Fidelity: Schwellenländer bieten neue Perspektiven
Kronberg im Taunus (fondsweb) -"Anleger entdecken zunehmend die ganze Vielfalt der Emerging Markets. Denn auch außerhalb der vier bekannten BRIC-Staaten finden sich echte Perlen. Die durchschnittlichen Anlagerisiken sind dabei nicht viel höher als bei Unternehmen aus Industriestaaten. Für den Investmenterfolg ist allerdings eine intensive Unternehmensanalyse erforderlich", so Nick Price, Manager des Fidelity Emerging Markets Fund (LU0048575426) und des Fidelity Emerging Europe, Middle East and Africa Fund (LU0303816028).
"Das Wachstum der Schwellenländer in den vergangenen zehn Jahren verbinden viele Anleger mit den BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China", heißt es. Die Fußball-Weltmeisterschaft hat auch Südafrika ins Rampenlicht gerückt. Doch abseits der bekannten Märkte gebe es ebenfalls attraktive Investmentchancen. "Die Volkswirtschaften der Emerging Markets unterscheiden sich strukturell. Das spiegeln die Wertentwicklung sowie die Chancen und Risiken der einzelnen Märkte wider. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: einen großen Nachholbedarf bei Konsum und Infrastruktur", sagt Price.
Schwellenländer-Aktien hätten in den vergangenen zehn Jahren (31. März 2000 bis 31. März 2010) eine enorme Wertsteigerung erlebt. Unter den BRIC-Staaten sei Brasilien der Spitzenreiter mit einem Plus von rund 300 %, China belege Platz vier mit rund 140 %. "An der Spitze aller Schwellenländer stehen jedoch kolumbianische Aktien mit einer spektakulären Wertentwicklung von rund 1.200 % über zehn Jahre, gefolgt von peruanischen Werten mit einem Zuwachs von mehr als 560 %", heißt es weiter. Südafrika liege mit einer Performance von rund 175 % im Mittelfeld. An letzter Stelle würden türkische Aktien stehen, die im vergangenen Jahrzehnt nur um knapp 30 % gestiegen seien. Dagegen seien deutsche Aktien im gleichen Zeitraum um rund 13 % gefallen. Verglichen wurden die MSCI Indizes der jeweiligen Länder. "Die enormen Gegensätze verdeutlichen, dass gerade bei den Emerging Markets ein differenzierter Blick und eine detaillierte Analyse der Unternehmen notwendig sind. In den meisten, Anlegern eher unbekannteren Schwellenländern gibt es Perlen zu entdecken. Sie zu finden und zu einer Kette aufzureihen, ist meine Aufgabe als Stock Picker", teilt Price mit.
Der MSCI Emerging Markets habe den MSCI World über den Vergleichszeitraum von zehn Jahren durchschnittlich um rund 10 Prozentpunkte pro Jahr übertroffen. Das eingegangene Risiko, das anhand der Volatilität der Märkte gemessen werde, sei dabei für die Anleger nicht viel höher gewesen. Die durchschnittliche Rendite pro Risikoeinheit weise einen höheren Wert auf als die der Industrieländer. "So haben im letzten Jahrzehnt Länder wie Kolumbien (0,95), Peru (0,75), Tschechische Republik (0,71) oder Chile (0,58) eine höhere Wertentwicklung pro Risikoeinheit erzielt als entwickelte Märkte wie Japan (0,14), USA (0,09), Deutschland (0,08) und Großbritannien (0,01)", so Fidelity.
"Die Entwicklung der Marktkapitalisierung − gemessen an den jeweiligen MSCI Indizes − im vergangenen Jahrzehnt zeigt die unterschiedliche Entwicklung der Kapitalmärkte in den Schwellenländern. Chinas börsennotierten Unternehmen gelang es, ihren Börsenwert in den vergangenen zehn Jahren um 15.000 % zu steigern", so die Gesellschaft weiter. Danach würden mit großem Abstand russische und kolumbianische Unternehmen folgen, die ihre Marktkapitalisierung um 539 bzw. 530 % erhöht hätten. Die Marktkapitalisierung der Unternehmen Malaysias sei dagegen auf dem Niveau des Jahres 2000 geblieben, eine Ausnahme unter den Emerging Markets. "Trotz der Erfolgsgeschichte der letzten zehn Jahre stellen Schwellenländer-Aktien nur 13 % der weltweiten Marktkapitalisierung. Hier ist noch viel Spielraum nach oben", so Price.
Die vielfältigen Investmentchancen und das große Wachstumspotenzial würden die Schwellenländer zu einer spannenden Anlageregion machen. Bei chancenorientierten Investoren mit einem langfristigen Anlagehorizont sollten Schwellenländer im Portfolio nicht fehlen. "Die Wachstumsstory der Emerging Markets ist noch lange nicht vorbei. Eine günstige Bevölkerungsentwicklung, die fortschreitende Industrialisierung und ein immenser Rohstoffreichtum läuten gerade erst den zweiten Teil der Erfolgsgeschichte ein", berichtet Price abschließend.