Beiträge von auratico


    Die Masche läuft seit vielen Jahren und nicht nur bei EM-stocks.


    Lucky


    Inzwischen hat ja die SEC zu einem Generalangriff zumindest auf die Riesenshorter geblasen. Wenn das nicht nur heisse Luft bleibt, könnte die Sache auch für die kleinen Minenwerte interessant sein. Bin schon gespannt, ob Puplava diesbezüglich etwas Neues zu berichten haben wird. Es wird ja immer offenkundiger, dass das Shorten in den letzten Monaten weit und breit zur hauptsächlichen Aktivität an den Börsen geworden ist.


    Nun aber soll gelten:


    "Die SEC erwägt zudem, für den gesamten Aktienmarkt Regeln für Leerverkäufe aufzustellen."
    aus: http://www.handelsblatt.com/un…trafft-die-zuegel;2012275


    Auch Monty Guild bei Sinclair mit gewissen Hoffnungen auf eine Besserung der Situation bei Small Caps-Minen durch schärfere Regeln beim Shorten. Aber ob die Kanadier da mitziehen werden, wo die Königsbörsen für Shortseller sind ?


    "I know you are aware of the SEC attack on the rumor mongering financial shorts. Now they are also going after the non-borrowed shorts on small cap stocks. It used to be you had 13 days if you failed to deliver now it is shortening up to keep naked shorts out of the game. If this is really prosecuted it could be a huge help for small caps of all types in the US that have been fraudulently hammered with untrue internet postings and planted articles.


    Next stop Canada hopefully"


    Und dann Sinclair:


    Dear CIGAs,


    I agree with Monty. If the fail to deliver dates are shortened and the broker’s only obligation is to ask the short seller once if borrowed securities are to be effected, then naked short selling is over.


    The squeaky wheel may get some grease. Naked short selling is illegal, has always been illegal and no special order is required.


    Bombard the SEC, the US Attorney General, the Attorney General of your state, the FBI financial fraud department, the Canadian Security Intelligence Service, AMEX, NYSE, NASDAQ and most certainly the Toronto Stock Exchange and their special camouflage called "Broker Anonymous." This camouflage screams foul, always illegal, financial fraud for prejudicial personal enrichment, as seen below.


    To consider it time wasted is simply to do nothing, and if you do nothing you deserve nothing. At the very minimum we will overflow their email boxes.


    http://www.jsmineset.com


    grüsse
    auratico

    Sinngemäss:


    Die amerikanische Börsensaufsicht ist der Meinung, das 'Shorten' der Aktien von Fannie and Fredy bringt die Kurse dieser beiden Firmen zu stark unter Druck und überlegt sich die Shorts gegen diese beiden Unternehmen zu verbieten???!!!


    Der Markt hat immer recht, auch wenn er verboten wird..........?


    Jetzt shorten sie sich gegenseitig zu Tode, die ach so freien Märkte. Und Joe scheint der Übershorter schlechthin zu sein. Angesichts dieser Situation wird auch erklärlich, warum ausgerechnet Lehman, neben Fannie und Freddie offenkundiges Hauptopfer dieser Metzgeraktionen, inzwischen dazu übergegangen ist, bei den Konkurrenten nun immer noch monströsere Verluste zu prophezeien. Die Ätsch-Bätsch-Logik des Sandkastens erobert die Hochfinanz:


    Spekulation: SEC strafft die Zügel


    Unter dem Eindruck der Bankenkrise und der Turbulenzen an den Finanzmärkten gehen die USA gegen Manipulation am Aktienmarkt vor. Die Börsenaufsicht SEC kündigte am Dienstag an, bestimmte Spekulationen auf fallende Kurse bei Finanztiteln zu unterbinden.


    rtr WASHINGTON/NEW YORK. Die Behörde verdächtigt einem Medienbericht zufolge unter anderem die Deutsche Bank, mit Manipulationen zum Kollaps der US-Investmentbank Bear Stearns und dem Kursrutsch beim Rivalen Lehman Brothers beigetragen zu haben. Die Chefs dieser beiden betroffenen Investmentbanken haben offenbar Goldman Sachs direkt mit Vorwürfen konfrontiert, deren Londoner Händler hätten Bear-Stearns- und Lehman-Aktien gezielt mit falschen Gerüchten gedrückt.


    Die SEC verbietet zunächst bestimmte Leerverkäufe (short selling) von Aktien 19 großer Finanzkonzerne. Dazu gehören die angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac, aber auch die Titel großer US-Banken wie Lehman Brothers, Goldman Sachs und Merrill Lynch sowie die Aktien von Deutscher Bank und Allianz. Der Vertrauensverlust am Markt könne zu Panikverkäufen führen, die sich durch bestimmte Arten von Leerverkäufen möglicherweise noch verschlimmerten, erklärte die SEC.


    http://www.handelsblatt.com/un…trafft-die-zuegel;2012275


    grüsse


    auratico

    Japans Banken halten um die 55 Milliarden Dollar an Fannie + Freddie
    ...


    Andere Länder halten noch viel mehr - Russland über 100 Milliarden, China gut 350 Milliarden etc., etc. Und ausserdem sind ja auch beim Bettelfenster der EZB etliche Fannies und Freddies abgegeben worden.


    Fannie und Freddie sind nichts anderes als eine schlecht kaschierte Off Balance-Schuldenmaschine für die US-Regierung unter dem Deckmäntelchen einer privaten Aktiengesellschaft, einfach eine anders genannte Ausgabestelle von Treasuries mit über 10.000 hochbezahlten Angestellten.Wenn das irgendwann sogar dem letzten holzköpfigen teutonischen "Analysten" klargeworden sein wird, wird auch dieser dazu übergehen, die gigantischen Verbindlichkeiten dieser beiden Hypothekenmonster endlich dem schon bestehenden US-Schuldenberg hinzuzufügen.


    Fannie und Freddie sind die ausgelagerten insolventen Zweckgesellschaften der US-Regierung. Insolvent, weil das Geschäftsmodell der beiden nur funktionieren kann, wenn sie zu deutlich niedrigeren Zinsen als andere zu Geld kommen können, um ihren Investoren dann einen Hebeleffekt zu verschaffen. Wie sollte das nun möglich sein, da abertausende der von ihnen garantierten Immobilien bereits mit 20% und mehr unter Wasser sind ?


    Eigentlich hält sich der US$ noch exzellent angesichts des wahren Debakels hinter diesen beiden so unschuldig klingenden Kindernamen. Wenn das ungefähr so bleiben sollte, könnten Fed und Regierung gleich Weihnachten ausrufen.


    grüsse
    auratico

    Huch, wurde hier nicht befürchtet, um 14:30 gehts noch weiter abwärts? Das war wohl heute umgekehrt. Heute die Wall Street realistischer, als die Europäer? 8o


    Mal sehn, wie gut die 970 halten. ....


    Die Aktien machen aber diesen heutigen Anstieg überhaupt nicht mit. Bin nicht so der Freund ganz kurzfristiger Analysen, aber hier scheint heute der Iranangst-Faktor die Hauptrolle zu spielen. Das sind fast die einzigen Tage, wo man in € mit einem Hebelpapier schön abräumen kann, denn diese kurzfristigen Anstiege des POG bei relativ stabilem Dollar sind/waren oft sehr kurz, weil eben durch jäh aufflammende Politängste begründet. Hätte ich heute selbst dein glückliches Hebelpapierchen...take the money and run.


    grüsse
    auratico


    Edit: und schon sieht´s wieder etwas anders aus - EM-Aktien erholen sich (um endlich durchzustarten?). Also doch besser Verzicht auf kurzfristiges Kaffeesatzlesen.

    [

    Zitat

    quote='auratico',
    Kaum vorstellbar angesichts des enormen politischen Drucks, dass Fannie und Freddie die 3 Milliarden $- Schuldverschreibungen in der kommenden Woche nicht losbringen. Alles andere wäre nur noch ein Supergau.


    Genau so ist es heute gekommen. Schon vorbörslich sind Fannie und Freddie um gut 20% gestiegen, die Schuldverschreibungen sind wie gewünscht weg, und das Interesse daran sei anscheinend "höher als erwartet" ausgefallen. Kein Wunder bei all den staatlichen Garantien.


    Die kurzfristige Reaktion war derart vorhersehbar, sodass jeder Beteiligte in kürzester Zeit sogar einen Haufen Geld verdienen konnte mit dem Kauf von Fannie- und Freddie-Aktien, selbst wenn man im Grunde davon überzeugt ist, dass sie technisch insolvent sind.
    Wie Goldbaron weiter oben richtig anmerkt, verläuft diese riesige Kreditkrise in Wellen. Inzwischen reagieren auch die daran Beteiligten auf diese Einsicht, d.h. man versucht einfach nur noch, in einem völlig manipulierten Gesamzgefüge seinen Schnitt zu machen, ganz egal in welche Richtung und unabhängig von grundlegenderen Entwicklungen.


    Dies geht solange gut wie die Masse der Investoren davon überzeugt ist, dass die Aktionen von Fed und US-Finanzministerium zumindest kurzfristig Selbstläufer sind und die Last einfach auf die Steuerzahler und die ausländischen Investoren verteilt wird.Im heutigen Falle von Fannie und Freddie war dies so einfach wie nur denkbar. Jetzt muss man nur noch möglichst bald einen Verkaufzeitpunkt finden und wissen, wann man wieder auf die Gegenseite wechselt.


    Rohstoffguru Jim Rogers, der bei Fannie und Freddie mächtig short ist, schäumt natürlich:


    Fannie Plan a `Disaster' to Rogers


    By Carol Massar and Eric Martin


    July 14 (Bloomberg) -- The U.S. Treasury Department's plan to shore up Fannie Mae and Freddie Mac is an ``unmitigated disaster'' and the largest U.S. mortgage lenders are ``basically insolvent,'' according to investor Jim Rogers.


    Taxpayers will be saddled with debt if Congress approves U.S. Treasury Secretary Henry Paulson's request for the authority to buy unlimited stakes in and lend to Fannie Mae and Freddie Mac, Rogers said in a Bloomberg Television interview. Rogers is betting that Fannie Mae shares will keep tumbling.


    ``I don't know where these guys get the audacity to take our money, taxpayer money, and buy stock in Fannie Mae,'' Rogers, 65, said in an interview from Singapore. ``So we're going to bail out everybody else in the world. And it ruins the Federal Reserve's balance sheet and it makes the dollar more vulnerable and it increases inflation.''


    Going `Bankrupt'


    Fannie Mae and Freddie Mac each surged more than 20 percent in pre-market trading today after Paulson moved to stem a collapse in confidence in the two companies that purchase or finance almost half of the $12 trillion in U.S. home loans.


    ``These companies were going to go bankrupt if they hadn't stepped in to do something, and they should've gone bankrupt with all of the mistakes they've made,'' Rogers said. ``What's going to happen when you Band-Aid and put some Band-Aids on it for another year or two or three? What's going to happen three years from now when the situation's much, much, much worse?''


    Shorts Uncovered


    Rogers said he had not covered his so-called short positions in Fannie Mae and would increase his bet if it were to rally. Short sellers borrow stock and then sell it in an effort to profit by repurchasing the securities later at a lower price and returning them to the holder.


    ``They're ruining what has been one of the greatest economies in the world,'' Rogers said. Bernanke and Paulson ``are bailing out their friends on Wall Street but there are 300 million Americans that are going to have to pay for this.''


    http://www.bloomberg.com/apps/…d=aSLF543SCO4A&refer=bond


    grüsse
    auratico


    Montag, 14. Juli 2008, 01:54
    – SDA/Wirtschaft
    US-Finanzminister sagt Fannie Mae und Freddie Mac Unterstützung zu


    http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/newsticker/909543.html


    Was nun ab heute anlaufen wird, ist der Versuch, einer de facto-Verstaatlichung des Hypothekensektors in der Form von Fannie und Freddie den Anschein einer konzertierten Anstrengung unterschiedlichster privatwirtschaftlicher Akteure zu verpassen. Die Fed reicht weiterhin Geld an die Primary Dealers aus und wird sie drängen, dieses sogleich in Fannie- und Freddie-Anleihen bzw. Aktien zu stecken. Ausserdem werden bestimmt noch aus anderen anzapfbaren quasistaatlichen Stellen Gelder fliessen oder gar aus dem Exchange Stabilization Fund. Dito wird man sich auch an die ausländischen Notenbanken halten, die ja bereits Unsummen in den Anleihen stecken haben und dafür bisher immerhin 100 Basispunkte mehr als bei US-Staatsanleihen kassiert haben. Wenn ihr also nicht...., dann....


    Kaum vorstellbar angesichts des enormen politischen Drucks, dass Fannie und Freddie die 3 Milliarden $- Schuldverschreibungen in der kommenden Woche nicht losbringen. Alles andere wäre nur noch ein Supergau.


    Die Sprachregelungen sind inzwischen derart scheinheilig, dass es auch dem Allerunbedarftesten einfach auffallen muss: Bush spricht schon von "zusätzlicher Stabilität" (zusätzlich zu was? ), die nun erreicht werde, Senat und Kongress billigen 300 Milliarden $ Staatgarantien für Fannie und Freddie, die Regierung soll selbst ermächtigt werden, Aktien der beiden Gesellschaften zu kaufen - und das alles soll KEINE Verstaatlichung sein?


    Das wird sehr interessant sein zu beobachten, ob bzw. wie lange dies einen weiteren jähen Dollarverfall hinauszögern kann, denn natürlich muss jetzt wirklich alles getan werden, um den US$-Index nicht unter 70 fallen zu lassen.
    Besser als jeder Krimi und deshalb das Posting noch zu nachtschlafener Stunde.


    The Post said Treasury officials were considering several options if interest in the sale of Freddie Mac securities is lagging. In one possibility option, the Treasury Department or the Federal Reserve would purchase the securities directly.


    The newspaper said other possibilities are allowing the Federal Reserve Bank in New York to buy the debt indirectly through private brokers or asking private firms to purchase the debt while extending to them a public or private assurance that the government would back the securities if Freddie were ultimately unable to cover its obligations.


    http://www.reuters.com/article/newsOne/idUSN1336288120080713


    gähn und grüsse


    auratico

    Zitat

    Prophet fragt
    Doch was ist halbstaatlich?


    Halbstaatlich im Falle von Fannie Mae und Freddie Mac heisst in harten Zahlen ausgedrückt, dass...


    ab einem Verlust vor Steuern von ca. 77 Milliarden $ die US-Regierung einschreiten müsste, falls sie dies bis dahin noch nicht freiwillig in irgendeiner Form getan haben sollte. Dies geschähe, wenn sie weniger als die Hälfte des minimalen Eigenkapitals von 2,5% + 0.45% des Schuldenvolumens in Cash hätten. Derzeit ist Fannie noch 26 Milliarden$ über diesem Kollaps-Level und Freddie 26 Milliarden$ davon entfernt.


    Fannie müsste ca. 40 Milliarden $ verlieren und Freddie 37 Milliarden $, um offiziell hops zu gehen. D.h. dass die Hauspreise noch einmal 40% runtergehen müssten und die Ausfallsraten für Hypotheken aus 2006 und 2007 um das Zehnfache von heute auf dann 12% steigen müssten - so, dann wären die beiden offiziell pleite und erst dann müsste die Regierung lt. Statut der beiden Institute eingreifen.
    Es müsste also schon noch sehr, sehr dicke kommen, ehe der gesetzlich vorgeschriebene Rettungsfall einträfe. Insofern kann man schon davon sprechen, dass Fannie und Freddie nun für alle Beobachter und Beteiligten der Indikator für einen möglichen Grosscrash sind. Wenn sich die US-Hauspreise jedoch irgendwie auf einem Niveau in der Höhe des jetzigen, bereits gefallenen, stabilisieren liessen, wird es zu diesem Supergau indes nicht kommen.


    Was die Anleihehalter inzwischen machen, ist deren Sache, aber was bleibt ihnen schon anderes übrig, als die Sache auszusitzen? Vor allem die Chinesen müssen nun die bittere Pille schlucken, dass sie viel zu lange Dollars und Fannie- und Freddie-Papiere gehortet haben. Erst seit Kurzem sind sie dazu übergegangen, lieber gleich Rohstoffproduzenten in der ganzen Welt zu erwerben, was wesentlich klüger ist als endlos die Schulden von finanziell überforderten US-Häuslebauern zu finanzieren.


    grüsse
    auratico

    Endlich ein klares Wort von einem Profi: Fannie und Freddie werden in ihrer "derzeitigen Form" erhalten werden, lässt Hank Paulson ausrichten. Ausserdem beobachtet die US-Regierung nun intensiv die Märkte. Das ist doch schon etwas.


    Und ohnehin sind die meisten Schulden - im Grunde ja das kostbarste Asset der US-Ökonomie - doch schon längst ausser Landes gebracht worden:


    Chinese Government is Top Foreign Holder of Fannie Mae, Freddie Mac Bonds.
    $376 Billion in Chinese Agency Bond Holdings Subject to Taxpayer Bailout Proposals.


    The top five foreign holders of Freddie and Fannie long-term debt are China, Japan, the Cayman Islands, Luxembourg, and Belgium.


    http://www.marketwatch.com/new…5A0B903D9F72%7D&dist=hppr


    07.2008 , 18:27 Uhr
    US-Hypothekenfinanzierer

    Keine Übernahme von Fannie und Freddie


    Die US-Regierung will die angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae nicht durch eine Verstaatlichung vor der Pleite retten. Man wolle die beiden halbstaatlichen Firmen in ihrer "derzeitigen Form" am Leben erhalten, sagte US-Finanzminister Henry Paulson am Freitag in Washington. Die Aktienmärkte, die offenbar auf eine staatliche Übernahme gesetzt hatten, gingen nach der Ankündigung auf Talfahrt.


    US-Präsident George W. Bush bezeichnete Fannie Mae und Freddie Mac als "wichtige Institutionen". Paulson und Fed-Chef Ben Bernanke würden hart an einer Lösung arbeiten. Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte, die Regierung beobachte das Vorgehen an den Märkten intensiv.


    http://www.handelsblatt.com/un…annie-und-freddie;2010919


    grüsse
    auratico

    Es mag zwar Spitz auf Knopf stehen mit dem globalen Finanzsystem, aber ein wenig Humor ist stets willkommen, zumal "zum ersten Mal in der Geschichte die einstige Dritte Welt eine Finanzkrise entschärft hat, die in de einstigen Ersten Welt entstanden ist".


    Vielleicht sollte jemand dem Herrn von der Süddeutschen Zeitung einmal vorrechnen, wie viel Geld die "einstige Dritte Welt" bereits durch ihre ach so tapferen "Entschärfungsaktionen" bei UBS, Citigroup etc. seit Ausbruch der Finanzkrise verloren hat. Die werden doch nicht so strohdumm sein und sich ein weiteres Mal von den globalen Bankrotteuren verarschen und zur Kasse bitten lassen. Doch im Hofbräuhaus wird dies nach einigen Mass Starkbier offenbar anders gesehen:


    Lehren aus der Finanzkrise


    Zum ersten Mal in der Geschichte hat die einstige Dritte Welt eine Finanzkrise entschärft, die in der einstigen Ersten Welt entstanden ist.


    Ein Kommentar von Nikolaus Piper


    Festzuhalten ist zum Beispiel die gar nicht so selbstverständliche Tatsache, dass die Weltwirtschaft bisher nicht eingebrochen ist. Selbst die Vereinigten Staaten, wo die Krise ihren Anfang nahm, dürften um eine Rezession herumkommen.


    Das ist zum einen der Tatsache zu danken, dass die Notenbanken, vor allem die amerikanische Federal Reserve, die Finanzmärkte mit Geld überschüttet haben. Die zum Teil gewagten Aktionen haben das Inflationsrisiko erhöht, aber eine akute Vertrauenskrise abgewendet. Zudem hat die Regierung Bush mit einem Konjunkturprogramm Milliarden Dollar unter den Amerikanern verteilt.


    Genauso wichtig war es aber, dass frühere Entwicklungsländer wie China, Indien und andere mit ihrem Wachstum und ihrem Kapital die Weltwirtschaft stabilisiert haben.
    Zum ersten Mal in der Geschichte hat die einstige Dritte Welt eine Finanzkrise entschärft, die in der einstigen Ersten Welt entstanden ist. Das war nur deshalb möglich, weil es, anders als bei früheren Krisen, funktionierende globale Finanzmärkte gibt. Der Finanzkapitalismus stellt Mittel bereit, um die von ihm verursachten Krisen zu beheben - eine wichtige erste Lehre.


    http://www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/838/185257/


    grüsse
    auratico

    Absolut korrekt. Der Dollar ist und bleibt das wahre Fieberthermometer der Krise.


    Thermometer für den Goldpreis wird aber immer deutlicher auch der Euro. "It´s also about the Euro", sollte der Dollar weiter deklassiert werden.


    Ob´s wirklich so kommen wird, wie Jim Sinclair voraussieht: Gold bei $ 1200, € bei 2$? Für US-Goldbugs eine schöne Inflationsabsicherung, was wird für uns Gold-Eurozonies dabei herausspringen? Wenn die Eurozinsen da bleiben, wo sie jetzt sind, sich die Inflationsszenarien aber weiter verfestigen, sollte der Goldpreis in € auch einen schönen Schub erhalten, es sei denn, der Ölpreis kommt deutlich zurück.


    Sinclair:


    Gold is a currency and is currently primarily influenced by the euro. Seasonality is an illusion when gold takes on its currency role, caused by the action of the euro and those in gold that expect seasonality.


    The bottom line is gold reached its low in late April and has chopped sideways wildly in preparation for the price to take off to $1200 and the euro to take off to $2.


    http://www.jsmineset.com


    grüsse
    auratico

    Die US-Bürger haben bekanntlich zwei "Säulen" für ihre Altersvorsorge - das eigene Haus und den Pensionsfonds, wobei letzterer oft ein Firmenpensionsfonds ist.
    Die Hauspreise befinden sich noch immer in freiem Fall , und inzwischen gilt das auch für den Wert der Aktien und Anleihen in den Pensionsplänen. Allein seit dem letzten Herbst ist der Wert dieser Anlagen in den Firmenpensionsfonds um bislang 17% oder satte 280 Milliarden $ gefallen. Man muss diese beiden Faktoren unbedingt zusammen betrachten und nicht immer nur vom Hypothekendesaster allein sprechen.


    Hier geht es um gewaltige Einbrüche bei den persönlichen Finanzen der allermeisten Bürger, wobei das volle Ausmass der Misere wahrscheinlich bei vielen noch gar nicht angekommen ist, weil zwar jeder einzelne inzwischen längst überflutet wird mit Nachrichten zur Häuserkrise , aber die psychologische Wirkung der simultan ablaufenden Wertvernichtung des anderen Standbeins wahrscheinlich erst etwas später einsetzt.


    Inflation, explodierende Energiepreise, verfallende Hauspreise, fallendes Aktienvermögen etc.. ich glaube, dass die Vehemenz dieses Zusammenhanges erst so allmählich in das Alltagsbewusstsein einsickern kann, weil es einfach "too much" auf einmal wäre.
    Aber die Logik des Weihnachtsmärchens funktioniert - man kann es eigentlich gar nicht mehr fassen - kurioserweise immer noch, wenn Bernanke einfach hergeht und sagt, dass man an die Banken nun weiter bis zum Sanktnimmerleinstag Geld ausgeben werde. Und wie verrückt das Ganze inzwischen geworden ist, wird ersichtlich, wenn nach solch einer hochinflationären Meldung der Dollar auch noch anzieht.


    Die ersten Tranchen aus dem Diskontfenster der Fed haben die Banken anstatt in den Interbankenmarkt fleissig in die Rohstoffmärkte gesteckt. Heute wurde erstmal zwischendurch Kasse gemacht, weil Gewinnmitnahmen bekanntlich noch niemandem geschadet haben. Und was werden sie wohl mit den nächsten Geldgeschenken - denn dieses Geld wird einfach dauerhaft im System bleiben und nicht mehr zurückgezahlt werden - machen?
    Der CEO von Goldman Sachs Lloyd Bankfein ist jahrelang gelernter Goldprofi von der Pike an und Goldman Sachs der grösste Rohstoff- und Goldtrader weit und breit.


    Pension plans suffer huge losses



    Last Updated: July 8, 2008: 10:26 AM EDT



    NEW YORK (CNNMoney.com) -- Falling stock markets around the globe and the credit crunch are putting the pension funds of some of the largest U.S. companies into deeper financial holes, according to a report released Monday.


    Since the credit crunch hit last fall, pension plans funded by S&P 1500 companies have lost about $280 billion in assets, according to an actuary at Mercer, a human resources consulting firm.


    On paper, the losses from last October tally $160 billion. However, according to Mercer actuary Adrian Hartshorn, the asset losses are closer to $280 billion when pension plan assets and liabilities are considered together. The assets, which totaled roughly $1.7 trillion at the end of October 2007, fell by 17%, leaving about $1.4 trillion in assets at the end of June.


    http://money.cnn.com/2008/07/0…/pension_losses/index.htm


    grüsse
    auratico

    Ob die riesigen US-Pensionsfonds die Hypotheken nun in neu verpackter Form und vermeintlich von den Schrottpapieren gereinigt wieder in ihre Portfolios aufnehmen werden?


    Wohl nur, wenn die Emittenten so gut wie jedes Ausfallrisiko dabei selbst übernehmen. Die Namen dieser zweifelhaften Rettungsprodukte werden zwangweise auch immer länger: "Resecurizations of Real Estate Mortgage Investment Conduits". Die Sächsische Landesbank kann nun leider nicht mehr in solche schicken CDO- Reloaded-Vehikel mit den umständlichen Bezeichnungen investieren, aber irgendeine Trottelbank findet sich bestimmt auch hierzulande wieder für den recycleten US-Hypothekenkram:


    CDOs sind tot, es leben Re-Remics!


    Goldman Sachs Group, JPMorgan und mindestens sechs andere Investmentbanken verpacken unbeliebte Hypothekenanleihen neu und vermarkten diese an US-Pensionsfonds.
    Die zuletzt verschmähten CDOs sind wieder gefragt. Collateralized Debt Obligations, die den Banken Abschreibungen und Kreditverluste bis zu 400 Mrd. Dollar beschert haben, finden unter einem anderen Namen wieder Käufer, nämlich als Re-Remics - "Resecurizations of Real Estate Mortgage Investment Conduits".


    http://www.wirtschaftsblatt.at…rnational/334205/index.do
    grüsse
    auratico

    Die fürstlich bezahlten Optimisten von der Wall Street lassen nun richtig die Sau raus -Top, die Wette gilt: der chinesische Aktienmarkt ist heute nach Wochen des Niedergangs gleich um 5% hochgeschossen, der Dollar macht einen kräftigen Hüpfer wie auch die zuvor totgesagten US-Autobauer. Und schon übertreffen sich die Prognosen der Deutschen Bank und Lehman Brothers für den Dow und den S&P 500 schier gegenseitig vor Optimismus.


    Nicht weniger als einen Sprung von über 25% (!) in der zweiten Jahreshälfte erwarten die jeweiligen "Experten" dort, natürlich nicht ohne ihren eigenen Häuser dabei zu vergessen. Die unmittelbar bevorstehende Erholung des S&P 500 werde "die grösste sein, die wir je gesehen haben", meint der zuständige Herr von der UBS, David Bianco: "The market has way too many fears baked into the valuation right now. The fear out there is the earnings are about to collapse and interest rates are about to surge on inflationary fears. Neither is going to happen.''


    Als Begründung wird angegeben, dass die Unternehmensgewinne deutlich besser ausfallen werden als vom derzeitigen Kursgeschehen eingepreist, die Banken werden bald wieder Gewinne machen etc.


    Deutsche, UBS Fight History Forecasting Best S&P 500 Since 1982


    By Eric Martin and Michael Tsang


    July 7 (Bloomberg) -- Deutsche Bank AG, Lehman Brothers Holdings Inc. and UBS AG say the Standard & Poor's 500 Index will gain the most in 26 years during this year's second half...


    Unrepentant Bull


    Strategists at Deutsche Bank, Lehman Brothers and UBS are the most bullish and expect the benchmark for American equities to climb to a record in the second half. Binky Chadha, Deutsche Bank's New York-based chief strategist, says the S&P 500 will end the year at 1,650, up 29 percent from June 30.


    Ian Scott, Lehman's global strategist, is predicting an advance of 27 percent to 1,630, while David Bianco at UBS says the index will increase at least 25 percent.


    http://www.bloomberg.com/apps/…aTjWQbjpkpxk&refer=stocks


    grüsse


    auratico


    Edit: Habe nachträglich auch einen deutschsprachigen Link dazu gefunden für Schablonski & Co:


    http://www.wirtschaftsblatt.at…e/index.do&_vl_pos=2.1.DT

    Emoba hatte ein ganz eigene Art, hier seine Gedanken mitzuteilen. Knapp, fast im Telegrammstil, ohne Schnörkel. Und durch die auffallend vielen, fast zum Markenzeichen gewordenen Punkte zwischen seinen Wörtern, die jeder selbst weiterdenken konnte, dann doch wieder gegen ein nur überfliegendes Lesen abgefedert.


    Sein Hauptthema hier waren die Minen, die er realistisch und ohne reisserische Gier ins Auge fasste. Manchmal liess er sich bei Käufen oder Verkäufen mit einem zwinkernden Auge auch von anderen Einflüssen als nur harten Fakten leiten:


    "...Der Mond ist für mich nur ein Mittel... ...auf dem Boden zu bleiben... "

    Kaum dass die Kreditversicherer Ambac und MBIA ( die nie wirkliche, kapitalstarke Versicherer waren sondern nur Scheinversicherer) endlich ihre Phantasieratings verloren haben, zieht sich ohne weitere Verzögerung eine Zinsspur der Verwüstung durch die US-Kommunalbetriebe.


    Innerhalb eines einziges Monats stiegen die Zinsen für etliche Anleihen von Krankenhäusern, Häfen, Schulbezirken, Unis etc. von 1,75% auf nun 9% an. Dies bedeutet für ein durchschnittliches Provinzkrankenhaus wie jenes von Sarasota in Florida eine tägliche Mehrbelastung von US $ 32. 000.. Da können die Patienten nur hoffen, dass die bereits angeschafften Geräte noch eine Weile halten, denn für neue wird auf absehbare Zeit kein Geld mehr dasein.


    July 3 (Bloomberg) -- MBIA Inc. and Ambac Financial Group Inc. lost their AAA credit ratings. The biggest hospital in Sarasota, Florida, is paying the price.


    David Verinder, chief financial officer of the Sarasota Memorial Health Care System, received daily e-mail messages last month informing him that interest costs on an $83 million bond issue were rising to 1.45 percent, to 1.75 percent, to 3.25 percent, to 5.9 percent, and finally to 9 percent by June 24, a more than fivefold increase.


    http://www.bloomberg.com/apps/…VtzPXqSc0&refer=exclusive
    grüsse


    auratico

    In seinem neuen Rundbrief an seine Kunden macht Faber einen Rückzieher bzgl. seiner zwischenzeitlichen Einschätzung, dass der Dollar ein kurzfristiger Kauf sein könnte. Beim Gold sieht er zwar die Gefahr, dass es auch nochmals gar auf $ 800 zurückgehen könnte, falls das Öl korrigiert. Er glaubt aber, dass die Gefahr, einen kräftigen Schub nach oben zu verpassen grösser sei als das Risiko nach unten. Der Fed und vor allem den Mainstream-Analysten wirft er wie gewohnt vor, dass sie sich weiterhin groteskerweise weigern, die wahren Gründe für den nun schon seit Jahren andauernden Rohstoffboom zuzugeben bzw. überhaupt zu erkennen - und zwar beim Öl schon seit 1999.


    This recommendation (für den Dollar Anm v. mir) is now withdrawn and a neutral position of US dollars against other currencies is recommended. I may, however, depending on interest rate movements and a further tightening of global liquidity at any time re-enter the market and establish a long US dollar position.


    One more point: That the Fed chairman has not the foggiest idea about commodity cycles is not surprising. However, that the community of analysts continuously underestimated the increase in oil prices since 1999 (oil bottomed out in 1998) says enough about the skills of analysts and of strategists.


    grüsse
    auratico


    Das mit Buffett ist normal.....wenigstens ist er ein reicher alter Mann.
    Heutzutage machen die das Big Money, die physisch in Silber investieren.


    Aber auch mit den Aktien der grossen Goldproduzenten wäre er viel besser gefahren als mit seinen grossen Bankwerten à la Wachovia. Seinen physischen Silberberg hat er ja auch völlig zur Unzeit abgestossen - ein erster Riesenfehler.
    Sein Hauptinvestitionsmodell ist für den vollkommen ausgereizten Aktienmarkt von heute nicht mehr anwendbar. Er hat sein Geld ja vor allem mit Standard-Werten wie Coca Cola und anderen Dow-Aktien gemacht, indem er nach dem frühen Kauf einfach jahrzehntelang zugewartet hat.


    Buffett ist ein kluger, sympathischer Kopf, dem nun die Zeit davonläuft, aber es gibt viele andere US-Milliardäre, deren gesamtes Denken völlig überholt ist, was sie einfach nicht wahrhaben wollen, z.B. der über 90jährige Kirk Kerkorian. Der hatte sein Vermögen ganz anders als Buffett in Las Vegas gemacht und setzt nun schon seit längerer Zeit auf US-Automobilfirmen.
    In diesem Alter mag das persönlich völlig gleichgültig sein, interessant ist es aber zu sehen, dass die Investionsideen aus der Blütezeit des US-Kapitalismus vorerst einmal nicht mehr viel taugen. Eine lange Party ist zu Ende.


    grüsse
    auratico

    Zitat

    quote Edelman
    Vor einiger Zeit haben wir noch über einen Höchststand nach dem anderen gejubelt.


    Praktisch alle Aussi-Juniors sind im A..., und der Indexchart der Juniors sieht nicht viel anders aus als ein Einzelwert wie St. Barbara. Allerdings sind die Aussies nun gnadenlos überverkauft. Aber alles, was noch keine Mineninfrastruktur hat und nur exploriert, wird es weiterhin schwer haben, weil sich das verbliebene noch willige Risikokapital doch deutlich auf die nordamerikanischen Märkte konzentriert und dort in aller Ruhe auf Schnäppchenjagd bei den guten Werten gehen kann. Vieles wird wohl ein für allemal ausgesiebt werden bei dieser Rosskur, auch etliche australische Dauerexplorer.


    grüsse
    auratico

    Zitat

    das stinkt bis zum himmel, oder es waren halt 50BP eingepreist ..... :?:


    Nein, es waren die 25BP eingepreist, und zwar schon seit Längerem. 50BP hätten Gold und den € steigen und den $ fallen lassen. Auf diese Weise hat die EZB mit viel wichtigtuerischem Stirnrunzeln einerseits einen rein optisch wirksamen Bonsai-Schritt zur "Inflationsbekämpfung" unternommen und zum anderen den $ nicht in die Hölle geschickt. Die EZB kann aber nur glaubwürdig bleiben, wenn dies nur ein erster Zinsschritt war, dem nun noch mindestens ein weiterer folgen muss. Sonst wird die Sache rasch als Kindertheater entlarvt werden, das nach hinten losgeht und wirkungslos verpuffen würde.


    Ohnehin ist eindeutig, dass die EZB so vorgeht, um die Fed zu einem ähnlichen Schritt zu bewegen. Denn nur eine Zinserhöhung in jener Währung, in der die Rohstoffe, allen voran das Öl, fakturiert werden, kann auf diese preisdämpfend wirken. Bis dahin werden die grossen Fonds weiterhin im Öl bleiben, auch wenn das Risiko für einen deutlichen Rückschlag - anders als noch im Herbst 2007 - inzwischen merklich angestiegen ist. Eine interessante Kraftprobe zwischen den beiden Zentralbanken ist das, mit erheblichem Risiko überdies.


    Auf längere Sicht spielt dieses kurzfristige Zinsgetrippel im Minibereich ohnehin keine Rolle für den Preis von Gold und Silber. Kurzfristig reagieren die spekulativ orientierten Marktteilnehmer eben im Rahmen des Erwarteten und ziehen ihr Schema durch. Für das heutige Geschehen braucht es aber bitte nun wirklich kein böses PPT, das ist nichts weiter als weithin geteiltes Mainstream-Denken an den Währungsmärkten, erst recht vor einem Feiertag, wo alle immer die gleiche Meinung haben, damit man über die Feiertage in Ruhe Golf spielen kann. Wenn es mit den Horrornachrichten aus der US-Wirtschaft in den kommenden Wochen so weitergeht, sieht die Sache schon wieder anders aus.


    grüsse
    auratico