Im Herbst 2016 haben wir ein Haus (drei Wohnungen, etwa 80/80/40 qm) gekauft, hauptsächlich um einem uns nahestehenden Mieter seine Wohnung zu erhalten, aber auch, weil unsere Wohngenossin (seit 1972) Geld in Sicherheit bringen wollte. Meine Frau war einverstanden, aber nicht unmittelbar beteiligt.
Das Grundstück ist Spitze, das Gemäuer bescheiden, aber brauchbar.
Wir, das sind zwei Alte (Jahrgänge 1938 und 1943) und zwei Arme (sie haben ihr Auskommen, aber nicht mehr) als Gesellschaft nach BGB.
Kaufpreis war 750.000 €, günstig, weil der Verkäufer froh war, dass seine Mieter bleiben konnten. Darauf bekamen wir einen Kredit von 600.000 € zu 0,75 % Zins und 2 % Tilgung auf fünf Jahre, danach verlängert zu 0,88 % auf weitere 10 Jahre. Allerdings mussten wir 200.000 € auf dem besichern, was wir schon hatten.
Wir haben zusammengerechnet 7 Kinder, von denen fünf recht wohlhabend sind, sodass jedes die Rate für den Kredit allein bezahlen könnte; die anderen zwei nagen auch nicht am Hungertuch. Die erben ja auch unsere Schulden. Die Bank ist also jedenfalls sicher.
Wenn Ihr den Euro von 2016 mit dem von heute vergleicht, dann seht Ihr, dass wir kein schlechtes Geschäft gemacht haben. Fazit: Keine Angst vor Schulden! Natürlich darf man das Geld nicht verfrühstücken.
Gruß! Fritz