Vor diesem Hintergrund schlägt die Kommission im Zuge der planmäßigen Überprüfung vor, das System an die veränderten wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen anzupassen. So soll die Zahl der Zertifikate bis 2027 jährlich um 4,3 Prozent und ab 2028 um 4,4 Prozent sinken.
Von 2031 an will die Behörde dieses Tempo drosseln. Zwischen 2031 und 2035 soll die Zahl der Zertifikate jährlich um 3,7 Prozent und von 2036 bis 2040 um 1,7 Prozent abnehmen. Dadurch stünden den Unternehmen mehr Zertifikate zur Verfügung als bislang vorgesehen.
Nach Ansicht der Kommission bleibt die EU damit dennoch auf Kurs, ihr Klimaziel für 2040 zu erreichen. Bis dahin sollen die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 90 Prozent sinken, bis 2050 will die EU klimaneutral sein. Dazu sollen künftig auch Müllverbrennungsanlagen in den Emissionshandel einbezogen werden. Zudem sind weitere Vorgaben für den Flug- und Seeverkehr geplant.
Unabhängig von den aktuellen Reformvorschlägen startet 2028 mit ETS2 ein zweites EU-System für Brennstoffe wie Benzin und Erdgas. Über den Zertifikatspreis beeinflusst es indirekt die Kosten für Heizöl, Erdgas, Diesel und Benzin.
Das ist so krank...