Mich als Goldinvestor interessieren die persönlichen Gründe aber schon, zumal sich aus ihnen ableiten lässt, was in der Zukunft passieren könnte.
Neben Gewinnmaximierung (und Verlustminimierung, die ihrerseits eine Form der Gewinnmaximierung darstellt) hast Du die Hauptmotivation hinter den Verkäufen genannt: den Geldmangel.
Derzeit ziehen Geldgeber ihre Mittel aus diversen Anlagen heraus. So auch aus den Rohstoffonds. Auch müssen Banken auf der Suche nach Liquidität ihre Edelmetall / Papiere, die einen Anspruch auf Edelmetalle darstellen, veräußern.
Dies ändert aber nichts an der neu erwachten weltweiten Nachfrage nach Gold zur Vermögenssicherung.
Gold ist derzeit die einzige Währung, die nicht schuldengedeckt und nicht beliebig vermehrbar ist.
Die Staaten versuchen derzeit mit aller Kraft eine Deflation abzuwenden, indem sie den Markt mit Milliardenschweren Rettungspacketen reflationieren.
Hier wird die Inflation ganz bewußt geschürt, um das System zu retten, das ohne stetiges Geldmengenwachstum kollabieren würde.
Sollte dies gelingen, dann hinterlässt die Krise:
Neue Schuldenberge besonders auf Staatsseite
Eine aufgeblähte Geldmenge
Ein tiefes Mißtrauen in unser Finanzsystem
Zusammengefasst: Der Goldpreis ist so niedrig, weil die Verkäufer Geld benötigen und daher zum Verkauf gezwungen sind.
Die fundamentalwirtschaftlichen Zusammenhänge sprechen aber weiter für die Umschichtung von Papierwährungen in die Währung Gold.