Goldhut
Das ist das, was ich in meinem Fall unter Zocken verstehe und seit dem Wochenende in diese Richtung denke. Ich lasse den Makler wissen, dass ich über die Kaufsumme verfüge und mir die Bank einen kleinen Teil ohne Probleme als Kredit zur Verfügung stellen werde, sobald ich auf diese zugehe (sobald die Bank die Unterlagen vorliegen hat, lasse ich mir deren Zusage schriftlich geben). Das Haus gefällt mir in der Tat sehr, das werde ich in zwei, drei Sätzen noch einmal äußern (gelungene Arbeit des Architekten, helles Objekt, sehr gepflegter Zustand, ruhige Lage in einer schönen Gegend). So in der Art hatte ich das bei der Besichtigung gesagt, als mich der Makler nach meinem Eindruck gefragt hatte. Zum Makler habe ich ein sehr gutes, freundliches und kommunikatives Verhältnis, das ich beibehalten werde.
Ich unterbreite dem Verkäufer über den Makler ein Angebot in Höhe der Summe x, die ich noch für mich festlegen muss (ich denke an eine Viertel Million Euro, was ich auch so mitteilen würde, da der Begriff "Million" eine andere Wirkung hat als die Zahl 250.000). All das ganz höflich und seriös, nicht halsabschneidrisch oder dergleichen. Ich werde in genau einem Monat wieder hier sein. Sofern die Verkäuferseite gesprächsbereit ist, dürfe er mich gerne kontaktieren, damit ich mich vom Ausland aus um die Mobilisierung meines Eigenanteils vor dem nächsten Aufenthalt kümmern könne. Das scheint mir in wenigen Sätzen alles Wichtige zu beinhalten, dann ist der Verkäufer am Zug. Er hat dann Bedenkzeit, um eine Entscheidung zu treffen.
Nach wie vor gehe ich davon aus, dass der Verkäufer nicht mehr lange warten wird oder warten kann, die Restschuld ein wenig höher sein dürfte. Die Immobilie wird derzeit von außen gestrichen und unten leer geräumt. Keine Vermietung bedeutet für ihn keine Einnahmen, dennoch laufende Kosten, wenn auch in geringer Höhe der Grundgebühren, die Grundsteuer wird zudem jetzt im April oder spätestens Mai fällig und ist hier in einer Summe zu zahlen. Bis der Verkauf über die Bühne geht, vergehen einige Wochen wegen der bürokratischen Komponente, das wird er im Zeitplan zur Rückzahlung an die Bank einkalkulieren müssen. Ob die Rechnung aufgeht, sehe ich dann.
Neo
Ich verstehe Deinen Gedankengang. Dieser hat mich dazu veranlasst nach dem Tourismus zwischen 2010 und 2015 zu schauen. Der lief hier in Griechenland und auf Kreta verhältnismäßig gut. Natürlich ist Reisen ein Luxusgut, gar keine Frage. Die heutige Zeit und Situation im Nahen Osten macht es nicht leichter. Ich bin auch bei Dir, dass es nicht von Nachteil ist, wenn sich der Mensch auf das Wesentliche konzentriert, das fehlt seit geraumer Zeit der westlichen Gesellschaft. Leider. Deshalb befinden wir uns auch an dem Punkt, wo wir jetzt sind.
Sollten die Preise fallen, sehe ich bis dahin zu, ein weiteres Mal zuzuschlagen, sollte ich jetzt kaufen können, alternativ dann eben und bis dahin mit mehr Geld sogar doppelt (unter der Annahme, dass dann viel mehr attraktive Objekte auf dem Markt sind). Vielleicht bleiben die Preise hier auch konstant oder gehen nicht arg weit runter, da Immobilienpreise hier laut dem, was ich finden konnte, im Vergleich mit anderen Ländern günstiger seien.
Ich hoffe darauf, das Richtige zu machen, wann auch immer.