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Index-Zertifikate - eins zu eins an der Börse dabei
Die einfachste Form der Anlagepapiere sind "Index-Tracker" oder schlicht "Index-Zertifikate". Sie eröffnen Anlegern die Möglichkeit, mit geringem Kapitaleinsatz in einen allgemeinen Marktindex - zum Beispiel den Dax - zu investieren. Der Wert des Zertifikats folgt dabei unmittelbar der Kursentwicklung des Index. Das heißt: Der Anleger fährt in keinem Fall schlechter als der Markt, aber eben auch nicht besser. Das gilt aber nur, wenn darauf geachtet wird, dass ein Papier gewählt wird, bei dem die Dividenden der im Index enthaltenen Unternehmen in die Berechnung des Index (und damit des Zertifikats) einfließen. Bei deutschen Aktienindices ist dies grundsätzlich der Fall. Bei ausländischen Kursbarometern ist die Anrechnung der ausgeschütteten Gewinne hingegen die Ausnahme. Hier gilt also besondere Vorsicht bei der Wahl des richtigen Zertifikats.
Das Modell des Index-Zertifikats, bei dem der jeweilige Index-Stand eins zu eins nachgebildet wird, kann auch auf andere Anlagesegmente übertragen werden. So sind auch "Tracker" auf Anleiheindices wie den Rex oder auf Rohstoffpreise erhältlich, zum Beispiel auf die Feinunze Gold. Auch hier gilt: Der Wert des Zertifikats bildet den jeweiligen Marktpreis des Edelmetalls genau nach, wobei zu beachten ist, dass der besagte Marktpreis bei den wichtigsten Rohstoffen in US-Dollar angegeben ist. Bei auf Euro lautenden Zertifikaten muss also der Wechselkurs berücksichtigt werden. Eine Ausnahme sind "Quanto"-Papiere. Sie beinhalten eine Devisenabsicherung, sodass für den Zertifikatspreis - unabhängig von der Währung - nur der reine Index-Stand relevant ist
Artikel erschienen am 23. Mai 2004
Quelle:http://www.wams.de