Beiträge von auratico

    Jetzt ist auch klar, was man mit den $ 500 Millionen an die toten Lehman Brothers aus den Händen der geisteskranken deutschen Staatsbanker machen wird. Denn Lehmans Pleitemanager haben sich einen ultragoldenen Fallschirm über $ 2, 5 Milliarden gebastelt. Gilt selbstredend nur für die US-Abteilung an der Wall Street. Ausserdem wurden noch in letzter Minute 4.4 Milliarden von London nach New York überwiesen, sodass in London nicht einmal mehr die ausstehenden Löhne bezahlt werden konnten.


    Key Lehman Employees to Get $2.5 Billion in Bonuses

    From the UK's Times:


    Staff at Lehman’s New York office who helped to cause the world’s biggest corporate bankruptcy are to share in a $2.5 billion bonanza.


    The bonus, which has been described by London staff as a “scandal” has been pledged by Barclays Capital, the British-based bank that last week acquired Lehman’s American operation and took on 10,000 staff.


    The $2.5 billion (£1.4 billion) pot, which has been ring-fenced as part of the acquisition, has caused huge resentment among the 5,000 staff in the firm’s European and Middle Eastern operations who are not guaranteed to be paid after this month...


    A Chapter 11 bankruptcy document filed by Lehman Brothers Holdings Inc says that Barclays has identified eight individuals out of the New York staff of 10,000 who are vital to make the deal succeed and a further 200 who are identified as “key”. It is thought that these eight directors will be locked into two-year contracts worth between $10m and $25m a year.


    The $2.5 billion had been accrued as part of the contribution to Lehman’s group profits for the first nine months of the year. Barclays said there is no obligation to pay it out but analysts say the competitive pressure to keep key staff means he will have to....



    Price Waterhouse Coopers (PWC), the administrator to Lehman’s European operation has demanded that the firm repay £4.4 billion that was transferred from the UK to Lehman’s US holding company just hours before the firm collapsed. This left London with no money to pay staff.



    http://www.nakedcapitalism.com…es-to-get-25-billion.html


    grüsse


    auratico

    Zitat

    mesodor39'
    na dall lasst unsere Regierungen erst mal die dazu notwendigen US-Vermögenswerte beschlagnahmen und veräußern. Sollen sich die US-Eigentümer dann an ihre Regierung halten. Die Amis hätten es auch so gemacht....


    Es scheint aber eher in die andere Richtung zu gehen, nämlich dass man dazu übergeht, ausländische (sprich US-) Schrottpapiere auch bei der EZB und der Bank of Japan unterzustellen.
    Sonntag ist immer ein hochinteressanter Tag für solche zuerst einmal unglaubwürdig scheinenden Meldungen, die sich dann im Nachhinein doch als wahr erweisen.
    Für die Eurozone heisst das dann, dass die Banken nicht nur - wie etwa zur Zeit Spanien mit seinen auf € lautenden Misthypotheken - der EZB europäische Papiere andienen können, sondern grundsätzlich auch ihre US-Papiere unterschiedlichen Zuschnitts wie CDS, ABS etc. Den sonntäglichen Jubel der Manager der Deutschen Bank auf dem Golfplatz kann man sich vorstellen...


    Es geht nun eindeutig darum, den gesamten hochexplosiven Derivatenwahnsinn global auf die "befreundeten" Zentralbanken zu verteilen und auf diese Weise den Zusammenbruch eines in Wahrheit nie existierenden Marktes, der ja immer nur Freiverkehr zwischen einzelnen Gegenparteien war, zu verhindern. Die USA alleine können und wollen das nicht meistern, also gibt es keine andere Alternative mehr: entweder globale Kernschmelze oder Errichtung von finanznuklearen Zwischenlagern durch die Vasallen rund um den Globus.


    TOKYO (Reuters) - Central banks in the United States, Europe and Japan will consider taking foreign-denominated assets as collateral in an effort to provide liquidity for battered financial markets, the Nikkei newspaper said on Sunday.


    Currently most central banks only accept assets denominated in their home currency as collateral, the paper said. If central banks were to accept assets denominated in other currencies, cash-strapped firms would be able to get funds easier, it said.


    http://news.yahoo.com/s/nm/200…nm/finacial_collateral_dc


    grüsse


    auratico

    Zitat

    'goldbaerchen'
    Das Emittentnrisiko hätte ich wahrlich besser mal im Kopf s!


    behalten.........
    dank Deines Tips habe ich in die obigen Shorts von ETFsecurities investiert, und der Handel ist nun ausgesetzt seit bald zehn Tagen, das heisst wohl nichts Gute[


    @goldbarchen


    Habe dein Post erst jetzt gelesen.


    Ich hatte dir keine Empfehlung gegeben, wie du in einem anderen Thread schreibst, sondern einen Hinweis auf ein Shortprodukt aufgrund deiner konkreten Frage, versehen mit dem notwendigen Verweis auf das Emittentenrisiko. Das ist alles.


    Die Sache hat natürlich mit der urplötzlichen Verstaatlichung von AIG zu tun, wie nachzulesen war. Die sind wohl Counterparty bei vielen Produkten von ETF Securities. Jetzt ist die amerikanische Regierung Counterparty bei deinem Shortprodukt, und es wird wahrscheinlich etwas dauern, bis wieder Kurse gestellt werden. Unbedingt anrufen und genau aufpassen, wann wieder gehandelt wird. Und dann raus, denn bald schon könnten die Rohstoffe wieder anziehen.
    Ich hoffe sehr, dass du aus der Sache gut herauskommen wirst, aber wichtig bleibt mir, dass ich nie und nimmer etwas empfohlen habe, sondern auf eine Möglichkeit hingewiesen habe, da ich eine lange Liste mit allen möglichen Rohstoffindizes führe.


    Wird schon schiefgehen...aber das ist wirlich ein Crashkurs wie aus dem Bilderbuch


    Grüsse


    auratico


    http://www.goldseiten.de/conte…/artikel.php?storyid=8419



    Verfasst von Diverse am 17.09.2008 um 9:24 Uhr


    Preisfestsetzung für Wertpapiere von ETF Securities teilweise ausgesetzt
    Wie gestern auf Bloomberg gemeldet wurde, haben einige Marketmaker die Kursstellung für ETF-Rohstoffe von ETF Securities Ltd., die durch die American International Group. Inc. (AIG) versichert sind, eingestellt. AIG sieht sich gerade mit einer Abstufung seiner Kreditwürdigkeit und Zweifeln über die weitere Überlebensfähigkeit konfrontiert.


    Es sind nach Aussagen von Hector McNeil, Vertriebs-Chef von ETF Securities in London, ungefähr für 2 Mrd. US $ ETF-Wertpapieren ausgegeben. ETF Securities könnte eine direkte Verkaufsmöglichkeit anstatt über Broker anbieten, so das Unternehmen. AIG steht nach Aussage von ETF für alle Verbindlichkeiten ein.


    Graham Tuckwell, Chairman von ETF Securities, sagte in einem Telefoninterview, dass er die Unsicherheit der Anleger über AIG und auch die der Marketmaker bei der Kursstellung versteht.

    Zitat

    mesodor39'
    Klar, daß nicht alle Firmen auf dieser Liste stehen. Ist doch meine Rede


    In Grossbritannien scheint das Shortverbot für die Finanzaktien jedoch sehr umfassend zu sein.


    Fraglich ist, ob die Regulierungsbehörden daran gedacht haben, dass die Investoren, vor allem Hedge Fonds, ihre derzeitigen Long Positionen im aktuellen Kursrausch dann eben mit Werten aus anderen Branchen nach unten hedgen müssen. Ihr Geschäftsprinzip der gegenläufigen Positionen werden sie wohl kaum aufgeben, obwohl denkbar ist, dass es bei den jüngsten wilden Marktbewegungen einige Fonds gerade zerrissen hat.


    Wenn dem so sein sollte, wird man das wohl bald erfahren. Wenn es jetzt einigen Hedge Fonds an den Kragen gehen sollte, wäre das der US-Regierung in der aktuellen Situation ziemlich egal, weil das nur noch Peanuts wären im Vergleich zum bereits Geschehenen. Ausserdem würde es psychologisch gut ins derzeitige Sentiment passen als populistische PR-Massnahme: Seht her, die schlimmsten Spekulanten sind nun draussen, der DOW ist von spekulativen Übertreibungen befreit und die Fundamentaldaten der meisten Unternehmen sind viel besser als die jüngste Panikstimmung euch glauben machen wollte.


    grüsse
    auratico

    [Blockierte Grafik: http://www.stock-channel.net/s…d/images/smilies/kiff.gifUS Government to secure mortgage market with gold reserves


    full story: http://www.moneymarketing.co.uk/cgi-bin/item.cgi?id=173208


    linar :)


    The ESF was created after the Great Depression and uses the US gold reserve as collateral for financial stability.


    Prognose: Der ESF wird in der nächsten Zeit ganz vehement in den Blickpunkt der Gold-Gemeinde rücken. Nach meinem Wissen ist er derzeit offiziell noch mit ca. $ 50 Milliarden bestückt, doch die gehen ja derzeit weg wie die warmen Semmeln. Wo also soll neues Geld herkommen? US- Gold in grossem Stile als Collateral? Der ESF ist insofern ein äusserst interessantes Vehikel der US-Regierung, weil er im Grunde machen kann, was er will, von Treasury-Ankauf über Devisengeschäfte bis eben hin zu Goldgeschäften.


    Es dürfte wohl der ESF sein, der als Vehikel für etwaige Goldverkäufe durch die USA Verwendung fände. Ein solches Szenario ist in der gegenwärtigen Krisensituation durchaus möglich. Das Gold haben sie ja zumindest gelagert, wobei es dann wohl gar nicht darauf ankäme, wem es gehört. Dann schreibt man eben z.B. eine langfrisitige Goldforderung zugunsten eines Verbündeten wie Deutschland - das wäre dann so etwas wie eine seeeehr langfristige Gold/Geldpolitik bzw. eine Art Bündnisfall der Gold-NATO.


    Die Relaisstation solcher möglicher Aktionen könnte sehr wohl der ansonsten wenig beachtete ESF sein, er ist ein Krisenvehikel mit grossem Handlungsspielraum.


    The U.S. Exchange Stabilization Fund was established at the Treasury Department by a provision in the Gold Reserve Act of 31 January 1934. The fund began operations in April 1934, financed by $2 billion of the $2.8 billion paper profit the government realized from raising the price of gold to $35 an ounce from $20.67. The Act authorized the ESF to use its capital to deal in gold and foreign exchange in order to stabilize the exchange value of the dollar. The ESF as originally designed was a creature of the Executive Branch not subject to legislative oversight.


    The Gold Reserve Act authorized the ESF to use such assets as were not needed for exchange market stabilization to deal in government securities. The Fund had no statutory authority, however, to engage in other activities that it began to undertake. The principal such extraneous activity it devoted itself to was lending dollars to politically favored governments.


    ESF-Webseite: http://www.treas.gov/offices/international-affairs/esf/


    Ein Halbsatz noch zu den jüngsten Qualitätsdiskussionen hier im Thread: Bitte mehr Lesen als Schreiben. Das gilt allen zuvor für die vielen Schlaumeier mit ihren pseudowitzigen Kurzauftritten. Thanks in advance.



    grüsse
    auratico


    In harten Zahlen:


    AIG hat CDS-Papiere im Wert von $ 441 Milliarden geschrieben, davon $ 58 Milliarden auf Subprime-Hypotheken.
    Die bankrotten US-Hausbesitzer/Steuerzahler können nun als neue Eigentümer ihrer eigenen Schulden die Hausschlüssel statt wie bisher an die Bank gleich direkt an das Finanzministerium schicken.


    Hochinteressant zu sehen wird sein, ob die US-Regierung, die nach dem Hypothekenmarkt mit Fannie und Freddie nun auch noch riesige Teile des übrigen Schuldenmarkts verstaatlicht hat, nun selbst ganz eigene Schuldenerlässe herausbringen wird, etwa in die Richtung einer Einheitshypothek. Denn einen privaten Hypothekenmarkt kann es ja angesichts dieser neuen Besitzverhätnisse auf absehbare Zeit nicht mehr geben.


    Die anderen 5 CDS-Monster sind:


    Morgan Stanley, Goldman Sachs, JP Morgan, Deutsche Bank, ABN Amro


    grüsse
    auratico

    Ein Kommentator auf n-tv grade (zu den Verstaatlichungen der Verluste bei den Banken):


    "Wir warten auf den Tag, an dem Karl Marx im Weißen Haus hängen wird. :thumbup: :D


    Respektive sein Bild" :hae:


    Dies wäre dann das falsche Bild. Es müsste Mussolinis Porträt dort hängen. Die derzeitige Verstaatlichungswelle in USA, bei der einige Riesenbanken mit den nur allerengsten denkbaren Verbindungen zur Regierung übrig bleiben werden, trägt die wesentlichen Züge des faschistischen Wirtschaftsmodells, wie es musterhaft von Mussolini eingeführt wurde.


    Die Schulden von J.P Morgan und Bank of America lassen sich nicht mehr per Konkurs wie bei Lehman regeln. Das muss über die Steuerzahler geschehen. Und was ich bisher noch in keinem der Schnellkommentare zu dem aktuellen Geschehen gelesen habe: Die meisten der in einem solchen Auffangpool angesammelten Schulden sind völlig wertlos, wie mit grosser Sicherheit Tonnen von CDS. Da wird es nie mehr eine Erhohlung geben. Das ist eine völlig andere Situation als mit den simplen Häusern , Grundstücken und Gewerbeimmobilien bei der Krise der Bausparkassen in den 80ern Jahren, nach deren Modell nun offensichtlich verfahren werden soll. Inzwischen ist ja sogar schon die Rede davon, dass die Regierung direkt Häuser und Grundstücke aufkaufen soll.


    Ausserdem ist an der irrsinnigen Kursrally der Finanzwerte mehr als nur deutlich zu sehen, dass sich die meisten der sogenannten Marktteilnehmer in einem solchen protofaschistischen Wirtschaftsmodell mit praktisch trottelsicheren Gewinnen (mal eben schnell wird Shortgehen per Generalerlass verboten, also kann es ja nur nach oben gehen) für die Finanzeliten pudelwohl fühlen werden. Denen ist vollkommen gleichgültig, von welcher Seite die Manipulation betrieben wird - Hauptsache bleibt, dass man mit von der Partie ist.


    Man darf wirklich nie vergessen, dass fast alle Amerikaner über ihre Pensionsfonds auch Aktionäre sind. Sie können gar nicht aufmucken und sich gegen diese Schweinereien wehren, weil sie auf die Börsenkurse angewiesen sind. Dass sie für derartige "Stabilisierungsaktionen" massiv mit Steuerlasten bezahlen müsssen und auf dieser Seite ausgeraubt werden, scheint leichter durchsetzbar zu sein, weil das Gejammer über hohe Steuern ohnehin in jedem Land zur Alltagsfolklore gehört. Schleichender Bankrott ist einfach leichter zu schlucken als psychologisch aufrüttelnde Schockerlebnisse.


    grüsse
    auratico

    Morgen gibt's ein Feuerwerk bei den Bankwerten im Dax. Gold muss wieder auf die 800 runter. Dann erst wird man fragen, wie die "Auffanglösung für Bankschulden" eigentlich aussehen soll. Was für eine Woche!


    Paulson ist ein unglaublich cleverer Psychologe, indem er jetzt die 80er Jahre wieder auferstehen lässt. Inzwischen bestimmen praktisch nur noch seine Aktionen die kurzfristigen Marktbewegungen. So etwas hätte sein blasser Vorgänger Snow nie und nimmer hinbekommen. Nach dem Muster der Sparkassenkrise also soll nun verfahren werden, ganz nach dem Motto: Das haben wir doch damals ganz gut hinbekommen ,und danach kamen doch gleich wieder die fetten Jahre. Damals wurden bekanntlich praktisch alle Schulden vom Steuerzahler übernommen. Und ausserdem muss diesmal ja die ganze Welt - ausser dem bösen Hugo - mithelfen und Dollar kaufen wie noch nie. Die Chinesen sind auch wieder mit an Bord und reden wieder mit Morgan Stanley über eine Kapitalaufstockung.


    Jetzt ist die Katze endgültig aus dem Sack, und die Wall Street kann die Bankenwerte steigen lassen. Da sind jetzt kurzfristig sehr gute Zockerprofite zu machen, weil das ja einem Generalbailout gleicht. Punktgenau tritt der gewünschte Effekt ein und der Dow saust gen Himmel. Das wird wieder einmal sehr spannend zu sehen, wie lange diese Geschichte die Märkte bestimmen wird. Und vor allem, ob der US-Bevölkerung, die ja selbst bis über beide Ohren verschuldet ist, klar ist, was da auf sie zukommt. Denn die Zahlen der damaligen Sparkassenkrise hören sich heute wie die sprichwörtlichen Peanuts an:


    The ultimate cost of the crisis is estimated to have totaled around USD$160.1 billion, about $124.6 billion of which was directly paid for by the U.S. government—that is, the U.S. taxpayer, either directly or through charges on their savings and loan accounts—which contributed to the large budget deficits of the early 1990s. The resulting taxpayer bailout ended up being even larger than it would have been because moral hazard and adverse selection incentives compounded the system’s losses.


    http://news.ino.com/headlines/?newsid=68939658581790


    grüsse
    auratico


    chB


    US-Investoren haben sich mit billigen Yen-Krediten in die Ostbörsen (nicht nur dort) eingekauft und müssen nun zurück in den Yen. Das sind die berühmten Carry Trades, über die wir hier schon hundertmal gesprochen haben. Und danach dann wieder zurück in die Treasuries wie heute.


    Heute wurden T-Bills gekauft, als gäbe es kein Morgen mehr. Die Renditen der 3monatigen Kurzläufer sind dabei auf ein so niedriges Niveau gefallen wie seit 50 Jahren nicht mehr. Die Leute wollen nun um jeden Preis ihr Geld an einem sicheren Ort unterstellen, selbst wenn sie dabei draufzahlen.


    ``People are extremely cautious with respect to who they're lending money to at the moment,'' said Richard Bryant, a Treasury trader at Citigroup Global Markets Inc., one of the primary dealers that trade government debt with the Fed. ``They're willing to buy very short-dated Treasury instruments and forgo returns and in some cases pay for the privilege of knowing their money is safe.''


    ``If the banks don't want to lend to each other they don't want to lend to the banks. That means where else are they going to put their money -- they're going to put it in T-bills for safety.''


    http://www.bloomberg.com/apps/…d=aRqBARaTR_m0&refer=bond


    grüsse
    auratico

    Die US-Regulierungsbehörden sind schon wieder als Kupplerin unterwegs für eine hässliche Braut und fragen schon mal vorsorglich an, wer denn bitte vielleicht Interesse haben könnte an Washington Mutual. Ein kleines Brautgeschenk von der mit frischem Geld ausgestatteten Fed gibt es diesmal sicher wieder mit auf den Weg, denn darauf wird es jetzt auch nicht mehr ankommen:


    U.S. regulators try to find WaMu buyer


    Wed Sep 17, 2008 12:07pm


    (Reuters) - U.S. federal regulators recently called a number of banks asking if they would consider buying Washington Mutual Inc should it eventually falter, the New York Post said, citing sources.


    Federal banking regulators, in recent days, contacted Wells Fargo & Co, JPMorgan Chase & Co, HSBC and several other financial institutions to gauge their interest in a possible acquisition of WaMu, the paper said.


    grüsse


    auratico

    @ auratico

    müßte genau dieses Verhalten nicht die gegenteilige Reaktion auslösen?


    Noch nicht. Der Dollar verliert gerade massiv gegen den Yen, der € verliert ebenso gegen den Yen. Unwahrscheinlich ist aber, dass der Dollar angesichts der offenen Monetarisierung sich noch länger gegen den € so gut wie zuletzt wird behaupten können. Die Papierwährung der Stunde ist aber der Yen.


    Eine Lektion in Sachen Hartwährung kam heute aber von anderer Seite. Was mich freilich interessieren würde ist, ob die heutigen Marktbewegungen im Edelmatallbereich etwas mit den Positionen von Lehman und AIG in diesem Sektor zu tun haben. Wer dazu etwas weiss oder auch nur vermutet, wird höflich gebeten, sich dazu zu äussern.


    grüsse
    auratico


    Was bei dem Spike am auffälligsten ist.


    Der Euro rührt sich nicht ein bischen, so macht Gold auch in Euro Spass!!! (im Gegenteil, sinkt sogar) hat jemand ne Erklärung?)


    .


    Es fliessen gerade Unmengen von Dollars zurück in die USA, was die relative Stärke gegen den € momentan trotz Riesenkrise und soeben eingestandener Monetisierung von US-Schatzanweisungen durch die Fed erklärt. Die ganzen mit Yen finanzierten Osteuropa-Investments befinden sich in panikhafter Auflösung und landen über den Umweg Tokio in US-Treasuries. Es geht dabei erstmal gar nicht mehr um irgendeine Rendite, sondern nur noch um heim ins Reich. Der Yen geht sowohl gegen Dollar als auch gegen € stark nach oben. Wer schon wieder traurig ist, dass ihm beim heutigen Goldorgasmus die Preise davongelaufen sind, muss eben kleinere Brötchen backen und dürfte mit dem Yen in nächster Zeit sehr gut fahren.


    grüsse
    auratico


    PS. Der Goldseiten-Server spinnt wieder wie in guten alten Zeiten - da kommt fast ein heimeliges Gefühl auf.

    Die heutige Goldpreisexplosion:


    Die Fed bekommt nun direkt Kohle vom Finanzministerium in Form spezieller Treasuries, um ihre Bilanz zu reparieren nach all den Bail Outs.
    D.h. nun hat das grosse Monetisieren offiziell begonnen - sie können die Rettungsaktionen nicht mehr über die bestehenden Treasury-Bestände abwickeln, sondern müssen ganz buchstäblich die Notenpresse anwerfen.


    17.09.2008 , 16:55 Uhr
    Unterstützung für die Notenbank


    US-Ministerium kündigt Finanzhilfe für Fed an
    HB WASHINGTON. Das US-Finanzministerium hat die Ausgabe neuer Staatsanleihen beschlossen, um den zurzeit erhöhten Finanzbedarf der Notenbank zu decken. Schon am Mittwoch sollten Anleihen mit kurzer Laufzeit in einem Gesamtvolumen von 40 Milliarden Dollar platziert werden, wie Beamte des Finanzministeriums mitteilten.


    Dadurch sollen der Fed Mittel zufließen, die die Notenbank nutzen kann, um den Liquiditätsdruck auf dem Finanzmarkt zu lindern. Das Progamm besteht aus einer Reihe von Treasury-Bills, die über das derzeitige Emissionsprogramm des Finanzministeriums hinausgehen.


    http://www.handelsblatt.com/po…hilfe-fuer-fed-an;2042134




    grüsse
    auratico

    Zitat

    gutso'
    Man braucht schon wirklich Nerven, um hier noch ohne Wut zuzuschauen. ...


    Gruß,
    gutso


    Lehman hatte bis gestern bei seiner deutschen Tochter ca. 150 Mitarbeiter in Deutschland.
    Jetzt rechne man sich einmal den Schaden aus, den diese kleine teutonische Wall Street-Eskorte pro Kopf dem absurd schlecht gegen ausländische Abzockerbanken geschützen deutschen Einlagensicherungsfonds im Blitztempo zugeführt hat. Schon jetzt ist abzusehen, dass hier mehrere Milliarden fliessen werden - ausgehend von einer deutschen Banklizenz und eben 150 Mitarbeitern.


    Das Unfassbare ist für mich nach wie vor, wie es hierzulande immer noch gelingen kann, die immensen Konsequenzen des Finanzdebakels für dieses Land (à la IKB, Landesbanken etc.)) irgendwo unter ferner liefen abzuhandeln. Man sieht sich irgendwelche TV-Berichte über verwirrte Lehmann-Angestellte an, die ihre Familienbilder von den Schreibtischen in New York abräumen, während hierzulande sofort die Garantien greifen, die es in USA für Lehman gar nicht gibt. Brainwash pur im Vasallenstaat mit seinen gleichgeschalteten Medien...
    Man darf darauf gespannt sein, was noch geschehen muss, ehe sich die Leute ihr Geld von der Bank holen, wenn jede ausländische Bank mit einer Handvoll Mitarbeitern im Land der braven Michel im Pleitefall Milliarden aus dem deutschen Einlagensicherungsfonds abzieht...


    Aus dem oben von gutso verlinkten Artikel über die Konsequenzen der Lehman-Pleite für den deutschen Einlagefonds:


    Branchenkenner gehen davon aus, dass der Schaden in die Milliarden geht, wenngleich er nicht 14 Mrd. Euro betragen dürfte. Auf jeden Fall dürfte er den bisher größten Schadensfall übertreffen - die Pleite des Bankhauses Fischer, das in den 90er-Jahren mit 1,6 Mrd. DM zu Buche schlug.


    grüsse
    auratico


    Postskript:


    Das hätte man sich eigentlich denken können - natürlich darf die staatliche KFW bei diesem Verlustkorso nicht fehlen. Es ist die Bank mit dem wahrscheinlich dümmsten Management in Europa. Es ist die Bank der deutschen Steuerzahler, es ist die Bank, die von ausgemusterten PolitikerInnen im Stile von Mugabes Simbabwe "geführt" wird:


    18.24: Die Insolvenz der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers kostet die bundeseigene KfW-Bank nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vermutlich einen dreistelligen Millionenbetrag. Die KfW habe Engagements mit Lehman im mittleren dreistelligen Millionenbereich bestätigt. Mögliche Ausfälle bedrohten aber weder die Existenz der Bank noch deren Förderfähigkeit, sagte ein Sprecher. Noch am Montag, als die Insolvenz erwartet worden war, habe die KfW 300 Mio. Euro an Lehman überwiesen. Die KfW habe mit Lehman bei Wertpapieren und Finanzmarkttermingeschäften (Swaps) zusammengearbeitet, sagte ein Sprecher. Insgesamt liege das Engagement der KfW mit Lehman im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Ein Teil davon in Höhe von rund 300 Mio. Euro sei auf eine fehlerhaft ausgelöste Swap-Zahlung am Montag zurückzuführen, deren Umstände durch die Innenrevision geprüft würden. Mögliche Ausfälle seien für die KfW absolut verkraftbar, sagte der Sprecher.


    http://www.ftd.de/boersen_maer…rlustanleihen/413811.html


    . The Federal Reserve will help, too, but only by offering to take more types of collateral through its overnight loan window. :love:
    .


    Und zwar prompt. Das Bettelfenster der Fed stand heute so sperrangelweit offen wie zuletzt nach 9/11, allerdings mit horrenden Spreads bei der zweiten Tranche:


    From Bloomberg:


    The Federal Reserve added $70 billion in reserves to the banking system, the most since the September 2001 terrorist attacks, to keep bank borrowing costs low after the bankruptcy of Leman Brothers Holdings Inc.


    Fed funds traded as high as 6 percent, or 4 percentage points above the central bank's target rate for overnight loans between banks, according to ICAP Plc, the world's largest inter- dealer broker. The margin is the greatest since Bloomberg began tracking the data in 1998...


    So, mir reicht´s für heute mir dem ganzen Finanzdrama. Jetzt gibt´s endlich ein kühles Helles in der anarchistischen Raucherkneipe an der Ecke.


    grüsse


    auratico

    Wenn AIG pleite ist, geht der Goldkurs nach Norden, denn dann wacht der kleine Mann auf, wenn plötzlich seine Altersvorsorge weg ist.


    Man sollte nicht vergessen, dass AIG in den vergangenen Jahren ja schon in unzählige heftige Skandale verwickelt war und das Ansehen der Firma ohnehin denkbar schlecht ist. Inzwischen wird denen so gut wie alles zugetraut. Warren Buffet, den sie auch einmal auch übers Ohr gehauen hatten - und dann Strafe bezahlen mussten - hat gerade vor einer Stunde bekundet, dass er die Bude ganz bestimmt nicht übernehmen werde, wie zuletzt noch geraunt wurde.


    Für Theodore Butler stand ja immer so gut wie sicher fest, dass AIG auch noch hinter den grossen Silber-Shortpositionen an der Comex stehen würden.
    Alles nur denkbar Schlechte wurde auf AIG schon projeziert. Und bald schon kann man vielleicht sehen, was es damit wirklich auf sich hat.


    Bei der Pleite von Drexel Burnham (deren Leiter in Hongkong Marc Faber hiess) gingen die meisten Leute von dort direkt zu AIG. Und wenn man sich an das Ende von Drexel erinnert: Portugal hatte ihnen etliche Tonnen Gold verleast, das Drexel stante pede verkaufte und in ihre Boni steckte. Portugal hat dieses Gold natürlich nie wieder gesehen.


    Also, wenn die Ex-Drexel-Leute ausgerechnet diesen Teil ihres "Wissens " bei AIG eingebracht haben sollten, dann darf man auch noch auf einige Konsequenzen im Edelmetallsektor gespannt sein, sollte es mit AIG noch weiter bergab gehen.


    grüsse


    auratico

    Das nenne ich doch mal einen Volltreffer! :thumbup:


    Nach der landestypischen Sommerfrische von vollen 2 Monaten, die den Franzosen auch in Krisenzeiten heilig ist, hat sich die LEAP-Mannschaft, wie seit langem angekündigt, genau am 15. September zum rentrée aus ihren Feriendomizilen zurück gemeldet - genau am Crashtag. Bisher ist deren Timing wirklich makellos.


    - Die Leap-Leute bleiben bei ihrer Vorhersage von einem Euro/Dollar von 1.75 bis Ende 2008.
    - Sie sagen, dass die unter Einsatz von ca. 6 Milliarden € vor allem mit chinesischer Hilfe im Juni unternommene Stützungsaktion des US$ die ganze Sache nur noch schlimmer machen werde.
    - Das englische Pfund sehen sie zum Abschuss freigegeben.
    - Sie sind fest davon überzeugt, dass der nächste amerikanische Präsident bereits feststeht.


    Noch nur in französischer Sprache einsehbar:
    http://www.leap2020.eu/Francai…7641a8c83cc1bd1e1c1449afb


    grüsse
    auratico

    [size=12][color=#0000ff]
    Lehman is a so-called category 2 member of the LME and eligible to [b]issue and clear contracts
    . It can't trade on the floor of the exchange. It was suspended from trading on the bourse's Select electronic platform. The LME trades copper, aluminum, zinc, nickel, tin, lead, steel and plastics.


    An der LME wird aber kein Gramm Gold oder Silber gehandelt.
    An der London Bullion Market Association, wo der OTC-Handel mit den Edelmetallen stattfindet, sind (bzw. jetzt besser: waren) Lehman und Merrill Lynch nur einfache Mitglieder ohne Clearing-Status.


    An einem wilden Tag voller Vermutungen ohne jede Gewähr sei eine weitere hinzugefügt: Das eigenartige verhalten der Gold- und Silberpreise heute in London könnte tasächlich noch den Problemen beim Unwinding der Positionen von Lehman geschuldet sein. Wenn meine Vermutung zutrifft, müsste sich dieser Nebel aber bald verziehen, weil ihre Positionen nicht allzu bedeutend gewesen sein dürften.


    Dennoch gehört heute natürlich der Tag wieder den Staatsanleihen. Bei den deutschen sogar ein seit 20 Jahren nicht gekannter Andrang. Das kann man sich wohl für alle zukünftigen Krisen merken: Erstmal geht´s immer heim zu Mama, wenn man Scheisse gebaut hat. Dort kriecht man unter und sieht sich fürs erste gerettet.


    grüsse
    auratico

    [/color][/size]


    Ein kleiner Tipp: es ist ein deutscher Name, den die Bank trägt......


    Das ist höchst unwahrscheinlich. Soweit bekannt, ist Lehman kaum irgendwo weniger vertreten als auf den Rohstoff/Edelmetall-Terminmärkten. Lehman ist einer der Hypotheken-Underwriter schlechthin mit dem jetzt bekannten Ergebnis. Es ist doch kaum vorstellbar, dass da plötzlich per Geheimaktion Shortkontrakte in Milliardenhöhe noch auf die Schnelle rübergeschaufelt werden. Manchmal kann man es auch übertreiben mit der Conspiracy...Umgekehrt wäre das freilich der Knaller schlechthin.



    Man hat viel spekuliert zuletzt, wer die Halter der grossen Silber-und Gold-Shorts sein könnten, die da plötzlich aufgetaucht sind.
    Tom Szabo glaubt, dass es wahrscheinlich J.P Morgan (das ultimative Commodity-Schwergewicht) und die HSBC sind.


    The Usual Suspects After All


    Second, based on some of the incongruities between the Bank Participation and COT reports that I’ve already pointed out, I believe it is somewhat likely that the huge COMEX silver and gold short positions of the 2 or 3 U.S. banks represent an intercompany transfer between the futures dealer subsidiaries and the banking subsidiaries of JPMorgan and HSBC. Such a transfer could be accomplished by having the banking entity enter into a swap with the dealer entity. What would remain on the dealer’s book is just the forward contract.


    JPMorgan and HSBC are obviously huge individual players in the gold and silver markets and that includes the COMEX. The Call Reports prove, I believe, without a shadow of a doubt that these two U.S. banks constitute a significant portion, and probably the outright majority, of commercial short positions (both gross and net) in COMEX gold and silver futures. That might get the conspiracy-minded among us to start hootin’ and hollerin’, but I do want to point out that JPMorgan and HSBC have a much larger book of forward gold and silver contracts than they do COMEX gold and silver contracts. As a result, it is impossible to conclude with any degree of certainty that the COMEX gold and silver short positions are not in fact hedges of forward gold and silver long positions. Unless, of course, we have an agenda and a propensity to jump to conclusions.


    COMMODITIES (including off-exchange forward contracts):
    (1) JP Morgan Chase Bank, National Association: $126.3 billion (futures only: $74.5 billion)
    (2) HSBC Bank USA, National Association: $36.2 billion (futures only: $4.5 billion)
    (3) Citibank, N.A.: $16.8 billion (futures only: $15.1 billion)
    (4) Bank of America, National Association: $12.6 billion (futures only: $12.2 billion)
    (5) Wachovia Bank, National Association: $12.2 billion (futures only: $12.2 billion)


    http://silveraxis.com/todayinsilver/2008/08/


    grüsse
    auratico

    100% rein und 65% raus, der grosse Washout war das, aber warum haben sie den Markt verlassen frage ich mich, das ganze macht mir keinen Sinn, ok die haben schon bei 145 USD abgeraeumt.
    Die Hedgefonds verlassen sich nun auf die Computerpreise vom FED die man uns zeigt ? :hae:


    Die Fonds sind raus, weil sie eben bis zum Hals gehebelt sind. Sie waren long commodities inkl. Gold, sie waren short Dollar. Durch die massive, konzertierte Aktion zur Stützung des Dollar durch Zentralbanken querbeet sind sie aus diesen Positionen bewusst herausgedrängt worden. Viele haben ohnehin nach einer Möglichkeit gesucht, nach dem enormen Preisauftrieb auch mal Kasse machen zu können.Der Anlass wurde ihnen aber damit aufgedrängt. Bestimmt haben sie nicht damit gerechnet, dass ihnen das PPT aber einen derartig heftigen Schlag versetzen könnte und den Rohstoffsektor derart auszuhebeln vermag.


    Inzwischen trifft das weiter oben gepostete Wort von den "Flipperautomaten" mehr denn je zu. Unter enormem Zugzwang können die Hedge Fonds nur noch rascher reines Momentum Play von einem Gummiband zum anderen machen. Alle machen ganz schnell das je immer Gleiche, z.B. raus aus Gold und Commodities, rein in den US$. Nächste Woche kann es schon wieder anders sein, hauptsache man gehört (noch) nicht zu denen, deren Kugel die elastische Bande verfehlt und durch einen Seitenschacht des Flipperautomaten nach unten fällt.


    Anfang der kommenden Woche spielen sie vielleicht auf eine Zinssenkung hin - das hat sich zumindest am Freitag angedeutet mit starkem Goldpreis/HUI und fallendem Dollar.


    grüsse
    auratico