Beiträge von Wurschtler

    Ich frage mich, wieso das noch keiner gefragt hat. Bei den früheren Kursexplosionen kam diese Frage ständig.


    Liegt vermutlich daran, dass man sich nicht mehr anonym und einfach anmelden kann. ;)


    Aber dann stelle ich mal stellvertretend die Frage, da sicher genug unangemeldete Leser hier sind, denen das interessiert.
    Würderd ihr jetzt noch Gold kaufen? (Stand: Gold bei rund 1300 Euro)


    1. Aus der Sicht von jemanden, der noch garkein Gold hat.


    2. Aus der Sicht von jemanden, der kleine Mengen Gold zur Absicherung hat (ca. 10%).


    3. Aus der Sicht von jemanden, der zum größten Teil in Gold (und auch Silber) investiert ist.




    Meine Sicht:
    zu 1: 25% sofort investieren, den Rest in Cash halten und abwarten
    zu 2: auf 25% aufstocken, den Rest in Cash halten und abwarten
    zu 3: Abwarten und neues Einkommen in Cash halten

    Silber wechstelt meiner Meinung nach gerade seinen Status vom "Zwitter", also Industriemetall und Geldfunktion gleichsam, zur ehr monetären Funktion. Sämtliche Rohsoffe vom Stahl über O-Saft bis Weizen zum Zink waren heute tief rot. (OK, bis auf Milch, ist mit +0,5 % explodiert ;) )


    Einzig AU und AG im grünen Bereich. Das ist bei diesen Börsenverlusten bisher meist anders gewesen, hier fand offensichtlich ein Umdenken statt...


    VG
    oracle



    Heute sieht es ähnlich aus, mit einem Unterschied: Platin konnte auch profitieren.

    Jetzt wo wir schon recht nah an der 2000er Marke sind: Kann es sein, dass der Markt die 2000 schon sehen will?


    Ähnlich wie beim Silber vor ein paar Monaten, wo nach Überschreiten der 40er Marke schon auf die 50er spekuliert wurde.

    Über den "Sommer" habe ich auf den diversen Feuerwehr/Schützen/Dorf- und Straßenfesten der Gegend, meine Kontakte zu Sparkasse und Volksbank, mit Hilfe eines Gespräches und dem obligatorischen spendierten Bier und Schnaps gepflegt.


    Der Sekundärmarkt im Schwarzwald ist trocken und es kommt nichts zurück. Entweder sterben gerade zuwenige alte Sammler, oder die Erben sind zu klug.



    Ist doch gut so.
    Je mehr Leute sich dem Wert der 10er bewusst werden, umso tauglicher werden die Münzen auch als späteres Tauschmittel.

    Ob man Kleinsilber jemals zum Einkaufen brauchen wird?
    Ich weiß es nicht.


    Für 80 Jahren war eben noch alles anders. Da haben die Leute noch mit echtem Silbergeld bezahlt. Man wusste, was Silber war.
    Heute haben wir nur noch Blech und Papier und oft nicht mal mehr das. Plastikgeld ist heute modern.


    Wenn es so schlimm kommt, dass man mit Euros nicht mehr einkaufen kann, dann wird ein Tauschhandel kommen. Dabei wird dann auch sicher Edelmetall als Tauschmittel eine wichtige Rolle spielen.


    Davon abgesehen ist beste Vorsorge aber immer noch, dass man eigene Vorräte hat und somit lange unabhängig davon ist, irgendwas kaufen zu müssen.
    Das mal grundsätzlich.


    Ansonsten halte ich es auch für sinnvoll, Maßnahmen zu treffen, immer liquide zu sein, vor allem auch mit "Kleingeld".
    Zur Liquiditätsvorsorge gehört aber auch ganz normales Euro-Bargeld in kleiner Stückelung. Kleine Scheine und Blechmünzen.


    Kleinsilber für den Tauschhandel halte ich ebenfalls für sinnvoll.
    Man muss ja nicht alles darin anlegen, aber eine gewisse Menge schadet nicht.


    Das Wichtigste dabei ist die Bekanntheit. (hohe Auflage und Verbreitung)
    Bullionware hat den Vorteil, dass draufsteht, was drin ist. Bei Silber unter 1 Oz ist Bullionware allerdings extrem teuer und ganze Unzen sind nicht Kleingeld-tauglich.
    Auf Deutschland bezogen halte ich daher die 10-Euromünzen und auch die 5 und 10 DM Münzen für Pflicht.
    Feingehaltunterscheidung usw. sind zwar problematisch, allerdings sind andere Münzen kaum bekannt.
    Selbst 5 RM halte ich schon für etwas problematisch. Die Generation, die diese Münzen noch kannte, stirbt nämlich schön langsam weg.
    Die 5 DM Silberadler hat dagegen noch die Babyboomer-Generation miterlebt und halte ich daher für wichtiger.
    Aus der Kaiserreichszeit sind nur die Goldmünzen in Erinnerung geblieben, aber bei Silber schauts da auch eher schlecht aus.


    Noch kleineres Kleingeld als 5 DM in Silber (7g fein) wäre zwar schön, halte ich aber nicht für sinnvoll, weil es da an der Bekanntheit mangelt.



    Auf der anderen Seite: Es kann sein, dass in Krisenzeiten Lebensmittel brutal aufwerten werden, auch gegenüber Gold und Silber.
    Kann also gut sein, dass man mit 2g Silber garicht daherzukommen braucht.

    Gibt es Eurerseits Ideen für andere Silbermünzen, jetzt wo die Zeit für 10er in Masse beendet ist? Sie sollten die gleichen Funktionen verinnerlichen.
    Habe mir meine Gedanken gemacht und würde gern wissen, ob irgendjemand in dieser Gemeinschaft auf das gleiche Ergebnis kommt, ohne es meinerseits zu benennen.


    Die Franzosen hatten doch vor kurzem diese 100 € Herkules Münze.

    Man fühlt hier sicher.


    Genau das ist das Fatale daran, es ist nur ein Gefühl.


    2008 hat gezeigt, was möglich ist. Da hats die UBS auch ganz schön erwischt, ist aber noch mit einem blauen Auge davongekommen.
    Wenn die nächste Bankenkrise kommt, und diesmal ist nichts mehr rettbar, dann wird das auch die Schweiz überfordern, gerade weil hier der Bankensektor derart riesig ist.


    Man hätte den Franken vielleicht nachhaltig retten KÖNNEN, aber die SNB macht es nicht und mittlerweile ist es auch zu spät.
    Schau dir doch nur mal an, was die SNB anstellt: Sie hat jahrelang Gold verscherbelt und auf den steigenden Frankenkurs reagiert man mit EURO-KÄUFEN!
    All diese Euros sind jetzt eine tickende Zeitbombe für die SNB. Und die SNB hat hunderte Milliarden davon.
    Die schweizerischen Privatbankenhaben halten ebenfalls mehr als genug Euro-Müll... ist ja auch klar, wenn die Schweiz umzingelt von Euroländern ist.


    Die SNB hätte besser Gold gekauft, um wenigstens eine höhere Golddeckung zu erreichen und die gewaltigen Kapitalzuflüsse hätte man schon frühzeitig mit Devisenkontrollen abfangen müssen.



    PS: Aber sei trotzdem froh, denn als Schweizer hast du wenigstens mehr Zeit, deine Papierzettel zu einem besseren Kurs in Gold zu tauschen, während für uns schon alles abartig teuer wird. Nutz diese Chance, bevor es zu spät ist.

    Die Zeiten sind unsicher, aber der CHF ganz genauso.


    Der CHF ist doch auch nur eine Papierzettelwährung, die eben NOCH den Status als sicheren Hafen hat, ähnlich wie auch deutsche Staatsanleihen.
    Aber auch die Schweiz hat genug Leichen im Keller.
    Um die viel besorge Exportwirtschaft mache ich mir dabei eher weniger Sorgen, aber um den Bankensektor.


    Der Bankensektor ist in Relation zur Größe der Schweiz viel zu riesig.
    Sobald es im Euroraum mit den Staatsschulden oder Banken kriselt und da mal was pleite geht, dann sind die schweizer Banken genauso gefährdet.
    Und das wird den Schweizer Franken auch wieder runterziehen.


    Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass der Franken mit dem Euro mitsterben wird. (vielleicht nur etwas zeitversetzt)

    Ich denke Platin und Palladium werden jetzt auch steigen, auch wenn die industrielle Nachfrag stark sinkt. Gold hat ja so gut wie gar keine industrielle Nachfrage.
    Immer mehr Investoren werden sich die Charts anschauen welches Edelmetall noch am meisten Potential hat und das sind nach der jetzigen Gold und Silberralley eindeutig Platin und Palladium. Ausserdem wird es spätestend dann gekauft werden wenn die Gold/Silber Regale der EM Händler leergekauft wurden und das passiert gerade...


    Da bin ich anderer Meinung....
    Du tust ja so, als wären Edelmetalle alle untereinander Substitutionsgüter. Das simmt so sicher nicht, wo ja Gold als Geldmetall was völlig anderes und damit auch einzigartig ist.


    Gold ist klarer Sieger bei dieser Unsicherheit, wo Aktien und Anleihen als sichere Häfen wegfallen.
    Selbst bei Silber bin ich mir nicht ganz sicher, ob da wirklich immer mitgezogen wird oder evtl. doch der Charakter als Industriemetall überwiegt.


    Aber spätestens für Platin und Palladium sehe ich schwarz.


    Ich denke nicht, dass die Kleininvestoren da den großen Unterschied machen, falls sie Platin anstatt Gold vom Händler mitnehmen, wenn der nichts anderes mehr hat.
    Die Asiaten sind die wichtigsten Nachfrager und die wollen auch nur Gold und teilweise Silber.


    Wenn du wirklich darauf spekulierst, dass auch in andere Edelmetalle investiert wird, dann am ehesten noch Platin.
    Platin kennt der Durchschnittsbürger immerhin noch, aber Palladium kennt keine Sau.