Beiträge von auratico

    Wie schon mehrfach an dieser Stelle mitgeteilt, stellen die Zahlen zu den in USA ausgebenen Lebensmittelmarken einen sehr interessanten und weit weniger manipulierbaren ökonomischen Indikator dar als so manche offizielle Arbeitsmarktstatistik.


    Inzwischen ist unter den Empfängern von Lebensmittelmarken der Anteil jener, die einer irgendgearteten einkommensgenerierenden Tätigkeit nachgehen, auf 40 % hochgeschnellt. Daran läßt sich erkennen, dass immer mehr Jobs nur noch aus Teilzeit- , Kurzzeit - und Gelegenheitsarbeiten bestehen bzw. deutlich weniger gezahlt wird als zuvor. Die Lebensmittelmarken sprechen eine viel deutlichere Sprache als die Regierungsstatistiken mit ihren schönfärberischen Definitionen dessen, was ein "Job" sein soll:
    US families turn to food stamps as wages drop


    The number of working Americans turning to free government food stamps has surged as their hours and wages erode, in a stark sign that the recession is inflicting pain on the employed as well as the newly jobless.


    While the increase in take-up is often attributed to the sharp rise in unemployment – which on Friday hit 9.7 per cent – the Financial Times has learnt that some 40 per cent of the families now on food stamps have “earned income”, up from 25 per cent two years ago.


    http://www.ft.com/cms/s/0/c1e6…abdc0.html?nclick_check=1


    Grüße
    auratico


    Leider wohl nicht einige Millionen Tonnen, sondern nur einige Millionen Dollar.Es schwirren mehrere unterschiedliche Zahlen herum. Aber wenn es stimmt, dass es sich bei Hongkongs Goldreserven in London nur um Gold im Wert von 63 Mio.$ handeln sollte, dann wäre das doch enttäuschend insofern, weil dann die ganze Aufregung (inklusive meiner) heillos übertrieben gewesen wäre. Dies ist in der Tat eine Summe, mit der die LME oder wer auch sonst immer keine Probleme bekommen sollten. Dafür reichen ja einige Notsitze im Flugzeug aus.
    Hat jemand von anderen Zahlen gehört, die ein wenig mehr Schmackes haben?


    "Bis Ende Juli beliefen sich die Goldreserven Hongkongs auf 63 Mio. $. "


    http://www.ftd.de/finanzen/mae…don-zurueck/50005614.html


    Grüße
    auratico

    […]


    @ Delphin


    Ich meinte nur, dass der allerjüngste Sprung des Goldpreises direkt mit Chinas Aktionen zu tun hat- fundamental gibt es wesentlich mehr Gründe für steigende Notierungen. Es freut mich aber immens, dass mit China nun ein richtiges Schwergewicht auf den Plan tritt, das sich nicht mit irgendwelchen Erklärungen aus der gleichgeschalteten Medienwelt zufrieden gibt, sondern Nägel mit Köpfen macht.


    Man beachte die Reihenfolge: erst verkünden sie, dass sie keinen Derivatensalat im Handel mit den USA mehr zulassen und ihre eigenen Banken Forderungen aus denselben gegebenenfalls nicht erfüllen werden - und dann kommt einige Tage darauf die trockene Meldung, man möchte das eigene Gold doch lieber in Hongkong haben und habe auch schon eine schnuckelige Tresorpagode dafür vorbereitet. Absolut genial! Und: wie sollte denn Gold in London "gebacken" werden? Die Deutsche Bank hat sich ja schon vor einigen Monaten die Finger verbrannt und musste herausgehauen werden mit physischem Gold. Der Chinabrocken dürfte wesentlich größer sein.


    Zum Stand der Bestrebungen nach einem Audit der Fed könnte vielleicht Tollar mehr sagen. Es ist ja noch lange nicht soweit, dass es dafür eine Mehrheit im Kongress gibt. Doch wenn man sich nur einmal vorstellt, wie Ron Paul mit dieser als kleiner Präsidentschaftskandidat vorgetragenen Forderung noch belächelt wurde - und nun ist es zumindest eine Angelegenheit, mit der sich der Kongress beschäftigen muss. Wie es im Senat damit aktuell aussieht, weiss ich nicht. Und außerdem könnte es auch zu einem "Audit light" kommen, also ohne dass man die Goldreserven zählt, sondern nur mehr Transparenz bei den TARP-Geldern u.ä. einfordert.


    Und: HUI muss gekauft werden wenn PFUI - dafür war nun wirklich genug Gelegenheit.


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='appendix',


    China pokert - und jetzt wollen sie "sehen". :D Ob`s noch da ist, wo es hingehört - das Gold.


    Was hat es mit "Pokern" zu tun, wenn man deponierte Vermögensgegenstände von einem Ort zu einem anderen Ort verlagert? Dies sollte das Normalste von der Welt sein, und dass China nun diesen Schritt unternimmt, ist ein Kracher und ein genialer Schachzug vom Allerfeinsten. Andere sollten es ihnen gleichtun, nun, da das Eis gebrochen ist.



    Zitat

    Wenn London nicht physisch liefern kann, dann war`s das - wenn es da ist, kann man es nach China holen - wenn der Keller leer ist und aus London lediglich ein "Gold ?! 8| Ups, sorry - empty - what about tea :whistling: ?" kommt, explodiert der Goldpreis -


    Wenn London physisch nicht oder nur zum Teil liefern kann, dann muss "London" sich das Gold eben auf dem Spotmarkt besorgen, was natürlich den Preis hochtreibt - ein an sich völlig normaler Vorgang. Es soll ja vorgeblich genug Gold geben, also nur mal zu! Ich kann nur hoffen, dass sie wirklich nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten liefern können. Je klarer das Bild wird, umso besser.Wenn eine Lieferverpflichtung nicht erfüllt werden kann, würde sich das gesamte Goldkartell demaskieren. Inzwischen ist klar, dass der Goldpreisanstieg der letzten zwei Tage wesentlich mit dieser bravourösen Aktion der Chinesen zu tun hat. Die Zeitungen faseln von "Inflationserwartungen" - diese steigen aber nicht innerhalb von zwei Tagen so gravierend an.


    Zitat

    ...dann hat China in den letzten Jahren vermutlich genügend Gold am Markt zusammengekratzt und in China gebunkert, um mit dem Gewinn durch den explodierenden Goldpreis den Verlust des in London eingelagerten Goldes auszugleichen


    Das ist, mit Verlaub, Unsinn. Erstens ist Chinas Londoner Gold nicht verloren, warum denn auch? Es wird nur die Lieferanten, die es ja nur verwahren sollen, wahrscheinlich eine Stange Geld kosten, sofern sie anderes mit dem Gold der Schlitzaugen gemacht haben als eben nur die ihnen aufgetragene Verwahrung. Ferner besorgt sich China seit Jahren sein Gold vornehmlich aus eigenen Quellen - China ist der größte Goldproduzent der Welt, die Regierung an etlichen Minen beteiligt und in Zukunft bestimmt an noch vielen mehr. "Von China lernen" könnte dann paradoxerweise in Zukunft bedeuten, dass etliche Regierungen die Goldproduktion verstaatlichen oder teilverstaatlichen könnten.


    Grüße
    auratico

    Hallo Goldfreunde,
    ich besitze seit längerer Zeit Aktien von größeren bis sehr großen Minenunternehmen wie Barrick, Kinnross, Newcrest, Newmont, Goldcorp, Yamana, Harmony und Lihir. Seit einiger Zeit stelle ich eine etwas für mich ungewöhnliche und unverständliche Entwicklung der Kurse fest, die in der letzten Woche und besonders am Freitag ihren Höhepunkt fand. Selbst bei einem Tages-Goldpreisanstieg von satten 15 USD bzw. fast 2% steigen die genannten Minenaktien maximal ebensolche 2%, wenn überhaupt.


    Diese dringliche Problem sollte sich eigentlich für dich in den vergangenen zwei Tagen einigermassen entschärft haben.


    Eine "Bestenliste" mit vorwiegend kleineren Werten, von denen etliche um 1000% und mehr hochgegangen sind, findet sich hier:


    Individual gains within the mining subsector have sometimes been spectacular. Looking at stocks with a market value of at least US$ 20m, at least 30 individual stocks have put on price gains of more than 1,000%. The best overall return has come from specialist copper miners, which sometimes also produce as byproduct or coproduct gold, molybdenum, silver, and other metals and minerals.


    http://www.mineweb.com/mineweb…age67?oid=88489&sn=Detail


    Grüße


    auratico


    aber ich muss ehrlich sagen ... dass mir das jetzt zu schnell geht ... anders gesagt ist es (für mich) ein "wenig unheimlich"! 8|
    Verdammt ...


    Ist aber alles noch gar nichts gegen die Explosion der Minenaktien. Ich muss den HUI-Basar heute noch einmal hier einstellen, weil man das kaum glauben kann - selbst die großen Rösser sind seit Handelsbeginn gestern bis jetzt rund 15% hochgegangen. Es gibt unzählige Fonds und auch Privatanleger, die damit als Jahresperformance zufrieden wären:


    http://finance.yahoo.com/q/cp?s=^HUI


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man',
    Kurzum: September /saisonal spricht nichts dagegn, daß wir endlich die 1000 packen.
    Wenn wir Pech haben, oder die Cabal gegen uns, dauerts eben was länger,spätesten mit dem Absturz des $ etwa Ende 2009 ist nach oben alles offen.



    M.E. wäre auch ein weiterer, dann dritter Ausbruch über $ 1000/Oz weniger bedeutend, wenn sich der Goldpreis anschließend nicht über dieser Marke etablieren könnte. Die "Cabal" weiss ganz genau, welch hohe, allseits beachtete symbolische Bedeutung dieser längerfristig betrachtet an sich unbedeutenden Zahl zukommt.


    Wenn sie immer noch die Macht haben sollten (ich denke eher ja), den Goldpreis ein drittes Mal über die $ 1000 aufrücken zu lassen, um dann ihre Shortkanonen zu entsichern, sollte man sich noch nicht zu früh freuen. Viel besser wäre ein harter, längerer Kampf um die $ 1000 herum und nicht ein wildes Überschießen. Denn dann würde von dort aus eine fundierte, "eroberte" neue Startrampe etabliert werden.


    Im Moment sind sicher etliche saisonale Player mit von der Partie, die von der rituell beschworenen "Septemberstärke" des Goldpreises kurzfristig profitieren wollen, was zumal heute auch durchaus zu klappen scheint.


    Grüße
    auratico

    [
    Anders formuliert : Der große Schwächling Dollar wird nach meiner festen Überzeugung gegen den schwachen Euro deutlich nachgeben.


    Ob man das einfach so erwarten kann ganz ohne Blick auf die anderen Anlageklassen? Sollte der inzwischen schon von der Mainstreampresse als überzogen empfundene Aktienmarkt einbrechen, würde dies dem Dollar wie gehabt wieder einen spürbaren Boost geben und dem Gold kaum guttun. Für wie lange eine solche interimistische Dollarerholung dann halten könnte, ist eine schwer vorhersehbare Frage.


    Bisher jedenfalls hat noch jeder heftige Fall der US-Börsen die Anleger in die Schatzanleihen getrieben - was der US-Regierung nur Recht sein könnte. Danach kann man den Dow ja in bewährter PPT-Manier wieder erneut anschieben und ein YoYo-Muster inszenieren.


    Inzwischen berichtet sogar schon Bloomberg, die in Golddingen verläßlich konfus sind, über optimistische Goldpreisprognosen im Bereich von $ 1350/Oz. Ein Ausbruch aus dem ewigen Dreieck sollte aus der Sicht von TA in den nächsten zwei Wochen geschehen, meint z.B. die zitierte "Standard Bank Group" - sonst werde es wohl auch diesmal nichts und der Preis würde noch einmal spürbar zurückfallen.


    Gold May Break Out to Record, Grabham Says: Technical Analysis


    Sept. 1 (Bloomberg) -- Gold may advance to a record $1,325 an ounce if it first breaks out of a symmetrical, triangular pattern, a move that may occur in the next one or two weeks, Standard Bank Group Ltd. said, citing trading patterns.


    A so-called topside breakout would be indicated by a close at more than $980.85 an ounce, Darran Grabham, the bank’s technical analyst, wrote in a note yesterday. That would signal a short-term bull trend to at least $1,100 an ounce, he said. Gold traded today at $952.80.


    Symmetrical triangle patterns are unpredictable, and gold may tumble if it declines to less than the support trendline at $935 an ounce, Grabham wrote. “The ensuing sell-off is likely to encounter support around the $906.50 level, before a break lower yields a move to a secondary objective of $890,” he added.


    http://www.bloomberg.com/apps/…20601012&sid=aqg7fd0Bs6lU


    Grüße
    auratico

    Man darf gespannt sein, ob man Goldman Sachs und Konsorten ihr Lieblingsspielzeug, mit dem sie mit oder ohne Krise, nun aber mit impliziter "too big to fail"-Garantie ausgestattet, Abermilliarden einsacken, einschränkt oder nicht. Ich tippe auf eine Scheinregulierung.


    Die Sache war bisher ein Selbstläufer: wann immer die Gegenpartei bei maßgeblichen Derivateverpflichtungen ausfiel (Paradebeispiel : AIG), hat man die Steuerzahler als unfreiwillige Zahlmeister des Casinos eingesetzt. Es soll immer noch Leute geben, die sich darüber wundern, warum die Abermilliarden "Stimuligelder" nicht in der sogenannten Realwirtschaft ankommen. Bisher wurde damit vor allem die Gewinnerseite von Derivatgeschäften auf Kosten der Allgmeinheit ausbezahlt, obwohl deren Wettpartner nicht zahlen konnte. Diese eierlegende Wollmilchsau wollen sie sich nicht so ohne weiteres aus dem Stall führen lassen:


    Wall Street Stealth Lobby Defends $35 Billion Derivatives Haul


    Aug. 31 (Bloomberg) -- Wall Street is suiting up for a battle to protect one of its richest fiefdoms, the $592 trillion over-the-counter derivatives market that is facing the biggest overhaul since its creation 30 years ago.


    Five U.S. commercial banks, including JPMorgan Chase & Co., Goldman Sachs Group Inc. and Bank of America Corp., are on track to earn more than $35 billion this year trading unregulated derivatives contracts. At stake is how much of that business they and other dealers will be able to keep.


    http://www.bloomberg.com/apps/…20601109&sid=agFM_w6e2i00


    Grüße
    auratico

    JimWhillie in einem weit angelegtem Artikel auch zu Gold. Er wartet geradezu auf eine Initialzündung...


    Unser emsiger Knastökonom Martin Armstrong kommt diesmal auch mit einem recht ausführlichen Artikel zum Goldpreis. Sein Zeitrahmen ist aber etwas weiter gefasst, d. h. er sieht auf der Basis seines komplexen Zyklenmodells einen Anstieg im Bereich von $ 1.350 /Oz – $ 1.750/Oz zwischen 2010-2012. Diese Widerstandszone betrachtet er jedoch eher als "plain old normal technical move". Erst die dann erwartete weitere Bewegung Richtung $ 3000/Oz wäre dann die direkte Abbildung eines monetären Vertrauensverlustes auf allerbreitester Basis.


    Die weitverbreitete Ungeduld etlicher anderer Beobachter des Goldpreises scheint er nicht zu kennen - wahrscheinlich verliert man nach den vielen Jahren in der Zelle diese Ungeduld, die ein Jim Whillie in seinen Prognosen etwas allzu oft spüren lässt.


    Wie stets nicht eben jedermanns Sache, aber für regelmäßige Leser seiner auf der Knastschreibmaschine getippten Pamphlete ein absolutes Muss: "Will Gold reach $ 5000 + ?"


    http://tinyurl.com/ne5zhe



    Grüße
    auratico


    Langfristig kann das "Geldverdienen" an der Boerse nur bei exponentiellem Wirtschafts- und Bevoelkerungswachstum funktionieren, alle anderen Behauptungen sind nur das Marktgeschrei der Nutzniesser dieses Geldverschiebebahnhofs.


    Warum so pessimistisch, wenn sich doch täglich ständig neue "opportunities" auftun in dem Geldverschiebebahnhof, vorausgesetzt man ist als Insider dabei?
    Wer den inszenierten Börsenaufschwung der letzten Monate versäumt hat, kann sich jetzt den Unternehmensanleihen zuwenden. Und als Sahnehäubchen das Ganze natürlich wieder auf Pump wie zuvor, als wäre in der Zwischenzeit rein gar nichts geschehen. Die Banken fühlen sich wieder unangreifbar. Die Erklärung beim nächsten Debakel , wenn dann die laufenden Bankgarantien gezogen werden müssen, wird lauten: "Aber es hat doch die ganze Welt einen Aufschwung kommen sehen, vom Präsidenten bis zum Fed-Vossitzenden. Wir wollten das Unsrige dazu beitragen, aber damit konnte nun doch niemand rechnen."


    Das Zocken mit gepumpten Geld läuft jedenfalls wieder auf Hochtouren. Interessant dass da auch die kanadischen Banken mitmachen:


    Leverage Rising on Wall Street at Fastest Pace Since ‘07 Freeze


    Aug. 28 (Bloomberg) -- Banks are increasing lending to buyers of high-yield company loans and mortgage bonds at what may be the fastest pace since the credit-market debacle began in 2007.


    Credit Suisse Group AG and Scotia Capital, a unit of Canada’s third-largest bank, said they’re offering credit to investors who want to purchase loans.


    http://www.bloomberg.com/apps/…20601087&sid=a_XpcU5pY0f4


    Grüße
    auratico

    Goldman Sachs ist einfach "too big to jail". Nie wird etwas zu ihrem Schaden geschehen, wenn es heißt :"Jetzt will die Finanzaufsicht die Vorwürfe klären". Die Finanzaufsicht funktioniert ohnehin nach den Regeln von Goldman, das ist nicht mehr als eine interne Angelegenheit:


    US-Finanzkonzern Goldman Sachs soll Großkunden bevorzugt haben


    Goldman-Sachs-Zentrale: Kungel mit Klienten?


    Neue Kritik an Goldman Sachs: Die US-Bank soll nach Informationen des "Wall Street Journals" Großkunden bevorzugte Aktientipps gegeben haben - zu Lasten einfacher Investoren. Jetzt will die Finanzaufsicht die Vorwürfe klären.


    Die US-Finanzaufsicht nimmt Goldman Sachs unter die Lupe, die erfolgreichste Großbank Amerikas. Der Verdacht: Das Unternehmen habe Großkunden und eigene Trader bevorzugt beraten lassen - auf Kosten einfacher Investoren. Das "Wall Street Journal" ("WSJ") berichtete am Dienstag, die US-Börsenaufsicht SEC und die Financial Industry Regulatory Authority (Finra), die Selbstkontrolle der Finanzbranche, wollten von Goldman Sachs "weitere Informationen" einfordern, um die Vorwürfe zu klären.


    http://www.spiegel.de/wirtscha…men/0,1518,644843,00.html


    Grüße
    auratico

    Der freundliche Prof. Fekete wieder einmal in totaler Weltuntergangsstimmung. Diesmal haut er mächtig auf die Pauke. Wenn der von ihm schon seit längerem beschworene "Last Contango" beim Gold einsetzen sollte, sieht er eine Krise von immensen Dimensionen - Volksaufstände, Meutereien, Zerfall der öffentlichen Ordnung etc. -heraufdämmern. Nur die Gedanken eines alten Mannes, der an der ökonomischen Verfasstheit dieser Welt verzweifelt?


    The world appears to be totally unprepared for it, witness the complete silence surrounding the gold nexus. Even the so-called sound-money websites misread the situation. They are talking about an imminent break-out of the dollar-price of gold from its holding pattern below $1000 per ounce. Suchbreak-outs have occurred from time to time since 2001, when gold broke through the ‘resistance-levels’ of $300, $400, etc. The coming break-out is not distinguished by the fact that $1000 is an even rounder figure than the previous round figures that have been successfully scaled. It is distinguished by the fact that we are confronting a world event the like of which has never happened in all history. It has never happened that gold was unobtainable at any price. It has never happened that all governments have defaulted on their debt obligations simultaneously.


    Yet the Last Contango in Washington will be different from all previous crises. It will be elemental, devastating, and apocalyptic. It will destroy virtually all paper wealth, and render virtually all physical capital idle. It will involve hordes of unemployed people roaming the streets of the cities, caring for no law and order, pillaging homes and institutions. It will destroy our freedoms. It may destroy our civilization, unless we take protective action.


    http://www.professorfekete.com…salForTheLastContango.pdf


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='Dr_Meyer'


    Vielleicht wird mit TARP Geld via karibische Banken gekauft.


    Das "Vielleicht" ist hier leicht untertrieben. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird das so gemacht. Dass die in der Karibik sitzenden Hedge Fonds, mit denen in der Regel in dieser Frage argumentiert wird, so eifrig langlaufende US-Anleihen erwerben, ist höchst unwahrscheinlich.


    Es sind die Chinesen, die die USA quasi dazu zwingen wollen, dass die US-Bevölkerung via Pensionsfonds selbst viel mehr langlaufende Bonds erwirbt als in der Vergangenheit und damit erstmals wieder selbst unter Beweis stellt, dass sie Vertrauen in die eigene Währung haben (oder haben müssen). Die Chinesen wagen es nun, immer mehr Geld aus den Langläufern abzuziehen und dieses in Direktinvestitionen in aller Welt zu stecken. Sie sind in einer ähnlichen guten Situation wie Japan zu Beginn der 80er Jahre. Aber dass sie so blöd sind wie die Japaner damals und dann Golfplätze und insolvente Filmstudios zu Höchstpreisen einkaufen, darf man mit Fug und Recht bezweifeln. Bisher geht diese chinesische Taktik auf, denn sie erwerben ihre Rohstoff- und Technologieinvestments zu sehr günstigen Kondtionen im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Die Chinesen warten auf dieses eindeutige Zeichen am US-Bondmarkt: nicht die Fed soll die Langläufer kaufen, sondern Joe Sixpack. Diese Rosskur erwarten sie von der Obama-Administration, bevor sie selbst wieder bereit sind, ihre Lieferantenfinanzierung zu verlängern, während man in der Zwischenzeit eifrig die Rohstoffvorkommen Afrikas aufkauft.


    Grüsse
    auratico

    Die New York Times entdeckt in Zeiten von Schweinegrippenangst nun auch Produkte mit Silberionen als neuen Boom bei der Bakterienbekämpfung:


    How to Kill Germs, and Consumer Resistance


    The company developed a molecule called silver dihydrogen citrate, or S.D.C., that it bills as an all-purpose germ killer. Hungry germs are attracted to the citrate part of the molecule, which they recognize as a food source. Then microscopic particles of ionized silver, an antimicrobial agent, emerge and destroy the germ cells.


    Tradition is found here: silver has been used since the days of the ancient Greeks to purify water containers. And silver dihydrogen citrate turns out to be a pretty effective killer of certain viruses, bacteria and fungi.


    Nationally known laboratories have run batteries of tests on silver dihydrogen citrate, which Pure Bioscience has posted on its Web site. Skeptics can read the results for themselves. For those who like more tangible evidence, Mr. Krall is wont to open wide and spray the stuff in his mouth to demonstrate his belief in its safety.


    http://www.nytimes.com/2009/08…am.html?_r=1&ref=business


    Grüße
    auratico

    Die richtig wichtige und interessante Phase in der Causa Madoff kommt erst jetzt.
    Es hagelt Klagen gegen jene großen Betriebsprüfungsfirmen, die die Jahresabschlüsse der Feeder Funds, die bei Madoff „investiert“ waren, jedes Jahr einfach durchgewunken haben, ohne nach irgendeinem Nachweis für die vermeintlichen Vermögenswerte zu fragen.


    So hat Madoff z.B. jedes Jahr einfach vorgegeben, die gesamten Vermögenswerte für einige wenige Tage zur Gänze in kurzlaufende Staatsanleihen umgetauscht zu haben. Unmöglich, bei einem derart krausen Hin- und Her von Milliardenwerten im Tagesrhythmus auch nur annähernd auf die angegebenen Renditen zu kommen - ganz abgesehen davon, dass dies völlig unüblich ist.
    Im Falle von Enron haben ähnliche Klagen zur Auflösung der zuvor mächtigen Betriebsprüfungsgesellschaft Arthur Anderson geführt. Diesmal geht es um
    PricewaterhouseCoopers:


    Madoff victims to sue accountants PwC over feeder fund audits


    The world's largest accounting firm, PricewaterhouseCoopers, is being sued for billions of pounds over its role as auditor to one of the feeder funds that channelled fortunes to Bernard Madoff, thus helping prop up his $65bn (£45bn) fraudulent "Ponzi scheme".


    http://www.telegraph.co.uk/fin…r-feeder-fund-audits.html


    Grüße
    auratico

    Ponzi Scheme U.S. Staatsanleihen


    Derzeit ist die Wahrnehmung der Cash Management Bills praktisch wie Geld mit eingebautem Zinssatz und ich vermute, dass sich die Höhe der kurzfristigen Kredite noch mehr als verdoppeln kann.


    So sieht es aus. Die Aufnahmefähigkeit für Kurzläufer ist bestimmt noch viel größer als bisher. Allerdings wird das doch eindeutig von allen daran Beteiligten nur als Notprogramm angesehen. Ein Schuldendienst für US-Staatsanleihen nur aus kurzlaufenden Verbindlichkeiten heraus ist doch über einen längeren Zeitraum hinweg kaum vorstellbar. Oder vielleicht doch in diesen verrückten Zeiten?

    Es sind die Zehnjährigen, die die Musik machen. Und die werden - wie deine übrigens sehr aufschlussreichen Postings in dieser Sache deutlich erweisen - ja zunehmend von der Fed monetisiert. Wie lange kann es der Fed gelingen, an den echten Marktbedingungen vorbei die Zinsen für langlaufende Bonds selbst zu "gestalten" ? Inzwischen ist klar: Wenn wieder Crash-Time angesagt sein wird, dann diesmal von dieser Seite. Wann das sein wird, kann aber niemand wissen. Man nennt das nun "Stretching". Irgendwann wird das über die Maßen gespannte Gummiband reißen bzw. zurückschnellen.


    Grüße
    auratico


    In den großen Li-Solevorkommen (Bolivien und angrenzend) finden sich die Solen in ein paar Metern Tiefe, das Eindampfen übernimmt die Sonne. Darüber hinaus sind die Li-Gehalte deutlich höher. Bin also extrem skeptisch, daß sich das Ganze rechnet.
    Gruß, louisdor


    Neulich brachte die BBC eine recht gute Reportage über die bolivianischen Abbaugebiete für Lithium. Zweifellos wird Lithium eine enorme Rolle spielen in einer Welt, die mehr und mehr auf leistungssatte Batteriespeicher angewiesen sein wird. Man kann sehr gut erkennen, wie speziell die geologischen Bedingungen sein müssen, unter denen sich die Lithiumgewinnung in großem Stile lohnt. Das sieht nicht eben aus wie die Geologie von Kanada:


    http://news.bbc.co.uk/2/hi/pro…correspondent/8201058.stm


    Grüße
    auratico

    nach neuesten Daten war China im Juni 2009 Netto Verkäufer von US Staatsanleihen: ca. 25 Mrd Dollar.


    http://www.cnbc.com/id/32448656


    Zwar wurden immer noch US treasuries gekauft, die machen aber inzwischen soweit ich das überschlagen habe, weniger als 10% der Neuanlagen aus. Früher waren es mal 70% der Neuanlagen.


    Seit neun Jahren hat China nicht mehr seine Käufe von US-Schatzbriefen derart zurückgefahren wie zuletzt. Wenn das nicht nur, was durchaus möglich wäre, ein kalkuliertes Muskelspiel der Chinesen ist, um ihren Einfluss kontinuierlich auszubauen, sondern ein längerer Trend werden sollte, ist die Wirkung auf den US$ absehbar.


    Sie könnten aber eben genausogut bald wieder mehr Treasuries erwerben, um es auch noch dem letzten Dummdödel aufzuzeigen: WIR kontrollieren jetzt den Außenwert des Dollar, wir Schlitzaugen und keiner sonst - eine recht komfortable Position trotz ausreichend Schwierigkeiten im eigenen Land. Dennoch sind die chinesischen Bestände an US-Schuldverschreibungen immer noch um 7% höher als zu Jahresanfang. Alles relativ...doch übers Jahr 2008 hatten sie noch um satte 52% zugelegt.


    China reduces holdings in US debt

    China wants to establish a new global currency regime


    China reduced its holdings of US government debt by the largest margin in nearly nine years in June, according to data from the US Treasury.


    China holds more US government debt than any other country and cut its holdings of US securities by more that 3% in June, said the BBC's Chris Hogg.
    Inflation fear


    In recent months the US government's budget deficit has widened thanks in part to the Obama administration's costly stimulus plan.


    Our correspondent in Shanghai says that China is worried about this, and fears the stimulus efforts will fuel inflation in the US, reducing the value of the dollar.


    This would then erode the value of the debt China holds in the US currency.


    In June, China cut its holdings of US securities by about $25bn, a fall of 3.1%.


    http://news.bbc.co.uk/2/hi/business/8207174.stm


    Grüße
    auratico