Beiträge von traditional3

    erklärt von DT - http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/399378.htm


    EZB hat gestern 50 Mrd EUR (=75 MRD USD) injiziert. Das war etwa dreimal so viel wie die Fed, dort warens 25 Mrd USD. Kein Wunder, daß der USD etwas gewinnt. Ich würde noch gerne wissen, was die BoJ gemacht hat, denn der JPYUSD carry trade ist von 108 auf fast 110 hochgeschossen.


    Die Krise ist aber immer noch brisant, denn die Liquidität scheint knapp zu sein. Libor auf höchstem Stand seit 2001, 65 bp auf einmal als Anstieg toppt selbst die Y2K Zeit.

    Nach den Problemen wegen der Immobilienkredit-Krise in den USA dürften den deutschen Kreditinstituten nach Einschätzung von BaFin-Chef Sanio verstärkt Ausfälle bei Verbraucherkrediten drohen.


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    Dazu eine interessante Aussage von rita goldberg im EW-Forum: http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/399027.htm


    ...ich habe gerade z.h. herr crüwell an die bafin eine eingabe gemacht - da stinkt so einiges zum himmel


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    ...man nehme an eine ausländische bank - am besten aus übersee - geht gezielt über sportvereine für menschen mit migrationshintergrund - heran - diese können auch türken sein, - noch besser - die einen deutschen pass haben - und beschenkt diese mit fetten krediten wie aus einem füllhorn - zu 16% zins - trotz daß diese personen ein einkommen - nachweislich - unter der pfändungsgrenze !!!!! haben - und von keiner sparkasse auch nur eine bürste bekommen würden - und schwups nachdem man den markt abgegrast hat, macht die kleine schnuckelige unscheinbare filiale einfach wieder zu, hängt das schild ab - und hat den ganzen kram schon wieder in vermeindlich sichere derivate lautend auf deutsche! konsumentenkredite verpackt und verscherbelt - danach kann man ja sagen, man verstehe den deutschen markt nicht - mit verlaub: die verstehen den markt sehr gut - so oder so ähnlich könnte es gewesen sein

    Richtige Überlegungen im EW-Forum, wie ich finde


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    http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/398441.htm und folgende Antworten


    Zitat: Hallo,


    so ganz kann ich Euklid nicht recht geben. Wir haben eine Überlagerung von Preissteigerungen und Deflation.
    Die Preissteigerungen sind für mich nur der letzte verzweifelte Versuch, sich vor der entgültigen Pleite zu retten. Was sollen Preissteigerungen bewirken, wenn das Einkommen nicht steigt? Es geht in eine schwere Rezession mit anschließender starker Deflation.


    &


    Umbruch von Globalisierung zur Neo-Regionalisierung -->> http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/398502.htm

    Zitat

    Original von Archie-Verschnitt
    Bei der Bestellung der Grundschuld wussten wahrscheinlich noch
    nicht einmal die Notare von dieser Schweinerei, sonst hätten sie
    darüber aufklären müssen. Haftung möglich ?


    Die unterschiedliche rechtliche Wirkung der Hypothek und der Grundschuld ist kein Spezial-/Spezial-Insiderwissen. Das lernt man in jedem gut gemachten Seminar zu diesem Thema.


    Dass die Hypothek mit zunehmender Kredittilgung erlischt (Akzessorietät) während die Grundschuld unabhängig von dem Kredit in voller Höhe bestehen bleibt, ist Grundwissen für Bankkaufleute. Und für Notare und Gerichte in keinster Weise unbekannt.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Akzessorisch


    Ich wette, dass dieses Regelungsrisiko des BGB den allermeisten Fachleuten im Finanzierungsbereich bekannt ist.

    interssant ...


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    Zitat - http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/398196.htm


    War eben eine zeitlang im französischen E-Bay. Herrlich was es da für Antiquitäten gibt! :)


    Aus reiner Neugierde auch mal die Begriffe "Silver Eagle", "Maple Leaf", oder "Krügerrand" eingegeben.


    Sapperlot was sah ich da??


    Nix! Nix! Und nochmal Nix!


    Silberbarren = l'ingot d'argent eingegeben. Antwort: Nix!!!


    Nur beim Silver-Eagle tauchten vereinzelt Angebote aus Spanien auf...


    Sagt mal. In Deutschland fliegt, was Edelmetall angeht, eine ganze Kuhherde, bei den Camemberts wissen die anscheinend nicht mal, daß es solche Münzen überhaupt gibt.


    Jetzt bin ich aber echt platt.


    Scheint doch was dran zu sein, daß hauptsächlich die Deutschen ihre Moneten in Edles verwandeln.



    Wehe, wehe wenns knallt! Dann könnten wir auch Besuch aus dem Westen kriegen...!

    http://www.faz.net/s/Rub48D1CB…Tpl~Ecommon~Scontent.html


    Auszug


    Ungemach droht auch von anderer Seite, denn die Verbriefungswut der vergangenen Jahre scheint sich nunmehr zu rächen. Ein Bundesgericht im Bundesstaat Ohio stoppte jetzt 14 Zwangsvollstreckungen von Immobilien, die die Deutsche-Bank-Tochter National Trust Company beantragt hatte. Das Treuhänder-Institut habe keinen Eigentumsnachweis für die faulen Hypothekenkredite führen können, urteilte Richter Christopher Boyko.


    Banken und Investoren hätten ohne einen klaren Eigentumsnachweis für die Hypotheken kein Recht zu einer Vollstreckung. „Einige Institutionen scheinen aber gedacht zu haben, dass sie dies dennoch tun können, weil sie dies schon immer so getan haben. Dem schieben wir nun einen Riegel vor“, sagte er.


    Einzel- oder Präzedenzfall?


    Da die Hypotheken zu Tausenden gebündelt und weiterverkauft wurden, müssen jetzt erst die Eigentumsrechte geklärt werden. Weil eine Übertragung der Ansprüche vom ursprünglichen Hypothekengeber an den Pool von Investoren wegen des hohen Verwaltungsaufwands sehr kostspielig war, schreckten viele Institute davor zurück. Ein solcher Eigentumsnachweis werde erst bei einer Zwangsvollstreckung nötig, sagte ein Sprecher der Deutschen Bank in den Vereinigten Staaten. Die notwendigen Papiere könnten nachgereicht und der Antrag dann vor Gericht erneut gestellt werden.


    Wenn das Urteil aber Bestand hätte, und es sich nicht um einen Einzelfall handeln sollte, der auf Versäumnisse von National Trust zurückgeht, so könnte dies zu einem weiteren Wertverfall von hypothekarisch besicherten Papieren führen.

    Aus dem EW-Forum von weissgarnix - http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/397646.htm
    http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/397707.htm


    ----------------------- Zitat: weissgarnix


    .....Ein abschliessender Hinweis: eine liebe alte Bekannte, ihrerseits eine ehemalige Abteilungsdirektoren der SEC, die sich seit Jahre einen Spass daraus macht, in privaten Newslettern die Quartals- und Jahresberichte von NYSE-Firmen auseinanderzunehmen, hat mir vor ein paar Tagen einen Hinweis geliefert, nach welchem GAAP die Citibank als auch zB Morgen Stanley in den nächsten Monaten vermutlich tatsächlich eine Menge Stress kriegen werden: nach FIN45 "Guarantees" ... sowohl die Citi als auch MS haben nämlich in ihrem jüngsten 10Q offensichtlich berichtet, dass sie bereits in 2006 und davor "Garantien" hinsichtlich des "changes in an underlying related to an asset or a liability" gemacht hätten (nämlich im Zuge der Weiterveräußerung von ABS-Produkten), aus welchen ihnen nunmehr die bekannten Milliardenverluste erwachsen wären ...


    So, und nach FIN 45 hätten sie jetzt diese Garantien prinzipiell bilanzieren müssen, eventuell aber mit "Null", weil die Underlyings ja alle "AAA" waren, aber in KEINEM Fall blieb ihnen die Notes Disclosure erspart. Sprich ein kurzer Hinweis im Anhang der da lautet "wir haben seit soundsovieltem Garantien in Höhe von X hinsichtlich Y abgegeben, die wir aber mit Null (oder welchem Wert auch immer) in den Büchern haben, weil der Himmel blau ist und die Sonne scheint, blablabla ...". Haben sie aber nicht, sagt meine Freundin (und die ist normalerweise zuverlässig).


    Ergo fahren eine ganze Bataillon von Class Act-Lawyers in USA vermutlich bereits ihre Geschütze hoch und bei Citi, MS und einer Reihe mehr läuten wahrscheinlich sämtliche Alarmglocken ... Ich betone nochmals an dieser Stelle: der Jeff Skilling von Enron hockt die nächsten 24 Jahre im Bau nicht wegen "Bilanzfälschung" im engeren Sinne, sondern wegen betrügerischer "Notes Disclosure" bzw. deren Unterlassung hinsichtlich sogenannter "Related Party Transactions". Insoferne müssen sich einige Jungs bei Citi & Co. vielleicht mit der Idee anfreunden, aus ähnlichem Grund (nämlich unterlassener Notes Disclosure, ob jetzt in betrügerischer oder fahrlässiger Weise sei mal dahingestellt) dem guten Jeff zumindest für ein paar Jährchen Gesellschaft zu leisten ...

    Goldman Sachs errechnet Billionen-Lücke für Kreditmarkt


    Danach wird der Ausfall der Hypotheken dazu führen, dass Kredite im Wert rund zwei Billionen Dollar zurückgehalten werden.


    Die Summe basiert auf der Schätzung, dass der Schaden durch faule Hypothekenkredite sich bisher auf etwa 400 Milliarden Dollar beläuft. Für jeden abgeschriebenen Dollar aber würden Banken und Hedge-Fonds, die ihre Investition über Fremdkapital gestemmt hätten, etwa zehn Dollar zurückhalten


    [...] Die Krise auf dem Hypothekenmarkt sei deshalb "eine volkswirtschaftlich viel größere Gefahr als allgemein angenommen", bilanziert der Analyst.


    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,517865,00.html

    Guter Beitrag in Ergänzung zu dottore (oben)


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    Zitat Sammelleidenschaft - http://f28.parsimony.net/forum68339/messages/25406.htm


    Wir wissen, die Kredite der Immobilien wurden ja in Pakete verschnürt und als Werte in alle Welt verkauft. IKB und unsere kommunalen Banken waren auch dankbare Abnehmer.


    Jetzt sind diese Kredite über irgendwelche Subfonds verstreut und in Asset-Holdings außerhalb der offiziellen Bilanzen geparkt.


    Nun gibt es aber ein Problem:


    Der schuldende Immobesitzer, der erst an die Hausbank, dann an diese, dann an jene Holding seine Hypotheken abbezahlte, zahlt mittlerweile an ein Inkassounternehmen, das gebündelt für x-Asset-Holdings die Raten eintreibt.


    Zitat:
    "That loan is typically sold to a Wall Street firm that pools it with thousands of others. Once a pool is packaged, it is sold to investors in different slices, based on risk"


    Kann er nicht mehr zahlen, wird die Zwangsversteigerung angeordnet.
    Das kann aber nur der Eigentümer. Hier in diesem Artikel konnte aber der "Eigentümer" dem Richter beim besten Willen nicht plausibel machen, daß ihm diese Immobilie gehört.


    http://www.nytimes.com/2007/11…ei=5099&partner=TOPIXNEWS


    Zwangsversteigerung abgewiesen. :)

    Interessanter Beitrag von dottore


    http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/397541.htm


    Auszug:


    Man kann natürlich die subprime-Krise auch dadurch lösen, dass weder Geld fließt noch in Form der Übertragung des Eigentums das Grundstück (welches das nicht fließende Geld niemals einspielen würde) an den Gläubiger geht.


    Die Leute bleiben drin wohnen, zahlen nix, und die Gläubiger (wer auch immer) halten die mortgages zum full face value in ihren Bilanzen. Es wären dann sozusagen mortgages ins Nichts.

    Quelle: Claus Vogt "Performance 10/11_2007" (Seite 9) -- http://www.effektenbank.de/qui…ce/performance_okt_07.pdf


    ------------------------- Seite 9 ----------


    Zitat Claus Vogt, Auszug Seite 9


    Die langfristigen Sentimentindikatoren zeigen weiterhin ein Bild extremer Sorglosigkeit bzw. einen sehr hohen Grad an Börsenoptimismus.
    Auf die extrem niedrige Cash-Quote der Investmentfonds habe ich an dieser Stelle schon mehrfach hingewiesen, ebenso auf die rekordhohen Wertpapierkredite. Beide Indikatoren zeigen derzeit einen höheren Grad an Börsenzuversicht an als am Höhepunkt der Spekulationsblase im März 2000.


    Bei den mittelfristigen Sentimentindikatoren konnte man in den vergangenen Wochen ebenfalls einen beeindruckenden Optimismus-Schub beobachten. Der Investors Intelligence Sentimentindikator, der die amerikanischen Börsenbriefe auswertet, erreichte Mitte Oktober ein Jahreshoch. 62 % aller US-Börsenbriefe waren optimistisch, ein nur ganz selten erreichter Extremwert, der zweithöchste der vergangenen 21 Jahre. Bedenken Sie bitte, dass dieser Zeitraum sowohl das dem spektakulären Börsencrash von 1987 vorhergehende Top enthält als auch die große Euphorie Ende der 90er Jahre inklusive des Tops vom März 2000.


    Eine sehr interessante langfristige Auswertung der Sentimentindikatoren haben die Analysten von Elliott Wave International kürzlich vorgelegt. Dazu verwenden sie neben dem Sentimentindikator von Investors Intelligence die Dividendenrendite. Da vorsichtige Anleger zur Sicherheit eine ordentliche Dividendenrendite nachfragen, können Zeiten niedriger Dividendenrenditen von zukünftigen Kursgewinnen überzeugt sein, um eine ordentliche Rendite erhoffen zu können.


    Die Analysten haben eine Grafik erstellt, in der sie beide Indikatoren eingetragen haben. Und zwar auf der y-Achse die Anzahl der Monate, in denen die Dividendenrendite niedriger war als an dem sehr wichtigen Top des Jahres 1968. (Danach gingen die Aktienmärkte bis 1982 seitwärts; inflationsbereinigt verloren sie rund 75 %.) Auf der x-Achse tragen sie die Jahre ein, während derer die Anzahl der von Investors Intelligence gemessenen Börsenoptimisten die der Börsenpessimisten ohne Unterbrechung überstiegen hat. Für die wichtigen Tops der Jahre 1929 und 1937 müssen diese Zahlen anhand der Börsenberichterstattung jener Zeit geschätzt werden. Die auf diese Weise konstruierten Grafiken sind in höchstem Maße erstaunlich, weshalb wir Sie Ihnen nicht vorenthalten wollen.

    In den letzten Tagen erklomm die frisch privatisierte PetroChina den Platz als top-dog unter den nach Aktienmarktkapitalisierung größten Unternehmen der Welt. Mit einem Wert von mehr als 1 Billion Dollar ist PetroChina größer als ExxonMobil und General Electric zusammen. Unter den zehn größten Unternehmen der Welt befinden sich nun gleich fünf chinesische und nur drei amerikanische. Auch dies zeigt, wie rasant sich die Welt verändert.


    Quelle: http://www.jjahnke.net/rundbr34.html#wall (Beitrag vom 13.11.2007)

    ..
    Nach einem heutigen Bericht der BBC können die Verluste der Wall Street Banken eine halbe Billion Dollar erreichen - ein geradezu irrsinniger Betrag, fast das Eineinhalbfache des Aktienwertes der 12 größten deutschen Unternehmen. Davon haben die Banken bis jetzt nur etwa 50 Mrd Dollar oder ein Zehntel abgeschrieben.


    [...] Die Rolle des Finanzsektors in der amerikanischen Wirtschaft ist enorm. Hier werden normalerweise 30 % aller Gewinne der amerikanischen Unternehmen erwirtschaftet. Die Auswirkungen werden deshalb in der Realwirtschaft und auf den Aktienmärkten fühlbar sein.


    Insgesamt leiden 2,8 Billionen Dollar an hypothekenbesicherten Bonds Sie sind der größte Teil des insgesamt 27 Mrd [Bill ?] Dollar schweren Bondmarkets. Seit dem 9. August streiken die Käufer solcher Bonds. [...]


    [Blockierte Grafik: http://www.jjahnke.net/index_files/03684.gif]


    Quelle: http://www.jjahnke.net/rundbr34.html#wall (Beitrag vom 14.11.2007)