Beiträge von cano

    Na und? Ich zähle auch zu denjenigen, die (leider erst) seit September '08 angefangen haben, Gold zu kaufen. Würde ich auf den Preis zocken, wäre das natürlich höchst riskant. Mir geht es jedoch einzig und allein um eine Versicherung für den Fall einer Papiergeldentwertung. Aufgrund meines Alters halte ich es leider für ziemlich wahrscheinlich, eine Hyperinflation und/oder Währungsreform zu erleben. Davon abgesehen sind mir meine Goldstückchen inzwischen sehr ans Herz gewachsen. Es ist doch ein sehr gutes Gefühl so ein paar Unzen in der Hand zu halten. Nie und nimmer werde ich meine Münzen wieder hergeben - ausser im äussersten Notfall, wenn ich etwas zum Beissen brauche. Auch wenn mir einer 5.000 $ für die Unze bieten würde, käme ein Verkauf für mich derzeit nicht in Frage - es sei denn, er zahlt in Krügerrand. ^^


    Ich habe nicht geschrieben, dass Gold ein schlechtes Investment ist. Dennoch kann es gegen Dollar und Euro noch in den Keller gehen. Es gab sicher bessere Kaufzeitpunkte als z.Zt. und es kann sogar noch bessere geben ... Das sollte man zumindest im Hinterkopf haben. Gerade wegen der aktuellen Euphorie.

    The Elliot Wave Financial Forecast vom 04. Dezember 2008 (Prechter-Publikation):


    Zitat

    Aber EWFF warnte seine Abonnenten in den letzten Monaten vor der zunehmenden Verwundbarkeit und jetzt gibt es Hinweise darauf, dass selbst der unaufhaltsame Herr Buffett sinkt. Der Leitartikel "Ich kaufe", den er im Oktober 2008 für die New York Times schrieb, scheint ein Fehltritt zu sein; falls unsere Analyse der Wellenstruktur des Marktes zutreffend ist, wird sie als schlechteste volkswirtschaftliche Wette in die Geschichte eingehen. Sein Rockstar-Status, sein Bemühen, bullishe Stimmung zu Verbreiten und ein erster fünfwelliger Abstieg der Aktie von Berkshire Hathaway sprechen sehr dafür, dass es mit Buffet und mit der Börse insgesamt weiter bergab geht


    Und solche Empfehlungen gab es auch:


    http://kolumnen.boerse.de/Prof…8_%E2%80%93_2009/36435069



    http://www.finanzen.net/nachri…_Panik_Panik_Panik_792478


    Zitat

    Auch die Qualitätsaktien, die wir am 30.09.2007 vorgestellt hatten – Berkshire (WKN: 900567), Procter & Gamble (WKN: 852062), Nestlé (WKN: A0Q4DC) und Johnson & Johnson (WKN: 853260) haben sich relativ gut gehalten.


    Zitat

    Auch eine ING Groep (WKN: 881111) wird zu Unrecht in die Sippenhaft der Finanzbranche genommen. Das Unternehmen hat kein Investmentbanking, ist stark im kostengünstigen Direktbanking, ist ein global aufgestellter Vermögensverwalter und notiert derzeit bei einem KGV von 3,7 und einer Dividendenrendite von 12,5 Prozent! Sixt Vorzüge (WKN: 723133) liegen bei einem KGV von 3,5 und einer Dividendenrendite von 10 Prozent. Wahnsinn!


    Performance ING-Group seit 13.10.: Von ca. 12 auf ca. 4 EUR ...


    Prechter in "Besiege den Crash": "Besitzen Sie grundsätzlich keine Aktien"

    wenn du die Gehälter um 50 % kürzen willst, mußt du aber aufpassen, dass der Hartz 4 Bezug nicht höher ausfällt als die 50% oder vorher h4 abschaffen......


    Die 50% sind ja nur ein Beispiel. H4 wird natürlich auch gekürzt. Weiterhin werden höhere Gehälter stärker gekürzt als niedrige.

    50 % Gehaltskürzung und 100 % Leistung ???? ?) hört sich zumindest gut an.


    Natürlich 100% Leistung. Die Alternative lautet eben: Entweder die Belegschaft wird um 50% reduziert oder die Belegschaft bleibt gleich und die Gehälter werden um 50% reduziert. Sozialer ist Variante 2.

    Prechter in "The Elliot Wave Theorist" Februar 2009:


    Zitat

    Viele Unternehmen begehen in der Depression einen fatalen Fehler: Sie entlassen Mitarbeiter. Manche Unternehmen haben keine andere Wahl ... Aber viele Unternehmen sind viel besser damit bedient, ihre Mitarbeiter zu behalten und einfach ihre Entlohnung zu senken


    Zitat

    Nehmen wir als Beispiel einen Nachrichtendienst, der seine Kosten senken muss. Anstatt das Personal um 50 Prozent zu kürzen und dadurch die Berichterstattung zwangsweise radikal zu reduzieren, wäre es sinnvoller, die Gehälter um 50% zu kürzen und den Dienst vollständig beizubehalten


    Der Dollar kollabiert doch. Nur eben wie ein kranker Baum. Zwar sieht der Stamm noch sehr stabil aus, aber wenn er demnächst im Sturm fällt, dann wird man erkennen, dass er schon lange tot war! ;)

    Wo kollabiert denn der Dollar? Für den gleichen Dollarbetrag bekommt man in den USA wesentlich mehr Aktien, Immobilien, Rohstoffe, Euros als noch vor einem halben Jahr. Das Behauptung, dass der Dollar gerade kollabiert ist Nonsens.

    Zitate aus "The Elliot Wave Theorist" (Robert Prechter, Ausgabe Februar 09):


    Zitat

    Seit Langem geben wir als Zielzeitpunkt für das Tief der Edelmetallpreise das Jahr 2012 an. Da die Anleger wieder von Gold und Silber begeistert sind, sehen wir keinen Grund, diese Prognose zu ändern.


    Zitat

    Diese gemeinsamen Werte sind ein weiterer Grund, aus dem ich den Gedanken hege, dass Gold und Schatzanleihen gemeinsam einen Höhepunkt überschreiten können, und zwar ungefähr jetzt


    Zitat

    Ein möglicher Grund für einen Rückgang beider Märkte könnte entstehen, wenn der Aktienmarkt in diesem Quartal den Boden von Primärwelle 1 findet und sich zu einem kräftigen Welle-2-Anstieg aufmacht. Die Anleger würden ihre Sicherheitsbedenken schnell wieder vergessen und wieder anfangen, Aktien und anderen Investments nachzujagen. Nach den aktuellen Zahlen zu schließen ist dies das wahrscheinlichste Szenario.


    Ein anderes Szenario tritt wahrscheinlich erst später ein, aber da es auch jetzt schon eintreten könnte, geben wir es durch ...

    war das nicht in den 30ern genau so? Immerhin die Nachfrage nach Energie und Lebensmitteln steigt... Zumindest nach dem 30er-Crash stiegen Aktien für Getreide wie verrückt.


    Weizen fiel von 1929 bis 1933 von ca. 140 Cent pro Pfund auf 50 Cent pro Pfund und stieg anschließend steil auf ca. 90 Cent.


    Ähnlich andere Lebensmittel wie Mais (max. -80%) und Rohzucker.

    R. Prechter in "Besiege den Crash":


    Zitat

    Die meisten Goldverfechter behaupten heute, Gold und Silber seien eine <Absicherung gegen Deflation>, eine <Absicherung gegen einen Krieg> und eine <Absicherung gegen deine Depression>; die historischen Zahlen stützen diese Behauptung nicht. Der Preisverlauf im Jahre 1931 ist aufschlussreich, weil der zeigt, dass sich der Silberpreis mitten in der Depression ein Jahr lang erholte und die Erholung mit einem starken Ausschlag nach oben endete, der auf Panikkäufe schließen lässt. Die damaligen Anleger waren wie die heutigen davon überzeugt, Silber böte während der Währungsprobleme Trost gegen den Trend. Sie erinnerten sich an die Performance des Silberpreises in den schweren Inflationsjahren 1914 - 1919. Auf ähnliche Weise denken die heutigen Edelmetallenthusiasten an die inflationären 70er Jahre. Jedoch waren die wirklichen Probleme der 30er Jahre deflationärer Natur, und damit ist auch jetzt zu rechnen.


    D.h. m.E. man sollte in der jetzigen Phase nicht zu stark auf Edelmetalle setzen. Denn die deflationäre Depression kann noch kommen ...