Beiträge von Tollar

    Der alte Fuchs Peter Degraaf übertreibt etwas "Alle Augen richten sich auf den HUI."


    Weil die Minen hier stets etwas vernachlässigt sind, mal wieder ein Minenoptimist.


    Er sieht eine weitere starke Aufwärtsbewegung bei den Gold-und Silberminen voraus.Das Ziel 550 ist ambitioniert....

    Goldminen sehe ich als die wenigen Aktien mit Potential in der deflationaeren Phase: Steigender Umsatz (sicherste Geldhortung), stabiler Goldpreis, sinkende Produktionskosten.


    Der GDX hat sich vom Maerz-Crash und der Suckers-Rally wenig beeindrucken lassen und geht seit Anfang des Jahres seinen eigenen Weg.

    - Zwangsvollstreckungen stiegen im April 2009 um 32% im Vergleich zum Vorjahresmonat
    - Allein in einem Monat erhielten 342.000 Haushalte den Zwangsvollstreckungsbescheid, was jedem 374. Haus in den USA entspricht
    - In Nevada erhielt jedes 68. Haushalt den Zwangsvollstreckungsbescheid, allein im Monat April

    RealtyTrac: April foreclosures rise 32 percent
    April foreclosures rise 32 percent, with more bank repossessions likely to come

    http://finance.yahoo.com/news/…losures-apf-15224722.html

    A new Yahoo! Finance survey finds consumers have hunkered down and adjusted their lifestyles in anticipation of a protracted economic downturn. More than half of respondents expect the recession to last three to five years, and they are cutting back accordingly: 57% have slashed spending -- on everything from dining out, travel, and clothing to gifts, electronics, and movies. (See chart.) The survey of 2,000 consumers was conducted in April by Yahoo! and Decipher....
    http://finance.yahoo.com/expert/article/moneyhappy/162016

    Das hört sich auf den ersten Blick zwar katastrophal viel an. Aber die Fakten sind recht dünn. Man sollte nämlich bedenken, daß Derivate an sich nichts Unanständiges oder Gefährliches sind, soferne man eine Versicherung nicht auch als etwas Verwerfliches betrachtet. Wenn z.B. jemand einen Put und jemand anderer einen Call auf einen Wert um je 1 Million EUR hält, so sind das "2 Millionen in Derivaten". Boah! In Summe gleicht sich das zwar nicht exakt aus, aber bei Bewegung in die "falsche" Richtung, geht es beim Gegenstück in die andere, die "richtige" Richtung und von 2 Millionen die futsch sind, kann keine Rede sein. Derivate werden vielfältigst eingesetzt um Risiken abzusichern.Die Zahlen des Derivatevolumens allein sagen m.E. überhaupt nichts über die Bedrohung eines Kollaps aus, allenfalls darüber, wie wenig das westliche Finanzsystem noch mit Realwirtschaft zu tun hat.

    Sicher ist die Gesamtsumme Null, wenn alles sauber ausgeglichen wird. Das ist aber ein Idealzustand, in dem es nie Finanzkrisen gaebe. Es muessen nur 1% dieser Summe zeitweilig fehlen, weil sie nicht sofort ausgeglichen werden koennen und das wuerde eine Finanzapokalypse ausloesen. Es ist ungefaher so, als ob an einem Seil haengst, dass Dich zwar traegt aber dessen Reissfestigkeit fast genau Deinem Koerpergewicht entspricht. Eine zu schnelle Bewegung und das Seil reisst und Du befindest Dich im freien Fall.

    Dann müsste es aber heissen: 684 Billionen = 684 x 10^12 $, denn wenn eine Milliarde neun Nullen hat, besitzt die (deutsche) Billion zwölf ?)



    Viele Grüße

    Sorry, diese Summen bringen mich voellig durcheinander. Ich habe doch glatt 3 Nullen unterschlagen. Also noch einmal:



    683.725 Milliarden Dollar oder 684 Billionen Dollar = 684 x 10^12 Dollar = 684.000.000.000.000 Dollar (aufgerundet).



    Zur bildlichen Vorstellung: Diese Summe in 20-Dollar-Scheinen uebereinandergelegt enstpricht einem Turm von 3.420.000 km Hoehe, also fast der zehnfachen Entfernung Erde Mond. Oder diese Summe in 20-Dollar-Scheine in Seecontainer gesteckt wuerde ca. 1 Million 20-Fuss-Container erfordern. Das entspraeche einem Gueterzug von 7000 km Laenge (2 m Abstand zwischen einem Doppelcontainerwagen), was ungefaehr die Strecke von New York bis Los Angeles und zurueck ausmacht.

    sicher, dass hier Billionen richtig übersetzt wurde?

    Das Dokument sagt" "In billions of US dollars" an "683,725" "Notional amounts outstanding" fuer "Jun 2008".


    Die Zahlen uebersetzt ins Deutsche also (Billion = Millarde, Dezimalpunkt = Komma und umgekehrt):


    683.725 Milliarden Dollar oder 684 Billionen Dollar = 684 x 10^9 Dollar (aufgerundet).


    684 Billionen Dollar (deutsche Notation) sind also richtig.

    Trichet hat wiederholt gefordert, Lehren aus der Finanzkrise zu ziehen. Hoffentlich gehört dazu die Einsicht, dass eine Ursache der Krise zu viel Liquidität gewesen ist und erneut billiges Geld die Bereinigung der Bankbilanzen nicht fördert.
    [Handelsblatt 8.10.2007]
    Die großen Banken werden nach Einschätzung von Trichet aus der amerikanischen Immobilienkrise mit einem blauen Auge davonkommen. „Es ist wichtig anzumerken, dass die Kreditverluste nicht groß genug sind, um die Stabilität der wichtigen Finanzhäuser wesentlich zu beeinträchtigen“, sagte er.

    [Handelsblatt 11.9.2007]
    Zudem seien die Fundamentaldaten des Euro-Währungsgebiets nach wie vor solide und „die Wirtschaft des Euroraums weist keine größeren Ungleichgewichte auf“, sagte Trichet... Im EZB-Rat habe niemand eine Erhöhung oder Senkung des Leitzinses gefordert, sagte Trichet. „Die jüngsten Informationen bestätigen die Existenz eines starken kurzfristigen Aufwärtsdrucks bei der Inflation“, sagte Trichet. „Sie bestätigen außerdem Aufwärtsrisiken für die Preisstabilität auf mittlere Sicht; das alles im Kontext eines sehr kräftigen Geldmengen- und Kreditwachstums.“
    [Handelsblatt 6.3.2008]


    Kurzfristig sei der Preisdruck so stark und das Wachstum der Geldmenge derart groß, dass auf mittlere Sicht Risiken für die Preisstabilität in der Euro-Zone bestünden. „Es gibt deshalb überhaupt keinen Anlass zur Selbstgefälligkeit“, sagte Trichet. „Die Verankerung der Inflationserwartungen hat Top-Priorität.“ ...
    Die Wirtschaft in der Euro-Zone habe bislang allerdings kaum Blessuren davongetragen, sagte Trichet. „Die ökonomischen Fundamentaldaten der Euro-Zone sind gesund.“

    [Handelsblatt 10.4.2008]

    Erschreckend sei gestern das Selbst-Lob von EZB-Präsident Trichet gewesen, der betont habe, wie gut die EZB die Krise handhabe.

    [Handelsblatt 11.4.2008]


    EZB-Präsident Jean Trichet-Claude sieht das anders. "Seit Ausbruch der Finanzkrise habe ich betont, dass wir in unterschiedlichen Volkswirtschaften mit unterschiedlichen Strukturen leben", sagte er. Damit begründet er, warum die EZB im Gegensatz zur US-Notenbank ihren Leitzins nicht gesenkt hat.
    [Handelsblatt 18.4.2008]

    Interessanter Gedanke! Es geht hier schliesslich für alle direkt Beteiligten mehr um die Festschreibung der Meinungshochheit als um ehrliches Zahlenwerk. Wenn es dem Finanzsektor weiterhin gelingen sollte, die Überprüfungsorgane massregeln zu können anstatt umgekehrt, besitzen sie, wie auch schon zuvor, freies Geleit beim fantasievollen und willkürlichen Umgang mit Bilanzen und Risiken.

    Sicher koennen die Banken die Kurse an den Boersen steuern. Mit entsprechendem Volumen und Willen, was den Banken ja nicht besonders schwer fallen duerfte, kann man jeden beliebigen Wert auf jeden beliebigen Preis treiben. Gut moeglich, dass die Banken sich bis Jahresende nochmal verdreifachen und viele "Investoren" sich hier ein goldene Nase verdienen. Genauso koennen neue, unerwartete Ereignisse die Kurse der Banken in wenigen Tagen oder Wochen auf die alten Tiefstkurse einbrechen lassen. Mit kalkulierbarem Investment hat das aber sehr wenig zu tun und da kann ich auch in ein Spielkasino gehen, wo es wenigstens einfache, klare Regeln gibt.

    Langsam wird der Schwindel des sog. Stress-Tests immer deutlicher. Die Banken waren ueber die ersten Ergebnisse zwei Wochen im vorab informiert worden und ueber die ersten Zahlen sehr wuetend. Wells Fargo drohte sogar mit einer Klage. In zweiwoechigen Verhandlungen wurde dann auf Druck der Banken die zu beschaffenden Reservebetraege kraeftig runtergerechnet, im Falle der B of A z.B. von $50 Mrd auf $35 Mrd. Aber lest selbst, dieser Test ist eine einzige Farce ....


    Banks Won Concessions on Tests
    Fed Cut Billions Off Some Initial Capital-Shortfall Estimates; Tempers Flare at Wells

    http://online.wsj.com/article/SB124182311010302297.html

    JPMorgan May Be Sued by SEC Over Alabama Bond Deals

    Allen Optimismus in Ehren, aber die SEC hat schon bei Madoff, einem echten Kriminellen, hemmungslos versagt, wobei nicht mal auszuschliessen ist, dass bei der Nachlaessigkeit sogar von Mitarbeitern nachgeholfen wurde. Wie soll so eine Behoerde da erst mit dem mittlerweile groessten Finanzinstitut der USA fertigwerden, zumal man motivierte Generalstaatsanwaelte ganz einfach ausschalten kann.