Beiträge von Wayne Schlegel

    Warum muss sich der Staat deiner Ansicht nach mit einem Optionsschein gegen einen Preisverfall von Silber absichern ? Er gibt auch Werlose 10€ scheine aus, Heizwert kein Cent :)
    Der Wert des Silbers ist dem Staar vollkommen egal, solange er die Prägekosten sowie den Materialwert erhält.
    Richtig ist das ab einem gewissen Materialwert irgendwo bei 9€ es schon fast interessant wird sich 10er als Anlage zu kaufen wegen dem begrenzten Verlustrisiko :)
    Ich glaube nur nicht das sich die 10er selbst wenn sie mal einen Materialwert von 11€ haben richtig gut verkaufen lassen. (wie eine anlagemünze) Ich weis nicht ob das Sterlingsilber in der Industie verwendet wird.


    O.jemineh hat Dir im Materialwertfall von 11€ bereits 10,50 € versprochen. Ich biete Dir 10,60€ in diesem Fall bei einer Stückzahl von 500-1.000 Stück. Können wir hierüber gleich einen Vertrag machen?


    P.S. Gibt es noch jemanden der glaubt, man bekäme im Materialwertfall von 9€ die Silberzehner im relevanten Umfang (ab 4 Rollen) oder ohne einen grandiosen Zufall (unbedarfte Erben oder als Hehlerware aus den Banktresoren) für den Nominalwert?

    Große Reden gibts nur im Kino.
    Das wird das übliche Blabla.


    Kann sein. Kann aber auch sein, dass eine Überraschung kommt. Das haben Überraschungen so an sich, dass keiner mit irgendetwas rechnet.
    Wäre jedenfalls ebenfalls dankbar, wenn jemand näheres zum Timing und Wording sagen könnte oder einen Link hat, wo man ohne große Recherche solche Infos findet. Und natürlich die Info, dass auch die Bundes-Merkel etwas zu sagen haben wird, bestätigen oder widerlegen kann. Finde auf http://www.bundespressekonferenz.de nur die Info, dass morgen um 13:30 eine (planmäßige?) Regierungs-Pressekonferenz ansteht.

    Hallo Wayne Schlegel
    Den Mega - GEC wirds meiner Meinung nach nur beim Finanzsystem geben . Das alltagliche Leben wird sich ganz schnell wieder normalisieren . Ob da nun Euro oder ne neue Währung auf der Plastkarte ist , läßt sich doch ganz schnell einrichten . :)
    Blöd ist bloß das sehr viele bis zum Finanz GEC ihr Haus und Hof verlieren und die die fürs Alter gespart haben wieder neu anfangen müssen.


    Guten Abend Endgame, ich wünsche es mir auch, dass nichts und keinesfalls etwas im Stile eines Mega-GEC passiert. Nüchern betrachtet wird aber ein Finanzkollaps alles mit sich reissen. Die überzeugendsten Argumente sehe ich bei den Debitisten, die einen nicht gewaltlosen Übergang in den Tribalismus für wahrscheinlich halten.

    Das mit den Notstromaggregaten erscheint mir aber trotsdem sinnvoll.


    Für zeitliche befristete "Allerweltkrisen" zur Überbrückung von Versorgungsausfällen ist das ganz bestimmt sinnvoll. Im Mega-GEC sollte man sich aber keinen Illusionen hingeben. Da ist mit einen Notstromaggregat im Regelfall nichts zu reissen. Nicht mehr und nicht weniger wollte ich damit sagen.

    Ich würd sagen doch son Aggregat anschaffen aber vielleicht mit Nachbarn zusammen.


    Mit Nachbarn zusammen etwas machen ist immer die beste Versicherung. Im Mega-GEC haben alle, die Defensiv-Strategien fahren müssen/wollen, ohnehin nur im Verbund eine Chance. Schließlich muss man in einem solchen Szenario damit rechnen, dass einem irgendwelche Banden gegenüberstehen. Als Einzelkämpfer (ohne entsprechende professionelle Ausbildung und Ausrüstung) oder Mini-Gruppe hat man keine Chance.

    (...) Ansonsten hatten wir ja schon ausführlich das Thema.
    lgEndgame.


    Wird wahrscheinlich auch nicht das letzte mal gewesen sein. Bis denne mit Gruß.

    Nach Lektüre der vielen Beiträge hier, bei W.E. sowie insbesondere unter Einbeziehung der "bär-"ischen Beiträge im Gelben komme ich zu folgender Conclusio (ist hier natürlich aus Zeitgründen nicht komplett, sondern nur angerissen):


    Sinn oder Unsinn einer individuellen Not-Stromversorgung hängt m.E. im wesentlichen von 4 Parametern ab:
    1. Rechne ich mit einem Mega-GEC (mit längerfristigen/permanenten Versorgungsausfällen, "Beschaffungs-"kriminalität, Anarchie) oder "nur" mit einem mittleren GEC, der die Gesellschaften durchrüttelt und die Lebensstandards auf 30-50% zurücksetzt, aber allgemein gesehen keinen Survival-Kampf Mann gegen Mann beinhaltet?
    2. Wo lebe ich beim Mega-GEC?
    3. Wie ist meine physische, familiäre Verfassung, davon abgeleitet meine Überlebensstrategie und wie muss ich mit meinen Ressourcen haushalten?
    4. Habe ich nennenswerte Vorräte, muss ich nur Defensiv-Risiken beachten oder muss ich in die offensive "Beschaffung" - auch Beutezug gennant - gehen?


    Zu 1: Rechne ich mit einem Mega-GEC?
    Wenn ja, dann gibts Beutezüge, marodierende Banden usw., vor denen man nur in absolut unzugänglichen Gebieten sicher sein kann bzw. sich wirksam-nachhaltig schützen kann. Jedes äußere Anzeichen von vorhandenen Ressourcen (Stromgenerator, Herumfahren mit Auto, wenn sonst alles steht) birgt erhebliche zusätzliche Gefahr, weil dies für alle No-Haves begehrenswert ist, vielleicht sogar der Unterschied zwischen Überleben und Tod ausmacht.
    Wenn kein Mega-GEC, sind die Anschaffungen nicht zwingend notwendig, da nur kurze Ausfallzeiten zu überbrücken sind und die Bilanz zwischen Aufwand und Nutzen nicht stimmt.


    Zu 2: Wo lebe ich dann?
    Beim Mega-GEC ist jedes Verbleiben in Ballungsgebieten extremes Risiko. Da das alle Menschen so einschätzen werden, wird natürlich Stadtflucht einsetzen, sodass auch Provinzen "durchströmt" werden. Man kommt mit einem Fahrrad und bei entsprechender Motivation auch als Untrainierter täglich 100 km weit. Es gibt also keine nachhaltige Hoffnung für straßenzugängliche Provinzen und es gilt somit - mit etwas zeitlicher Verzögerung - das unter 1 genannte Risikopotenzial.


    Zu 3. Wie ist meine physische, familiäre Verfassung, davon abgeleitet meine Überlebensstrategie und wie muss ich mit meinen Ressourcen haushalten?
    Beim Mega-GEC ist für die Strategie entscheidend, ob ich jung, gesund, ungebunden bin oder als Familienvater/-mutter, älterer, weniger belastbarer Mensch mich eher defensiv verhalten sollte. Die geringmobilen, weniger belastbaren Menschen sind natürlich in der Beschaffungskonkurrenz im direkten Vergleich mit der erstgenannten Personengruppe unterlegen, im äußersten Fall sogar die zu bevorzugende Beute.


    4. Habe ich nennenswerte Vorräte, muss ich nur Defensiv-Risiken beachten oder muss ich in die offensive "Beschaffung" gehen?
    Alle, die gehortet haben müssen sich nicht zwangsläufig räuberisch oder erzeugend betätigen. Sie sind aber den Raubzügen anderer ausgesetzt, insbesondere wenn die anderen vermuten können, dass etwas mit überschaubarem Risiko oder im Überlebenskampf mit jedem Risiko zu holen ist. Ein Gewächshaus, ein Maisfeld, ein Schweinestall oder ein paar Benzinkanister oder gefüllte Heizöltanks sind u.U. viel Risiko wert. Ein akkugepuffertes Notebook mit Solarstromeinspeisung vielleicht nicht. Wozu soll das im Überlebenskampf gut sein? Während der Akutphase des Mega-GEC, die eine Dezimierungsphase sein könnte, ist es auch nichts mit sichtbarem Ackerbau und Viehzucht. Das kommt erst später für die, die die Akutphase überstanden haben.


    Also, für manche mag nach individueller Lebenssituation, Strategie oder Psyche eine (Not-)Stromversorgung/Stromautarkie sinnvoll und erstrebenswert sein. Für die meisten allerdings ist sie es nicht, weil sie andere Strategien fahren werden/fahren müssen. Wenn es wirklich „krass“ und „häßlich“ wird, ist es vielleicht sogar besser, soetwas nicht zu haben. Das sind aber alles nur Gedankenspiele, denn keiner weiß, wie es kömmt.


    (...) Fehlt nur noch ein Gerät, welches im Notfall auch ohne Strom das Ganze zum Lesen bereithält. Ich dachte da an ein Netbook, welches von einem Solarpanel mit Wechselrichter gespeist wird.. :hae: Sonst eine Idee ?


    Wie wärs mit einem Buch ohne zusätzliche Abhängigkeit von Technik? Etwa nach dem von Johannes Gutenberg erfundenen Informationsspeicherungs-Verfahren?

    Gegen.die.Luege
    Klasse Beitrag die Nr. 17 959! Die Gleichschaltung wird von den Profiteuren befeuert und von der Masse willkommen geheißen. So ist es, war es und wird es immer sein. Auch ein Umbruch ändert nur die Gleichschaltungsrichtung, aber nie den Mechanismus als solchen. Wir können also nur Zustände treffend beschreiben, aber an den Mechanismen nichts ändern.


    Anarchie - als Gegensatz zur Gleichschaltung - wäre mit anderen Nachteilen behaftet und war stets eine sehr temporäre Erscheinung mit historisch marginaler Wirkung.


    Konnte man am Beispiel des filmisch aufbereiteten Themas Bader-Meinhof-Komplex in diesen Tagen durchaus sehen.


    Gruß

    Kalleholzbein hat nun circa 178,5 Ratschläge erhalten. Es ist alles gesagt, sogar fast von jedem und Kalle wird nun in der Lage sein, auf dieser Wissensbasis selbständig seine Investitionsentscheidung zu treffen - und zu verantworten.


    Glück auf und wie schön, dass es dieses Forum gibt.

    Hallo,
    hast es schon selbst gesagt: Hier ist eine Risiko-Lebensversicherung GENAU was Du brauchst. Du bindest ja (fast) kein Kapital, das weginflationiert werden kann. (. . .)
    Also: Schließ bei einem guten=preiswerten Anbieter (Direktversicherer) für die Dauer, bis das Kind 18 (oder 21 oder 27) Jahre alt ist eine RLV über 100.000 € ab und gut. (. . .)


    Was aber, wenn die Versicherungssumme gebraucht wird und diese "weginflationiert" wurde (keine Kaufkraft mehr hat) oder der Versicherer pleite ist? Dann hat die Versicherung den angestrebten Sinn verfehlt.
    Wenn man die Prognose hat, dass innerhalb des Schutzzeitraumes im Papiergeldsystem nix Ernsthaftes passiert, dann unbedingt RLV abschliessen.
    Wenn man die Prognose hat, dass etwas passieren könnte und einem das Schutzziel eminent und nachhaltig wichtig ist, dann nicht im Papiergeldsystem versichern, weil sinnlos.

    ich sprach vom vorteil des einzelnen konsumenten.
    warum sollte ich ein interesse daran haben, dass der schreiner im nachbardorf arbeit hat, der schreiner in polen aber arbeitslos ist? warum sollte ich ein interesse daran haben, dass der autobauer in der nächstgrößeren stadt arbeit hat, aber der in südkorea arbeitslos ist?
    mich interessiert der schreiner in frankfurt so viel wie der in breslau und der autobauer in wolfsburg nicht mehr als der in seoul. ich interessiere mich für mich, meine familie und meine freunde und bekannten. wenn jemand meint, mir vorschreiben zu müssen, dass meine landsleute wichtiger sind als andere nationalitäten, wenn jemand meint mir erklären zu müssen, dass bayern wichtiger sind als mecklenburger oder westfalen weniger wert als brandenburger und wenn mir jemand vorschreibt, dass es richtiger sei den weizen vom bauern aus meinem dorf zu kaufen als die kartoffeln des bauern aus dem nachbardorf, dann werde ich mich mit meinen mitteln dagegen zur wehr setzen. :boese:


    Damit hat goldmob seine Interessenlage in bestechender Klarheit benannt: "ich interessiere mich für mich, meine familie und meine freunde und bekannten". Und aus dem Rest des Statements ist zu entnehmen, dass er sich für andere Menschen, egal wo die verortet sind und offenbar egal nach welchen sonstigen soziologischen oder anderen Kriterien man diesen Rest der Menschheit betrachten mag (oder auch nicht betrachten mag), eben gleichviel interessiert.
    Innerhalb dieser Soziologie ist goldmob absolut konsequent. "Ich interessiere mich für mich, meine familie und meine freunde und bekannten" ist minimal-tribalistisch mit dem Ego als Primärpriorität statt nationalistisch/kulturraumbezogen/vaterländisch/glaubensgemeinschaftsbezogen. Ob der Minimal-Tribalismus die künftig dominierende Gesellschaftsform sein wird? Wir werden sehen.

    Hallo Kollegen/innen,
    ich habe eine sehr traurige Nachricht zu überbringen. Unser Forenkollege, engagierter Schreiber und Freund HENRY ist nach sehr kurzer schwerer Krankheit in der Nacht verstorben. Frank befand sich in der Mitte des Lebens und hinterläßt eine Ehefrau, der alle Anteilnahme gilt.


    Ich bewahre Frank in meiner Erinnerung als einen ruhigen, ausgeglichenen Menschen und Freund, dem ich die höchste Wertschätzung entgegenbringen kann.


    Zeit vielleicht, einen Augenblick innezuhalten und sich die Relativität dessen, was man tut und bewirkt, vor Augen zu halten.


    Mit traurigen Grüßen

    Je länger man Frischwasser konservieren will, desto mehr Chemie/Belastung muss man seinem Organismus zumuten. Irgendwann wird es eben grenzwertig. Im Krisenszenario wird es schon noch einige Tage Druck auf den Trinkwasserleitungen geben, sodass man dann Zeit hat, Trinkwasser zu befüllen und zu konservieren. Behältnisvorrat wäre dann allerdings nötig, um nicht zuviel Zeit für ein solches Nebenthema zu verlieren. Denn wir haben das Glück, in einer regenreichen Weltecke zu leben, sodass ich Trinkwasser nicht als ein übergroßes Problem ansehe. Deshalb "reicht" mir das Romin-Pulver mit einer Haltbarmachungsdauer von 6 Monaten.


    -> Keimfreihalten von Wasser über 6 Monate: z.B. Romin Pulver ohne Chlor; 100-Gramm-Gebinde reicht für 10.000 Liter und hat vor 2 Jahren 16 EURO gekostet. Pulverhaltbarkeit 5 Jahre; wichtig: es handelt sich nicht um ein Entkeimen von bereits vergammelten/schmutzigem Wasser, sondern um das Haltbarmachen von normalem (Leitungs-)Trinkwasser. Funktioniert auf Silberionenbasis. (Ein Muss für EM-Freaks?)


    Mit einem geringen Invest-Aufwand kann man sich noch noch ein paar Rollen Vitamin-C-Brause-Tabletten in die Ecke legen, um im Fall des Falles etwas Geschmack und vielleicht noch ein paar Vitamine in das Wasser zu bringen. Wie merkt man die Haltbarkeit der Tabletten? Wenn man nach der ersten Dünnpfiff bekommt gehört Gottvertrauen dazu, es mit einer zweiten zu versuchen.


    Gehört nicht ganz zum Lebensmittelvorrats-Thema, aber weil ich es gerade greifbar habe hier noch ein Tipp, wer sich Jod-Tabletten auf Vorrat legen will:


    -> Jod-Hochdosistabletten: Kaliumjodid Lannacher 65 mg-Tabletten; 20 Tabletten (N2) rund 3 EURO; in D nach meiner Erfahrung nur über Versandapothekenhandel (z.B. http://www.apotal.de) zu bekommen, in Österreich angeblich in jeder Apothekenfilialen (in AUT sind das die dort zu bevorratenden Atom-Unfalltabletten); Tablettenhaltbarkeit 5 Jahre


    Ich selbst bräuchte auch noch ein Tipp. Oben war zu lesen von 20 kg Reis-Säcken. Wo gibts die? Bei großen Discountern (Real)? Kilo-Kosten oder Haltbarkeit besser als die 1 Kg-Basmati-Gebinde, die es zur Zeit wieder für rund 0,90 EURO bei ALDI gibt?

    Weil ich direkt angeschrieben worden bin, wiederhole ich gerne nochmal unter A) ein altes Posting und gebe unter B) weiter Literaturhinweise für alle Immo-Interessierten und -Besitzer.


    A)
    Kauf einer selbstgenutzten Immobilie - Risiken auf den Punkt gebrachtJeder, der sich mit Kaufgedanken trägt, sollte eine persönliche/familiäre Risikoabwägung machen.


    1. Kauf mit 100% Eigenkapital:
    a) Es besteht kein existenzielles Risiko.
    b) Risiko besteht nur als Wertverlustrisiko (im Falle sinkender Immo-Preise), was nur im Verkaufsfalle relevant (scheidungsbedingt, berufswegzubedingt, krisenwegzugbedingt) wird und im Falle des dauerhaften Selbstbewohnens irrelevant ist
    c) Ein überschaubares Restrisiko besteht im Krisen- bzw. anschließenden Wiederaufbauszenario, wenn der Staat Zwangshypotheken eintragen läßt (hierzu gibt es ein Vorbild in der dt. Geschichte und man das schon bezahlte nochmals (teilweise) bezahlen muss. Auch das Risiko einer Komplettenteignung ist gering und nur im Extrem-Sozialsmus denkbar


    2. Kauf mit Fremdkapital:
    Zu den Risiken unter 1. treten folgende existenzielle Risiken (!) hinzu:
    a) Risiko, dass Zins- und Tilgung aus dem laufenden Einkommen nicht bezahlt werden können. Gründe: Einkommensverlust/-rückgang oder das verfügbare Einkommen wird für andere Dinge benötigt (im Krisenszenario z.B. für Lebensmittel oder im Falle einer Ehescheidung oder im Falle einer ernsthaften Erkrankung eines Familienmitgliedes).
    b) Risiko, dass der Kreditgeber aus sonstigen Gründen den Vertrag kündigt und sofortige Rückzahlung der Kreditsumme verlangt. Dies kann er laut Vertrag tun,
    1. wenn die Gefahr besteht (Gefahr reicht laut Kreditbedingungen aus - bitte genau lesen), dass die Immobilie den Kredit nicht mehr besichert, also der Immo-Wert in Richtung Restschuldhöhe sinkt
    2. wenn sonstige wichtige Gründe vorhanden sind (Verträge genau lesen!). Zum Beispiel, wenn bei einsetzender Hyperinflation die Gefahr besteht, dass sich der Kreditnehmer einfach entschulden könnte. Das will der Kreditgeber natürlich verhindern, denn er hat schließlich gutes Geld kreditiert und will nicht schlechtes Geld zurück. Er will dann lieber die Immobilie haben als eine Schubkarre voll wertlosen Geldes. Da der Kreditgeber den Vertrag vorgibt, hat er sich natürlich für diesen Fall jurist. abgesichert.
    Folge von a) und b) jeweils: Wegen der Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung ziemlich rascher Verlust der Immobilie und in der Regel Verlust des eingesetzten Eigenkapitalanteils sowie jahrelang bestehen bleibende persönliche Haftung


    Ergo: Jeder sollte diese Risiken kennen und sie nüchtern mit dem meist emotionalen Immokaufwunsch abwägen.


    B)
    Schulden in der Hyperinflation
    verfasst von tradi, 29.11.2008, 01:52
    Interessante Leserzuschriften bei Eichelburg
    ---------
    http://hartgeld.com/verschuldung.htm - 28.11.2008 - 22:00 Uhr
    Nachdem hier einige Fragen aufgetaucht sind versuche ich die einigermaßen zu beantworten, soweit das möglich ist. Was genau passieren wird kann niemand sagen ,weil die Entscheidungen hierzu rein politischer Natur sind und von zukünftigen politischen Machtverhältnissen in der Krise abhängen, die jetzt noch niemand sicher voraussehen kann.


    Zunächst muß man sauber drei Stadien unterscheiden :
    1. die Situation während laufender Hyperinflation.
    2. die Situation eines evtl. Währungsschnittes
    3. die Situation bei Währungsreform


    Zu 1.) a) Während der Hyperinflation 1923 hat das Reichsgericht in Leipzig gegen den eindeutigen Wortlaut des Gesetzes die Zahlungsverpflichtungen grundsätzlich aufgewertet, also zum Beispiel war für eine Wohnungsmiete 50 RM zu entrichten, die in der laufenden Hyperinflation nicht einmal mehr für eine Brezen gereicht haben, weil diese schon ein paar Millionen gekostet hat. Hier hat das Reichsgericht die Lehre vom Wegfall der Geschäftsgrundlage entwickelt und eine proportionale Anpassung der Miete an die Inflation verlangt.
    Dies gab einen Aufschrei in der Politik und sofort kamen Mieterschutzgesetze die die Anpassung zumindest deckelten, womit die Vermieter die Dummen waren. Also ist die Frage ob in einer Krise mehr rote Politik gemacht wird oder nicht. Da in Deutschland 66% der Menschen in irgendeiner Form vom Staat leben hat sich die Frage schon beantwortet…..
    b) Die Banken haben alle in ihren AGBs Klauseln, - wonach sie aus wichtigem Grund innerhalb eines Monats kündigen können - und /oder eine Nachbesicherung von Immobilien verlangen können


    SCHULDEN SIND DAHER TÖDLICH, SOBALD DIE INFLATION EXTREM WIRD, denn ganz abgesehen davon, dass die Einkommen nicht so schnell steigen wie die Lebenshaltungskosten (wenn man nicht gleich direkt arbeitslos wird) , WEIL DIE BANK IMMER AM LÄNGEREN HEBEL SITZT !!
    Kredite verfaulen nicht mit der Hyperinflation, sie werden fällig gestellt ab einem gewissen Zeitpunkt !!!!


    Zu 2.) Bei einem Währungsschnitt werden Guthaben z.B. 1:4 abgewertet, Schulden, vor allem private Schulden, wurden aber immer 1:1 stehengelassen also aufgewertet !! So zuletzt 2001 in Argentinien oder 2005 in der Türkei . Meist versprechen die Regierenden den Schuldnern einen Aufschub und eine spätere Sonderbehandlung der Schulden um diese ruhig zu halten, die dann aber nie kommt. Betriebliche Schulden werden aus volkswirtschaftlichen Gründen meist besser behandelt. Bargeld bleibt beim Währungsschnitt im Gegensatz zur Währungsreform erhalten.


    Zu 3.) Bei einer Währungsreform wird meist Bargeld nicht oder nur sehr beschränkt umgetauscht. Sodann wird Sachvermögensbesitzern ein irgendwie gearteter „ Lastenausgleich „ aufgebrummt, d.h. sie müssen eine Sondersteuer auf Sachvermögen bezahlen, wie z.B. 1948.


    Firmen- und Privatvermögen werden wieder getrennt behandelt. Während 1948 Schulden auf Firmen vom zu versteuernden Firmensachwert abgezogen werden konnten – also weniger Lastenausgleich zu zahlen war – besteht die Gefahr, dass eine rote Regierung vor allem Schulden auf Privatvermögen nicht berücksichtigt ( es sind dann Schulden und Lastenausgleich zu zahlen !!) oder sogar bereits zurückgezahlte Schulden ab einem bestimmten Stichzeitpunkt VOR der Währungsreform als wertsteigernd zum versteuernden Wert hinzurechnet !!!
    ES GILT DAHER SCHULDEN ZAHLEN , SCHULDEN ZAHELN UND NOCHMALS ZAHLEN !!!!
    Hugo Stinnes , einer der reichsten Männer des Deutschen Reiches, u.a. Inhaber der RWE, sagte 1923 auf dem Totenbett zu seinen Söhnen:
    „Was für mich Verbindlichkeiten sind, sind für euch Schulden ! Ihr musst Schulden zahlen, Schulden zahlen, Schulden zahlen…“



    Weitere Lektüre:
    a) Das Risiko von Schulden in der Hyperinflation: http://www.hartgeld.com/filesa…in-der-Hyperinflation.pdf
    b) Risiken bei Vermietungs-Immobilien siehe: Landlords: http://www.hartgeld.com/filesa…df/Anonymus-Landlords.pdf

    Danke, Gegendieluege, für Deine ausführliche Argumentation.
    Es gibt gute Gründe für eine Hyperinflation, wobei wir den Begriff Hyperinflation erstmal definieren müßten. Verstehen wir hier Hyperinflation in der klassischen Form als überbordende Zunahme der ungedeckten Geldmenge (besser: Währungsmenge), die sich massiv auf die Kaufkraft des Geldes (der Währung) dergestalt auswirkt, dass nominal in kurzer Zeitachse immer mehr davon notwendig ist (erst linear, dann exponentiell), um ein definiertes Maß an Waren, Dienstleistungen oder Assets zu kaufen? Wenn Du es anders verstehst, müßte das abgegrenzt werden. Wenn wir es wie angegeben definieren, ist noch überhaupt nichts Eindeutiges passiert.


    Du hast die Gründe für Hyper genannt. Ich kenne sie in- und auswendig, da ich nicht nur Walter E. seit Anbeginn mit Interesse begleite, sondern hier und selbstverständlich auch bei den Deflationisten und Debitisten lese. Okay, lesen heißt nicht automatisch verstehen und verstehen auch nicht automatisch schlußfolgern/extrapolieren. Nimm aber einfach mal an, meine Sinne sind nicht vernebelt (das Gegenteil von Vernebelung ist selektive Wahrnehmung - also Vorsicht mit solchen Begriffen) und ich bin zu Rückschlüssen fähig.


    Dann sagt Dir ein Fähiger: Alle Szenarien, auch die deflationären, sind in sich schlüssig. Alle können eintreten. Es ist ein Unterschied, zwischen dem, was "man" (Politik, Hochfinanz ...) will/ansteuert und das, was man tatsächlich in der Wirtschaftsrealtität erreichen kann. Nur Narren sind sich ihrer Sache völlig sicher.

    Zur Zeit räume ich einer zukünftigen Währungsinflation eine Daumen-Wahrscheinlichkeit von 70% ein, einer Währungsdeflation von 30%. Reines Bauchgefühl, es gibt keine Beweise dafür, aber auch keine für das Gegenteil.
    Was ist eigentlich, wenn es eine schlagartige Währungsreform ohne weiteres Infla-Deflavorspiel gibt? Dann ist das Thema auf unbestimmte Zeit unentschieden.

    Astrein zwar, dass hier so trefflich diskutiert wird. Einige scheinen sich andererseits ihrer Sache aber nach meinem Geschmack zu sicher zu sein.


    Ich bin mir nicht sicher. Und ich vermag auch nicht nachzuvollziehen, wie man sich einem stringenten Hyperinflations- oder einem Deflationsszenarion unter Ausschluss des jeweilig anderen so sicher sein kann. Es mag Wahrscheinlichkeiten geben, die aber wiederum schwanken. Je nach dem, was gerade passiert oder nicht passiert.
    Wenn die Akteure, die Zentralbanken, Regierungen und die Massen heute so und morgen ganz anders ansagen und nochmals anders handeln können, ist eine sichere Vorhersage von wirtschaftlichen Geschehensabläufen sowohl global als auch national absolut unmöglich und eine solche zu machen schlichtweg unredlich.


    Es gibt - außer einer Glaskugel - keinerlei Simulationen, die annähernde Gewißheit bringen über das, was auf den jeweils anderen Schauplätzen passiert, wenn etwas passiert bzw. wenn Stellschrauben verändert werden. Also ob es Infla/Defla/garnichts gibt bewertet in Währungen, Gold, Sixpacks oder sonstige beliebige Maßeinheiten, die für solche Bewertungen herangezogen werden können. Wenn dann noch mehrere Änderungen zugleich, in beliebiger Abfolge, in verschiedenen Währungsräumen, in verschiedenen Volkswirtschaften mit beliebigen begleitenden oder Gegenreaktionen anderer Währungsräume und Volkswirtschaften passieren, erhöhen sich die Möglichkeiten in der Entscheidungstabelle exponentiell.


    - Zinserhöhung, Zinssenkung, Negativzins
    - EU-Zerfall, EU-Ausweitung
    - Staatsbankrotte (Baltikum, Ungarn, Ukraine ...)
    - Schattenhaushalte zur Insolvenzverschleppung
    - Rohstoffkrieg
    - Prime-Immobilien-Krise
    - Aktiencrash, Aktienhype, unverändert
    - Währungsreform, Weltwährung, Nationalwährung, als Papierwährung oder als edelmetallteilgedeckte Währung
    - Großbankensinsolvenz
    - Bank Run
    - zweites 9/11 (echt oder gefaked)
    - Großunternehmensinsolvenzen
    - Crack-up-Boom
    - Rettungsschirme, KP III, KP IV, KP V
    - Staatsanleihenmonetisierung
    - Staatsdowngrading oder -upgrading
    - Steuersenkungen, Steuererhöhungen
    - Dollarabverkauf
    - Wirtschaftsprotektionismus oder völliger Freihandel
    - Irankrieg
    - usw. usf. einschließlich des jeweiligen Gegenteils

    Eine Indexierung von Mietverträgen bzw. Anpassung an die Inflationsrate ist ja bei privaten Mietverträgen nicht vereinbart, also kannst du ja auch nicht erhöhen... Die Einnahmen deiner Mieter werden ja auch nicht explosionsartig ansteigen, eher im Gegenteil...
    Demgemäß drohen sowieso staatliche Zwangsmaßnahmen wie oben geschrieben, denn wenn ein wesentlicher Teil der Bevölkerung seine MIeten nicht bezahlen kann, wirds ein Moratorium geben und der Vermier guckt in die Röhre...


    Eine Indexierung in Mietverträgen ist rechtlich schon möglich. Ich habe das zum Beispiel vereinbart. Aber wie in den vorigen Schreiben steht, darf man sich keiner Illusion hingeben. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Mieter gar nicht zahlen können, selbst wenn sie wollten, sodass der Vermieter, wenn er knallhart kalkuliert, vor der Wahl steht, das Objekt als Einladung für Besetzer leer stehen zu lassen, oder von der rechtlichen Erhöhungsmöglichkeit keinen Gebrauch zu machen und froh sein darf, wenn die Mieter die Mietsache pfleglich und als "ihres" behandeln.
    Dann kommt obendrein noch der Staat hinzu, der im Zweifel die Mieter vor hyperinflationsbedingten Kündigungen schützen wird, was auch wiederum vollkommen nachvollziehbar ist.
    Sichtbares Eigentum läßt sich im Zweifel niemals gegenüber dem Staat schützen. Das muss man sich hinter die Ohren schreiben, wenn man sich hierfür entscheidet.

    Man möge mir bitte folgendes erklären (ernsthafte Frage):
    Wenn die Elliott-Wellen-Theorie zu signifikant über 50% die richtige Kursvorhersage liefert, warum sind dann
    1. die Verwender der Theorie nicht risikolos zu unbeschreiblichem Reichtum gekommen?
    2. die Entdecker der Theorie hergangen und haben diese Erkenntnis mit der ganzen Welt geteilt, so sie (insgeheim) möglicherweise schon zu Reichtum gekommen sein sollten?
    3. die Heerscharen von Analysten nicht imstande, die Treffsicherheit der EWT wenigstens im Nachhinein zu erkennen, diese künftig selbst anzuwenden und schießlich sich und die gesamte Welt unter Anwendung der EWT zum Paradies zu führen?


    Wir Deutschen sind halt ein Volk von Gerichtshanseln.
    Leider, anstatt miteinander zu reden, zeigen wir den andern an.


    Hegele - und wie ist es bei anderen "entwickelten" Gesellschaften (will hier noch nicht einmal auf die "halb entwickelten" Gesellschaften hinaus, die sich sofort an die Wäsche gehen oder private Vollzugsdienste (Mafia) einschalten)?