Beiträge von Rostu

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    Original von Goldbuster1-4
    Seit ca. 5.000 Jahren sind die Edelmetalle Gold und Silber die einzigen Wertspeicher monetären Charakters die diesen Begriff auch wirklich verdient haben. Kein anderes Tauschmittel oder "Geld" hat die Zeiten bis in die heutigen Tage überdauert außer Gold und Silber.


    In Deiner Theorie gibt es ein kleines Problem. Zum Einen waren Edelmetalle, insbesondere Gold im Mittelalter tatsächlich ein Wertspeicher. In der Antike schwankte der Wert des Goldes sehr stark vom Einfluß verschiedener Kulturen. Die Römer und Griechen sprachen dem Gold einen relativ hohen Wert zu, die Skythen betrachteten es als funktionalen Werkstoff und die Germanen sahen es als im Prinzip wertlos an und nutzten es nur um bei den Römern was einzutauschen.


    Der Grund, warum das Gold im Mittelalter ein Wertspeicher war, hat damit zu tun, dass damals die Goldmenge einigermaßen konstant war. Heute wird in zwei Jahren etwa so viel Gold gefördert, wie in der "Alten Welt" im gesmten Zeitraum von der Antike bis zur Entdeckung Amerikas zusammengenommen. Seit der Entdeckung Amerikas ist Gold einem andauernden Werteverfall unterworfen, der bis heute weitgehend anhält. Dies macht Gold zur mit Abstand schlechtesten Geldanlage überhaupt.


    Was den Goldpreis über die letzten Jahrhunderte hinweg einigermaßen gestützt hat, sind die goldgedeckten Währungen. Dadurch wurde dieses Edelmetall auf den Rohstoffmärkten künstlich verknappt und der Goldpreis noch einigermaßen gestützt. Allerdings haben sich goldgedeckte Währungen als höchst problematisch erwiesen und es war gut, dass man sich von diesem Unfug getrennt hat:


    1. Bei einer goldgedeckten Währung wird zum einen der Industrie ein Rohstoff planmäßig entzogen, was grundsätzlich nicht gut sein kann.


    2. Bei eienr goldgedeckten Währung ist es praktisch unmöglich, eine stabile Währung zu erhalten, weil die Goldförderung mit dem Wirtschaftswachstum Schritt halten müßte. Fördert man mehr Gold, als zur Währungssicherung notwendig, dann hätte man eine Inflation, kann man dagegen weniger Gold fördern, dann bekommt man eine Deflation.


    3. Da relativ wenige Staaten auf der Welt überhaupt nennenswerte Mengen Gold fördern können, schuf das System der goldgedeckten Währungen eine unnötige politische Machtfülle für die Förderländer, bis zum 1. Weltkrieg v.a. zu Gunsten Großbrittanniens.


    In den 20ern suchte Deutschland nach Alternativen aus dieser Krise und fand sie tatsächlich in den 30ern in einem Verrechnungspreissystem, das faktisch die Grundzüge der heutigen Weltwirtschaft begründete (auch wenn man das sehr ungern zugibt). Das System der goldgedeckten Währungen entpuppte sich einfach als schwerfällig und untauglich für eine stabile Währung, dazu noch als extrem anfällig für wirtschaftliche Kriege, weil es zusätzliche Machtmonopole schuf.


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    Ausschließlich Edelmetall in Form von Münzen oder kleineren Barren sichert jederzeitige, weltweite Zahlungsfähigkeit, Beweglichkeit, Freiheit und Absicherung gegen die Stürme auf den Kapital- und Währungsmärkten.


    Unsinn. Die Stürme auf den Edelmetallmärkten sind wahre Orkane, gegen die sich die Veränderungen auf den Kapitalmärkten wie ein kleines Lüftchen verhalten. Aber die Gold-Fraktion hier scheint mir für Fakten argumentationsresistent zu sein. Da kann man noch so sehr Quellen darlegen, die immense Schwankungen der Edelmetallkaukraft belegen, es wird gebetsmühlenartig wiederholt, dass Gold eine wirtschaftliche Konstante sei, wobei man diesem eigenen Dogma nur zu gerne widerspricht, wenn man plötzlich behaupten will, dass der Goldpreis weiter steigen wird.

    Die logarithmisch ansteigenden Privatinsolvenzen mit anschließender Restschuldbefreiung wird noch mehr Banken in Torkeln bringen. Da gehen zig Milliarden den Bach runter, die die Banken nie wiedersehen. Unsere Kanzlei bearbeitet auch Forderungsmandate..... in keiner der Schuldenbereinigungspläne fehlt ein gehöriger Posten Bankforderungen.

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    Original von Ritterwacht
    Auch in der DDR wurde das private Hauseigentum nur in Ausnahmefällen angetastet - z.B. dann wenn es anderweitigen Baumaßnahmen im Wege stand. Die Nazis waren sogar ausggesprochne Freunde und Förderer des privaten Haus- und Wohnungsbaus.


    Und sogar in Rußland hat privater Haus- und Grundbesitz seinen Stellenwert behalten. Ich hatte sogar den Eindruck dass der Staat in den 1980igern schon so weit war dass er die Bedeutung der Gartengrundstücke für die Versorgung der Bevölkerung erkannte.


    Fazit: Bürokratische Systeme wissen um ihre Schwachpunkte was die versorgung des Einzelnen anbelangt. Folglich fördern oder dulden sie vieles, was die Gesamtsituation und damit das Ansehen ihrer eigenen Existenz in der Bevölkerung steigert.
    Junkerland in Bauernhand - war z.B. keine Abkehr vom Besitz - lediglich die Abkehr vom Großbesitz...


    Seh ich anders. Gerade in der von dir bemühten DDR war der Mietzins staatlich verordnet. Die Eigentümer hatten zwar eine Immobilie, die warf aber nichts ab. Die kostete nur. Drum wurden sie auch massenhaft in staatlichen Besitz abgestoßen. Keiner konnte Wohnung/Haus in Schuß halten mit nur 30-50 Mark Mieteinnahmen Monatlich.

    Bei der Immobilie setzt man sich aber der Gefahr aus, daß sie einem der Staat wegbesteuert. Schon jetzt wird so ein Ding zum Kostenfaktor, da einem die Kommunen zunehmen Straßenbaubeiträge und Abwassergebühren in beträchtlicher Höhe aufs Auge drücken.

    Risikobilanzierung bei Banken als Risiko?


    Die Kreditkrise ist eine Bankenkrise, von der keiner weiß, wie lange sie noch dauert und ob es noch schlimmer kommt. Der Leitartikler der "Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen" fragt sich, ob der Bücher-Striptease der Firmen nicht selbst eine Gefahr ist, und zweifelt, ob diese wirklich alle Risiken offenlegen wollen.


    In Deutschland sei Risiko gleichbedeutend mit Gefahr, während es in anderen Ländern auch als Chance gelte: "Banken schmeckt eine solche Risikoaversion seitens ihrer Kunden genauso wenig wie eine risikolose Geschäftspolitik: Bankgeschäft ohne Risiko kann und wird es nicht geben, denn Bankgeschäft ist das Geschäft mit dem Risiko." Derzeit bekommen die Kunden das deutlich zu spüren - sacken Kurse und Gewinne der Bankhäuser doch in den Keller, nehmen Vorstände ihren Hut. Die Risiken seien nicht vorhersehbar gewesen, heißt es. Dem stehe aber die immer strengere Informationspflicht à la internationalen oder US-Bilanzregeln der börsennotierten Unternehmen gegenüber. Das deutsche Handelsgesetzbuch (HGB) habe dagegen weniger den Kapitalmarkt als vielmehr den Gläubiger sowie die Stabilität des Unternehmens im Auge: "Es wird ganz bewusst in Kauf genommen, dass Kreditinstitute zur Vorsorge für allgemeine Bankrisiken stille Reserven ohne Kenntnis des Bilanzlesers bilden und auflösen können", so die Zeitschrift. Dabei seien die deutschen Vorschriften übersichtlich geblieben, während die internationalen Bilanzregeln IFRS auch für große Unternehmen ein kompliziertes Regelwerk seien.



    Bilanzen ohne Risiko


    Doch egal, ob HGB, IFRS oder US-GAAP - die Unternehmen "wollen gar nicht alle Risiken offenlegen", weiß der Leitartikler und ergänzt: "Und wenn man in der Bilanz keine guten Verstecke mehr findet, so finden die Risiken eben in derselben nicht mehr statt." Risiken aus der Bilanz herauszuhalten würde heute eine Armada von Anwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern beschäftigen: "Die Folge sind bis zu tausend Seiten starke Emissionsprospekte dieser oder jener Verbriefungsform". Das Fazit des Zeitschriften-Leitartikels: "Die Bilanz wird nicht mehr manipuliert - sie wird vielerorts schlicht und einfach ignoriert." Investoren verlassen sich nicht nur deshalb immer mehr auf das Urteil der Ratingagenturen, deren Analysten versuchen, einen tieferen Einblick in Unternehmenszahlen zu bekommen. Deren Bonitätsnoten würden jedoch längst nicht alle Risiken erfassen, etwa wenn die Gesellschaft diese outgesourct hat. (kib)



    zitiert von http://www.lexisnexis.de/aktuelles/127110?abo=1000

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    Original von Gundi
    Kurz gefragt:


    Wann würdet Ihr Euer Gold verkaufen?


    Grüsse
    Gundi


    Wenn meine Kinder betteln müßten und sich mein Magen vor Hunger im Leibe dreht.

    Was macht ihr euch nur für Sorgen. Nächste Woche geht ihr zum Arzt, der schiebt euch durch die Röhe und eröffnet euch, daß ihr mit viel Glück noch Silvester 2008 feiern könnt. Dann war die ganze Sorge um den schnöden Mammon unsinnig. Dann nimmt man nämlich seinen Mammon und haut ihn orgentlich aufn Kopp. Dazu lebt man nämlich. Und nicht, um kleinlich jedes Grämmchen fein säuberlich in Sammet zu legen und sich beim Betrachten einen drauf runterzuholen.

    Gold steigt nicht im Wert. Gold ist der Ruhepol. Vergleichbar mit der Lichtgeschwindigkeit. Alles drumherum steigt und fällt; Gold bleibt als erratischer Block was es ist und war. Wenn für eine Unze Gold mal 300 und mal 800 Greenbacks gezahlt werden, läßt das keinen Schluß auf den Wert von Gold zu, sondern auf den Wert der Dollars. So einfach ist das. Drum steigt man auch nicht einfach aus....

    Man wundert sich, daß noch niemand hinfuhr, klingelte und dem Herrn Itaker mal teutonische Geschäftsgewohnheiten beibrachte. Ich hätte fast auf seinen 92er Proof geboten, als ich auf den Faden hier stieß. Gott sei Dank!

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    Original von rufus


    Naja, ganz so große Dimensionen sehe ich da nicht. Der "Beschiß" durch Papiergeld (ich nehme mal an darum geht es hier) ist doch im Grunde nur ein untergeordneter solange er langsam von Statten geht. Inflation ist im Prinzip nichts schlimmes. Wer Geld (ein Tauschmittel) für 100 Jahre aufhebt ohne irgendetwas damit zu machen, ist im Grunde selbst schuld.


    Eben. Ein Tauschmittel. Tauschmittel sind zum Tauschen da. Als Wertaufbewahrungsmittel hat sich etwas anderes seit Jahrtausenden bewährt. ;)

    Zitat aus dem Artikel:


    Zitat

    Der in Finanzzeitschriften manchmal anzutreffende Rat von konservativen Vermögensberatern, 5 bis 10 Prozent des Vermögens in Gold zu halten, ist fragwürdig.


    Da hats mich aber angeschissen. Ich hab 5-10% meines mageren Vermögens NICHT in Gold. 8)

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    Original von GOLD_Baron
    Immobilienbesitz soll als Altersvorsorge gefördert werden


    Heute wird dies gefördert, morgen jenes. Und übermorgen wirds rückwirkend besteuert. Planungssicherheit hat in diesen Zeiten doch keiner mehr.....