Beiträge von Wayne Schlegel

    Dankeschön Seeadler, DarkMatter und bmwknaz für die Erklärungen und Erfahrungsberichte.


    Bei konvektioniertem Reis aus den Discounterrn hatte ich die letzten Jahre nie eine Auffälligkeit bemerkt, auch nicht wenn die mittlerweile weit über dem MHD angelangt sind. Hatte die aber sowieso immer zusätzlich in Weithalstonne verschraubt gelagert.


    Zwar sind die nun ganz aktuell dazu gekommenen 20 kg Gebinde offenbar in PVC-Säcken "dicht" "eingeschweist", werde die wegen euren Erfahrungen aber noch zusätzlich in Tonnen verstauen, damit im Kontaminationsfall sich da nichts durchbohrt und noch anderes in Mitleidenschaft zieht.


    Die Gefriermethode hat sich offenbar bestens bewährt, leider habe ich nicht die Möglichkeit dazu. Wenn also ein Gebinde verdirbt, dann habe ich Pech gehabt.

    (...)

    Vielen herzlichen Dank für die wertvollen Erfahrungstipps.


    Eine Nachfrage zum Reis wegen der Insektenbefallsgefahr:


    - in welchem Zeitram nach Kauf wird da ein (offenbar teilweise von vorneherein durch Eier vorhandener) Befall sichtbar?
    - handelt es sich dann nach diesem "unvorbehandelten" Einlagerungszeitraum um gut sichtbare Käfer/Larven oder fällt dies nur nach sorgfältiger "Inspektion" wie z.B. bei Lebensmittelmotteneierfäden auf?
    - gibt es einen Erfahrungswert, ob davon eher konfektionierte Kilo-Gebinde oder 20kg-Sackware aus dem Versandhandel betroffen sind?

    Hallo Kinderkram, das was Du schreibst ist selbstverständlich wohl bekannt ... Hier im Lebensmittelfaden geht es aber wohl um selbige.

    Würde mich und der ein oder andere auch daher über konkrete und nützliche Antworten zu den Fragen freuen. Hier nochmal die Fragen wiederholt:



    Fragen zu Gebinde/Sackware (ab 10 kg aufwärts) zu
    Getreidesorten/Bohnensorten... also Trockenzulagerndem ohne zusätzl.

    Konservierungsstoffen im Versandhandel


    (Vorab:
    ja, es ist bekannt, es gibt Lagerhäuser, Raiffeisen, Höfe ... Metro ....
    wo man per cash and carry selbiges bekommt. Und ja, nicht selten sind
    auch die portionierten Discounterangebote in Summe preisgünstiger. Die
    Frage hier zielt aber ausdrücklich auf den VERSANDHANDEL)


    a) Bruchreis ist derzeit immer noch sehr günstig angeboten. Was ist darüber hinaus an Trockenzulagerndem im Hinblick auf die Faktoren Preis-Leistung-"Energiedichte"-MHD-Lagerflächenbedarf warum empfehlenswert?


    b) Bezüglich welchen Shops/Händlern gibt es gute/schlechte Erfahrungen?


    c) Gibt es ausprobierte Lagertipps (z.B. bei Tonnenlagerung
    Salzpaket wegen Feuchtigkeit mit rein oder brennendes Teelicht zur
    Sauerstoffminimierung oder ...)

    Fragen zu Gebinde/Sackware (ab 10 kg aufwärts) zu Getreidesorten/Bohnensorten... also Trockenzulagerndem ohne zusätzl. Konservierungsstoffen im Versandhandel


    (Vorab:
    ja, es ist bekannt, es gibt Lagerhäuser, Raiffeisen, Höfe ... Metro .... wo man per cash and carry selbiges bekommt. Und ja, nicht selten sind auch die portionierten Discounterangebote in Summe preisgünstiger. Die Frage hier zielt aber ausdrücklich auf den VERSANDHANDEL)


    a) Bruchreis ist derzeit immer noch sehr günstig angeboten. Was ist darüber hinaus an Trockenzulagerndem im Hinblick auf die Faktoren Preis-Leistung-"Energiedichte"-MHD-Lagerflächenbedarf warum empfehlenswert?


    b) Bezüglich welchen Shops/Händlern gibt es gute/schlechte Erfahrungen?


    c) Gibt es ausprobierte Lagertipps (z.B. bei Tonnenlagerung Salzpaket wegen Feuchtigkeit mit rein oder brennendes Teelicht zur Sauerstoffminimierung oder ...)

    Punkt 1: Du hast deine Mitarbeiter schon ausgestattet oder hältst genug Geräte bereit, um sie dann (im letzten Moment) auszustatten? Das ist weitsichtig und klasse!


    Punkt 2: Würdest Du im Notfall per unverschlüsseltem Funk sagen, Du bist "prepper"? Bzw. Du gehst davon aus, dass sich unbekannte Dritte dir gegenüber als "prepper" zu erkennen geben? Das wiederum würde ich als sehr leichtsinnig ansehen.


    Punkt 3: Sehe ich ebenso.

    es geht nicht nur ums rumfunken sondern auch darum diverse kanäle abzuhören zwecks informationsbeschaffung.
    wo zb. das nächste nagelstudio ist. [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy]

    Aber da könnte doch @Patrone und andere Beschaffer die Hühner per ehrenwortlichem Funkspruch ins nächste Nagelstudio mit der Ansage locken, dort gäbe es gratis Behandlung oder wertvolle Lacke, um sie dort zu rupfen?

    (...)
    Wenn es erstmal los geht ist Unauffälligkeit, Verschwiegenheit und Anonymität das oberste Gebot.

    Ganz genau! Rumfunken ist aber das Gegenteil davon.
    Und es ist nicht zu erwarten, dass man von Fremden nützliche Infos erhält, die man auch selber nicht zu geben bereit ist (weil ja ... unauffällig, verschwiegen, anonym).


    Aber alles okay, wem Funkgespräche mit Fremden trotz des dann lapidaren Inhaltes (unauffällig, verschwiegen, anonym) und des Risikos der Ortbarkeit wichtiger (weil mutmachend/sozial erforderlich) ist als die Einhaltung der geannten Grundregeln, der soll es tun. Entscheidet jeder für sich und die Seinen ...
    Ich werde meine Baofeng-Teile aber so nicht nutzen.

    Ziehe aus dem obigen zusammenfassend folgendes raus:


    -1. Vorräte sind endlich, klar. Man erkauft sich damit nur - aber immerhin - Zeit. Zeit zum risikoreduzierten Aussitzen des heftigsten Ungemachs (hat zwar auch Risiken, die aber geringer sein dürften, als wie wenn man unter Beschaffungsdruck steht und man evtl. auf robuste Nichtabgebenwollende auf Fremdterrain oder robuste Beschaffungskonkurrenz wie offenbar auch @Patrone trifft)
    UND Zeit zur
    Entwicklung/Aktivierung eigener Fähigkeiten und Möglichkeiten zur künftigen ertragbringenden, subsistenten Produktion. Wenn das Umgebungsungemach ein erfolgversprechendes Produzieren überhaupt zulässt. WENN man es bis dahin schafft UND Glück hat VIEL Glück ...


    2. Funken können nützlich sein, WENN
    - kooperierende Gruppe verstreut ist und koordiniert werden muss
    - wenn werthaltige Infos eingeholt werden müssen
    - wenn effektive Hilfe herbeigeholt werden muss


    Dies setzt voraus:
    a) es gibt überhaupt eine kooperierende Gruppe (ohne die ist Rumfunken zufällig und nicht risikolos)
    b) man kann darauf vertrauen, überhaupt werthaltige, kooperierende Infos zu bekommen, die auch VERLÄSSLICH sind, bei denen es sich verlässlich nicht um FALSCHINFOS oder gar gegenseitige AUSFORSCHUNG/HINTERHALT handelt
    c) es gibt jemand, der tatsächlich helfen wird (also überhaupt helfen kann und dies tun wird und dabei eigene Risiken einzugehen bereit ist; dazu müsste man gut befreundet/in enger gegenseitiger Kooperation sein)

    Treibstofftanks?
    Also 40 Polizeidienststellen in NRW erhalten 1.000 Liter Tanks?
    Hoffentlich mit Handpumpenausstattung? Ist ja für einen Blackout ...


    Reicht bei jeder der 40 beglückten Polizeidienstellen für 25 Betankungen a 40 Liter.


    In NRW gibt es 272 Städte, davon 22 Kreisfreie (Großstädte) und 45 Große kreisangehörige Städte (darunter weitere 7 Großstädte).


    Dann braucht man also in gut der Hälfte der Großen kreisangehörigen Städten, in allen mittleren kreinsangehörigen Städten sowie in allen 84 sonstigen Städten nicht mehr mit einem Fahrbetrieb der Polizei rechnen. Auf Land sowieso nicht ...


    Oder die haben, es hieß ja "zusätzliche" Tanks, noch so 400.000 Liter vorrätig. Dann sollte es für 2-3 Wochen Einsatzfahrten reichen, jedenfalls zum Schutz der Landeshauptstadt, Regierungs-, Parlaments- und Ministerienmitglieder ...

    In einem allerdings ehrlicherweise nichts wesentlich Neues bringenden heute veröffentlichten Podcast auf R-T meint der (übersetzte amerikanische freiberufliche) Jounalist/Kolumnist:


    - Gingrich-Sprecherbesuch vor 25 Jahren wäre anders gewesen, damals Taiwan noch mit 1-China-Politik
    - nationalistische China-Kommentatoren deuteten unmittelbare militärische Folen an - ist aber unwahrscheinlich; allerdings sagen die auch: "Rache ist ein Gericht, was am besten kalt serviert wird"
    - anhaltender Handelskrieg
    - mit einem Federstrich könnte China die US-Wirtschaft ernsthaft in Bedrängnis bringen und die Biden-Demokraten aus dem Kongress fegen (samt Pelosi)


    Unter Strich aktuell erstmal nichts Neues .... und ob das Wegfegen im tatsächlichen chinesischen Interesse ist, ist fraglich. Die Reps haben eben auch einen entschiedenen Standpunkt zu China und Trump konnte bisher mit Putin ganz gut. Was nicht in Chinas Interesse liegen kann, dass man sich wieder verträgt.


    Wahrscheinlich also eher keine heftigeren Wirtschaftskriegsangriffe bis zu Kongresswahlen. Wir werden sehen ...

    Ich höre immer Kalorien, dabei sind die 2. wichtig!
    Eiweißversorgung ist Nr.1 !!!


    Irgendwo laß ich, dass die Leute in den Lagern durchaus auch Brot (leer Kalorien) bekamen, die Arbeiter zumindest, aber eben gegen Null Eiweiß. Damit hielten sie dann noch bissle länger durch, bis der Körper Muskeln für Eiweiß abbaute....

    Muskelabbau (also Proteinabbau) für Proteinaufbau? Mhm. Verstehen würde ich Muskelabbau (also körpereigener Proteinabbau) zur Energie-/Wärmegewinnung als ultima ratio ...In diesem Zusammenhang wäre Beschäftigung mit dem Citratzykus als wichtiger Stoffwechselprozess nicht verkehrt:


    [Blockierte Grafik: https://upload.wikimedia.org/w…cyclus-Ueberblick.svg.png]


    Quelle und mehr hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Citratzyklus


    Davon ab: Wie ist das mit der oben vorgeschlagenen Proteinversorgung in einem (angenommenen) Hunger- und Kollapsszenario?


    Frische Proteine oder (wie?) konservierte, denn wir sind hier ja im LebensmittlVORRATSfaden?

    wenn Du ein Jahr auf die eigenen Vorräte angewiesen sein solltest, treten vermutlich vorher andere Themen auf, die Dich das Ende des Jahres nicht mehr erleben lassen… (Marodierender Pöbel auf der Suche nach Essbaren, usw.)
    ich selber bin bei ca. 3 Monaten mit meinen Vorräten, gerechnet mit 2.500 Kal für mich und 1500 kal für die Kinder.

    Zustimmung. Natürlich ist mit solchen Bedrohungen und Exzessen wie auch mit massiven Seuchen in einem Hunger- und Kollapsszenario zu rechnen.


    Meine Frage bezog sich auf die - wie durchkalkulierte - zeitliche Reichweite eigener LM-Vorräte. Danke für die Antwort darauf.


    Gibt es weitere Kalkulationen hier?

    Wie sind die Meinungen zur zeitlichen Reichweite der Lebensmittelvorräte, insbesondere der "energieliefernden" LM?


    Gilt die Devise für eine ernstfallbezogene Bevorratung "von einer Wachstums-/Ernteperiode zur nächsten", also dann 300 Tage und mehr für x Personen a 1.200 oder 1.600 oder 2.000 kcal?

    Fluchtrucksack - Outdoor


    Folgende Fragen dazu:


    1. Habt ihr konkrete Fluchtziele (Alterantivziele)?
    2. Habt ihr am Ziel und auf der Strecke dorthin Depots, um euch für wieviel Tage/Wochen (unauffällig) zu versorgen?
    3. Wie wird die Tatsache bewertet, dass es in Schland eine Bevölkerungsdichte von 235 pro qkm gibt? Wenn also nur 1% mit oder ohne Fluchtrucksack sich in vermeintlich leere bewaldete Flächen (60%?) begibt, wird es da nicht reichlich eng?
    4. Wie schützt ihr euch dauerhaft (also nicht nur für 1 Woche) vor Feuchtigkeit und Kälte, wenn Flucht nicht im Sommer stattfindet?
    5. Wer hat schon mal mit welchen Erfahrungen außerhalb des Sommers in hiesigen Breiten für mehr als 1 Woche im Wald unauffällig (ohne meilenweits riech- und sichtbare Lagerfeuer) autark durchgestanden?

    Im Hungersnoternstfall könnten folgende Szenarien - u.U. lokal/regional und auf der Zeitachse immer mal abwechselnd - vorherrschend sein:


    A) Es gibt noch eine (rest-)staatliche Ordnung mit Gewaltmonopol
    - Diebstähle und Raub wird extrem bestraft, Lebensmittelkarten-Bezugsscheine, Verstaatlichung und Überwachung der Produzenten, Denunziantentum (wird fett belohnt)


    B) Nach ersten total-anarchischen Zuständen bilden sich
    - (freiwillige) Schutzbünde zur Bewachung/Sicherung vorhandener Restressourcen
    - Schutzgeldabkassierstrukturen
    - warlordartige Clanrevierstrukturen
    mögliche Gemeinsamkeit: wenig zimperliches Vorgehen, Gefangene werden nicht gemacht

    Servus,


    hier der amtliche Beweis (Quelle: http://www.lugv.brandenburg.de…etail.php/bb1.c.321370.de ), dass Pils-Genuss empfehlenswerter ist als jeder Pilz-Genuss:


    "Pilze und Strahlenbelastung


    In Brandenburg werden immer noch - 25 Jahre nach Tschernobyl - Pilze auf Radioaktivität untersucht. Warum?
    Die Radioaktivität in den Pilzen hat eine Halbwertzeit von immerhin 30 Jahren. Neben Tschernobyl sind deshalb sogar noch Belastungen aus der Zeit der Kernwaffenversuche Anfang der 60-er Jahre nachweisbar.


    Auf was genau werden die Pilze untersucht?
    Der radioaktive Stoff heißt Cäsium-137, ein "Abfallprodukt" der Kernspaltung.


    Hat man jemals gefährliche Werte gemessen? Wie hoch sind die Werte heute?
    Die Werte liegen inzwischen fast immer unter dem Handelsgrenzwert von 600 Bq/kg (Becquerel pro Kilogramm). Der Maximalwert in einer Marone lag bei 2.800 Bq/kg; das war im Jahr 1993. Von den bekannten Speisepilzen enthalten Maronen das meiste Cäsium. Noch mehr Cäsium findet man nur in weniger bekannten "Exoten". In einer Probe von Frostschnecklingen wurden vor 10 Jahren einmal 5.800 Bq/kg gemessen - der Spitzenwert überhaupt.


    Gibt es Gegenden in Brandenburg, die besonders belastet waren? Wie steht Brandenburg diesbezüglich im Vergleich zu anderen Bundesländern da?
    Im deutschlandweiten Vergleich gehört Brandenburg zu den am geringsten von Tschernobyl betroffenen Regionen. Im Westen und Nordwesten Brandenburgs gibt es aber zwei kleine Landstriche, in denen der Cäsiumgehalt des Bodens über dem Durchschnitt liegt - ähnlich hoch wie in Teilen Süddeutschlands.


    Wie viele Pilze müsste man essen, damit die Strahlung von den Brandenburger Pilzen gefährlich werden könnte?
    Von Pilzen, die mit 600 Bq/kg (Handelsgrenzwert) belastet sind, müsste man schon über 100 kg essen. Die Strahlenbelastung wäre dann ebenso so hoch, wie das was aus der Natur (Strahlung der Erdkruste, kosmische Strahlung) pro Jahr auf jeden von uns einwirkt. Unnötige Strahlenbelastung sollte zwar grundsätzlich vermieden werden - Sorgen wegen einer gelegentlichen Pilzmahlzeit braucht man sich aber nicht zu machen."


    Zusatz für die, die es nicht wissen: Der letzte Absatz des Zitats ist natürlich völliger (verharmlosender) Quatsch, weil hier die Wirksamkeit von inkorporierten, organschädlichen Alphastrahlern mit der natürlichen Gamma-Hintergrundstrahlung ohne weiteres verglichen wird. Immerhin wird gesagt, dass die gelegentliche Pilzmahlzeit unbedenklich sei. Sagen wir lieber: sehr gelegentliche Pilzmahlzeit. Wohingegen nach Aussage eines mir bekannten Kardiologen, der täglich Genuss von rund 20 gr. (reiner) Alkohol absolut förderlich für das Herz-Kreislaufsystem ist. Prost!

    Servus,


    weil in diesem Lebensmittlvorrat-Faden gelegentlich auch Selbstversorgungsinformationen (im Sinne von eigener Lebensmittelproduktion) ausgetauscht werden, nachstehend ein Link zu einem Kurzbericht von Österreichern, die seit über 4 Jahre Selbstversorgungserfahrungen sammeln:


    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=274848


    Vor übergroßen Selbstversorgungs-Illusionen wird also von erfahrenen Praktikern gewarnt. Man braucht viele Jahre Erfahrung, hat geringe Erträge (so diese denn nicht bereits jetzt von der Natur und den Mitmenschen "geholt" werden) und braucht viel Glück. Alles Dinge, die in einer echten Krisensituation in einer nochmals anderen Dimension zum Tragen kommen können. Hoffnung sollte man aber immer haben.

    Servus Desert,


    das sagt der Kerl seit fast 6 Jahren tagtäglich mehrfach. Es muss also locker über 6.000 Äußerungen und ein paar hundert Artikel von ihm mit genau dieser Message geben. Das grenzt schon an Gehirnwäsche (fragt sich nur, wessen Gehirn).


    Irgendwann wird er recht haben, aber nicht weil er es sagt und auch nicht, weil einige Dutzend einigermaßen Szenenprominente dies sagen oder zigtausend weniger Prominente aber durchzublicken glaubende dies sagen, sondern weil es eine Unausweichlichkeit ist, dass das System (wie eng oder weit man das auch definieren mag) kollabiert. Am überzeugendsten erscheint mir bzgl. eines Systemkollapses die Argumentationsführung derjenigen, die von einem kompletten Zivilisationskollaps ausgehen, wie dies in der Menschheitsgeschichte ausnahmslos jede Hochkultur ereilt hat (vgl. wissenschaftliche Untersuchungen von Jared Diamond, Tainter usw.). Bleibt aber abzuwarten, ob einige von uns Zeitzeugen sein werden.


    Dieser Kollaps wird also keineswegs so nett sein/bleiben, dass das Papiergeld weg ist und stattdessen die Edelmetallhalter die Herren der Welt sind, fortan die Schafe/Zinsknechte/Rettungsbootlose/Zitterer (usw. im Eichelbrgerniedrigungsjargon) ausbeuten/verschuldsklaven können und ein luxuriöses Leben in Saus und Braus errichtet auf dem Leid anderer erwarten dürfen. Also praktisch nur ein Wechsel von einer "Geldausbeutungselite" in eine "Metallausbeutungselite", die nach unten treten darf. Nene, meine Lieben, so wird die Kiste nicht laufen.



    P.S. Wer die ganzen Zusammenhänge bis hin zu einem Globalkollaps nicht lesend und bruchstückhaft, sondern per allgemeinverständlichem Video-Tutorial zusammenhängend erklärt haben möchte, dem sei Chris Martenson Crash Course (auf deutsch) empfohlen.


    Hier in 27 einzelthemenbezogenen Häppchen:
    http://www.youtube.com/watch?v…16C7&feature=results_main


    Es lohnt sich sehr, da es ein Gesamtverständnis schafft bzw. für die Themenbewanderten ein schönes Resümee zieht.


    Das bestreitet ja auch keiner ...
    Deflationator, das was du mE. immer wieder übersiehst während du dich über über die "Kreditgeldmenge" echauffierst, ist folgender Punkt:
    Du schaust immer nur nach den Schuldnern die jetzt ihre Kredite zurückzahlen. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Wo sind denn die Guthaben wenn gilt: Schulden = Vermögen? Richtig, es gibt nämlich dennoch ausreichend Marktteilnehmer, die derzeit noch MEHR Guthaben als Kredite haben. Also einen privaten oder geschäftlichen Positivsaldo. Und genau diese werden versuchen ihr Vermögen zu erhalten, wenn die nur im Ansatz kapieren das der Geldwert sich bald in Luft auflösen könnte. Dann kaufen die bald ALLES was nicht niet- und nagelfest ist. Und da interessiert es keine Sau mehr, ob die Geldmenge wächst oder schrumpft und was andere an Krediten zurück zahlen müssen. Alle (noch)Vermögensbesitzer werden panikartig versuchen, ihr "Geld" im wahrsten Sine des Wortes zu versilbern. Und genau diese werden den Crack-Up-Boom mit folgender Hyperinflation lostreten. Unaufhaltsam .... [smilie_happy]


    Servus peter,
    die dritte Seite der Medaille wäre dann aber, dass in der von Dir beschriebenen Situation die ALLES-Käufer auf Verkäufer treffen müssen, die entweder dämlich sind, in einer derartigen Situation ohne Not zu verkaufen also ihr "Vermögen" eben nicht zu erhalten, oder aber "in Not" verkaufen müssen, weil sie überschuldet sind oder diese infolge mangelnder sonstiger Konsumkostendeckung konkret droht und keine Verschuldensmöglichkeit besteht. Wenn aus Überschuldungsgründen verkauft werden muss, was passiert dann mit dem Verkaufserlös?