Beiträge von Jürgen

    Zitat

    Falls die Politik es schafft, das Vermögen der Bürger weitgehend schleichend zu entwerten, ohne dass die breite Masse dies wahrnimmt, dann wird es keinen Crash geben. Zumindest nicht wegen Inflation.


    Genau das ist der springende Punkt!


    Hier ist der Ansatz zu suchen für kommendes Unheil. Es wird eine jahrelange schleichende Entwertung des Geldes geben, mit immer höheren Steuerlasten, die zum Schluß nicht mehr bedient werden können. Das kann aber noch einige Jahre dauern bis die Zinsuhr nicht mehr bedient werden kann, weil die Steueraufkommen nicht mehr soviel hergeben. Es ist nicht nur sehr viel Vermögen auf den Konten, sondern auch in Immobilien vorhanden, die besteuert werden können.


    Gruß Jürgen

    Strategieseminar in Berlin: Was steht hinter der Irankrise?


     Bei einem EIRNA-Seminar in Berlin machte Lyndon LaRouche deutlich, daß die Irankrise künstlich herbeigeführt wurde und die Gefahr besteht, daß sie zum Zünder des Zusammenbruchs des Weltfinanzsystems werden könnte. Nur ein allgemeines wirtschaftliches Wiederaufbauprogramm bietet einen Ausweg. Erster Schritt dazu müsse die Entmachtung von US-Vizepräsident Dick Cheney sein.


    Die Diskussion um Hintergründe und Implikationen der Krise um das iranische "Atomprogramm" standen auf dem Programm eines Strategieseminars der Nachrichtenagentur Executive Intelligence Review (EIR) am 2. März in Berlin. In vielen Institutionen der Hauptstadt - von Regierungskreisen bis zu den diversen Denkfabriken - hatte im Vorfeld des Seminars der ungewöhnliche Denkansatz des amerikanischen Oppositionspolitikers und Herausgebers von EIR, Lyndon LaRouche, zu lebhaften Diskussionen geführt.


    LaRouche hatte am 3. Februar öffentlich in Washington erklärt, ein Krieg gegen den Iran sei lediglich der Zünder, die Bombe, die dadurch explodieren würde, sei das globale Finanzsystem. Es ist im allgemeinen nicht üblich, militärstrategische und ökonomische Probleme als komplexes Ganzes zu betrachten - genau dies ist aber im Fall einer kompetenten Beurteilung der Irankrise notwendig, denn die simplen Erklärungsmodelle versagen angesichts einer hochkomplexen, multidimensionalen Krisenlage vollkommen.


    Dies war gewissermaßen der Kern der Erkenntnis, den die 70 ausgewählten Besucher des Seminars mitnehmen konnten, zu denen 15 Vertreter von Botschaften aus dem Nahen Osten, Asien und Afrika sowie zahlreiche Diplomaten, Professoren, Politiker, Geschäftsleute und Journalisten gehörten, die mit der Region vertraut sind.


    Globalisierung und Dauerkrieg


    Lyndon LaRouche eröffnete das Seminar mit einer schonungslosen Lagebeurteilung der amerikanischen Wirtschaft und des Weltfinanzsystems. Die amerikanische Ökonomie sei angesichts der Immobilienblasen, dem Kollaps der Autoindustrie und der Infrastruktur ein einziges Desaster, und das Weltfinanzsystem, das in den 70er Jahren das System von Bretton Woods ablöste, stehe vor dem Kollaps. Der einzige Ausweg wäre, langfristige staatliche Kreditlinien in erheblichem Umfange für den Wiederaufbau der amerikanischen Infrastruktur, insbesondere in den Bereichen Transport und Energie, bereitzustellen - so wie es dem eigentlichen Geist des Amerikanischen Systems entspricht und unter Franklin D. Roosevelt in den 30er Jahren Amerika aus der Depression geführt hat. Die Anwendung dieser Prinzipien in Europa und Asien, so LaRouche, sei die einzige strategische Perspektive für Frieden.


    Langfristige Investitionen in die Produktion von Trinkwasser, die Herstellung neuartiger Rohstoffe sowie eines modernen Infrastrukturnetzes auf eurasischer Ebene bildeten die wirkliche Herausforderung des 21. Jhs. "Wir können als Staatengemeinschaft diese Herausforderung nur durch eine vom wissenschaftlichen Fortschritt angetriebene Entwicklung neuer Technologien bewältigen, wobei dem Einsatz der Kernenergie eine zentrale Rolle zukommt", betonte LaRouche.


    Damit war das Thema gesetzt: Der Iran hat nicht nur das Recht auf die friedliche Nutzung der Kernenergie, sondern zur langfristigen Friedenssicherung ist dies sogar die Voraussetzung.


    Worum geht es also wirklich bei dem Säbelrasseln gegen den Iran? Bastelt der Iran an der Atombombe? Ist das "Mullah-Regime" eine ernsthafte Bedrohung für Israel oder gar Europa? Zur Frage der eigentlichen Motive hinter einem möglichen Angriff auf den Iran sagte LaRouche folgendes: "Ein Angriff auf den Iran würde den Ölpreis auf 200-300 $ treiben, dies würde zu globalem Chaos führen. Das ist es, was die Leute um Dick Cheney und die Finanzinteressen in London erreichen wollen! Sie wollen einen neuen ,Kreuzzug' gegen eine Milliarde Muslime, der sich zu einem permanenten Krieg der Religionen auf dem Globus ausbreiten würde." Wie kann jemand dies wollen und warum? So wurde vielfach aus dem Publikum gefragt.


    LaRouche entgegnete: "Die meisten Leute suchen nach einfachen Erklärungen, aber wir müssen ein historisch-strategisches Verständnis einer hochkomplexen Lage entwickeln. Hier geht es nicht um einen Krieg zwischen zwei Nationen, sondern wir müssen verstehen, daß es globale Mächte sind, wie zur Zeit des Römischen oder Babylonischen Empires, die heute unter dem Begriff der "Globalisierung" ihre Macht durchsetzen wollen. Sehen wir uns die Hedgefonds an, die systematisch die Volkswirtschaften zerstören. Ein Angriff auf den Iran hätte nichts mit dem Iran zu tun, der Iran ist nicht die Ursache, sondern lediglich das Angriffsziel. Denn wenn ein Land über Hochtechnologie verfügt, kann es sich leichter gegen die Globalisierung wehren. Darum geht es: Die Finanzinteressen Londons und die Kreise um Dick Cheney sind bereit, die Zivilisation zu zerstören, um ihre Form der Globalisierung, die man auch als ,Universalfaschismus' bezeichnet, durchzusetzen."


    Aus diesem Grund sei der entscheidende erste Schritt zur Friedenssicherung, den Rücktritt Dick Cheneys vom Amt des US-Vizepräsidenten herbeizuführen. Dies hätte weitestreichende strategische Implikationen, so LaRouche, im Sinne einer massiven Schwächung der privaten Finanzinteressen um George Shultz, der eigentlichen grauen Eminenz hinter Cheney und den Neocons.


    Was wissen wir über den Iran und sein Atomprogramm?


    Natürlich wäre die überwältigende Mehrheit in Deutschland nur allzu froh über einen Rücktritt Cheneys, allerdings fehlt noch weitgehend ein historisches Verständnis jener globalen, namentlich britischen Empire-Mächte, die vom Siebenjährigen Krieg im 18. Jh. über den Ersten Weltkrieg bis zum Zweiten Weltkrieg Europa wiederholt in die Selbstzerstörung hineingetrieben haben und die nun mit dem Thema Iran einen globalen asymmetrischen Krieg vorbereiten. Zu leicht zeigt man lediglich auf "die Amerikaner" und verfehlt damit den wichtigsten Punkt.


    Insofern war es sehr instruktiv, von Oberst a.D. Jürgen Hübschen über die Konsequenzen eines US-geführten Angriffs auf den Iran zu hören. Hübschen, der als Militärattaché an der deutschen Botschaft in Bagdad tätig gewesen war, sprach nach LaRouche und beschrieb die Folgen eines (höchstwahrscheinlich nuklearen) Luftangriffs auf den Iran: "Das NATO-Bündnis würde auseinanderbrechen, die transatlantische Partnerschaft wäre endgültig kaputt, und die USA müßten überall auf der Welt ihre Truppen zurückziehen." Hübschen schloß deswegen noch längst nicht aus, daß jemand wie Cheney (im Sinne der erwähnten globalen Mächte) wahnsinnig genug wäre, trotzdem einen solchen Angriff zu befehlen. Die einzige politische Lösung des Konflikts besteht für Hübschen in folgenden Punkten:


    1. Der Westen und insbesondere die USA müssen mit dem Iran als gleichberechtigtem Partner verhandeln.


    2. Der Westen muß dem Iran eindeutig das Recht auf die Nuklearanreicherung zugestehen.


    3. Dem Iran müsse eine Brücke gebaut werden, um freiwillig dieses Recht nicht in Anspruch zu nehmen.


    4. Diese "Brücke" könnte u.a. eine Sicherheitsgarantie der USA sowie weitreichende Formen wirtschaftlicher Zusammenarbeit sein.


    Oberst Hübschen wies im übrigen auf einen sehr entscheidenden Punkt hin, den die Menschen angesichts der diversen Medienkampagnen zum iranischen Atomprogramm genau bedenken sollten: Wir wissen gar nichts! Es wurden weder überzeugende Beweise für ein iranisches Atombombenprogramm vorgelegt, noch ist der Stand der jetzigen Forschungen und Experimente im Iran bekannt. Diese Sichtweise wurde von einem Vertreter des Deutschen Atomforums im Publikum unterstützt. Er erläuterte die technischen Voraussetzungen sowohl für die Urananreicherung als auch zum Bau einer Bombe. Das Fazit war: Von der Anreicherung ist der Iran noch weit entfernt, von der Bombe noch ewig weit. Dies war nochmal eine ganz deutliche Unterstützung für LaRouches These, daß der Iran nicht der Grund für einen möglichen globalen asymmetrischen Krieg, sondern höchstens der Auslöser sei.


    Helga Zepp-LaRouche: Dialog der Kulturen


    Am Nachmittag wurde das Seminar mit einem Vortrag der Büso-Bundesvorsitzenden Helga Zepp-LaRouche fortgesetzt. Ihr Thema war der deutsche Beitrag zur Entschärfung der Krise. Zwei grundlegende Tabus müßten gebrochen werden, die uns momentan daran hindern, sowohl nach außen wie auch nach innen den "Kampf der Kulturen" zu verhindern:


    1. Eine erfolgreiche Integration der Muslime in unsere Gesellschaft hat die Überwindung der Massenarbeitslosigkeit und der sozial-ökonomischen Krisenlage zur Voraussetzung. Dies kann nur gelingen, wenn Deutschland sich aus den Fesseln des Maastricht-Vertrags und der Europäischen Währungsunion befreit.


    2. Einen wirklichen Dialog der Kulturen kann es nur auf Grundlage der Anerkennung universeller Prinzipien geben. Dazu müssen die kulturellen Paradigmen der 68er Generation, wie z.B. Existentialismus und Relativismus, aufgegeben werden.


    Zepp-LaRouche unterstrich dieses Argument mit dem Verweis auf die Schrift De pace fidei des großen Kardinals Nikolaus von Kues aus dem 15. Jh. Dieser hatte in Reaktion auf die gewaltsame Eroberung Konstantinopels durch die Türken im Jahre 1453 diesen Dialog Über den Frieden im Glauben geschrieben. "Die Vertreter der verschiedenen Religionen erscheinen vor Gott", erläuterte Frau Zepp-LaRouche diesen Dialog, "um sich darüber zu beschweren, daß Gott statt einer verschiedene Religionen geschaffen habe, die nun miteinander im Streit liegen. Gottes Antwort lautet: ,Als Philosophen wißt ihr, daß es nur eine Wahrheit gibt. Und so ist es auch mit der Religion: Über allen verschiedenen Auslegungen der Religion existiert die eine, wahre Religion.' Wie Nikolaus von Kues damals müssen wir heute erst einmal nach den universellen Prinzipien der Einheit und Wahrheit suchen. Wenn wir diese gefunden haben, dann können wir uns auch über die Vielfalt der Religionen und Kulturen freuen, ohne daß dies zu Konflikten führen muß", betonte Zepp-LaRouche.


    Die beiden letzten Redebeiträge des Seminars kamen aus Ägypten und den USA. Prof. Mohammad Selim von der Universität Kairo mußte leider in letzter Minute seine persönliche Teilnahme absagen, seine Rede wurde aber verlesen. Er wies darauf hin, daß die Kriegspläne der Neocons gegen den Iran in der konkreten Form seit dem Januar 2005 existieren.


    Schließlich sprach Prof. Clifford Kiracofe, ein früherer Berater des außenpolitischen Ausschusses des US-Senats. Er machte ein weiteres Mal den Unterschied zwischen der ursprünglich republikanischen Tradition und der imperialen Denkweise in den USA deutlich. Das Empire-Konzept bzw. die Idee der "imperialen Präsidentschaft", wie es die Neocons jetzt unter Bush/Cheney durchzusetzen versuchen, geht auf die Zeiten des Kalten Krieges unter Truman und vor allem Richard Nixon zurück. Schon damals habe man mit gefälschten Geheimdientsberichten wie im Irakkrieg den Vietnamkrieg eskaliert bzw. die Bedrohung durch den Warschauer Pakt in geradezu paranoider Weise stark übertrieben. Die Methoden der Neocons sind also eigentlich nicht neu - warum fällt ein Teil der Öffentlichkeit immer wieder darauf herein?


    Eine solche Komplexität strategischer, historischer und ökonomischer Konzepte zum Verständnis aktueller globalpolitischer Konflikte wird in der deutschen Hauptstadt selten geboten. Da ist es nicht verwunderlich, wenn einige Teilnehmer zum Teil kritisch bzw. skeptisch auf manche These reagierten. In einem waren sich die meisten jedoch einig: Wir befinden uns am Ende eines historischen Zyklus, und wir werden die zahlreichen, miteinander verknüpften Krisen nur meistern, wenn wir bereit sind, Tabus zu brechen und die Axiome des Denkens zu verändern. Vor allem müssen wir uns von den Axiomen der Technikfeindlichkeit und des Existentialismus lösen. Wenn dies gelingt und gleichzeitig mit dem Rücktritt Cheneys die Wende in den USA eingeleitet würde, dann kann die Kriegsgefahr gebannt werden.


    Frank Hahn


    http://www.solidaritaet.com/neuesol/2006/10/larouche.htm

    Warnung: Globale Krise bricht Ende März 2006 aus


    Das Laboratoire européen d'Anticipation Politique Europe 2020 (LEAP/E2020) schätzt nun die Wahrscheinlichkeit auf über 80%, dass die Woche von 20.-26. März 2006 der Anfang der schwerwiegendsten politischen Krise sein wird, die die Welt seit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 gesehen hat, mitsamt einer Wirtschafts- und Finanzkrise eines Ausmaßes, das mit dem von 1929 vergleichbar ist. Diese letzte Woche des März 2006 wird der Wendepunkt mehrerer kritischer Entwicklungen sein, die, unabhängig von einer amerikanischen oder israelischen Militärintervention im Iran, das Potential zu einer derartigen Krise haben. Falls eine solche Intervention erfolgt, steigt die Wahrscheinlichkeit einer globalen Krise nach LEAP/E2020 auf 100%.


    Eine Warnung, die auf zwei verifizierbaren Ereignissen beruht


    Die Ankündigung dieser Krise folgt aus der Analyse der Entscheidungen von den zwei Schlüssel-Akteuren der derzeitigen internationalen Krise, den Vereinigten Staaten und dem Iran:


    --> Einerseits entschied sich der Iran für die Eröffnung der ersten in Euro fakturierenden Ölbörse in Teheran mit 20. März 2006, die allen Ölproduzenten der Region zur Verfügung stehen wird


    --> Andererseits entschied die US-Notenbank, Zahlen über die Geldmenge M3 ab dem 23. März 2006 nicht mehr zu veröffentlichen (der zuverlässigste Indikator für die Menge der Dollar, die weltweit im Umlauf sind) [1].


    Diese zwei Entscheidungen bilden gleichzeitig die Indikatoren, die Ursachen und die Folgen des ablaufenden historischen Überganges zwischen der nach dem 2. Weltkrieg geschaffenen Weltordnung und dem neuen internationale Gleichgewicht, das sich seit dem Zusammenbruch der UdSSR in Entstehung befindet. Ihre Tragweite und Gleichzeitigkeit wird einen Katalysator für all die Spannungen, Schwächen und Ungleichgewichte schaffen, die sich seit mehr als einer Dekade im internationalen System gesammelt haben.


    Eine Weltkrise, bestehend aus sieben Teilkrisen


    Die Analysten von LEAP/E2020's identifizierten sieben konvergente Teilkrisen, die die amerikanischen und iranischen Entscheidungen, die während der letzten Märzwoche 2006 in Kraft treten, zu einer Gesamtkrise katalysieren, die sich auf politischem, wirtschaftlichem, finanziellem, sowie höchstwahrscheinlich auch militärischem Gebiet auf den gesamten Planeten auswirken wird:


    1. Vertrauenskrise gegenüber dem Dollar
    2. Krise der finanziellen Ungleichgewichte der USA
    3. Ölkrise
    4. Krise der amerikanischen Führung
    5. Krise der arabisch-muslimischen Welt
    6. Globale Regierungskrise
    7. Europäische Regierungskrise


    Der gesamte Antizipationsprozess für diese Krise wird im Detail in den kommenden Ausgaben des GlobalEurope Anticipation Bulletin von LEAP/E2020 beschrieben, und insbesondere in der 2. Ausgabe vom 16. Februar 2006. Die kommenden Ausgaben bieten eine ausführliche Analyse jeder der sieben Krisen, mitsamt einer großen Zahl an Empfehlungen für verschiedene Akteure (Regierungen und Unternehmen), sowie zahlreichen operationellen und strategischen Ratschlägen für die Europäische Union.


    Entschlüsselung des Ereignisses „Schaffung der in Euro fakturierenden iranischen Ölbörse“


    Um diese Informationen nicht auf Entscheidungstreffer zu beschränken, entschied LEAP/E2020, diese offizielle Verlautbarung mitsamt den folgenden aus der Analyse resultierenden Argumenten, in größeren Umlauf zu bringen.


    Die Eröffnung der in Euro fakturierenden iranischen Ölbörse Ende März 2006, markiert das Ende des Dollarmonopols am globalen Ölmarkt. Als unmittelbare Folge wird wahrscheinlich der internationale Währungsmarkt aus dem Lot gebracht, da erdölfördernde Länder in der Lage sein werden, ihre Produktion auch in Euro zu verrechnen. Parallel dazu, können insbesondere europäische Länder dann ohne Umweg über den Dollar Öl direkt in ihrer eigenen Währung kaufen. Konkret bedeutet dies in beiden Fällen, dass eine geringere Anzahl wirtschaftlicher Akteure eine geringere Anzahl an Dollar benötigt.[2]


    Diese zweigleisige Entwicklung führt daher in die selbe Richtung, nämlich zu einer signifikanten Verringerung der Bedeutung des Dollars als internationale Leitwährung und folglich eine signifikante und nachhaltige Schwächung der amerikanischen Währung, insbesondere im Vergleich zum Euro. Die konservativsten Schätzungen liegen bei €1 zu $1.30 US-Dollar Ende 2006. Wenn die Krise jedoch das Ausmaß erreicht, von dem LEAP/E2020 ausgeht, sind Schätzungen von €1 zu $1.70 für 2007 nicht mehr unrealistisch.


    Entschlüsselung des Ereignisses „Ende der Veröffentlichung des makroökonomischen Indikators M3“


    Das Ende der Veröffentlichung des Geldmengenaggregats M3 (und anderer Komponenten) [3] durch die amerikanische Notenbank, eine von Ökonomen und Finanzanalysten vehement kritisierte Entscheidung, hat einen Verlust der Transparenz über die Entwicklung der weltweit zirkulierenden Dollarmenge zur Folge. Bereits seit einigen Monaten ist eine signifikante Vergrößerung von M3 zu beobachten (ein Indikator dafür, dass die „Notenpresse“ in Washington bereits beschleunigt wurde), wissend, dass der neue Präsident der US-Notenbank, Ben Bernanke ein offener Freund der „Notenpresse“ ist [4]. Angesichts der Tatsache, dass ein starker Fall des Dollars vermutlich einen massiven Verkauf von US-Staatsanleihen, die in Asien, Europa und den erdölproduzierenden Ländern gehalten werden, zur Folge haben würde, schätzt LEAP/E2020, dass die amerikanische Entscheidung, M3 nicht mehr zu veröffentlichen, zum Ziel hat, solange wie möglich zwei US-Entscheidungen zu verschleiern, die teils durch die politischen, teils durch die ökonomischen Weichenstellungen der letzten Jahre notwendig wurden [5]:


    --> Die „Monetarisierung“ der US-Staatsschulden.
    --> Die Einführung einer Geldpolitik zur Stützung der US-Wirtschaft.


    ... zwei politische Maßnahmen, die spätestens bis zu den „mid-term“-Wahlen im Oktober 2006 umgesetzt werden sollen, um zu verhindern, dass die Republikanische Partei ins Taumeln gerät.
    Die Entscheidung bezüglich M3 veranschaulicht auch die Unfähigkeit der USA und der internationalen Währungs- und Finanzorganisationen in einer Situation, in der sie es vorziehen, Indikatoren vorzuenthalten anstatt sich der Realität zu stellen.


    Entschlüsselung des erschwerenden Faktors „Militärintervention im Iran“


    Der Iran verfügt über einige bedeutende geo-strategische Vorteile in der gegenwärtigen Krise, wie seine Fähigkeit, in die Ölversorgung Asiens und Europas leicht und mit spürbarer Auswirkung einzugreifen (durch Blockade der Straße von Ormuz), sowie auf die laufenden Konflikte im Irak und in Afghanistan, ganz zu schweigen von einem möglichen Rückgriff auf internationalen Terrorismus. Doch neben diesen Aspekten schafft das wachsende Misstrauen gegenüber Washington eine besonders problematische Ausgangslage. Weit davon entfernt, asiatische und europäische Ängste hinsichtlich Irans Aufstieg zur Nuklearmacht zu berühigen, würde eine militärische Intervention im Iran einen praktisch sofortigen Widerstand der öffentlichen Meinungen in Europa nach sich ziehen [6], der in einem Kontext, in dem Washington seit der Invasion im Irak seine Glaubwürdigkeit verloren hat, in einem solchen Fall richtig zu handeln, es den europäischen Regierungen verunmöglichen würde, gegen die öffentliche Meinung zu handeln. Parallel dazu wird der steigende Ölpreis infolge einer solchen Intervention asiatischer Länder mit China an erster Stelle dazu führen, sich dieser Option zu widersetzen, und so die Vereinigten Staaten (oder Israel) dazu zwingen, auf eigene Faust und ohne UNO-Garantie zu intervenieren, was die Wirtschafts- und Finanzkrise um eine ernste militärische und diplomatische Krise ergänzen wird.


    Relevante Faktoren der amerikanischen Wirtschaftskrise


    LEAP/E2020 gehen davon aus, dass diese zwei inoffiziellen Entscheidungen die Vereinigten Staaten und die Welt zu einer beispiellosen Währungs-, Finanz- und bald auch Wirtschaftskrise globalen Ausmaßes führen werden. Die „Monetarisierung“ der US-Staatsschulden ist eine in der Tat sehr technische Bezeichnung für eine katastrophal einfache Realität: Die Vereinigten Staaten beabsichtigen, ihre Schulden nicht zurückzuzahlen, oder genauer, sie bloß in „Spielgeld“ zurückzuzahlen. LEAP/E2020 gehen auch davon aus, dass sich der Prozess Ende März gleichzeitig mit der Eröffnung der iranischen Ölbörs beschleunigen wird, die nichts anderes als Verkäufe von US-Staatsanleihen durch deren nichtamerikanischen Besitzer herbeiführen kann.


    In diesem Zusammenhang ist es nützlich, die folgende Informationen eingehend zu betrachten: Der Anteil von US-Banken gehaltenen US-Staatsschulden fiel auf 1.7% im Jahr 2004, im Vergleich zu 18% 1982. Parallel dazu stieg der Anteil der Schulden im Ausland von 17% im Jahr 1982 auf 49% 2004.


    --> Frage: Wie kommt es, dass US-Banken fast ihren gesamten Anteil an US-Staatsschulden während der letzten Jahren loswurden?


    Um die Explosion der „Immobilienblase“ zu verhindern, auf der der Konsum der US-Haushalte beruht, und zu einer Zeit, da die US-Sparquote zum ersten Mal seit 1932 und 1933 (mitten in der „Great Depression“) negativ ist, wird die Bush-Regierung zusammen mit dem neuen Vorsitzenden der US-Notenbank und dessen währungspolitischen Zugang teilend, versuchen, den US-Markt mit Liquidität zu überfluten.


    Einige antizipierte Folgen dieses Systemumbruchs


    Zufolge LEAP/E2020 ist das nichtzufällige Zusammentreffen der iranischen und amerikanischen Entscheidungen, ein entscheidender Schritt zur Auslösung einer Systemkrise, die das Ende der nach dem 2. Weltkrieg errichteten Weltordnung kennzeichnet, und wird sich zwischen Ende März und Ende des Jahres 2006 in einem Sturzflug des Dollars (womöglich auf 1 Euro= 1,70 US-Dollar im Jahr 2007) ausdrücken, was einen immensen Aufwärtsdruck auf den Euro zur Folge haben wird, sowie einen signifikanten Anstieg des Ölpreises (über 100$ pro Fass), eine Verschärfung der amerikanischen und britischen Militärsituationen im mittleren Osten, eine Budget-, Finanz- und Wirtschaftskrise der USA eines Ausmaßes, das mit der Krise von 1929 vergleichbar sein wird, sehr ernste wirtschaftliche und finanzielle Folgen insbesondere für Asien (nämlich China), aber auch für Großbritannien [8], ein plötzliches Ende des Wirtschaftsprozesses der Globalisierung, und ein Auseinanderbrechen der transatlantischen Achse, was zu einer allgemeine Zunahme nationaler und internationaler politischer Gefahren auf der ganzen Welt führt.


    Für individuelle Dollar-Besitzer, wie für transnationale Unternehmen oder politische und administrative Entscheidungsträger, werden die Folgen dieser letzten Märzwoche 2006 entscheidend sein. Diese Folgen erfordern einige schwierige Entscheidungen, die so bald wie möglich getroffen werden müssen (Krisenantizipierung ist immer ein komplexer Prozess, da er auf einer Zukunftsprognose beruht), denn wenn die Krise einmal anfängt, bricht Panik aus und die, die zulange warten, verlieren alles.


    Für Privatpersonen ist die Entscheidung klar: Der US-Dollar ist keine „Schutzwährung“ mehr. Der während des letzten Jahres gestiegene Goldpreis zeigt, dass viele Menschen diesen Trend der US-Währung bereits antizipiert haben.


    Antizipieren … oder vom Wind der Geschichte hinweggefegt werden


    Für Unternehmen und Regierungen - insbesondere europäische - entwickelten LEAP/E2020 in ihrem GlobalEurope Anticipation Bulletin, besonders in der kommenden Ausgabe, eine Reihe strategischer und operationeller Empfehlungen, die, wenn sie in heutige Entscheidungsprozesse integriert werden, beitragen können, den „Währungs-, Finanz-, und Wirtschafts-Tsunami“ erheblich abzumildern, der Ende kommenden Monats auf dem Planeten ausbrechen wird. Um ein einfaches Bild zu verwenden – übrigens eines, das im politischen Antizipationsszenario „USA 2010“ [9] verwendet wurde - werden die Auswirkungen der Ereignisse der letzten Märzwoche 2006 auf die „westliche Welt“, wie wir sie seit 1945 kennen, mit den Auswirkungen des Falles des Eisernen Vorhangs 1989 auf den „sowjetischen Block“ vergleichbar sein.


    Dass diese Warnung so präzise ist, liegt daran, dass die Analysen von LEAP-/E2020 feststellten, dass alle möglichen Szenarien nun zu einem einzigen Resultat führen: wir nähern uns gemeinsam einem „historischen Knoten“, der unvermeidlich ist, gleich wie die Handlungen der internationalen und nationalen Akteure aussehen. Gegenwärtig könnte nur ein direktes und sofortiges Handeln seitens der US-Regierung, mit dem Ziel, einerseits eine militärische Konfrontation mit dem Iran zu verhindern und es andererseits aufzugeben, die Auslandsschulden der USA zu monetarisieren, den Verlauf der Ereignisse ändern. Für LEAP/E2020 liegt es auf der Hand, dass derartige Schritte nicht nur von der derzeitigen Führung in Washington nicht eingeleitet werden, sondern diese im Gegenteil auch bereits beschlossen hat, das „Schicksal herauszufordern“, indem sie sich vor ihren wirtschaftlichen und finanziellen Probleme auf Kosten der übrigen Welt drücken. Insbesondere europäische Regierungen sollten sehr rasch alle notwendigen Schlussfolgerungen daraus ziehen.


    Zur Information: Die politische Antizipations-Methode von LEAP/E2020 erlaubte es mehreren ihrer Experten, insbesondere folgende Entwicklungen vorherzusehen (und zu veröffentlichen): 1988 das kommende Ende des Eisernen Vorhangs; 1997 den schrittweisen Kollaps in der Handlungskapazität und demokratischen Legitimität des europäischen Institutionsgefüges; 2002 das Feststecken der USA im irakischen Sumpf der Gewalt und vor allem der nachhaltige Zusammenbruch deren internationaler Glaubwürdigkeit; 2003 der negative Ausgang der Referenden über die europäische Verfassung. Da unsere Methode der Antizipation „systemischer Umbrüche“ nun gut etabliert ist, ist es unsere Aufgabe als Forscher und Bürger, sie mit den Bürgern und den europäischen Entscheidungsträgern zu teilen; insbesondere, da für die individuellen oder kollektiven, privaten oder öffentlichen Akteure noch etwas Zeit bleibt, Maßnahmen zu ergreifen, um die Auswirkungen dieser Krise auf ihre wirtschaftlichen, finanziellen oder politischen Interessen erheblich zu verringern.


    Fußnoten


    1. Diese Entscheidungen wurden bereits vor einigen Monaten getroffen:
    Die Information über die Schaffung einer iranischen Ölbörse, die in Euro fakturiert , erschien zum ersten Mal im Sommer 2004 in der Fachpresse.
    Die Notenbank verkündete am 10. November 2005, dass sie mit 23. März 2006 aufhören würde, Informationen über die M3 ab zu veröffentlichen.


    2. Bei Konsultation der Tabelle 13B der " December 2005 Securities Statistics" der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) mit dem Titel International Bonds and Notes (in Milliarden US-Dollar, nach Währung) wird ersichtlich, dass Ende 2004 (China nicht eingeschlossen), 37,0% der internationalen Finanzwerte in USD versus 46,8% in Euro lagen; während 2000, der Anteil mit 49,6% in USD gegenüber nur 30,1% in Euro umgekehrt war. Dies zeigt an, dass die Entscheidungen von März 2006 höchstwahrscheinlich die Tendenz eines Ausstiegs aus dem Dollar noch beschleunigen werden.


    3. Geldmengenaggregate (M1, M2, M3, M4) sind statistische ökonomische Indikatoren. M0 ist der Wert der Währung - hier der Dollar - die in tatsächlichen Banknoten und Münzen umläuft. M1 ist M0 + die Guthaben auf Girokonten in dieser Währung. M2 ist M1 + Geldmarktkonten und Certificates of Deposits (US-Geldmarkteinlagen, CD) unter $100.000. M3 ist M2 + alle größeren Dollarbestände (Eurodollarreserven, größere Währungsinstrumente und die Reservebestände der meisten außereuropäischen Nationen) von $100.000 und mehr. Der Schlüsselpunkt hier ist, dass wenn die US-Notenbank aufhört, über M3 Auskunft zu geben, die gesamte Welt die Transparenz über den Wert der Reservebestände in Dollar durch andere Nationen und wichtige Finanzinstitutionen verliert.


    4. Für dessen eloquente Rede über diese Aspekte vor dem National Economists Club, Washington-DC, 21. November 2002, siehe hier.


    5. Es sollte beachtet werden, dass der Aufwärtstrend des Dollars 2005 hauptsächlich die Folge eines für den US-Dollar günstigen Zinssatzdifferentials und des Gesetzes über die „Steuerbefreiung für ausländische Einkommen“ (nur gültig für ein Jahr) war, was den USA im Verlaufe des Jahres 2005 über $200 Milliarden zurückbrachte. (Quelle: CNNmoney.com)


    6. Was Europa betrifft möchte LEAP/E2020 unterstreichen, dass europäische Regierungen nicht mehr in Übereinstimmung mit ihren Ansichten hinsichtlich der Kernthemen agieren, besonders hinsichtlich des europäischen öffentlichen Interesses. Der GlobalEurometre von Januar 2006 zeigte dies deutlich, mit einem Legitimitätstrendindikator von 8% (der zeigt, dass 92% des Panels meinen, dass die EU-Führung ihre öffentlichen Interessen nicht mehr repräsentieren) und eine Handlungstrendindikator von 24% (der zeigt, dass weniger als ein Viertel des Panels meinen, dass die EU-Führung in der Lage ist, ihrer eigenen Entscheidungen in konkrete Taten umzusetzen). Gemäß LEAP/E2020 sollten aus Paris, Berlin oder London kommende öffentliche Unterstützungserklärungen nach Washington, nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass sich die Europäer im Falle eines militärischen Angriffs schnell von den USA lossagen werden (das GlobalEurometre ist ein monatlicher europäischer Meinungsindikator, von dem drei Werte GlobalEurope Anticipation Bulletin veröffentlich werden, wovon zwei öffentlich sind).


    7.(Quelle: Bond Market Association, Holders of Treasury Securities: Estimated Ownership of U.S. Public Debt Securities)


    8. Großbritannien hält in der Tat Kredite von fast drei Billionen Dollar, das ist fast dreimal so viel, wie Länder wie Frankreich- oder Japan halten (Quelle: Bank für internationalen Zahlungsausgleich, Tabelle 9A, Consolidated Claims of Reporting Banks on Individual Countries).


    9. Siehe GlobalEurope Anticipation Bulletin Nr. 1 (Januar 2006) G

    Hier auf Goldseiten gab es mal einen Bericht, daß in Spanien 25 % aller 500
    Euroscheine vom Euroland sich gesammelt habe, Die Spanier darauf hin angesprochen sagten, daß sie damit keine Probleme haben. Alleine das spricht für sich.


    Gruß

    Zitat

    Wahrscheinlich wird jeder größere Schein derzeit aus dem Verkehr gezogen und durch einen neuen mit RFID-Chip ersetzt


    Wird wohl noch eine weile dauern. Andererseits wenn der Chip defekt ist, ist der Schein dann wertlos. 8)

    Zitat

    Dann haben sie den Gegenwert ihrer Arbeit in ein "Wertaufbewahrungsmittel" gesteckt, das den Wert nicht aufbewahrt.


    Genau, und was lernen wir daraus 8) :D :D :D :D :] :] :] :]


    Ergo siehe Goldseiten ;) ;) ;)


    PS: Übrigens Silber wird das Kilo mitlerweile zu ca. 350 € gehandelt. Vor kurzem noch für 300€.


    Gruß Jürgen

    Große Liebe zu großen Scheinen;


    Immer mehr Bargeld ist im Umlauf


    Als die ersten Computer kamen, schwärmten Zukunftsforscher vom " papierlosen Büro" , in dem alles nur noch elektronisch abgewickelt wird. Das genaue Gegenteil ist eingetreten: Dank Drucker, Fax und Kopierer wird heute mehr Papier umgewälzt denn je. Beim Geldpapier ist es ähnlich. Technisch wäre es heute dank Kreditkarte, Geldkarte und Girokonto möglich, fast bargeldlos durch das Leben zu kommen.
    Tatsächlich jedoch wächst die Nachfrage nach Barem dramatisch. 2004 - aktuellere Zahlen gibt es nicht - stieg der Umlauf an Banknoten in der Eurozone um 14,9 Prozent auf 501,3 Milliarden Euro an. Der Umlauf an Münzen wuchs um 9,1 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro.


    Die Zahlen für die Bundesrepublik Deutschland werden seit der Währungsumstellung nicht mehr extra ausgewiesen, sie dürften aber kaum niedriger liegen.


    Der Bargeld-Boom ist kein einmaliges Ereignis. Bundesbank und Europäische Zentralbank beobachten den Trend seit Anfang der neunziger Jahre; unterbrochen wurde er nur in den Jahren 2000 und 2001, kurz vor der Einführung des Euro.


    Statistisch schlägt sich dies in einer sinkenden Umlaufgeschwindigkeit des Geldes nieder. Stark vereinfacht ausgedrückt: Ein einzelner Euro wird seltener genutzt als früher, weil viel mehr Euros gehortet werden. Klar ist, dass die Entwicklung nichts mit den Zahlungsgewohnheiten der normalen Verbraucher zu tun hat. Weit mehr als die Hälfte des Bargelds sind große Scheine von 100 Euro und mehr; allein die 500-Euro-Noten, die kaum einmal im Alltag benutzt werden, machen 30,6 Prozent aus. Drei wesentliche Ursachen haben die Statistiker für diesen Trend ausgemacht:


    Erstens wird der Euro immer mehr auch außerhalb der EU, besonders in Osteuropa genutzt; im Kosovo ist er sogar offizielles Zahlungsmittel.


    Zweitens ist es in Südeuropa dank niedriger Zinsen und Teuerungsraten billiger geworden, Bargeld zu halten.


    Und drittens sind die großen Scheine ein Hinweis auf die blühende Schattenwirtschaft in Europa: Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung und illegale Immobiliengeschäfte.Nikolaus Piper


    Süddeutsche Zeitung, 22. Februar 2006, S. 2 ;

    Der Staat will sich nicht entschulden, sondern braucht Knete um den monatlichen Zinsdienst bedienen zu könne


    ( weit über 1 Millarde Euro monatlich )

    .



    Allein nur zu diesem Zweck gibt es Anleihen.


    Das hier das Risiko der Inflation ausgeklammert werden soll, ist Lug und Betrug


    .

    Wenn der Staat festsetzt wie hoch die offiziellen Zinsen sind, und er alles daran tut diese zu verschleiern und zu verheimlichen, dann sind auch diese Anleihen nur Schall und Rauch.


    Es gab mal zu Weimarer Zeiten sogannte Kriegsanleihen, diese wurden dann auch von der Inflation zerfressen. Der Brennwert des Papieres,war höher als der Papierwert.


    Mit diesen Anleihen wurden die Haushalte beheizt, weil die Siegermächte die heimische Kohle sich als Kriegsbeute nahmen



    Anleihen müssen im einem Staatsbankrott nicht mehr bedient werden, egal welchen Namen sie tragen

    .


    Gruß Jürgen


    Damit alle es nochmal deutlich sehen und hören können, hier dieses Video, zwar etwas älter, von Sendung Pannorama, aber schon erschreckend wie die Schulden seit damals unter Eichel bis zum heutigen Tag gestiegen sind.



    Hier nochmal die heutige Schuldenuhr


    Die trügerische Sicherheit einer inflationsindexierten Anleihe


    Nach den USA, Großbritannien, Frankreich und Italien werden auch schon bald in Deutschland wieder inflationsindexierte Anleihen begeben werden. Die Renaissance dieses Anleihetypus kündigte zumindest der deutsche Bundesfinanzminister Peer Steinbrück vor kurzem an, womit zum ersten Mal seit der Weimarer Republik wieder ein sogenannter „Linker“ (eine inflationsindexierte Anleihe) vom deutschen Staat emittiert werden dürfte. Im Unterschied zu einer normalen Anleihe, deren Zinskupon von vornherein fixiert ist, orientiert sich bei der inflationsgeschützten Anleihe der Kupon an der Inflationsrate. Damit, so die vorherrschende Meinung, könne sich der Anleger gegen das Risiko steigender Teuerungsraten schützen. Doch hält die Indexierung, was sie verspricht?


    Die falsche Indexierung
    In einem Newsweek-Artikel 1971 forderte Milton Friedman nachdrücklich die Auflegung einer inflationsgesicherten Staatsanleihe. Er schrieb damals:


    “Let the Treasury promise to pay not $1,000 but a sum that will have the same purchasing power as $1,000 had when the security was issued. Let it pay as interest each year not a fixed number of dollars but that number adjusted for any rise in prices.” (Das amerikanische Finanzministerium soll nicht versprechen $1000 zurückzuzahlen, sondern eine Summe mit derselben Kaufkraft wie die $1000 zum Zeitpunkt der Auflage des Wertpapiers hatten. Es soll jedes Jahr nicht einen fixierten Dollarbetrag als Zinszahlung zahlen, sondern einen für den Anstieg der Preise korrigierten Betrag.)


    Zur Berechnung der Teuerungsrate solle der Verbraucherpreisindex herangezogen werden und die Zinszahlungen dem Anstieg dieses Index entsprechen. Steigt die gemessene Teuerung um 3%, dann erhält der Anleger eine 3% Zinszahlung, erhöht sich die Teuerung um 5%, erhöht sich die Zinszahlung dementsprechend auf 5%. Im Falle sinkender Preise wäre sogar ein negativer Kupon möglich, d.h. man müßte als Anleger dem Emittenten Geld überweisen. Allerdings übersieht Friedman, daß selbst bei einer normalen Anleihe die Teuerungserwartung über den Kurswert eingepreist wird. Steigt die erwartete Teuerungsrate, dann sinkt – ceteris paribus – der Kurswert der Anleihe.


    Um die Inflationssicherung überhaupt durchführen zu können, muß man die Teuerungssrate zunächst einmal berechnen können. Es gilt zwar gemeinhin als unbestritten, daß dies möglich wäre, und die Teuerungssraten werden auch Monat für Monat veröffentlicht, dennoch ist eine derartige Berechnung aus mehreren Gründen nicht möglich. Dazu zählt die triviale Einsicht, daß jeder Mensch ein unterschiedliches Güterbündel konsumiert und daß relative Preisänderungen zu einem veränderten Konsumverhalten führen, die in den standardisierten Verbraucherpreisindex nur unter erheblicher Zeitverzögerung einfließen können. Viel schhwerwiegender ist jedoch die theoretische Erkenntnis, daß nicht einmal für ein einziges Güterbündel ein Durchschnittspreis berechnet werden kann, weil der für die Berechnung notwendige gemeinsame Nenner fehlt. Wie soll aus den beiden Tauschvorgängen €2 für 1kg Äpfel und €198 für ein Paar Schuhe ein Durchschnittspreis berechnet werden?


    Aus machtpolitischen Erwägungen spielt die Teuerungsrate dennoch eine enorm wichtige Rolle. Zum einen erhöhen niedrige Teuerungszahlen das reale Wirtschaftswachstum und im Falle inflationsindexierter Anleihen reduzieren niedrige Teuerungsraten auf Kosten der Gläubiger die Zinsbelastung des Staates. Daher ist es wenig überraschend, daß die veröffentlichten Teuerungsraten beständig starker politischer Manipulation ausgesetzt sind. Ein Beispiel aus den USA soll die willkürliche Veränderung der Teuerungsrate verdeutlichen. Die unter Präsident Clinton durchgeführte Neuberechnung des CPI (Consumer Prixe Index), es wurde auf das sogenannte Konzept des „Hedonic Pricing“ umgestellt, reduziert die ausgewiesene Teuerungsrate um fast 3% pro Jahr auf augenblicklich rund 4%. (siehe gillespieresearch.com/). Das erhöht nicht nur das reale Wirtschaftswachstum signifikant, sondern schmälert den Kupon einer inflationsgeschützten Anleihe von 7% auf 4%. Über einen Anlagezeitraum von 10 Jahren kulminiert dies zu geringeren Zinszahlungen in der Höhe von 33%.


    Wenn schon eine monetäre Indexierung, dann die Geldmengenausweitung
    Über kurz oder lang äußert sich eine steigende Geldmenge in einer sinkenden Kaufkraft, denn wie bei jedem anderen Gut bedeutet ein größeres Angebot einen niedrigeren Preis. Der „Preis“ des Geldes ist dessen Kaufkraft, gegen dessen Verlust die inflationsgeschützten Anleihen eigentlich gedacht sind. Daher ist der einzig sinnvolle monetäre Anker, um den Kaufkraftverlust einer Anleihe nachhaltig zu sichern, die Indexierung an die Geldmengenausweitung und zwar an den jährlichen Anstieg des umfassendsten Geldmengenaggregats M3. In den letzten Jahren überstieg die Geldmengenausweitung den Anstieg des Verbraucherindexes um ein vielfaches. So erhöhte sich der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) seit Einführung des Euro im Jahre 1999 im Schnitt um 2% pro Jahr, während die Geldmenge M3 im Schnitt um jährlich 8,3% anschwoll.


    An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß hier unter Inflation die Ausweitung der (ungedeckten) Geldmenge verstanden wird, was der bis in die 1950er gültigen Defintion entspricht. Der Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, was heute irreführenderweise als Inflation definiert wird, ist demnach die Folge der Geldmengenausweitung und vom Vorgang der Ausweitung - die Ursache - begrifflich zu unterscheiden.


    Fehlende Besicherung
    Wie jede Staatsanleihe, so ist auch eine inflationsindexierte Staatsanleihe durch nichts als das„Versprechen“ des Staates besichert, zum Zeitpunkt der Tilgung, respektive der Zinszahlungen, die notwendigen Steuern von seinen Steuerbürgern eintreiben zu können. Die klamme Lage nahezu aller Finanzminister in der westlichen Welt, die rasant alternde Bevölkerung, die zunehmende Kapital- und Steuerflucht aus Europa, insbesondere aus Deutschland, werden in nicht allzu ferner Zukunft viele Regierungen in enorme Schwierigkeiten bringen, ihr „Versprechen“ einzuhalten. Vor einem Staatsbankrott schützt auch diese Art von Staatsanleihen daher aufgrund der fehlenden Sicherheiten nicht.


    Staatsverschuldung als Inflationsauslöser
    Ist es ein historischer Zufall, daß der deutsche Finanzminister heute zum ersten Mal seit der Weimarer Republik wieder die Auflage einer inflationsgeschützten Anleihe ankündigt? Mitnichten. Denn Inflation ist, wie der österreichische Ökonom und Nobelpreisträger Friedrich A. von Hayek in einem Artikel in der New York Times von 1982 bemerkte, die unumgängliche Folge staatlicher Überschuldung:


    The only way you can finance a deficit is by inflation. You cannot raise this amount by genuine borrowing. [...] A large government deficit is a certain way to inflation. (Die einzige Möglichkeit ein Budgetdefizit zu finanzieren, ist durch Inflation. Man kann diese Summe nicht durch echte [d.h. durch reale Werte gedeckte] Schuldenaufnahme aufbringen. [...] Ein großes Budgetdefizit ist ein sicherer Weg zu Inflation.)


    Wenn ein Finanzminister nun die Anleger vor der von ihm verursachten Geldentwertung zu schützen versucht, dann muß die angekündigte Emission einer inflationsgeschützten Anleihe als ernstzunehmendes Warnsignal und nicht als nachhaltige Konsolidierung verstanden werden. Die massive Überschuldung der öffentlichen Haushalte, die durch unzählige statistische Tricksereien genauso wie die Teuerungsrate künstlich niedrig gehalten wird, zwingt den Schuldner Staat, den Anlegern eine höhere Sicherheit gegen den realen Wertverlust zu versprechen. Die Tatsache, daß die Regierungen selbst bei historisch einmalig niedrigen Zinsen nicht (mehr) in der Lage bzw. nicht willens sind, die Staatsverschuldung herunterzufahren, sollte jeden Anleger über deren zukünftige Kreditwürdigkeit äußerst nachdenklich stimmen. Wer auf der sicheren Seite stehen möchte, der sollte inflationsindexierte Anleihe wie jede andere Staatsanleihe meiden; direkt oder - z.B. über eine Lebensversicherung - indirekt.


    Verfasst am 01.03.2006 von Gregor | Kommentare (0)AS


    http://www.choices.li/item.php…ationsindexierten_Anleihe

    @valuemann


    Genauso sehe ich es auch. Es bleibt einfach nichts anderes übrig als das Risiko zu akzeptieren, wenn man jetzt einsteigen will, und sich quasi in die Aktie hineinzukaufen. Momentan sehe ich aber eher eine Seitwärtsbewegung. Der Zinkpreis ist auch heftig gestiege, wie so alles andere auch, und wird auch hier eine Konsolidierung angesagt.


    Gruß Jürgen

    Wer sollte dir diese Frage von uns schon beantworten können. Für genaue Infos
    sind die Banken und die AG zuständig. Man kan sich ja in den Flieger setzen, und vor Ort die Jungs ausquetschen. Aber ob die mit dir reden wollten ? 8)
    Da kann es nur eines geben, kaufen und hoffen. Günstiger wie jetzt kann dasUmfeld nicht mehr werden.


    Gruß S.

    II. Die iranische Ölbörse


    Die iranische Regierung hat schlußendlich die ultimative “nukleare” Waffe entwickelt, die über Nacht das Finanzsystem zerstören kann, auf dem das amerikanische Imperium aufgebaut ist. Diese Waffe ist die iranische Ölbörse, die laut Plan im März 2006 starten soll. Die Börse wird auf einem Euro-Öl-Handelssystem basieren, was natürlich die Bezahlung in Euro impliziert. Dies stellt eine viel größere Bedrohung für die Hegemonie des Dollars dar als seinerzeit Saddam, weil es jedermann ermöglicht, Öl für Euro zu kaufen und zu verkaufen und damit den US-Dollar völlig zu umgehen. Es ist wahrscheinlich, daß fast jeder das Euro-Öl-System übernehmen wird:


    - Die Europäer bräuchten keine Dollar mehr zu kaufen und zu halten, um Öl zu kaufen, sondern würden statt dessen mit ihrer eigenen Währung bezahlen. Die Einführung des Euro für Öltransaktionen ließe die europäische Währung den Status einer Reservewährung einnehmen, was den Europäern auf Kosten der Amerikaner zum Vorteil gereichen wird.


    - Die Chinesen und Japaner werden mit besonderem Eifer die neue Börse annehmen, weil es ihnen erlaubt, ihre enormen Dollarreserven drastisch zu reduzieren und mit Euro zu diversifizieren, womit sie sich gegen die Abwertung des Dollars schützen können. Einen Teil ihrer Dollar werden sie auch in Zukunft halten wollen; einen zweiten Teil ihrer Dollarreserven werden sie vielleicht sofort auf den Markt werfen; einen dritten Teil werden sie für spätere Zahlungen verwenden, ohne diese Dollarbestände je wieder aufzufüllen, denn sie werden dafür ihre Eurobestände erhöhen.


    - Die Russen haben ein inhärentes ökonomisches Interesse an der Einführung des Euro – der Großteil ihres Handels ist mit europäischen Ländern, mit ölexportierenden Ländern, mit China und mit Japan. Die Einführung des Euro würde mit sofortiger Wirkung den Handel mit den ersten beiden Blöcke abdecken, und im Laufe der Zeit den Handel mit China und Japan erleichtern. Darüber hinaus verabscheuen die Russen offensichtlich das weitere Halten von an Wert verlierenden Dollar, weil sie seit kurzem wieder auf Gold setzen. Die Russen haben außerdem wieder ihren Nationalismus belebt, und falls die Übernahme des Euros die Amerikaner umbringen kann, werden sie ihn mit Freude übernehmen und selbstgefällig den Amerikanern beim Sterben zu schauen.


    - Die arabischen erdölexportierenden Länder werden den Euro begierig übernehmen, um auf diese Weise den Anteil ihrer steigenden Mengen an an Wert verlierenden Dollar zu senken. Wie die Russen handeln sie vornehmlich mit europäischen Ländern, weswegen sie die europäische Währung sowohl wegen ihrer Stabilität als auch als Schutz gegen Währungsrisiken präferieren, ganz zu schweigen von ihrem Jihad gegen den ungläubigen Feind.


    Nur die Briten befinden sich in der Zwickmühle. Sie haben bereits seit Ewigkeiten eine strategische Partnerschaft mit den USA, aber sie verspüren auch eine natürlich Anziehungskraft zu Europa. Bislang hatten sie viele Gründe, sich an die Seite des Siegers zu stellen. Wenn sie allerdings ihren alten Verbündeten fallen sehen, werden sie dann standhaft hinter ihm stehen oder ihm den Gnadenstoß versetzen? Wir sollten nicht vergessen, daß im Augenblick die beiden führenden Ölbörsen die New Yorker NYMEX und die in London ansässige „International Petroleum Exchange“ (IPE) sind, auch wenn beide de facto im Besitz der Amerikaner sind. Es ist wahrscheinlicher, daß die Briten mit dem sinkenden Schiff untergehen werden, denn andernfalls würden sie ihrem nationalen Interesse an der Londoner IPE zuwiderhandeln und sich ins eigene Knie schießen. Es darf an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, daß das gesamte Gerede über die Gründe für die Beibehaltung des Britischen Pfund die wahre Ursache verkennt; es ist sehr wahrscheinlich, daß die Briten dem Euro nicht beitraten, weil die Amerikaner sie zu diesem Verzicht drängten: ansonsten hätte die IPE den Euro übernehmen müssen, was den Dollar und Englands strategischen Partner tödlich verwundet hätte.


    Unabhängig davon wie die Briten entscheiden, sollte die iranische Ölbörse erfolgreich starten, sind in jedem Fall die Eigeninteressen der bedeutenden Mächte – die der Europäer, Chinesen, Japaner, Russen und Araber – so gelagert, daß diese Länder den Euro auf schnellstem Wege übernehmen werden und damit das Schicksal des Dollars besiegeln. Die Amerikaner können es niemals erlauben, daß das passiert und, falls notwendig, werden sie auf eine Vielzahl an Strategien zurückgreifen, um die Inbetriebnahme der Börse zu stoppen oder zu behindern:


    - Sabotageakte gegen die Börse – das könnte ein Computervirus sein, eine Attacke gegen ein Netzwerk, gegen die Kommunikationseinrichtungen oder gegen den Server, verschiedenartige Angriffe auf die Serversicherheit oder eine Attacke nach dem Muster von 9/11 gegen das Haupt- oder ein Nebengebäude.
    - ein Staatsstreich – die mit Abstand beste langfristige Strategie, die den Amerikanern zur Verfügung steht.
    - Verhandlung von akzeptablen Konditionen – eine andere exzellente Lösung für die Amerikaner. Gewiß ist ein Staatsstreich die bevorzugte Strategie, weil dieser die Nichtinbetriebnahme der Börse garantiert und daher die amerikanischen Interessen nicht mehr gefährdet wären. Falls jedoch ein Sabotageversuch oder ein Staatsstreich scheitern sollte, dann sind Verhandlungen eindeutig die zweitbeste verfügbare Option.
    - eine gemeinsame UN Kriegsresolution – das wird ohne Zweifel schwierig zu erreichen sein, angesichts der nationalen Interessen der anderen Mitgliedsstaaten des Sicherheitsrates. Die hitzige Rhetorik über das iranische Atomwaffenprogramm dient zweifelsohne der Vorbereitung dieser Vorgehensweise.
    - Unilater Angriff mit Atomwaffen – das ist aus denselben Gründen, die mit der nächsten Strategie, dem unilateralen totalen Krieg verbunden sind, eine fürchterliche strategische Wahl. Die Amerikaner werden wahrscheinlich für ihren schmutzigen nuklearen Job auf Israel zurückgreifen.
    - Unilateraler Totaler Krieg – das ist offensichtlich die schlechteste strategische Wahl. Erstens, weil die amerikanischen Streitkräfte von zwei Kriegen bereits erschöpft sind. Zweitens, weil sich die Amerikaner damit weiter von den anderen mächtigen Nationen entfremden. Drittens, weil Länder mit bedeutenden Dollarreserven entscheiden könnten, still und leise Vergeltung zu üben, indem sie ihre eigenen Berge an Dollars auf den Markt werfen, um auf diese Weise die USA von der weiteren Finanzierung ihrer militärischen Ambitionen abzuhalten. Und schließlich hat der Iran strategische Allianzen mit anderen mächtigen Staaten, die bei einem Angriff auf Seiten des Irans in den Krieg eintreten könnten; angeblich hat der Iran solche Allianzen mit China, Indian und Rußland, besser bekannt als die „Shanghai Cooperative Group“, auch bekannt als „Shanghai Coop“ und einen separaten Pakt mit Syrien.


    Welche strategische Option auch immer gewählt wird, von einem rein ökonomischen Standpunkt aus gesehen, wird die iranische Ölbörse, sollte sie jemals den Betrieb aufnehmen, von den bedeutenden Wirtschaftsmächten rasch angenommen werden und wird so den Untergang des Dollars einläuten. Der kollabierende Dollar wird die amerikanische Inflation dramatisch anheizen und einen starken Druck auf die Erhöhung der Zinsen am langen Ende auslösen. An diesem Punkt wird sich die FED zwischen Scylla und Charybdis wiederfinden – zwischen Deflation und Hyperinflation – sie wird entweder dazu gezwungen sein, die „klassische Medizin“ – Deflation – einzunehmen, indem sie die Zinssätze erhöht und die FED wird so eine größere Wirtschaftskrise, den Kollaps des Immobilienmarktes und eine Implosion des Anleihen- und Aktienmärkte, sowie des Marktes für Derivate, kurz den totalen Zusammenbruch des Finanzsystems, auslösen. Alternativ kann sie den Weg der Weimarer Regierung wählen und inflationieren, indem sie die langfristigen Zinsen festschraubt, die Helikopter aufsteigen läßt und das Finanzsystem in Liquidität ertränkt, inklusive dem bailing out von zahlreichen LTCMs und der damit einhergehenden Hyperinflationierung der Wirtschaft.


    Die österreichische Theorie des Geldes, des Kredits und des Konjunkturzyklus lehrt uns, daß es keine Alternative zu Scylla und Charybdis gibt. Früher oder später muß sich das Geldsystem in die eine oder andere Richtung bewegen und die FED damit zu einer Entscheidung zwingen. Ohne Zweifel wird der Oberbefehlshaber Ben Bernanke, ein renommierter Kenner der „Great Depression“ und ein versierter Black Hawk – Pilot, die Inflation wählen. „Helicopter Ben“, der Rothbards „America’s Great Depression nicht kennt, hat trotzdem die Lehren aus der „Great Depression“ und der vernichtenden Kraft der Deflation gezogen. Der Maestro [Alan Greenspan, Anm. d. Ü.] klärte ihn über das Allheilmittel für jedes einzelne Problem des Finanzsystems auf – die Inflationierung, egal was auch passieren mag. Er hat sogar die Japaner seine geniale und unkonventionelle Methode gelehrt, wie sie die deflationäre Liquiditätsfalle bekämpfen sollen. Wie sein Mentor träumte er vom Kampf gegen einen Kondratieff-Winter. Um eine Deflation zu vermeiden, wird er auf die Notenpresse zurückgreifen; er wird alle Hubschrauber von den 800 amerikanischen Militärbasen im Ausland zurück beordern; und falls notwendig wird er alles, was ihm über den Weg läuft, monetisieren. Seine endgültige Leistung wird die Zerstörung der amerikanischen Währung durch eine Hyperinflation sein und aus ihrer Asche wird die nächste Reservewährung der Welt emporsteigen – das barbarische Relikt Gold.


    Über den Autor
    Krassimir Petrov (Krassimir_Petrov@hotmail.com) erhielt seinen Ph. D. in Volkswirtschaftslehre von der Ohio State University und unterrichtet im Augenblick Makroökonomie, International Finance und Ökonometire an der “American University” in Bulgarien. Er strebt eine Karriere in Dubai oder den Vereinigten Arabischen Emiraten an.


    Dieser Beitrag erschien ursprünglich unter dem Originaltitel "The Proposed Iranian Oil Bourse" am 18. Jänner auf http://www.EnergyBulletin.net.


    v


    Ölige Legenden


    Die iranische Ölbörse - der Todesstoß für den US-Dollar?


    http://www.choices.li/item.php?id=163


    Für Krassimir Petrov haben die aktuellen außenpolitischen Spannungen mit dem Iran einen handfesten ökonomischen Hintergrund. Die geplante iranischen Ölbörse könnte den unausweichlichen Kollaps des Dollars auslösen und hat damit das Potential, der Sargnagel für das amerikanische Imperium zu werden. Der Autor erwartet weiters, daß die FED unter ihrem neuen Vorsitzenden Ben Bernanke die drohende Finanzkrise mit der Notenpresse bekämpfen werde. Nach einer hyperinflationären Phase sieht er Gold als neue, alte Weltwährungsreserve.
    I. Ökonomie der Imperien


    Während ein Nationalstaat seine eigenen Bürger besteuert, kann ein Imperium andere Nationalstaaten besteuern. Die Geschichte der Imperien, von den Griechen und den Römern, bis zu den Osmanen und den Briten lehrt uns, daß das wirtschaftliche Fundament jedes einzelnen Imperiums die Besteuerung anderer Staaten ist. Der Fähigkeit andere Staaten zu besteuern, lag immer die größere Wirtschaftskraft des Imperiums zugrunde, und als dessen Folge, die größere Militärkraft. Ein Teil der vom unterworfenen Staat eingetriebenen Steuern diente der Erhöhung des Lebensstandards des Imperiums, während der andere Teil in die Stärkung des Militärs floß, um die Steuereintreibung durchzusetzen.


    Historisch gesehen erfolgte die Besteuerung des unterworfenen Staates in verschiedenen Formen. Normalerweise wurde dort Gold und Silber verlangt, wo Gold und Silber als Geld fungierten, aber auch Sklaven, Soldaten, Getreide, Rinder oder andere landwirtschaftliche Güter oder Rohstoffe, bzw. was auch immer für Güter das Imperium verlangte und der unterworfene Staat liefern konnte, wurden als Steuer eingehoben. Historisch gesehen war die Besteuerung durch ein Imperium immer direkt: der unterworfene Staat lieferte die Güter dem Imperium direkt ab.


    Zum ersten Mal in der Geschichte konnte Amerika im 20. Jahrhundert die Welt indirekt durch Inflation besteuern. Es brauchte keinen Anspruch auf direkte Zahlungen erheben wie es alle Vorgänger-Imperien zu tun pflegten, sondern die USA verteilen statt dessen ihr eigenes Papiergeld, den US-Dollar, an andere Länder und erhalten dafür reale Güter. Das alles geschieht mit der Absicht, den US-Dollar durch Inflationierung abzuwerten und damit jeden Dollar später mit weniger Gütern zurückzuzahlen – die Differenz entspricht der US-amerikanischen imperialen Steuer. Und so spielte sich der Prozeß ab.


    Im frühen 20. Jahrhundert begann die amerikanische Wirtschaft die Weltwirtschaft zu dominieren. Der US-Dollar war an Gold gebunden, d.h. weder erhöhte noch reduzierte sich der Wert eines Dollars, sondern er entsprach fortwährend derselben Menge Gold. Die Weltwirtschaftskrise, mit der in den Jahren 1921 bis 1929 vorausgehenden Inflation [d.h. Ausweitung der Geldmenge; Anm. d. Ü.] und den nachfolgenden explodierenden Budgetdefiziten, erhöhte die im Umlauf befindlichen Banknoten signifikant, was die Deckung des Dollars mit Gold unmöglich machte. Folglich entkoppelte Roosevelt [US-Präsident Franklin D. Roosevelt, Anm. d. Ü.] 1932 den Dollar vom Gold. Bis zu diesem Punkt mögen die USA wohl die Weltwirtschaft dominiert haben, aus einer ökonomischen Perspektive waren die USA jedoch kein Imperium. Die Bindung an das Gold erlaubte es den Amerikanern nicht, sich auf Kosten anderer Länder zu bereichern.


    Seine ökonomische Geburtsstunde erlebte das amerikanische Imperium mit dem Bretton-Woods Abkommen im Jahre 1945. Der US-Dollar war nicht mehr voll in Gold konvertierbar, sondern nur mehr für ausländische Regierungen in Gold konvertierbar. Das begründete den Status des Dollars als Weltwährungsreserve. Dies war möglich, weil die Vereinigten Staaten während des 2. Weltkrieges gegenüber ihren Verbündeten darauf bestanden, dass Güterlieferungen mit Gold bezahlt werden mußten, wodurch die USA einen Großteil des weltweit verfügbaren Goldes akkumulieren konnten. Die Ausbildung eines Imperiums wäre niemals möglich gewesen, wenn, wie im Bretton Woods Abkommen festgeschrieben, die Geldmenge des Dollars derart begrenzt geblieben wäre, sodaß eine Rückwechslung des Dollars in Gold möglich geblieben wäre. Allerdings entsprach die „Butter und Kanonen“–Politik der 1960er Jahre bereits einer imperialen Politik: die Geldmenge des Dollars wurde schonungslos erweitert, um den Vietnamkrieg und Lyndon B. Johnsons [US-Präsident von 1963 – 1968; Anm. d. Ü.] „Great Society“ zu finanzieren. Der Großteil der Dollar floß im Austausch für Güter ins Ausland, ohne daß die USA jemals ein ehrliches Interesse gehabt hätten, die US-Dollar zum selben Wert zurückzukaufen. Die ständigen Handelsbilanzdefizite führten zu einem Anstieg der Beteiligungen in US-Dollar von Ausländern und das ist gleichbedeutend mit einer Steuer – die klassische Inflationssteuer, die ein Land seinen eigenen Bürgern auferlegt, hoben dieses Mal die Vereinigten Staaten vom Rest der Welt ein.


    Als die Ausländer 1970-1971 ihre Dollarbestände in Gold wechseln wollten, bezahlte die amerikanische Regierung per 15. August 1971 ihre Schulden nicht mehr. Während die vox populi die Geschichte von der „Trennung der Verbindung von Dollar und Gold“ erzählt, ist die Weigerung der amerikanischen Regierung Dollar in Gold einzulösen, in der Realität eine Form des Bankrotts. Im Wesentlichen erhoben sich damit die USA zum Imperium. Die USA konsumierten eine Unmenge an ausländischen Gütern, ohne jemals die Absicht oder die Fähigkeit zu haben, diese Güter eines Tages zurückzusenden und die Welt hatte nicht die Macht, ihre Ansprüche durchzusetzen – die Welt wurde besteuert und konnte nichts dagegen tun.


    Um das amerikanische Imperium aufrecht zu erhalten und um den Rest der Welt weiter zu besteuern, mußten die Vereinigten Staaten seither die Welt dazu zwingen, den beständig an Wert verlierenden Dollar im Austausch für Güter zu akzeptieren und immer größere Menge des beständig an Wert verlierenden Dollar zu halten. Die USA mußten eine ökonomische Begründung finden, warum die Welt Dollar halten sollte und diese Begründung war das Rohöl.


    1971 wurde es immer offensichtlicher, daß die amerikanische Regierung nicht mehr imstande war, ihre Dollar mit Gold zurückzukaufen, und so traf sie 1972/73 mit Saudia Arabien die unumstößliche Vereinbarung, daß die USA das Königshaus Saud fortan unterstützen würden, wenn dieses als Gegenleistung nur mehr US-Dollar für ihr Rohöl akzeptiert. Die restlichen Mitglieder OPEC taten es Saudi Arabien gleich und akzeptierten ebenfalls nur mehr Dollar. Weil die Welt Öl von den Arabischen Ländern kaufen mußte, bestand ein Grund, Dollar für die Bezahlung des Öls zu halten. Weil die Welt immer größere Mengen an Öl benötigte, konnte die Nachfrage nach Dollar nur steigen. Auch wenn Dollar nicht mehr länger in Gold gewechselt werden konnte, waren sie nun gegen Öl wechselbar.


    Die ökonomische Quintessenz dieser Vereinbarung war, daß der Dollar nun von Öl gedeckt wurde. Solange dies der Fall war, mußte die Welt Unmengen an Dollar akkumulieren, weil sie diese Dollar für den Einkauf von Öl benötigten. Solange der Dollar die einzig akzeptierte Währung im Ölgeschäft war, war die Dominanz des Dollars in der Welt gesichert und das amerikanische Imperium konnte den Rest der Welt besteuern. Falls, aus welchem Grund auch immer, der Dollar seine Öldeckung verlöre, würde das amerikanische Imperium untergehen. Der Überlebensdrang des Imperiums diktiert daher, daß Öl nur für Dollar verkauft werden darf. Er diktiert auch, daß die verschiedenen Länder mit Ölreserven nicht stark genug sein dürfen, politisch oder militärisch, um für die Bezahlung des Öls etwas Anderes als Dollar zu verlangen. Falls jemand ein anderes Zahlungsmittel verlangte, mußte er entweder mit politischem Druck oder militärischen Mittel überzeugt werden, seine Meinung zu ändern.


    Der Mann, der tatsächlich Euro für sein Öl verlangte, war Saddam Hussein im Jahr 2000. Zunächst wurde seine Forderung mit Spott und Hohn begegnet, später mit Gleichgültigkeit, aber als es klarer wurde, daß er es ernst meinte, wurde politischer Druck ausgeübt, damit er seine Meinung ändert. Als andere Länder, wie der Iran, die Bezahlung in anderen Währungen, insbesondere in Euro und Yen, verlangten, war die Gefahr für den Dollar offensichtlich und gegenwärtig und eine Strafaktion stand an. [George W.] Bushs Operation „Schock und Ehrfurcht“ [shock and awe] im Irak drehte sich nicht um Saddams nukleares Potential, nicht um die Verteidigung der Menschenrechte, nicht um die Verbreitung der Demokratie und auch nicht darum, die Ölfelder zu erobern; es ging allein darum, den Dollar zu verteidigen, sprich das amerikanische Imperium. Es sollte ein mahnendes Exempel statuiert werden, daß jeder, der andere Währungen als den US-Dollar akzeptieren wollte, auf die selbe Art bestraft würde.


    Viele kritisierten Bush für seinen Angriff auf den Irak, weil sie glaubten, daß es Bush um die Eroberung der irakischen Ölfelder ging. Allerdings können diese Kritiker nicht erklären, warum Bush es überhaupt nötig hätte, diese Ölfelder zu erobern – er könnte ja einfach kostenfrei Dollar drucken und mit diesen soviel Öl kaufen, wie er benötig. Er muß daher andere Gründe für seine Invasion gehabt haben.


    Die Geschichte lehrt uns, daß ein Imperium aus zwei Gründen in den Krieg ziehen soll: (1) um sich zu verteidigen oder (2) um vom Krieg zu profitieren; falls nicht, wie Paul Kennedy in seinem richtungweisenden Werk „The Rise and Fall of the Great Powers“ ausführt, die militärische Überdehnung die ökonomischen Mittel erschöpft und den Kollaps des Imperiums herbeiführt. Ökonomisch betrachtet muß der Nutzen eines Krieges dessen militärische und soziale Kosten übersteigen, damit ein Imperium einen Krieg vom Zaun bricht. Der Gewinn aus den irakischen Ölfeldern ist kaum die Kosten über viele Jahre hinweg wert. Nein, Bush mußte den Irak angreifen, um sein Imperium zu verteidigen. Genau das ist in der Tat der Fall: zwei Monate nachdem die Vereinigten Staaten in den Irak einmarschierten, wurde das „Oil for Food“ Programm beendet, die auf Euro lautenden irakischen Konto in Dollar-Konten rückgewandelt und das Öl wurde wieder nur für US-Dollar verkauft. Die Welt konnte nun nicht mehr irakisches Öl mit Euro erwerben. Die globale Vormachtstellung des Dollars war wiederhergestellt. Siegreich stieg Bush aus einem Kampflugzeug aus und erklärte die Mission für vollendet – er hatte den US-Dollar erfolgreich verteidigt und damit das amerikanische Imperium

    Euro statt US-Dollar in Syrien



    Euro statt US-Dollar in Syrien
    14.02.2006







    Wie UPI am Montag berichtete, hat Syrien erklärt, ab sofort sämtliche Auslandsgeschäfte statt wie bisher in US-Dollar nun in Euro abzuwickeln.


    "Alle Ministerien und staatlichen Unternehmen müssen von jetzt an den Euro statt des US-Dollars benutzen, um Gelder zurückzuzahlen, die staatliche Einrichtungen ausländischen Partnern schulden", so eine in der syrischen Tageszeitung Ath-Thawra veröffentlichte Erklärung des syrischen Premierministers Mohammed Naji Otri.


    Ungenannte Quellen innerhalb der syrischen Regierung sagten UPI zufolge, daß der Entschluß gefällt wurde, um "die syrische Wirtschaft nicht der Gnade des US-Dollars zu unterwerfen, insbesondere, da US-Gesetze vorschreiben, daß jeglicher Umtausch in US-Dollar über das US-Bankensystem laufen muß." Reuters zitierte in einer Meldung Duraid Durgham, den Leiter der staatlichen Handelsbank von Syrien, mit den Worten: "Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme. Wir reden über mehrere Milliarden US-Dollar. Der Wechsel zum Euro wird uns dabei helfen, Liquiditätsprobleme in den Vereinigten Staaten zu vermeiden."


    Durgham sagte, daß dementsprechend nun auch die syrischen Ölexporte in Euro abgerechnet werden.


    Die Menge der syrischen Ölexporte ist im Vergleich zu anderen Ländern zwar gering - so betragen die rund 240.000 Barrel am Tag beispielsweise nur etwa 10 Prozent der iranischen Ausfuhren – gerade zu einem Zeitpunkt, da der US-Dollar gegenüber dem Euro wieder etwas zu steigen begonnen hat, wird diese Nachricht in Washington allerdings kaum Freude auslösen. Darüberhinaus setzt Syrien hier ein Zeichen, dem möglicherweise weitere Länder folgen werden. Im November 2000 hatte der Irak begonnen, seine Ölexporte in Euro abzurechnen, nur zwei Monate nach der Eroberung des Landes durch die USA wurde diese Entscheidung rückgängig gemacht und das Euro-Konto des Iraks bei den Vereinten Nationen in US-Dollar umgewandelt.




    http://www.freace.de/artikel/200602/140206a.html

    Der Silberpreis scheint unaufhaltsam nach oben zu laufen. Zehn Dollar, eine Marke, die seit den 80er Jahren nicht mehr gesehen war, stellt diesmal anscheinend auch keine Hürde dar. Grund dürften diesmal die geplanten Silberfonds (ETF) sein. Noch nicht einmal eingeführt, generieren sie schon riesige Nachfrage.



    Ja der Amadeus, er war nicht nur ein Klasse-Musiker. Nein, wer hätte es gedacht, er hat post mortem auch noch ein Zuckerl für die Silber-Bullen in seinem reichhaltigen Repertoire. Zu Wolfgang Amadeus Mozarts 250. Geburtstag ließ sich die Bundesrepublik Deutschland zu einer 10-Euro-Gedenkmünze hinreißen. 32,5 Millimeter im Durchschnitt aus 925er Silber und 2,1 Millionen Stück: Nach Adam Riese sind dies immerhin gut eine Million Unzen Silber, die in Schatullen und auf Sammler-Tableaus für – möglicherweise die nächsten 250 Jahre – dahinschlummern. Und Deutschland dürfte nicht die einzige Nation sein, die mit Silber den Don-Giovanni-Meister feiert.


    Ja sicher, das ist nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Silber-Markt. Viel wichtiger erscheint dagegen die mögliche Einführung von börsennotierten Silber-Fonds. Parallel zu den Gold ETFs, die es ja schon sehr erfolgreich gibt, schaut dieses Vehikel aus. Physisches Silber wird hinterlegt und der Käufer hält dafür ein Zertifikat. So kann jeder direkt am Silbermarkt agieren. Der Antrag bei der amerikanischen Börsenaufsicht (SEC) zur Einführung der Silber-Fonds an der Börse in New York wurde von der Barclays Bank gestellt.


    Doch die Erlaubnis der SEC lässt noch auf sich warten. Die Vereinigung der Silberverarbeitenden Industrie legt sich jetzt quer und will Barclays Knüppel zwischen die Beine werfen. Der Silberpreis werde durch die ETFs künstlich nach oben getrieben, so die Silver Users Association. Und sobald der Silberpreis höher liege, könnte ja die Gewinnmargen der Industrie zusammenschrumpfen und/oder die Nachfrage nach Silberprodukten generell abnehmen. Eine ganze Industrie sei somit in den USA gefährdet. Starke Argumente, denen sich auch eine SEC nicht unbedingt verschließen will. Doch wir gehen davon aus, dass Barclays Silber-Fonds letztendlich doch eingeführt wird. Denn, das wird auch die SEC wissen, werden wohl in Hongkong, London, Singapur und vielleicht auch Dubai den US-Silberfonds sonst zuvor kommen.


    Doch was ist das Potenzial solch eines Fonds überhaupt. Schauen wir uns ganz einfach einmal den New Yorker Gold-ETF an: Allein in der letzten Januar-Woche kauften die Anleger über ihn 1,23 Millionen Unzen Gold. Dies waren knapp 700 Millionen US-Dollar.


    Flösse in einen Silber-ETF vergleichbar viel Bares, so wäre dies eine Nachfrage nach 70 Millionen Unzen Silber gewesen. Da der physische Silber-Markt relativ eng ist, Experten rechnen mit zirka 500 Millionen Unzen, die derzeit frei verfügbar sind, wäre die neue Nachfrage ein großes Problem, sollen die Silber-Preise nicht gleich explodieren.


    Dies erinnert an die Zeiten um 1979 und Anfang 1980 als Silber wie eine Rakete nach oben schoss.


    Weitsichtige Investoren kauften daher schon in den vergangenen Wochen Silber. Auch auf die Gefahr hin, dass die SEC doch noch „Nein!“ rufen sollte. Denn dann könnte es doch zur Korrektur bei Silber kommen. Wer sich dagegen absichern will sollte unseren Artikel vom 13. Dezember studieren, in dem wir – auch wenn wir langfristig für Silber gute Chancen sahen – kurzfristig Gefahren erkannten.


    Sollten Sie eher darauf tippen, dass die SEC die Silber-ETFs zulassen wird, dann setzen Sie auf zum Beispiel Zertifikate auf Silber. Turbos oder Minifutures scheinen in der aktuellen Situation dagegen etwas zu spekulativ, da jeder kleinere Rückschlag beim Silberpreis hohe Verluste verursachen könnte.


    Die beste Möglichkeit mit Hebel auf Silber zu setzen erscheint uns daher die Anlage in Silberminen. Sie sind zwar auch spekulativ aber man wird zumindest nicht ausgestoppt, wenn es doch zwischendurch in die verkehrte Richtung läuft. Unser Favorit ist weiterhin Gammon Lake Resources (ISIN: CA9595311049). Gammon Lake ist zwar eigentlich ein Goldkonzern, jedoch verfügt Gammon über große Silber-Ressourcen. Weitere Silberminen, die gut aussehen, sind Apex Silver Mines, Western Silver und Minefinders aus Nordamerika sowie Perilya (ISIN: AU00000PEM8) aus Australien, auch wenn dort Silber nur ein Beiprodukt ist.


    Bei stark steigendem Silberpreis hätten zudem Coeur d’Alene, Silver Wheaton und Pan American Silver die höchsten Hebel auf den Aktienkurs, was sie noch etwas risikoreicher macht.
    Sobald die ETFs auf dem Markt sind, sollten sie ebenfalls eine Anlagealternative für Silber-Bullen darstellen.


    http://www.goldinvest.de/publi…&sc=&i=&y=5634&s=&offset=

    Schon brutal heute. Das alles ohne fundamentale Gründe. Wer in der Endphase des Anstieges erwischt wurde, muß jetzt verkaufen, oder er sitzt auf roten Zahlen.
    Das tut auch sehr weh. In einem Bullenmarkt in dem der Goldmarkt sich befindet
    sind solche Korrekturen schon immer Kaufkurse gewesen, dazu muß man entweder noch genug Knete haben, oder sich nicht im Markt befinden. Mal sehen ob die 550 halten. Es ist immer wieder das gleiche, wenn zuviele optimistisch gestimmt sind, geht es bestimmt abwärts.


    Gruß Jürgen