Beiträge von Tollar

    Ich weiß nicht was ihr habt - ich finde, dass das durchaus nach einem Boden aussieht - der DAX will trotz miserablster Nachrichten nicht unter die 4000.

    Ueberleg mal. Die letzte Bodenbildung, wo vorher lediglich ein paar Technologiefirmen pleite gegangen sind (sog. Dot-Com-Crash), wo damals diese Branche nur einen kleinen Teil der Wirtschaftsleistung ausmachte, dauerte ZWEIEINHALB Jahre (September 2000 bis Maerz 2003). Die jetzige Bodenbildung nahm ihren Anfang im August 2007, ist also gerade mal ANDERTHALB Jahre alt. Dabei ist die Schwere der Krise ueberhaupt nicht mit 2000-03 vergleichbar. Solange es eben noch Optimisten gibt, ist es das beste Zeichen, dass wir noch weit vom Tiefpunkt entfernt sind.


    Antizykliker haben nur Recht, wenn die Voraussage der Laenge eines Zyklus stimmt.


    BTW: Der Dow hat heute den niedrigsten Wochenschluss seit fast 6 Jahren erreicht - markiert also ein neues Tief.

    Macht ist unbezahlbar aber ein Schnaeppchen, wenn man mehr davon bekommen kann. Ein Staat kann sich damit entschulden, indem er Macht an die Glaeubiger uebertraegt. NWO-Theorie - alles schon vergessen ?

    bezogen auf D. Die kommen zu Dir, mit einem Bürgersteigchen, einer neuen Kanalisation und was denen sonst noch alles Kreatives einfällt, um Dich anzubinden und dann abzuzocken. Schau Dir mal an, was die z. B. in unseren neuen BL so in den letzten beinahe 20 Jahren alles gezaubert haben. Du bist als Immoeigentümer dagegen? MACHT überhaupt nichts, denn deren Motto lautet:"Irgendwann kriegen WIR euch ALLE! :wall:

    Meine Eltern in D haben das durch, aber sie wohnen auch innerhalb der Ortsgrenze. Das voellig fehlgeplante und ueberdimensionierte Abwasserwerk muss ja auch Geld verdienen, wie auch die mit der Gemeindeverwaltung verschwippschwaegerten Baufirmen. Aber bei der Objektwahl mit entsprechender Geographie sollten solche Abzocker einfach keine Chance haben (vorher gut informieren).

    Immobilien machen nur Sinn wenn sie schuldenfrei zur Eigennutzung erworben werden. Sie muessen frei von Gemeinschaftseigentum sein, weil sonst ein paar Pleite-Eigentuemer, z.B. in einem Mehrfamilienhaus, Dich mit ins Unglueck reissen koennen. Am besten mit ausreichend Land zur teilweisen Selbstversorgung weitab von Hauptverkehrsadern und grossen Staedten (beides wegen der Kriminalitaet) und am besten unerreichbar fuer kommunale Abzocker (Strassenreinigung, Strassenbau/Buergersteig, Abwasser), sonst wirst Du darueber langfristig enteignet.

    Für die Käufer sei jetzt eine große Zeit gekommen, da Eigenheime in New York oder Los Angeles spottbillig angeboten werden.

    Spottbillig vielleicht im Vergleich zu 2005, aber immer noch sehr ueberteuert im Verhaeltnis zur Rentabilitaet. Beim derzeitigen Kaufpreis rechnet sich die Vermietung einfach nicht und es gibt ein Ueberangebot and Kauf- wie Mietobjekten. Selbst der Leerstand des Spekulationsobjekts ist mit sehr hohen Kosten verbunden (allein $5.000 Steuern/Jahr bei einem guenstigen Haus in Kalifornien) und die Preise von 2005 inflationsbereinigt werden diese Kaeufer zu Lebzeiten nie wieder sehen. Aber mit geschickten Marketing findet man immer ein paar dumme Optimisten und man wird ein paar wohlhabenden chinesischen Investoren ueberteuerte Haeuser aufschwatzen.

    Mhm, der Effekt von den Rettungszäpfchen zieht auch nicht mehr so richtig, eigentlich fast keine Wirkung :hae: Die Kurse haben nach wie vor Inkontinenzerscheinungen.


    Nächstes Mal braucht die Börse sicherlich schon einen massiveren Einlauf zur Stabilisierung.

    Damit war zu rechnen. Das Big Money hasst diese soziale Regierung. Jede Massnahme wird an der Wall St ausgebuht. Schau mal auf die Indizes nach der Praesidentschaftswahlen, nach der Amtsuebernahme und jetzt nach den ersten Regierungsmassnahmen. Das Muster kann man nicht ignorieren.

    Ja, dieses Bild habe ich heute morgen auch schon gesehen. Sicher ist diese Situation keine durchschnittliche Erscheinung, aber es zeigt eben ganz klar die negativen Auswuechse dieser Krise. Leider wird dieses Bild Geschichte machen so wie andere aus der Zeit der Grossen Depression I.

    ... nur, warum geht es immer nur mit verheerenden Folgen, wie World War 2, Korea, Vietnam, Gaza ... (Aufzählung unvollständig ...)?
    Können wir Menschen nicht anders? :wall:

    Wir koennen nur hoffen und MUESSEN VOR ALLEM ALLES TUN, damit es dazu nicht wieder kommt.

    und die Zinsen auf die bestehende Geld-/Schuldenmenge können nur durch zusätzlich aufgenommene Schulden bezahlt werden, deshalb ist die Verschuldung eben auch in den letzten 60 Jahren ständig gestiegen.

    Schau Dir noch mal den Schuldenzyklus an, den ich oben gepostet habe. Damals ist ein langjaehriger Schuldenzyklus beendet worden, ohne dass es zum Zusammenbruch des US-Dollars gekommen ist. Die Schulden wurden wirklich abgearbeitet, allerdings mit veheerenden Begleiterscheinungen.

    Eine geordnete Rückabwicklung der Schulden ist bei dem Schuldenstand nicht möglich. Sollte es doch dazu kommen, reißt ein Schuldner den anderen mit hinunter (Forderungsausfälle) und wir haben in kürzester Zeit den angesprochenen Generalbankrott.

    Genau diese Forderungsausfaelle werden auf breiter Front verhindert, indem man die Schulden Einzelner auf eine breite Masse verteilt (Rettungsprogramme aus neuen Staatsschulden = quasi Refinanzierung). Diese Schulden werden dann von einer breiten Masse getragen und ein Kollaps der Geldsysteme wird damit verhindert. Es ist dann "nur noch" die Frage, wie diese neuen Staatsschulden langjaehrig abbaut werden. Aber der Staat besitzt auch begehrenswerte ideelle und materielle Vermoegenswerte. Lass Dir mal durch den Kopf gehen, welche begehrenstwerten ideellen Vermoegenswerte ein Staat besitzt !


    Einen "passiven" Kollaps wird es nicht geben, es verschieben sich mit dieser Krise lediglich die Macht- und Einflusspositionen der grossen Finanziers dieser Welt zu ihren Gunsten ....

    Eine Krise ist auch immer ein Prozeß. Es kann niemals so sein, dass wir von heute auf morgen möglicherweise eine Arbeitslosenquote von 40 Prozent haben werden, dass von einem auf den anderen Tag massenweise
    Firmen dicht machen müssen. Das zieht sich ein Weilchen hin.

    Genau, wer im tiefen Tal sitzt, sieht das ganze Gebirge nicht. Die letzte vergleichbare Krise dauerte 15 Jahre von 1930 bis 1945. Dazwischen gab es immer wieder kurze Hoffnungsphasen. Wer sich aber auf so kurze Zeitraeume einengt, wird das ware Ausmass nie oder zu spaet erkennen.

    Es ist völlig egal ob wir folgen oder nicht, die Bombe kracht so und so die nächsten Jahre. Exponentielles Schuldenwachstum mit jährlicher Steigerung um die 8% kann halt nicht ewig weitergehen, insbesondere da mittlerweile die Sicherheiten auszugehen drohen.

    Die Finanziers der Banken werden eine Waehrungsreform oder den Zusammenbruch des Geldsystems zu verhindern wissen, denn dies ginge mit einem massiven Verlust ihrer Vermoegen (=Schulden anderer, Geld ist Schuld!) einher.


    Ein geordneter Zusammenbruch (= Waehrungsreform) oder einen Kollaps wird es nicht geben, weil man die Allgemeinheit zum Schuldenabbau zwingen kann ! Der gerodnete Schuldenabbau geht aber mit einer massivem Rueckgang des Lebensstandards einer breiten Masse ueber Jahrzehnte einher.


    Die Banken betreiben diesen Schuldenabbau laengst (=Credit-Squeeze, Zurueckfahren des Kredit-Geschaefts). Wo private Schuldner vor der Pleite stehen, wird die Allgemeinheit zur Kasse gebeten (=Rettungspakete -> Staatsverschuldung). Neue Staatsverschuldung zur Rettung der Wirtschaft ist daher nichts anderes als Uebertragung von Privatschulden in Staatsschulden (=Steuerzahlerschulden -> finanzielle Versklavung einer breiten Masse).


    Die Glaeubiger der letzten Instanz werden jeden Cent nebst Zinsen zurueckerhalten, ohne dass es zu signifikanter Inflation kommt. Inflation wuerde die Vermoegen der Glaeubiger (=Schulden) entwerten. Es wird zu einem langjaehrigen Schuldendienst kommen. Bis dahin wird eine breite Masse ein Grossteil ihr Vermoegen verlieren, welche sich auf diesem Wege eine kleine Schicht einverleibt. Wenn die Schulden auf ein ertraeglicheses Mass abgebaut sind, kann das Spiel von neu beginnen.


    Der Schuldenzyklus:
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