Beiträge von privileg

    Die Welt steht am Abgrund. Der 12-Tage-Krieg war ein Vorspiel – Was als Nächstes kommt, könnte die Zivilisation neu definieren – oder zerstören
    Von Brandon Campbell Die Kriegstrommeln sind keine fernen Echos mehr – sie donnern über den gesamten Nahen Osten, hallen durch die Hauptstädte der Welt und…
    uncutnews.ch


    Vergessen Sie den sogenannten „12-Tage-Krieg“ der jüngsten Vergangenheit. Quellen aus Verteidigungs- und Geheimdienstkreisen bestätigen, dass die nächste Phase kein chirurgischer Schlag oder begrenzter Gegenschlag sein wird. Es wird eine umfassende, enthauptende Kampagne sein – darauf ausgelegt, Irans Nuklearinfrastruktur, militärisches Kommando, Regierung, Stellvertreter und regionalen Einfluss in überwältigenden Schlägen zu zerschlagen. Doch diesmal hat sich die Kalkulation dramatisch verändert.

    Wenn man es mit dem eigenen Denkgebäude überhaupt nicht in Einklang bringen kann und nur ständiges Kopfschütteln hat, dann vielleicht einfach mal davon frei machen und versuchen zu verstehen, was einige Schreiber hier wiederholt zu dem Charakter und Verlauf des Krieges umrahmt vom großen Weltgeschehensbild dartun. Wenn man dazu nicht bereit ist, dann muss es nunmal unverstanden bleiben.
    Macht aber überhaupt nix, ist bei den allermeisten im Buntland so.

    Na dann erkläre es doch mal einfach und verständlich, das es jeder versteht. Man kann den Spieß aber auch umdrehen und schreiben, wenn man halt nur sein eigenes Weltvild sieht und die Augen vor den Bildern auf dem Schlachtfeld schließt.


    Das Russland methodisch vorgeht ist unbestritten, dass es ein stetiger Zuwachs an Geländegewinnen ist, auch. Allerdings sieht man leider auch das Russland seine Kriegsparteien mit Geld und Rohstoffen weiterhin unterstützt. Gut, nun kann man argumentieren das ein Krieg Geld kostet und damit auch Einnahmen generiert werden müssen.


    Wenn ich aber mein Geld und meine Rohstoffe meinem Krieggegner geben muss um diesen Krieg führen zu können. Was ist das denn für eine Kriegslogik. Der Westen kauft doch mein Öl und Gas so oder so. Wozu mich also wirtschaftlich schwächen ? Wenn ich die Ukraine morgen besiegt habe, kauft der der Westen weiter meine Rohstoffe und ich spare meine Kriegskosten.


    Tut mir wirklich leid, das ich scheinbar hier der Einzige bin, der einen anderen Blickwinkel hat. Auch wenn Russland auf den Zusammenbruch des Westens wartet, wer garantiert das der im Dezember um die Ecke kommt. ?


    Warum mich dem Risiko aussetzen und warten bis Taurus geliefert wird, nur um dann zuschlagen zu können ? Wenn ich auf den Zusammenbruch warte, warum beschleunige ich den dann nicht ?


    Was ist denn, was wir momentan sehen ? Wir sehen eine weitaus bessere Treffenqoute der Ukraine, mit Unterstützung der Nato natürlich. Jetzt kauft Russland Benzin schon aus Weißrussland.


    Ich habe den wirtschaftlichen Aspekt schon mal aufgezeigt. Sanktionen kosten Russland, weniger Export kostet Russland, Reparaturen kosten Russland, Zukäufe kosten Russland, Kriegskosten kosten Russland. Und das alles macht Russland, um den Westen zu schwächen und wartet auf den Zusammenbruch ?


    Vielleicht ist das Wunschdenken auch manchmal die falsche Antwort.


    Das Ziel des Westens ist Russland zu schwächen und das funktioniert, nicht auf dem Schlachtfeld sondern über Bande, die Kosten werden höher, die Treffer präziser.

    Ukraine = Grenzland


    die historische Wortbedeutung der Ukraine bis in die Gegenwart. Es war stets eine Grenzregion mit wechselnden Grenzverläufen zwischen dem russischen, polnischen, habsburgischen Reich. Nun halt zwischen der NATO und Russland. Aus russischer Sicht wäre es vorteilhaft den Dnjepr als Grenzfluß zu haben. Dieser ist leicht zu verteidigen aber schwer zu überwinden. In WK2 brauchten die Russen 4 Monate um auf die andere Seite zu kommen und sie hätten dort noch länger festgenagelt werden können wenn diese Verteidigungslinie besser ausgebaut worden wäre, was Hitler verhindert hat. So gesehen wäre diese Linie auch im Interesse der NATO. Der Krieg würde am Dnjepr enden , da die Verluste für ein Überqueren für beide Seiten zu nicht mehr rechtzufertigenden Verlusten führen würde. Ich denke das ist in die strategische Planung bei der russischen Seite eingeflossen, Selenski gleicht in seiner Sturheit und Eigensinn seinem Idol Hitler und wird von den Engländern gnadenlos mißbraucht ,um die Ukrainer zu verheizen ,um Rußland zu schwächen. England will immer noch nicht wahrhaben das es weltpolitisch keine Rolle mehr spielt und Kontinentaleuropa nicht mehr von den Engländern dominiert werden kann. Dennoch, die Nadelstiche und Dolchstöße der Engländer tun Rußland weh, machen es aber auch stärker. Rußland ist zur Autarkie verdammt und sie sind zur technisch-fortschrittlichsten Nation der Erde geworden. Kann Rußland noch 3 Jahre Krieg erdulden ?Kann es die EU noch ? Der Krieg wird also weitergehen.

    Dann ist aber die Theorie mit Odessa und dem Abschneiden der Ukraine vom schwarzen Meer hinfällig, das wird dann nichts.

    Also ich weiß nicht, aber eine wirtschaftliche Schwächung ? Hat die Aufrüstung nicht einen Wirtschaft ankurbelnden Effekt? Rüstungsfirmen haben alle ihre Produktion erhöht, die benötigten Mittel werden dafür zur Not gedruckt und neue Fabriken schießen wie Pilze aus dem Boden oder bestehende Firmen ändern ihre Produktionsart.


    Zitat

    Nord Stream: Totgesagte Erdgas-Pipeline teils intakt – Moskau drängt auf schnellen Neustart


    Drei Jahre nach den Anschlägen auf Nord Stream bleibt Erdgas ein politischer Zankapfel. Während Moskau auf einen raschen Neustart drängt, gilt die Pipeline in Europa zunehmend als Mahnmal früherer Abhängigkeiten.


    Der Kreml hat die Debatte um Nord Stream, Europas umstrittenstes Energieprojekt, neu angeheizt. Am 26. September 2025 erklärte Moskau, eine verbliebene intakte Pipeline könne „sofort in Betrieb genommen werden“ – ein Signal möglicher kurzfristiger Gaslieferungen nach Deutschland. Drei Jahre nach den Sabotageakten, die große Teile des Leitungssystems zerstörten, wird damit erneut die politische Brisanz des Projekts deutlich. Den russischen Ankündigungen stehen jedoch ein komplexes Geflecht aus rechtlichen, technischen und politischen Hürden in Berlin und Brüssel gegenüber.

    Bitte was hat der Kreml ? Da wird schon wieder darum gebettelt, die Gaslieferungen gegen seinen Hauptkriegsgegner aufzunehmen. Ich leg mich mal weit aus dem Fenster, auch bei Taurus Lieferung wird weiter fleißig Gas geliefert. Rote Linenen Russlands ? Ach lassen wir das.


    Wir brauchen uns über eine Gasmangellage "keine" Sorge machen, sollte es dazu kommen, werden die Russen ihre Lieferungen an Europa erhöhen.


    Ich kann nur noch mit dem Kopf schütteln, über diesen seltsamen Krieg.

    Das waren damals aber andere Zeiten und vor allem andere Waffen, wenn das in der Ukraine 30 Jahre geht, dann gute Nacht. Seien wir mal ehrlich, die Ukraine ist fertig, hat offiziell schon lange verloren. Ist aber trotzdem noch in der Lage zu schiessen und auch immer besser zu treffen. Und genau das sollte sie nicht mehr sein und wenn Russland solange wartet bis der Westen auf Augenhöhe ist, kann es sehr ungemütlich für die Russen werden.


    Selbst wenn PCR viel Mist schreibt, das was er über Putin und Lawrow schreibt, trifft den Nagel auf den Kopf. Anstatt mal Grenzen zu ziehen palavern die on einer Tour von " ihrer neuen Wirtschafts und Weltordnung ".


    Russland kämpft gegen die Nato und da ist jede Verhandlung für den Arsch.

    Sorry Mann, dem PCR nehme ich kein Wort mehr ab! Seit ich hier angemeldet bin, sagt er eine Apokalypse nach der anderen voraus und nichts davon ist eingetreten. Ich nehme inzwischen sogar an, daß er von der Gegenseite als Pseudo-Oppositioneller eingesetzt wird, um die Querdenker blöd aussehen zu lassen, wenn sich seine Vorhersagen nicht erfüllen.

    Da hast du Recht, er schreibt sehr US Lastig, allerdings was er über Putin und Lawrow schreibt ist auch ein Stück Warheit. Diesen Eindruck den er beschreibt haben scheinbar die US Eliten, man bekommt leider irgendwie den Eindruck, die Russen wollen nicht gewinnen.

    Jetzt noch fix ein Krieg in Venezuela anfangen und nochmal den Iran über Israel zünden, dann sehen wir die USA und deren Vertrauen nicht mehr nur in Zeitlupe, sondern im Zeitraffer sinken.


    Venezuela hat mit Russland einen strategischen Pakt geschlossen….falls das wichtig ist. [smilie_happy]


    Vielleicht wird Venezuela das neue Kuba.

    Russland hat leider alle Hände voll zu tun in der Ukraine. Ich waage zu bezweifeln das es dort militärische Unterstützung gibt. Noch eine Baustelle und Russland ist reif für den Angriff der Nato.

    Wenn er sie nicht zündet, obwohl das Problemlos machbar wäre und stattdessen verliert, wissen wir ganz sicher, dass er Teil der jüdischen Kabale ist.

    Langsam hat es den Anschein....


    @all In dem Artikel den ich verlinkt habe, werden einige Beispiele genannt, man sollte den Artikel im Stück gelesen haben.

    Der Krieg schleicht sich heran
    Paul Craig Roberts Gilbert Doctorow ist ein kluger und gut informierter Kommentator über die Herausforderungen, mit denen der Westen Putin konfrontiert. In…
    uncutnews.ch


    Ich habe im vergangenen Jahr Paul Craig Roberts scharf kritisiert, weil er Putin wiederholt als den Mann bezeichnete, der uns durch seine ständige Nachgiebigkeit und das Überschreiten russischer roter Linien in den Dritten Weltkrieg führt. Nun muss ich leider zugeben, dass PCR recht hatte. Gestern auf dem Valdai-Klub hat Putin meinen Respekt verloren – und ich bin sicher, ich bin nicht der Einzige. Er zeigt Feigheit. Der lauteste Russophobe auf dem Capitol Hill, Senator Lindsey Graham, wird jetzt wohl Sekt trinken.


    Der Sinn der Oreschniks besteht ja darin, dass sie die Aufgabe erledigen können, ohne die Büchse der Pandora der taktischen Atomwaffen zu öffnen. Und doch hat Putin gerade seine eigenen roten Linien im Hinblick auf die Lieferung amerikanischer Langstreckenraketen nach Kiew aufgehoben. Noch vor einem Jahr war seine Linie, dass der Lieferant dieser Raketen – und derjenige, der die Zielkoordinaten bereitstellt (die USA) – als Mitkriegspartei betrachtet würde, was einen russischen Gegenschlag rechtfertige. Und was hörten wir gestern? Dass diese Raketen die Lage auf dem Schlachtfeld nicht verändern würden. Das ist eine blanke Lüge.


    Der Moment der Entscheidung für Russland rückt schnell näher. Und mit Putin an der Spitze sieht es nach ‚Sterben‘ aus.

    Das die Russen überhaupt noch interesse an nenneswerten Beziehungen mit den USA haben, ist schon bemerkenswert.

    In der Nacht vom 6. auf den 7. Oktober wurde in der Nähe des Kernkraftwerks Nowoworonesch ein Kampfdrohnerzeugnis der ukrainischen Streitkräfte mit technischen Mitteln abgeschossen. Infolge der Kollision mit dem Kühlturm des aktiven Kraftwerksblocks Nr. 6 des Kernkraftwerks Nowoworonesch kam es zur Detonation des Drohnenflugzeugs. Es gab keine Zerstörungen und Verletzten, jedoch hinterließ die Detonation dunkle Spuren am Kühlturm." RT

    Wie meinst Du das? :hae:  Welchen Fehler hat der Iwan begangen ?)

    Den Westen gewähren zu lassen. Ab jetzt wird zurück geschossen und der Westen hat scheinbar seine Taktik geändert. Die Devise lautet, Russland den größtmöglichen Schaden anzurichten.


    Russland sollte das offene Fenster nutzen. Was mich trotz allem immer wieder wundert, ist der entspannte Ölpreis.

    Drohnen haben nach russischen Angaben die ölreiche Region Tjumen in Westsibirien angegriffen. Drei Drohnen seien auf dem Gelände eines Unternehmens in der Gebietshauptstadt Tjumen entdeckt und unschädlich gemacht worden, teilte die Regionalverwaltung mit. Der Vorfall hat sich demnach am Montagabend ereignet.


    Öldepot in Feodosia " soll " auch getroffen worden sein.


    Die sind meist gutmütig und unter Aufsicht auch zum Arbeiten zu gebrauchen.

    Naja, ich habe Anfang der 2000er in einer Baufirma gearbeitet, wo unter anderem regelmäßig Kolonnen Afrikaner gearbeitet haben, zum arbeiten war der größte Teil nicht zu gebrauchen. Musste immer ein Deutscher Kollege als Aufpasser abgestellt werden, wenn nicht, ist da auch nicht viel passiert.

    Putin kommt in Zugzwang.


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    Also wenn das auch nur ansatzweise stimmt, Halleluja kann man da nur sagen. Das wird interessant die nächsten Wochen werden. Wie gesagt, der Westen ist noch nicht tot. Wahrscheinlich der größte Fehler den Russland begangen hat. Trumps Aussage, ich wünsche allen Beteiligten alles gute, sollte man im Hinterkopf haben. Wir sind auf jeden Fall im Finale angekommen.

    Wie ich höre, gibt es jenseits des Ural schon erste Tankstellen, die den Verkauf von Treibstoff begrenzen (auf 30 l/Tankvorgang).

    Davor habe ich vor Monaten schon gewarnt, da wurde ich noch verlacht. Das frenetische feiern von 3 befreiten Ortschaften ist mir ein Rätsel. Man kann einen Krieg auf dem Schlachtfeld gewinnen und im eigenen Land verlieren, und das ist mE auch das erklärte Ziel des Westens, gegenüber Russland. Auch wenn sie in der Ukraine vorrücken, müssen sie höllisch aufpassen. Da kommt noch einiges auf Russland zu. Am besten wäre, sie beenden den Krieg da unten mit einer Aktion, dass dem geeinten Westen die Spucke im Hals stecken bleibt.

    Iran gegen USA/Israel: Eine geopolitische Analyse von Pepe Escobar


    In einer faszinierenden Live-Übertragung aus Kaschgar, China, sprach der renommierte Journalist und Geopolitik-Experte Pepe Escobar mit Richter Andrew Napolitano für die Sendung Judging Freedom. Die Diskussion, die am 2. Oktober 2025 stattfand, bot tiefgehende Einblicke in die aktuellen geopolitischen Spannungen zwischen Iran, den USA und Israel sowie in die Entwicklung des globalen Südens, insbesondere Chinas. Escobar, der sich in Kaschgar, einer Stadt mit 4 Millionen Einwohnern in der Provinz Xinjiang, befand, berichtete nicht nur von seiner Dokumentarreise entlang der Seidenstraße, sondern analysierte auch die brisanten Pläne für den Nahen Osten und die möglichen Reaktionen Irans auf drohende Angriffe. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Punkte des Gesprächs zusammen und beleuchtet die komplexen globalen Dynamiken aus Escobars Perspektive.


    Kaschgar: Ein Schaufenster der chinesischen Entwicklung

    Pepe Escobar sprach aus Kaschgar, einer historischen Stadt an der Seidenstraße, die etwa 5.000 Kilometer von Peking und Shanghai entfernt liegt. Die Stadt, die Escobar als „letzte große Stadt vor der Grenze zu Pakistan“ beschreibt, ist ein Symbol für Chinas ehrgeizige Entwicklungspläne im Westen des Landes. Escobar betonte die beeindruckende Infrastruktur, die er in Xinjiang gesehen hat: moderne Städte wie Urumqi, die mit Shanghai oder Peking vergleichbar sind, Solar- und Windkraftanlagen sowie eine florierende Tourismusbranche.


    Im Jahr 2024 besuchten laut Escobar 300 Millionen chinesische Touristen Xinjiang – eine Zahl, die die gesamte Bevölkerung der Europäischen Union übertrifft. Diese Entwicklung steht im krassen Gegensatz zur Wahrnehmung des Westens, den Escobar als „progressiv selbstmörderisch“ beschreibt. Die Chinesen, so Escobar, betrachten den Westen zunehmend als Vergangenheit, während sie selbstbewusst ihre Rolle in einer „postwestlichen Welt“ übernehmen.


    Die Region Xinjiang, mit einem BIP-Wachstum von 7 %, ist ein Paradebeispiel für Chinas wirtschaftlichen Aufstieg und die Integration in globale Handelsnetzwerke wie den China-Pakistan Economic Corridor (CPEC) und die Belt-and-Road-Initiative (BRI).


    Der Gaza-Plan: Neokolonialismus auf Steroiden

    Ein zentrales Thema des Gesprächs war der sogenannte „Gaza-Plan“ von Steve Witkoff, Jared Kushner und Donald Trump, der die dauerhafte Unterdrückung der Palästinenser vorsieht. Escobar bezeichnete diesen Plan als „Neokolonialismus auf Steroiden“, insbesondere wegen der vorgeschlagenen Ernennung des ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair zum „kolonialen Gouverneur“.


    Dieser Vorschlag stößt bei der globalen Mehrheit – dem globalen Süden – auf vehemente Ablehnung. Selbst in Ländern wie Ägypten, der Türkei, Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien, die teilweise von den USA abhängig sind, wäre die Akzeptanz dieses Plans politisch selbstmörderisch. Escobar betonte, dass die öffentliche Meinung in diesen Ländern eine Umsetzung unmöglich machen würde.


    China spielt in diesem Kontext eine bedeutende Rolle, da es kürzlich alle 17 palästinensischen Fraktionen in Peking zu Verhandlungen zusammenbrachte, um ihre Einheit zu fördern. Die direkte Attacke Israels auf palästinensische Führer wie Ismail Haniyeh unmittelbar nach diesen Gesprächen zeigt, wie sehr solche Initiativen den Interessen des „zionistischen Axis“ entgegenstehen. Escobar wies darauf hin, dass die chinesische Außenpolitik bisher zurückhaltend reagiert hat, was auf die strategische Zurückhaltung Pekings zurückzuführen ist.


    Iran: Bereit für den Konflikt?

    Die drohenden Angriffe der USA und Israels auf Iran waren ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs. Escobar betonte, dass Iran seit dem letzten Angriff im Juni 2025 gut vorbereitet ist. Die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) habe neue, noch nicht eingesetzte Waffensysteme, darunter hypersonische Raketen, die im Falle eines Angriffs zum Einsatz kommen könnten. Iran sei nicht von einzelnen Führern abhängig, sondern verfüge über eine robuste Struktur, die auch nach der „Enthauptung“ von Führungskräften intakt bleibt.


    Escobar wies darauf hin, dass Iran sich bewusst ist, dass ein Angriff von Israel und den USA Teil eines größeren Krieges gegen die BRICS-Staaten und die Integration des globalen Südens ist. Die Unterstützung für Iran durch Russland und China erfolgt zwar nicht offen, aber durch „Hintertürkanäle“ und im Rahmen von BRICS- und SCO-Strukturen. Diese Hilfe sei jedoch schwer zu quantifizieren, da sie auf höchster Ebene diskret gehandhabt wird.


    Ein besonders brisanter Punkt ist die Haltung des iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian, der versucht, die USA zu beschwichtigen. Diese Strategie stößt jedoch auf Widerstand innerhalb der IRGC und der Kreise um Ayatollah Khamenei, die eine kompromisslose Haltung gegenüber Israel und den USA vertreten. Escobar betonte, dass Iran im Falle eines Angriffs mit einer „verheerenden“ Antwort reagieren würde, die keine Zurückhaltung kennen würde.


    Russland und China: Beobachter oder Akteure?

    Weder Russland noch China würden sich offen in einen Konflikt zwischen Iran und dem Westen einmischen, so Escobar. Dennoch gebe es eine klare Unterstützung im Hintergrund, die Teil der strategischen Zusammenarbeit innerhalb der BRICS und der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) sei. Diese Zusammenarbeit sei besonders wichtig, da die aktuellen Spannungen als Angriff auf die Integration des globalen Südens wahrgenommen werden.


    Escobar verwies auf die Aussagen des russischen Außenministers Sergej Lawrow, der in seiner typischen diplomatischen Sprache die westlichen Pläne als „interessant“ bezeichnete, ohne sich festzulegen. Lawrows Kommentare zu den Tomahawk-Raketen, die möglicherweise an die Ukraine geliefert werden, verdeutlichen die russische Zurückhaltung, aber auch die klare Erkenntnis, dass solche Aktionen die militärische Lage nicht verändern würden.


    In China hingegen herrscht laut Escobar eine gewisse Sprachlosigkeit angesichts der „kafkaesken Absurdität“ der westlichen Politik. Chinesische Analysten sehen einen „Kollaps der intellektuellen und strategischen Fähigkeiten“ der westlichen Eliten, insbesondere in den USA und der NATO. Diese Wahrnehmung wird durch die beeindruckende Entwicklung Xinjiangs und die Selbstsicherheit der chinesischen Bevölkerung verstärkt.


    Die Rolle der „zionistischen Achse“

    Ein wiederkehrendes Thema in Escobars Analyse ist die Macht der sogenannten „zionistischen Achse“, die er als treibende Kraft hinter den westlichen Aktionen im Nahen Osten beschreibt. Diese Achse, die sowohl in den USA als auch in Israel operiert, beeinflusst laut Escobar nicht nur die Politik, sondern auch den internationalen Handel, das Finanzsystem und sogar die Technologiebranche.


    Als Beispiel nannte er die Kontrolle über TikTok in den USA, die er als „zionistischen Coup“ bezeichnete, da die Plattform von jüngeren Generationen genutzt wird, um die Situation in Palästina zu verstehen.


    Die Frage, ob Donald Trump oder Benjamin Netanjahu die Kontrolle hat, beantwortete Escobar mit einer Metapher: „Ein Ouroboros, die Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt.“ Dies verdeutlicht die wechselseitige Abhängigkeit und Verstärkung beider Seiten, die ein geschlossenes System bilden, das schwer zu durchbrechen ist.


    Fazit

    Pepe Escobars Gespräch aus Kaschgar bietet einen einzigartigen Einblick in die geopolitischen Dynamiken des Jahres 2025. Während China und der globale Süden ihren Aufstieg mit Selbstbewusstsein und wirtschaftlicher Stärke vorantreiben, sieht Escobar den Westen in einem Zustand des Niedergangs, geprägt von strategischer Kurzsichtigkeit und innerer Zerrissenheit.


    Iran steht im Zentrum eines drohenden Konflikts, ist jedoch gut vorbereitet und wird durch die stillschweigende Unterstützung von BRICS und SCO gestärkt. Der Gaza-Plan und die neokolonialen Ambitionen des Westens stoßen auf breite Ablehnung, während die „zionistische Achse“ weiterhin die globalen Spannungen anheizt.


    Escobars Bericht aus Xinjiang unterstreicht zudem die wachsende Kluft zwischen der westlichen und der postwestlichen Welt. Während Kaschgar als Symbol für Chinas Fortschritt und Selbstbewusstsein steht, bleibt der Westen in alten Denkmustern gefangen, die ihn zunehmend isolieren. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Iran in der Lage ist, sich gegen die geplanten Angriffe zu behaupten und welche Rolle die BRICS-Staaten in diesem globalen Schachspiel spielen werden.

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