Aus meiner Sicht:
Pro: Goldgedeckter Währung
Die Menge des zur Verfügung stehenden Geldes wäre eingeschränkt. Das hat zwischen 1800 und 1900 in England und den USA recht gut funktioniert, wobei gerade England sich sicherlich in einer Sondersituation befunden hat (Kolonialmacht).
Geringeres Wachstum durch eingeschränkte Geldmenge. Aber eine Währung die Ihren Wert behält.
Letztlich ist es für den Besitzer eine Geldmenge von 10000 egal ob er Sie für 5 % verleihen kann, aber eine Inflation von 4 % herrscht, oder ob er stabiles Geld hat und eine Verzinsung von 1 % bekommt. Letzteres ist vielleicht etwas weniger hektisch, weil weniger überraschend.
Nicht egal ist es wenn er 10000 hat, sie zu 5 % verzinsen kann und man ihm sagt es sei eine Inflation von 4 %. In der Realität sind es aber 7 %. Dieses Beispiel lag vor der Krise doch näher an der Realität.
Selbst wenn, durch das Wegbleiben einer ausreichenden Menge von Nachschuldnern, einige Kredite platzen müssen, ist das doch nur normal/üblich. Und verhindert Blasenbildungen. Wird es immer geben.
Erschwernis der üblichen Lügenkonstrukte unserere Politiker. Da die Entwicklung des Geldes leichter berechenbar ist. Vielleicht bringt eine LV dann nach 40 Jahren wirklich 100 % an Kaufkraft statt wie jetzt üblich so gegen 10%. (aktuelles Beispiel eines Bekannten der sich binnen 40 Jahren ein Haus ansparen wollte (20.000 Euro Ergebnis)).
Privatgeld wird so leicht nicht möglich sein, denn der Staat definiert, was Geld ist. Letztlich brauchst Du am Jahresende die Währung mit der Du Deine Steuern zahlen musst. Deshalb muss das Staatsgeld, egal wie schlecht es ist, akzeptiert werden.
Zur Unterstützung einer goldgedeckten Währung wäre es notwendig, die Kreditvergabe entweder zu verstaatlichen (Konstrukte wie Sparkassen (Geldschöpfung in Lokaler Hand) / Volksbanken (Geldschöpfung in der Hand von vielen kleinen Besitzern) wären dafür doch ideal. Dabei sollte die zu hinterlegende Mindestreserve deutlich erhöht werden um die Kreditvergabe zu reduzieren und die anfälligkeiten des Systems zu reduzieren.
Vielleicht wäre das Leben wieder etwas planbarer. Zur Zeit kann man letztlich nichts planen, bzw unternehmen. Weder Hausbau, noch grössere Investition. Egal wie gut Du deinen Job machst, wenn deine Dienste nicht benötigt werden, oder nicht gezahlt werden können ist Schicht im Schacht.
Contra:
In einer Welt so wie sie jetzt ist, würde jeder Versuch eines Landes, mit wertvollem Geld zu handeln sofort torpediert werden. Mit Fiat, könnte man das Gold komplett rauskaufen, so schnell wie die Fiatschöpfung am Computer stattfinden kann, kann man keinen Wechselkurs anpassen.
In einer Welt ungezügelten Wachstums, wäre das neue System kurzfristig, extrem verwundbar, weil erst mal nicht konkurrenzfähig.
Allerdings könnte eine Zeit der Deflation in einer Zeit ungezügelten Wachstums der richtige Moment sein um so ein Geldsystem einzuführen.
Die hier denkbaren Probleme übersteigen meine Kenntnisse allerdings bei weitem. Aber obwohl das so ist, wage ich doch die Aussage, dass alles besser wäre als unser derzeitiges Geldsystem, dann das läuft - erwiesenmassen - alle 70 Jahre an die Wand. Und jetzt ist es soweit. Und man kann nur zusehen und selbst gar nicht mehr agieren.