Beiträge von Dr_Meyer

    Och, Mensch, Ihr könnt aber blöd fragen?!!


    Wartet doch noch ein Jährchen, denn wird euch die Erleuchtung schon heimsuchen?!!


    Der gute Professor Hankel, den ich zudem sehr schätze, d


    Timing: keine Ahnung.


    Das ist so, als ob man eine Schubkarre in den Garten stellt und bemerkt, dass der Regen die Schubkarre mehr füllt als durch Verdunstung weggeht:
    da man das Wetter der kommenden 12 Monate nicht kennt, weis man auch nicht, wann die Schubkarre überlaufen wird.


    Es gibt beim Euro zwei Sollbruchstellen, die ich kenne:


    a) Er ist ein politisches Projekt, d.h. er würde das Ausscheiden von Ländern wohl nicht überstehen. Wenn also Italien oder Spanien pleite gehen und aus der Euro Zone ausscheren,
    würde das dem Euro das Rückrat brechen. (Mal Googeln: da gab es einen guten Artikel von einem Professor der Bundeswehr-Uni in der Neuen Zürcher Zeitung nzz.ch)


    b) die zweite Sollbruchstelle ist das Handelsplus bzw Defizit der Länder. Mich wundert, dass das bei der Euro-einführung niemandem aufgefallen ist.


    Deutschland hat als Exporteur einen Handelsbilanzüberschuss. Früher führte das zu einer Aufwertung der Währung, dem mit niedrigen Zinsen begegnet wurde.
    Die niedrigeren Zinsen wirkten außerdem stimulierend auf die deutsche Wirtschaft.


    Die Länder wie Spanien, die ein Handelsbilanz-defozit haben, mussten ihre Währungen abwerten, bis Importe irgendwann so teuer wurden, biss Importe und Exporte sich ausgeglichen haben.
    Denn anders als in den USA, wo es seitens der Ausländer Interesse gibt, Dollars als Reserve zu halten, gab es bei Peseta, Lire etc. nie ein Bedürfnis, die Währungen als Reserve zu halten.
    Wann immer also Spanien zu viel importierte, kam es zu Spannungen, die üblicherweise mit einer Abwertung entspannt werden konnten.


    In der Eurozone ist es so, dass Deuschland ein Handelsplus erwirtschaftet, Spanien ein Handelsbilanzdefizit hat.
    Da aber beide Volkswirtschaften in der gleichen Währung wirtschaften, kann sich dieses Ungleichgewicht nicht über schwankende Währungspreise ausgleichen.


    In den letzten Jahren haben - wenn ich es richtig gelesen habe und richtig erinnere - deutsche Banken und deutsche Kapitalgeber massiv Geld nach Spanien verliehen.


    Mir fehlen im einzelnen die Kenntnisse, wie sich diese Ungleichgewichte entladen können, aber Fakt ist, dass es natürlich nicht so weiter gegen wird, dass Spanien importiert und deutschland exportiert
    und deutsche Kapitalgeber den Spaniern den Konsum bezahlen.


    Ich weis nicht, ob in Spanien auch die Gehälter gestiegen sind, oder ob der Konsum und die Immobilienspekulation nur auf Pump waren.
    Am Strand habe ich mal gehört: "a mi, me gusteria una super Audi A siete. (A6) ("mir würde ein Audi A6 gefallen)
    Und die junge Frau, dass das sagte, sah aus wie eine Sekretärin oder Sachbearbeiterin.
    Das bedeutet ja noch nicht, dass sie ihn gekauft hat. In der Phase einer allgemeinen Krediteuphorie gehen Ansprüche und Realität oft auseinander.


    Und was normale Leute da an Immobilienkrediten stemmen, macht ohnehin sprachlos: entweder die Spanier leben noch bei ihren Eltern - oder kaufen eine 250.000€ Eigentumswohnung
    mit Finanzieurng über 30 Jahre. Mein Eindruck aus persönlichen Gesprächen war, dass es dazwischen kaum was zu geben scheint.


    Ich habe mich nie weiter mit dem Thema beschäftigt: fürs erste sind wir mit dem Euro besser bedient als mit dem Dollar.
    Der Euro hat keine längerfristige Zukunft und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Auflösung des Euro ohne finanzielle und wirtschaftliche Blessuren für die Volkswirtschaften passieren wird.

    Was würde bei einer Anlage passieren, die in 6 Monaten + 32% macht: sie wäre in aller Munde (so wie Aktien derzeit).


    Dabei haben auch die Bodenpreise zugelegt: + 32% in den letzten 6 Monaten.


    Laut BVVG (Boden Verwaltungs- und Verwertungsgesellschaft, größer Bodenverwerter in Ostdeutschland) sind im ersten Halbjahr 2009 die Preise pro Hektar auf 8373 euro gestiegen.
    Der Durchschnittspreis 2008 lag bei 6319 euro.

    Fast noch interessanter die Reaktion der Bauern auf die steigenden Bodenpreise:
    "Bauner fordern Bodenverkaufsstopp" bis die der Bodenmarkt "wieder beruhigt hat".


    Das ist wie 1922 oder bei dem Verfall der amerikanischen Kontinentalwährung: die Menschen glauben zuerst, dass es sich um ein vorrübergehendes Phänomen handelt und dass die Preise irgendwann wieder zu ihrem alten Niveau zurückkehren.

    Was würde bei einer Anlage passieren, die in 6 Monaten + 32% macht: sie wäre in aller Munde (so wie Aktien derzeit).


    Dabei haben auch die Bodenpreise zugelegt: + 32% in den letzten 6 Monaten.


    Laut BVVG (Boden Verwaltungs- und Verwertungsgesellschaft, größer Bodenverwerter in Ostdeutschland) sind im ersten Halbjahr 2009 die Preise pro Hektar auf 8373 euro gestiegen.
    Der Durchschnittspreis 2008 lag bei 6319 euro.

    http://www.chinadaily.com.cn/b…08/31/content_8634846.htm


    Interessanter Artikel in China Daily:
    China hat einen eigenen Think Tank. Über dieses Vehikel kann China artikukieren, ohne dass es gleich super offiziell ist.


    "So far the US government and the Federal Reserve have failed to provide China with any details of how its countermeasures against the financial crisis will not lead to serious capital losses to China's holding of its treasury bonds and foreign reserves," Yu Yongding, a renowned think tank economist with Chinese Academy of Social Sciences, told China Daily.
    Yu's concern is shared by China's leadership, and Premier Wen Jiabao has repeatedly expressed his concerns on the issue.

    Beim Juwelier gab es Goldschmuck ohne Ende: aber überall Standen Schildchen dran:
    zB. EVP 200,00 M und 33 Gramm Goldabgabe.


    Man hat also für die Goldschmiedearbeite 200 Mark gezahlt - und musste zusätzliche soviel Gold, wie man gekauft hat, abgeben.


    Als meine Mutter Zahngold braucht, hat der Opa aus dem Westen einen kleinen Barren geschickt.


    "Westgeld" spielte im normalen Leben eine große Rolle.
    Aber Gold war in den 80er Jahren aus dem normalen Leben verschwunden. Vermutlich alles während der Höchstkurse aufgekauft und
    für Rohstoffimporte ausgegeben.


    Man durfte ganz legal Gold besitzen so viel wie man wollte.


    Die Aufkaufpreise beim Juwelier waren sehr hoch: als wir mal Geld für einen hauskauf brauchten, haben wir einen 4er Dukaten,
    den wir als Erbstück hatten für sowas wie 2000 Mark verkauft, das war Ende der 80er Jahre der Monatsverdienst eines Oberartzes,
    inklusive Nachtdienste und Zuschläge.


    In den 80ern entwickelte sich die DM zur heimlichen Zweitwährung. Deswegen wurden "Forum-Schecks" eingeführt: d.h. Papierschecks, die 1:1 den Wert von DM abbildeten. Mit denen konnte man dann im "Intershop" einkaufen gehen.
    Eigentlich war es Pflicht, DM in Forumschecks einzutauschen: hat aber keiner gemacht.
    Auch im Intershop hat kaum jemand mit Forum-Schecks bezahlt.


    Dadurch, dass es Festpreise gab, spielte Inflation in den Köpfen keine Rolle:
    eine Flache Milch kostete genau so 15 Pfennig wie 30 Jahre früher (soweit ich weis).


    Da die Gehälter in den 80er Jahren stark stiegen, gab es einen Überhang an DDR-Mark.
    Alle neuen Produkte, die in den 80er Jahren in die Läden kamen, waren vergleichsweise teuer.
    Außerde,m gab es besondere ketten: delikat und Exquisit für Delikatessen und hochwertige Mode.
    Eine normale Schokolade kostete sowas wie 50 Pfenning oder 1 Mark,
    im Delikat gab es Schokolade, die wie Westschokolade schmeckte, für 5 Mark.
    Als ich klein war, war der Kurs Ost zu Westmark 1:3, später 1:5,
    ich habe sogar davon gehört dass Ende der 80er Jahre auch 1:7 getauscht wurde:
    Ende der 80er Jahre gab es im Osten auch Leute, die richtig Kohle verdient haben, Künstler z.B.


    Gold war so knapp, dass es im normalen Leben einfach nicht vorkam.


    Ich las natürlich Abenteuerbücher, bei denen es dauernd Piraten - und Goldschätze gab und ich hatte als Kind den Eindruck,
    dass Gold so wertvoll ist, dass nur Könige und Fürsten Gold haben können.


    Als nach der Wende in einer Bank Maple leafs und Krügerrands im Schaufensgter lagen - und die auch noch recht billig,
    kam mir das völlig strange vor.


    Ohne, dass man es richtig merkte, gab es in den 80ern in der DDR eine sehr hohe Inflation:
    die Standardgüter waren billig wie eh und je. Mal gab es sie, mal gab es sie nicht.
    Und hochwertige Güter waren um ein mehrfaches teurer.
    Auch die Gebrauchtpreise für knappe Güter, wie Gebrauchtwagen, gingen immer weiter höher.


    Durch die Festpreise bei normalen Gütern, Mieten und Energie nahm dass allerdings keine bedrohlichen Formen an.
    Außerdem stiegen in der Zeit viele Gehälter, so dass viele Leute das Gefühl hatten, sie hätten mehr.

    An einer Stelle habe ich noch was anderes Interessantes gesehen:


    Das SOMA-Programm: damit darf die FED direkt bei den Versteigerungen mitbieten.


    Sie kauft damit Staatsanleihen für "eigene Zwecke", vor allem für das TALF-Programm.
    Beim Talf Programm tauscht die FEF per SWAP geschäft den Privatbanken Schrottpapiere gegen Staatsanleihen ein.


    Dazu braucht die FED natürlich Staatsanleihen.


    So ein SWAP-Geschäft macht nur Sinn, wenn es für 6 oder 12 Monate läuft.




    Die FED ersteigert aber nun auch Kurzläufer (zB 28 day Bills).
    http://www.treasurydirect.gov/…nre/2009/R_20090818_1.pdf


    Das macht keinen Sinn.
    Die FED kann im Prinzip mit Kurzläufern nichts anfangen.


    Für das TALF Programm taugen die nicht.


    Es gibt zwei Erklärungsmöglichkeiten, warum die FED Kurzläufer kauft, die allerdings beide böse aussehen.


    a) Das Talf Programm dient dazu, Privatbanken mit frisch gedrucktem Geld zu versorgen. Normalerweise tauscht die FED den Privatbanken Schrottpapiere gegen Staatsanleihen ein.
    Diese Staatsanleihen können die Privatbanken dann wieder als Sicherheiten bei der FED hinterlegen und bekommen frisch gedrucktes Geld.
    Es könnte sein, dass die FED diesen Schritt auslassen will (vielleicht um die Statistiken zu schonen):
    d.h. die amerikanischen Privatbanken bekommen per Swap-Geschäft über 12 Monate Papiere für ein 29day Bill.
    Die Privatbanken brauchen diesen gar nicht verkaufen oder tauschen, sondern lassen die 29-Tage-Anleihe nach dem Ende der 29tägigen Laufzeit auslaufen und bekommen von der US treasury Rergierungs-Dollars.
    Damit haben die Banken frisches Geld bekommen - und zwar nicht von der FED, sondern von der Regierung.
    Ich kenne nicht alle Statistiken aber ich könnte mir vorstellen, dass es irgendwo eine Statistik über die Geldausgabe der FED gibt, die dadurch geschönt wird.


    b) Die andere Möglichkeit: dass TALF Programm ist wurscht. Die FED kauft inzwischen alles: Langläufer, Kurzläufer und halt auch 29-day-Bills, weil sonst niemand am Markt wäre, der den Krempel kaufen würde.
    (wenn es nicht mal mehr möglich ist, 29-day-Bills der Vereinigten Staaten abzusetzen, dann spräche das allerdings dafür, dass ein Kollaps sehr sehr nahe ist.)

    Ist deute die Grafik eher so: die Wirkung ist extrem deflationär.
    Andernfalls würde ja immer mehr Geld zum USA fließen (zirkulieren) - und nicht weniger.
    Stattdessen kommt kein frisches Geld mehr in USA an.
    Außer, die USA erzeugen neues Geld und mehr Inflation.
    ABER, das wäre paradox! In dem Fall würde die Kurve wieder nach oben zeigen - tut sie aber nicht!

    Tja, was ist Geld.


    Altes Geld von Ausländern verlässt die US Staatsanleihen. Und es wird ersetzt durch frisch erschaffenes FED-Geld, dass direkt erschaffen wird,
    um danach durch POMO, QE in US Staatsanleihen zu fließen.


    In UK ist es noch offensichtlicher, da gibt es nicht so viele Programe. Leider gibt es dort nicht so viele Statistiken.
    Meine Vermutung ist, dass Ausländer englische Staatsanleihen und das Pfund fluchtartig verlassen.


    Irgendwo stand, dass die BoE wenige Tage, nachdem sie die Genehmigung für neue Käufe von Staatsanleihen hatte, sofort ein großes Paket , ich meine fast 4,7 Mrd gekauft hat.
    Da scheint richtig was gebrannt zu haben.

    a) Danke für die Blumen
    b) Stimmt: beim nächsten Mal nehme ich mir einen Lektor, der nochmal alles gegenliest :)

    Das wird wohl niemand wissen. Selbst die FED veröffentlicht seine Geldmenge M3 nicht mehr.

    Es gibt verschiedene Klassen von Geld und Assets.
    Vieles davon ist in den Geldmengen M1 bis M3 drin.


    Das interessante ist, dass die Geldmenge M3 sich durch Kredite vergrößert: Privatbanken können durch Geldschöpfung beim Kreditgeben die Geldmenge erhöhen.
    In dem Moment, wo ersichtlich ist, dass die Rückzahlung des Kredits nicht klappt, muss der Kredit ganz oder teilweise abgeschrieben werden. Damit wird die Geldmenge M3 wieder kleiner.


    Aber beim Abschreiben kann man viel tricksen: wenn eine Bank zu viel abschreibt, kommt heraus, dass ihr Eigenkapital unter Null ist - und sie zumachen müsste.



    Beispiel:


    Gleiches gilt bei anderen "Bewertungs"-Werten.
    Die "blaue Mauritius", die seltenste Briefmarke der Welt, gibt es z.B. drei Mal.


    Gehen wir mal davon aus, dass zwei Briefmarken seit 100 Jahren Privatbesitz sind. Die eine wurde 1910 für 1000 Reichsmark versteigert, die andere für 1000 Goldfranc.


    Sind die Marken jetzt 1000 Goldfranc oder RM wert ? ( ein Goldfranc, sind ein paar Gramm Gold).


    Nein: die Blaue Mauritius wäre (in den Büchern) soviel wert wie die letzte öffentlich gehandelte Blaue Mauritius.


    Sagen wir mal, bei der letzten Versteigerung wurde eine Blaue Mauritius für 100 Mio Dollar versteigert.


    Damit stehen auch die anderen beiden Briefmarken für jeweisl 100 Mio Dollar in den Büchern.
    Die Besitzer dürfen sich reich fühlen.


    Und jetzt finde ich auf dem Dachboden 250.000 perfekt erhaltene Briefmarken "Blaue Mauritius":


    Wenn ich meinen Fund geheim halte, kann ich vielleicht noch eine für 100 Mio Dollar an den Mann bringen,
    danach die nächste für 50...
    Aber sobald der gesamte Fund bekannt wird, sinkt der Wert ALLER Briefmarken: vielleicht auf 100 euro.


    Für die drei Briefmarkenbesitzer der "echten" drei bedeutet dass: sie sind innerhalb einer Sekunde um 300 Mio Dollar ärmer geworden.


    -------------



    Kritisch wird es, wenn ein Mauritius-Besitzer einen Kredit aufgenommen hat: d.h. er hat den Wert seiner Briefmarke beliehen.
    Sagen wir mal zu 90%


    Durch das Beleihen der Briefmarke und das Ausgeben eines Kredits ist die Geldmenge M3 um 90 Mio Dollar gestiegen.


    Der Kreditnehmer konnte mit dem Geld was nettes machen, vielleicht hat er Immobilien gekauft, Aktien, Rohstoffe:
    Das frische Geld hat inflationär gewirkt.


    (Alle Leute, die nicht so leicht an Geld kommen, wundern sich über die steigenden preise).


    Und nun, da die Blaue Mauritius nichts mehr wert ist, müsste eigentlich die Bank pleite gehen und die Preise müssten wieder auf ein normales Mass sinken.


    Das verhindert aber Ben Bernanke: er hat sich ein Programm ausgedacht, dass heist TALF: Troubled Asset....Program.


    Nachdem der Mauritius-Besitzer also seinen 90 Mio Dollar Kredit nicht zurückzahlen konnte, ist die Blaue Mauritius an die Bank gefallen.


    Dort steht sie jetzt mit 80 oder 90 Mio dollar in den Büchern.
    Aber jeder weis, dass niemals wieder 90 Mio Dollar für diese Briefmarke gezahlt wurden, nachdem Dr. Meyer in einem Dachboden von Oma in Villingen Schwennigen 250.000 andere
    Mauritus-Briefmarken gefunden hat.


    Die FED erbarmt sich und macht mit der Bank ein SWAP-Geschäft über das TALF-Programm: die Bank gibt der FED die Blaue Mauritius und die FED gibt der Bank AAA-Staatsanleihen der USA.


    Kein Mensch würde so einen Tausch machen, aber da die FED das Geld drucken kann, kann sie das machen.


    Was macht die Bank mit den Staatsanleihen: die kann man bei der FED am nächsten Tag gegen Dollar-Bargeld eintauschen.
    Dieses Geld wird dann der Geldmenge M1 zugerechnet.


    Und was macht die Bank damit: sie nimmt die 90 Mio Dollar beginnt mit Aktien und Rohstoffen zu handeln.


    Und das ganze läuft dauernd ab, in Milliarden-Höhe.



    Dieser Wahnsinn spielt sich tatsächlich so ab: wenn Du die Blaue Mauritius mit Immobiliendarlehen ersetzt, hast Du die derzeitige Situation.



    In einer normalen Welt müsste es jetzt eine Deflation geben: Preise sinken, Kreditvolumen sinkt und Banken, die Dinge beliehen haben, die nicht werthaltig waren,
    gehen pleite.


    Statt dessen wird aber Geld gedruckt.


    Leider kommt man nur als US Bank an das TALF-Programm heran.
    Wenn jeder Manta-Besitzer seinen Wagen zum Neupreis gegen US Staatsanleihen und diese Wiederum gegen Bargeld tauschen könnte,
    tja, dann hätte das die Auswirkungen als ob jeder bei sich zu Hause eine Druckerpresse hätte.


    So.


    Und jetzt fragst Du, wie groß die Geldmenge ist?


    Wahrscheinlich willst Du anhand der Geldmenge errechnen, ob Gold im Vergleich zur Geldmege über oder unterbewertet ist.


    Im Vergleich zu dem, was es an Papierwerten und fiktiven Werten gibt, ist Gold allerhöchstwahrscheinlich stark unterbewertet.


    Die deutsche Bevlkerung hat im Krisen-Quartal Q1 2009 etwa 29 Tonnen Gold gehamstert.


    Das entspricht etwa der Goldmenge, die vor 1 Woche innerhalb von 7 Tagen in den SPDR Gold-Trust und die ETF Gold Securities Fond geflossen ist.


    In der globalen Wirtschaft vermischen sich gedrucktes und "echtes" Geld dauernd. Leider.


    Wenn Du Dich also nicht aufraffst, und eine Unze für 700 euro kaufst, dann kannst Du sicher sein, dass irgendjemand, der Zugang zur Druckerpresse hat,
    sich das Gold - und andere Rohstoffe - holt.


    Beim Gold haben wir noch Glück: da es ein Indikator für schlechte Geld-Politik ist, wird sein Preis gedrückt, dass heisst jeder Kauf ist mit 20-50% "subventioniert".


    (es gibt ja eine Menge Leute, die über die Gold-Drückung schimpfen, aber nur durch die Golddrückung, sind viele Leute 2008 und 2009 noch halbwegs gut in den Markt gekommen).

    Bis zum Schluss lesen: der gleiche Kassierer, der bereits mehrere Dollarscheine wegen winziger Blessuren abgeleihnt hat, hat drei völlig zerknitterete Euro-Scheine freudig in Zahlung genommen: d.h. in Dollar-Land Afrika wird Euro inzwischen lieber als Dollar genommen.

    Diese Geschichte aus Afrika sagt mehr über den Fall des Dollars, als alle Plädoyers von Peter Schiff:


    Zitat: FAZ.net
    http://www.faz.net/s/Rub117C53…EA~ATpl~Ecommon~SMed.html


    In Goma (Kongo) macht der Kassierer des Hotels mit den Dollarscheinen, was er immer macht. Er prüft die Jahrgangsnummern der Fünfzig-Dollar-Noten, weil Scheine, die älter als vier Jahre sind, akzeptiert er nicht. Die Hundert-Dollar-Noten hält er prüfend gegen das Licht, um sie auf Risse, Nadellöcher oder sonstige Beschädigungen zu untersuchen, weil geknickt wirkende Dollar akzeptiert er auch nicht. Dollar müssen in Kongo proper sein, was schon deshalb seltsam anmutet, weil die Sorgfalt, die die Kongolesen den Noten angedeihen lassen, im Widerspruch zum zerfetzten Zustand des Landes steht. Wie immer hat der Kassierer etwas auszusetzen, weist diesen und jenen Schein zurück und fordert Ersatz. Als man die Brieftasche nach neuen, möglichst druckfrischen Dollarscheinen durchforstet, fällt sein Blick auf einige Euro-Scheine, die sich zwischen den Dollar verloren haben. "Sind das Euro?", fragt er entzückt, "weil die nehmen wir selbstverständlich auch." Seit Jahren hatte in Kongo nur eine Währung gegolten, amerikanische Dollar. Jetzt wird die Rechnung mit einem schmuddeligen Fünfzig-Euro-Schein beglichen, der einen Waschgang überlebt hat, und zwei Hundertern, denen die vielen Reisen in diversen Hosentaschen unschöne Eselsohren eingebracht haben. "Pas de problème, Monsieur", sagt der Kassierer.

    Sachwerte sind eingefrorenes Vermögen: sehr sicher, aber es kann sein, dass es zum Auftauen Zeit braucht.
    Wirklich liquide Sachwerte sind nur Geld und Silber, selbst bei Platin gibt es schon Abstriche.


    Es gibt andere interessante Sachwerte, aber ein Blick in die 70er zeigt, dass viele viele Leute damals Geld verloren haben,
    weil sie Perserteppiche, Diamanten, Rubine, Kunst und Oldtimer gekauft haben obwohl sie davon keine Ahnung hatten.


    Von daher: wovon hast Du Ahnung: Oltimer und Yountimer waren in den 80er Jahren überbewertet und haben sich von dem Preistief in den späten 90ern nie wieder so ganz erholt.


    Die selbst bewohnte Immobilie ist ok: falls man sie ohne großen Kredit kaufen kann.
    Und in Hamburg, München und Düsseldorf braucht es noch 2 Jahre und 3 Mio zusätzliche Arbeitslose, damit der Immobilienmarkt sich wieder an den erziebaren Mieten und den Nettoeinkommen der Deutschen orientiert.


    auf 10 Jahre oder mehr ist Ackerland oder Wald - glaube ich - eine lohnende Sache. Früher war das eine übliche Anlageklasse wie Gold, ist dann aber total in Vergessenheit geraten.


    Und Mut zur Vorratshaltung, wenn man mal was gutes sehr billig sieht: ich habe mir mal 2003 in Spanien zeitlose, sehr gute Schuhe für 30 euro gekauft: damals rechnete man noch: 30 euro = 60 DM.
    60 DM waren billig, aber ok.
    Ich habe mir 5 Paar schuhe gekauft, die ich nach und nach durchlaufe. Inzwischen würden vergleichbare Schuhe 100 euro kosten.
    220% Rendite in sieben Jahren...


    Wer irgendeine Chance hat im Bereich Energie autark zu werden, sollte das machen:
    Wenn die konjunktursensitiven Steuereinnahmen wie Körperschaftssteuer und Einkommenssteuer einbrechen, wird sicher viel über MWs reingeholt.
    Auch bei Strom und Gas wird man uns wieder erzählen, dass es irgendwelche guten ökologischen Gründe gibt, warum Strom und Energiesteuer steigen.
    Wärmeerzeugung durch Sonnenenergie, wenigstens für Warmwasser in den Sommermonaten - bringt langfristig vielleicht mehr als ein Investement in EM.
    Die Sonne stellt keine Rechnung.


    Und: da Du noch jung bist: BILDUNG + solide handwerkliche Fähigkeiten.
    Das kann Dir keiner wegnehmen und niemand besteuern.

    Habe noch einen Artikel zum gleichen Thema gesehen: Es ist schlichtweg unglaublich.
    Da wird so getan, als ob es einen ganz tollen Häusermarkt gibt, der sich in 2009 stabilisiert hat und in Wirklichkeit werden 75% der Hauskäufe inzwischen durch die Regierung finanziert.
    Sobald die Kredite nicht mehr bedient werden, wird die FED die Papier dann mit gedrucktem Geld übernehmen.


    Interessant, wenn man mal weiter denkt: für alle die Häuser, die in den letzten 12 Monaten mit Regierungskrediten gekauft wurden, ist ja Geld geflossen - an den Besitzer.
    Der dürfte in den meisten Fällen eine - na klar - Bank sein.


    m US-Häusermarkt droht eine erneute Überhitzung. Nachdem der Steuerzahler bereits die beiden Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac mit Milliarden stützt, könnten künftig zwei weitere staatliche Stellen ins Schleudern geraten. Das ist zum einen die Federal Housing Administration (FHA), die Kredite für den Erwerb und Bau von Eigenheimen versichert. Außerdem geht es um Ginnie Mae. Die Gesellschaft, die ebenso wie Fannie und Freddie einen öffentlichen Auftrag hat, versichert Wertpapiere, die mit FHA-gestützten Krediten besichert sind. Diese sogenannten Mortgage-backed Securities (MBS) sind die einzigen, die eine komplette Garantie durch den amerikanische Staat genießen.
    Die beiden machen derzeit ein Rekordgeschäft - aufgrund der schlechten Kreditqualität vieler Schuldner allerdings mit wachsendem Risiko. In US-Medien wird bereits spekuliert, hier bahne sich die nächste Rettungsaktion an.
    Im Zuge der Krise haben Banken ihre Standards für die Kreditvergabe verschärft. Viele US-Bürger bekommen hier keine Eigenheimdarlehen oder Hypotheken mehr - und flüchten sich in den von der Regierung gestützten Teil des Sektors. Das FHA-Programm wurde in den 1930er-Jahren unter dem New Deal eingeführt. Es soll dafür sorgen, dass auch einkommensschwache Menschen ein eigenes Haus besitzen können.
    Unter den neuen Bedingungen erreicht es jedoch neue Dimensionen: Der Marktanteil der FHA ist in diesem Jahr auf 63 Prozent angeschwollen - im Geschäftsjahr bis Ende September 2008 hatte er noch bei 24 Prozent gelegen. Nach Berechnungen der [Blockierte Grafik: http://www.boerse-online.de/pix/fms/icon_aktie_ausgabe.gif] Bank of America machen FHA-Kredite mittlerweile rund die Hälfte aller neuen Darlehen für Eigenheimkäufe aus - nach lediglich zehn Prozent Anfang 2008. Allein das Volumen an garantierten Krediten für Einfamilien hat sich 2008 zum Vorjahr auf 180 Mrd. $ mehr als verdreifacht.
    Im Gleichschritt schwillt das Geschäft von Ginnie Mae an: Per Ende Juni legte das Volumen der Wertpapiere, die von der Agentur garantiert werden, auf 680 Mrd. $ zu. Die Analysten der [Blockierte Grafik: http://www.boerse-online.de/pix/fms/icon_aktie_ausgabe.gif] Bank of America schätzen, dass es bis Ende 2010 auf 1000 Mrd. $ ansteigen wird - dank eines Ansturms von Schuldnern, die nur geringe Anzahlungen leisten können oder schlechte Bonitätsnoten haben. Die FHA sei "die einzige Finanzierungsquelle für diese hoch verschuldeten Kreditnehmer", schrieben die Analysten in einer Studie.

    Auch in Deutschland gab es schon mal ein Goldverbot: 1939, ab da durften die goldenen RM Münzen nicht mehr benutzt werden
    und sollten eigentlich abgegeben werden.


    Ein Blick beim Goldhändler zeigt: keine Sau hat sich daran gehalten.


    Auch in Amerika wurde eine Menge Gold nach Kanada geschmuggelt.


    Falls wirklich ein Goldverbot kommt, dann ist das zeitlich temporär und bedeutet nur, dass Gold nach dem Ende des Goldverbots + 5000% mehr wert ist.


    Da ein Goldverbot nur EU weit möglich wäre, sind andere Gemeinheiten wahrscheinlicher:
    - evtl Einschränkung des freihen Verkaufs von Gold, maximal 2 Unzen pro Jahr
    - Mehrwertsteuer und Luxussteuer auf Gold
    - Besteuerung bei Goldverkäufen

    http://www.telegraph.co.uk/fin…ess-investment-falls.html


    Investitionen in UK sind um 30% gefallen (im Vgl zum Vorjahr) und um 10% in Vergleich zu den letzten 3 Quartalen. Der Forcast der Öknomen sah maximal einen Rückgang um 0,8 % vor.


    The sharpest fall in business investment in 44 years shocked economists yesterday who said it increased the risk that figures released today will show the economy shrank by more in the second quarter than the 0.8pc initially thought.


    Was heist das? Zum einen, dass in GB weiter weniger investiert wird. Soweit so schlecht: das ist halt eine weitere Nachricht, die nicht zu den Greenshots passt.


    Ich bringe sie mal mit zwei anderen zusammen.


    Die Bank of England hat ihr Aufkaufprogramm für GB Staatsanleihen von 125 Mrd Pfund auf 175 Mrd Pfund hochgefahren.
    Damit will die BoE privates Kapital aus den Staatsanleihen herausdrängen, um dieses private Kapital in private Investitionen zu drängen.
    (ganz nebenbei finanzietr die BoE damit auch den Staatshaushalt.)


    d.h. während die BoE Staatsanleihen aufsaugt und privates Kapital aus Staatsanleihen herausgeht, sinken die Investitionen in UK -
    und zwar mit der schärfsten Rate sein 44 Jahren.


    Vor Jahrne habe ich mal in einem Konzern gearbeitet.
    Wir haben Kunden verloren. Monatlich sowas wie 1,5%.
    Das fand der Chef nicht besonders schlimm.
    Das heisst, hinter der kleinen Zahl von 1,5% stand etwas viel größeres:


    Durch länger laufende Verträge konnten monatlich nur ca. 3,0 % der Kunden kündigen.
    d.h. 50% aller Kunden, die kündigen KÖNNEN, haben auch gekündigt.


    Viele Investitionen in UK sind wahrscheinlich schon geplant und gesigned: vielleicht 50% oder 70% oder 80%
    wenn dann 10% ALLER Investionen zurückgehen, heist das möglichweise, dass gerade 50% aller neu möglichen Investitionen gecancelt wurden.


    Wo geht privates mobiles kapital hin, wenn es NICHT in Staatsanleihen geht, wenn es NICHT in Investitionen geht?
    Ich weis nicht.
    Vielleicht verlässt es das land.


    Das würde dann zu einem Kurssturz beim Pfund führen.
    Vielleicht geht es auch in englische Sachwerte: das wäre dann der sogenannte Crack up Boom, d.h. dass Haussieren von
    Immobilien, Land, Aktien kurz bevor Hyperinflation einsetzt.

    Das ging schneller als ich vor zwei Wochen dachte:
    Apo Bank braucht Geld vom genossenschaftlichen Einlagensicherungsfond:
    http://www.handelsblatt.com/un…cht-eine-bad-bank;2449854

    Die deutsche Bank hat heute eine Nachrang Anleihe über 1 mrd Euro ausgegeben: Anleger habe sich um das Papier gerissen.
    Die Nachranganleihe wird dem Kernkapital zugerechnet.
    Die Anleger werden im Insolvenzfall als letzte bedient, erhalten aber über 9% Zinsen.


    Laut Deutsche Bank wollten sie nur 300-500 Mio einsammeln, waren aber von der Nachfrage so überrascht, dass sie gleich 1 Mrd eingesammelt haben.


    So, und jetzt mal zum Nachdenken:
    "die Deutsche Bank hatte Ende 2007 rund 47 000 Milliarden Euro Derivate-Nominalvolumen." (FAZ)
    "Der Marktwert des Derivate-Buches der Deutschen Bank betrug Ende 2008 dagegen rund 1200 Milliarden Euro.
    (FAZ)


    Also, da borgt sich die Deutsche Bank, die ein Derivateportfolio im Marktwert von 1200 Milliarden Euro hat bei Kleinanlegern 1 Mrd Euro zum
    happen Zinssatz von 9,5%.
    Besonderer Zweck: nein, keiner. Einfach nur so.


    Warum haben sie dann nicht 0,5% ihres Derivateportfolios verkauft? dass hätte nach aktuellem Marktwert 6 Mrd Euro gebracht.
    Ohne Zinsen.



    Hier die Quellen:



    http://www.faz.net/s/Rub58241E…Tpl~Ecommon~Scontent.html



    Zahlen des Finanzsektors erscheinen in Relation zu volkswirtschaftlichen Daten oft gewaltig. So hatte die Deutsche Bank Ende 2008 eine Bilanzsumme von 2200 Milliarden Euro; die Einwohner Deutschlands erwirtschafteten kaum mehr: rund 2500 Milliarden Euro.


    Noch riesiger sind die Nominalsummen, die hinter als Derivate bezeichneten Wertpapieren wie Terminkontrakten, Optionen oder Swaps stehen. Richtig angewendet, gehen Banken und Unternehmen mit Derivaten Gegengeschäfte zum Beispiel zu Zins- und Währungsgeschäften ein und sichern Risiken daraus damit ab.


    Die Nominalvolumina tauchen in den Bankbilanzen nicht auf, weil es sich um schwebende Geschäfte handelt, die grundsätzlich nicht bilanziert werden. Sie stehen aber in Geschäftsberichten. In der Bilanz finden sich die Marktwerte der Derivate und deren Veränderung. Das Derivate-Nominalvolumen beträgt oft ein Vielfaches der Bilanzsumme. Der Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate hat 1000 Milliarden Euro Derivatevolumen (Bilanzsumme: 400 Milliarden Euro), die Deutsche Bank hatte Ende 2007 rund 47 000 Milliarden Euro Derivate-Nominalvolumen.


    Der Marktwert des Derivate-Buches der Deutschen Bank betrug Ende 2008 dagegen rund 1200 Milliarden Euro.



    http://boersenradar.t-online.d…-die-Tueren-ein-1645.html


    Nachranganleihe übezeichnet


    Hoher Zins, hohes Risiko Zuletzt war es einer Bank im Euroraum im zweiten Quartal des vergangenen Jahres gelungen, über eine nachrangige Anleihe frisches Geld einzusammeln. Investoren werden bei dieser Anlageform im Falle einer Insolvenz als letzte bedient. Für das erhöhte Risiko erhalten sie einen vergleichsweise hohen Zinssatz von in diesem Falle 9,5 Prozent. Eine nachrangige Anleihe läuft zudem anders als normale Anleihen unbefristet. Mit jedem Jahr steigt jedoch der Zins, den das Institut berappen muss.


    Anleger haben Tabubruch verziehen Die aktuelle Anleihe kann frühestens am 31. März 2015 von der Deutschen Bank zurückgezahlt werden. Ende des vergangenen Jahres hatte das Institut die Anleger damit verprellt, dass es nicht wie sonst üblich eine Nachrang-Anleihe zum erstmöglichen Zeitpunkt zurückgezahlt hatte. Die damals am Markt zu zahlenden Zinsen waren höher gewesen als die der Anleihe. Zudem war es zur Hochphase der Finanzkrise schwer, überhaupt an frisches Geld zu gelangen. Das Problem scheint behoben: Dem Vernehmen nach hatte die Deutsche Bank jetzt lediglich 300 bis 500 Millionen Euro einsammeln wollen.

    Das MadMax Szenario ist durchaus nicht weit hergeholt. Im Film ging es um den Kampf um das Elementarste, naemlich um die Resourcen. Was passiert wohl, wenn drei Milliarden Menschen (ca. BRIC) in zehn oder zwangig Jahren auf dem Lebensstandard der USA angekommen sind ? Das wird garantiert schlimmer als im Film.


    10% Wachstum auf 20 Jahre, das macht ca. einer Versiebenfachung! der Wirtschaftsleistung in 20 Jahren aus. Das bedeuted Versiebenfachung! des Rohstoff-, Wasser-, Nahrungs- und Energieverbrauchs in 20 Jahren. Wo nehmen wird das her ?

    Ich habe als Kind und Jugendlicher in der DDR gelebt: dort hat die Rohstoffknappheit das Leben bestimmt:
    Milch gab es aus Glasflaschen, die abgewaschen wurden. Alle Glasflaschen waren Pfand. Bierbüchsen odersowas gab es nicht.


    Ein paar Rohstoffe lieferte die Soejetunion für lau, aber wenn man mehr haben wollte, dann musste man das mit Gold oder harter Währung bezahlen.
    (Als ich klein war, wurde mir noch gesagt: Devisen, dass sind Währungen, die mit Gold gedeckt sind)


    Benzin war teuer, es war nicht selbstverständlich ein Auto zu haben, viele Leute hatten Mopeds oder Motorräder,
    Züge waren unpünktlich, aber saubillig.
    viele Leute hatten keine Zentralheizung und haben mit Kohle geheizt und im Winter war es morgens saukalt.


    Edles Rindersteak habe ich das erste mal mit 16 gegessen: ich kannte bis dahin nur Bratwurst, Leber, Königsberger Klopse, Hühnchen, Jägerschinken.
    (ehrlich)
    Das beste, was ich an Fleich kannte, war Wiener Schnitzel, dass in der Gatsstätte aber oft nur mittlere Qualität hatte.
    Die Filet-Stücken wurden in den Westen exportiert, um Devisen zu erwirtschaften.


    Das einzige, was schwierig ist, ist die Umstellung. (in beide Richtungen)


    Ich musste mal die Fahrerlaubnis für 2 Jahre abgeben: 4 Wochen dachte ich, die Welt geht unter.
    Nach 4 Wochen hatte ich das Leben anders eingerichtet und wunderte mich, warum andere Leute soviel Geld ausgeben,
    um mit 2 Tonnen Stahl zum Zigaretten holen fahren.


    Man wird zukünftig mit deutlich weniger Rohstoffen auskommen und trotzdem ein gutes Leben führen.
    Und bei der Energie, bin ich mir sicher, dass man eine Lösung finden wird.


    Nichts desto trotz halte ich Kriege um die letzten Rohstoffe für möglich.


    Die werden aber nicht von denen ausgehen, deren Standard nach oben geht, sondern von denen,
    die ihren Standard nicht absenken wollen.


    Europäer und Chinesen werden mit einem Ölpreis von 250 Dollar gut zurechtkommen. Amerikaner nicht.


    1 Mrd Chinesen werden nie so resourcenverschwenderisch leben, wie die Amerikaner heute.
    Aber auch die Amerikaner werden in sehr kurzer Zeit schon nicht mehr so resourcenverschwenderisch wie heute leben.


    Rohstoffe wie Kupfer, Platin, Titan etc. werden langfristig sicher sehr teuer. Bei Energie bin ich mir sicher, dass es in den kommenden 50 Jahren lösungen gibt,
    vielleicht auch etwas, an das wir heute noch nicht denken.


    Unter Druck wird man vielmehr forschen als derzeit. Fünf Jahre vor dem 2. Weltkrieg flogen noch Doppeldecker. Im letzten Kriegsjahr flogen Raketen und der erste Düsenjäger.
    So schnell könnte es auch bei alternativen Energien gehen, wenn der Druck richtig groß ist.


    Make a long story short:
    Vor einer Veränderung des Lebensstandards habe ich überhaupt keine Angst,
    aber vor denen, die zu große Flugzeugträger haben und weiter Öl und Kupfer gegen wertloses grünes Papier tauschen wollen, schon