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...für alle die noch nicht phys. Investiert sind...
Geschichte der Fabergé-Eier
Osterei besonderer Güte -
Den Durchbruch schaffte Carl Fabergé im Jahre 1885. Der Hof des Zaren hatte den Goldschmied damit beauftragt, ein Osterei besonderer Güte herzustellen. Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein gewöhnliches Hühnerei. Das so genannte Hennen-Ei ist aber aus Gold gefertigt und mit Emaille überzogen. In seinem Inneren sitzt eine brütende Henne, deren Federn aus gelbem, rotem und grünem Gold und deren Augen aus Rubinen sind.
Fabergés Karriere
-Zar Alexander III. schenkte seiner Gemahlin Maria Fjodorowna das Kleinod. Die Begeisterung muss groß gewesen sein. Jedenfalls bekam Carl Fabergé, der die von seinem Vater 1842 gegründete Werkstatt in St. Petersburg führte, den Titel Hofgoldschmied verliehen. Fabergé wurde der Juwelier des Zaren.
50 Eier, 500 Mitarbeiter
-Die Tradition, dass der Zar seiner Familie zum orthodoxen Osterfest Fabergé-Eier schenkte, sollte bis 1916 beibehalten werden. Insgesamt 50 dieser imperialen Eier stellte Fabergé her. Mit diesen filigranen Kostbarkeiten brachte sich die Werkstatt, die Carl und sein Bruder Agathon leiteten, in die erste Liga. "Fabergé objets d'art" wurde zu einem Markenzeichen. 500 Mitarbeiter hatte Fabergé, der selbst der unternehmerische Geist war und andere für Goldschmiedearbeiten anheuerte. Zweigstellen unterhielt er in Moskau, Odessa und London.
Auf dem Zenit
-Carl Fabergé war auf dem Zenit. Nach einer Ausstellung in Stockholm durfte sich Carl Fabergé Hofgoldschmied von Schweden und Norwegen nennen, wurde nach der Weltausstellung in Paris 1900 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Er war auf dem Zenit.
Das Meisterwerk
-Das teuerste Stück, das Fabergé je fertigte, ist das Krönungsei. Auf einen Wert von 24 Millionen Dollar taxierte Sotheby's das Meisterwerk, das Nikolaus II. im Jahre 1897 seiner deutschen Gemahlin Alexandra überreichte. In ihm ist die bis ins kleinste Detail nachgebildete Miniaturausgabe der prachtvollen Kutsche verborgen, mit der die Zarin in Moskau Einzug hielt.
Ende der goldenen Zeiten -Der Kreml griff sogar auf die detailgetreuen Zeichnungen von Fabergé zurück, um die Originalkutsche für das Museum der Rüstkammer zu rekonstruieren.
Die goldenen Zeiten waren vorbei, als die Kommunisten die Macht an sich rissen. Im Zuge der Oktoberrevolution 1917 musste Fabergé fliehen. Er starb 1920 in Lausanne.
Vekselbergs Schatz
-Die Bolschewiken beschlagnahmten sämtliche luxuriösen Ostereier, die ihnen in die Hände fielen. 14 von ihnen verkauften sie ins Ausland. Die Sammlung, die der russische Großindustrielle Viktor Vekselberg der Forbes-Familie abkaufte, umfasst neun Fabergé-Eier.
Kulturelles Erbe
-Maria Fjodorowna hatte auf ihrer Fahrt ins Exil ein Fabergé-Ei im Handgepäck. So brachte sie das Kleinod "Orden des Heiligen Georg" außer Landes. 1928 starb die geborene dänische Prinzessin Maria Sophia Frederica Dagmar in ihrem Heimatland.
"Die Fabergé-Eier berühren die Seele unseres Volkes", sagte Vekselberg nach dem Kauf. "Sie sind ein herausragendes Beispiel für unser kulturelles Erbe."
Artikel erschienen am 1. August 2004
Quelle: http://www.wams.de/data/2004/08/01/312893.html