Beiträge von carokann

    Eine Abwicklung, wie sie nicht besser sein kann: Schnelle Verhandlung und Einigung, persönliche Übergabe unmittelbar danach, ein angenehmes Gespräch. ach ja: Süßigkeiten gabs auch… [smilie_blume]


    Vielen Dank, Dir lieber Philosoph!

    Auf Neukunden scheint man nicht scharf zu sein :hae:



    Isso. Neukunden immer Mark-to-Market. Bestandskunden rollierend über einen längeren Zeitraum. Am Neukundenpreis kann man immer gut ablesen, wo es für Bestandskunden hingeht, wenn das Preisniveau über einen längerfristigen Zeitraum so bleibt (sagen wir mal 1,5 bis 3 Jahre)

    du schreibst das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht, das ist Spekulation..bei dem oberen Verivoxangebot von 25 cent sehen wir den aktuellen Spotpreis..das ist eine ver8fachung in ca 12 Monaten..desweiteren bin ich immernoch der Meinung dass bestehende Verträge ( bis zur Notfallstufe welche noch nicht ausgerufen wurde) nicht gekündigt werden dürfen..die Mehrbelastung der Versorger wird mit der Umlage ausgeglichen..
    mein letzter Vertrag wurde von Grünwelt im Dez vorzeitig gekündigt..ich habe daraufhin Schadensersatz geltend gemacht und diesen auch ohne Probleme auf direktem Wege erhalten

    Sehe ich auch so. Der Versorger kündigt ja auch nicht. Er erhöht ja nur im laufenden Vertrag die Preise. Was er darf, wenn sie entweder nicht (a) längerfristig festgeschrieben sind, z.B. für 12 oder 24 Monate und/oder (b) es ein Gesetz gibt, z.B. EnSiG, das ihm das erlaubt.

    Ich glaube zu verstehen, wozu so eine Umlage gut ist. Haltet euch fest!


    Ich vermute, dass damit der niedrige Gaspreis erhalten werden soll - aber nicht für EUCH!
    Aber damit die Regierung nicht ständig die Differenz zw. hohen Börsenpreisen und niedrigen Langfristpreisen ausgleichen muß (Uniper kann es nicht!), werden die Kosten auf die Bürger abgewälzt. Irgendwelche Konzerne kriegen garantiert weiter ihren Billig-Gas.
    Den Bürgern werden die Gaspreise erhöht und die Umlage kommt on Top

    Die Regierung zahlt sowieso gar nix. Entweder der Bürger über Steuern oder der Bürger über die Umlage.

    Seltsame Zahlen...
    Meine sind: 6 Personen, Wärmepumpe, Warmwasser mit 12m² von der Sonne: 4MW/a.
    Der Rest ("Hausstrom"): 4.5MW/a.


    AuA

    wir reden über Gas…

    1) Ja, auf die allgemeinen Preiserhöhungen (weg. Gestiegener Gaspreise) kommen sie noch oben drauf, das ist richtig. In die Gaspreise gehen historische Beschaffungen der Vergangenheit zu niedrigen Preisen ein ebenso wie teurere Beschaffungen der jüngeren Vergangenheit. Die günstigen historischen Beschaffungen laufen natürlich rollierend aus. Deshalb schreibe ich ja schon lange, dass wir noch nicht annähernd das Ende der Fahnenstange gesehen haben. (Erhöngssachverhalt 1)


    Davon inhaltlich zu unterscheiden: Erhöhungssachverhalt 2 - In Konkurrenz stehen EnSiG 24 und EnSiG 26. Ich habe eben geschrieben, dass in die Gaspreise historische Beschaffungen zu noch niedrigeren Preisen als Kalkulationsgrundlage enthalten. Diese guten Tranchen fallen jetzt weg, weil seitens GP nicht erfüllt wird. Der Versorger muss die Mengenmäßig ersetzen, und das zu aktuellen Marktpreisen. Die beiden Paragraphen regeln, dass diese Mehrkosten ebenfalls weitergegeben kann - über den einen oder den anderen Mechanismus.


    2) Doch, denn das sieht das - ich vermute eher aus juristischen Gründen, denn sonst liesse sich konstruieren, dass das eine Steuer bzw. zwangsabgabe ist, an die andere gesetzgeberische Anforderungen bestehen - Gesetz vor. Nützt nur nix, weil Du faktisch keinen - nennenswert - günstigeren bekommst


    3) das ist richtig (Erhöhungssachverhalt 3)

    und wieso dann die Gasumlage?

    Der erste Mechanismus wie von @durran beschrieben ist Inhalt von §24 EnSiG. Er sieht eine Kaskadierung über die Lieferkette vor. Im Gesetztgebungsverfahren ist allerdings noch der §26 dazu gekommen, der das Umlageverfahren beschreibt. Beide Zielen auf den gleichen Sachverhalt ab, nämlich den Ausfall von Gazprom (wir sprechen hier von Bestandsverträgen, die zum niedrigeren Preisniveau abgeschlossen wurden und nicht erfüllt werden, nicht davon, dass Gas allgemein teurer geworden ist). inkl. teurer Ersatzbeschaffung (i.W. seitens Uniper) zu Lasten der Endverbraucher zu kompensieren. Faktisch zum Tragen kommen wird nach meiner Einschätzung nur das Umlageverfahren (entweder - oder… §26 ist operativ wesentlich einfacher).


    MwSt kommt so oder so noch oben drauf.

    bei mir ist es BP… einer der Werte, der meinem Portfolio in den letzten Monaten den Arsch gerettet hat….


    Mich wundert nur, dass der Kurs - wie auch der von Shell - nicht stärker anspringt. kGV im mittlerem einstelligen Bereich. Gesamtstimmung für Öl dürfte auch besser sein als zu Vorkriegszeiten. Dass Versorgungssicherheit weder durch Gas noch durch erneuerbare gewährleistet ist, dürfte nun für viele offenkundig geworden sein.

    Ich bin seit März 2022 auch ganz entspannt. Endlich wieder Gewissheit und Berechenbarkeit der zukünftigen Entwicklungen.
    Entweder sind deine Mitmenschen da genauso drauf, oder aber diejenigen, welche sie verrückt machen könnten, lassen es einfach bleiben, weil sie ganz genau wissen, dass das unangenehme Erwachen im Winter viel heilsamer ist.

    Den einen Teil juckst nicht, weil ohnehin genug Kohle da ist, den anderen Teil juckst nicht, weil sie eh nix machen können und der dritte Teil ist zu doof sich mit den Themen zu beschäftigen. Aufteilung 2:3:5, würd ich sagen.

    Das Energiesicherungsgesetz gibt erst die Grundlage, die Störung nach BGB 313 zu erklären. Sonst kann ja jeder wie er will bestehende Verträge ignorieren. Die erklärte Störung wurde damit gesetzlich bestätigt und ist so unangreifbar. Und jetzt lass mich bitte in Ruhe, es nervt wirklich.

    Sorry, das was Du schreibst ist falsch. aber ich lass Dich gern in Ruhe. Die Herren Dunning und Kruger haben in Deinem Fall wohl besonders heftig zugeschlagen..


    Schönes Wochenende.

    erst schreibst Du Preiserhöhung nach EnSiG aus dem Hause Habeck, dann Preiserhöhnung auf Grundlage 313 BGB? Watt denn nu? Dass das zwei Paar Schuhe sind, ist Dir schon klar?

    Er hat nicht offiziell gekündigt, nur de facto. Basis ist die Novelle des Energiesicherungsgesetzes aus dem Hause Habeck, das Versorgern erlaubt, langfristige Verträge zu ignorieren und die Kosten weiterzureichen. Das wurde verständlicherweise genutzt. Preis gilt ab 01.09.2022
    Bitte selbst googeln.

    kannst Du das Schreiben evtl. mal anonymisiert einstellen?

    Mal so ein paar volkswirtschaftliche Begriffe klarstellen.


    Natürlich haben wir einen Mangel - Knappheit - denn anderenfalls würde kein Preis für Gas bezahlt. Knappheit ist die Voraussetzung, dass sich Preise bilden und völlig normal. Insofern werden wir auch keinen Mangel haben. Ich kann Dir versichern, dass jetzt und in alle Zukunft keine KWh mehr verbraucht wird als produziert wurde. Oder im Gas: Nicht mehr Gas verbraucht wird als nach Deutschland gelangt ist.


    Was wir sehen ist relative Knappheit, die sich in gestiegenen Marktpreisen widerspiegelt, und das nicht zu knapp. Im Energiesektor ist das besonders extrem, da wir sehr geringe Preiselastizitäten haben. Die Preiselastizität eines Gutes zeigt die Nachfrageänderung eines Gutes x in Abhängigkeit vom Preis x. Oder anders formuliert: Der Gas/Strompreis muss schon sehr stark steigern, damit ein Mengenrückgang auf der Nachfrageseite entsteht, der ein geringeres Angebot auffängt.


    Hinsichtlich Nickel und anderen Rohstoffen: Diese haben offensichtlich eine negative Kreuzpreiselastizität zu Energie. Die Kreuzpreiselastizität eines Gutes y zeigt die Nachfrageänderung in Abhängigkeit der Preisentwicklung eines Gutes x (hier Energie). Steigt der Energiepreis, sinkt also die Nachfrage nach anderen Rohstoffen. Warum ist das so? Weil die Leute ihr Geld halt nur einmal ausgeben können. Energie steht in der Prioliste höher als andere Themen.


    Insgesamt sehen wir - natürlich - formal eine Inflation, diese ist aber keine (wie häufig sonst) die getrieben ist von allgemeinen Knappheiten der Produktionskapazitäten, sondern eben durch die Energiepreise. Daher wird halt auch alles teurer, was an Energie hängt, aber andere Dinge werden auch günstiger (Deflation). Da für die allermeisten Energie eben ein signifikanten Teil des Monatsbudgets ausmacht, ist natürlich für die Allermeisten ein negativer Gesamteffekt da. Irgendwo gibts von HW Sinn auf YouTube einen Vortrag aus den letzten Wochen dazu, der ganz gut ist.


    Die Rechnung mal wieder für Gas: Gas 100 EUR/Mwh teurer, bei einem Verbrauch von 1.000 TWh in Deutschland, macht einen Wohlstandsverlust von 100 Mrd EUR/a. Das geht der Volkswirtschaft verloren. im Moment sind’s eher 150 EUR/Mwh oder 200 EUR/Mwh. Den Dreisatz kriegt jeder selbst hin.

    Für eine Familie mit einem Gasverbrauch von 20.000 im Kilowattstunden ergeben sich demnach bereits jetzt Mehrkosten von 1.963 Euro im Vergleich zu den Gaspreisen von vor einem Jahr. „Kämen die von Kanzler Scholz angekündigten zwei Cent pro Kilowattsunde dazu lägen wir aktuell bei Kosten von 3.599 Euro – der Anstieg läge bei 191 Prozent“, erklärte das Unternehmen.


    Laut Verivox müsste die Durchschnittsfamilie im Vergleich zum Vorjahr damit 2363 Euro mehr für ihren Jahresgasverbrauch bezahlen. Das wären bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden eines zugrunde gelegten Vier-Personenhaushalts 400 Euro Mehrkosten durch die Umlage.


    https://www.focus.de/finanzen/…vorjahr_id_121674249.html

    und was da wissentlich oder unwissentlich verschwiegen wird, ist dass die aktuellen Endkundenpreise (also die, die zu einer Preissteigerung von 1.963 Euro geführt haben, noch nicht die vollständige Marktpreisbewegung in sich tragen. Das wächst sich erst in den nächsten 12-18 Monaten vollständig aus und wir bekommen noch mal 3.000, vielleicht 4.000 Euro in Top zu den Zahlen die oben stehen.