterhin die angestrebte Diversifizierung hin zu anderen Währungen. Und wie ist die offizielle Haltung zu dem ultimativen, schuldenfreien Geldmetall, dem Gold?


    Mmhhh, sagt der Verantwortliche Cheng Siwei, Gold sei natürlich sehr interessant für Chinas Reserven...man müsse eben nur beim Erwerb vorsichtig vorgehen, weil sonst der Preis zu sehr anzieht. Ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass sie sich "billiges", sprich nicht offiziell gehandeltes Gold von den USA als Sicherheit für weitere Schatzbriefkäufe erwarten ?
    Man stelle sich eine solch klare, goldaffine Ansage einmal von einem westlichen Notenbanker vor! Viel deutlicher geht´s nimmer:


    China alarmed by US money printing


    The US Federal Reserve's policy of printing money to buy Treasury debt threatens to set off a serious decline of the dollar and compel China to redesign its foreign reserve policy, according to a top member of the Communist hierarchy.

    Working for the Yankee dollar: Beijing is said to be dismayed by the Fed's recourse to 'credit easing'
    Cheng Siwei, former vice-chairman of the Standing Committee and now head of China's green energy drive, said Beijing was dismayed by the Fed's recourse to "credit easing".


    "We hope there will be a change in monetary policy as soon as they have positive growth again," he said at the Ambrosetti Workshop, a policy gathering on Lake Como.


    Analysis: China's 'Beijing Put' on the gold price "If they keep printing money to buy bonds it will lead to inflation, and after a year or two the dollar will fall hard. Most of our foreign reserves are in US bonds and this is very difficult to change, so we will diversify incremental reserves into euros, yen, and other currencies," he said.


    China's reserves are more than – $2 trillion, the world's largest.


    "Gold is definitely an alternative, but when we buy, the price goes up. We have to do it carefully so as not to stimulate the markets," he added.


    http://www.telegraph.co.uk/fin…by-US-money-printing.html


    Grüße
    auratico

    nicht 40% der menschen mit arbeitseinkommen bekommen lebensmittelmarken sondern unter den empfängern sind jetzt 40% menschen mit arbeitseinkommen. das ist dann doch etwas anderes. ein indikator für veränderungen ist es dennoch.


    Das war auch so gemeint - ich muss den Satz besser formulieren. Danke für die Aufmerksamkeit.


    Grüßse
    auratico