Beiträge von Tollar

    Die Aktienmärkte sind bereits seit 1998/2000 in einem Bärenmarkt, die Hochs von damals wurden real nicht mal annähernd erreicht.

    Genau. Wenn man den nach offiziellem CPI* inflationsbereinigten Dow betrachtet, sieht man das ganz deutlich. Langfristig hat man seit dem Peak 2000 nichts mehr gewonnen:


    [Blockierte Grafik: http://www.dogsofthedow.com/dow-1925cpi-log.gif]


    * 1994 wurde das CPI modell modifiziert, nach dem alten CPI Modell wuerde die Inflation heute hoeher ausfallen

    Ja, diesen Vorschlag habe ich hier bereits am 19.03. gemacht. So sieht es auch aus.


    Grüße


    hpsk

    Nixda umbenennen, der bisherige Thread sollte bleiben, denn es werden noch weitere Tiefs ausgebildet werden. Es steht jedem frei, einen neuen Thread zu eroeffnen, Vorschlaege:


    "Alles ueber die Suckers Rallys an den Aktienmaerkten"


    oder


    "Alles ueber die Baeremmarkt Rallys an den Aktienmaerkten"


    Oder fuer die Permabullen vielleicht:


    "Aktienmaerkte auf dem Weg zu neuen Allzeithochs"


    Tollar: wenn man Dich ernst nehmen wollte, müsste man den Thread zweifellos schliessen, denn die Aktienmärkte haben EIN Tief ausgebildet.

    Ich denke nicht wir haben DAS Tief schon gesehen. Insofern kann man mit dem Schliessen noch warten. Ich schrieb schon mal, ghost_god hatte den richtigen Riecher und eine echtes Dauerthema gestartet :thumbup:


    Aber auch Beitraege, die nicht immer zeitgemaess sind, sind willkommen, solange sie sachlich und interessant sind. Nur darf man sich ueber das mangelnde Interesse nicht wundern.


    Aber genau das ist ja der Punkt: in diesr Phase war der Dollar goldgedeckt. Ab 1933, mit dem Goldverbot, war der Dollar ein anderer Dollar und mit dem Goldverbot konnte die Geldmenge drastisch erhöht werden. Binnen kürzester Zeit war die Deflation beseitigt. Heute, bei rein symbolischen Währungen, ist das noch leichter.

    Ob das wirklich die Ursache war ? Die Aktienkurse begannen bereits im July 1932 und Preise fuer Farmland bereits im Januar 1933 wieder langfristig zu steigen. Das im April 1933 verordnete Goldverbot konnte die Geldmenge nicht inflationieren, weil der Preis nachwievor auf $20.67/Unze festgelegt war. Er wurde erst 1934 auf $35.00 erhoeht, wodurch in der Tat die Geldmenge inflationiert werden konnte, was sich allerdings immer verzoegert auf die Realwirtschaft auswirkt. Die Ursache fuer das Kippen der Deflation in eine Inflation kann also wegen der fehlenden zeitlichen Kausalitaet nicht am Goldstandard liegen, sondern ist hier auf die Eigendynamik von Wirtschafts-Zyklen zurueckzufuehren.


    Es wurde auch auf die Deflation im Yen hingewiesen, der um diese Zeit nie goldbasiert oder -gedeckt war.

    Bernstein haelt weitere Konsolidierung des Finanzsektors fuer unvermeidlich. Der Konsolidierungsprozess wird aber durch die Regierungsmassnahmen behindert, anstatt beschleunigt.


    “The history of bubbles shows quite well that financial sector consolidation is inevitable,” Bernstein, Bank of America’s chief investment strategist, wrote in a research note. “Financial stocks will be attractive when the government tries to speed up that inevitable process. However, to the contrary, the government continues to attempt to stymie that inevitable consolidation.”
    http://www.bloomberg.com/apps/…sarchive&sid=ay0Xgdn2tUK8

    Ich stelle mal ganz sachlich (aber natürlich subjektiv) fest, dass die Wasserstandsmeldungen auf dem Weg nach oben ausbleiben.


    Eine gewisse Einseitigkeit ist in einem Goldseiten Forum zu erwarten, aber was hier herrscht wenn die Aktienkurse nach unten gehen, ist unbeschreiblich.

    Das Thema lautet doch: "Aktienmaerkte bilden ihre Tiefs aus" . Wenn keine neue Tiefs ausgebildet werden, gibt es auch nicht viel zu posten - ausser Off-Topic. :thumbup:

    der dollar von 29-32 war aber auch kein fiat.


    fiat (latin) = "let it be done"


    Er war das Zahlungsmittel per Gesetz, denn er musste von jedem Haendler als Geld akzeptiert werden, Steuern musste man in Dollar bezahlen. Er war nicht goldgedeckt, er war lediglich goldbasiert, weil fuer die Dollarmengen im Umlauf nur ein Bruchteil in Gold zur Verfuegung stand. Der Dollar war damals auch ganz klar eine Fiat-Waehrung.



    Fiat-Money (auch Fiatgeld) ist Geld, das nicht oder nur teilweise durch reale Vermögenswerte gedeckt ist (Geld per Dekret, wie Dollar oder Euro). Im Gegensatz zu Warengeld und Kurantmünzen, die einen Eigenwert haben, der fast dem Nennwert in der jeweiligen Währungseinheit entspricht, handelt es sich hier um mehr oder weniger stoffwertloses Geld, bei dem keine Sachwertdeckung (zum Beispiel Gold oder Silber) vorhanden ist.


    Scheidemünzen, Papiergeld und Buchgeld sind somit eigentlich schon als Fiat-Money anzusehen - sofern sie nicht im strengsten Sinne jederzeit vollständig und in voller Höhe, sowie zum vollen Nennwert in Kurantgeld und ohne Aufgeld umwechselbar sind, was aber praktisch in der Geschichte nie der Fall war.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Fiat-Money




    Pervers, S&P 500 +7,07% und das an einem Tag. Habe mit meinen Long-Positionen mal Kasse gemacht. Vielleicht war es ein Fehler, aber 18% in 2 Wochen ist auch gut so. Denke es wird wieder Ruecksetzer geben, wenn Gaitner die Details vortraegt und die Kroeten im Zauber-Plan sichtbar werden, die die Wall-St wird schlucken muss.

    Es gab bei FIAT-Geld noch NIE eine langdauernde Preisdeflation. Noch nie!

    Es ist die Frage wie man "langdauernd" definiert. Von 1929-1932 gab es im Dollar eine heftige Preisdeflation. Gold scheidet aus, aber die Preisrueckgaenge fuer Aktien, Silber, Farmland oder Immobilien in dieser Zeit sind ganz klar deflationaer gewesen. 2...3 Jahre wuerde ich schon als langfristig bezeichnen.


    ... und was waren früher für Nutzer auf dem Grundstück?


    bzw. was steckt an Schwermetallen (aus einem früheren Galvanik-Betrieb), Lösungsmitteln (aus einer früheren chem. Reinigung), Altöl (von der Tankstelle, die vor 20 jahren zugesperrt hat), ect. im Boden? und was kostet die Sanierung der Altlasten???

    Auf jeden Fall erwirbt man das Grundstueck. Land gehoert immer zum Haus. Lediglich bei Mobile-Home-Parks wird die Stell-Flaeche gemietet. In der Regel entstehen Eigenheimsiedlungen auf der gruenen Wiese, sehr selten auf Gewerbegrundstuecken. Die Historie des Hauses und der gesamten Siedlung mit Eigentuemer und Nutzungsart kann man im Katasteramt einsehen (online). Im Zweifel kann man vom Verkaeufer Tests (Boden, Asbest, Bleifarben etc) verlangen, was in den USA ueblich, teilweise gesetzlich vorgeschrieben ist.

    Das kann heißen, es gibt keine Geldknappheit mehr, oder es gibt keine Investitionen mehr. Ich tippe mehr auf Umdrehungsgeschwindigkeit geht gegen Süden.

    Die reale Nachfrage ist eben nicht da. Reale Nachfrage wird bestimmt durch die Faehigkeit, einen Kredit ueberhaupt aufzunehmen. Zwar benoetigen Millionen Hausbesitzer dringend Geld zur Refinanzierung ihrer Haeuser, nur erfuellen nur wenige die Standards in Sachen Bonitaet fuer eine Kreditvergabe. Die Banken halten daher ihre "Lagerbestaende" knapp (nutzen die TALF Programme nicht), damit es nicht zu einem Ueberangebot an Krediten kommt -sprich sie halten das Geld am Markt kuenstlich knapp.

    Verfügen sie über mehr Fiat-Money, bzw. wird ihnen "mehr Geld zur Verfügung gestellt", hat das selbstverständlich Auswirkungen auf den Geldwert/"Inflation".

    Solange diese Nachahmer und Trittbrettfahrer, die von den Gesetzen des Kapitals her die gleichen wirtschaftlich primitiven Interessen wie die das legaendare Kartell verfolgen, es nicht als Kredit vergeben, erhoeht sich die Geldmenge im Umlauf ueberhaupt nicht.

    Wenn Du mit Minderheit Rockefeller, Rothschild und Co meinst, dann müssten die sich doch freuen. Diese Leute sind doch so reich und mächtig geworden, weil es eben nicht die Dümmsten sind. Warum sollten die sich bitte vor Inflation/ Hyperinflation Sorgen machen? Die haben sich doch eh schon seit geraumer Zeit für die nächsten 100 Generationen Abgesichert. Tonnen Gold und Silber, Aktienpakete von solide aufgestellten Firmen und nicht zuletzt 1000e und Mio ha Land und Wasser (Luft?), welche von Privatarmeen/ Söldnerheeren beschützt werden. Wenn die große Inflation kommen sollte, dann trennt sich nur die Spreu vom Weizen und die Supareichen sind wieder unter sich.


    Und selbst wenns nicht um die Supareichen geht, jeder mit bissl Grips in der Birne kann sich gegen Inflation absichern-voraucgesetzt das nötige Kleingeld ist vorhanden. Oh, eine große Bank ist durch die Inflation bedroht/geht Pleite. Die Chefetage geht wohl kaum Pleite- die kann mit den letzten Bonuszahlungen einfach ne neue gesellschaft Gründen. Will damit sagen: wer einmal richtig Kohle geschäffelt hat und die nicht verprasst/ durch verwöhte oder schlecht erzogene Kinder/Ehefrau/ Partner verprassen lässt, der kann auch bei Hypeinflatin gut schlafen.

    Diese Vermoegen sind doch Peanuts im Vergleich zu 15 Billionen Dollar an ausstehenden Krediten allein im Dollar, welche zum ueberwiegend grossen Teil mit Sachwerten hinterlegt sind. Diese Kredite stellen das eigentliche Vermoegen der Banken und ihrer Finanziers dar. Durch kuenstliche Aufblaehung der Geldmenge wuerden sie sich diese Vermoegen dezimieren, weil mit dem inflationaeren Ueberschuss keine neuen Sachwerte in die Vermoegen der Glaeubiger eingebunden werden, aber bestehende schneller ausgeloest werden koennen (Schuldenabbau ueber inflationare Refinanzierung). Nur die nicht-inflationaere Geldmengenausweitung ist lukrativ, weil damit neue Sachwerte in das Vermoegen der Banken uebergehen. Deswegen wird man Inflation immer bekaempfen und Hyperinflation gar nicht zulassen.