Beiträge von Tollar

    Diese Art der Besteuerungen existieren seit Jahrzehnten, sie wurden 2001 nochmal verschaerft und bei allgemeiner Geldknappheit der IRS Kassen wird jetzt "jeder Stein umgedreht", wie selbst die US-Regierung offiziell verkuendete.


    Geldtransaktion ab $10.000 innerhalb oder in und aus der USA werden von dem Banken dem IRS automatisch gemeldet. Bei Mitfuehren von Barmitteln ab diesem Betrag bei einer Ein- oder Ausreise muessen angemeldet werden (beides ist bereits innerhalb der EU bei aehnlich hohen Summen Vorschrift).


    Allerdings, wenn man in den USA nie steuerpflichtig war, fallen meines Wissen auch keine US-Steuern an, denn das US-Finanzamt kann von in Deutschland lebenden Deutschen sicher keine Steuern eintreiben.


    Ist man aus den besagten Gruenden in den USA noch steuerpflichtig, gelten relativ hohe Freibetraege (mehre Millionen US$) fuer die Erbschaftssteuer. US-Quellensteuer muss bei Steuerpflicht in den USA auf Dividenden von US-Aktien schon immer abgefuehrt werden, auch wenn sein Depot bei einer deutschen Bank (vorausgesetzt man hat das seiner Bank mitgeteilt) fuehrt und diese Aktien an einem deutschen Handlesplatz erworben hat und in Deutschland lebt.


    Im Erbfall greift die Steuer erst bei Ueberschreiten der Millionen-Freibetraege, und natuerlich vorausgesetzt, man ist in den USA steuerpflichtig. Sicher ist das eine sehr spezielle Situation fuer Leute, die sehr hohe Erbschaften antreten und fuer die die US-Steuerpflicht gilt.

    Daneben gibt es aus meiner Sicht keine wirklichen nachbarschaftlichen Tugenden mehr. Geprägt von Neid, Misstrauen bis hin zur Paranoia gestalten sich die Beziehungen. Ein- "komm mich mal besuchen" bedeuet eher, bleib mir fern.

    Naja, ich weiss davon nichts. Haengt sicher vom Mileu ab, egal ob in Deutschland oder USA. Sicher, das Zusammenleben ist etwas anders organisiert, weil ein grosser Teil aus beruflichen Gruenden nicht bodenstaendig ist, trotzdem haben wir viele herzliche und hilfsbereite Nachbarn und Freunde. Familien zerstreuen sich schnell ueber ein paar Tausend Meilen Entfernung. Der Nachbar ist im Durchschnitt nur dreieinhalb Jahre der selbe, weil der Ami statistisch alle sieben Jahre umzieht. Es ist eben eine andere Mentalitaet, der Nachbar wacht eben nicht penibel ueber meine Hecke oder Baeume oder geht mir permanent mit seinen Problemchen auf die Nerven, was auch seine Vorteile hat. In einem echten Notfall kann man aber mit sehr viel Hilfsbereitschaft rechnen (haben wir selbst als relativ frische Einwanderer erfahren und das kannten wir nicht mal aus Deutschland).

    Kursrelevante Hiobsbotschaften werden mit kuenstlicher Liquiditaet ausgebuegelt - sozuagen ein permanentes "Cash for Clunkers"-Programm der Boersen. Fuer einen drastischen Kursrutsch braucht es aber ein katalytisches Ereignis, gegen das saemtliche Liquiditaetsprogramme machtlos sind. Letztes Jahr war es die Lehman-Pleite. Ich glaube, hier rechnen zu viele einfach mit einem sich wiederkehrenden Jahresmuster.

    Was läuft denn in den USA ?
    Sind dort nicht auch Kapazitäten ruiniert ? Welch Anteil hat heutzutage noch die USA am Welthandel ? Hauptbestandteil sind hier gerade noch Fahrzeuge und Flugzeuge... doch dann, Microsoft ?

    Sicher, die USA haben ein erschreckendes Handelsbilanzdefizit, aber der Vergleich mit einer wirtschaftlich ruinierten afrikanischen Diktatur ist doch etwas weit hergeholt. So schlimm sieht es nun wahrlich nicht aus, das waere mir schon aufgefallen. Und bei 68% Kapazitaetsauslastung und in Zukunft immer den wieder prognostiziertem Dollarverfall gibt es viel Potential.


    Exports $1.283 trillion f.o.b. (2008)
    Export goods: industrial supplies, 29.8%; production machinery, 29.5%; non-auto consumer goods, 12.4%; motor vehicles and parts, 9.3%; food, feed and beverages, 8.3%; aircraft and parts, 6.6%; other, 4.1%. (2008)
    Main export partners Canada, 21.4%; Mexico, 11.7%; China, 5.6%; Japan, 5.4%; Germany, 4.3%; United Kingdom, 4.1%.[7]


    http://en.wikipedia.org/wiki/Economy_of_the_United_States

    Oops, doch nicht besser als erwartet ?



    White House, Congress projects record deficits
    Citing worse than expected economy, White House and Congress offer bleak budget outlooks


    "The budget remains on an unsustainable path" over the long-term and will require some combination of lower spending and higher tax revenues, it said....This recession was simply worse than the information that we and other forecasters had back in last fall and early this winter," said Obama economic adviser Christina Romer....


    Both see the national debt -- the accumulation of annual budget deficits -- as nearly doubling over the next decade. ....
    if Congress does not reduce deficits, interest rates will likely rise, hurting the economy.
    ...
    "The alarm bells on our nation's fiscal condition have now become a siren," Senate Republican Minority Leader Mitch McConnell said. "If anyone had any doubts that this burden on future generations is unsustainable, they're gone -- spending, borrowing and debt are out of control."

    http://finance.yahoo.com/news/…ories&pos=2&asset=&ccode=

    @tut


    Der Vergleich mit Simbabwe ist voellig untauglich. Der Diktator Mugabe hat die industrielle Infrastruktur systematisch zerstoert, indem er weisse Farmer und Industrielle (faktisch den Grossteil der Landwirtschaft und Industrie) enteignet hat und es unfaehigen Kumpanen uebergeben hat. Die die Kapazitaeten wurden ruiniert, die Produktion von allem ging runter, Waren wurden knapp, die Preise gingen folglicherweise rauf. Der Dikatur schmiss einfach die Druckerpresse an, um die Staatsausgaben zu bestreiten, das Volk mit geschenktem Geld milde zu stimmen und vor allem seine Macht zu sichern.

    Es gibt jedoch für die Banken Möglichkeiten aus den Krediten herauszukommen, habe da mal was gelesen von Sonderkündigungsrechten bei hoher Inflation bzw. Umschuldungszwang bei zu niedrigen Sicherheiten.

    In den USA wuerde ich von der Bestandsfestigkeit eines 30-jahrigen-Immobilienkredits mit festen Zinsen ausgehen. Aber das ist letztendlich nur ein rechtliches Detail je nach Jurisdiktion. Es aendert aber wenig an dem Mechanismus der Inflationsbekaempfung, denn ob alte Kreditevertraege aufgeweicht werden duerfen oder die Zinsen nur auf neuen Krediten angehoben koennen ist den Banken egal, sie werden und muessen die Zinsen in der Gesamtbilanz anheben, was wiederum inflationsbekaempfed wirkt. Hohe Inflation ja, aber Hyperinflation - no way.

    du hast zwar noch nie auf diesen einwand geantwortet aber ich wiederhole ihn trotzdem zum hundertsten mal, genau wie du deine behauptung wiederholst.
    den banken können gut mit inflation leben, denn inflation sorgt dafür, dass die assets wieder frei werden für neue kredite. wenn eine bank bislang 1 mio. zu 6% zinsen verliehen hatte, dann verleiht sie nach der inflationierung einfach 2 mio. zu 15% zinsen (wegen der höheren inflation). .... viel wichtiger sind hohe zinsen, um hohe margen zu erzielen, denn nur daraus lässt sich neues eigenkapital erwirtschaften.

    Ich denke wir sind uns einig und Du argumentierst hier voll und ganz in meinem Sinne (wie ich auch in anderen Beitragen argumentiere). Steigende Inflation fuehrt zwangslaeufig zu steigenden Zinsen und steigende Zinsen wirken wiederum inflationsbekaempfend. Das sind die Mechanismen dieses Systems von denen ich sprach und sie erlauben keine Hyperinflation, weil bereits die "normale" Inflation drastsich bekaempft wird.

    Goldman bekommt immer mehr ab vom Geruch einer geheimen Verschwoerung des Grosskapitals, die man durchaus als kriminell bezeichen kann, wenn sie gegen Boersenhandelsgesetze verstossen. Goldman hielt geheime Meetings, sog. "Trading Huddles" mit seinen besten und groessten Kunden ab. Dabei gab es Anlagetips fuer einen erlauchten Kreis die oft kontraer zu den offiziellen Analysen der GS standen.


    ...Every week, Goldman analysts offer stock tips at a gathering the firm calls a "trading huddle." But few of the thousands of clients who receive Goldman's written research reports ever hear about the recommendations....Some of their recommendations differ from ratings printed in Goldman's widely circulated research reports.... Securities laws require firms like Goldman to engage in "fair dealing with customers," and prohibit analysts from issuing opinions that are at odds with their true beliefs about a stock.


    http://online.wsj.com/article/SB125107135585052521.html

    ...Sechs Monate später hat die US-Finanzagentur RGE Monitor eine noch weit höhere Verlustschätzung vorgelegt, die allein für US-Wertpapiere und Derivate auf 3,6 Billionen kommt. Das entspricht einem guten Viertel der jährlichen Wirtschaftsleistung der weltgrößten Volkswirtschaft. Wären die Verluste in dieser Höhe realisiert worden, hätten sie die Gesamtkapitalisierung der US-Banken überstiegen und viele Finanzinstitute ruiniert....

    [url]http://www.spiegel.de/spiegelgeschichte/0,1518,640427,00.html
    [/url]

    Das gesamte Bankensystem ist demnach wirtschaftlich bankrott, nur nicht auf dem Papier. Wenn man in eine Bank reingeht, Geld einzahlt, muss man davon ausgehen, dass man Geschaefte mit einer defakto bankrotten Bank macht. Man kann jahrelang Geschaefte mit bankrotten Unternehmen machen ohne was davon zu merken. Solange man nicht der letzte ist, den bekanntlich die Hunde beissen, hat man Glueck. Aber warum muessen die Banken keine Verluste realisieren ? Weil sie es nicht brauchen, weil der Staat zu den Banken sagt, die Verluste kannst Du in 10 Jahren noch ausbuchen, wir aendern mal die Buchfuehrung, dass Du zumindest auf dem Papier nicht pleite bist und wir muessen Dich und andere Banken dann nicht oeffentlich bankrott erklaeren. Du kannst weiter machen, als waere nichts geschehen.


    Sicher eine alte Erkenntnis hier auf den Goldseiten aber so offen in der Mainstreampresse ? Das ist schon erschreckend.

    Seien wir doch mal ehrlich. Opel ist in einem Grosskonzern eher ueberlebensfaehig als in einem ausgegruendetes Unternehmen. Zudem war der Opelverkauf nur eine Vorverhandlung, kein Vertrag. Der Verkaeufer hat das Recht, sich es jederzeit anders zu ueberlegen. Ueber GM oder die Amerikaner schimpfen ist leicht und billig, aber es sind doch deutsche Politiker, die hier falsche Hoffnungen erweckt und teilweise falsche Versprechungen gemacht haben. Dass das vor der Wahl auffliegt, ist doch allemal besser als nach der Wahl. ;)

    Die amerikanische Zentralbank hat zur Lösung der Finanzkrise über acht Billionen Dollar an Krediten und Bürgschaften an Banken und Finanzinstitute vergeben. Bis heute weigert sich die »Federal Reserve«, die Namen der Empfänger zu nennen.

    Bloomberg hatte fuer die Offenlegung geklagt und jetzt vor Gericht GEWONNEN. Die Fed muss jetzt die Empfaenger offenlegen.


    http://www.bloomberg.com/apps/…20601087&sid=afi7TJiJFys0
    http://www.zerohedge.com/artic…e-disclosures-forthcoming