Genau meine Meinung ! Es wird im Moment alles nur erdenkliche Versucht das unausweichliche zu Verhindern. Egal ob Inflation oder Defaltion ... die folgen werden letzlich dieselben sein. Das Spiel geht leider nur solange bis "echte" Kunden gefunden werden die das zeug kaufen.
bin mir nicht zu 100% sicher. Derzeit ist vor allem sicher, dass niemand den USA Anleihen für 1-3% Zinsen abnehmen will.
Vielleicht gäbe es bei 22% einen sehr großen Markt für Staatsanleihen:
dann würde Big Money massiv in Staatsanleihen gehen und der amerikanische Steuerzahler würde jahreland ausgequetscht, bevor es dann doch irgendwann zum Bankrott kommt.
Andererseits denke ich nicht, dass in Amerika die richtige Stimmung ist, um Steuern massiv zu erhöhen, so dass es von einer massiven Steuererhöhung bis zu einem Umsturz in Amerika kaum länger als 2 Jahre wäre.
Marc Faber denkt über 10 Jahre bis zum Zusammenbruch nach, die Zukunftforscher von Leap2020 sagen, dass es in diesem Spätsommer/Herbst losgeht.
Interessant ist, dass es bei den US Staatsanleihen einen gewaltigen Überhang an kurzfristigen Anleihen gibt: alle 4 Wochen werden ca. 120-140 mrd Dollar übergerollt. D.h. jemand, der aussteigen will, muss NICHT mit Verkäufen den Markt unter Druck setzen, sondern er kauft einfach Kurzläufer und lasst dann einfach die Anleihen auslaufen.
Oder er bezahlt Rechnungen mit bald auslaufenden Anleihen.
------
Jemand, der als Münzensammler oder als Erbe mit Goldmünzen aufgewachsen ist, der verstand, was Gold wert ist. Und für den war es sicher sehr leicht, in den Jahren 1999-2003 besonders günstig einzusteigen.
Vielen fällt es sicher schwer Gold für 700 euro zu kaufen, wenn man weis, dass es früher mal die Hälfte kostete.
Das entscheidende, was man verstehen muss, ist: mit 3-4 Krügerrands kann man keine Familie absichern.
Man muss den Mut haben, einen sehr großen Teil in EM zu stecken - oder in andere gute und am besten auch halbwegs liquide Sachwerte.
Wenn ab das Leben drei mal teuer wäre, dann müssten die Zugewinne der Sachwerte ausreichen, um den Kaufkraftverlust der papier- euros auszugleichen.
Irgendwo habe ich bei Gburek gelesenn, man solle sich des Zahn ziehen, dass man ohne Blessuren durch die kommende Krise kommen könne. Absolut d’accord.
Er empfahl, glaube ich, nebenm EM, auch erstklassige Staatsanleihen und erstklassige Wohnimmobilien.
Staatsanleihen lasse ich nur für einen Horizont von 6 Monaten gelten: wenn eine Bank pleite geht, ist es sicher besser Staatsanleihen auf dem Konto zu haben, als Giralgeld.
Giralgeld ist technisch und rechtlich gesehen ein Kredit an die Bank. Staatsanleihen sind Sondervermögen.
Eine Diversifizierung mit Wohnimmobilien ist eine tolle Idee: da muss man aber schon ein paar Millionen euro haben,
um mit Wohnimmobilien, Gold und Staatsanleihen zu diversifizieren.
Also bleibt EM. Und statt Staatsanleihen oder Tagesgeld nehme ich lieber ETFs.
In irgendeinem Forum habe ich mal von einer alleinerziehenden Mutter gelesen, die ihren BMW und ihr handy verkauft hat
und alle Anschaffungen gecancelt hat,
um einen nennenswerten EM Stock anzulegen, damit sie für ihre Kinder im Notfall vorgesorgt hat: das hat mich wirklich beeindruckt. So muss man es machen.
Ich habe 2002-2003 ein kleines Depot augebaut: 2 Investments gingen daneben, aber die 8 anderen Aktien hatten eine phänomenale Performance.
Tele Atlas habe ich bei 5 euro gekauft und bei 2 euro nachgekauft und später bei 22-27 euro verkauft Bei Ericsson und Metro bin ich während des 2. Golfkriegs nahe der Niedrigskurse rein, Sulzer hatte ich schon vorher gekauft, nachdem die Kurse nach dem Knie-Op-Skandal ihren Boden gefunden hatten. Alle Aktien haben sich verdoppelt: manche verdreifacht, vervierfacht:
Ich habe die Performance des Depost nie ausgerechnet: vielleicht 33% pro Jahr, oder 55% pro jahr. Is auch wurscht: Das Depot war zu klein und hat den Wertverlust, den ich zeitgleich durch Inflation und stagnierende Umsätze hatte, nicht ausgeglichen.
Beim nächsten Mal geht es um etwas mehr.
Als die Nazis das Britische Weltreich zerstören wollten, schufen sie ein Geheimprojekt, um britisches geld zu drucken und in de Verkehr zu bringen.
Die Amerikaner drucken täglich 3,6 Mrd Dollar.
Jetzt soll mal einer erklären, warum die Geheimwaffe der Nazis, mit der sie die Wirtschaft ruinieren wollten plötzlich gut sein soll.
Hätten die Nazis es schaffen können, täglich 3,6 Mrd Falschgeld in den Verkehr zu bringen? Kaum. Dass können Insider des Systems besser machen.
------------------------------------
Zum Vergleich der Dimensionen: 3,6 Mrd neues gedrucktes Geld pro Tag, nur durch die US programme QE und SOMO.
In Q1-Q2 2009 haben die Deutschen aus Angst vor der krise 5 mrd euro gespart.
Dass, was wir Kleinsparer in 2 Quartalen sparen können, druckt Uncle Sam in 2 Tagen.
Dieses Rennen können wir nur verlieren.
Man müsste es mal ausrechnen, um wieviel der Dollarkurs täglich sinken müsste, um diese Geldvermehrung auszugleichen.
Dass er derzeit nicht sinkt, hat damit zu tun, dass viele Dollarkäufer noch nicht wissen, dass diese Anlage gerade inflationiert wird. Und damit, dass viele Notenbanken weltweit den Dollar stützen, indem sie Euro, Yen, Schweizer Franken drucken und damit Dollar kaufen, damit der Dollar-Kurs im Rahmen bleibt.
Mit diesen frisch gedruckten Ye, Euro und Schweizer Franken dreht sich das Inflationskarussel weiter.
Die ostdeutsche Bodenverwertung hat bekannt gegeben, dass die Bodenpreise für Ackerland in Q1 und Q2 gegenüber dem Vorjahr um 30% gestiegen sind.
Landwirte fordern ein 2 jähriges Verkaufsverbot, bis sich die Preise wieder beruhigt haben.
30% Plus in 6 Monaten, vielleicht 60% Plus in einem Jahr?
Da ich selbst für Konzerne und mein eigenes Unternehmen Preise, preisstrategien etc entworfen habe, werde ich irgendwann genau erklären, wie Preise entstehen, und wie aus der Inflation der Assetpreise eine Inflation der Konsumentenpreise wird.
Es KANN sein, dass Konsumentpreise noch sehr lange sehr niedrig bleiben:
die Unternehmen habe Überkapazitäten.
Aber in dem Maße, wie Unternehmen des Konsumgüterbereichs auf Assets zugreifen müssen, die sich Geldanleger gesichert haben (Kupfer, Platin, Aluminium, Öl, Ackerland, Weizenkontrakte) werden dann auch die Preise steigen.
Es gibt dabei zwei gegenläufige Tendenzen: in der einen suchen Produzenten ob sie durch niedrigere Endkundenpreise bei verbesserten Einkaufsbedingungen und/oder verringerter Marge irgenwo eine Nachfrage treffen, auf der sich wieder ein funktionierendes Geschäftsmodell aufbauen lässt.
Bei der anderen, nehmen die Anbieter die letzten verbliebenen Kunden in Geiselhaft und pressen aus ihnen das heraus, was sonst der gesamte Markt liefert.
Die erste tendenz ist durch Standardwerke wie „Power Pricing“ von Prof Hermann Simon gut dokuementiert.
Weniger bekannt ist die zweite.
In zusammenbrechenden Wirtschaften gibt es oft Kidnapping gegen Lösegeld. Doch über die Jahre nimmt die Zahl derer, die noch Geld haben ab. Und die Lösegeldsummen steigen.
So wie die Kidnapper verhalten sich auf dem Markt vor allem Monopolisten, z.B. Busunternehmen, Bahn, GEZ, Steuerstaat, Krankenkassen.
Deflation würde bedeuten, dass der Wert des Geldes im Vergleich zu allen verfügbaren Gütern langfristig steigt:
Egal ob Benzinpreise, Aktienpreise, Immobilienpreise, Restaurantessen: alles sinkt.
Ja sogar die Krankenkassenbeiträge und die GEZ-Gebühr sinken.
DAS war im Mittelalter und zum großen Teil im 19 Jahrhundert so.
Im Mittelalter entstand diese Deflation zum Großteil durch ein Handelsbilanzdefizit zum Orient:
Die europäische Oberschicht war fanatisch nach Gewürzen. Aber nichts, was man in Europa herstellte, konnte man bei arabischen Händler anbieten.
Außer Gold und Silber. So gab es einen ständigen Abluß von EM in den orient.
Die eingekauften Gewürze wurden im wahrsten Sinne des Wortes verfrühstückt.
Und alle in Europa hergestellten Waren und Dienstleistungen, wirklich alle, wurden im Vergleich zu Silber und Goldgeld immer billiger.
Am Ende des Mittelalters hatte eine Unze Silber eine Kaufkraft von heute ca. 6000 US Dollar.
In der Phase des Übergangs gibt es heute viele Unternehmen, die versuchen den Umsatz durch Preissenkungen anzukurbeln.
Wenn sie merken, dass das nicht mehr klappt, werden sie die Kapazitäten senken – und die Preise erhöhen soweit es irgendwie geht.
Inflation hat viele Gesichter.
Die Reaktion der Bauern auf die mit 30% gestiegenen Bodenpreise ist normal. Sie halten dass für Irrsinn und fordern ein zweijähriges Verkaufsverbot.
Auch in Deutschland gab es 1921-22 viele Händler, die gegenüber ihren Kunden nicht unfair sein wollten, und ihnen keine höheren Preise abforderten.
Das waren die gleichen, die 1923 auf die Preise von heute schon die Inflationsraten der nächsten 3 Monate mit drauf schlugen.