Hi Faber,
danke für die ausführlichen Gedankengänge. Zu Deinem Kernthema: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Silberzehner in einem (jeden? ) Krisenszenarion merkantile Bedeutung erlangen?
Derzeitiger Sachstand: Silberzehner sind im praktischen Leben nicht wirklich bekannt und zum reibungslosen Einkaufen nicht zu gebrauchen (einfach aber ein Rücktausch in jeder Bank in Papiergeld oder Buchgeld).
Wird in einer Krise - neben allem anderen - auch das (die Unbekanntheit und der geringe Umlauf der 10er) anders werden?
Ich meine ja, sogar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.
Begründung:
1. Die Portionierung des Edelmetalls in Scheibchen ist handlich und für jeden in 20 Sekunden leicht erlernbar: Wo 10 EURO auf einer silbrig glänzenden Scheibe mit unterschiedlichen (deutschen) Motiven, einem Gewicht von X, einem Durchmesser von Y und einer Dicke von Z draufsteht, ist 100% 925er Silber drin.
2. Es gibt die Silberzehner bereits in zig millionenfacher Stückzahl (ich schätze (weiß jemand Genaueres? ) zwischen 50 und 100 Millionen, je nach Menge von wiedereingeschmolzenen Rückläufern)
3. Welche ähnlichen, bereits vorhandenen und nicht noch zu prägenden (Rohstoffbeschaffung? ) Portionierungen gibt es, haben einen ähnlichen Durchsatz und sind auf dem deutschen Markt ähnlich leicht "erlernbar" ?
4. Die Kaufkraft kann man sich ähnlich leicht merken. Man gekommt für so ein Scheibchen vielleicht nur 50 gr. Mehl, vielleicht nur 500 gr., vielleicht 5.000 gr. oder vielleicht 50 kg. Das richtet sich dann nach den Marktgegebenheiten - genau wie bei Papiergeld oder anderen materiellen "Tausch-"Dingen. Wer sich das nicht richtig merken kann, der wird recht schnell die materielle Welt verlassen müssen.
5. Die Gefahr einer Beschlagnahmung von Silber durch staatliche Stellen ist - anders als bei Gold - gering. Für Gold sehe ich eine große Gefahr, wenn zum Beispiel die Energielieferanten wie US-Saudia oder US-Irak oder Rußland (vielleicht auch bald USrael-Iran) für die Lieferung von Öl, Gas usw. nicht mehr beliebig vermehrbares Papiergeld akzeptieren, sondern "Wahres" wollen. Dann kann doch der Staat gar nicht anders, als das zuvor verkaufte Staats(reserve)gold wieder einzusammeln. Ein militärischer-demokratischer Raubzug ist sowohl angesichts der Schlagkraft der Bundeswehr wie auch des Vorhandenseins von US-Schutztruppen in Lieferländern bzw. eines atomar bewaffneten Rußlands nicht das Mittel der ersten Wahl. Bei Silber wäre ein Einsammeln wegen des unregistrierten Verkaufes und der aufwändigeren Logistik unvergleichbar schwieriger.