Beiträge von carokann

    I. Als Edelmetallhändler macht das doch aber Sinn, da ich meine Miete, die Angestellten, etc. ja nicht mit EM sondern mit Baumwolle bezahlen muss. II. Und auch bzw. gerade für Silberproduzenten macht doch ein Verkauf "in der Zukunft zu festen Preisen" das Geschäftsmodell "Metalle aus der Erde holen" etwas stabiler (auch da wird doch eine Maschine bzw. der Arbeitslohn in "Baumwolle" bezahlt).III. Als EM-Investor macht eine Absicherung wohl auch dann Sinn wenn man das EM auf Kredit kauft, wobei bei einer 100%-Absicherung ja kein Gewinn mehr gemacht werden kann. IV. Ansonsten wäre noch eine Möglichkeit wenn ich langfristig Vermögen (EM) aufbauen möchte und kurzfristig/mittelfristig einfach Geld verdienen möchte, dass ich EM physisch kaufe und mit Derivaten "zocke". Ist dann zwar keine "Absicherung" aber hebt sich dann halt "zufällig" gegenseitig wobei mir dann sinkende Preise sogar lieber sind, da ich mit dem Geld, das ich beim "zocken" verdiene halt wieder EM (günstig) physisch kaufe.

    I. Absolut. Und genau das passiert auch. Das gleiche gilt auch für Mints/ Schmelzen/ Rafinerien, die Ihr Geschäftsmodell nicht in der Outright Position haben, sondern in den Veredelungsschritten.


    II. Sehe ich auch so, zumindest was eine mittelfristige Teilabsicherung angeht. Hatte ich ein paar Tage vorher was zu geschrieben. Läuft in der Energieerzeugung genau so. Das ist insbesondere für die Erzeuger interessant, die knapp über der Profitabilität liegen. Wenn es nur darum geht, wie viel Geld verdient wird (und nicht darum ob), verliert der Aspekt an Bedeutung.


    III. Das ist. m.E. nicht logisch. Warum sollte man auf Kredit etwas kaufen und dann über eine Gegenposition wieder absichern? Auch Teilabsicherung macht m.E. keinen Sinn, wenn man z.B. 80% Teilabsichert über eine Gegenposition könnte man auch gleich nur 20% gekauft haben (ohne Absicherung)


    IV. Du könntest Short-Optionen schreiben und sie mit dem Edelmetallbestand absichern. Ist möglich, die Müsstest dann Deine Edelmetallposition aber stetig an die Moneyness der Optionen anpassen ("Delta-Hering"). Ist am Ende ein Zock auf die Vola.


    Eine (durchaus valide) Möglichkeit sehe ich darin, auf das Auseinanderfallen von Physik und Papier zu zocken, in dem man Long Physisch und Short finanziell geht.

    PLV (iShares) hat am 3. Februar sein Prospekt geändert:



    On 3rd February, the day after the huge three day inflows into SLV and the addition of 3000 tonnes +, the iShares Silver Trust changed its Prospectus adding in three paragraphs as follows (see screenshot), including:
    "The demand for silver may temporarily exceed available supply that is acceptable for delivery to the Trust, which may adversely affect an investment in the Shares."'
    "It is possible that Authorized Participants may be unable to acquire sufficient silver that is acceptable for delivery to the Trust for the issuance of new Baskets due to a limited then-available supply"


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    (Übersetzung)
    Am 3. Februar, direkt nach den drei Tagen mit riesigen Zuflüssen zu SLV mit mehr als 3000 Tonnen hat der iShares Silver Trust in seinem Prospekt drei Paragrafen hinzugefügt. Darunter unter anderem:


    "Die Nachfrage nach Silber mit der für den Fonds notwendigen Qualität könnte zeitlich begrenzt das verfügbare Angebot übersteigen und das Investment in IShares ungünstige beeinflussen." und weiter: "Es ist möglich, dass die Händler wegen begrenzter künftiger Verfügbarkeit nicht genug Silber für den Fonds beschaffen können, um neue Positionen abzusichern."


    Quelle mit Wortlaut des Prospektes

    Ging nicht um die Menge, in dem subreddit sind generell alle sehr wertschätzend unterwegs, insbesondere auch, was small/new stackers angeht

    Interessantes Thema.
    Ich habe letztens mit einem Schmuckpoliertuch von Silbo (2,5€) meine 100 Kronen Münzen gereinigt.
    Das Ergebnis kann sich sehen lassen.


    Ansonsten interessiert mich ob jemand im Forum schon das Gold Reinigungsbad ausprobiert hat. Die bekannten Hersteller sind Hagerty, Diamond-clean und Silbo


    *Edit: ein Vorher-Bild habe ich leider nicht gemacht. Aber der Schmutz auf dem Poliertuch lässt erahnen, wie dreckig die Münzen vorher der Reinigung waren.

    ;( ;( ;( Das ist ein Scherz, oder?

    @Goldmohr : Ich hatte ein ähnliches Erlebnis: Eine Unze Krügerrand zur Konfirmation verschenkt und der beschenkte 14-jährige Bengel hat nichts anderes zu tun, als mit seinem Vater am darauffolgenden Montag zum Altmetallhändler zu gehen, um die Münze zu einem unterirdischen Preis zu versetzen. Es wurde dann ein neues Handy gekauft :wall: Das lehrt mich, keine großzügigen Geschenke mehr zu tätigen.


    Grüße
    Goldhut

    Ich habe von meinem Vater zum Examen einen Krüger bekommen, den er selber 1978 gekauft hatte. Ich habe ihn heute noch.


    Von mir gibts immer Metall, egal ob zu Geburt, Hochzeit, Taufe, ... Einem Freund hatte ich vor ein paar Jahren einen 1/4 Krüger zur Hochzeit geschenkt, mit der Option diesen wieder bei mir gegen ein gemeinsames langes Wochenende auf Juist einzutauschen. Obwohl wir seit dem einige Male zusammen im Urlaub waren, wurde die Option nie genutzt. So kann es auch laufen.


    Wenn es hängen bleibt, gut, wenn nicht: Ihre Sache

    Hallo,


    das kannst Du halten wie ein Dachdecker, eine Kapsel tut es in jedem Fall und da ist ein Maple auch nicht empfindlicher als jede andere Goldunze.


    Krüger haben den Vorteil, das sie etwas robuster sind. Ich selber kaufe gerne die Philharmoniker, weil sie sehr dünn sind und damit - vielleicht bilde ich es mir ein - etwas fälschungssicherer sind. Ist halt schwieriger, dort einen Wolframkern einzubringen. Maples sind die dickste (gängige) Unze, da fallen Klangtests als Prüfkriterium weg. Wenn Du bei einem der seriösen Händler kaufst: kein Problem.


    Wenn Du die Münzen auch mal befingern möchtest, dann empfehle ich Dir altes Handelsgold der Lateinischen Münzunion (20er sind die gängigsten) mit dem geringsten Ankauf/Verkauf Spread wie Vreneli, Marianne oder 8 Florin. Oder aber auch Sovereign und 20 DM Kaiserreich. Manche sehen es hier als Vorteil an, dass sich schwieriger eingrenzen lässt, von wann die Münzen stammen.


    Vergiss die anderen Edelmetalle nicht ;)

    deepfuckvalue ist ein hirnloser Rattenfänger, der bewusst als Sprechpuppe positioniert wurde.

    Das sehe ich anders. deepfuck(ing)value ist einer (der wenigen) der davon massiv profitiert hat. Das ist nicht irgendein Spinner, sondern jemand, der hoch ausgebildet ist und exakt weiss, wie die Märkte funktionieren. DAS hat er für sich genutzt, GME/ reddit war Mittel zum Zweck.


    Sein Preis wird sein, dass er das Bauernopfer für die SEC werden wird.

    Wie vielleicht schon durchgedrungen, bin ich grundsätzlich sehr bullish auf Silber, insbesondere was das aktuelle Momentum angeht. Es wird ein riesiger Markt an Anlegern erschlossen, die bislang mit der Materie nicht befasst waren. Und aus eigener Erfahrung weiß ich (und das werden die meisten hier bestätigen können): Wenn man einmal drin ist und den Wert des Physischen in den Händen gehalten hat, geht man nicht mehr so gerne raus. Das ist was anderes als der Kauf von "anonymen" Aktien. Von Zahlen auf dem Depot trennt man sich erfahrungsgemäß einfacher.


    Ich möchte dennoch einen Gedanken mit Euch verproben, da ich es im Kopf noch nicht zusammen kriege. Wir sprechen immer von Short-Positionen, die sich immer weiter aufbauen und viele sehen das als Kennzeichen von Manipulation. Kann es nicht sein, dass die Short-Positionen gar keine sind, da sie "hintenrum" über OTC-Verträge mit den Produzenten gedeckt sind?


    Das würde auch erklären, dass der Markt (was die Futures angeht) systematisch short ist. Es würde auch erklären, warum, bei Preissteigerungen die Short-Positionen steigen, denn die Produzenten verkaufen mehr OTC an die Großbanken, die diese Positionen entsprechend über Short-Futures hedgen.


    Die Märkte in der Energiewirtschaft kenne ich beruflich bedingt ganz gut. Ohne zu genau ins Detail zu gehen, läuft es grundsätzlich so, dass die (geplante) Erzeugungsposition pro Rata temporis auf Termin verkauft wird und bei Marktpreissteigerungen dieser Pfad dynamisch steiler gestellt und bei Marktpreisverfall entsprechend flacher. Im ersten Fall führte das zu einer Ausweitung börslichen "Short-Positionen" (die natürlich durch die noch ausstehende Produktion gedeckt sind).


    Kleinere Produzenten sind nicht selber börslich aktiv, sondern bedienen sich Intermediären, schließen also mit einem großen OTC-Verträge ab und verkaufen ihre Terminpositionen an diese. Diese wiederum sichern sich über entsprechende Futures börslich ab.


    Kann es sein, dass es im Silbermarkt ähnlich läuft und die zunehmenden Short-Positionen nichts anderes sind als vermehrte OTC-Verkäufe der Produzenten an Großbanken, um hohe Silberpreise einzuloggen?


    Würde mich über Eure Gedanken freuen.