Beiträge von Tollar

    - die FED sei Ursache des Problems
    - Der Kongress habe ueberhaupt keine Kotrolle ueber die FED
    - Regulierung an die FED abzugeben sei wie einem Drogenabhaengigen noch mehr Drogen zu geben


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    Gelddrucken (nichts anderes ist der Staatsanleihenkauf der Zentralbanken; 1923 war es nicht anders)

    Wo bitte kauft die Zentralbank alle Staatsanleihen auf ? vom $300 Mrd QE Programm einmal abgesehen ? Dieses Jahr werden ueber $3 Billionen Staatsanleihen aufgelegt, 90% werden am Markt verkauft. Als Ingenieur halte ich mich an die Fakten, diese Art Polemik kann man sich sparen.

    Wenn das Inernet mal staatlich kontrolliert wird (mit Zugangsberechtigung nür für Parteilinientreue), dann stellt man plötzlich fest, daß es keine Bücher mehr gibt. Man hat sich auch informationstechnisch -und der Trick ist wirklich immer derselbe- in die Abhängigkeit begeben.

    Da hast Du natuerlich Recht. Auch grosse Konzerne werden den Content kontrollieren wollen, wie derzeitig die Fernsehanstalten. Aber das Internet wird die Gesellschaft genauso veraendern wie einst der Buchdruck, diese Entwicklung kann man nicht aufhalten, hoechstens etwas abbremsen.

    Aber der Credit-Consumer ist längst nicht tot. Er räumt nur das Haus auf, derweil die Banken eine Liqui-Spritze nach der anderen erhalten. Schon bald wird er sein geputztes Haus den Banken zeigen und jeden Kredit erhalten, den er wünscht. Das ist dann der Beginn des Crackup-Booms.

    Zum neuen Kredithunger kommt es vielleicht in 10 Jahren, aber nicht in ein paar Monaten. Die US-Eigenheimbesitzer sind derart unter Wasser oder (neudeutsch) leveraged, da nuetzt der Hausputz rein gar nichts, zumal vor allem der Bodenwert drastisch gesunken ist, nicht der Materialwert des Hauses. Die Banken heben die Vergabestandards an, verlangen mehr Sicherheiten, mehr Eigenkapital, welches aber drastisch geschrumpft oder einfach nicht vorhanden ist. Eine Rueckkehr zu den sog. Liar-Loans, ohne die die Kreditexpansion der letzten Jahre gar nicht moeglich gewesen waere, wird es so schnell nicht wieder geben. Selbst wenn die Banken woellten, wird die Regulierung das verhindern. Und die staatlichen Rettungsprogramme fuer Konsumenten sind ebenfalls Nullsummenspiele, weil beispielsweise staatliche Zuschuesse fuer Eigenheimfinanzierungen durch hoehere Marktzinsen wieder aufgefressen werden. Die Staatshilfen sind beim Konsumenten lediglich ein durchlaufender Posten und werden vom Kapital wie ein Staubsauger abgesogen, der Verbraucher wird dadurch nicht solventer.


    Wenn man die macrooekonomischen Faktoren beruecksichtigt, ist das Deleveraging des US-Verbrauchers eine sehr langfristige Entwicklung. Selbst eine (unter der Hand gehandelte) Studie der FED kommt zu diesem Schluss und prognostiziert ein langjaehriges Ansteigen der Sparrate in den USA auf die naechsten 10 Jahre.


    Alles andere ist eine Illusion, die heute verkauft wird um die Verbraucher in Laune zu bringen und die Aktienmaerkte kursfristig befeuert. Aber so schnell wird aus dem Crack-Up-Boom nichts. Erst ein nachhaltiger Schuldenabbau erlaubt den naechsten Kreditexpansionzyklus. Wir sind an einem Punkt angekommen, der nach den oekonomischen Gesetzen die Wiederaufnahme der alten Betriebsgeschwindigkeit nach 2...3 Jahren Reflationierungsmassnahmen einfach nicht mehr erlaubt.
    [Blockierte Grafik: http://www.frbsf.org/publications/economics/letter/2009/el2009-16a.gif] [Blockierte Grafik: http://www.frbsf.org/publications/economics/letter/2009/el2009-16c.gif] [Blockierte Grafik: http://www.frbsf.org/publications/economics/letter/2009/el2009-16d.gif
    A simple model of household debt dynamics can be used to project the path of the saving rate that is needed to push the debt-to-income ratio down to 100% over the next 10 years--a Japan-style deleveraging. ... the household saving rate would need to rise from around 4% currently to 10% by the end of 2018. Until recently, U.S. households were accumulating debt at a rapid pace, allowing consumption to grow faster than income. An environment of easy credit facilitated this process, fueled further by rising prices of stocks and housing, which provided collateral for even more borrowing. The value of that collateral has since dropped dramatically, leaving many households in a precarious financial position...If accomplished through increased saving, the deleveraging process could result in a substantial and prolonged slowdown in consumer spending relative to pre-recession growth rates. .... Either way, the process of household deleveraging will not be painless.

    Dann ich hoffe mal, der deutsche Pension- Sicherung-Verein (PSV a.G.) bietet bei dieser Auktion nicht mit ...
    oder sie müssen, dass nicht noch mehr Sand ins Getriebe des US-Schatzamt kommt ...( )

    In den USA sind das vor allem die 401k (private Altersvorsorge ueber den Arbeitgeber), die in die Bonds investieren. Man hat da leider keine Alternativen zwischen verschiedenen Aktien und Bonds. Da kommt man nur raus, wennn man den Job verliert oder kuendigt und kann sein 401k in einen IRA rueberrollen, wo man zumindest Alternativen hat, sogar physisch in Edelmetallen. Aber ein Grossteil der Arbeitnehmer zahlt ben in die 401k ein und das ist fuer den Staat eine sichere Finanzierungsquelle.


    Will der Staat sich finanzieren (besser gesagt den Steuerzahler zwangsverschulden) und die Wall-St ist ihm behilflich, muss nur der Aktienmarkt gedrueckt werden und die Liquiditaet fliesst in Treasuries.

    Obama ist ein intelligenter Mann. Aber er hat nicht die geringste Ahnung von Finanzen: ich vermute, dass ihm seine Berater sagen, dass die USA Geld drucken können

    Das glauben sogar 80% der Amerikaner, die ich hier so kenne, teilweise auf renomierten Unsi studiert .. "The government can just print the money they need" .. das sagen die im vollem Brustton der Ueberzeugung.


    Haste irgendwo einen guten Link mit einem Auktionskalender fuer US-Treasuries mit einer Uebersicht zu versteigernden den Summen ? Danke.

    Das ist ein Irrglaube. In Japan gab es Leitzinsen unter 1%. Die Zentralbank hat ebenfalls reichlich Geld zur Verfügung gestellt. Trotzdem mussten einige bei Kredithaien zu 20% Geld leihen. Wie passte das zusammen? Ganz einfach: fehlende Sicherheiten. In Deflation verfallen viele Anlageklassen - und die Sicherheiten schwinden dahin - deswegen vergeben Banken weniger Kredite. Weniger Kredite und weniger Geldzirkulation = wenig Inflation oder dann eben Deflation.

    Genauso ist es. Die Banken kompensieren das Risiko in der Deflation, indem sie sich Kredite teuer bezahlen lassen, trotz Deflation.


    Das erleben wir gerade in den USA. FED-Zinsen bei Null, aber Marktzinsen explodieren. Wenn die Zinsen steigen, sinkt logischerweise die Nachfrage nach Krediten, obwohl die Banken mit Rettungsgelder vollgepumpt werden.


    Nur wollen einige solche Zusammenhaenge nicht gerne sehen, und machen ihr Ziel zum Argument, vermutlich wiel sie Wetten auf Hyperinflation und Dollar-Crash abgeschlossen haben.

    den banken geht es nicht ums kapital sondern um die fließenden einkünfte. ausfälle stören da nur das geschäft. das meinte ich auch als ich schrieb, es ist ihnen egal ob sie zinsen auf 1 billionen kriegen oder auf 10 billionen, die nur noch 1/10 wert sind. wichtiger als die schulden ist der zinssatz. man sollte nicht vergessen, dass die banken in den usa über 30% der wertschöpfung abgreifen. und da soll man deflation herbeiführen und die wertschöpfung ruinieren? so blöd sollten die mal sein. :wall: niemals.

    Wir hatten eine langfristige inflationaere Phase von 1945- 2007 (Kreditexpansion), jetzt sind wir fuer etliche Jahre in einer langfristigen deflationaeren Phase (Kreditkontraktion). Natuerlich sind diese langfristigen Phasen mit schwaecheren, kurzfristigen Phasen immer unterlegt.


    Zweck der Deflation ist es, die Umverteilung zu beschleunigen. Sie ist kein Dauerzustand, das habe ich nie gesagt. Da werde ich wohl missverstanden. Irgendwann wird eine neue inflationaere Phase folgen.