Beiträge von Tollar

    Laut der FTD werden Leerverkäufe in Amiland dauerhaft verboten.http://www.ftd.de/boersen_maer…ufe-dauerhaft/545623.html

    Nach der neuen SEC-Regel ist Naked Short Selling ist nachwievor zulaessig. Die Ueberschrift "SEC verbietet Leerverkäufe dauerhaft" der Finanzial Time Deustchland ist daher sachlich falsch !


    Die neue SEC-Regel sieht vor, dass Broker nackt leerverkaufte Aktien innerhalb von 3 Tagen nach dem Leerverkauf liefern muessen. Bisher war die Frist wesentlich laenger. Bei Ueberschreiten der Frist fand das Clearing der FTD (Failed to Deliver) ausserboerslich statt, was natuerlich zahlreiche Machenschaften zuliess.


    Welche Konsquenzen bei Verletzung der 3-Tage-Frist drohen und wo dann das Clearing stattfindet, ist aber unbekannt. Diese regel schliesst vermutlich ein "Grandfathering" ein, d.h. bereits im Umlauf befindliche Phantomaktien aus nie "cleared" nackten leerverkaeufen bleiben nach wie vor im Umlauf.



    Federal regulators on Monday made permanent an emergency rule put in at the height of last fall's market turmoil that aims to reduce abusive short-selling.


    Brokers acting for short sellers must find a party believed to be able to deliver the shares within three days after the short-sale trade. If the shares aren't delivered within that time, there is deemed to be a "failure to deliver." Brokers can be subject to penalties if the failure to deliver isn't resolved by the start of trading on the following day.



    Es gibt aber einen vernuenftigen Vorstoss des Bankenausschusses des Senats, um HF-Trading (Goldman Sachs) zu verbieten.


    Separately Monday, Sen. Charles Schumer, a New York Democrat and a member of the Senate Banking Committee, said he has asked Schapiro to ban the practice of so-called "flash trading," which enables some big Wall Street banks and hedge funds to get an advance look at investors' stock orders before they hit the market.


    http://finance.yahoo.com/news/…naked-apf-3523034809.html

    Aus Angst vor Zahlungsausfällen greifen die Kreditkartenanbieter zu immer unkonventionelleren Mitteln. American Express belohnt jetzt ausgewählte Kunden mit 300 $, wenn sie ihre Schulden zurückzahlen. Das Beispiel könnte Schule machen.

    habe auch vielerorts gehoert, wenn man bei seinen Kreditkartenschulden saeumig wird, kann man sie fuer 50 cents on the dollar zurueckkaufen. In einem Beispiel hatte jemand $5.000 Kreditkartenschulden und hatte die Ratenzahlungen eingestellt. Nach ein paar Telefonaten konnte er sich mit $2.500 "freikaufen".


    Die Botschaft ist klar: > Der Ehrliche ist wieder der Dumme <.

    Die Verteufelung der Deflation ist quatsch, die Deflation nach einer exzessiven Kreditblase ist die Gesundung.

    Fragt sich nur auf wessen Kosten ?


    Durch niedrigere Preise wird kaum Mehrkonsum in einer gesaettigten Konsumentengesellschaft ausgeloest, die Firmen verdienen weniger, machen Verluste, muessen Leute entlassen. Das gefaehrliche ist die deflationaere Spirale: fallende Preise -> sinkende Gewinne -> Arebeitslosigkeit -> weniger Konsum/Nachfrage -> fallende Preise ....


    Zudem kommt der psychologische Effekt: wirtschaftliche Unsicherheit + fallende Preise -> man schiebt Anschaffungen auf.


    Aber wie soll Inflation durch steigende Arbeitslosigkeit entstehen ? Diese Logik erschliesst sich mir nicht. Wir haben Ueberkapazitaeten und einen globalen Konkurrenzkampf mit Billiglohnlaendern. Preisinflation kann so nie entstehen.

    Zudem werden bereits vorab genügend Käufer gesucht, die das mitfinanzieren.

    Den EFH-Bau finanzieren den Baufirmen in den USA zum ueberwiegenden Teil die Banken. Waehrend des Booms wurden die Rohbauten vorverkauft, aber derzeit liegen viele EFH auf Halde oder werden vermietet. Es gibt bereits regelrechte Ghost-Towns mit nagelneuen EFH.


    Die Baufirmen muessen aber auf Teufel komm raus bauen um ihren Cash-Flow positiv zu halten, auch wenn sie nur auf Halde produzieren. Solange die Banken das auch finanzieren, laeuft dieses Ponzi-Schema noch eine Weile weiter.

    Der Wert der Kreditderivate ist offiziell hingegen "nur" um 8% zurückgegangen, was eine reine Phantasiezahl ist, denn sie beruht auf internen Wertzuschreibungen ohne Überprüfung am Markt.

    Solche Zahlen sind bei den Aenderungen der Bilanzierungsregeln auch kein Kunststueck. Ein eigentlich wertloser Kredit kann so ueber viele Jahre langsam abgeschrieben werden, anstatt ihn nach seinem Marktwert zu bilanzieren.

    Normalerweise glaube ich nicht so groß an komplette Indoktrinierung der Medien,
    aber in den USA kann man sehen, dass große Sender komplett auf das "die Krise ist vorbei" Szenario eingeschworen sind.

    CNBC und andere kommerzielle Sender leben teilweise vom Wertapier-Retail (Im Prinzip eine Aktien-Dauerwerbesendung), weil Fonds, Versicherungen, Discount-Broker etc. einen grossen Teil des Werbeetats stellen. Zudem gehoert CNBC dem Giganten General Electric. Jegliche in der derzeitigen Situation realitaetsnahe Berichterstattung waere daher geschaeftsschaedigend. Es geht einzig und allein um geschaeftliche Interessen. Brummt der Aktienmarkt, geht es auch den Medienanstalten gut.


    Ich schaue mir hoechstens die interessanten, belustigenden CNBC-Schnipsel auf Youtube an (meist gute links auf zerohedge.com).

    Thats interesting, but I wonder: Here in Germany, there are plenty of house builders who then directly move into their own self-built house. These houses will never appear in the "new house sales" statistics I guess, even if contractor work is used. What ist the situation in the US? If this is the same, couldn't it explain why more new houses are built than sold?

    Hier in den USA bauen sehr wenige ihr Haus selber wie es in Deutschland ueblich ist. Grosse Eigenheimbauer wie Lennar, D R Horton, Centex und Pulte beherrschen den Markt. Sie kaufen grosse Grundstuecke auf, machen die Genehmigungen, parzellieren das Bauland, bauen die Infrastruktur und die Haeuser am Fliessband. Meist enstehen Siedlungen meist mit 20 bis 100 oder mehr Haeuser auf einen Schlag. Diese werden dann samt Grundstueck ueber Makler an Eigennutzer oder Investoren verkauft. Vielleicht 95% aller Eigenheime enstehen auf diese Weise. Aber auch kleinere Baugrundstuecke werden meist von lokalen Baufirmen "entwickelt" und die Haeuser dann verkauft.


    [Blockierte Grafik: http://envplan240.pbworks.com/f/Suburban%20housing%20development.JPG]

    Wenn deine Aussage bei gleicher Menge Geld und mehr Aktien stimmt, müßte bei jeder Neuemission der Börsenwert fallen.

    Die im Umlauf befindliche Geldmenge erhoeht sich durch das Ausgeben neuer Aktien nicht. Es stehen also mehr Aktien der gleichen Menge Geld gegenueber. Ein Aktienkurs ist aber nie die Abbildung der Geldmenge auf Aktien, sondern der letzte Handel des letzten Lots bestimmt den Kurs. Wenn 10 Mrd Aktien ausgegeben sind, muessen ja nur ein paar Hundert oder Tausend gehandelt werden, um den Kurs fuer alle Aktien zu stellen.


    Bei vielen Kapitalerhoehungen faellt auch meist der Aktienkurs leicht, weil die Altaktionaere verwaessert werden, was sich negativ auf die Dividendenrendite auswirken kann.

    Doch doch, auch das geht. Zum Beispiel bei Kapitalerhöhungen wird Geld "zugeführt",

    Faktisch bedeutet Kapitalerhoehungen wie auch Neuemmisionen Aktieninflation, der gleichen Menge Geld stehen mehr Aktien gegenueber.


    Das Geld fuer Dividenden ist lediglich aus der Volkswirtschaft umverteiltes Geld. Wenn Unternehmen Dividenden auszahlen, wird nicht mehr Geld geschaffen. Fuer die im Umlauf befindliche Geldmenge ist das ein Nullsummenspiel.

    Erst wenn es wieder eine Alternative, sprich besser verzinste Anlageform gibt, wird das Kapital dem Aktienmarkt entzogen und umgeschichtet.

    Geld wird nicht abgezogen oder zugefuehrt, genausowenig wie Geld an der Boerse ensteht oder vernichtet wird. Folgendes extrem vereinfachtes Beispiel:


    An der Boerse gibt es 100 Dow-Aktien. Es stellt den gesamten Aktienbestand dar. Momentant steht er bei 9000 Punkten (=Dollar zur Vereinfachung). Otto kauft 20 Aktien und zahlt $180.000. Wilhelm nimmt die $180.000. Wo ist da bitte Geld zugefuehrt worden ?


    Der Dow steigt auf 18.000 Punkte. Otto kauft 20 Aktien, bezahlt $360.000, Wilhelm nimmt die $360.000. Es ensteht aber kein Geld.


    Es gibt einen Aktiencrash, der Dow faellt auf 5.000 Punkte. Otto verkauft in Panik 40 Aktien und Otto erhaelt von Wilhelm dafuer $200.000. Weder entsteht bei dieser Transaktion Geld, noch wird Geld vernichtet.


    Otto verliert allerdings Geld, naemlich -$180.000-$360.000+$200.000 = -$340.000. Aber genausoviel hat Wilhelm vedient, naemlich $180.000+$360.000-$200.000 = $340.000. In der Gesamtbilanz aller Marktteilnehmer ist es daher ein Nulllsummenspiel.


    An der Boerse ensteht also weder Geld, noch wird es vernichtet, es hat nur ein anderer (eine gelaufige Erkenntnis). Genausowenig wird Geld dem Markt zugefuehrt, noch wird es dem Markt entzogen in Guten wie in schlechten Zeiten, wie dieses einfache Beispiel beweist.


    Die Darstelllung von auf Aktieninvestitionen wartende Geldberge sind scheinbar eine bewusste Irrefuehrung (weil man sie immer wieder in der "serioesen " Presse liest). Dieses Geld ist aber immer vorhanden, in guten wie in schlechten Zeiten.

    Zitat
    Aktienwerte sind eben ueberhaupt nicht mehr bestimmbar, was heute zaehlt ist, was die Frontrunner propagieren. Aktien haben immer weniger mit Investieren und Sparen gemein, umsomehr mit Brainwash und Spielen.


    Das hätte Warren Buffett nie gesagt!

    Das sagt er nicht so direkt, aber mit seine Aeusserungen bewirkt er genaus das.

    Ja, aber die Händler haben mit noch schlechteren Ergebnissen gerechnet, und da ja Geld genug vorhanden ist wird es jetzt in die Aktien geschossen. Aber es ist immer noch eine Bärenmarktrally. Wie 1930 nach dem Crash von 1929, danach gings dann erst richtig runter.

    Du meinst die Analysten, die vornmehmlich fuer Banken arbeiten. Wenn man die Latte so niedrig anlegt, kann jedes Unternehmen die Schaetzungen schlagen, das ist keine Kunst. Wenn ein Unternehmen nur $0.59 statt $0.87 Verlust macht und das ganze medial als auch von den Black Boxes der grossen Investmentbanken begleitet wird, sind Kursfeuerwerke vorprogrammiert.


    Die Vorstellung es gibt im Markt mal mehr Geld mal weniger nur durch Schwankungen der Aktien-Indizes ist auch voellig irrefuehrend, denn fuer jeden Kaeufer gibt es auch einen Verkaeufer und umgekehrt. Wenn eine Mehrheit aus Aktien aussteigt, muss auch eine Mehrheit in Aktien einsteigen, denn die Aktien verschwinden nicht im Nirvana. Dadurch wird weder Geld erzeugt noch verschwindet Geld im Markt.


    Mehr Geld kommt nur durch wirtschaftlichen Prozesse infolge der Geldkreierung in Aktienmaerkte. Dass Tonnen von Bargeld, gerade in der derzeitigen wirtschaftliche Situation bei allgemeiner Geldknappheit wenn man von den Liquitaetsspritzen fuer die banken einmal absieht, auf den Markteintritt in Aktien warten, halte ich dafuer fuer eine voellige Illusion. Aktienkurse werden zudem nicht durch das Investitionsvolumen bestimmt, sondern durch den letzten Handel der kleinsten handelbaren Einheit. Mit sehr wenig Aktientaeuschen koennen sehr hohe als auch sehr niedrige Kurse gestellt werden. Das Volumen spielt dabei eine untergeordnete Rolle.


    Einzig durch Liquiditaetsprogramme, wie wir sie derzeit erleben, wird den Spekulationsmaerkten frisches Kapital zugefuehrt. Aber dieses Geld kommt vornehmlich den Banken zu gute, die die Aktienkurse mit iherer Liquiditaetsschwemme jetzt nachweislich hochtreiben, weil sie ihre Reserven dort parken. Dieses in den Kapitalmaerkten geparkte Geld muss aber irgendwann mal wieder zurueckgezahlt werden, das heisst es muss aus dem Maerkten abgezogen werden. Der Kleinanleger hat im Durchsschnitt aber Kapital eingebuessst, einerseits durch fallende Kurse seit 2007, andererseits durch Buchverluste seiner Immobilie, wodurch eigentlich Geld fehlt und nicht im Ueberfluss vorhanden ist. Die immer wiederholte, propagandistische Darstellung von den "Money on the sidelines", welches nur darauf warten wuerde, investiert zu werden, ist daher einfach falsch sie ist eine ziemliche, bewusst verbreitete Illusion.

    Eine interessante Graphik aus der New York Times zeigt, wie HF-Trader durch ihren Geschwindigkeitsvorteil zu Wegelagerern werden:


    [Blockierte Grafik: http://graphics8.nytimes.com/i…/0724-biz-web2TRADING.jpg]


    Powerful computers, some housed right next to the machines that drive marketplaces like the New York Stock Exchange, enable high-frequency traders to transmit millions of orders at lightning speed and, their detractors contend, reap billions at everyone else’s expense.....
    Nearly everyone on Wall Street is wondering how hedge funds and large banks like Goldman Sachs are making so much money so soon after the financial system nearly collapsed. High-frequency trading is one answer.....
    “If an individual investor doesn’t have the means to keep up, they’re at a huge disadvantage.”....
    High-frequency traders generated about $21 billion in profits last year, the Tabb Group, a research firm, estimates....

    http://www.nytimes.com/2009/07…?_r=3&partner=rss&emc=rss

    kann man Dich nur beglückwünschen. Du hast den Trend in der Tat richtig erkannt :thumbup: Trotzdem werde ich persönlich solange nicht in Aktien gehen, bis sich das Kursniveau ansatzweise der Realität annähert. Kontinuierliche 30 % Auftragsrückgang im Vergleich zum Vorjahrensmonat des produzierenden Gewerbes, ein Rückgang von knapp 30 % der Exporte, geschätze Steuerausfälle für die nächsten 5 Jahre von 512 Milliarden, geschätze Merkosten des Arbeitslosen- und Sozialversicherungssystem der nächsten 5 Jahre von 200 Milliarden, aktualisierte Schätzung des "Gesamtschadens" der Krise durch den IWF von 1 Billion $ (Okotber 2008) auf 4 Billioen $ (jetzt) und ein um knapp 10% gefallener Dollar sind für mich für eine Exportnation wie D keine Signale eines Aufschwungs und keine Erklärung einer 40 % Kurssteigerung beim DAX seit März 2009 (3.588), da hilft mir auch kein "sich aufhellender" IFO-Geschäftsklimaindex.
    Für mich ist und bleibt das eher die "prämortale Eiweißerhöhung " aber wohl dem, der damals eingestiegen ist :thumbup: , und chapeau, wenn er weiß, wann es Zeit ist wieder auszusteigen :D


    greetz anwir

    Danke anwir, dass Du noch mal die Rahmenbedingungen fuer die Aktieninvestitionen etwas beleuchtet hast. Unternehmen werden weiter Kosten senken (sprich entlassen) und Dividenden aus den Cash-Reserven bezahlen, um die Aktionaere bei Laune zu halten. Mit entsprechender medialer Begleitung "brainwashing front running" (wie diverse Hoffnungs-Indizes) kann die Hausse auch Jahre weiterlaufen, nur am Ende muss es auch noch Leute geben, die konsumieren koennen.


    Unser GG besitzt eben die hohe Kunst, die nicht viele besitzen, naemlich den gesunden Menschenverstand auszuschalten. Mag sein das es ihn reich macht (btw waren da auch icht satte verluste in 2008 ?). Diese Kunst beherrsche ich aber nicht und deswegen lasse ich die Finger davon.

    Nun, dieses Jahr nicht mehr, aber ich rechne bis Jahresende mit ca. 200 US-Bankenpleiten. In 2010 werden es mindestens doppelt so viel sein. Danach muss man sehen ... hängt maßgeblich von den politischen Maßnahmen ab.

    Es werden ueber 2.000 Banken in den naechsten Jahren das zeitliche segnen. Nur koennen sich das heute nicht viele vorstellen.


    Nur das Unvorstellbare ueberrascht wirklich.
    ~?