Zitat
Weil sie dann alternativlos einen neuen Wechselkurs der neuen Währung zum Euro ganz nebenbei ebenfalls gestalten müssen?
Einen 1:1 Tausch kann man wohl ganz offensichtlich in die
Papiermülltonne der Weltfinanz treten, der Euro dürfte zunächst ins
Bodenlose fallen...Haircut auf rein deutscher Ebene wäre die Folge...und
ganz nebenbei kann man sich sogar hiermit seinen Schuldverpflichtungen
in Euro lautend weitreichend ganz offiziell und natürlich alternativlos
entledigen, noch ein bischen IBBN hinzu, interner
Banken-Bailout-Neustart, und fertig ist die Alt-Schuldentilgung zu
locker 2/3 bis 3/4. Und ratet mal, wer hier am meisten verlieren
wird...wie übrigens bei jeder Währungsreform inkl. eines
Währungsschnittes?
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nehmen wir mal an, dass es eine Währungsreform gibt.
1 NeuDM = 10 Euro - bis 10000 Euro max.
Schulden bleiben - werden jedoch 1:2 abgewertet.
So ist ca. die klassische Vorstellung der Leute hier im Forum.
Das Problem ist jedoch, dass es nicht funktionieren kann.
Die Welt leidet heute an ÜBERSCHULDUNG.
Durch so eine Maßnahme wäre die Welt nochmals tiefer drin.
Und warum soll irgendjemand für aufgewerteten Schulden bezahlen -
wo er doch keine Schuld hatte (übrigens: aufgewerte Schulden ist Deflation!)
Sowas funktioniert nur nach einem verlorenen Krieg (Schuldzuweisung)
So ist es in DE und Japan nach 2. WK. passiert, wo zuvor teuere Kriege finanziert wurden.
Andersrum:
Schulden stärker abwerten: 1:10
Guthaben jedoch nur 1:2
Das funktioniert ebenfalls nicht, weil: Geld ist gleich Schulden
Man kann Schulden nicht stärker abwerten als Geld.
Die Kreditgeber müssten dann ihr verliehenes Geld
abschreiben und es führt ebenfalls zur Deflation.
Oder auch ganz einfach:
1 NeuDM = 10 Euro
ohne weitere Bedingungen
Was fürde es lösen? Gar nichts!
Die Lösung ist jedoch viel einfacher:
ein deflationärer Crash, der die Reichen "entreichert"
Diese halten ihr Vermögen nicht in Cash - wie es hier viele vermuten.
Sondern in Aktien, Immobilien, Anleihen usw.
Würden alle diese Werte fallen, so würde sich das
Arm-Reich-Verhältnis automatisch verbessern.
Diese Anlageklassen haben sich übrigens auch die
letzten Jahre stark aufgeblasen.
Im übrigen, ist ein deflationärer Crash vollkommen unvermeidbar.
Die Geldmenge und Schulden sind zuvor so stark gewachsen, dass
die reale Wirtschaft Jahrzehnte bräuchte, um überhaupt auf das
gleiche Niveau zu gelangen. Ich bezweifle stark, dass man es
schafft jahrzehnte jetzigen Schulden-Kurs weiter zu treiben.
Es ist lediglich ein verzweifelter, letzter Versuch dies zu verhindern.
Die Maßnahmen, die zur "Rettung" ergriffen wurden, sind jedoch
so gewaltig, dass die Krise damit eher potenziert wurde.
d.h: der nächste Crash wird schlimmer, als alles bekannte in der Menscheitsgeschichte!