Beiträge von goldmob

    das kann ich soweit nachvollziehen, obwohl ich den crack up boom noch nicht sehe. und bis dahin geht nach meiner meinung noch manche ag pleite. aber es wird ihn geben, da bin ich ganz deiner meinung. vielleicht nicht so gewaltig wie 1923....

    ich finds ja gut, wenn hier mal jemand eine konträre position einnimmt. und ghost_god hat das hier ja auch wirklich ordentlich gemacht. man musste nicht immer seiner meinung sein aber er hat wenigstens argumentiert. außer dumpfen parolen, dass aktien steigen werden habe ich von dir noch nichts gelesen. dafür löst du bald alibaba als smilie-könig ab. versuchs doch mal mit einem argument, für deine position. ansonsten gönn deiner tastatur einfach mal ne pause.

    ich sage nicht, dass du ein schwätzer bist. ich melde bloß zweifel an, dass deine erfahrungen repräsentativ sind.


    meine erfahrungen in erbsachen sind die, dass edelmetalle aufgrund der hohen wertdichte als erstes weg sind. sowohl als schenkung im vorhinein als auch im nachhinein mit weniger netter motivation. und die inventarlisten sind dann eher lückenhaft. sowohl in der aufstellung als auch im bestand. aber das ist nur meine sicher nicht repräsentative erfahrung.


    ich sehe beispielsweise eben auch was alles bei auktionshäusern aufläuft. es gibt zig auktionshäuser in deutschland von denen jedes jeden monat hunderte kg versteigert. auf den tausenden flohmärkten und messen treibt sich auch das ein oder andere kg herum. oder nimm alleine ebay. da sind es hunderte kg am tag. im privaten bereich werden damit allein in deutschland monat für monat sicher zweistellige tonnen bewegt. und das verleitet mich zu der annahme, dass der bestand nicht so klein sein kann.


    fakt ist aber: wir werden es nicht endgültig herausfinden und müssen leider jeder mit seinen annahmen weiterspekulieren.

    Ich tendiere doch eher zu Bimetalls Einschätzung, die mir plausibel erscheint...

    Na ja, übertreiben wir nicht etwas? Ist unser Blick nicht vielleicht etwas durch unsere eigene EM-Affinität getrübt? -
    ...aber letztlich ist es alles Spekulation...

    nein, ich übertreibe nicht. es gibt familien in denen silber tatsächlich in diesen größenordnungen herumfliegt. da wiegt dann ein einzelnes tablett auch mal 2-3 kg, das besteck gut und gerne 5 und der leuchter ohne füllung eben auch ein kg, nur dass es von dem eben vier gibt. und wenn du mal genauer drüber nachdenkst, ist das wertmäßig auch gar nicht so gewaltig wie es sich zunächst anhört. 100kg sind gerade mal 40.000 € materialwert. da das zeug meist geerbt wurde, ist das überhaupt nicht weiter aufregend. es soll leute geben, bei denen kostet das auto in der garage ein mehrfaches. das finde ich viel verrückter.

    du sprichst von haushaltsauflösungen. nun ist es aber so, dass haushalte, in denen die erben kiloweise silberbesteck, leuchter, tabletts und schmuck finden, gerade solche gegenstände eher weniger im rahmen einer haushaltsentrümpelung unter die leute bringen. sowas behält man. bei deinen angenommenen 15 gramm verfügt meine weitere familie über den statistischen silberbestand einer mittelgroßen stadt. und ich kenne andere haushalte in denen es ähnlich aussieht. gerade die haushalte, in denen das zeug im hundert kilo bereich herumfliegt, wird ein haushaltsauflöser im leben nicht zu gesicht bekommen. bei anderen dingen, die weniger leicht selbst zu verwenden sind oder schwerer zu vermarkten, mag das anders aussehen. deine stichprobe ist nicht repräsentativ.

    Die Firma Cash Group AG bietet kein Gold zu halben Preis!!!

    was wohl die "cash group" bestehend aus commerzbank, deutsche bank, postbank und hypo zur verwendung dieses namens sagt? immerhin treiben sich beide namensträger im bereich der finanzdienstleistungen herum. vermutlich wäre das die einfachste variante dem treiben ein ende zu setzen. eine kleine mitteilung an eine der rechtsabteilungen.

    […]

    wenn durch möglichst dosierten vertrauensverlust (und das ist das große problem) und verleihungen an den staat inflation ausgelöst würde, würde dies den übergang zu "normaler" kreditvergabe an privatwirtschaftliche schuldner wiedereröffnen. die sicherheiten inflationieren und entsprechend sind wieder höhere kredite darauf möglich. das spiel könnte wieder von vorne beginnen.
    dorthin kommt man aber nur durch große staatliche geldverschwendung (weshalb ich auch die konsumgutscheine befürwortet hätte, allerdings als aktion über einige monate) und möglichst noch einen wohldosierten vertrauensverlust, was einem ritt auf der rasierklinge gleichkommt. teils federt genau dieser effekt ja die deflation schon etwas ab. wieviele menschen kaufen derzeit sachen, die sie nur deshalb kaufen, weil sie das gefühl haben, dass ein neues sofa besser ist als 500 € auf der bank? wenn man den anteil dieser menschen langsam erhöhen könnte, wäre das in meinen augen optimal. das ganze kann man steuern über medienberichte. und was wir sehen ist zur zeit immer extrem. entweder himmelhochjauchzend oder zu tode betrübt und häufig verbunden mit umfragen. ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich in den letzten monaten gefragte wurde, wie sich wohl die wirtschaft entwickelt, wie die inflation sich entwickelt und allerlei mehr. ich betrachte das alles als den versuch einerseits den inflationseffekt anzuheizen andererseits als bremsmanöver, in situationen wo sich dieser trend zu sehr verschärft und beispielsweise gleichzeitig zu starken bargeldabflüssen bei banken führt.

    Und es funktioniert sogar in der Praxis. Die Kreditmenge stagniert, die Teuerungsraten fallen wie seit Jahrzehnten nicht mehr, selbst die Teuerungsraten aus ShadowStats.

    es ist völlig unbestritten, dass streng ökonomisch jetzt eine gewaltige deflation droht. hätt emna das ganze laufen lassen, wäre diese bereits im oktober letzten jahres so gewaltig gewesen, dass das system kollabiert wäre. aig wäre ausgefallen, einige gläubiger hätten das nicht überlebt, die deutsche bank inklusive, die hre hätte es auch zerrissen und damit wären dann spätestens so ziemlich alle wesentlichen banken weltweit erledigt gewesen. das wiederum hätte innerhalb weniger monate den großteil aller größeren unternehmen weltweit erledigt, da diese sich nicht mehr hätten refinanzieren können. ergebnis: deflationärer kollaps. soweit das ökonomische modell, was zweifellos funktioniert hätte.
    es war aber eben nicht im sinne der fed, eine deflation auszulösen. der fed ist es völlig gleichgültig, wie sich der wert des geldes verhält. das bankensystem kassiert immer einen anteil an der ausleihe der gesamten geldmenge. ob diese nominal 1000 heißt oder aber 100 trillionen, ist denen völlig egal. das einzige, was die nicht gebrauchen können, sind starke bewegungen, weil das unsicherheit im system schafft und stabile systeme sind leichter zu kontrollieren, daher ist geldwertstabilität für die so nett. noch viel wichtiger ist aber die verhinderung von kreditausfällen, das tut noch viel mehr weh als starke inflation, mit der man wie gesagt leben könnte. denn deflation heißt nichts anders als kreditreduzierung, in unserem momentanen fall durch KREDITAUSFÄLLE. das ist das absolute no-go, weil diese ausfälle durch die banken zu tragen sind. deshalb lieber hohe inflation als leichte deflation. das gilt für nahezu alle beteiligten, explizit aber auch für die banken und die fed. politisch (oder man könnte auch sagen banken-betriebswirtschaftlich) ist eine inflation viel problemloser als eine deflation. also wird man diese herbeizwingen und die möglichkeiten dafür existieren. man muss nur genug von dem zeug drucken und dem staat leihen. dabei macht man nciht nur gute geschäfte sondern erreicht auf dauer auch das gewünschte ergebnis.
    ich sehe also keine ökonomischen gründe für eine inflation sondern den politischen willen, der über die ökonomischen grundsätze siegen wird, wie übrigens häufig im leben.

    Ein Beispiel dazu:
    Ein Handy enthält ca. 0,15 Gramm Silber.
    Würde sich der Silberpreis auf 500 Euro pro Unze erhöhen, dann würde sich das Handy um 2,4 Euro verteuern.
    Ob wegen 2,4 Euro jemand auf ein Handy verzichten würde?
    Gruß Henry

    ein beispiel dazu:
    wegen einsparungen in dieser größenordnung hat nokia sein bochumer werk dichtgemacht und ein neues in rumänien für 50 mio. € hochgezogen.

    "Nachfrage fiel von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,6 Prozent auf 719,5 Tonnen. Auslöser waren Schmuckhersteller, die 22 Prozent weniger nachfragten und die Industrie mit einem Minus von 21 Prozent. Industrieunternehmen kauften allerdings angesichts der leicht aufgehellten Konjunktur 18 Prozent mehr als im ersten Quartal."


    Also die Industrie kaufte 21 Prozent weniger und Industrieunternehmen 18 Prozent mehr. :hae:

    im vergleich zum VORJAHRESZEITRAUM ein minus von 21%. im vergleich zum VORQUARTAL ein plus von 18%. das passt schon.

    Nach meinem Verstaendnis ist die Teuerung abhaengig vom Verhaeltnis von Waren zu ausgabewilligem Geld. In Zeiten von Ueberangebot von Waren, langfristig bestehenden Ueberkapazitaeten zu deren Herstellung und allgemeinem Sparwillen (in den USA ist Sparen mehr equivalent zu Abbau alter und keiner Aufnahme neuer Schulden) in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit sehe ich diese Inflationsgefahr nicht. Inflation kann nur durch massive Kreditaufnahme entstehen, aber auch nur wenn Banken und Verbraucher beide willig sind. Die FED erhoeht zwar massiv ihre Bilanzen, dieses Geld existiert aber nur ausserhalb der Realwirtschaft (an den Zahlen zum Kreditwachstum ablesbar).

    es reicht völlig aus, das vertrauen in eine währung zu zerstören. wenn morgen viele menschen dächten, dass der euro bald nichts mehr wert sein wird, dann rennen diese menschen morgen in ein geschäft und kaufen ein. und zwar mit allem was sie haben. so etwas ist sehr schnell ansteckend, denn deren nachbarn wundern sich natürlich und bekommen auf einmal auch zweifel. und schwupps, haben wir eine inflation, die ausschließlich auf höherer geldumlaufgeschwindigkeit beruht. dem sind dann aber, wie die deutsche hyperinflation zeigt, praktisch keine grenzen gesetzt. ich behaupte sogar, hyperinflation ist ohne vertrauensverlust gar nicht denkbar. denn ohne vertrauensverlust besteht gar kein bedraf die geldmenge um tausende prozent zu erhöhen.

    das entspräche lagerbeständen von 31.000 tonnen....
    entschuldigung, aber das ist lächerlich. totaler unfug.


    die zuvor genannten zahlen halte ich für sehr viel realitätsnäher.

    Hat sich eigentlich schon jemand über die unbedeutende Kleinigkeit gewundert dass die Aktie von VW seit Monatsbeginn um bescheidene 40% abgeschmiert ist? Bloß eine Folge des VW/Porsche/Katar -Gerangels oder ein düsteres Vorzeichen? Wo Rauch ist ist oft auch Feuer...

    nein, folge der porsche-aktion, welche den vw-kurs zuvor in wahnwitzige höhen getrieben hatte. die korrektur war überfällig. und jetzt wo porsche aufgekauft wird, verlieren viele dieser spekulationen ihre sinn. insofern auch folge des vw/porsche/katar-gerangels.

    http://www.ftd.de/boersen_maer…Goldpreis/555560.html?p=1


    die für mich interessanteste information steckt am ende: "Zentralbanken wurden im zweiten Quartal zum Nettokäufer von Gold, mit 14 Tonnen. Im ersten Halbjahr fielen Nettoverkäufe von 38,7 Tonnen an - der niedrigste Wert seit der ersten Jahreshälfte 1997."


    seit 1997 also höhere verkäufe als die lächerlichen 38,7 tonnen im ersten halbjahr (somit im ersten quartal über 50 tonnen) und nun wird sogar zugekauft? das ist sprengstoff.

    Also, wo ist der Sinn dieser Aktion ?
    KW

    ich versuchs mal mit einem beispiel:
    haus ist 200.000 $ wert
    hypothek darauf beläuft sich auf 250.000 $
    grundsteuer ist offen in höhe von 5.000 $


    wenn das grundstück versteigert würde, liefen bis dahin weitere zinsen auf die grundsteuer auf, die vorrangig aus dem erlös zu zahlen wären. d.h. die sicherheit der immobilie beläuft sich für die bank auf 200.000 $ minus 5.000 $ grundsteuer zuzüglich hierauf entfallende zinsen.
    wenn die bank diese forderung nun mit einem kleinen abschlag kauft, ist das ein gutes geschäft.

    trotzdem sind das schulden und keine guthaben. da hinkt gar nichts.
    außerdem gehört die immo nicht der bank. sie hat lediglich eine sicherheit darauf, das ist ein kleiner aber feiner unterschied.

    die meisten menschen würden sich enteignet fühlen? no way!
    selbst in deutschland gibt es zahlenmäßih sicher mehr netto-schuldner als netto-guthabenbesitzer. denk alleine mal an die immo-eigentümer mit ihren gigantischen darlehen. es sind relativ wenige menschen, die große guthaben haben. sehr viele ältere menschen drunter, die sicher nicht gleich gewalttätig werden, geschweige denn einen bürgerkrieg anzetteln.
    und weltweit sieht es noch viel mehr so aus. deutschland ist ja ein sonderfall mit sehr sparsamen bürgern. die meisten menschen, würden das daher begrüßen. abgesehen davon ist es ohnehin alternativlos, wenn man die währung nicht ganz abschaffen will oder auf längere sicht geld unter den leuten verschenkt, um so künstliche inflation zu erzeugen.