Beiträge von Tollar

    ballerina: 18,1 Billionen Euro durch 500 Mio.zu teilen halte ich für unsinnig.
    Denkst Du wirklich jeder einzelne verfügt über ausreichend Schuldscheine, um die Schulden zu begleichen ?

    Natuerlich verfuegt darueber heute keiner. Troztdem muss man das so rechnen, weil Werte nur mit produktiver Arbeit geschaffen werden - von einer breiten Schicht der Bevoelkerung. Es ist die Summe, die die naechsten Generationen abarbeiten muessen, plus Zins und Zinseszins versteht sich - daran fuehrt kein Weg vorbei. Weil sich gierige Manager die letzten 20 Jahre in ihre eigenen Taschen gewirtschaftet haben - auf Pump versteht sich - werden die naechsten Generationen in den Frohndienst gehen muessen, sonst fliegt uns das gesamte Finanzsystem um die Ohren (eine immer wieder offen ausgesprochene Drohung der Banker). Wir sind Geiseln dieses Systems, wenn wir nicht folgen, kracht die Bombe und es wird alles zerstoert - Im Prinzip ist das Terrorismus mit raffinierten Waffen.

    Many claim that gold is rising because of inflation. That argument, repeated daily, simply does not stand up under any scrutiny....


    A more convincing theory, backed up in practice is that gold does well in times of severe credit dislocations....

    Gold is making new all time highs in nearly every currency except the Yen and the US dollar. Moreover, and as shown above, gold has recently been moving in tandem with a falling Euro and rising dollar. This is not a sign of hyperinflation or indeed any kind of inflation. This is a sign of extreme credit stress, in nearly every country in the world.
    ...


    http://financialsense.com/Market/wrapup.htm

    Ein paar Jahre warten waere wirklich clever. Ob die Modelle der Kapitalismus-Theoretiker auf eine kommunistische Diktatur wirklich treffsicher abbildbar sind ? Fuer mich steckt in wirtschaftlich unsicheren Zeiten zuviel politisches Risiko in solchen Paradoxen wie China.

    Was ist eigentlich mit dem Hancock Tower los?

    Gewerbeimmobilien steht der Crash noch bevor. Es herrschen hohe Leerstandsraten und Mieter gehen reihenweise Pleite (Circuit City ist ein prominentes Beispiel). Die Objekte sind nahezu unverkaeuflich oder nur mit erheblichem Preisabschlag zu verkaufen. Viele REITs stehen vor dem Zusammenbruch, weil Mieteinhamen sinken aber Zinsen und Dividenden bedient werden muessen, Refinanzierung schwer oder unmoeglich ist. Dann muessen sie liquidieren und Objekte auf den Markt werfen, um sich ueber Wasser zu halten. Das wirkt natuerlich auf die Preise von Gewerbeimmobilien, was die Refinanzierung fuer andere noch gutlaufende REITs teurer macht. Diese Spirale hat gerade erst begonnen.

    ja, ja, Kalifornien, das Land des Goldrauschs. Für 'ne Mine unter dem Eigenheim könnte ich das ja noch nachvollziehen, aber so ?

    Hauspreise werden immer anteilig durch den spekulativen Bodenpreis bestimmt. Was ist ein Flecken Erde wert ? Das kann niemand definitiv sagen, es ist zu 100% pure Spekulation auf ein zukuenftiges Geschaeft, was man auf dem Flecken Erde machen kann. Wenn alle glauben, Land wird knapp und ist wirtschaftlich von hohem Nutzen, explodiert der Bodenpreis eben. Wenn keiner mehr daran glaubt, faellt der Bodenpreis ins Leere. Grund und Boden (von teuern Rohstoffen im Untergrund mal abgesehen) hat eben keinen substantiellen Wert. Langfristig muessen Bodenpreise sich an der wirtschaftlichen Rentabilitaet orientieren, sonst korrigieren sie (Das ist auch in Deutschland zu beobachten, hier in Kalifornien ist das lediglich um Groessenordnungen staerker) und bescherem dem Investor Verluste. Diese wirtschaftlichen Zusammenhaenge muessten Baenker eigentlich kennen und es ist mir unverstaendlich, dass deutsche Banken das grob fahrlaessig ignoriert haben und sie behaupten heute, sie waeren betrogen worden.

    Tut mir leid Leute, das kann ich nicht glauben :D .


    MM spricht hier von Betrug. Genau! Die Banken wurden rücksichtslos von einer jetzt 61-jährigen Drogenabhängigen über den Tisch gezogen... :wall:


    Gruß

    In diesen Zeiten fand faktisch keine genaue Pruefung statt. Haeuser wurden pauschal nach Lage und Groesse bemessen und Einkommensnachweise wurden nie verlangt. Kredite wurden am Fliessband vergeben, Kreditpruefer wurden im Akkord bezahlt. Der Andrang war so gross und konnte von den festangestellten Pruefern nicht abgearbeitet werden, sodass man Leute von der Strasse geholt hat, in ein Hotel an einen Computer gesetzt hat und dann Pruefungen durchfuehren lassen hat.


    Aber das ist alles nichst neues. Solche Stories habe ich bereits in 2006 und 2007 in der Lokalpresse gelesen.

    Das ist noch billig. In meiner Gegend waren solche Bretterbuden im Wald (hier nobel Cabins genannt) nicht unter $300.000 zu haben. 50 Jahre alte Holzhaeuser in Stadtnaehe, 120 qm, 3 bedrooms, mit neuem Anstrich versehen, wurden fuer $800.000 verkauft, konnte man aber fuer $200.000 neu bauen lassen. Meist machte der spekulative Bodenwert 50..90% des Kaufpreises aus. Diesen spekulativen Anteil haben die Banken natuerlich finanziert.


    Diese Immobilienblase war in erster Linie eine gigantische Bodenspekulation.

    Mit billigem Aufkauf von Assets gegen Cash is nix, wenn die Banken geschlossen sind und das werden sie sein, wenn es richtig kracht.

    Sicher, in solchen Extrem-Szenarien geht die Deflationistas-Strategie nicht mehr auf. Wenn es soweit ist, dass es keine Banken mehr gibt, wird man aber auch andere Sorgen haben, als Assets zu kaufen. Im Extrem-Szenario herrscht ausserdem eine grosse Rechtsunsicherheit und da nuetzt Dir ein Sack voll Gold zum Hauskauf nicht viel, weil hinterher dieser Vertrag vielleicht wieder annuliert werden kann (wenn es ueberhaupt gesetzlich moeglich sein sollte ein Haus gegen Gold rechtskraeftig zu kaufen).

    Innerhalb von 2 Stunden wurden $550 Mrd Dollar abgehoben.
    [tube]

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
    [/tube]
    MMnews hat's auch schnell gefunden: http://www.mmnews.de/index.php…ews/Kurz-vor-Kollaps.html (mit deutscher Uebersetzung)

    Man kann davon ausgehen, das die Börsen bei gewaltigen Kurssturz geschlossen sein werden, so wie im Herbst letzten Jahr in Russland und einigen anderen Ländern. Immobilien dürfen auch flach fallen, bis man das notariell mit seinen Geldkoffern über die Bühne bringt (Geldwäscheverdacht, Prüfung der Scheine usw. mal außen vorgelassen). Und auch mal davon abgesehen das es wochenlange Wartefristen geben dürfte.

    Fuer die Boersen gibt es klare Regeln, unter welchen Umstaenden diese geschlossen werden duerfen. Das Short-Selling-Verbot letztes Jahr hat bewiesen, dass solche Massnahmen nichts bringen, eher verschlimmerten sie die Situation noch weiter. Die Boersen wird man nur bei aussergewoehnlichen Ereignissen fuer ein paar Tage schliessen, wie bei 9/11. Aber aus reinen Marktbewegungen heraus halte ich das fuer unwahrscheinlich.


    Was die Behandlung von Bargeld angeht, gibt es klare gesetzliche Regelungen (ich spreche im folgenden fuer die Situation in den USA). Ein Geldwaeschegesetz ist bereits heute in Kraft, welches eine Meldung jeglicher Transaktionen ab $10.000 vorsieht. Dies stellt heute keine Behinderung des Bargeldverkehrs dar. Wer ein Haus mit Bargeld kaufen will, muss sowieso vorher zur Bank und die Scheine einzahlen, da der Kaufbetrag auf ein Anderkonto ueberwiesen werden muss. Jede Bank kann die Echtheit schnell pruefen (dafuer gibt es Maschinen) und Einzahlungen muessen gesetzlich vorgeschrieben sofort gutgeschrieben werden. Verzoegerungen wird es daher kaum geben, es sei denn neue drastische Massnahmen werden eingefuehrt. Aber auch darauf kann man sich entsprechend vorbereiten und von Vertragsabschluss bis zur Ausfuehrung der Transaktion gibt es ausserdem entsprechende zeitliche Fristen. Ein Haus mit einem Koffer Bargeld direkt von Hausbesitzer abkaufen geht aus gesetzlichen Gruenden sowieso nicht. Abgesehen davon wird aus finanziellen Gruenden nur eine verschwindend geringe Minderheit diese Moeglichkeit haben und nutzen werden.

    Danke auratico fuer Deine ausfuehrlichen Infos.
    Alles haengt natuerlich an den politischen Rahmenbedingungen, aber das gilt auch fuer physisches Gold. In einem Extremszenario kann man auch ein Goldverbot nicht ausschliessen.
    Wie es aussieht, ist der Dow auf dem Weg erstmal das alte Tief zu testen. Solange beobachte ich erst mal.

    Genau so sieht das Crahszenario der Deflationisten aus. Dann wäre gehortetes Bargeld Trumpf, mit dem man die dann gefallenen Assets erwirbt, um von der nachfolgenden Inflation zu profitieren und bis dahin von der gestiegenen Kaufkraft des deflationierten Bargeldes zu profitieren.


    Mir ist Gold dennoch lieber. Die Unwägbarkeiten sind einfach zu vielgestaltig. Dass sich Gold zuletzt so gut gehalten hat, ist mE diesem Unstand zuzuschreiben - also nicht pronocierten Ansichten der Anleger über inflationären oder deflationären Verlauf der Krise, sondern der schieren Angst geschuldet, dass das gesamte Finanzsystem herunterkommt. Dagegen glauben etliche Deflationisten, dass das Gold lediglich die letzte Rohstoffanlage sei, die noch nicht den Weg der anderen (Metalle, Öl, Getreide etc.) gegangen sei, was aber noch ausstehe.

    auratico,
    waeren in so einem Szenario (stabiler Goldpreis und allgemeine Preisdeflation) nicht Goldminen die bessere Investition in einer Deflation ? Die Kosten (Energie, Loehne, Transportkosten etc.) fuer die Minenbetreiber sinken, waehrend der Goldpreis und die Nachfrage stabil bleiben. Die meisten Goldminen produzieren fuer $500...600/Unze (nach Angaben einiger Minen CEOs in den Interviews auf Financialsense.com) und sollten daher steigende Gewinne einfahren. Vorausgesetzt man findet Minen, die selbst relativ liquide sind und nicht oder nur wenig auf Kreditexpansion angewiesen sind.