Was hat sich die letzten zwei Jahre bei mir geändert:
Finanzen:
Raus aus fast allen Wertanlagen wo Dritte dahinterstehen. Rein in Cash, und EM´s und Sachwerte. (Schulden keine gehabt, aber ich hätte welche im August letzten Jahres machen sollen für EM´s, genauso wie ich im Moment mit dem Gedanken spiele, aber wahrscheinlich bin ich doch zu feige (oder zu klug) es zu tun)
Ich versuche ganz antizyklisch jetzt, wo es mir "gut" geht so viel Geld wie möglich zu verdienen (Zweitjob), und soviel Geld wie möglich zu sparen. Kleineres Auto, Lebensmittelvorrat, alternative Lebensmittelbeschaffung.
Wenn das Kind wirtschaftlich erstmal im Brunnen liegt, wird es schwer mit nem Zweitjob an Kohle zu kommen, dann wollen nämlich alle einen (oder überhaupt einen), wenn ich den jetzt schon habe, hab ich schon mal den Fuss in mindestens einer Tür.
Freundeskreis/Verwandten:
Missionierung nicht mehr, ich habs versucht, mich dadurch nur selbst ins Abseits geschossen, mittlerweile warte ich bis ein Thema über Finanzen auf den Tisch kommt, dann fühle ich mal vorsichtig an, aber ich missioniere nicht mehr, nein Danke!! Konnte zwei meiner Bekannten und einen Freund überzeugen, die jedoch im Augenblick eher unglücklich sind, ich sag dann nur: "nachkaufen!" Ich merke aber auch, das ich bei Diskussionen, oder bei nem Bier in ner Kneipe, einfach keinen Bock mehr habe überhaupt noch mich zu Wort zu melden, die schaffen es tatsächlich sich 2 Std. über Scheiße zu unterhalten, und die wichtigen Sachen abzutun.....
Heute sagt jeder "...der 11.9.01 ist doch nicht von den USA inszeniert, laber keinen Scheiß..." Ich geh jede Wette ein das es in 20 Jahren in jeder Schule gelehrt wird!! Naja, anderes Thema.
Jedoch, da bin ich ganz ehrlich, wenn ich dann mal zufällig wen treffe, der so manche Theorie wie meiner einer vertritt, oder dem Dinge abseits des Mainstreams bekannt sind, und interessieren, so bin ich gewillt mir diesen Menschen genauer anzuschauen. Man merkt auf einmal wer intelligent ist und wer nicht.
Meine Gesellschaftseinstellung:
Mein Weltbild hat sich seit zwei Jahren (bin seit Anfang 2006 in EM) extrem geändert, sehe diesen ganzen Karrierekram, diese ganzen Gesellschaftlichen Zwänge die man sich von der Erziehung in Schule, im Elternhaus, im Freundeskreis und im besonderen durch die MEDIEN anerzogen hat jetzt ganz anders. Ich denke der Satz vom Baron "...nur um den "Pöbel" vom wichtigsten abzuhalten: sein Leben zu definieren!" kommt dem ziemlich nahe. Man muss erkennen auf was es ankommt, es gibt Dinge die werden einem über die Medien unter-/bewusst kommuniziert, es gibt im öffentlichen Raum Oppositionen die keine sind, es gibt Täuschungen (Baals Strategeme, Bücher dazu hol ich mir auch noch), diese muss man erkennen und sich nicht von Ihnen verwirren lassen, drüberstehen. Dies führt zu Konsum den man sich nicht leisten kann, falschen Träumen (man denke nur an das bescheuerte Frauenbild, wie bitte sehen denn heute eigentlich schon 13 jährige Mädchen aus teilweise?), falschen Freunden, zu Neid, zu Kriminalität. Gute "alte" Werte bleiben auf der Strecke, die Gesellschaft zerfällt.
Seit gut 4 Wochen bleibt die Glotze aus, nur noch Radio, und lesen, lesen, lesen. Ich kann viele Dinge die ich nun in den Nachrichten mitbekomme ganz anders einordnen.
Meine Freundin hab ich noch nicht soweit, ich muss vorsichtig sein, schließlich will ich sie nicht verlieren, auf Ihrem Geburtstag hat sie nen Super Satz gesagt, ganz von alleine, ohne das ich vorher was gesagt hab: "ich hab jetzt eingesehen, das Gold das sinnigste ist, was man machen kann". Man höre und staune, leider hat sie noch nix gekauft, hat sie schlicht kein Geld dafür, aber mal schauen was sich da zu Weihnachten machen lässt 
Arbeit:
Bei der Firma in der ich arbeite geht es momentan heiß her (sehr gute Auftragslage), aber wenn es nicht bald besser wird, gehen nen paar Aufträge flöten, weil wir kein Material ranbekommen, weil entweder die Materialmärkte leergefegt sind (Stahl und Gussteile) oder weil die Kapazitäten der Lieferanten völlig ausgereizt sind. Da wir und unsere Lieferanten im Maschinenbau tätig sind, gehe ich (da jetzt auch einige wieder in Maschinen investieren wollen
) von prozyklischen Handeln aus, sprich jetzt ist absoluter Boom, es läuft heiß, vielleicht bis Anfang des Jahres, dann gute Nacht! Aber ich werd nen Teufel tun und meinem Chef das erzählen, er meinte ja auch unbedingt in den USA ne Tochter aufzumachen, der wir jetzt schon gut 180.000€ als Warenkredit gegeben haben. Ich glaub davon sehen wir so schnell nix wieder.