Beiträge von Bembelpetzer

    Damit der Verlust anrechenbar wird, muss eine Veräußerung (Eigentumswechsel gegen Zahlung bzw. Tausch) stattgefunden haben.
    Das ist bei einer bloßen Ausbuchung nicht der Fall.


    Desweiteren liegt laut einem BMF-Rundschreiben eine Veräußerung auch dann nicht vor, wenn zwar veräußert wurde, aber die Transaktionskosten den Veräußerungspreis übersteigen. (Also nach Abzug aller Kosten muss nach Verkauf ein positiver Betrag über bleiben, damit der Verlust im Sinne der Abgeltungssteuer berücksichtigt werden kann.)


    Wenn Du wertlose Papiere also abgeltungssteuerwirksam los werden möchtest, musst Du die erst an einen Freund gegen Zahlung verkaufen. Deine Depotbank hilft Dir dabei ... Frage auch gleich nach den Kosten. Der Veräußerungspreis sollte niedrig, aber über den Kosten gehalten werden.
    Die Bank überträgt dann die Stücke inklusive den neuen Anschaffungsdaten an die neue Bank. Bei Dir wird dann der Verlust im Verrrechnugstopf berücksichtigt.
    Dein Freund kann dann den Bestand ausbuchen lassen. Sein Einstandskurs ist dann der niedrige Veräußerungspreis.


    EDIT: Admiral war schneller

    Spätestens seit dem die Wohnimmobilienkreditrichtlinie in Kraft ist, wir hier keine Bank mehr mitspielen - auch wirds 100%-Finanzierungen nur noch in Ausnahmefällen geben.


    Ich würde von einer klassichen Immonbilienfinanzierung Abstand nehmen. Im Vergleich zu den benötigt 40k Darlehensbetrag stehen die damit verbundenen Kosten und Aufwände (auch im Nachgang w/Grundbuch, Bestellungsurkunde, abstraktes Schuldversprechen, etc) nicht in Relation.


    Schon mal über eine Finanzierung mittels einem flexiblen Kreditrahmen nachgedacht? Funktioniert im Prinzio wie ein zweites Konto mit Dispo nur halt mit geringeren Zinssätzen.
    WARNUNG: Ist nicht gefahrlos und bedarf Disziplin!

    Vorteile:
    - Man kann immer zum Monatsanfang erstmal alles verfügbare Geld (Gehalt) reinbuttern und dann wieder soweit nötig den Sollbestand erhöhen. Somit relativiert man den höheren Zinssatz merklich. Auch wirst Du so regelmäßig mehr als 300 EUR glatt abbezahlen, da Du ja nur noch das nötigste wieder rausholst. (Disziplin vorausgesetzt !!!)
    - Sollte mal ne Waschmaschine o.ä. verrecken, so kannst Du so ganz einfach die 300 EUR dafür verwenden, ohne mit den festen Raten in Verzug zu kommen (Flexibilität)
    - Einmalige zukünftige Geldregen, kannst Du sofort zinswirksam zu Sondertilgungen verwenden.
    - Deine EM ist Deine eigene Sicherheit, zur Not kannst Du die jederzeit zu Geld machen und damit tilgen.
    - Deine Immo könnte ebenfalls ohne direkt dranhängende Finanzierung relativ schnell verkauft werden und dafür gerade stehen.


    Nachteile:
    - höherer Zinssatz als bei einer normalen Immofinanzierung
    - höhere Gesamtzinskosten, aber nicht in dem Maße, wie der Zinssatz höher liegt.


    Mach Dich mal schlau bezüglich Rahmenkredite, ABER DAS IST AUSDRÜCKLICH KEINE EMPFEHLUNG DAS SO ZU MACHEN.



    EDIT: Weitere Infos und ein paar Beispielkonditionen https://www.zentraler-kreditau…e/rahmenkredit-vergleich/

    Aus dem neuen Monatsbericht der Bundesbank (März 2016) bzgl. Vermögen und Finanzen der privaten Haushalte
    und in Ergänzung des Postes 42 wo schon mal die alten Zahlen angesprochen wurden.


    Mittelwerte pro Haushalt (nicht pro Person): Brutto 240.200 EUR, Netto 214.500 EUR
    Median pro Haushalt: Brutto 77.200 EUR, Netto 60.400 EUR


    Ab einem Nettovermögen von 0 EUR gehört man zu den reichsten 90%
    Zu den reichsten 20% gehört man ab einem Nettovermögen von 274.700 EUR
    Zu den reichsten 10% gehört man ab einem Nettovermögen von 468.000 EUR
    Zu den reichsten 5% gehört man ab einem Nettovermögen von 772.000 EUR


    Die unteren 50% der Haushalte besitzen 2,5% des Nettovermögens.
    Die mittleren 50%-90% der Haushalte besitzen 37,7% des Nettovermögens.
    Die oberen 10% besitzen 59,8% des Nettovermögens.


    ... und jede Menge weiterer Zahlen.

    Tschüß deutsche Immobilienblase! Wohnimmobilienkreditrichtlinie: weniger Kredite, fallende Preise!
    [...]

    In der heutigen Welt am Sonntag gab es einen weiteren Artikel, in dem auf die Wohnimmobilienkreditrichtlinie Bezug genommen wurde WaS: Banken treten auf die Bremse
    Eine interessante Info w/Zahlenangabe war: "...Noch liege der Anteil der 100-Prozent-Finanzierungen bei 16 Prozent. Ein plötzlicher marktbreiter Werteverfall auf das Niveau von 2010 könnte diesen Anteil jedoch auf 40 Prozent nach oben schießen lassen. ..."

    Tschüß deutsche Immobilienblase! Wohnimmobilienkreditrichtlinie: weniger Kredite, fallende Preise!


    Die Preise für Wohnimmobilien in deutschen Großstädten steigen und steigen – in den letzten fünf Jahren alleine um 45%! Aber damit könnte, damit wird wohl eher bald Schluß sein. Der Grund: die Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WKR), die am 4. Februar 2014 von der EU beschlossen wurde und binnen zwei Jahren, sprich jetzt, in die nationale Gesetzgebungen umzusetzen ist (für Deutschland siehe die Texte hier). In dieser Woche werden erste Banken in Deutschland beginnen, diese Richtlinie umzusetzen – mit vermutlich dramatischen Konsequenzen für den deutschen Immobilienmarkt.


    Dabei wird die Umsetzung dieser Richtlinie von den Banken nicht an die große Glocke gehängt – mit gutem Grund. Denn diese Richtlinie wird dazu führen, dass deutsche Banken deutlich weniger Kredite für Wohnimmobilien vergeben werden als zuvor. Denn mit dieser Richtlinie sind die Banken in der Haftung, wenn sie über die Risiken des Immobilienerwerbs nicht ausreichend aufgeklärt haaben. Und: mit dieser Richtlinie gilt, die Rückzahlung des Kredits durch den Kreditnehmer muss über die gesamte Laufzeit wahrscheinlich sein – in einigen Ländern wie UK oder Schweden zahlen die Kreditnehmer meist nur die Zinsen, tilgen aber nicht die Schulden an sich, da man von immer weiter steigenden Immobilienpreisen ausgeht.


    In Deutschland ist das anders, aber dennoch sind viele Kredite auf „Kante genäht“, also sehr knapp kalkuliert. Kommt etwas dazwischen (Krankheit, Scheidung, Berufsunfähigkeit) schaut es schlecht aus – bislang haben Banken diese Risiken in Kauf genommen, nun wird der Fokus verändert: der Kunde muß unterschreiben, dass er sich solcher Risiken bewußt ist. Da Banken ab jetzt in der Haftung sind, könnte etwa ein Kunde, der nächsten Monat einen Immobilienkredit mit einer Bank abschließt, gegen die Bank klagen, wenn etwa klar wird, dass der Kunde gar keine ausreichende Rente erzielen wird um dann den Kredit bedienen zu können.


    Also werden die Banken vorsichtiger und darauf drängen, dass der Kunde etwa eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, deren Ausschüttung so hoch ist, dass er selbst im Falle einer Berufsunfähigkeit die Kredite bedienen kann. Aber das wird teuer für die Kunden, das Geld, das so in die Berufsunfähigkeitsversicherung fließt, fehlt wiederum als disponibles Cash für einen Kredit. Gleichzeitig deutet sich an, dass die Banken bei der Berechnung dessen, wieviel etwa eine 4-köpfige Familie monatlich zum Leben braucht, die Sätze steil nach oben gehen werden: bislang liegt dieser Wert ca. bei 600 Euro pro Erwachsenem, inklusive zwei Kindern wird dann meist ein Wert von 1500 Euro veranschlagt.


    Nach unseren Informationen aus Bankenkreisen wird dieser Wert deutlich nach oben gehen auf ca. 1800 Euro – damit haben die Kreditnehmer deutlich weniger „Luft“ für den Kredit. Und gleichzeitig werden die Banken auf eine erhöhte Tilgungsrate drängen – eben weil es wahrscheinlich sein muß, dass der Kredit zu Lebzeiten auch voll zurück gezahlt werden kann. Das bedeutet im Klartext: die monatlichen Tilgungsraten werden deutlich steigen. Schätzungen gehen von einem Anstieg von 50% aus – das würde bedeuten, dass wer bislang 1400 Euro pro Monat zahlte, nun ca. 2100 Euro monatlich berappen muß zur Tilgung des Kredits. Und das ist ein KO-Kriterium für viele Kreditwillige!


    Nach Angaben von informierten Bankenkreisen geht man innerhalb der deutschen Banken davon aus, dass sich die Zahl der vergebenen Immobilien-Kredite so um 50% reduzieren dürfte, also faktisch nur noch jeder Zweite einen Kredit bekommen wird, der zuvor kreditwürdig war! Was das für die Preisentwicklung von Immobilien bedeuten wird, kann man sich ausrechnen!


    Aber das eigentliche Problem wird dann noch auf viele Kreditnehmer zukommen, die in ihren Verträgen mit der Bank keine „Prolongierung“ vereinbart haben – das gilt vor allem für viele Privatbanken wie etwa die ING Diba, Sparkassen dagagen haben meist eine Kreditanschlußgarantie gewährt, was das Problem wesentlich entschärft, da die Verträge dann nach alter Rechtslage behandelt werden.


    Ohne Prolongierung bedeutet: der Kreditvertrag wurde etwa für 10 Jahre ausgehandelt und muß dann neu verlängert werden. Bei dieser Verlängerung muß der Kunde dann gemäß der neuen Richtlinie nicht nur seine Kostenstruktur lückenlos nachweisen (was bei Privatbanken meist bislang nicht erforderlich war). Die Wohnimmoblienkreditrichtlinie wird auch dafür sorgen, dass sowohl die Tilgungsrate nach oben geht als auch die Anforderungen an die Kreditwürdigkeit deutlich steigen werden, eben damit die Rückzahlung des Kredits „wahrscheinlich“ ist. Wessen Kredit bislang „knapp auf Kante genäht“ war, dürfte also kaum mehr einen Anschlußkredit bekommen, wenn sich seine Einkommenssituation in der Zwischenzeit nicht deutlich verbessert haben wird. Und das bedeutet: viele werden dann mit leeren Händen dastehen, ihre Immoblie wird zwangsversteigert, da die Anschlußfinanzierung nicht gelingt. Mit der Zunahme von Zwangsversteigerungen wiederum werden die Preise für Wohnimmobilien vor allem in Großstädten unter Druck geraten.


    Daher: es ist Zeit, der Immobilienblase in deutschen Grostädten „tschüß“ zu sagen. Die Flucht in Betongold ist meist mit dem Eingehen von Klumpenrisiken verbunden, die den Sicherheitssuchenden nicht einmal bewußt sind. Jede Wette, dass viele Kreditnehmer, die keine Prolongierung in ihren Verträgen vereinbart haben, sich der neuen Gesetzeslage und der damit verbundenen Änderung der Praxis bei der Kreditvergabe nicht einmal bewußt sind. Da wird es für Tausende ein böses Erwachen geben..




    Richtlinie findet man hier http://www.bundesgerichtshof.d…hnimmobilienkreditrl.html

    Soso, Unternehmensanleihen werden jetzt auch gekauft, das müssen ja Papiere sein, die sonst keiner will, oder?


    Das Problem der EZB (genauer des Eurosystems) ist eher, es gibt keine Staatsanleihen mehr die sie kaufen kann - weil nicht genug emittiert wird und weil keiner Verkaufen will. Anbei ein paar Grafiken dazu von der AGI.


    Grafik 1: Das Volumen das die EZB kaufen möchte in blau (noch mit 60 MrdEUR p.M.= 720 MrdEUR).
    Da die EZB nun ab diesen Monat 80 MrdEUR p.M. kaufen möchte, kommen wir auf ca. 920 Mrd. EUR.
    In orange dagegen gestellt das Volumen das wahrscheinlich in diesem Jahr neu von der Staaten emittiert wird, ebenfalls ca. 920 MrdEUR (inkl. die, die nicht angekauft werden können wegen negativer Rendite).
    Ergo, die Staaten produzieren nicht genug Schulden für die EZB.


    Grafik 2: Rund ein sechstel des ausstehenden Volumen an Staatspapieren ist aufgrund der negativen Rendite nicht aufkaufbar (rot).
    Da jede nationale Notenbank in ihrem Verhältnis zu ihrem Anteil am Eurosystem kaufen muss/soll, kann nicht so einfach auf Staatanleihen eines anderen Mitgliedlandes ausgewichen werden.


    Grafik_3: Gegenüberstellung, welches Volumen bereits angekauft wurde (dunkelblau), welches Volumen man auf Basis der 60 MrdEUR (nicht die neuen 80 MrdEUR !!!) noch kaufen möchte (mittelblau), Volumen das hierfür noch zur Verfügung steht (hellblau).


    Wie man sieht, wird es insbesondere bei Deutschland langsam eng. Es gibt hierfür nur drei Lösungsmöglichkeiten:
    1. Deutschland macht mehr Schulden und zahlt dafür einen Zins über 0%
    2. Es wird einfach nicht mehr im verabredeten Verhältnis aufgekauft
    3. Man weitet das Anlageuniversum um z.B. Unternehmensanleihen aus

    Einbruch ins Schließfach – und die Haftung der Bank


    Eine Bank ist ihrer Kundin, die ein Schließfach angemietet hat, zum Schadensersatz verpflichtet, wenn dieses Schließfach aufgebrochen wurde, weil die Bank die ihr obliegenden Obhutspflichten gegenüber der Kundin verletzt hat.
    In dem hier entschiedenen Fall sprach das Berliner Kammergericht daher der Kunden einen Schadensersatz in Höhe von 65.000, 00 € zu. Die Kundin hatte bei der Bank bereits im Jahre 2006 ein Schließfach angemietet. Diese Bank vermietete am 1.04.2009 vormittags einer unbekannten männlichen Person, die sich mit einem – wie sich nachträglich herausstellte: gefälschten – finnischen Pass ausgewiesen hatte, ein weiteres Schließfach. Am Nachmittag desselben Tages erschien diese Person erneut in Begleitung zweier Männer, von denen einer eine große Sporttasche bei sich hatte. Ein Bankangestellter führte die drei Männer in den Tresorraum, schloss mit seinem Schlüssel das erste Schloss des Schließfachs auf und begab sich dann wieder in den allgemeinen Kundenbereich im Erdgeschoss. Die in dem Tresorraum allein gelassenen Männer brachen sodann eine Vielzahl von Schließfächern des einen Tresorschranks auf, darunter auch das von der geschädigten Kundin angemietete Schließfach.


    Es geht zwar um einen Geldbetrag in Höhe von 65.000 EUR, aber ich denke das ist eigentlich egal.
    Anbei auch die im Urteil auf Seite 8 angesprochene Emnid-Umfrage.

    Ich wollte diesen Text nicht in die heiß und emotional diskutierten Threads rund um Kinderarmut und/oder Kindergeld posten, da ich nicht über diese Themen ansich diskutieren möchte. Es soll nur ein weiterer Beleg sein (sofern das alles stimmt) was so eine Statistik alles bewirken kann.


    Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast
    1. März 2016
    von FinanzPraxis


    Kommentar von Thomas Galla.


    Kinderarmut in Deutschland nimmt massiv zu. 16,3 % des Nachwuchses wachsen in prekären finanziellen Verhältnissen auf – so lautete die Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Jahr 2009. Zum damaligen Zeitpunkt lag die Bundesrepublik deutlich über dem OECD-Schnitt (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) von 12 %. Aufgeschreckt durch die Zahlen entfachte sich eine öffentliche, emotional geführte Debatte die nicht zuletzt das politische Handeln der schwarz-gelben Regierung beeinflusste.


    Knapp zwei Jahre nach Verkündung der alarmierenden Ergebnisse muss das Institut nun eine massive Korrektur vornehmen. Wahrscheinlich waren zum damaligen Zeitpunkt „nur“ 10 % der Kinder betroffen. Noch geringer fällt der aktuelle Wert mit 8,3 % aus. Natürlich sind das noch immer zu viele, aber das Problem scheint nur halb so groß, wie im Jahr 2009 gedacht. Peinlich ist ein derartiger Statistikfehler aus zweierlei Gründen. Zum einen werden die Zahlen des DIW als offizielle deutsche Zahlen an internationale Organisationen gemeldet. Zum anderen, und das ist weitaus gravierender, dienten die Daten offenbar als Grundlage für eine handfeste politische Entscheidung – die Erhöhung des Kindergeldes Anfang 2010.


    Spätestens an dieser Stelle muss der geneigte Beobachter jedoch stutzig werden. Denn die Fehlberechnung der Statistiker ist nur eine Seite der Geschichte. Sie offenbart einen allzu unreflektierten Umgang der Politik mit derlei Daten und der durch sie ausgelösten öffentlichen Debatten. Außer Frage steht, dass Politiker auf die Hilfe von Zahlen angewiesen sind. Dennoch sind und bleiben Statistiken lediglich Hilfsmittel. Darüber muss sich jeder Politiker bewusst sein. Sie sind mitnichten Ersatz für politische Programme und Überzeugungen. Im konkreten Fall reichte die Veröffentlichung einer hohen Armutsquote, verbunden mit ein wenig öffentlicher Erregung, und schon versuchte die Regierung Merkel, das Problem mit zusätzlichen Milliarden in Form einer Kindergeld-Erhöhung zu lösen.
    [...]

    Na sauber,
    a) negative Einlagenzinsen sind keine Zinsen (wie z.B. Stückzinsen beim Anleihenkauf) und landen nicht AgSt-mindernd im Zinstopf, sondern sind eine Gebühr
    [...]

    Dir FAZ greift das Thema bezüglich der Anrechenbarkeit von Nagativzinsen nochmal auf.
    http://www.faz.net/aktuell/fin…ns-nicht-an-14095516.html


    Scheinbar gibt es nun die ersten Aufschreie...


    [...]
    Der Deutsche Steuerberaterverband kritisiert die Regelung scharf. „Die wirtschaftliche Wertung des Bundesfinanzministeriums ist in Zeiten des ausschließlich politisch motivierten Niedrigzinsniveaus das völlig falsche Signal“, sagte dessen Präsident Harald Elster der F.A.Z.. Sparer seien ohnehin schon die Leidtragenden. „Damit wird der Anlagemotivation nun gänzlich der Garaus gemacht.“
    [...]

    chefboss hat eine generelle Aussage über den Gesamtmarkt gemacht und ich habe mit einer ebenso generellen Aussage geantwortet.
    Es gibt immer eine Verteilung analog einer Glockenkurve mit Abweichungen an beiden Enden.


    Bei mir in nächster Umgebung kenne ich auch Grundstücke, bei denen sich die Bodenwerte in den letzten paar Jahren konträr zueinander entwickelt haben. Auch wurden nur ein paar Grundstücke weiter schon Häuser abgerissen und die Grundstücke neu bebaut - Mordernisierung aufgrund des hohen Investitionsstau einfach nicht sinnvoll.
    Und auch gibt es hier genug Leute alla Klaus Barski, die wie Kroesus anmerkt, nur versuchen das Maximum in kurz möglicher Zeit herauszuziehen.

    [...] Bei Immos verdoppelt sich das Vermögen aller paar Jahre (wenn mans nicht antastet), [...]

    Jaja, besonders, wenn man es nicht antastet - das ist genau das, was zum Wertverlust beiträgt.


    Die meisten tasten eben nix an und tätigen eben keine werterhaltenden Investitionen - oder legen zumindest die Mittel dafür weg und ziehen diese als Rückstellungen von ihren schöngerechneten Renditen ab. Für einen Werterhalt einer selbstgenutzten Immobilie muss man mindestens 1% des Wertes pro Jahr zur Seite legen (weil man sorgsamer damit um geht) - eigentlich sind es 2%, entsprechend dem AfA-Satz. Wer dies nicht berücksicht verkonsumiert seine Immobilie ohne Ausgleich.


    Die reale Wertsteigerung von vermieteten Wohnimmobilien über 40 Jahre (10 Jahreszeiträume und Gesamtzeitraum) in verschiedenen Ländern EXKLUSIVE Kauf-/Verkaufskosten liegt eher bei 0% bis 1%.


    Anbei noch zwei Links hier ins Forum zu einem Artikel und der dazugehörigen Tabelle
    Haus mieten oder kaufen - was ist billiger? Beispielrechnung, welche Kosten sind zu berücksichtigen?
    Wieviel Geld/Gold braucht man, um seinen Job an den Nagel hängen zu können?



    [...]Da muss ich dir leider widersprechen:
    Haus und Grund hat letztes Jahr festgestellt, dass die Erhaltungsaufwendungen seit gut 10 Jahren, bei über 50 % aller Immobilien in privater Hand, höher sind als der Ertrag.
    [...]
    Das auf dem Boden errichtete Gebäude unterliegt, wie alle Konsumartikel, einer permanenten Abnutzung.

    Zustimmung!

    Die EBA hat das Stresstest-Szenario veröffentlicht. Die einzelnen Dokumente sind hier zufinden:
    http://www.eba.europa.eu/-/eba…wide-stress-test-exercise


    Auszüge aus einem Artikel der BÖZ dazu ...

    [...] Die Europäische Zentralbank (EZB) nutzt den diesjährigen Stresstest der European Banking Authority (EBA), um die Zahl der überprüften Banken in ihrem Aufsichtsgebiet um rund 60 auf etwa 100 Institute auszuweiten. Neben den 39 von der EBA in der Eurozone ausgewählten Banken nimmt der bei der Notenbank angesiedelte Single Supervisory Mechanism (SSM) somit alle übrigen der rund 130 Institute unter seiner direkten Aufsicht hinzu, sofern diese seit Anfang 2015 nicht einem Bilanztest unterzogen wurden oder Tochter eines ohnehin durch den Test abgedeckten Konzerns sind. Damit wird der Stresstest gleichwohl den griechischen Banken, denen die EZB vor deren jüngster Rekapitalisierung auf den Zahn gefühlt hatte, ebenso erspart bleiben wie State Street Europe Holdings, deren direkte Beaufsichtigung die Notenbank zum Jahreswechsel an sich zog. [...] Somit fällt auch Portugals Novo Banco, den die EZB vor nicht allzu langer Zeit überprüft hatte, durch den Rost. [...] Die EZB will die von ihr ausgewählten Banken weniger ausgiebig überprüfen. [...] "Da diese Banken kleiner sind und die EZB das Proportionalitätsprinzip einhält, unterscheidet sich der Test etwas vom EBA-Stresstest. Deshalb werden die Ergebnisse nicht veröffentlicht", erklärte die EZB am Mittwoch. Anders als bei ihrem Stresstest im vorvergangenen Jahr legt die EBA für ihre Belastungsprobe 2016 keine Latte auf, was eine Mindestkapitalquote angeht. Folglich kann beim Test in diesem Jahr auch keine Bank durchfallen oder die Aufsicht ihr eine Kapitallücke bescheinigen. [...] In dem vom europäischen Systemrisikorat (ESRB) schon seit längerem erarbeiteten makroökonomischen Stresstestszenario fehlt ein Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ebenso wie eine Forcierung negativer Zinsen auf breiter Front. Der jüngste Abschwung in China werde durch die Annahmen für die Schwellenländer im Szenario abgedeckt, heißt es bei der EBA. Das Extremszenario beinhalte einen Schock für die Preise von Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie für die Wechselkurse in Zentral- und Osteuropa. [...] Die Ergebnisse ihres Stresstests will die EBA im dritten Quartal publizieren.

    Gehe einfach mal auf die Goldseiten-Seite und ziehe Dir die Preise von Silbermünzen und Silberbarren nach Excel.
    Dann berechne pro Posten das Aufgeld und pro Posten den Spread.
    Markiere Dir die X Posten mit dem geringsten Aufgeld und die Y Posten mit dem geringsten Spread.
    Schon wirst Du sehen, dass für einen reinen Silberanleger eigentlich nur die Standardbullions alla Maple (w/Stückelung) oder Standard-1kg-Barren alla Umicore (w/Preis) oder 1kg-Münzen alla Kookaburra (w/Optik) in Frage kommen.
    Wenn Dir 1kg-Lots zu groß und einzelne 1oz-Lots zu klein sind, dann gehe den Mittelweg und sammel Tubes.

    Seit Lehman wird die Sau der Höhe des BRUTTOderivateportfolios der Deutsche Bank immer mal wieder durchs Dorf getrieben. Aktuelle Zahlen habe ich leider nicht, aber 2012 lag die Höhe des BRUTTOderivateportfolios bei rund 56 BlnEUR, aber die NETTOderivateposition bei "nur" rund 20MrdEUR.
    Man darf nicht immer einseitig aufaddieren, es gibt immer gegenläufige Positionen und Hedges in anderen Anlageklassen (z.B. in Underlyings).