Beiträge von Dr_Meyer

    ich denke, man wird keine Probleme bekommen, diesen Barren irgendwann mal wieder zu Papiergeld zu machen.
    ich würde allerdings die 1kg variante bevorzugen:
    ohne schiff, nur mit der Queen wirkt der Barren seriöser aus und wertiger.


    und es könnte in ein paar jahren ohne weiteres sein, dass ein 100 oz barren illiquider ist als ein 1kg barren.


    seit ein paar Wochen ist der 500 g Goldbarren aus dem 15 euro bereich für anonyme Tafelgeschäfte rausgewandert.


    aber das ist pure spekulation:
    wer hätte 2002 geglaubt, dass der Krügerrand in 2010 mal teurer sein wird, als die mit viel Hype beworbenen 100 euro goldmünzen
    und sogar höher notieren würde als lunarmünzen:
    einfach aus dem grund, weil die nachkäufer lieber das nehmen, wovon sie schon mal was gehört haben.

    Im Jahr 2009 fand er dann Gold zu teuer.
    Er sagte für gewöhnlich: I own Gold, I dont sell it. Falls der Preis runtergeht, hoffe ich schlau genug zu sein, um nachzukaufen.

    Buffet sagt: eine Aktie, die man nicht guten Gewissens 10 Jahre halten kann, sollte man auch nicht 10 minuten besitzen.
    Kostolany sagte: wenn man fundamental von einem Investment überzeugt ist, dann ist man immer auf der Käuferseite: sowohl wenn der Preis steigt, als auch wenn er fällt.
    Bis zu dem Tag, wo man feststellt, dass sich der Markt in einer Manie befindet und man sich wohl oder übel von seinem Investment trennen muss.

    Im Thread vom September 2009: „die Hausse hat gerade erst begonnen“ legte ich damals dar, warum diejenigen, die beim Überschreiten der 1000 dollar-marke das Ende der Goldhausse ausriefen, wohl irrten.

    Der Öl-Spike dauerte nur einen Sommer. Aber Öl war als Investment gar nicht geeignet,
    ein Investment für alle zu sein.
    Gold als Blue Chip des untergegangenen Goldstandard-Systems, hat das Zeug zum big run, denn Gold ist rein Rohstoff, sondern Geld.

    In einer Phase schwindenden Vertrauens ins Papiergeld und in Schulden ist das Potential für Gold so groß wie die derzeitigen Schulden.

    Im Jahre 2009 war es durchaus riskant ins Gold zu gehen, denn die Lehman-Krise war vorbei, alle Banken waren gerettet, die Aktienmärkte stiegen rasant, es wurde soviel über Green Shoots geredet, dass man den Eindruck hatte, die „Financial Times“ sei „Mein schöner Garten“. Und der euro hatte sich während der Finanzkrise bewährt und vermittelte eine scheinbare Stabilität.

    Wer genug Papiergeld hat, für den ist es heute weit weniger riskant, ins Gold zu gehen als 2008 oder 2009.

    Papiergeld und Schulden sind Ponzi-Systeme wie Madoffs Finanzimperium. Sie basieren darauf, dass nur wenige gleichzeitig ihren Anteil ausbezahlt haben wollen.
    Beim Bankrott der isländischen Banken garantierten die Niederland und England ihren Sparern die Zahlen-Summen, die auf den Kontoauszügen von Kaupthing & Co notiert waren. Diese Summen wurden bereit gestellt, in dem England und die Niederlande neue Kredite aufgenommen haben. Und im Falle Englands wurden die Kredite direkt von der Bank of England aufgekauft, d.h. de facto wurden die englischen Sparer direkt aus der Notenpresse entschädigt.

    Die Deutschen sind angeblich so wohlhabend. Das Vermögen der Privathaushalte wird auf 5,7 Billionen euro geschätzt. Wenige Prozent sind in echtem Vermögen, in Aktien.
    Der Rest ist in Staatsanleihen und ein sattes Drittel in Kapitallebensversicherungen geparkt.
    Die Versicherungen haben ihr Geld auch zum größten Teil in Staatsanleihen geparkt.
    Und die 660 Mrd euro, in Tagesgeld und auf Giro-Konten geparkt sind, auch dieses Geld wurde von den Banken zum großen Teil in Schuldpapiere gesteckt.
    Nach einem Bericht des Handelsblattes müssen deutsche Banken nur 3% der Sichteinlagen kurzfristig verfügbar halten.

    http://www.handelsblatt.com/po…ld-es-werde-krise;2386105

    3%, dass sind 19.8 Mrd euro.
    d.h. wenn die angeblich so reichen Deutschen mehr als 19,8 Mrd euro von ihrem Vermögen abgeben müssten, z.B. als Vermögenssteuer oder weil sie es in Franken tauschen,
    dann müssten die Banken beginnen, ihre „Assets“ zu verkaufen: Schuldpapiere.
    Da niemand diese Schuldpapiere kauft und Zinsen von 12% zum sofortigen Staatsbankrott führen würden, bleibt die Notenabank als buyer of last resort, die Papiergeld in unbegrenzter Höhe erschaffen kann.


    Wer 2009 Gold gekauft hat, musste noch gehörig gegen den Mainstream handeln.
    Heute kann jeder sehen, was ein „Minsky“-Moment bedeutet, wenn innerhalb von wenigen Tagen eine ganze Anlageklasse – Staatsschulden – in Verruf gerät.

    Eigentlich, scheint mir oft, ist Gold immer noch recht billig.

    Der berühmte Börsenspekulant Kostolany war ein Kind des Aktien und Anleihemarktes.
    André Kostolany berichtete in seinen Memoiren über die vermeintlich dummen französischen Sparer: statt hochverzinzte Anleihen oder boomende Aktien legten sie ihre Geld in den 50er Jahren am liebsten in Gold an.
    Damals war Goldhandel in Frankreich verboten.
    Wer Gold haben wollte, musste sich das von Schmugglern aus Zürich oder aus der spanischen Freihandelszone Tanger bringen lassen.
    Auf dem Schwarzmarkt kostete in Frankreich Gold deutlich mehr als auf dem Spotmarkt von Zürich und Tanger. Und wer eine der beliebten Napoleon-Münzen haben wollte,
    zahlte 100% Aufpreis gegenüber dem Spot-Preis.
    Kostolany, der es gewohnt war, seine Investments zu besten Konditionen in New York, Paris und Zürich zu ordern, machte sich über die französischen Goldbugs lustig,
    die Gold zum doppelten Preis kauften.
    Damals kostete Gold 35 dollar.
    1980, auf dem Höhepunkt des Goldrausches kostete es 800 dollar,
    in DM war der Höhepunkt ein paar Jahre später.
    In dieser Zeit verzweiundzwanzigfachte sich der Preis.
    Wer zum doppelten Preis, also zu 70 dollar gekauft hat – der verelffachte das Investment „nur“.
    In den 90er Jahren gab es zwar niedrige Preise für den Krügerrand (anhand der Jahreszahlen kann ich sehen, dass mein Opa 1993 – 97 des öfteren zugegriffen hat), aber man muss bedenken, dass man damals Mehrwertsteuer auf Gold bezahlt hat.

    Wer sich mal den Goldpreis in euro anszieht, der erkennt, dass sich vor 2005 kaum was getan hat.
    Wer 2002 gekauft hätte, der hätte mehrere Jahre lang sich von der Ehefrau freche Sprüche gefallen lassen müssen, da sich trotz des bullischen „Gold in Dollar“-Chart der Preis für Krüger und Co. in Euroland kaum veränderte.

    Dazu kommt, dass man auch in 2005 eine gehörige Portion Paranoia brauchte, um in Gold zu gehen.

    Die meisten machten es wohl wie Jim Rogers in den frühen 2000ern:
    Immer wenn er schlechte geldpolitische Nachrichten hörte, orderte er zur Beruhigung an der Comex einen 400 oz barren.
    Er war sich aber nicht sicher, ob das die richtige Reaktion war.
    Er schrieb, dass es vielleicht besser gewesen wäre, statt des Goldbarrens zur Beruhigung lieber ein schön fettes Stück Schokotorte zu bestellen.

    ich finde diese Kaufkraftvergleiche interessant - aber auch zum Haare raufen:
    Mit 100 Reichsmark in Gold hatte man also ein monatliches Gehalt wie heute 250 Euro.


    Ist dass nun wenig oder viel.
    Die Arbeiter in dem chinesischen Werk, das iPhones herstellt, bekommen für eine 6 Tage woche und 12h arbeit pro Tag auch 240 euro.
    sind wir reicher, weil wir uns mehr Gold kaufen können?
    ich bekannter von mir wurde von der Polizei kontrolliert:
    er hatte beim Fahren telefoniert auf im VW Bulli lag "unbefestigte Ladung": eine Schaufel und ein Eimer,
    der nicht befestigt war: 70 Euro.
    Das wären ein drittel des Zimmermannsgehaltes von 1910.
    250 euro reichen heute also für ein Laptop, das von chinesischen Sklaven zusammengeschraubt wird -
    oder um dreimal "zu telefonieren" und eine Schaufel ins Auto zu legen.
    wie ist nun die Kaufkraft? und wie das Gehalt?


    Und auf Energie sind 80% Steuern, auf anderen sachen sind 19% Mwst + die Steuern, die schon der Betrieb zahlen musste.
    man könnte auch heute von 700 euro super leben, wenn es keine Mwst, keine Energiesteuer gäbe, keine Sozialangaben gäbe:
    Tankfüllung für 16 euro, essen im Gasthof für 2,50.


    80% allen Goldes, das heute in Tresoren liegt, wurde nach 1950 mit mondernsten Methoden gefördert -
    aber es gibt ja auch viel mehr Menschen und Waren -


    Trotzdem wäre es ein Wunder, wenn die Kaufkraft von Gold bei solchen Schwankungen gleich bleibt.


    nach allem, was ich weis, hat die Kaufkraft von Gold und Silber erheblich geschwankt.


    ich vermute, dass wir historisch gesehen sehr billiges Gold haben und das nach der Erschöpfung der Lagerstätten, die Kaufkraft von Gold in den kommenden Jahrhunderten wieder steigen wird.
    wer seinen Nachkommen was gutes tun will, kann ja einen Familienschatz vergraben.
    da würde ich allerdings Silber, Platin und andere seltene Industrierohstoffe dazu legen.

    jeder, dem der Goldpreis zu hoch ist und der bei ebay ausschau nach schnäppchen hält, sollte darüber nachdenken,
    warum er Gold haben will:
    um sicherheit zu haben und ruhig schlafen zu können.


    wer jahrelang im edelmetallmarkt iunterwegs ist, wird anhand des fotos, des Verkäuferprofils eventuell seriöse Verkäufer erkennen und auch mal ein Schäppchen machen.


    Gold-Neueinsteiger sollten Gold bei der bank (gut) oder besser noch im Edelmetallhandel (Ladengeschäft gegen bares) - kaufen.


    wer ebay Gold hat, bei dem er nicht weis, ob es gefälscht ist,
    kann wieder nicht ruhig schlafen.


    entscheidend ist letzlich nicht der Preis, zu dem man Gold gekauft hat,
    sondern, dass es einen ruhigen Schlaf beschert.



    gleiches gilt auch bei der Goldmenge:
    wer alles, was er besitzt, an einem Tag in Gold tauscht,
    der zittert danach mit jedem "Rückschlag",
    d.h. aus einem "Papiergeldzitterer" ist ein "Goldzitterer" geworden.

    Vor ein paar Tagen waren wir alle erstaunt über Dirk Müllers ("mr. Dax") Liebeserklärung an den euro:


    http://www.bild.de/BILD/politi…klaerung-an-den-euro.html


    derzeit ist dieser Artikel nur noch über Google bei Bild.,de
    zu finden.


    ich habe ihn mit älteren Artikeln verglichen und meine:
    der Artikel ist nicht von Dirk Müller geschrieben.


    http://www.bild.de/BILD/politi…die-horror-inflation.html



    http://www.bild.de/BILD/politi…odiert-der-goldpreis.html



    der Schreibduktus ist ein ganz anderer:
    Müller schreibt in ultrakurzen Sätzen, noch kürzer als Bild.
    Und streut hin und wieder eine lustige Bemerkung.


    der "euro" artikel ist dagegen verschwurbelt, benutzt deutlich längere Sätze und kompliziertere Konstruktionen.



    euro-artikell:
    "Jetzt ergibt es überhaupt keinen Sinn mehr, in Griechenland einzukaufen. Stattdessen hat man noch mehr in Deutschland eingekauft, das ja jetzt eine – im Vergleich zur D-Mark – schwächere Währung hatte. Es ist nun doppelt so lohnend, bei uns einzukaufen. Wir haben also von der relativen Schwäche unserer Euro-Partner massiv profitiert. Diese haben – da sie selbst kaum noch etwas verkaufen konnten – große Kredite aufgenommen, um bei uns einzukaufen. Dass die deutschen Unternehmen diese dicken Profite in die eigene Tasche und an die Geldgeber ausgeschüttet haben, anstatt die Arbeiter daran zu beteiligen, ist ein anderes Thema."



    normaler Dirk Müller Stil:
    Nachdem privater Edelmetallbesitz in China bis vor wenigen Jahren streng verboten war, hat China nun seine Bevölkerung per Fernsehwerbung aufgerufen, massiv in Gold und Silber zu investieren. Eine Revolution. Was passiert?


    Die Chinesen kaufen auf dem staatlich kontrollierten Edelmetallmarkt Gold und Silber gegen die einheimische Landeswährung Renminbi (keine Sorge, ich kann das auch nur schwer aussprechen). Das Gold und Silber kauft China dann auf dem Weltmarkt gegen US-Dollar. Und zwar im Auftrag Dritter, nämlich der Bevölkerung. Auf diese Weise kann China geschickt US-Dollar abbauen und gleichzeitig die eigene Bevölkerung mit einer Hartwährung (Gold und Silber) ausstatten.


    außerdem wird im euro-artikel helumt kohl zitiert,
    (unglaubwürdig)
    und der euro artikel endet:
    Lassen wir es nicht so weit kommen, schlagen wir den Angriff auf Europa und den Euro mit vereinten Kräften zurück.


    jemand der 10 jahre an der Börse in Frankfurt gehandelt hat, soll sagen "schlagen wir den angriff auf den euro zurück?"


    ein spekulant und börsianer hätte gesagt:
    "keine währung kann fallen, so lange die Bevölkerung sich zu ihr bekennt.
    Der Euro ist unser Geld und ...." irgendwas in dieser Richtung.


    ---
    auch in der "welt" war ja so ein absurder pro-euro-artikel



    http://www.welt.de/debatte/kol…ieder-wie-der-Kaiser.html
    Zitat Welt
    "Der Euro ist nicht nur eine Währung. Er ist auch ein Symbol der jüngeren Europäer, die sich mit dem Euro in der Tasche wie selbstverständlich über den ganzen Kontinent bewegen und ihn als ihren Kontinent ansehen."
    ----------------


    --( ich habe mich als Student auch schon wie Selbstverständlich über den Kontinent bewegt:
    mein Euro hies Visa - und ich habe diese Karte geliebt, weil es das Reisen wirklich einfacher machte,
    auch ohne euro.)


    Zitat "Welt"

    "Die Euro-Münzen jedoch gefallen mir viel besser als das alte, strenge Hartgeld, das man sich gar nicht offen in der Hosentasche zu tragen traute, weil man glaubte, man versündige sich dadurch am Stabilitätsdogma und bekomme, wenn man es in der Hose zu viel klimpern lasse, eine Vorladung zur Bundesbank.



    man, was hat der Mann für Pillen genommen.
    Vermutlich sollte er irgendwas positives schreiben, aber erst nach zwei Flaschen chateau Rothschild hat er sich irgendwas abgequält.

    gold wieder bei 1195 - damit hat sich das bullische chartsignal von heute früh als korrekt erwiesen.
    für das nächste top wage ich keine Prognose.


    vermutlich endet morgen vormittag bis 11 uhr das zeitfenster, wo man noch günstig nachkaufen kann.
    in den letzten tagen gab es zum londener handel immer einen kleinen sell off und dann ab 11-12 sehr feste Preise. wer xetra gold nachordern will, sollte mal gegen 10 nach dem spot preis sehen.

    war schon lustig gestern: sobald der schlusskurs im londoner fixing durch war (der ist entscheiden für die Optionen)
    durfte Gold über 1200 dollar steigen.


    das ende der korrektur, dass sich am Freitag mit dem Frühindikator Stochastik fast angekündigt hat, ist nun abgeschlossen.
    der mittlere Indikator stochastik slow dreht derzeit Richtung überkauft, Stochastik fast zeigt sogar schon überkauft an.


    in diesem jahr konnten beide indikatoren sich tagelang im überkauften bereich halten,
    d.h. eine kurzfristig überkaufte Situation ist noch kein Grund für Kursrückschläge.


    Die fundamentale Nachfrage nach Gold ist sehr gut.
    es gab eine Nachricht, dass Goldfonds in der letzten Woche mehr Gold als jemals zuvor gekauft haben, nämlich 41 tonnen,
    de facto die gesamte Wochenproduktion von China, Südafrika, Russland .


    noch interessanter ist aber die Nachricht, dass der Sprott Gold fonds neue Aktien ausgibt und Gold quasi auf Vorrat kauft.


    Normalerweise dürfen Gold ETFs erst dann Gold kaufen, wenn neue Anleger dazu kommen, die Papiergold ordern.


    der Sprott fond, der im Ruf steht, das Gold tatsächlich zu besitzen und zu lagern,
    will sicherstellen, dass er auch bei einem Run der Anleger auf Papiergold, genug Material da hat.


    Im Gegensatz zu uns dürften die Manager von Sprott einen guten Einblick in Haltedauer, Struktur der Goldnaleger, Comex-lagerbestände, Lieferfähigkeit der Londoner Börse haben,
    d.h sie sehen offenbar auch auf dem derzeitigen Preisniveau eine nachhaltige Nachfrage.

    Vorallem spannend finde ich, das es immernoch international möglich wäre diese "Produkte" zu handeln. Mal wieder ne bizarre Insellösung, die am Problem an sich nichts ändern wird, es ist eine Kredit-"Banken"Krise, keine Spekulanten-mögen-den-Euro-nicht-mehr-Krise.


    Alles absurd, aber amüsant!


    Anm: Hängt das Forum bei euch auch so? Wenn ich was schreibe hakt das richtig.

    Aus einer sicheren Perspektive kann man es amüsant finden,
    in etwa so wie Thomas Mann, der aus der Sicherheit eines Balkons, geschützt durch ein dickes Devisenkonto,
    belustigt zusah, wie sich unter dem Eindruck der Hyperinflation die Gesellschaft zersetzte und alle Normen den Bach runtergingen.


    die Kacke ist definitiv am Dampfen. Ich bete dafür, dass es Leute gibt, die verstehen was passiert und nicht gegen die Symtome kämpfen,
    sondern gegen die Ursache.
    aber die Empirie spricht schlichtweg dagegen.


    Der Kapitalismus ist ein rustikales System. Weit davon entfernt, perfekt zu sein, aber funktionierend,
    denn er basiert darauf, dass die Triebkräfte des Menschen auf dem Markt Angebot und Nachfrage erzeugen -
    und so das System steuern. Adam Smith sprach von der "unsichtbaren Hand des Marktes".


    Und in Deutschland will der Markt eine harte Währung.
    Die Deutschen mögen es, sich zu schinden, hart zu arbeiten, erfinderisch zu sein, um Arbeitsleistung zu speichern für schlechtere Zeiten.
    Das ist sowas wie Volksseele oder Religion.
    In den letzten Tagen erschienen zwei auffällig extreme pro-euro artikel bei "Welt " und "Bild".
    "Deutschland habe vom Euro profitiert", eine weiche Währung sei doch gar nicht schlimm,
    Falls man ernsthaft glaubt, dass man sich dem "Kundenwunsch" nach einer harten Währung entziehen kann,
    dürfte die Kapitalflucht heftiger sein, als wenn man gesteuert eine DM2 einführt.


    Habe am Wochenende mit einem Bauarbeiter aus der Verwandschaft gegrillt: 55 Jahre, mit kleinem Wohlstandsbauch und Alkoholproblem:
    Der Mann hat noch nie im Leben eine Finanzzeitschrift angefasst, aber er überlegt, sein Geld in schweizer franken zu tauschen.


    auch wenn Dirk Müller, der vor einem Jahr noch Krügerrands in die Kamera gehalten hat, oder Hellmeyer,
    der sicher 400 oz Barren besitzt, den euro loben: das ist das Pfeifen im Walde von Leuten,
    die es gerne hätten, dass die Elite auf Goldbarren setzt während die breite Masse ihr Geld in Riester-renten deponiert,
    die in griechische Staatsanleihen investieren.


    Die Deutschen wollen eine harte Währung: und sich diesem Wunsch entgegenzustellen oder ihn wegzubeten ist,
    ist letzlich albern. Mit einem Gesetz kann man zwar ein paar Spekulanten verschrecken, aber
    nicht Millionen von Geldbesitzern, die darüber nachdenken, wie sie ihr Vermögen retten.

    eigentlich kein Zusammenhang zur Währungsreform.


    wenn eine DM2 gibt, dann wird diese aufwerten.
    damit würden viele parteien, die derzeit aus dem euro flüchten, zurückkommen.


    einziger denkbarer zusammenhand wäre, dass bei einer währungsreform viele euro derivate in deutschland rückabgewickelt werden müssten,
    da der Rest-euro etwas anderes wäre, als der euro, auf den man die währungswette abgeschlossen hat.


    dieses ganze gesetz wäre ingesamt schwwer zu handhaben: soll es dann eine checkbox geben:
    "Versichern Sie, vorm Kauf des euro-puts, dass Sie tatsächlich ein abzusicherndes Währungsrisiko haben"


    Das zeigt, wie verfahren die Sache ist - oder wie wenig der Gesetzgeber über die Materie weis.

    http://www.ftd.de/politik/deut…sverbot-aus/50118504.html


    sorry, dass ich einen neuen thread aufmache, aber das Ding sollte jeder zur Kenntnis nehmen.


    Im Gesetzentwurf zum Verbot der Leerverkäufe steht nun ein Text, dass ungedeckte Leerverkäufe auf sämtliche deutsche Aktien untersagt sind.


    Außerdem werden sämtliche Euro-devisenderivate verboten,
    d.h. Calls und Puts auf euro darf zukünftig nur noch jemand besitzen,
    der ein Währungsrisiko absichern muss.


    icfh frage mich zwar, wie man das kontrollieren will:
    wenn ich in 6 Monaten in Rente gehe und mir dann einen US-Schlitten oder ein Haus in Südafrika kaufen will,
    dann habe ich 100%ig ein Währungsrisiko, da mein Geld derzeit in euro geparkt ist.
    also dürfte rein theoretisch schon eine ausgedruckte Immobilienanzeige mit einem Haus in Florida oder Südafrika als Grund für ein "Währungsrisiko" gelten.


    1932 ging man so weit, um Kapitalflucht zu stoppen, dass man Käufe im Ausland nachweisen musste,
    d.h. die Ware musste innerhalb von 4 Wochen nach Deutschland importiert werden.


    Vorher waren Käufe im ausland benutzt worden, um Geld ins Ausland zu transferieren.


    warum keine euro-leerverkäufe verboten wurden: weil diese von echten euro-verkäufen
    aus Handel und Industrie nicht zu unterscheiden wären.
    das wären sonst de facto schon Devisenkontrollen


    wer sich den Gesetzentwurf ansieht, wird feststellen, dass der nächste logische Schritt eigentlich nur noch Kapitalverkehrskontrollen sein kann.
    Handelsbeschränkungen für Gold sind denkbar, aber m.E. unwahrscheinlicher.
    Die Masse der Kapitalflucht geht in dollar und schweizer franken,
    rein quantitativ spielt Gold derzeit keine Rolle.

    wie kommt das eigentlich, dass finanzkrisen die Kriegsgefahren anziehen, wie die Motten das Licht:


    http://preview.bloomberg.com/n…-defector-group-says.html


    erinnert mich an Marc Faber, der vor einem Jahr sagte...
    "vor der finalen hyperinflation wird es aber noch einen oder zwei Kriege geben, um die Aufmerksamkeit des Publikums abzulenken..."


    und ich denke an prof senf,
    der in einem Vortrag mal sagte:
    ...und dann, wenn der Schuldenstand so hoch ist, dass praktisch alle sparen wollen und hoch und heilig versprechen, dass nun die Schulden abgebaut werden,
    dann tritt irgendein - aus offizieller Sicht - völlig überraschendes Ereignis ein.
    Und die gleichen Leute, die das Ende der Schuldenmacherei erklärt haben, erklären nun, dass es nun alternativlos sei,
    neue Schulden zu machen. und schon türmen sich die schuldenberge noch höher.


    in wenigen wochen oder monaten wird man auch in den USA die Schuldenproblematik "adressieren",
    und der einzige Grund, mit dem sich Schulden dann noch rechtfertigen lassen, wäre ein neuer Krieg.

    öl: -3,6 %
    dax:- 2,9 %
    euro stoxx: -3,6 %


    euro: -1,1 %
    gold in dollar: -0,10 %


    gold in euro: +1,0 %


    silber in dollar: -1,5 %
    platin in dollar: -2,6 %


    an tagen wie diesen stellt Gold seinen Charakter als Hartwährung unter Beweis - und dass trotz des Gegenwindes wegen
    dem Verfallstag für Optionen.

    also bei Proaurum in der Zürich-Kilchberg http://www.proaurum.ch und bei http://www.geiger-edelmetalle.ch in Zürich-Niederglatt gibt es Gold zu kaufen


    Sicher als Xetra mit Verlaub


    Goldkauf nur Echtes!

    für diejenigen die meine älteren Beiträge nicht gelesen hat: xetra gold ist natürlich nichts dauerhaftes,
    was man länger halten sollte: aber ich habe es erfolgreich benutzt, um Positionen aufzubauen:
    dass kann man dann wenns mal passt alles ins Physische Metall tauschen.
    Nicht jeder hat ne Reisebank oder Pro aurum vor der Nase.

    eigentlich müsste man den Thread umbenennen: derzeit sind es weniger die Piigs, die den euro in gefahr bringen, sondern Paris, Brüssel und Berlin


    http://isht.comdirect.de/html/…Type=UKN&type=CONNECTLINE


    heute Vormittag ab 9 uhr ist der euro / usd um einen cent abgestürzt und hat damit die durch die Schweizer Nationalbank ausgelöste Korrektur schon wieder abgebaut.


    bisher hat die EZB nicht offen interveniert,
    aber da das Thema immer wieder auftaucht, ist wohl bald mit offenen Interventionen zu rechnen.


    während trader rund um die uhr traden, deutet ein Kursrutsch innerhalb der Börsenöffnungszeiten eventuell darauf hin,
    dass der Kursrutsch durch Nicht-Trader ausgelöst wird, d.h. durch ganz normale Kapitalflucht,
    z.B. Verkauf von europäischen anleihen und aktien und sofortiger umtausch in dollar.

    habe gerade gelesen, dass heute wieder Option expiration day bei Gold optionscheinen ist.


    den ausgebenden Banken geht es darum, heute noch auf jeden Fall einen Kurs über 1200 dollar zu verhindern, da wohl zahlreiche call optionsscheine auf diesen wert lauten.
    damit dürfte es ein schwacher goldtag sein, aber ein "free lunch" für alle, die auf der Käuferseite sind.


    leider schwächelt der euro, pro aurum in Berlin und München ist ausverkauft, nur bad homburg hat kängurus für 1008 und 250g barren,
    von daher ist es heute wohl am ehesten ein Tag für xetra gold.

    Soll das heißen Silberzehner können nur nach oben?


    Dann würde die doch jeder kaufen^^

    Bei 18 gr Gewicht und Sterling 925 Ag enthält eine 10er Münze 16,65 gr reines Silber.
    wenn du den silberpreis von der billigsten münze nimmst, dann kommst Du also bei den Preisen von heute
    auf eine Silberdeckung von 9,55 euro.


    ein kleiner fehler ist natürlich in der rechnung: die münze enthält 7% Mwsr,
    d.h. bis der Silberwert auch ohne mwst über 10 euro geht, dauert es noch.


    aber beim derzeit niederigen euro kurs und dem hohen silberkurs sind die silber-zehner extrem nahe am
    "edelmetalllstandard".


    wer silber wieder zu papiergeld machen will, hat bei Philharmonikern, Libertatd und co
    einen niedrigen ankaufspreis.


    von daher sind silber zehner zum jetzigen kurs eine sichere sache,
    vermutlich wird es sie nicht mehr lange geben.


    spätestens bei 11 euro silberdeckung pro silberzehner werden sie wohl die legierung ändern oder die serie einstellen.

    http://www.silber-investor.de/…-muenze-libertad-2010.php


    diese site finde ich sehr gut und übersichtlich.


    billigster kilobarren silber: 588 euro inkl 7% mst


    billisget münze: libertat für 17,90


    excel sagt: die münze kostet 0,575 euro pro gramm, der barren kostet 0,588 euro pro gramm.


    bei den standard münzen kann man nichts falsch machen,
    aber irgendwann kommt der tag, wo man das zeug loswerden will:
    vielleicht an leute, die noch nie eine silbermünze in der hand hatten
    oder die gerade in heft 12/2018 in focus money gelesen haben, dass es bei der Libertad fälschungen geben soll.


    ich habe trotz des aufpreises von 1 euro die australischen koala münzen genommen: die sind so
    fein geprägt, dass sie dadurch einen quasi eingebauten schutz vor Fälschungen drin haben.


    derzeit sieht man beim krügerrand, dass der unter gold newbies mit aufpreis gegenüber anderen Unzen münzen gehandelt wird.
    ähnliches kann auch zukünftig bei silbermünzen passieren.


    die australischen münzen werden gekapselt ausgeliefert: dass macht es deutlich leichter, die
    wieder an den Mann zu bringen, da bei den silber münzen derzeit noch sehr darauf geachtet wird,
    dass sie nicht zerkrazt sind,



    wer weis, vielleicht ändert sich das ja bei 400 dollar pro Unze...


    ich habe auch silber,
    sehe es aber nicht als absicherung, sondern als spekulation.



    wer über absicherung nachdenkt, kommt m.E. um Gold nicht herum.

    gold wieder bei 1195 - damit hat sich das bullische chartsignal von heute früh als korrekt erwiesen.
    für das nächste top wage ich keine Prognose.


    vermutlich endet morgen vormittag bis 11 uhr das zeitfenster, wo man noch günstig nachkaufen kann.
    in den letzten tagen gab es zum londener handel immer einen kleinen sell off und dann ab 11-12 sehr feste Preise. wer xetra gold nachordern will, sollte mal gegen 10 nach dem spot preis sehen.
    der nächste dipp kommt bestimmt. der dürfte für uns dann aber weniger vom goldpreis abhängen, sondern
    vom europreis.


    Und wo der in den nächsten wochen stehen wird, dass steht wirklich in den Sternen.


    Von daher ist offen, ob der nächste dipp zu nachkaufen bei 850 euro/unze oder bei 1100 euro / unze liegen wird.


    Goldmans Sach sagt heute einen euro-rebound bis 1,35 voraus, das sollte aber schon fast ein Kontraindikator sein (wahrscheinlich sind die einen Gefallen schuldig)
    die haben auch vor 4 Wochen vorausgesagt, dass das Pfund zur Wahl steigen wird- stattdessen ist es gefallen und 2009 haben sie vorausgesagt, dass Gold auf 850 dollar fällt,. stattdessen gab es eine mega hausse,


    auch dirk müller musste abbitte leisten und einen pro-euro artikel in der Bild publizieren.

    sehr starke Nachfrage heute Nacht während des asiatischen Handels.
    sieht so aus, als ob auch physische käufer, die ausliegerung haben wollen, zugegriffen haben.


    charrtechnisch zeigen die Frühindikatoren stochastik slow und fast beide das ende der korrektur an.


    in den letzten 6 monate gab es bei stochastic slow kein fehlsignal, dass heisst das ende aller korrekturen wurde korrekt und früh genug angezeigt.


    eine komplette änderung des trends ist zwar immer möglich, aber falls sich der Markt so verhält, wie in den letzten 6 monaten, dann sehen wir gerade das ende der korrektur.


    deutlich spannender als das ende der korrektur wird das näcchste top, dass ein fingerzeig für den trend der kommenden monate geben könnte.