Beim schließen des Swaps wird das Gold an die Banken zurück gegeben und die Banken Zahlen im Gegenzug das Geld zurück plus Zinsen. Sollte während der Laufzeit des Swaps das Gold fallen, so passiert erstmal gar nichts.
Ist der Vertrag jedoch so ausgestaltet, dass das Gold eingentlich eine Sicherheit für das Geld dastellt (also eher Collateral als Swap), so müssten die Banken wohl weitere Sicherheiten nachschießen, oder vorzeig ein Teil des erhaltenen Geldes zurückzahlen, und 6% bei 13Mrd ist nicht gerade wenig...
Beiträge von Bembelpetzer
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Danke Bembel,
vor allemist erschreckend, auch wenn die dann noch mittels allocated und anallocated zu beschwichtigen versuchen im Artikel.
Dieser Satz hat mich einwenig stutzig gemacht, und ich frage mich, ob hier richtig recherchiert wurde. Ich hatte bisher allocated und unallocated immer analog den Verwahrarten für Wertpapiere gesehen, also allocated analog Streifband und unallocated analog Girosammel oder Wertpapierrechnung. Auch bei Verwahrung von Kundenbeständen in Girosammel oder Wertpapierrechnung sind die Stücke nicht eindeutig einem Kunden zugeordnet aber die Bank darf ohne Wissen und Erlaubnis nicht über die Stücke verfügen (zB über Leihe-Geschäfte). Das ist eigentlich weltweit so, das Kundenbestände strikt von Eigenhandelsbeständen getrennt sein müssen.
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ich glaube nicht, dass das diese Info hier schon gepostet wurde...
http://www.boerse-online.de/ro…ntschluesselt/614638.html
Mysteriöser Golddeal entschlüsselt [16:36, 02.08.10]
Von Christian Kirchner, Bernd Mikosch, Tobias Bayer, Jack Farchy und Javier BlasDie milliardenschweren Goldtransaktionen zwischen der Baseler Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und bislang unbekannten Gegenparteien sind entmystifiziert.
Nach Informationen der Financial Times sind rund zehn europäische Geschäftsbanken – darunter die britische HSBC und die französischen Institute Société Générale und BNP Paribas – die Handelspartner der Superzentralbank BIZ.
Die Banken hatten im ersten Quartal die beispiellose Menge von 346 Tonnen Gold bei der BIZ hinterlegt, um dafür im Gegenzug rund 13 Mrd. Dollar Liquidität zu erhalten. Sie haben sich so mit US-Dollar versorgen können, der im Interbankenhandel zeitweise knapp war, die BIZ wiederum erhielt für diese Geschäfte Gold als Sicherheit.
Die Transaktion hatte am Goldmarkt großes Aufsehen erregt – auch, weil sie trotz der großen Menge an Gold lediglich in einer Fußnote des Ende Juni veröffentlichten BIZ-Jahresberichts dokumentiert wurde. Technisch handelt es sich bei der Transaktion um einen Swap: Die Banken hinterlegen bei der BIZ die Menge von 346 Tonnen Gold und erhalten im Gegenzug US-Dollar. Mit Ablauf des Swaps wird, die Solvenz der Banken vorausgesetzt, das Geschäft wieder rückgängig gemacht. Allerdings steht der Goldpreis auch seit Bekanntwerden der Transaktion unter Druck. Er fiel von seinem Rekordhoch bei 1256 Dollar je Unze Mitte Juni um mehr als sechs Prozent.
Hintergrund des Kursrückgangs: Die Akteure am Goldmarkt fürchten offenbar ein steigendes Goldangebot aus den Beständen von Geschäfts- und Zentralbanken. Viele Analysten hatten allein aufgrund der schieren Menge des betroffenen Goldes möglicherweise in Schwierigkeiten geratene südeuropäische Zentralbanken hinter dem Geschäft vermutet, zumal die Transaktion zeitlich mit dem Beginn der Schuldenkrise Südeuropas zusammenfiel. Insgesamt verfügen überhaupt nur 13 Notenbanken über Goldbestände von mehr als 346 Tonnen, und die Reserven der Superzentralbank BIZ haben sich mit den Goldswaps annähernd vervierfacht.
Nach Informationen der Financial Times haben die in die Transaktion involvierten Geschäftsbanken in dem Swap mit der BIZ vor allem Gold eingesetzt, das sie für Kunden verwalten. Hält eine Bank im Auftrag eines Investors Gold, so wird zwischen Beständen mit exakter Zuordnung zu bestimmten Barren – den sogenannten „Allocated Accounts“ – und solchen ohne Zuordnung, den sogenannten „Unallocated Accounts“ unterschieden.
Bei den in der Verwahrung und Verwaltung günstigeren Goldbeständen ohne konkrete Barrenzuordnung haben Banken die Möglichkeit, die Reserven auch für andere Markttransaktionen einzusetzen. Viele Edelmetallinvestoren kritisieren diese Praxis, da die Banken damit die Möglichkeit hätten, den Goldpreis in ihrem Sinne zu beeinflussen.
Bei den in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Gold- und Rohstoffindexfonds arbeiten die Anbieter wie die Deutsche Bank, Deutsche Börse, Julius Bär oder ETF Securities ausschließlich mit allokiertem Gold, das nicht verliehen werden darf. Nicht allokiertes Gold kommt aber etwa bei vielen sogenannten Goldkonten sowie bei etlichen Zertifikaten zum Einsatz. Allein im deutschen Derivatemarkt summiert sich das in Goldzertifikate investierte Volumen mittlerweile auf rund 1,1 Mrd. Euro. -
In dem anderen 20-Euro-Gold-Thread hatte einen Artikel von den GS reinkompiert (war wohl ein Fehler, wenn ich mir die Diskussionen danach anschaue).
Darin wurde auch sehr kurz auf die Umsatzsteuer eingegangen...20 Euro Goldmünze Deutschland
... Man sollte natürlich anmerken, dass diejenigen Münzhändler, die die Gunst der Stunde und die Unwissenheit einiger Sammler gezielt ausnutzen, einen Teil ihres Gewinns in Form von Umsatzsteuer an das Bundesfinanzministerium abliefern müssen. Da die Münze im aktuellen Amtsblatt/Verzeichnis für Sonderreglungen von Anlagegold nicht gelistet ist, liegt auch keine generelle Befreiung von der Umsatzsteuer vor. Als Basis zur Berechnung des Grenzwertes wurde Ende 2009 ein Preis von 26,087 Euro pro Gramm Gold vom Finanzministerium festgelegt. Für die neue Goldmünze bedeutet dies nun, dass ab einem Verkaufspreis von 182,54 Euro zusätzlich 19% MWSt. fällig werden, ab 253,53 Euro verringert sich der Steuersatz auf nur noch 7%. ... -
Bei uns und in den meisten südlichen Ländern ist es Tradition, dass der Pate die Taufkette schenkt. Also meistens eine Goldkette mit Kreuz, die man auch noch als Erwachsener tragen kann; wid dann vor der Taufe dem Kind umgehängt.
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Heute, bei einem kurzen Gespräch auf der Bank, erfuhr ich, dass große Knappheit an Bankschließfächern besteht. Die Leute bringen ihr Geld dort unter.
Ich habe noch nie erlebt, dass es noch keine Knappheit an Tresorfächern gab. Da gibt es schon immer Wartelisten. Aber vielleicht sind diese nun länger geworden.
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Bei einer selbstgenutzten Eigentumswohnung würde ich sogar soweit gehen und eine der Wohnfläche entsprechende Rückstellung von sagen wir mal 1 Euro pro Monat und Quadratmeter zu bilden. Klar ist dass nicht alles ewig hält und wer rechtzeitig vorgesorgt hat ist schon mal auf der sicheren Seite.
Die Faustregel ist pro Jahr 1% vom Kaufpreis zurückzulegen. Das ist besonders bei ETWs wichtig, da dann schnell mal die Mehrheit der Hausgemeinschaft was beschließt und man dann unter Druck geraten kann. Bei ETHs kann man zumindest in den meisten Fällen das wann und ob alleine bestimmen.
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Also ein Taufkettchen sollte nur ein ganz enger Verwandter und/oder der Taufpate schenken, und einen Barren finde ich in jedem Fall als zu protzig (und in der Größe unter 5g/10g sieht es aus wie wollen und nicht können). Wenn Du bleibende Werte in Form von Gold verschenken möchtest, dann würde ich an Deiner Stelle zu einer aktuellen/neuen 1/20oz Anlagemünze greifen mit einer edelen Schatulle. Das kommt viel dezenter rüber, und man redet eher über das Aussehen der Goldmünze ansich als über 1g Goldplättchen.
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Donnerwetter! Dann waren ich (sowie sind noch eine SECHSSTELLIGE Zahl meiner damaligen Kollegen - und zwar nur hier in der BRD!) nicht normal?! Wow! Was man hier alles lernt...
(Ich habe seit ich in der BRD lebte - also seit Okt. 1990 - IMMER mein Gehalt zur Monatsmitte bekommen und hielt das für völlig "gemeinüblich" so; ach so: "offiziell" war der Zahlungstermin zum 16. des Monats, das Fiatzeugs war aber de facto immer schon am 15. auf dem Konto, und z.T. sogar noch eher, nämlich dann, wenn der 16. auf einen Sa., So. oder Mo. fiel, war es immer schon am Fr. vorher auf dem Konto.)Mittlerweile sollte dies weitestgehend üblich sein; einen halben Monat geht der Arbeitnehmer in Vorleistung und einen halben Monat der Arbeitgeber. Das entlastet auch die Buchhaltung wenn zum Monats-/Quartals-/Halbjahres-/Jahresende irgendwelche Daten analysiert und bereitgestellt werden.
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Habe nochmal versucht etwas über das Dinar-Dirham-Verhältnis der "neuen" Münzen herauszufinden; leider Fehlanzeige - es wird nur dauernd auf das historische Verhältnis verwiesen. Habe aber herausgefunden, dass derzeit fortlaufend ein "Wert" für ein Dinar und ein Dirham ermittelt wird: 1 Dinar ~138 EUR und 1 Dirham ~14 EUR; also ganz normale Kurse.
Nebenbei habe ich herausgefunden, dass (angeblich) in insgesamt vier Ländern der Golddinar/Silberdirham für "die Nutzung" (was auch immer das heißen mag) in 22 Ländern geprägt wird.
Es wird auch seitens der muslimischen Staaten angestrebt, alle Zahlungsverpflichtungen untereinander in Gold-Dinar zu verrechnen.Und was die Nutzung angeht, in malaysischen Blogs/Foren kusieren schon Bilder von Geschäften/Imbissbuden etc. die scheinbar Silber-Dirham schon jetzt als Zahlung akzeptieren. Den schmückenden Beitext konnt ich soagr mittels GoogleTranslater nicht klar verstehen.
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Interessant finde ich, dass die Masse der neuen Münzen...
1 Dinar (Gold)
Reinheit: 917/1000 (22 Karat)
Durchmesser: 23 mm
Gewicht: 4,25 Gramm1 Dirham (Silber)
Reinheit: 999,5/1000
Durchmesser: 25 mm
Gewicht: 2,975 Grammden historischen Einheiten entsprechen...
1 Dinar = 4,25g Gold
1 Dirham = 3g Silber
7Dinar = 10 DirhamNur zu dem neuen Dinar-Dirham-Verhältnis habe ich nichts genaues gefunden.
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Alles anzeigen
Diese Geschichte ist schon so alt, daß wir kaum daran glauben können. Die muslimischen Staaten waren von Anfang an --wie so oft --völlig uneinig. Warum wohl...??

Der Petrodollar wäre in Gefahr geraten..Derlei hätte dem Dollar früh einen heftigen Schlag versetzen könne --und vice versa Gold mächtigsten Auftrieb:
Hier eine kürzere, ebenfalls aktuelle Schilderung der Situation.
"...07/21/10 Alexandria, Virgina — Malaysia, well, at least its northern state of Kelantan, is putting the Islamic gold dinar and silver dirham into circulation as legal tender and it could be implemented as early as mid-August...."
Gefunden bei Goldreporter...
Staat in Malaysia führt reine Edelmetall-Währung ein
Im Teilstaat Kelantan im Norden von Malaysia wird im August ein neues edelmetallgedecktes Geldsystem eingeführt. Gold Dinar und Silber Dirham gelten dann als offizielles Zahlungsmittel. Die Verantwortlichen erwarten in den kommenden Jahren ein höchstes Maß an Geldwertstabilität.
Geplant war die Einführung bereits für das Jahr 2003, nun soll das Papiergeld im Staat Kelantan im Norden von Malaysia endgültig durch das Dinar-System ersetzt werden. Die Provinz hat die Genehmigung der islamischen Regierung in Malaysia erhalten, Gold Dinar und Silber Dirham am 12. August 2010 in drei Schritten als offizielles Zahlungsmittel einzuführen.
Zunächst wird der malaysische Teilstaat 25 Prozent der Gehälter seiner Staats-Bediensteten in Dinar und Dirham auszahlen. Im zweiten Schritt sind alle Firmen angehalten, das neue Zahlungsmittel zu akzeptieren. Und am Ende sollen alle 600 gewerblichen Unternehmen in Kelantan die neue Bimetallwährung verwenden.
Die ursprüngliche Initiative für die Edelmetallwährung ging nach der Asienkrise 1997 vom einstigen Premierminister Malaysias, Mahathir Mohamad, aus. Er versprach sich durch den inneren Wert der Gold- und Silberwährung eine höhere Widerstandskraft des Geldes gegenüber Marktfluktuationen und Entwertung.
Im Rahmen der aktuellen Finanzkrise haben sich Befürworter der unabhängigen Bimetallwährung nun des Vermächtnisses Mohamads erinnert, dessen Initiative von seinem Nachfolger Abdullah Badawi nach 2003 zunächst auf Eis gelegt worden war.
Der Gold Dinar wird seit einigen Jahren bereits in moderaten Stückzahlen in Indonesien von der Münzprägeanstalt Wakala Induk Nusantara (WIN) geprägt. Er wurde hauptsächlich von Goldanlegern und Sammlern erworben. In Indonesien zirkulieren bereits rund 50.000 Dinar- und Dirham-Münzen. Beide haben eine lange Geschichte in der arabischen Welt. Der Name Dinar ist von der römischen Münze Denarius abgeleitet.
WIN ist stolz darauf, dass Dinar und Dirham nun in Kelantan wieder als offizielles Zahlungsmittel eingeführt werden. Der Firmenchef der Prägeanstalt, Pak Zaim Saidi, sagt dem Geld eine große Zukunft voraus. Er verweist auf die große Wertstabilität des Goldes, die sich nun auch in der Dinar-Währung widerspiegle.
“Im alten Medina kostete ein Huhn vor 1400 Jahren 1 Dirham und auch heute kostet ein Huhn 1 Dirham, wenn man den Preis in Indonesien in dieser Währung misst”, so Zaim Saidi.
Die Daten der Geldmünzen im Dinar-System:
1 Dinar (Gold)
Reinheit: 917/1000 (22 Karat)
Durchmesser: 23 mm
Gewicht: 4,25 GrammWeitere Nominale: 2 Dinar, ½ Dinar
1 Dirham (Silber)
Reinheit: 999,5/1000
Durchmesser: 25 mm
Gewicht: 2,975 GrammWeitere Nominale: 5 Dirham, 2 Dirham, ½ Dirham, 1/6 Dirham (genannt Daniq)
Der Daniq gilt als die wichtigste Münze des Systems, da er aufgrund seines Wertes am besten zum Erwerb von Gütern des täglichen Bedarfs geeignet ist. Edelmetallwert derzeit: umgerechnet 2,28 Euro.
Die Münzen werden mit einem Abschlag von 4 Prozent gegen Papiergeld eingetauscht. Darin spiegeln sich nicht nur die Herstellungskosten wider. Man will den generellen Umtausch der Münzen in Papierwährung unattraktiv halten.
Der Regierungsbezirk Kelantan hat 1,6 Millionen Einwohner. In der Hauptstadt Kota Bharu leben rund 577.000 Menschen.
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ORF 2: MI 04.08.2010 23:00
ORF 2: DO 05.08.2010 03:35Goldene Zeiten - Das heuchlerische Geschäft mit dem Gold
Kaum stürzten die Finanzmärkte weltweit in die Krise, stieg die Nachfrage nach Gold. Nie war Gold so teuer wie heute. "Gold ist sicher", heißt es. Doch stimmt das wirklich? Und wer sind die Gewinner und die Verlierer im Geschäft mit Gold? Die Geschichte beginnt im Frankfurter Bankenviertel. Noch immer hat Deutschland nach den USA die größten Goldreserven der Welt - geschätzte 3.400 Tonnen - das ist mehr als die weltweite Jahresproduktion. In den USA sitzt einer der größten Goldförderer der Welt. Die Firma Newmont lässt sich nicht gerne in die Karten schauen, zumal das Unternehmen 2008 den "public eye award" erhielt - eine Negativ-Auszeichnung für Unternehmen, die ihre Mitarbeiter besonders schlimm ausbeuten. Vor allem die Newmont-Minen in Peru und Ghana stehen in der Kritik. Am Rande der Stadt Cajamarca in Peru liegt die Goldmine Yanacocha - die größte Mine Lateinamerikas. Cajamarca ist trotz der Goldminen von Newmont eine der ärmsten Gegenden Perus. Die Böden sind durch den Goldabbau ausgetrocknet und verseucht, die Menschen krank geworden.
Der Film zeigt Gewinner und Verlierer eines Booms, von denen die Menschen auf den Goldmärkten der Welt keine Ahnung haben. -
HR SO 25.07.2010 18:30
HR MO 26.07.2010 05:20
HR MI 28.07.2010 01:45
HR DO 29.07.2010 11:25Der Goldpreis hält sich in astronomischer Höhe, das Geschäft mit dem An- und Verkauf des Goldes boomt. Die seriösen Ankäufer haben es zurzeit schwer, die Kunden müssen extrem aufpassen. Immer mehr kleine Händler drängen auf den Markt und machen das Geschäft undurchsichtiger, und auch im Internet tummelt sich der ein oder andere Abzocker. Die Schmelzöfen laufen auf Hochtouren, Goldbarren werden zur neuen Sicherheit. Manch schöner, künstlerisch wertvoller Schmuck verschwindet nur wegen des hohen Goldpreises im Ofen. Doch nicht nur Goldhändler und Finanzexperten schwärmen vom Edelmetall, sondern auch Naturfreunde, Köche und Hoteliers.
Was bringt uns das Gold? Was macht seine Faszination aus? Silke Kujas und Roberto Tossuti gehen diesen Fragen für "Hessenreporter" nach. -
http://www.goldseiten-forum.de…rm=PostAdd&threadID=13471
Verfasst von Diverse am 23.07.2010 um 7:12 Uhr
Dumme sterben nie aus - Die Abzocke mit der neuen 20-Euro-Goldmünze
Vor genau einem Monat, am 23. Juni, erschien die erste Goldmünze der neuen deutschen Serie "Deutscher Wald". Der Erstausgabepreis wurde vom Bundesfinanzministerium mit 151 Euro plus Verpackungs- und Versandkosten festgelegt. Das Münzmotiv ist im Jahr 2010 das Blatt einer Eiche und wie auch bei den Exemplaren der kommenden Jahre beträgt der Nennwert 20 Euro. Im Lieferumfang ist einmalig eine Sammelbox für den kompletten Satz aus massiver deutscher Buche inbegriffen.
Blickt man ein paar Jahre zurück, so begann die Geschichte der deutschen Euro-Goldmünzen vor fast 10 Jahren. Anlässlich der Währungsumstellung 2002 wurden die ersten dieser Goldmünzen ausgegeben und mit Ausnahme von 2002 und 2006 erschien bis heute jährlich ein Motiv aus der Reihe "UNESCO-Weltkulturerbe". Übrigens lag der Erstausgabepreis der 200-Euro-Goldmünze "Währungsunion" (1 Unze = 31,103 g) bei 371 Euro, die der ersten 100-Euro-Goldmünze (1/2 Unze) aus der "UNESCO-Weltkulturerbe" Serie bei 190 Euro.
Als wir im Februar 2010 erstmals über die neue 20-Euro-Goldmünze berichteten, wurde deren Einführung von vielen Marktteilnehmern begrüßt. Im Vergleich zum "kleinen" Österreich, das bereits vor gut zwei Jahren auf die enorme Nachfrage nach Gold und Silber mit einer unlimitierten Silbermünze antwortete, gibt Deutschland hingegen eine Mini-Goldmünzen-Serie mit einem "wahnwitzigen" Gewicht von 3,8875 Gramm (!) bzw. 1/8-Unze aus. Viele Experten schüttelten nur noch den Kopf und fragten sich, wer oder was das Bundesfinanzministerium dazu inspirierte, solch eine Entscheidung zu fällen, die fernab jeglicher gängigen Münzgrößen liegt.
Nach dem Run auf die ersten 100-Euro-Goldmünze-Jahrgänge senkte man schrittweise die Auflagenzahlen von 500.000 auf 320.000 Exemplare. Marktkenner gehen davon aus, dass diese Zahl in etwa der tatsächlichen Marktnachfrage entspricht. Dennoch ist diese Zahl beachtlich, da diese Münzen mehrheitlich als Einzelstücke an Sammler verkauft werden - anstatt als Massenware zur Goldanlage erworben zu werden.
Allein aus diesem Blickwinkel erscheint es vollkommen unlogisch, dass die Auflage einer neuen Sammlermünze drastisch auf nunmehr nur noch 200.000 Exemplare gesenkt wurde. Bedenkt man ferner, dass die Münze bedingt durch den deutlich niedrigen Goldgehalt/Preis auch für einige neue Sammler interessant und erschwinglicher wurde, ist dieser Schritt noch weniger verständlich. Von den wachgerüttelten Lehman-Opfern und anderweitigen Staats- und Währungskrisen mal ganz zu schweigen.
So verwundert es kaum, dass bis Ende März (Bestandskunden) bzw. einen Monat später (Neukunden) eine wahre Flut an Bestellungen bei der Verkaufsstelle für Sammlermünzen in Weiden einging. Die Vorfreude währte nicht lange, denn nicht jeder kam letztendlich in den Genuss auch nur einer einzigen neuen Goldmünze.
Die große Nachfrage und die künstlich geschaffene Knappheit nutzten Spekulanten aus und katapultierten den Preis auf aberwitzige 400-500 Euro. Zum Vergleich: Für den gleichen Preis bekommt man aktuell fast eine 1/2 Unze Goldmünze, die 15,55 g wiegt - anstatt nur 3,8875 g.Man sollte natürlich anmerken, dass diejenigen Münzhändler, die die Gunst der Stunde und die Unwissenheit einiger Sammler gezielt ausnutzen, einen Teil ihres Gewinns in Form von Umsatzsteuer an das Bundesfinanzministerium abliefern müssen. Da die Münze im aktuellen Amtsblatt/Verzeichnis für Sonderreglungen von Anlagegold nicht gelistet ist, liegt auch keine generelle Befreiung von der Umsatzsteuer vor. Als Basis zur Berechnung des Grenzwertes wurde Ende 2009 ein Preis von 26,087 Euro pro Gramm Gold vom Finanzministerium festgelegt. Für die neue Goldmünze bedeutet dies nun, dass ab einem Verkaufspreis von 182,54 Euro zusätzlich 19% MWSt. fällig werden, ab 253,53 Euro verringert sich der Steuersatz auf nur noch 7%.
Es bleibt abzuwarten, was in den nächsten Jahren mit den Preisen geschieht. Vermutlich wird der Preis in den nächsten Wochen zunächst einmal zurückgehen, nachdem sich die erste Euphorie gelegt hat. Spannend wird es bei der Sammelbox, die es nur in diesem Jahr inklusive gab. Hier könnten sich zukünftig zwei Preise entwickeln, einmal mit und einmal ohne Sammelbox.
Völlig offen scheint die Belieferung im nächsten Jahr zu sein. Wer erhält dann eine Münze? Derjenige, der in diesem Jahr auch eine erhalten hat? Oder kommt es, wie in den letzten Jahren üblich, zu einem Losverfahren? Es bleibt spannend. Das Chaos ist zwar noch vermeidbar, aber Zweifel und Fragen sind angebracht und auch berechtigt.
Resümee:
Die Dummen scheinen nicht auszusterben - zumindest nicht diejenigen, die bereit sind diesen Phantasiepreis zu zahlen. Sollte eines Tages das Interesse an diesen Münzen nachgelassen haben bzw. die maßlose Übertreibung völlig verflogen sein, dann muss sich der Goldpreis "nur" noch verdreifachen, damit der Sammler bei einem etwaigen Verkauf keinen Verlust erleidet.Der Münzsammler hat die Qual der Wahl! Entweder kauft er eine fast unbekannte 20-Euro-Goldmünze mit einer 6-stelligen Auflage zum rund Dreifachen des Materialpreises. Oder er investiert in bisher wenig bekannte, seltene Münzen mit echten Wertsteigerungschancen.
In diesem Zusammenhang nennenswert sind beispielsweise die Gold- oder Silbermünzen der australischen Lunar-Serie. Hier gibt es alljährlich Münzgrößen, die abseits der 1-Unzen-Standardmünze geprägt werden, aber lediglich eine 3- oder 4-stellige Auflage besitzen und mit keinem bzw. einem akzeptablen Aufgeld im Vergleich zur 1-Unzen-Stückelung gehandelt werden. Aber selbst von der beliebten 1 oz Lunar-Goldmünze gibt es alljährlich nur 30.000 Stück.
© Redaktion GoldSeiten.de
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Wo wir gerade dabei sind: Woher bezieht goldseiten.de die Kurse für Barren und Münzen unten rechts, bzw. auf Basis von welchen Kursen wird hier der angegebene Durchschnitt berechnet?
Kann das keiner beantworten?
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Sorge mal dafür, dass wir wieder <10.000 kommen und mache mich dazu mal an das Aufräumen. Diejenigen, welche vor 2005 Anmeldung und letzte Aktivität und keine gültige Mailadresse mehr haben, die nehme ich mal aus der Wertung - verfälschen auch nur das Ergebnis.
Zudem steht noch eine etwas umfassendere Neufassung der Registrierung an. Das aber in einem anderen Thema.
MbG
DMRWollte heute mal interessehalber nach über einem Monat schauen, wie sich so die Mitgliederstruktur verändert hat, aber da hat sich scheinbar nicht sehr viel getan. Wurde schon bereinigt? Es sind noch immer unverändert 4.400 Mitglieder ohne jedes Posting (s. Beitrag 9) und davon auch ca. 100 mit Anmeldung und letzte Aktivität aus 2004.
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Bei der Spekulationsblase im Jahr 1929 haben viele Leute Aktien gekauft, nicht weil sie das nötige Wissen über das Unternehmen hatten oder von dem Unternehmen überzeugt waren, sondern weil sie sich schnelle Gewinne erhofften.
viel schlimmer, die Aktien wurden meistens auf Kredit gekauft, und als die Kurse sanken musste Geld (Margin) nachgeschossen werden. Doch wo Nichts ist ...
Dann wurde halt zwangsweise verkauft, Kurse sanken weiter und die, die noch drinne waren mussten weiter Geld nachschießen. .... usw. usw. -
[…]
25% die "irgendwie" in Edelmetalle möchten von 22% die ihre Geldanlage verändern möchten, sind auch nur 5,5% die evtl. irgendwie in physisches gehen.
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Wo wir gerade dabei sind: Woher bezieht goldseiten.de die Kurse für Barren und Münzen unten rechts, bzw. auf Basis von welchen Kursen wird hier der angegebene Durchschnitt berechnet?