Beiträge von Tollar

    sowas bescheuertes habe ich lange nicht mehr gehört

    Tut, ich bitte Dich, was ist daran bescheuert ?


    Wenn ein Ami in Deutschland sich eine Yacht kauft, muss er 19% MwSt entrichten. Er kann sich nicht darueber hinwegsetzen, denn das ist nationales Recht. Genauso kann sich ein Deutscher nicht ueber das nationale Recht in den USA hinwegsetzen, wenn er dort ein Haus oder anderes Vermoegen vererbt.

    Nach dem DBA sind die Freibetraege wesentlich hoeher: $2 oder ca. $4 Mio. Den durchscnittlichen GSF-Teilnehmer duerfte das wohl kaum treffen. Wer drueber liegt, muss eben Steuern zahlen, so wie es geregelt ist. Was ist daran das Problem ? Es gibt auch ein DBA Schweiz-USA. Die $60.000 gelten nur, wenn kein DBA mit einem Land existiert.



    ,...Nach dem DBA-ErbSt fällt das Besteuerungsrecht bei in den USA gelegenen Grundstücken, die vererbt oder verschenkt werden, den USA zu. Die Doppelbesteuerung bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer wird dadurch vermieden, dass die in den USA abzuführende Steuer auf die deutsche Steuer angerechnet wird. Im Ergebnis verbleibt es daher mindestens bei der deutschen Steuerbelastung.


    Dies führt zu dem Ergebnis, dass ca. die ersten US-$ 60.000 des der Nachlasssteuer unterliegenden Vermögens in den USA steuerfrei vererbt werden. Durch die Ratifizierung eines Ergänzungsprotokolls zum DBA-ErbSt haben sich für beschränkt Steuerpflichtige, insbesondere für Ehegatten, zusätzliche Vergünstigungen bei der US-Nachlasssteuer ergeben. Die Vergünstigungen bestehen im Ergebnis (über die Gewährung eines Anrechnungsbetrages) in der Einräumung eines zusätzlichen Ehegattenfreibetrags in Höhe von US-$ 2.000.000 (gültig für das Jahr 2006). Unter Berücksichtigung sämtlicher vorgenannter Regelungen können in Deutschland ansässige Anleger USVermögen mit einem nachlasssteuerlichen Wert in Höhe von bis zu US-$ 4.120.000 (gültig im Jahr 2006) nachlasssteuerfrei an den Ehegatten vererben.


    Jedoch auch an Nicht-Ehegatten kann im Ergebnis (über die Gewährung eines Anrechnungsbetrags) grundsätzlich Vermögen im Wert von bis zu US-$ 2.000.000 durch in Deutschland ansässige Anleger steuerfrei vererbt werden. ...


    http://www.geschlossenefonds.de/schenkungsteuer_usa.htm


    http://bundesrecht.juris.de/dba_usa_1980/BJNR208470982.html

    Aber sollen die Amis ruhig durchsetzen. Die Folge wäre mit Sicherheit, genau so wie hier zahlreich geschrieben, ein deutlicher Rückzug aus allen Kapitalanlagen in den USA.


    Ich bin mir noch nicht so sicher, ob die Regierenden im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, nur dumm, überheblich, oder an Größenwahn leiden. Jedenfalls fällt mir spontan keine einzige Aktion der lezten 10 Jahre ein, für die ich den USA Respekt entgegen bringen könnte.

    Alles eine Kosten-Nutzenrechnung. Gleichzeitig wird ja auch massiv die Steuer- und Investitionsflucht von US-Personen eingedaemmt.


    Aber was ist daran ueberheblich oder groessenwahnsinnig ? Die USA setzen nur ihr ueber 200-jahriges nationales Recht auf ihrem Boden durch. Einem auslaendischer Investor in den USA muss dieses Recht bekannt sein, er kann sich nicht spaeter bei Steuerzahlung darueber beschweren.

    Den geposteten Artikeln von immerhin gestandenen Unternehmern (auch wenns Banker sind), ist eindeutig zu entnehmen, dass nach Rechtslage für alle nicht US Bürger eine Doppelbesteuerung (zum 1. in den USA und zum 2. im jeweiligen Heimatland) auf alle Erträge, bestehen würde

    Was die Banker schreiben, wird sicher korrekt sein. Was aber einige reisserische Artikel daraus machen, ist teilweise inkorrekt.

    Den geposteten Artikeln von immerhin gestandenen Unternehmern (auch wenns Banker sind), ist eindeutig zu entnehmen, dass nach Rechtslage für alle nicht US Bürger eine Doppelbesteuerung (zum 1. in den USA und zum 2. im jeweiligen Heimatland) auf alle Erträge, bestehen würde. Dieses wäre nach meiner Kenntnis einmalig auf diesem Globus.

    Zur Doppelbesteuerung kommt es schon immer wenn es keine DBAs (Doppelbesteuerungsabkommen zwischen zwei Laendern) gibt. Das ist nicht neu. Zwischen D und USA existiert ein DBA, er die Doppelbestueerung vermeidet. Sollte sich die USA allerdings ueber das DBA hinwegsetzen, waere es in der Tat eine Verletzung bilaterale Vertraege, welche immer ueber nationalem Recht stehen. Von Verletzung bilaterale Vertraege ist aber nicht die Rede.

    Sollte diese lächerliche Summe korrekt sein... man kann in dem Falle nur jedem Raten...Finger weg von allen Anlagen der USA, inkl. sämtlicher amerikanischer Gold oder auch Silberbestände, denn diese unterliegen ebenso der Erbschaftssteuer,

    Ja sicher, voerher informieren ist immer besser. Gold physisch halten ist sowieso das Sicherste (nicht neu im GSF). ;)

    Die Banken werden sich aufgrund der Haftungsmöglichkeit völlig von den USA distanzieren müssen

    tut, noch mal:


    Die Haftung ist schon immer da und die Banken spielen da schon seit Jahren mit. Es wird jetzt nur durch neue Auflagen verschaerft durchgesetzt und das ist nicht mit dem Schweizer Bankgeheimnis vereinbar, deswegen muessen sie sich zurueckziehen. Fuer deutsche Banken duerfte es keinen Unterschied machen.


    Nur zur Erinnerung: Schweizer Banken dienten nachweislich (UBS) vermoegenden US-amerikanischen Steuerfluechtlingen. Wenn ein Amerikaner Aktien von US-Firmen in einem geheimen Schweizer Nummerkonto anstatt ueber ein Depot in den USA gehalten werden, kann der Erb- und damit verbundene Steuerfall verschleiert werden, weil spaeter die Erben das Vermoegen aus diesem Depot konsumieren koennen, ohne dass eine Uebertragung der Wertpapiere nach US-Recht stattfindet.


    vielleicht sollten wir mal zum Ursprung zurückkommen, sprich was ist an dieser heutigen Meldung richtig... was ist falsch ?

    Zum Beispiel die Aussage: "Weltweiter Zugriff der US-Steuerbehörden auf alle Ausländer geplant." Das ist so pauschal ausgesagt falsch. Die Auflistung "Im einzelnen will man:" ist teilweise schon laenger Praxis und nicht neu oder gar eine Veraenderung des US-Steuerrechts. Es wird nur verstaerkt durchgesetzt, aber damit musste man immer rechnen. Hier nimmt man die Banken in die Verantwortung und kann ihnen den Zugang zum US-Markt verwehren, wenn sie nicht kooperieren.

    Ganz grob vereinfacht sehe ich da auch eine Besteuerungsmöglichkeit von nicht US-Bürgern!, wenn ich das so lese, Freibetragsgrenze für ebensolche, gut ausreichend, doch für nicht US-Bürger... gerade 60.000 $. :hae:

    Wenn sich jemand in den USA ein Haus kauft und es spaeter vererben will, muss er sich um die steuerliche Konsequenzen, die bereits bei der Entscheidung auf Grund der Steuergesetzgebung bekannt waren, vorher kuemmern. Man kann sich spaeter nicht darueber beschweren, dass dies auch irgendwann durchgesetzt wird.

    Nun mal angenommen, ich halte 100.000 $ an US-Staatsanleihen, gebe morgen den Löffel ab und vererbe diese Summe meinen Junior :D , nach deutschem Recht muss er nun wegen der deutschen Freibetragsgrenzen keine Erbschaftssteuer hierfür zahlen. Nach Eurem komischen Recht dann schon, oder ?

    Wenn jemand in den USA investiert, muss er sich ueber die steuerlichen Konsequenzen vorher im Klaren sein.

    Da kann ich schon die Banken verstehen, die nicht für die nichtgezahlten Steuerschulden von "Nicht US-Bürgern" haften wollen.

    Das muessen sie auf Grund von bilateralen Vertraegen oder der Zugangsvoraussetzungen zu US-Wertpapieren schon seit etlichen Jahren, andernfalls droht ihnen der Ausschluss vom US-Markt. Kaum eine Bank hat sich deswegen von diesem Markt zurueckgezogen. Was jetzt droht, ist eine verschaerfte Durchsetzung dieser Vereinbarungen. Wuerden die Schweizer Banken bei diesen Regeln voll mitspielen, wuerden sie ihr Bankgeheimnis im Wesentlichen aufweichen. Deswegen ziehen sich sich da zurueck.

    aber wenn man sieht, wie sich die USA derzeit brachial in steuerlichen Angelegenheiten durchsetzen, sollte das zu denken geben


    dass ein Bankier wie Hummler bewusst falsche Sachinformationen streut

    Wer setzt nicht sein Steuerrecht mit allen Moeglichkeiten durch, wenn das Geld knapp wird ? Der BND hat ja auch den Daten-Dieb bezahlt. Es aendert aber nichts an der Tatsache , dass man nach Gesetz Steuern zahlen muss. Damit muessen die Ausnutzer solcher Schlupfloecher jederzeit rechnen. Die "Steuerrebellen" sollten vorsichtig sein, sich nicht zum Instrument der wohlhabenden Steuerhinterzieher machen zu lassen.


    Hummler nicht, auch wenn er es nicht leicht verstaendlich darstellt. Er Banker ist er sicher gut beraten keinen Unsinn zu erzaehlen. Was aber einige Artikel (mmnews.de) daraus machen, ist teilweise falsch.

    Ätzender Spruch. Aber genau dieses Tamtam der Banken könnte der Funke sein, der den Kapitalfluss nach USA hinreichend schmälert; - mit allen Konsequenzen.

    Fragt sich nur wohin. In anderen Laendern muessen auch Steuern gezahlt werden. Die Steuerschlupfloecher werden alle gleichmaessig gestopft, in der Bilanz wird das wenig an den Kapitalfluessen aendern.

    was du schreibst bestätigt nur das was herr hummler schreibt. nichts anderes hat er behauptet.


    es hat ja niemand etwas dagegen, wenn die amis ihre gesetze jetzt zum leben erwecken. sie sollten nur auf die reaktion der anleger gefasst sein. ich jedenfalls nehme dies zum anlass, in zukunft kein amerikanisches papier mehr in die finger zu nehmen. keine aktien, keine anleihen und auch sonst nichts. es gibt genug alternativen für europäische anleger. und genau darüber werde ich auch mal mit meinem alten herrn reden.

    Wenn Du Depot bei einer deutschen Bank fuehrst und nicht in den USA steuerpflichtig bist, hast Du auch keine Steuern in den USA zu entrichten.


    Ich finde es nur reichlich daneben, wenn Bankiers im Interesse ihrer vermoegenden Kunden mit grossem Wirbel sich darueber beschweren, wenn US-Behoerden ihre Steuern eintreiben wollen, die schon seit Jahrezehnten in den US-Steuervorschriften festgelegt sind. Kein Mitleid mit diesen Zumwinkels, ich als Angesellter muss auch meine Steuern in voller Hoehe zahlen.

    Die Darstellungen in diversen Artikeln ist teilweise falsch. Ich habe mich selbst mit der Thematik ausfuehrlich auseinandergesetzt, weil ich betroffen bin.


    An den Steuergesetzgebung der USA aendert sich nichts. Personen mit Steuerpflicht in den USA muessen in den USA steuern zahlen, der Personenkreis wird nach dem Gesetz nicht ausgeweitet oder ausgedehnt. Anderslautende Darstellungen sind schlicht falsch.


    Was sich aendern wird, ist die Durchsetzung der der Steuerzahlung durch das US-Finanzamt. Was die USA hier verschaerfen, ist auslaendische Banken in die Verantwortung zu nehmen, wenn von Kunden US-Steuerpflicht besteht und sie dieser nicht nachkommen. Wenn sie dieser Veranwortung nicht nachkommen wollen, droht ihnen der teilweise Ausschluss vom Geschaeftsverkehr mit US-Banken. Da die Banken diesbezueglich keinerlei Risiko eingehen wollen, steigen sie aus dem US-Investmentgeschaeft, natuerlich moeglichst mit viel Wirbel, aus.


    Aber wen betrifft es ? Vermoegende mit hohen Anlagewerten in den USA, deren Beguenstigte im Erbfall in den USA steuerpflichtig sind. Meist haben Kinder oder Enkel der Vermoegenden laengere Zeit in den USA studiert und/oder halten sich dort auf. Unter bestimmten Bedingungen gilt dannn die Steuerpflicht in den USA, auch wenn sie keine US-Staatsbuerger sind. Diese Steuerpflicht existiert schon seit Jahrzehnten wurde aber nie konsequent durchgesetzt. Scheinbar hatten sich viele Reiche nicht ueber die genauen Konsequenzen informiert. Dass die USA ihre bestehenden Gesetze durchsetzen, damit haetten sie aber jederzeit rechnen muessen.


    Ich habe als Kind und Jugendlicher in der DDR gelebt: dort hat die Rohstoffknappheit das Leben bestimmt:
    Milch gab es aus Glasflaschen, die abgewaschen wurden. Alle Glasflaschen waren Pfand. Bierbüchsen odersowas gab es nicht.

    Kann mich ebenfalls gut an meine Altstoffsammler-Kindheit in der DDR erinnern. Aber Du wirst stauen, ich mach das hier sogar in den USA. Auf Glas-, und Plastikflaschen sowie auf Aludosen gibt es Pfand. Nicht dass ich es noetig haette, aber von Zeit zu Zeit bringe ich meine Ladung zur Recycling-Station. Wer es nicht fuer noetig erachtet, laesst sammeln - sprich es gibt genug die sich ueber so ein Zubrot freuen. Im Muell landet in den USA sowas nicht.

    Man wird zukünftig mit deutlich weniger Rohstoffen auskommen und trotzdem ein gutes Leben führen.
    Und bei der Energie, bin ich mir sicher, dass man eine Lösung finden wird.

    Ja sicher, da muss es hingehen. Letztendlich muss es zu einer Kreislaufwirtschaft fuehren, in dem der Ressourcenverbrauch gegen Null geht. Aber wie will man Wirtschaftswachstum ohne steigenden Ressourcenverbrauch erzeugen. Das ist ein Unding. Jedes Wachstum fuehrt zu Ressourcenverbrauch. Erst wenn ein Wirtschaftssystem ohne Wachstum exitieren kann, ist die Kreislaufwirtschaft realistisch. Aber solange wir an unserem exponentialen Schuldgeldsystem festhalten, bleibt die Kreislaufwirtschaft reine Utopie. Da muss sich weltweit einschl. China etwas sehr Grundlegendes aendern.


    Europäer und Chinesen werden mit einem Ölpreis von 250 Dollar gut zurechtkommen. Amerikaner nicht.

    Warum werden sie nicht ?


    1 Mrd Chinesen werden nie so resourcenverschwenderisch leben, wie die Amerikaner heute.
    Aber auch die Amerikaner werden in sehr kurzer Zeit schon nicht mehr so resourcenverschwenderisch wie heute leben.

    Das ist alles eine Frage der Moeglichkeiten. Die Chinesen traeumen genauso vom SUV und nicht vom neuen Fahrrad. Und wo wird das staatlich geplante 9%+ Wachstum hinfuehren ? Wenn mans ausrechnet, irgendwann zu dem gleichen GDP/Kopf wie in den USA. Das Zweitfahrad fuer jeden Chinesen ist bestimmt nicht ihr Ziel.
    Aber da stimme ich Dir zu, die Chinesen werden nicht mehr so ressourcenverschwenderisch leben, wie die Amerikaner heute - nicht weil sie es nicht wollen, sondern weil es nicht koennen werden. Es ist naemlich nicht mentalitaetsgebunden, sondern wie gesagt ein Frage der Moeglichkeiten. Wenn Du Dir mal meine chinesischen und indischen Gastarbeiter-Kollegen ansehen koenntest, die nach ein paar Jahren dem Ami im Konsum nichts nachstehen, wird Dir das ganz schnell klar.

    Vor einer Veränderung des Lebensstandards habe ich überhaupt keine Angst,
    aber vor denen, die zu große Flugzeugträger haben und weiter Öl und Kupfer gegen wertloses grünes Papier tauschen wollen, schon

    Ich auch nicht. Man koennte viel einsparen ohne etwas zu verlieren. Aber in 20 jahren solltest Du eher vor den Chinesen Angst haben, wenn die ihre 9%+ Wachstum tatsaechlich durchsetzen wollen, denn dann schicken die ihre uebergrossen Flugzeugtraeger um Oel gegen wertloses Papier einzutauschen. Kapital fragt nicht nach ethischen und moralischen Standards eine Volkes, es setzt sich einfach darueber hinweg, sobald es sich dort breit macht und maechtig wird.

    ch bin Optimist: ich glaube, dass es danach wieder aufwärts geht.
    Gibt ja Leute, die die Welt für die nächsten 100 Jahre in einem Mad Max Szenario versinken sehen.

    Das MadMax Szenario ist durchaus nicht weit hergeholt. Im Film ging es um den Kampf um das Elementarste, naemlich um die Resourcen. Was passiert wohl, wenn drei Milliarden Menschen (ca. BRIC) in zehn oder zwangig Jahren auf dem Lebensstandard der USA angekommen sind ? Das wird garantiert schlimmer als im Film.


    10% Wachstum auf 20 Jahre, das macht ca. einer Versiebenfachung! der Wirtschaftsleistung in 20 Jahren aus. Das bedeuted Versiebenfachung! des Rohstoff-, Wasser-, Nahrungs- und Energieverbrauchs in 20 Jahren. Wo nehmen wird das her ?