ocjm
Meiner Meinung nach fehlt in deiner Auflistung noch die handwerkliche Komonente. Sprich: Werkzeug in guter Qualität und allen Größen, notwendiges Bau- und Reperaturmaterial, Schrauben, Nägel usw.
Wahrscheinlich hast du dann zwar immer noch einen erkläklichen Posten Euronen, aber zusätzlich (möglicherweise) sehr begehrtes Tauschmaterial für den Ernstfall.
Servus ocjm,
chef's Vorschläge sind gut. Von mir noch folgendes, wenn Du ausreichend Mittel haben solltest, für den Fall, dass man nicht (mehr) aussitzen kann, sondern das Weite suchen muss:
- (Zugriff auf) Wasserfahrzeug (wenn Fluss in der Nähe) und oder Luftfahrzeug (das ist nun leider wirklich teuer und nur einem betuchten und überzeugten Vorsorgler zu empfehlen)
Ackerland ist und bleibt in leichten und mittelschweren Krisenverläufen eine gute Idee. Aber sehr schwer zu realisieren, weil
- es für Nicht-Landwirte zumindest in NRW und BW ab 1 Hektar Flächengröße von den Landwirtschaftsämtern genehmigt werden muss (und nur unter bestimmten Bedingungen genehmigt wird (Schutz der Landwirtschaft))
- man nur über Beziehungen und Glück überhaupt rankommt - normalerweise wird Familien(erb)besitz nicht verkauft (Ausnahme freilich: neue Länder)
- es schon etwas aufwändig ist, sich über Bodenrichtwerte, Bodengüte (Wertpunktzahlen) zu informieren, um das Gefühl für einen fairen Preis zu bekommen
Nicht fehlen sollte, wenn man [b]krasse Entwicklungen [/b]per se nicht ausschliessen will, noch folgender Kleinkram:
- Hand-held-Strahlenmessgerät(e), hand-held-Solarladegerät(e), Weltempfänger/Kurbelradio (der Semiprofi-Vorsorgler lagert wichtigen Elektrokram natürlich faraday-geschützt)
- Atemschutzmaske(n) und eine Menge Filter, Schutzkleidung (für sich und Nahestehende)
- größere Menge Desinfektionsmittel
- Anstaltspackung Schmerzmittel, Antibiotika (u.U. sich von einem befreundeten Arzt Rezept ausstellen lassen und erst kurz vor Ultimo holen)
Von Strom-Generatoren halte ich persönlich nichts (aber das kann jeder natürlich anders sehen), weil
- es entweder Netzstrom gibt (zumindest stundenweise) - und dann ist die Krise nicht besonders heftig und eines Generators bedarf es nicht
- es keinen Netzstrom gibt - dann wird die Krise so krass, dass ein Generator nicht hilft (sondern eher aufgrund der direkt und indirekt erzeugten Umgebungs-Aufmerksamkeit schadet). Wenn also im Umkreis von einigen Kilometern um die eigene Wohnstätt nicht mindestens 20% der Haushalte einen solchen Generator haben, wird man in einer Stromlos-Krise gut bemerkbar auffallen. Und wenn man dann nicht im noch relativ harmlosen Fall bereitwillig an Nachbarsfamilien mit Kleinkindern abgeben will, wird das nicht sehr lange gut gehen können. Bei längerer Netzstromlosigkeit (mehrere Tage) ist es sowieso aus, weil die Notstrom-Aggregate in den AKWs nur auf einige dutzend Stunden Betriebszeit ausgelegt sind. Kaum zu glauben, aber es ist Fakt, dass AKWs keinen Inselbetrieb fahren können, sich also selbst mit dem nötigen Kühlstrom und Anlagenüberwachungsstrom versorgen können. Wer es nicht glauben mag, forsche bitte selbst nach, denn nur eine selbstgemachte Erfahrung/Erkenntnis wirkt.
Klar, wenn man völlig abseits im Gebirge, hinter den sieben Bergen oder in einem nicht einnehmbaren Leuchtturm haust, dann ist ein Notstrom-Generator ein Muß. Das trifft aber vielleicht auf 0,1 % der Zivilisten zu.