Beiträge von Dr_Meyer

    http://www.bloomberg.com/apps/…87&sid=ag8UzTSPtALE&pos=4


    Die Zinsen für kurzfristige Staatsanleigen der USA sind heute auf Null gesunken.


    In der FTD war vor einigen Wochen mal eine Analyse, dass es unlogisch ist, wenn Gold und Anleihen gleichzeitig gefragt sind:
    es gab nur ein Szenario, in dem Anleger das tun: Kriegsahnungen.


    (z.B. sanken 1938 die US Anleihezinsen auf Null)


    denkbar wäre natürlich auch die Vorahnung eines deflationären Crashs,
    auch nach der Lehman Pleite waren die Zinsen fast Null, kurzfristig sogar negativ.


    Während Giralgeld bei Bankencrash vernichtet wird, sind Bonds Sondervermögen und damit sicherer als Giralgeld - so lange die Währung - und der Staat halten.


    die dritte möglichkeit wird in den Medien natürlich nicht angeführt: Geldfälschung und Manipulation des Marktes.


    Anleihe-Investoren sind in letzter Zeit vermert in Kurzläufer gegangen, besonders die Gläubiger der USA.


    Mit Zinsen a 0,05% für dreimonatige Bills könnten Anleger gezielt aus diesen Kurzläufern herausgetrieben werden.
    Nur wohin?


    In die Realwirtschaft? kaum. In langlaufende US Treasuries? vielleicht.
    in spekulative anlagen: auf jeden fall.


    Das Sinken der ohnehin niedrigen Zinsen von auf 0,05% ist in jedem Fall ein Warnsignal.

    Naja, so gesehen bin ich auch "aus dem Markt".
    Ich geb nix her, aber zum Nachkaufen isses mir derzeit auch zu teuer... jaja, ich weiss, POG 2010 bei 2.000 USD und so.
    Aber falls er doch nochmal vor dem Neuanfang zurückkommt, der Goldpreis, der alte Sack, dann leg ich nochmal etwas nach :D


    In Lauerstellung
    Ping

    nö,
    jeder, der was hat, ist "im Markt"


    Kostolany schrieb mal, man muss während der baisse seine Position zusammenkaufen und man darf auch noch etwas in die Hausse und die frühe Phase der Übertreibung hineinkaufen.


    ich vermute mal, das die meiszen hie rim Forum schon seit der Lehman Pleite voll investiert sind,
    bis August gab es nochmal viele Nachkaufgelegenheiten,
    von daher glaube ich nicht, dass jemand aus dem Forum hie runter Nachkaufzwang ist.


    Irgendwann gibt es in einer Hausse immer Gierphasen, wo Werte täglich um 3% steigen.


    wenn man dann versucht, mit einem Call einzusteigen, um in 5 Tagen den Einsatz zu verdoppeln,
    kommt der Rücksetzer.

    Naja, so gesehen bin ich auch "aus dem Markt".
    Ich geb nix her, aber zum Nachkaufen isses mir derzeit auch zu teuer... jaja, ich weiss, POG 2010 bei 2.000 USD und so.
    Aber falls er doch nochmal vor dem Neuanfang zurückkommt, der Goldpreis, der alte Sack, dann leg ich nochmal etwas nach :D


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    nö,
    jeder, der was hat, ist "im Markt"


    Kostolany schrieb mal, man muss während der baisse seine Position zusammenkaufen und man darf auch noch etwas in die Hausse und die frühe Phase der Übertreibung hineinkaufen.


    ich vermute mal, das die meiszen hie rim Forum schon seit der Lehman Pleite voll investiert sind,
    bis August gab es nochmal viele Nachkaufgelegenheiten,
    von daher glaube ich nicht, dass jemand aus dem Forum hie runter Nachkaufzwang ist.


    Irgendwann gibt es in einer Hausse immer Gierphasen, wo Werte täglich um 3% steigen.


    wenn man dann versucht, mit einem Call einzusteigen, um in 5 Tagen den Einsatz zu verdoppeln,
    kommt der Rücksetzer.

    derzeit sehe ich eine "zivilen" Anstieg im Zuge der allgemeinen Reflationierung des Systems.


    Wer den Goldchart für Pervers hält muss sich mal die Aktienindizies von Litauen, Estland, Serbien in Q2 2009 ansehen:
    zwischen +65% und +80%


    Oder Zink.


    das lustige ist ja, dass all diese Ereignisse, die den Goldpreis gepusht haben (Schließen des Barrick Hadege Book, indischer Goldkauf, Independant Nachricht über neue Ölwährung Gold) nicht vorhersehbar waren, aber laut Charttechnik war so ein Ausbruch vorhersehbar.


    ich glaube, dass in Q1/Q2 neue Ereignisse auf der Agenda auftauchen werden, die den Goldpreis treiben könnten,
    aber ich bin mir nicht sicher, ob das schon den Rythmus und die Hysterie auslöst, den ein Spike braucht.


    wenn Dr. Eichelburg bei Maybritt Illner als Finanzsachverständiger auftaucht,
    haben wir die Gold bubble wohl erreicht.

    Als Anfang September 2009 Hellmeyer und Saiger im Börsentalk waren, meinte Saiger, dass für eine echte Hausse noch viel zu viele Kleinanleger im Markt seien.
    er rechnetet mit einem Rückschlah bis 900 dollar, der dann kleinanleger aus dem Markt treibe.


    Es war mir nie so bewusst, dass eine Hausse das gleiche tun kann: der kräftige Kurssprung in euro, hat durch Gewinnmitnahmen ebenfalls viele Kleinanleger aus dem Markt "getrieben". Möglicherweise ist der Markt jetzt genau in der technischen Verfassung, die Saiger als idealtypisch für eine Hausse sieht.

    Warum sollte sich die Börsenaufsicht bei einer Privatperson melden? :D
    Ist das ein Kindergarten hier?


    100 euro Sammler-Münzen unter Barrenpreis

    beim renommierten Goldhändler westgold gibt es die 7 Jahre alten 100 euro Gold-Halbunzen stücke für 411 euro.

    Ich weis noch, dass ich vor ein paar Wochen hier im Forum Prügel eingesteckt habe, weil ich behauptet habe, bei einer Deflation könnte der Sammler-Wert von Münzen gegen Null gehen.

    Wenn Big Money ins Gold geht, dann kann sogar bei einer ganz normalen Goldhausse der Sammlerwert gegen Null gehen.

    Nach 7 Jahren Lagerung kosten die Sammlermünzen-Halbunzer jetzt 411 euro.

    ein 1 Unzen Goldbarren kostet bei westgold 813 euro.

    Statt Sammleraufschlag nach 7 Jahren Lagerung, kosten Sammlermünze und Barren fast gleichviel.


    wer heute bei westgold einen 1 Unzen Goldbarren in Zahlung gibt bekommt 2,55% mehr, als wenn er zwei s alte 100 euro münzen in Zahlung gibt.



    Ich habe mal gelesen, dass es 1922 ebenfalls so war, dass unter dem Eindruck steigender Preise das Bürgertum sich von Gold und Silber trennte, um den Lebensstandard zu halten.

    Laut westgold sind die Ordervolumen sprunghaft gestiegen, aber die Verkaufsneigung ist ebenfalls gestiegen:
    „… am Freitag und über das Wochenende ein wieder sprunghaft ansteigenden Ordervolumen. Vor allem erreichen und jetzt wieder relativ umfangreiche Orders, die auf gezielte Umschichtungen größerer Vermögensteile hindeuten. Im Goldbereich werden vor allem die Standardprodukte 1 oz Krügerrand und 1 oz Maple Leaf sowie 100g Barren geordert. Bitte beachten Sie unsere Sonderaktion 1 oz American Eagle zum Krügerrandpreis. …. Verkaufsneigung bleibt mit etwa 1 Verkäufer auf 4 Käufer weiterhin auf einem relativ hohen Niveau.

    Erster: ich habe ein neues Wort gefunden:


    "roll-over crisis"


    http://www.telegraph.co.uk/fin…grinds-towards-slump.html


    Griechenland wird in Q2 2010 eine "roll over crisis" erleben.
    Schuld sind dann vermutlich nicht die Politiker, die die Schulden angehäuft haben, sondern Banker und Sparer, die beim Roll-Over nicht
    mitmachen und rumzicken.



    "Greece tests the limit of sovereign debt as it grinds towards slump
    Greece is disturbingly close to a debt compound spiral. It is the first developed country on either side of the Atlantic to push unfunded welfare largesse to the limits of market tolerance. "


    Athens has been shortening debt maturities to trim costs, storing up a roll-over crisis next year. Some €18bn comes due in the second quarter of 2010 (IMF).

    Der Durchschnittsverdiener kann sich jetzt doch kaum Gold leisten. Höchstens ein paar Unzen, und was will er damit?

    als irgendwann in den 90ern der Benzinpreis von DM 1,10 auf DM 1,35 per Steuererhöhung hochschnellte, sagte mir meine Freundin halb im Spaß, halb im Ernst,
    dass ihr das egal sei, weil sie ja eh immer nur für 10 DM tankt.


    (Meinen Fiat Uno konnte ich anfangs noch für 22 DM volltanken. als ich ihn verkauft habe, kostete eine tankfüllung schon 35 DM)


    irgendwann habe ich mal über die 7-gramm stücken gold gelacht, die mein opa während der 50er und 60er jahre gekauft hat. erst ab den 70er und 80ern sind unzen-stücke dazu gekommen.
    Trotz aufschwung und gut bezahltem beamten job, hat in den 50ern und 60ern das Geld nur für 20 RM willies und 20 Kronen stücken gereicht.


    während der dot com bubble gab es immer rechtzeitig einen aktien-split.


    und ein teil des big money dürfte fiat money in gold konvertieren, ohne jemals die 400 oz barren bei schweizer banken in augenschein zu nehmen.


    ich habe gehört, dass in Indien die 1g-Goldstücke inzwischen die meistnachgefragte Größe sind.

    http://www.businessinsider.com…s-2009-11#japanese-debt-5


    Hier ist eine schöne Übersicht, über die größten Bubbles der Weltgeschichte: Japan Bubble, Gold Spike von 1980,
    South see bubble, Missisipi Bubble, Internet Bubble,


    zwei sind nicht mit dabei: Eisenbahn Bubble von 1880 und die Goldminen bubble irgendwann ende des 19. jh oder anfang des 20. Jh.


    Bei allen, die derzeit von einer Gold Bubble reden:
    beim Peak einer Bubble stehen lächerliche Bewertungen:


    Bei der Internet Bubble wurde eine Breitbandfirma, die noch ohne Revenues war, mit 16 Mrd dollar bewertet,


    auf dem Gipfel der Japan Bubble kostete ein Quadratmeter im Zentrum von Tokio 1 Mio dollar und der Kaiserliche Palast i n Tokyo
    kostete mehr als alle Immobilien Kaliforniens.


    ein wesentliches Kriterium, damit eine Bubble entstehen kann, ist ein Totschlag argument,
    das leicht verständlich ist und die Kraft hat, alle Kritik mundtot zu machen.


    bei der Eisenbahn Bubble war es die unglaubliche Geschwindigkeit und Effiziens: Berlin und Frankfurt, die vorher mit einer rumpeligen Postkutsche verbunden
    waren, die tagelang brauchte, waren nun innerhalb von Stunden erreichbar: als Energie reichten ein paar Säcke Kohle.


    Bei der South Sea Bubble und der Missisipi bubble rechtfertigte die aussicht auf schier unermessliche Goldschätze in der neuen welt die exorbitanten Bewertungen.
    wenn in Mittelamerika und Südanmerika genug Gold und Silber für ein ganzes Jahrhundert gefunden wurden, warum nicht in Nordamerika,


    -----


    Gold hat das Zeug zur Bubble: wenn Papiergeld ohne Ende gedruckt wird und beim Zusammenbruch von Banken und Staaten Papiervermögen vernichtet werden,
    dann bietet nur das counterpartfreie Gold echten Schutz.


    Jeder Besitzer von Lehman Zertifikaten wird zustimmen, das es egal gewesen wäre, zu welchen Kurs er seine Zertifikate in Gold umgetauscht hätte:
    700 Dollar, 1000 Dollar, 2000 Dollar: egal.


    als Counterpartfreies, anonym verfügbares Asset bietet Gold auch im Umfeld von katastrophalen Situationen Schutz.


    Möglich wäre also, dass Ereignisse eintreten, die zu einer echten Gold bubble führen. Und dass danach wieder das System stabilisiert wird.


    Möglich wäre aber auch, dass ab einem bestimmten Punkt der Spike abgebrochen wird, indem Gold wieder als Geld zu festen Kursen benutzt wird:
    vermutlich nicht im Inland, sondern vor allem um im Welthandelt Handesdefizite abzubauen und die Weltwirtschaft auzubalancieren.


    Da alle echten Reformen zu gravierend wären und das Wirtschaftswachstum und den Wohlstand der West-länder zu sehr beschneiden würden,
    sind echte Reformen wohl erst NACH einschneidenden Ereignissen wahrscheinlich.


    Bei schwachen Staaten, mutlosen Politikern und gesellschaften ohne Selbstreinigungskräfte, d.h. Austausch von Führungspersonal,
    könnte es meiner Meinung nach eher zu einer Gold Bubble kommen, d.h. die Papierwährungen verfallen dramatisch,
    der Goldpreis übersteigt die Inflationsrate dramatisch,
    es dürfte aber schwer sein, von der Zunahme der Kaufkraft von Gold profit zu schlagen,
    da Lebensqualität, Rechtsstaatlichkeit etc, abnehmen.


    Im zweiten Szenario " Goldstandard" dürfte der Goldspike irgendwo abgebrochen werden.
    Papiergeldwährungen, Produkte und Dienstleistungen und Gold werden durch feste Kurse aneinander gebunden:
    d.h. die Produzenten werden fairer belohnt.


    Denkbar wäre allerdings auch ein Goldstandard nach einem Gold-Spike.


    Die 50.000 dollar pro unze bei Eichelburg, über die viel gelacht wird,
    basieren - vermte ich mal - auf der Proberechnung von Barclay/Polleit,
    bei welchem Kurs das Geld wieder zu 100% golgedckt wäre.


    die Reichsmark war ab 1871 nur zu run 30% oder 35% goldgedeckt.
    Im laufe der Zeit stieg die deckung, sie war aber meines wissens nie bei mehr als 60%.


    Von daher ist die Rechnung mit der völligen Deckung extremst theoretisch.


    bei einem Goldspike treten Ereignisse ein, bei denen Papiergeldbesitzer um jeden preis aus dem Papier rauswollen.
    das wird nicht die normalen Menschen betreffen, die schon durch den Kauf von einem TFT-Fernseher und einem Kleinwagen erfolgreich aus dem Papiergeld
    aussteigen, sondern um größere Summen.


    Da zu dieser Zeit kein Goldbesitzer verkaufen will, ist praktisch jeder Kurs denkbar.


    1 Quadratmeter Boden in Tokyo für 1 Mio dollar.
    solche Preise wären nie enstanden, wenn 50% der Bodenbesitzer in Toyo verkaufsbereit gewesen wären.
    wahrscheinlich sind auf dem Höhepunkt der Bubble nur winzige Parzellen verkauft worden.


    bei Rohstoffen wie Zucker und Öl ist ein echter Spike unmöglich, da mit zunehmendem Preis die Realläufer wegbrechen.


    bei Gold, Südsee-Aktien und Tokyo-Parcellen rechtfertigt Phantasie (oder Angst) oder beides jeden Preis,
    so dass sich Argumente von der Realität abkoppeln können.


    ich denke, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Gold in einer Bubble endet, vielleicht bei 10-20% liegt.
    die wahrscheinlichkeit, dass Gold als gute performende Devise Inflation und Anleihen schlägt, liegt mindestens bei 80%.
    Dass Gold wieder als Devise im internationalen Währungssystem und handel eine anerkannte Rolle spielt: vielleicht 20%


    Prognose zum Preis pro Unze:
    das ist in etwa so, als ob man beim Internet Bubble eine amerikanische Hausfrau gefragt hätte, bei welchem Kurs-Umsatz-Verhältnis sie
    die Aktien von Yahoo und AOL gekauft hat.
    am ende der hausse kaufen leute, die einfach nur Geld über den Tisch kaufen und "Aktien für 1000 mark" kaufen, ohne nachzufragen,
    wieviel firmenwert sie dafür kaufen.
    von daher wird man den Höhepunkt des Spikes weniger am absoluten Preis erkennen können, sondern daran, dass alle Gold haben und über Gold reden -
    und darüber, dass sie mit dem Kursgewinn von heute, schon wieder eine Urlaubsreise hätten machen können.

    mich irritiert zur zeit wie gut man sehr günstig an gold kommt bzw wie gering der spread bei den händlern zum fix preis grad ist


    250g kosten zurzeit fix 6220€ man bekommt aber ohne grosse müh 250g am stück bankenhandelsfähig vom händler für 6200€


    das ist wenn ich jetz nicht ganz verrückt bin unterm fix

    das gesetz von angebout und nachfrage:
    der steilste anstieg des goldpreises nützt dem goldhändler gar nichts,
    wenn niemand bei ihn kauft.


    im extremfall steigt der londoner spotpreis und statt zu verkaufen,
    bekommt der händler nur aufkaufangebote.


    der spread bei 100 Kr Golstücken zwischen an und verkauf ist jetzt bei 8% bei pro aurum:
    das spricht Bände.


    da aber jeder Händler die barren aus dem derzeitigen lagerbestand vor der Preis hausse der letzten 2 Wochen eingekauft hat, kann er es sich gut leisten, Sonderangebote zu machen.


    bei einem weiteren steilen anstieg des POG werden wir wohl physische unzenpreise unterhalb des spotpreises sehen,


    das ist das gegenteil von der situation des letzten jahres, als goldunzen bei ebay USA 200 dollar über spot gehandelt wurden.

    über diese 200 t denke ich nicht im geringsten nach, die werden vom markt aufgesaugt,
    ohne dass man es merken wird.
    laut ard gab es in q3 2009 einen weltweiten rekord im aufkauf von scrap gold: 200 tonnen.
    besonders italiener trennten sich von altem goldschmuck.
    und von diesen 200 t haben wir nichts bemerkt.


    als russland vor ein paar tagen ankündigte, man wolle etwas staatsgold verkaufen um irgendeinen maroden diamantenkonzern zu sanieren, hat der goldkurs nichtmal gezuckt.


    was sind die 6 Mrd dollar, die Indien für 200 t gold ausgegeben hat, gegen die 179 mrd. netto neuverschuldung der usa aus oktober 2009,
    die offiziell zum großen Teil durch frisch gedrucktes geld , inofiziell wahrscheinlich zum größten teil duch frisch gedrucktes geld finanziert wurden.


    der einzige feind des goldes sind hohe zinsen und straff organisierte staatshaushalte:
    falls die wichtigsten industrienationen 12% zinsen auf anleihen zahlen und ihre bevölkerung straff und effektiv auspressen,
    und gleichzetig den wohlfahrtsstaat runterfahren, dann würde Gold unter die Räder kommen.
    ich glaube aber nicht, dass die Industriestaaten eine Zinslast von 50% des Staatshaushalts durchhalten werden.
    von daher: Gold !


    im nächsten jahr rechne ich mit der erhöhung der zinsen von Null auf 1 bis 2 %
    Da wird es für Gold einen Rücksetzer geben:
    vielleicht von 1400 dollar auf 1100 dollar.
    800 dollar für die unze werden wir aber nie wieder sehen, da bin ich mir recht sicher.

    http://www.youtube.com/watch?v=46ItttTID3k


    ist schon frappierend, was manchmal so gesagt wird:


    Zusammenschnitt aus älteren TV Diskussionen mit Peter Schiff:
    Zwei Kontrahenten versuchen Peter Schiff niederzudiskutieren:


    einmal frei übersetzt, etwa aus der Mitte des Videos



    Kontrahent: Arbeit ist nicht der wichtigste Teil der Produktion, alles was wirklich wichtig ist, wird in amerika
    gemacht
    Schiff: und warum haben wir dann ein 6 Mrd pro Tag trade deficit ?
    andererer Kontrahent: weil wir so unglaublich reich sind, unser Geld hat Wert, wir haben weltweit Kredit.
    Milliarden von Menschen arbeiten weltweit in schlecht belüfteten Fabriken, nur um unser Papiergeld zu bekommen, weil es zu unglaublich wertvoll ist.
    Schiff: Wir drucken es einfach. Eines Tages werden die Menschen aufwachen...

    Nach unangenehmen Erfahrungen vor vielen Jahren mit Dollarderivaten fasse ich derlei nie mehr an.
    Aber schnelle Trades mit Gold - und Silbercalls sind allemal machbar, dazu gehören jedoch einige Erfahrung, Fortune und starke Nerven....


    Grüsse

    als trader hätte ich heute viel verloren:
    nachdem der dollar scharf gestiegen ist und gold scharf gefallen ist, wäre ich
    mit gehebelten zerifikaten aus dem markt gegangen.
    statt dessen hat gold nur kurz gestoppt und ist trotz steigendem dollar
    höher aus dem Tag gegangen: sowohl in euro, als auch in dollar.


    in jedem fall eine interessante entwicklung, da gold in den letzten tagen im gleichschritt mit den aktien stieg und heute sich (wieder mal) wie eine devise verhalten hat.

    Was für Summen die da genannt werden, da kann einem schwindlich werden.


    (Die EZB steht mit der leichten Verschärfung aber allein. Die Fed verlängerte jüngst Wertpapieraufkaufprogramme. Ihre Bilanz schwoll nach Zahlen vom Freitag um 73,8 Mrd. auf 2210 Mrd. $ an. Das ist ein Jahreshoch. Die Bank of England wiederum weitete auf ihrer jüngsten Sitzung die Aufkäufe von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren um 25 Mrd. auf 200 Mrd. Pfund aus.)

    irgendwo hatte Christ Martenson mal durchgerechnet: die FED stützt nicht den Immobilienmarkt,
    die FED ist der Immobilienmarkt.
    die FED hat in 2009 etwa 100 % der US Immobilienkredite augekauft.
    außerdem werden 75% der US Subprime kredite durch staatliche agencies garantiert.
    und first time buyer bekommen 8000 dollar subvention beim immobilienkauf durch den staat,
    der wiederum seine anleihen an die FED verkauft.


    und jetzt soll mal jemand erzählen, die FED und Staat könnten diese Maßnahmen zurückfahren.


    auch wenn FED und EZB die Gefahren der Blasenbildung derzeit sehen, können sie kaum
    die Maßnahmen zurückfahren.


    die Exit-strategien der Notenbanken sind ein finanzieller Coitus interruptus:
    theoretisch möglich, aber in der Praxis wird auch bei den besten vorherigen Intentionen
    genau in dem Moment, wo man handeln müsste, der Wille schwach.


    in den letzten Interviews war erkennbar, dass in der EZB ein machtkampf tobt.
    axel weber würde gerne die zinsen erhöhen, die anderen nicht.


    ohne die lehman pleite hätte die ezb niemald die zinsen auf null gesenkt.
    irgendwo habe ich mal gelesen, dass es die theorie gibt, dass ausgerechnet lehman pleite gehen müsste,
    da lehman die meisten europäischen verpflichtungen hatte und ein exempel notwenig war,
    um den anderen mitgliedern des systems den Ernst der Lage zu demonstrieren.

    auf dem historischen höchststand einzusteigen ist nicht ganz ohne,
    von daher kommt es auf Dein anlageziel an.


    falls Dir gerade aufgefallen ist, dass das gesamte Finanzsystem komplett morbide ist,
    dann hilft es, sich erstmal vier krügerrand unters kopfkissen zu legen:
    das ist die älteste und bekannteste anlagemünze der welt,
    damit macht man keinen fehler und schläft sofort besser.


    die Krügerrands wirst du auch los, falls Du in 20 jahren in uruguay oder taiwan nochmal bei Null anfangen must.


    (kann sein, dass die dort die deutschen heräus standard barren argwöhnisch beäugen).


    bei größeren positionen würde ich per dreisatz ausrechnen,
    wie der aufpreis zwischen münzen und barren ist:


    1 unze = [Blockierte Grafik: http://www.goldseiten-forum.de/file:///C:/DOKUME%7E1/ARBEIT%7E1/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-1.jpg] [Blockierte Grafik: http://www.goldseiten-forum.de/file:///C:/DOKUME%7E1/ARBEIT%7E1/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-2.jpg][Blockierte Grafik: http://www.goldseiten-forum.de/file:///C:/DOKUME%7E1/ARBEIT%7E1/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-3.jpg] 31,1035 gramm


    macht per dreisatz, dass z.B. bei westgold.de der 100g barren pro Unze 789,71 kostet,


    also rund 17 euro weniger als ein Krügerrand.


    das ist ok. bei einem 100g barren sparst Du rund 50 euro gegenüber drei münzen.


    Als ich mein erstes Gold gekauft habe, waren krügerrands die teueresten Münzen und der
    aufpreis pro Unze war weit höher.


    falls Du größere Positionen erwerben willst, würde ich über einen zeitraum von 6 Monaten in einigen Positionen xetra Gold kaufen.
    Das ist eine mit physischenm Gold unterlegte anleihe.
    (Man kann sich das zwar auch ausliefern lassen,
    das macht aber wenig sinn.)


    wenn Du über ein halbes Jahr Positionen aufbaust, bekommst Du einen guten Mittelkurs.
    dann kann man das xetra gold verkaufen und dafür gleichzeitig physisches gold kaufen,
    am besten bei einem edelmetallhändler wie pro aurum, wo man bar zahlen kann.


    -----------


    habe gerade erst gesehen, dass Du nicht Gold, sondern Silber meinst.
    wegen des MWSt vorteils spricht hier einiges für Münzen.
    nichts desto trotz solltest du etwas über dein anlageziel erläutern.
    falls Du gewaltige summen investieren willst, solltest Du darpber nachdenken, dass silber in der schweiz zu kaufen und zu lagern, da dort keine MSt anfällt.


    Diese ganze Währungsgeschichte ist ja ziemlich bedeutsam für einen Anlageerfolg.

    da sagst Du was...


    selbst Kostolany, der sein leben lang extrem erfolgreich mit aktien und anleihen spekuliert hat,
    hat vom devisenhandel die finger gelassen.


    es gibt 1000 faktoren, die eine aktie beeinflussen.
    bei einer devise ist es schlichtweg alles, was eine währung beeinflusst,
    wetter, politik, sparquote, aussenhandelsbilanz, zinsniveau, mentalität der bevölkerung....


    das ist auch der grund, weshalb ich bei gold und devisen nie mit gehebelten investments handeln mag:
    es kann sein, dass man mit einem call auf gold kurzfristig alles versenkt, während man langfristig gewinnen würde.


    jim rogers, der mit george soros in diversen währungen spekuliert hat ist für dollar und pfund langfristig extrem bärisch.
    Kurzfristig haben viele experten, darunter auch marc faber eine dollar zwischen rally für möglich gehalten.


    falls gold wenig sinkt und der dollar stark steigt, könnten wir während einer dollar zwischenrally bei Gold sogar neue euro höchststände sehen.


    ingesamt kein markt für trader.


    Könnte uns ein solches, vielleicht absichtlich herbeigeführtes Szenario (ich denke dabei an die Billionen $ Derivate- Blase),

    der große dollarbedarf ende 2008 entstand, weil weltweit Spekulanten ihre gehebelten investments auflösen mussten, nicht nur immobilien, sondern auch aktien und rohstoffe.


    sowas kann wieder passieren, wenn die zinsen wieder erhöht werden.
    damit spekulanten sich einstellen können, werden zinserhöhungen ja monatelang mit kleinen bemerkungen angekündigt.


    bei der derivate blase ist ein anderes problem: da werden vor allem unternehmens und staatsanleihen versichert.
    es gibt besonders viele versicherungen für den staatsbankrott der usa.
    falls die usa bankrott gehen, müssten die counterparts hunderte mrd dollar aufbringen, um versicherte Bonds auszuzahlen.
    ich vermute, dass niemand ernsthaft dann dollars nachfragen wird:
    dass ist als ich eine Versicherung dafür abschließe, dass der Planet Niru auf die Erde stürzt:


    Bei mir kann jeder für 2 Mio euro eine versicherung für den Fall abschließen, dass der Planet Niru auf die Erde stürzt.
    Falls im Vertragszeitraum das Ereignis eintritt, bekommt der Vertragsnehmer 2 mrd dollar ausgezahlt.