Beiträge von Dr_Meyer

    Der amerikanische Präsident Obama erklärt:


    We can’t continue to spend as if deficits don’t have consequences, as if waste doesn’t matter, as if the hard-earned tax dollars of the American people can be treated like Monopoly money,” Obama said Dec. 21 at the White House.


    http://www.bloomberg.com/apps/…20601087&sid=ac8_SSGoo5V4


    "Wir können nicht weitermachen, als ob Defizite keine Konsequenzen haben, ....und den hart erarbeitete Steuerzahler-Dollar wie Monopoly-Geld behandeln."


    Ja was? Ist denn dem Herrn Präsidenten noch zu helfen?
    Wir gehen doch Recht in der Annahme, dass die mutigen und entschlossenen Schritte der letzten Monate auf einer durchdachten Steuer- und Geldpolitik basierten! Wie um Gottes Willen ist denn beim Herrn Präsidenten der Eindruck entstanden, die US Administration würde Steuergeld wie Monopoly-Geld behandeln.


    Der Präsident sagt "wir". Wen meint er damit? Sich selbst? Nein, sicherlich handelt es sich um eine Verbalattacke gegen den diabolischen Geithner oder den sinistren Drahtzieher Larry Summers.
    Also falls irgendjemand in der US administration Steuergeld wie Monopoly-Scheine behandelt hat, dann ist es hinter Obamas Rücken geschehen.
    Monopoly-Geld? Nein! Davon hat der Führer nichts gewusst.


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    Tja, was bleibt ist eine Erkenntnis:
    Jeder, der in den letzten Monaten das Gefühl hatte, dass die US regierung wie im Rausch Geld ausgibt, sieht sich jetzt von höchster Stelle bestätigt.
    LEAP2010 schrieb mal, die US Regierung würde sich verhalten wie ein Taucher im Tiefenrausch, der die orientierung verloren hat und immer tiefer in die Tiefe taucht, im Glauben, so an die Oberfläche zu gelangen.


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    ach was, kein Problem.


    ein Mann definiert sich nicht über das, was er sagt (und schreibt), sondern über das, was er tut.

    […]

    Goldseiten-Foren-Mitglieder bilden sich ihre Meinung alleine:
    von daher ist davon auszugehen, dass Jauch, der in Sachen Geldmengentheorie und Makroökonomie eher viertel- als halbgebildet sein dürfte, kaum zur Bildung der Forenmitglieder beitragen dürfte. OK.


    ABER: Günther jauch ist in Deutschland eine Ausnahmeerscheinung.
    Er gilt als eine der einflußreichsten Personen in deutschland.


    ". Als konservativer, zurückhaltender und charmanter Moderator avancierte Günther Jauch in der Publikumsgunst zur Person mit höchster Glaubwürdigkeit im deutschen Fernsehen."


    Quelle: http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?PID=629&RID=1


    Zudem macht das viele geld, das er verdient hat, gepaart mit relativer Anspruchslosigkeit,
    ihn zu jemandem, der -mehr als andere - unabhängig agieren und diskutieren kann
    wenn also Jauch laut über Währungsreform und Inflation nachdenkt, dann hat das eine andere Note,
    als wenn ein kritischer Artikel im Handelsblatt, in der Faz oder gar bei Eichelburg erscheint.


    Jauch ist das intellektuelle Flaggschiff des Main Streams. Für Deutschland hat das, was er sagt mehr Gewicht als Alan Greenspan. Falls Jauch noch ein paar mal öffentlichkeitswirksam das Wort "Währungsreform" in den Mund nimmt, dürfte sich das Anlageverhalten der Deutschen nachhaltig ändern.
    (vermutlich Richtung Immobilien und etwas in Richtung Gold).

    Sind doch alle völlig uninteressant, die ganzen Laberrunden ob Will, Christiansen oder Presseclub.
    Meist geht es am Thema vorbei und wenn wirklich mal einer etwas provokativ Richtiges sagt, wird es am Ende konsenzmäßig weichgespült.
    Beim Presseclub ist der Nachtrag mit den Zuschauerfragen das Interessanteste.

    Unabhängig vom tatsächlichen Diskussionsverlauf ist es interessant, dass das Wort "Währungsreform" überhaupt fällt.


    Ich bin heute hier im Forum, weil in der FAZ irgendwann ein Vermögensberatungs-Fuzzi meinte, dass er einen "Währungsschnitt" für recht unwahrscheinlich halte.


    Das wirkte für mich genau so alarmierend wie die Drohung von Frau Merkel, dass unser Geld sicher sei.


    Das ist etwa so, als ob Du nachts den Arzt da hast, wenn Dein Kind fiebert.
    Da erwartest Du, dass er Dir was über Fieber erzählt,
    aber nicht, dass er Dir sagt: "Ich halte es für unwahrscheinlich, das Ihr Kind noch diese Nacht stirbt".


    "Währungsschnitt" und "Währungsreform" im Main stream sind schon ein starkes Stück.

    wenn Du aus dem Aktien und Devisenbereich kommst, ist vielleicht der Thread für Dich interessant:
    Gold aus Sicht eines Aktieninvestors: Die Hausse hat gerade erst begonnen


    Goldverbot:
    Als es in de USA ein Goldverbot gab, da sind 99,9% der US Bürger nie aus ihrem Land herausgekommen.
    Auch heute noch kennt ein Großteil der Amerikaner nur Mexiko und Kanada.
    Ein echtes fettes hartes Goldverbot müsste in Anbetracht der offenen Grenzen in allen europäischen Ländern gleichzeitig kommen.


    Und falls zu dem völlig völlig unwahrscheinlichen Fall kommt, dass europäische Grenzen dicht gemacht werden,
    Reisefreiheiten eingeschränkt werden und an der deutsch-schweitzer Grenze wieder die SS mit Bluthunden patroulliert,
    um Goldschmuggler dingfest zu machen:
    falls dieser Fall wirklich eintreten sollte: ja wo hättest Du dann lieder deine Ersparnisse: als Goldbarren, vergraben unter der Hütte vom Dobermann
    oder als Riesterrente.


    Viel eher als zu einem Goldverbot könnte es zu Handelsbeschränkungem, 19% MWst, Kapitalertragssteuer oder ähnlichem kommen.


    Es kann sein, dass unter veränderten Bedingungen dann Barren, Anlagemünzen, Handelsgold oder Pseudo-Sammlermünzen wie die 100 euro goldmünzen sehr verschiedene Wege gehen.


    Da Gold kein spekulatives Investment ist, sondern der Sicherheit dient, ist eine Streuung über verschiedene Goldformen unter Sicherheitsaspekten sinnvoll: wer weis, welches Gold letzlich am besten performt.


    Derzeit performen ETFs, Barren und Anlagemünzen am Besten, aber wer weis, vielleicht kommt auch irgendwann mal der Tag, an dem man es zu schätzen weis,
    100 jahre altes Handelsgold zu haben.


    Wer Gold anonym als Tafelgeschäft bis 15.000 euro bei Pro aurum und co gekauft hat, hat sicherlich nicht den besten Kurs bekommen, muss sich aber über Goldverbot etc. keinen Kopf machen.


    Auch bei den 100 euo goldmünzen halte ich es für ausgeschlossen, dass der Staat erst den Münzensammlern Brief, Siegel und Zertifikat gibt, was das für ne dolle und garantiert limierte Sammlermünze ist - und dann mit dem SEK die Wohnungen der MDM-Kunden stürmt, und die Herausgabe der Halbunzen fordert.


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    Da man sich mit Gold für Extremfälle absichert, sollte man ruhig mal über alle Extremfälle nachdenken: das sollte es dann aber auch sein.
    das Thema wird meiner meinung nach viel zu heiß gekocht.


    Bevor er FED Master of De


    nach einem halben Jahr im Forum ohne Avatar habe ich mir jetzt endlich mal ein Bild ausgesucht: Greenspan in jungen Jahren.


    er ist eine Person mit verschiedenen Facetten,
    Goldbug und dann auch wieder Magier des Papiergeldzirkus.
    Das fand ich interessant.


    Um es nochmal zu sagen: ich sehe anders aus als mein Avatar. Aber das dürfte vermutlich bei bei Misantroph und Grünundblau genau so sein :)

    noch schneller: habs mal ausgerechnet: Gold in Dollar heute: -3,8%, macht 41,10 dollar runter


    wenn der Preis unverändert runterrauschen würde, jeden Tag 41,10 dollar,


    dann wäre der Preis nach 9 arbeitstagen bei 767 dollar,
    nach 21 Tagen bei 242 dollar,
    nach 27 tagen wäre eine unze gold wertlos,


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    morgen ist verfallstag bei den optionen, gell?
    Trotzdem nicht schlecht: -3,8% am Tag, das ist schon aktien-mäßig.
    Das muss man erstmal hinkriegen.


    bis auf optionsscheine in dollar können wir die niedrigen Preise leider gar nicht zum nachkaufen nutzen.


    angesichts der goldpreise bei pro aurum & co wirken die Kursturbulenzen an dollar surreal.
    Krüger weit über 800 dollar, aber bärischer chart.


    stell Dir vor, der Goldkurs stürzt ab und keiner macht mit.


    die physischen Händler in euroland verkaufen derzeit wahrscheinlich nicht viel:
    die Preise für Unzen sind hoch und gleichzeitig sieht der Chart aus, als ob Grünundblau
    die Software der Comex gehackt hätte.


    das ist nichts, was kauflaune auslöst.

    http://de.finance.yahoo.com/na…ftd-6ed8b3c9d151.html?x=0


    Deutlich früher als (von mir) erwartet, hat sich Bernanke über Zinserhöhungen geräuspert:
    diese sind erstmal nur sehr sehr niedrig.


    Der einzige echte Feind des Goldes sind sichere Papier-anlagen mit hohen Zinsen.


    ich hatte damit gerechnet, dass die Goldrally bis Q1 2009 ungebrochen weitergeht und erst dann über höhere Zinsen geredet wird.
    Unter dem Eindruck höherer Zinsen rechnete ich dann mit einem Gold-Rücksetzer.


    Interessant ist, wie der Markt heute auf das Zinsgemurmel reagiert hat: mit einem Sprung des Goldpreises nach oben.


    entweder war das eine Fehlreaktion im Zuge des allgemeinen Kaufens (heute stieg halt alles),
    oder Marktteilnehmer haben aus den Zinserhöhungen schon wieder Inflationsgefahr abgeleitet.


    (anders als in den 80ern ist nicht damit zu rechnen, dass Staatsanleihen die Inflation netto schlagen).


    Habe leider nicht viel Zeit um andere Kommentare etc zu lesen,
    aber wer unter Druck steht, Positionen aufzubauen, sollte jetzt die nächste Position kaufen:


    es scheint ziemlich deutlich, dass das "Z"-wort von den Zinserhöhungen derzeit keinerlei Wirkung entfaltet.


    ich kann derzeit -wie gesagt - die nichts weiter dazu lesen und schreiben, halte aber einen steigenden Goldkurs trotz angekündigter Zinswende
    für ein starkes Signal.

    http://www.ftd.de/politik/euro…pein/50050860.html?page=2


    "Tiefes Misstrauen herrscht zwischen dem Staat und seinen Bürgern. "Wir Griechen betrachten den Staat als einen potenziellen Feind", sagt Nikos Xydakis, Chefredakteur der traditionsreichen Athener Zeitung "Kathimerini"."


    Während die Nachkommen der Germanen den Staat als Gemeinschaft wahrnehmen, haben die Südvölker eine 2500 jahre alte Erfahrungs mit Staaten.
    Das dürfte verhindern, dass die finanzielle Notsituation als gemeinschaftliche Gefahr wahrgenommen wird, und Einbußen akzeptiert werden.


    Eine Verbreiterung der steuerlichen Einnahmesituation ist im Club Med kaum durchsetzbar.


    Kann sein, dass das der Grund ist, warum in Länder mit latent staatsunwilligen Völkern der Staatshaushalt über die Druckerpresse finanziert wird.

    Jede Statistitik ist nur so gut wie ihr Fälscher.
    Dir ist doch klar, dass Tannenbaum und Weihnachtsplunder für 177 euro nur Peanuts sind, gegen den kreditfinanzierten, gut gewachsten Astra-Kombi aus Rüsselsheimer Produktion, den Du Dir unter den Tannenbaum gestellt hast.
    Von daher: 95% Deines Weihnachtsbudgets geht nach Rüsselsheim.


    :) sorry, aber diese Bemerkung musste einfach raus, ich wäre sonst geplatzt.


    meine Kinder wollen übrigens kein chinesisches Spielszeug mehr: "das ist immer gar nichts so stabil, die Ritter fallen um
    und verlieren ihre Arme, wir wollen lieber noch zwei Schleich-Ritter haben"

    http://www.nytimes.com/2009/12…ama.html?_r=2&ref=economy


    Wie die New York Times berichtet, kamen die Chefs der drei größten Banken nicht zum Kredit-Krisengipfel im Weissen Haus:
    Die Chefs von Goldman Sachs und JP Morgan ließen sich entschuldigen und sagten, dass ihre Flüge wegen Nebels gecancelt seien.


    12 andere CEOs von Banken waren rechtzeitig da: einer kam mit der Bahn, einer fuhr die gesamte Strecke von Pittsburg bis Washington mit dem eigenen Auto, einer nahm den Privatflieger.


    Der Präsident lädt ein und Goldman Sachs kommt nicht: ein besseres Symbol für die wiedererstarkte Arroganz der Banken, ein Jahr nach dem Fast-Meltdown kann es kaum geben.

    Na, da bin ich aber außen vor: meine Abiturausbildung wurde mir von einem Unrechtsstaat finanziert, der inzwischen von der Bildfläche verschwunden ist.


    Ein amerikanischer Ethnologe hat 1998 den Pulitzerpreis für sein Buch "Arm und Reich" erhalten, indem er aus ethnologischer Sicht die Geschichte menschlicher Gesellschaften (messerscharf) analysiert.
    100% lesenswert.


    Erst duch die Ausbeutung der Arbeitskraft von domestizierten Tieren, konnte sich der Mensch ein Stückchen Wohlstand über den täglichen Tellerrand hinaus schaffen.
    Das Kapitel über höcherentwickelte Gesellschaften heißt: "Von den frühen landwirtschaftlichen Gesellschaften zur Kleptokratie".


    alle weiteren Zentralisierungen von Wohlstand und Kapital fußten darauf, dass sich die Elite der Gesellschaft die Arbeitskraft unterjochter Völlker (Sklaven) oder eigener Völker aneignet.
    Dabei wurde in allen beständigen Gesellschaften ein Großteil des "Tributs" wieder an die wert schaffenden Teile der Bevölkerung zurückgegeben,
    so dass bei einem Großteil der Bevölkerung der Eindruck entsteht, sie würde vom System profitieren.


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    Davon angesehen ist Bildung kein Geschenk des Staates: ohne Bildung gäbe es keine neuen Steuerzahler.


    Bildung ist die einzige sinnvolle Subvention, da trotz aller Streuverluste genug neuer Wert entsteht.

    n den Bürgern, egoistisch wie sie sind, gar nicht gerne gesehen, weil sie nicht begreifen wollen, dass ein deutscher "Staatsbürger" nicht nur Rechte sondern auch Pflichten gegenüber dem Staat hat.

    Bürger haben in der Tat Rechte und Pflichten gegenüber dem Staat. Wer Rechte und Pflichten schlecht ausbalanciert findet, kann ja glücklicherweise das Land verlassen. 20% aller Deutschen denken laut einer repräsentativen Umfrage über das Thema "auswandern" nach.
    Täglich wandert ein Dorf aus.


    welcher Teil der Bevölkerung für welche Lasten herangezogen wird, ist in verschiedenen Staaten sehr verschieden geregelt und unterliegt auch ständigen Veränderungen.


    Königin Victoria von England äusserte sich im 19.Jh äußerst besorgt, da sie davon ausging, dass mit der Erhöhung der Einkommensteuern auf 5%
    das Maß des Erträglichen wohl überschritten sei.


    Deutschland:
    Soweit ich weis, sind die Lastenausgleichsgesetze aus der nachkriegsordnung noch in Kraft. Damals wurde ein Teil der Deutschen mit erheblichen Lasten belegt, um andere Deutsche, die viel verloren hatten, zu entschädigen.


    Ex Finanzminister Steinbrück rechtfertigte die enormen Aufwändungen zur Stützung des Finanzsystems mit der Aussage, dass ein funktionierendes Finanzsystem ein Allgemeingut sei.


    Wie die Kosten zur Finanzierung des Allgemeinguts nun verteilt werden, bleibt Gedankenspielerei.
    Erfahrungsgemäss zahlt nicht der Verursacher, sondern der, der sich der Geldeintreiberei am Schlechtesten entziehen kann - oder die schlechteste Lobby hat.


    (Beispiel Maut: statt 2% mehr Mehrwertsteuer gibt es neue Mautgebühren, die auf alle preise umgelegt werden, denn alles was wir benutzen, wurde irgendwann mal mit einer Maut transportiert)


    Ein kurzer Exkurs in die jüngere Vergangenheit, als medienfonds verboten wurden: 2005 oderso
    da erschien eine informelle Nachricht, dass Steuervorteile für Medienfonds per sofortg unwirksam sind,
    und im Gesetz, dass dann ein paar Monate später herauskam, wurde dann wirklich geregelt, dass Steuervorteile rückwirkend aberkannt wurden.


    Derzeit ist die Balance zwischen Rechten und Pflichten der Staatsbürger noch so, dass die Mehrzahl der Leistungsträger noch nicht ausgewandert ist.
    Falls sich die Balance deutlich verschieben wird, dann ist davon auszugehen,
    dass es sehr schnell Veränderungen geben wird, die dazu führen, dass sich die Staatsbürger den neu auferlegten Steuern nicht durch Auswanderung entziehen können.


    Trittin hatte, so meine ich, im Sommer die Idee zu irgendeiner ad hoc Vermögenssteuer von 20%, die dann über 10 Jahre abgezahlt werden sollte,
    damit die Schäfen auch nicht plötzlich insolvent werden.


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    Nur mal so eine Bemerkung: Der nette Rolli-Fahrer plant im nächsten Jahr Anleihen über 100 Mrd euro auszugeben.


    Nur mal so in die Tüte gesprochen: gesetzt der Fall, kurz vor der Anleiheversteigerung geht irgendein Land, dass derzeit niemand auf dem Schirm hat Pleite:
    was würde passieren?
    Ich sage nur mal: Lösung a) ist falsch. Es werden nicht 100 Mrd eingespart werden.
    Möglichkeit b) und C) liegen in der Phantasie des Betrachters.

    Die Frage ist, was man als Kollaps bezeichnet.


    Grundlegend ist unsere Gesellschaft inzwischen davon gekennzeichnet, dass negative Ereignisse, die man einfach mal durchstehen muss,
    Tabu sind.


    Frauen ohne Partner nehmen heute die Pille, damit sie keine störende Regel haben.
    Kaiserschnitte werden nach Wunsch gemacht, damit man sich die Schmerzen der Geburt erspart,
    Nachdenken über den Tod ist tabu,
    Scheitern und unerfolgreich sein sind total out,


    Bei der derzeitigen Kredit- und Finanzkrise wäre die Heilung, so heftig geworden,
    dass die Regierenden und die Eliten das nicht überstanden hätten, das war klar.


    ein weiterleiden mit Krankheit tut weniger weh als die Operation ohne Narkose.


    Was derzeit abläuft, ist ein Experiment mit ungewissem Ausgang.


    Ich kann mir ziemlich gut vorstellen, das 10-20 Jahre langes Wurtscheln und Siechtum - ohne finalen Kollaps denkbar sind.
    Und das es danach wieder aufwärts geht.


    Es kann aber auch anders kommen:


    Die Geschichte zeigt, dass auch locker mal 200 Jahre langes wirtschaftliches Siechtum denkbar sind:
    Anfang des 17. Jh war Spanien die unumstrittene Weltmacht:
    mißgklückte Krieg führten zu mehreren Staatsbankrotten, die eigenen Bürger wurden mit Zwangsanleihen und astronomischen Steuern so lange ausgequetscht,
    bis die Wirtschaft erstarb.


    Phasen selbstgewählter Stagnation gab es sehr oft in der Geschichte.


    Sie wurden dann meist dadurch gelöst, dass eine Nachbarnation kam, die wirtschaftlich florierte und dann mit modernen Feuerwaffen, Kriegsschiffen oder
    viele Geld das bankrotte Land "übernommen" hat.
    Die aufstrebenden USA übernahmen vom bankrotten Spanien nach einem kurzen Krieg alle übrig gebliebenen spanischen Kolonien: Philippinen, Puerto Rico, de facto auch Kuba.


    Die Frage ist, wer die neuen Lokomotiven sein werden, die die Weltwirtschaft ziehen.


    vielleicht sind es andere Nationen als heute: China? Indien? Singapur? Polen?
    Vielleicht auch Länder, die nach einem Staatsbankrott ohne Schulden, Pensionslasten etc neu durchstarten.


    auch neue Technologien spielen eine Rolle: Energiemangel könnte die Krise verschärfen,
    aber eigentlich wäre die Zeit reif für grundästzliche neue Methoden zur Energieherstellung:
    eine Quasi kostenlose neue Energiequelle könnte die Weltwirtschaft enorm beleben.


    (Celente hält sowas für möglich).


    Der Mega-Boom seit 1945 hat viel damit zu tun, dass es zum ersten Mal in der Menscheitsgeschichte genug preiswerte Energie gab.


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    Es gäbe einige einfache und interessante Möglichkeiten, das Finanzsystem deutlich gesunden zu lassen.


    Wenn z.B. Kreditvergabe an Spekulanten eingeschränkt würde, oder Spekulanten extrem hoche Zinsen zahlen müssten.


    Alle Banken sind abgezählt und unterliegen regionalen Behörden. d.h. es wäre ohne weiteres möglich, kreditbasierte Spekulation zu unterbinden.


    auch die einschränkung des fractional reserve banking wäre machbar, d.h. dass Banken nur noch das Geld verborgen können, dass sie haben
    und kein Geld mehr schöpfen dürfen.


    Mit der gewonnenen Stabilität würde aber wirtschaftliche Dynamik verloren gehen: da sind die Regierungen in der gleichen Falle wie China:
    Mangels Solzialsystemen braucht China 8% Wachstum, damit es keine Aufstände gibt.


    Und die alte Welt, braucht ständiges Kredit-. und Geldmengenwachstum, um in einem saturierten System, Wachstum zu erzeugen, dass den Wohlfahrtsstaat noch schultern kann.


    (Merkel: wir brauchen Wachstum, damit der Staat Geld hat um die Töpfe der Sozialkassen zu füllen).


    Die westlichen Regierungen sind da in der Lage von Drogenabhängigen, die den Entzug noch mehr fürchten als den Drogentod.


    Das Schumpetersche Gesetz der "kreativen Zerstörung" wird zwar immer gerne in BWL und VWL Vorlesungen zitiert,
    aber in Konsequenz hat jeder Angst davor, etwas bekanntes zu zerstören, damit etwas neues Wachsen kann.

    Ich denke mal, dass eine Unze Gold für 50 Globo echte Kaufkurse sind.
    Ich würde sofort einsteigen, da ich langfristig mit einem Kurs von mindestes 550 Globo rechne.


    Wegen des starken charttechnischen Widerstands bei 40 Globo und den unschlagbaren Fundamentals, sehe ich Gold in einem klaren Aufwärtskanal Richtung 350 Globo, der danach zu einem Spike bei 550 Globo ausarten dürfte.


    Im Ernst: nach dem Experiement Euro versteht selbst jeder notdürftig angelernte Devisenhändler, wie schwer es ist, wenn mehrere Volskwirtschaften mit einer Einheitswährung und einem Einheitszins leben müssten.


    Derzeit muss Griechenöand gegen Aufstände und Streiks Lohnsenkungen und Stopps durchsetzen.
    Früher hätten sie einfach die Währungs um 20% abgewertet und alles wäre tutti gewesen.


    Für die nächsten 100 Jahre wird niemand auf die Idee einer Welteinheitswährung kommen: Jeder, der eine Stunde über den Euro und Griechenland nachdenkt,
    wird den Gedanken an Einheitswährungen verwerfen.

    .

    Ich erinner mich an die Börsen-Baisse kurz vor dem 2. Golfkrieg.
    Damals schrieb die FTD: wennd er Dax mit der gleichen Geschwindigkeit wie in den letzten 3 Tagen sinkt, dann steht er in 30 Tagen bei Null.
    (so oder ähnlich).


    Sixt Vorzugsaktien hatten zu diesem Zeitpunkt Dividendenrenditen von 25%.
    D.h. bei halbwegs vergleichbaren Dividenden würden sich nach 5 Jahren der Kaufpreis der Aktie selbst bezahlen.


    Bei stark fallenden Kursen will niemand ins Messer greifen, aber gerade bei mobilen Sachwerten ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie dramatisch verfallen - oder gar auf Null gehen - gering.


    Vor ein paar Tagen hatte ich im Thread "Global Economic Collapse" einen FTD Artikel gepostet, indem der Autor das derzeitige Devisensystem als komplett Gaga bezeichnet hat.


    Als Gold bei 1220 Dollar stand, bestand ersthaft die Gefahr, dass Marktteilnehmer in Kaufpanik geraten.
    Das wurde abgewendet.


    Die Ratingagenturen sind nachweislich alle privat und vertreten Interessen des anglo-amerikanischen Klubs.


    Als vor einem halben Jahr die Ratingagenturen eine bestimmte Klasse von Immobilkien-papieren von AAA auf B setzen, gab es reinen Riesen-Aufschrei
    weil damit den Papieren die Fähigkeit genommen wurde, sie bei der FED geben Cash zu hinterlegen.


    Die Ratingagentur, ich meine es war S & P machte einen Rückzieher und setzte die Papiere wieder auf AAA.


    Ich stehe Verschwörungstheorien extrem kritisch gegenüber, aber die derzeituge Schwächung des Euro durch Dikussionen über die Kreditwürdigkeit von Griechenland und Spanien hat durchaus Vorteile für den Dollar:
    ein niederigere Dollarkurs ermöglicht den Wiederaufbau eines Produktions- und Kapitalstocks. Und das Stoppen des Carry Trades durch vorsichtige Diskreditierung von EuroLändern stoppt die Aufwertung des Euro.


    Das Schwächen des Euros ermöglicht es der FED, die Zinsen bei 0% zu lassen:
    obwohl die Zinsen bei Null bleiben, ist vom Dollar der Aufwertungsdruck genommen.


    Im Wettstreit um die hässlichste Papiergeldwährung hat der Euro eine Blessur eingesteckt, die ihn noch hässlicher als den Peso del Norte, den Dollar aussehen lässt.


    Wir werden in den kommenden Jahren, vermutlich sogar niemals, zu dem Zustand kommen, indem wir mit 1/10 Goldunzen und Zigarettenpackungen bezahlen werden.
    In anderen zivilisierten Ländern (Russland, Serbien, Argentinien) haben die Leute nach Währungsreformen , Währungsschnitten und eingefrorenen Konten brav weiter die bunten Scheine genutzt.


    Für kleine Leute, die nix verdienen, erfüllt das geld nur den Zweck als Zahlungsmittel.


    Wenn es um die Funktion des "store of wealth" geht, dann werden für immer mehr Marktteilnehmer die Sachwerte in den Fordergrund rücken.


    Wenn es der Wirtsachaft schlecht geht, wird es so viele Zahlungsausfälle, geplatzte Anleihen und geplatzte Kredite geben, dass Wertspeicher ohne Counter part risiko verlockend erscheinen.


    Und wenn sich die Wirtschaft stabilisiert, dann werden Produzenten und Hersteller Preiserhöhungen am Markt durchsetzen, wie man sie noch nie gesehen hat.


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    Derzeit sehe ich günstige Preise in Branchen, wo Überkapazitäten und harte Konkurrenz es verhindern, das Preiserhöhungen durchgesetzt werden.


    Dort, wo Preiserhöhungen durchsetzbar sind, dort gint es hammerharte Inflation: z.B. auf dem Weihnachtsmarkt.


    Niemand will die Kinder heulen sehen.
    Wenn der Buden-Besitzer das Karussel um 40% billiger macht, wird er kaum zusätzlichen Fahrten generieren.
    Aber wenn er das Karussel 40% teuer macht, wird er nur ganz wenige Kunden verlieren, da die Kinder de facto die Preiserhöhung per Geschrei durchsetzen.


    Es leiden die Branchen, in denen Anbieter oder Drittfaktoren nicht die Kraft haben, Preiserhöhungen durchzusetzen.



    (Preis absatzfunktion, Durchsetzen von Preiserhöhungen etc / Prof Hermann Simon, "Power Pricing" )


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    An der Comex ist der Anteil der Netto Long Positionen fast unverändert hoch.
    Genau so hoch wie im August.


    Diese Spekulanten sind bei 1100 dollar POG noch lange nicht under water, diese Leute sind bei 950 dollar POG eingestiegen.
    Auch auf Euro-Basis sind alle, die im Somme eingestiegen sind, mächtig im Plus.


    Wenn man sich das große Bild ansieht: überschuldete Staaten, Zombie-Banken die eigentlich Pleite sind, aber gebündelte Pakete aus Los-Nieten
    im Tausch gegen Cash bei den Zentralbanken hinterlegn dürfen, Firmeninsolvenzen, insolvente und quasi insolvente Staaten, Konjunktur mit angezogener Handbremse, niedrigste Zinsen auf Anleihen und Papiergeld sparguthaben,


    bei Anblick dieses Bildes finde ich kein lohnendes (und sicheres) Investment außer Bildung und keinen anderen sicheren Wertspeicher als Edelmetall.