vielleicht die richtigen Quellen zitieren: selbst im Mainstream gibt es davon genug:
- Es ist eine Depression, keine Rezession, sagt der ehemalige Chefvolkswirt USA der US Investment Bank Meryll Lynch. Und Financial Times Kolumnist Zeise schliest sich an:
http://www.ftd.de/politik/deut…ist-zurueck/50062355.html
"Was unterscheidet eine Depression von einer gemeinen Rezession? David Rosenberg, früherer Chefvolkswirt für die USA bei Merrill Lynch, charakterisiert den Unterschied wie folgt: "Eine Rezession ist eine Korrektur des realen BIPs im Rahmen eines langfristigen Wachstumstrends, eine Depression dagegen folgt auf eine Phase wüster Kreditexzesse. In einer Rezession funktionieren Geld- und Fiskalpolitik, in einer Depression nicht."
Zudem bleibt das eigentliche Hauptproblem: Für die seit Beginn der Finanzkrise ausgefallene Konsumgüternachfrage aus den Verschuldungsländern ist kein Ersatz gefunden.
(andere sagten dazu auch: the american consumer is dead)
......
Die staatliche Nachfragestützung kann nicht unendlich weitergehen wie bisher. Sie wird irgendwann entzogen oder zurückgefahren werden müssen. Dann kommt auch der Schwenk in der Politik. Es treten die Blut-Schweiß-und-Tränen-Redner und -Kommissare an. Sie werden zu erklären versuchen, warum das Volk nun die Rechnung bezahlen soll und gerade deshalb die nächsten Depressionsphasen erdulden muss. Und auch wenn das Volk nicht hören will, wird es dennoch zahlen müssen."
Ende des Zitats.
Rosenberg und Zeise bleiben Handlungsempfehlungen schuldig.
Womit wir beim Gold wären: ob das während einer Depression und einer Kontraktion der Papiergeldmenge das Investment des Jahrhunderts ist, weis kein Mensch.
Wenn Staatsverschuldung zu Inflation führt, ist die Frage einfacher zu beantworten.
Möglicherweise ist eine per handschlag und gegen Bargeld gekaufte Schweinefarm auf Nauru sicherer als Gold. Aber für mitteleuropäische Bürger, deren Besitz bis jetzt in jeder größeren Krise angetastet wurde, sind anonym gekaufte Goldunzen ein sicheres Mittel um einen Notgroschen vor dem Zugriff der finanziell waidwunden Staaten zu schützen.
Die westlichen Staaten verhalten sich derzeit wie Kasino-Spieler: nachdem alles Geld verspielt ist, habenm sie den Einsatz nochmal verdoppelt und das sprichwörtlich letzte Hemd gesetzt.
Wenn es gut geht, dann läuft der Laden wieder. Wenn es schlecht geht, muss der Spieler nackend das Kasino verlassen.
Die gute Angie hat relativ deutlich gemacht, dass sie nicht sicher ist, ob die Konjunktur wieder anspringt. Und das ohne Wachstum die Schulden nicht zu bedienen sind. (sie hat vergessen zu sagen: ohne Wachstum sind die Staatsschulden nicht ohne Steuererhöhungen bedienbar).
In einem Depressionsszenario muss nämlich der Staat trotz mieser Konjunktur die Staatsschulden mit Steuererhöhungen bedienen.
"Die Analysten von Moody's schreiben unter Anspielung auf das Wachstumsbeschleunigungsgesetz, die Regierung unter Angela Merkel verfahre nach dem fragwürdigen Prinzip "mehr Schulden heute für hoffentlich weniger Schulden in der Zukunft".
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/480/497782/text/5/
Steuererhöhungen in Depressionszeiten:
Das läuft auf eine vornehm "Substanzbesteuerung" hinaus, man kann es auch Enteignung nennen.
Nichts gegen einen sauberen Staatsbankrott a la Island: aber erfahrungsgemäß versuchen die meisten bankrotten Staaten, sich vorher noch a la Argentinien bei ihren Bürgern zu bedienen: eingefrorene Konten, Verstaatlichung der privaten Krankenversicherung (d.h. Beschlagnahme der Ersparnisse von privat versicherten Bürgern), Währungsreform zu Kursen, die dem Staat nützen und die Bürger übervorteilen.
Das ganze muss man m.E. nicht ganz so persönlich nehmen: Besitz ist nicht alles. (stimmt wirklich).
Aber Besitz hat sehr viel mit Freiheit und Handlungsfreiheit zu tun.
Und von daher empfielt sich die Anlage eines Notgroschens in transportablen, counterpartrisikofreien, vor dem Zugriff von Drittparteien sicheren Wertspeichern.
Neben Edelmetallen und Bildung fällt mir da echt wenig ein.